Beschattungseinrichtungen für lichtdurchlässige Flächenelemente,
insbesondere für Glaselemente von Wintergärten, sind bekannt. Derartige
Einrichtungen umfassen zumeist flexible, aufrollbare Beschattungsplanen, welche
auf einer am Flächenelement angeordneten Welle aufgenommen sind und in einer
Ebene parallel zum Flächenelement abgerollt werden können, so dass sie
das Flächenelement abdecken und somit einen durch das Flächenelement abgeschlossenen
Innenraum beschatten. Grundsätzlich kann die Beschattungseinrichtung auf der
Aussenseite des Flächenelements oder auch auf dessen Innenseite angeordnet
sein. Eine aussenseitige Anordnung ist in der Regel bevorzugt, weil sie bereits
das Flächenelement, insbesondere eine Verglasung, beschattet und somit ein
Aufheizen des Innenraums wirksamer verhindert als eine Anordnung auf der Innenseite.
Weil Wintergärten in der Regel Teile von Gebäuden bilden,
soll deren Form und Grösse aus architektonischen und ästhetischen Gründen
dem jeweiligen Gebäude angepasst sein. Wintergärten und deren Flächenelemente
können somit verschiedenste Formen aufweisen; die Flächenelemente können
beispielsweise rechteckig, dreieckig oder trapezförmig sein und unterschiedlichste
Dimensionen aufweisen. Ein Wintergarten umfasst in der Regel eine Mehrzahl von Flächenelementen,
die sich hinsichtlich ihrer Form und Grösse voneinander unterscheiden.
Aus diesen Gründen ist das Einsatzgebiet von standardisierten
Beschattungseinrichtungen, welche vorgegebene Formen (z. B. rechteckig) und Dimensionen
haben, sehr eingeschränkt. Um eine optimale Beschattung erreichen zu können,
ist es oftmals notwendig, die Elemente einer Beschattungseinrichtung, insbesondere
die benötigten Beschattungsplanen sowie die mechanischen Elemente zum Halten
und Bewegen dieser Planen, spezifisch an die Flächenelemente des jeweiligen
Wintergartens anzupassen.
Die EP 1 389 418 A1
(Boac AG) zeigt beispielsweise eine flexible Beschattungseinrichtung, mit welcher
auch nicht rechteckförmige Flächenelemente von Wintergärten abgedeckt
werden können. Die die Flächenelemente abdeckenden Beschattungsplanen
können in einfacher und optimaler Weise gespannt werden. Dazu umfasst die Einrichtung
eine an Tragteilen für Flächenelemente drehbar gelagerte und antreibbare
Welle. Auf dieser sind die Beschattungsplanen aufwickelbar und abwickelbar. Diese
Planen werden mittels Zugelementen, die über die Welle antreibbar sind, über
die abzudeckenden Flächenelemente gespannt. Für jede Plane ist ein Zugelement
vorgesehen, das aus mindestens einer Schlaufe gebildet ist, welche über erste
Umlenkmittel, die am abwickelseitigen Ende der Plane angebracht sind, über
zweite Umlenkmittel, die an Haltemitteln angebracht sind, die ihrerseits an den
Tragteilen befestigt sind, geführt sind.
Viele Wintergärten weisen sowohl fest angebrachte Flächenelemente
auf, als auch solche, die sich öffnen lassen. Eine einfache und im Prinzip
auch gute Lösung besteht darin, die öffenbaren Flächenelemente um
eine Schwenkachse verschwenkbar auszubilden. Besonders bevorzugt ist die Schwenkachse
an einem Ende des Flächenelements angeordnet, während sich das gegenüberliegende
Ende auf die Aussenseite der Dach- oder Wandfläche verschwenken lässt.
So kann auch bei leichtem Regenfall das Eindringen von Regenwasser in den Wintergarten
weitgehend verhindert werden. Derartige schwenkbare Flächenelemente stellen
bei der Beschattung gewisse Probleme, insbesondere dann, wenn sie auch bei ausgerollten
Beschattungsplanen öffenbar sein sollen. Gängige Lösungen bestehen
entweder darin, die Beschattungseinrichtung auf der Innenseite anzuordnen, was wie
oben erläutert aber eigentlich nicht wünschenswert ist, oder aber darin,
die Beschattungseinrichtung aussenseitig abgesetzt (quasi "auf Stelzen") zu montieren.
