Die Neuerung bezieht sich auf einen Handradadapter für eine Ventilverriegelung.
Ventilverriegelungssysteme haben die Aufgabe, zu verhindern, dass
das Ventil unbefugt betätigt werden kann, so dass eine unbefugte Veränderung
des Zustandes des Ventiles ausgeschlossen ist.
Diese Verriegelungssysteme werden daher als gesondertes Bauteil zwischen
das Ventil und die Ventilbetätigung eingeschaltet, wobei dieses gesonderte
Bauteil im wesentlichen die Verbindungsmittel zwischen dem Ventilbetätigungsrad
und der Ventilspindel besitzt.
Weiterhin haben Ventilverriegelungssysteme die Aufgabe, zu gewährleisten,
dass nur eine festgelegte betriebliche Abfolge durchlaufen werden kann. Normalerweise
arbeiten Ventilverriegelungssysteme mit mehreren Schlössern und Schlüsseln.
Ventilverriegelungen können nur betätigt werden, wenn sich beide Schlüssel
in der Verriegelung befinden (DE 699 00
370 T2). Dabei sind die Schlüssel individuell codiert. Ein Schlüssel
mit falscher Codierung kann nicht in die Verriegelung eingeführt werden bzw.
kann diese nicht freigeben. Die jeweiligen Schlüssel können nur entnommen
werden, wenn sich das Ventil in einer bestimmten Position befindet. Ist ein Schlüssel
entnommen, so ist der andere in der Verriegelung gefangen. Üblicherweise ist
es so, dass der Schlüssel nur entnommen werden kann, wenn das Ventil ganz geöffnet
ist und der andere Schlüssel nur entnommen werden kann, wenn das Ventil vollkommen
geschlossen ist.
Ventilverriegelungssysteme für handbetätigte Ventile werden
in Anpassung an die unterschiedlichsten im Einsatz befindlichen Spindelformen in
verschiedenen Ausführungen benötigt. Der Regelfall ist der, dass bei diesen
Verriegelungssystemen die Endlage eingestellt werden kann. Häufig werden für
die Endlage die Positionen „Ventil ganz geöffnet" und „Ventil
ganz geschlossen" gewählt, wobei aber auch andere Ventilpositionen möglich
sind.
Die Verbindung zwischen der Ventilspindel und dem eigentlichen Schloß
des Verriegelungssystems erfolgt dabei über eine Hohlwelle, die an ihrer Außenseite
Zähne für eine Sperrklinke und in ihren Endbereichen Aufnahmen für
Adapter aufweist, die dem Anschluß der Spindel einerseits und des Handrades
oder Betätigungshebels andererseits dienen.
Ventilverriegelungssysteme werden überall dort eingesetzt, wo
eine Ablauffolge für Ventile zur Erhöhung der Personen- und Anlagensicherheit
beitragen. Häufig sind das Ölbohrinseln, Chemie- und Raffineriewerke,
die Gasindustrie sowie die Anlagen der Kernenergie.
Im Stand der Technik war es üblich, dass bei dem erstmaligen
Einsatz eines Ventilverriegelungssystems das Handrad oder der Betätigungshebel
des Ventils verworfen werden mußte, da jeder Hersteller von Verriegelungssystemen
dieses mit seinem eigenen speziellen Handrad ausrüstete. Dies bedeutete nicht
nur einen erheblichen Mehraufwand, sondern auch spezielle Sonderanbauten an den
vorher im Einsatz befindlichen Handrädern mußten verworfen werden oder
mußten in mühsamer Arbeit mit den neuen Handrädern verbunden werden.
Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen sogenannten Handradadapter
vorzuschlagen, der es bis zu einer gewissen Größe ermöglicht, eine
große Anzahl der bestehenden Handräder mit einem solchen Adapter an die
Verriegelung des Ventils zu montieren.
Diese der Neuerung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Lehre des
Hauptanspruches gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen erläutert.
Mit anderen Worten ausgedrückt wird vorgeschlagen, dass an die
Hohlwelle, die grundsätzlich zwischen einem Ventil und dessen Verriegelung
eingeschaltet ist, im oberen Bereich ein Adapter angesetzt wird, der der Aufnahme
eines Zwischenstückes dient. Dieses Zwischenstück ist pyramidenförmig
ausgebildet, also als Vierkant gestaltet, und weist eine relativ große Grundfläche
und eine wesentlich kleinere obere Fläche auf. Mit der relativ großen
Grundfläche wird dieses Zwischenstück in den Adapter eingesetzt und greift
mit seinen pyramidenförmig sich verjüngenden Flächen in die entsprechende
Ausnehmung, die im Zentrum des Handrades vorgesehen ist. Dieses Zwischenstück
weist eine Durchgangsbohrung auf, durch die eine von der Außenseite des Handrades
eingeführte Mehrkantschraube einsetzbar ist, die bis an die Unterseite des
Adapters reicht und hier über eine Mehrkantmutter festlegbar ist. Hierdurch
wird der Adapter mit dem Zwischenstück und dem Handrad fest miteinander verbunden
und es ist offensichtlich, dass aufgrund der pyramidenförmigen Ausbildung des
Zwischenstückes nunmehr der Einsatz der unterschiedlichst großen und anders
ausgebildeten Handräder an eine Ventilverriegelung möglich ist. Die bisher
im Einsatz befindlichen Handräder können also weiter verwendet werden.
Die Höhenregulierung kann unter Umständen erforderlich werden,
und hierzu ist gemäß der Neuerung vorgesehen, dass eine Distanzscheibe
eingesetzt wird, die über Verdrehsicherungsstifte innerhalb
des Adapters festgelegt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung wird nachfolgend anhand
der Zeichnung erläutert.
In der Zeichnung ist mit 1 ein Zwischenstück bezeichnet,
das als Vierkant ausgebildet ist und eine große Grundfläche
6 und eine kleine obere Fläche 7 aufweist. Dieses Zwischenstück
hat – in der Zeichnung nicht erkennbar – eine durchgehende Bohrung,
die zur Aufnahme einer Mehrkantschraube 4 dient, die beispielsweise M8
× 50 ausgebildet sein kann. Diese Mehrkantschraube durchquert das Mittelteil
oder das zentrale Teil eines Handrades 2, greift durch das Zwischenstück
1 und führt durch einen Adapter 3 und wird an der unteren
Außenseite des Adapters 3 unter Umständen unter Zwischenschaltung
einer Unterlegscheibe über eine Mehrkantschraube 5 festgelegt.
Bei 8 ist eine Distanzscheibe erkennbar, die in den Adapter
eingesetzt eine Höhenregulierung bewirkt und über die Verdrehsicherungsstifte
9 gegen Drehung verriegelt ist.