Die Erfindung betrifft ein Servomembranventil mit einem Gehäuse,
einer Ventilmembran und einer Drosselbohrung.
Solche Servomembranventile sind allgemein bekannt. Ein Beispiel findet
sich in der EP 0 047 790 A1. Die
Drosselbohrung dient dazu, den auf der Druckseite des Servomembranventils anliegenden
Druck auch auf die vom Ventilsitz abgewandte Seite der Ventilmembran einwirken zu
lassen, wenn ein Vorsteuerventilsitz geschlossen ist, um auf diese Weise die Ventilmembran
fest gegen den Ventilsitz zu drücken und das Ventil geschlossen zu halten.
Bei den bekannten Servomembranventilen erstreckt sich die Drosselbohrung
durch die Ventilmembran. Dies führt zu einer Schwächung der Ventilmembran,
so daß die Gefahr einer Rißbildung im Bereich der Drosselbohrung besteht.
Weiterhin besteht das Risiko, daß Schmutzpartikel, die in dem durch das Servomembranventil
geleiteten Fluid vorhanden sind, die Drosselbohrung verstopfen, was zu einer Beeinträchtigung
der Funktion des Ventils oder gar zu einem Ausfall führen kann.
Die Aufgabe der Erfindung beseht darin, ein Servomembranventil dahingehend
weiterzubilden, daß das Risiko einer Rißbildung in der Membran beseitigt
ist. Weiterhin ist es das Ziel, das Risiko eines Verstopfens der Drosselbohrung
zu verringern.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Servomembranventil der
eingangs genannten Art ein Ventilmembran-Stützring vorgesehen, der die Drosselbohrung
aufweist. Die Ventilmembran kann daher ohne Durchbruch und die damit einhergehende
Schwächung ausgeführt werden, was zu einer größeren Lebensdauer
führt.
Vorzugsweise ist vorgesehen, daß der Stützring einen Flansch
aufweist, der mit einer Auflagefläche versehen ist, die am Gehäuse anliegt,
und daß die Auflagefläche mit mehreren kleinen Filterrillen versehen ist.
Auf diese Weise wird stromaufwärts der Drosselbohrung ein Filter gebildet,
der Schmutzpartikel zurückhält. Der Querschnitt der Filterrillen ist dabei
vorzugsweise deutlich kleiner als der Querschnitt der Drosselbohrung, so daß
eventuelle Schmutzpartikel, die die Filterrillen durchquert haben, die Drosselbohrung
nicht verstopfen können. Da eine Vielzahl von Filterrillen vorgesehen sind,
führt das Verstopfen einer Filterrille oder auch einiger weniger Filterrillen
zu keiner Beeinträchtigung der Funktion des Servomembranventils, da die verbleibenden
Filterrillen einen ausreichenden Strömungsquerschnitt bieten.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Ausführungsform beschrieben,
die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt ist. In diesen zeigen:
1 einen Schnitt durch ein Servomembranventil, wobei
der Ventilantrieb nicht dargestellt ist;
2 in vergrößertem Maßstab den Ausschnitt
II von 1; und
3 den beim Servomembranventil von 1
verwendeten Stützring in einer Unteransicht.
In 1 ist ein Servomembranventil
10 gezeigt, das ein Gehäuse 12 mit einem Druckanschluß
P und einem Ausgang A aufweist. Im Gehäuse ist ein Ventilsitz 14 gebildet,
mit dem eine Ventilmembran 16 zusammenwirken kann. Die Ventilmembran ist
im weitesten Sinne ringförmig und an ihrem radial inneren Ende in einem Membranhalter
18 aufgenommen.
Im Membranhalter 18 ist eine Vorsteueröffnung
20 ausgebildet, die sich mittig durch ihn hindurch erstreckt. Das strömungstechnisch
vom Ausgang A abgewandte Ende der Vorsteueröffnung 20 bildet einen
Vorsteuerventilsitz 22, mit dem ein Vorsteuerventilelement 24
zusammenwirkt. Dieses wird von einem (nicht dargestellten) Stellantrieb betätigt.