Die zweitgenannte Lösung ist aber ästhetisch zumeist unbefriedigend.
In diesem Zusammenhang schlägt die DE
101 49 451 A1 (Weinor Dieter Weitermann GmbH & Co.) gar vor, die Beschattungseinrichtung
derart auszubilden, dass diese nur die unbeweglichen Flächenelemente überdeckt,
nicht aber diejenigen, die sich öffnen lassen. Dadurch soll auch bei ausgerollter
Beschattungsplane eine ausreichende Belüftung des Innenraums gewährleistet
werden. Diese Lösung hat allerdings den Nachteil, dass sich der Wintergarten
auch bei sehr sonnigen Verhältnissen und grosser Hitze nicht vollständig
beschatten lässt.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine dem eingangs genannten technischen
Gebiet zugehörende Anordnung mit einer Beschattungseinrichtung zu schaffen,
welche einfach bedienbar ist und eine gute Beschattung ermöglicht.
Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1
definiert. Gemäss der Erfindung umfasst die Anordnung
a) eine Dach- oder Wandfläche mit einem um eine Schwenkachse schwenkbaren,
lichtdurchlässigen Flächenelement mit einer der Schwenkachse gegenüberliegenden
freien Seite; und
b) eine Beschattungseinrichtung mit einer Beschattungsplane, einer Welle, auf
welche die Beschattungsplane aufwickelbar ist, sowie einem an einem der Welle gegenüberliegenden
Ende der Beschattungseinrichtung angeordneten Gegenstück zum Spannen der Beschattungsplane.
Die Welle oder das Gegenstück ist an der freien Seite des schwenkbaren
Flächenelements befestigt.
Das Beschattungseinrichtung bewegt sich somit zusammen mit dem schwenkbaren
Flächenelement; weder wird durch die Beschattungsplane die Luftzirkulation
behindert, noch ist es notwendig, die Beschattungsplane bei nach aussen öffenbaren
Schwenkelementen auf der Innenseite der Wand- oder Dachfläche anzubringen oder
die Beschattungseinrichtung von der Wand- bzw. Dachfläche abzusetzen.
Beim zu beschattenden Flächenelement kann es sich insbesondere
um ein Glaselement eines Wintergartens handeln. Dieses kann Teil eines Dachs bilden
und horizontal oder leicht schräg ausgerichtet sein oder aber Teil einer Wand
und im Wesentlichen vertikal stehen. Die Beschattungseinrichtung kann sowohl auf
der Innen- als auch auf der Aussenseite des Wintergartens montiert werden. Die Erfindung
ist aber auch anwendbar bei anderen zu beschattenden Flächenelementen.
Mit Vorteil wird zum Beschatten des schwenkbaren Flächenelements
wiederum eine Beschattungseinrichtung eingesetzt, welche ein seilartiges Zugelement
umfasst, durch welches die Beschattungsplane spannbar ist, und bei welcher das Gegenstück
durch eine Umlenkung für das Zugelement gebildet wird. Zwischen der Welle und
dem Zugelement ist ein Spannmechanismus ausgebildet, durch welchen eine Spannung
der Beschattungsplane auch bei Abstandsänderungen zwischen der Welle und der
Umlenkung aufrechterhalten wird. Eine entsprechende Beschattungseinrichtung ist
beispielsweise aus der EP 1 389 418 A1
(Boac AG) bekannt.
Mit einer derartigen Einrichtung ist es möglich, die Welle oder
die Umlenkung an der freien Seite des schwenkbaren Flächenelements zu befestigen,
während das gegenüberliegende Element der Beschattungseinrichtung, also
die Umlenkung oder die Welle, an einem weiteren Element einer das schwenkbare, lichtdurchlässige
Flächenelement umfassenden Fläche befestigt wird, wobei als weiteres Element
insbesondere ein unbewegliches Element der Fläche gewählt wird. Die Beschattungseinrichtung
kann somit eine Fläche beschatten, die sowohl feste Flächenelemente als
auch ein in die Richtung der Beschattungseinrichtung öffenbares Flächenelement
umfasst. Durch den Spannmechanismus wird gewährleistet, dass die Abstandsänderungen,
die beim Öffnen bzw. Schliessen des schwenkbaren Flächenelements auftreten,
automatisch ausgeglichen werden und die Beschattungsplane stets gespannt bleibt.
Die Federkraft des Spannmechanismus kann derart gewählt werden,
dass sie einen Teil der Gewichtskraft des schwenkbaren Flächenelements kompensiert
und somit das Öffnen des Elements unterstützt.
In einer alternativen Ausführungsform sind die Welle und das
Gegenstück an Befestigungspunkten an einem Rahmen befestigt, wobei die Befestigungspunkte
einen vorgegebenen festen Abstand aufweisen. Eine erste Seite des Rahmens ist dabei
an der freien Seite des schwenkbaren Flächenelements befestigt. Diese erste
Seite und/oder eine der ersten Seite gegenüberliegende zweite Seite des Rahmens
ist in einer Richtung senkrecht zur Schwenkachse beweglich gelagert.
Diese bewegliche Lagerung ermöglicht eine Anpassung der Befestigungspunkte
des Rahmens an Distanzänderungen, welche sich durch das Schwenken des Flächenelements
ergeben. Bewegliche Lagerungen sind an sich bekannt, sie können z. B. durch
Nutführungen realisiert werden. Neben der Beweglichkeit in einer Richtung senkrecht
zur Schwenkachse ist in der Regel auch eine Schwenkmöglichkeit des Rahmens
vorzusehen, damit die Schwenkbewegung des Flächenelements nicht behindert wird.
Im Weiteren ist es möglich, eine Feder vorzusehen, welche sicherstellt, dass
der Rahmen in Abhängigkeit der Schwenkstellung des Flächenelements eine
vorgegebene Position einnimmt. Dies kann aber bei entsprechender Auslegung auch
durch die Einwirkung der Schwerkraft auf den Rahmen realisiert werden.
Die Erfindung lässt sich ohne weiteres auch mit einer Beschattungsplane
realisieren, die entlang einer Aufrolleinrichtung eine wechselnde Breite aufweist,
insbesondere trapez- oder dreieckförmig ist.
Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Schutzansprüche
ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen
der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten
Zeichnungen zeigen:
1 eine Schrägansicht einer Beschattungseinrichtung,
welche zur Realisierung der Erfindung geeignet ist;
2 eine schematische Schrägansicht eines Gebäudes
mit einem schwenkbaren Dachelement und einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Anordnung; und
3A, B eine schematische Seitenansicht eines schwenkbaren
Dachelements mit einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Anordnung.
Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen
Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Die 1 ist eine schematische Schrägansicht
einer Beschattungseinrichtung, welche zur Realisierung der Erfindung geeignet ist.
Diese Beschattungseinrichtung ist bereits aus der EP
1 389 418 A1 bekannt und wird im Folgenden noch einmal kurz beschrieben,
insoweit es für das Verständnis der Erfindung notwendig ist.
Die Beschattungseinrichtung umfasst eine drehbar gelagerte und antreibbare
Welle 1. Diese Welle 1 ist an nicht dargestellten Tragteilen,
die die Flächenelemente beispielsweise eines Wintergartens tragen, in bekannter
Weise befestigt. Der Antrieb kann in bekannter Weise von Hand erfolgen, er kann
aber auch einen Motor umfassen, der in die Welle integriert oder an diese gekoppelt
ist. Auf die Welle 1 aufwickelbar und von dieser abwickelbar ist ein Stoffteil
2, welcher im abgewickelten Zustand eines oder mehrere Flächenelemente
abdecken kann und somit eine Beschattungsplane bildet.