Der Membranhalter 18 und das Vorsteuerventilelement 24 sind durch
eine Feder 25 miteinander gekoppelt.
Das radial äußere Ende der Ventilmembran 16 ist
in einem Ventilmembran-Stützring 30 (siehe insbesondere
2) aufgenommen und wird dort mittels eines Führungsrings
32 geklemmt gehalten. Der Stützring 30 hat eine rohrförmige
Gestalt und ist an seinem der Ventilmembran 16 zugeordneten Ende mit einem
Flansch 34 versehen, der eine Auflagefläche 35 aufweist,
die an einer Schulter 36 des Gehäuses 12 anliegt. Die an
der Schulter anliegende Fläche des Flansches 34 ist mit einer Vielzahl
von Filterrillen 38 versehen, die in radialer Richtung verlaufen (siehe
auch 3).
Im Abstand vom Flansch 34 ist der Stützring
30 mit einer Drosselbohrung 40 versehen, die sich quer durch die
Wandung des Stützrings hindurch erstreckt. Gegenüber der Drosselbohrung
40 ist im Führungsring 32 eine Durchgangsöffnung
42 angeordnet. Der Querschnitt der Drosselbohrung 40 ist deutlich
größer als der Querschnitt einer einzelnen Filterrille 38, wobei
der Gesamtquerschnitt der Filterrillen 38 größer ist als der
Querschnitt der Drosselbohrung 40. Es können auch mehr als eine Durchgangsöffnung
verwendet werden, und die Durchgangsöffnung(en) muß/müssen nicht
gegenüber der Drosselbohrung liegen.
Das beschriebene Servomembranventil funktioniert
in der folgenden Weise: Wenn der Vorsteuerventilsitz 22 geschlossen ist
und am Druckanschluß P ein unter Druck stehendes Fluid anliegt, breitet sich
das Fluid durch einen den Ventilsitz 14 umgebenden Ringraum 44,
die Filterrillen 38, einen den Stützring 30 umgebenden Ringraum
46, die Drosselbohrung 40 und die Durchgangsöffnung
42 bis auf die „Rückseite" der Ventilmembran 16 aus.
Der dann dort wirkende Druck drückt die Ventilmembran und den Membranhalter
gegen den Ventilsitz 14, so daß das Ventil geschlossen ist.
Wenn das Ventil geöffnet werden soll, wird das Vorsteuerventilelement
24 vom Vorsteuerventilsitz 22 angehoben, so daß der Druck
auf der Rückseite der Ventilmembran 16 zum Ausgang A abgelassen wird.
Dadurch verringert sich die auf die Ventilmembran 16 und den Membranhalter
18 wirkende Kraft, so daß die Ventilmembran 16 vom Ventilsitz
14 abhebt. Das Ventil ist dann geöffnet.
Um das Ventil wieder zu schließen, wird der Vorsteuerventilsitz
wieder geschlossen, so daß das unter Druck stehende Fluid wieder auf der Rückseite
der Ventilmembran 16 aufgestaut wird und sich die Ventilmembran
16 wieder auf den Ventilsitz 14 auflegt.
Der besondere Vorteil des beschriebenen Servomembranventils besteht
darin, daß die Drosselbohrung 40 sich nicht durch die Ventilmembran
16 erstreckt, so daß diese durchgehend und ohne Schwächung ausgeführt
werden kann. Dies erhöht die Lebensdauer. Ferner verhindern die Filterrillen
38, die sich stromaufwärts der Drosselbohrung 40 befinden,
daß eventuell im Fluid vorhandene Schmutzpartikel die Drosselbohrung
40 verstopfen; diese Schmutzpartikel bleiben am Eingang der Filterrillen
38 hängen.