Am abwickelseitigen Ende 3 des Stoffteils 2 ist
eine erste Profilschiene 4 angebracht. Diese erste Profilschiene
4 erstreckt sich über die Länge des abwickelseitigen Endes
3 des Stoffteils 2, welches im Wesentlichen parallel zur Welle
1 ausgerichtet ist. Diese erste Profilschiene 4 ist mit einer
längs verlaufenden Rille 5 ausgestattet, welche auf der Seite der
ersten Profilschiene 4 angebracht ist, die dem Stoffteil 2 gegenüberliegend
ist. In diese Rille 5 sind erste Umlenkmittel 6 einschiebbar und
in einer gewünschten Position in bekannter Weise fixierbar. Die erste Profilschiene
4 ist ferner mit einer Längsnut 7 versehen, die der Rille
5 gegenüberliegend ist, und weist einen kreisförmigen Querschnitt
auf mit einem längs verlaufenden Spalt 8, dessen Öffnung in einem
der Rille 5 abgewandten Bereich der ersten Profilschiene 4 verläuft.
In dieser Längsnut 7 ist der Stoffteil 2 befestigt, indem
das abwickelseitige Ende 3 mit einer geschlossenen Schlaufe versehen ist,
die in die Längsnut 7 eingelegt ist, und in welche Schlaufe ein Stab
eingeführt werden kann.
An den Tragteilen ist eine zweite Profilschiene 9 befestigt,
die gleich ausgebildet ist wie die erste Profilschiene 4, und ebenfalls
eine Rille 5 und eine Längsnut 7 mit entsprechendem Spalt
8 aufweist. Diese zweite Profilschiene 9 ist so an den Tragteilen
befestigt, dass sie der ersten Profilschiene 4 benachbart ist, wenn der
Stoffteil 2 voll abgewickelt ist. In bekannter Weise ist diese zweite Profilschiene
9 schwenkbar mit den Tragteilen verbunden, indem in die kreisförmige
Rille 5 Bolzen eingesetzt sind, die einen Steg aufweisen, der durch den
Spalt aus der zweiten Profilschiene 9 herausragt und an den Tragteilen
fixiert werden kann. Dadurch kann sich die zweite Profilschiene 9 selbständig
bezüglich der ersten Profilschiene 4 bzw. des Stoffteils
2 ausrichten. Die zweite Profilschiene 9 lässt sich durch
Verschieben in Längsrichtung bezüglich der Befestigungsmittel auf die
erste Profilschiene 4 bzw. den Stoffteil 2 ausrichten. In die
Rille 5 der zweiten Profilschiene 9 sind entsprechend der ersten
Profilschiene 4 zweite Umlenkmittel 10 eingesetzt.
Die ersten Umlenkmittel 6, die in die erste Profilschiene
4 eingesetzt sind, umfassen eine erste Rollenanordnung 11 und
eine zweite Rollenanordnung 12. Beide Rollenanordnungen 11,
12 bestehen aus Rollen 13, die zwischen Plättchen
14 drehbar gehalten sind. Die äusseren Plättchen sind jeweils
mit einem Steg 15 versehen, die in Längsausnehmungen 16 passend
sind, die in der Rille 5 der ersten Profilschiene 4 angebracht
sind.
Die zweiten Umlenkmittel 10 umfassen ebenfalls eine erste
Rollenanordnung 17 und eine zweite Rollenanordnung 18. Diese Rollenanordnungen
17 und 18 sind ebenfalls mit Rollen 13 versehen, die
in Plättchen 14 gehalten sind. Das oberste und unterste Plättchen
weist ebenfalls einen Steg 15 auf, der in Längsausnehmungen
16 der Rille 5 der zweiten Profilschiene 9 passend ist.
Über diese Rollenanordnungen 11, 12,
17, 18 ist ein seilartiger Teil 19 geführt, der
eine Schlaufe 20 bildet. Das Ende 21 dieser Schlaufe
20 ist über ein bekanntes Verbindungsmittel 22 mit einem
Zugseil 23 verbunden. Das Zugseil 23 wird über eine Leiteinrichtung
24 auf eine Wickelrolle 25 der Wickeleinrichtung 26 geführt.
Die Schlaufe 20 verläuft vom Zugseil 23 her,
mit dem sie verbunden ist, über zusätzlich vorgesehene Umlenkrollen
27 zur ersten Rollenanordnung 17 der zweiten Umlenkmittel
10, von dort zur ersten Rollenanordnung 11 der ersten Umlenkmittel
6, danach zur zweiten Rollenanordnung 12 der ersten Umlenkmittel
6, von hier zur zweiten Rollenanordnung 18 der zweiten Umlenkmittel
10 und über die erste Rollenanordnung 17 der zweiten Umlenkmittel
10 über die weiteren Umlenkrollen 27 zurück zum Zugseil
23 bzw. der nicht dargestellten Verbindungsmittel.
Um eine optimale Spannung der Stoffteile in jeder abgewickelten Position
erreichen zu können, ist die Wickelrolle 25 der Wickeleinrichtung
26 mit der Welle 1 über eine Spannfeder verbunden, wie dies
in der EP 1 389 418 A1 (Boac AG)
eingehend beschrieben ist.
Die 2 ist eine schematische Schrägansicht
eines Gebäudes mit einem schwenkbaren Dachelement und einer erfindungsgemäss
angebrachten Beschattungseinrichtung. Die Beschattungseinrichtung ist aufgebaut
wie weiter oben im Zusammenhang mit der 1 beschrieben,
sie umfasst insbesondere eine zwischen der Wickelrolle und der Welle angeordnete
Spannfeder. Das schwenkbare Dachelement 451 ist im oberen Bereich einer
Dachfläche 450 angeordnet und bildet nur einen Teil dieser Dachfläche
450. Der untere Teil 452 sowie ein seitlicher Teil 453
der Dachfläche 450 sind unbeweglich. Das Dachelement 451
ist um eine im Wesentlichen horizontal orientierte Schwenkachse derart schwenkbar,
dass sein oberes freies Ende nach aussen aufgeschwenkt werden kann.
An diesem freien Ende ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
die zweite Profilschiene 9 (siehe 1) befestigt,
während die Welle 1, auf welche die Beschattungsplane 440
aufrollbar ist, am unteren Ende der Dachfläche 450, am unteren, festen
Teil 452 angebracht ist. Die Fläche der Beschattungsplane
440 entspricht der Dachfläche 450; in ausgerolltem Zustand
überdeckt sie somit sowohl das schwenkbare Dachelement 451 als auch
die weiteren Dachelemente 452, 453. Wird das schwenkbare Dachelement
geöffnet, verringert sich der Abstand zwischen der Welle 1 und der
Profilschiene 9; die Spannfeder zwischen der zur Welle 1 koaxialen
Wickelrolle und der Welle stellt aber sicher, dass die Beschattungsplane
440 weiterhin gespannt ist.
Durch die Federkraft wird zudem der Öffnungsvorgang der schwenkbaren
Dachfläche 451 unterstützt, durch eine geeignete Dimensionierung
der Feder kann erreicht werden, dass die Gewichtskraft der schwenkbaren Dachfläche
451 teilweise durch die Federkraft kompensiert wird, so dass sowohl zum
Öffnen als auch zum Schliessen der schwenkbaren Dachfläche 45i
ähnlich geringe Kräfte bzw. Gegenkräfte notwendig sind.
Dieselbe Anordnung und Konstruktion eignet sich auch für Dach-
oder Wandflächen von Wintergärten. Die Anordnung der Welle und der zweiten
Profilschiene kann vertauscht werden, d. h. die Welle wird am schwenkbaren Element
befestigt, während die Profilschiene am festen Dachteil angeordnet wird.
Die 3A, 3B
zeigen eine schematische Seitenansicht eines schwenkbaren Dachelements mit einer
zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemässen Anordnung. Die
3A zeigt die Ansicht bei geschlossenem Dachelement,
die 3B bei geöffnetem, d. h. hochgeschwenktem
Dachelement.
Wiederum ist das schwenkbare Dachelement 451 im oberen Bereich
einer Dachfläche 450 angeordnet und bildet nur einen Teil dieser Dachfläche
450. Der untere Teil 452 der Dachfläche 450 ist
unbeweglich. Das Dachelement 451 ist um eine im Wesentlichen horizontal
orientierte Schwenkachse 454 derart schwenkbar, dass sein oberes freies
Ende nach aussen aufgeschwenkt werden kann. Ein Rahmen 460 ist im Bereich
seines Längsendes am unteren Teil 452 der Dachfläche
450 schwenkbar befestigt. Am schwenkbaren Dachelement 451 ist
der Rahmen 460 im Bereich seines gegenüberliegenden Längsendes
schwenkbar und in Längsrichtung verschiebbar befestigt. Am Rahmen
460 sind die zweite Profilschiene 9 sowie die Welle
1 der Beschattungseinrichtung (gemäss 1)
in einem festen Abstand zueinander befestigt (in den 3A, 3B
nicht dargestellt). Dabei kann sowohl die Welle 1 als auch die Profilschiene
9 im Bereich des oberen oder des unteren Dachelements 451,
452 angeordnet sein.
Wird das schwenkbare Dachelement 451 hochgeschwenkt, folgen
der Rahmen 460 und somit die Beschattungseinrichtung dieser Schwenkbewegung,
d. h. ein Verschwenken des Dachelements 451 hat auch eine Schwenkbewegung
der Hauptebene der Beschattungseinrichtung zur Folge. Die Distanzänderung zwischen
den Befestigungspunkten des Rahmens 460 wird durch die in Längsrichtung
(d. h. Aufrollrichtung) bewegliche Lagerung kompensiert.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Erfindung eine Beschattungseinrichtung
sowie ein Verfahren zum Herstellen und Anbringen einer solchen Beschattungseinrichtung
geschaffen werden, welche verschiedene Nachteile des Standes der Technik vermeiden.
Bezugszeichenliste
Anspruch[de]
Anordnung umfassend
a) eine Dach- oder Wandfläche (450) mit einem um eine Schwenkachse
schwenkbaren, lichtdurchlässigen Flächenelement (451) mit einer
der Schwenkachse gegenüberliegenden freien Seite; und
b) eine Beschattungseinrichtung mit einer Beschattungsplane (440), einer
Welle (1), auf welche die Beschattungsplane (2, 440)
aufwickelbar ist, sowie einem an einem der Welle (1) gegenüberliegenden
Ende der Beschattungseinrichtung angeordneten Gegenstück (9,
10);
dadurch gekennzeichnet, dass
c) die Welle (1) oder das Gegenstück (9, 10) an
der freien Seite des schwenkbaren Flächenelements (451) befestigt
ist.Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschattungseinrichtung
ein seilartiges Zugelement (23) umfasst, durch welches die Beschattungsplane
(2, 440) spannbar ist, und dass das Gegenstück durch eine
Umlenkung (9, 10) für das Zugelement (23) gebildet
wird, wobei zwischen der Welle (1) und dem Zugelement (23) ein
Spannmechanismus ausgebildet ist, durch welchen eine Spannung der Beschattungsplane
(2, 440) auch bei Abstandsänderungen zwischen der Welle (1)
und der Umlenkung (9, 10) aufrecht erhalten wird.Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass entsprechend
die Umlenkung (9, 10) oder die Welle (1) an einem weiteren
Element (452) einer das schwenkbare, lichtdurchlässige Flächenelement
(451) umfassenden Fläche (450) befestigt ist, wobei das weitere
Element insbesondere ein unbewegliches Element (452) der Fläche (450)
ist.Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Welle und das Gegenstück an Befestigungspunkten an einem Rahmen (460)
befestigt sind, wobei die Befestigungspunkte einen vorgegebenen festen Abstand aufweisen,
wobei eine erste Seite des Rahmens (460) an der freien Seite des schwenkbaren
Flächenelements (451) befestigt ist und wobei die erste Seite und/oder
eine der ersten Seite gegenüberliegende zweite Seite des Rahmens (460)
in einer Richtung senkrecht zur Schwenkachse beweglich gelagert ist.Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Beschattungsplane (440) entlang einer Aufrolleinrichtung eine
wechselnde Breite aufweist, insbesondere trapez- oder dreieckförmig
ist.