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Dokumentenidentifikation DE212006000019U1 13.12.2007
Titel Vorrichtung zur Herstellung von gummiertem Textilcord, der zur Verwendung als gewickelter überlappender Zwischenbau geeignet ist
Anmelder Matador Rubber s.r.o., Púchov, SK
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Aktenzeichen 212006000019
WO-Anmeldetag 15.02.2006
PCT-Aktenzeichen PCT/SK2006/000004
WO-Veröffentlichungsnummer 2006088436
WO-Veröffentlichungsdatum 24.08.2006
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.12.2007
Registration date 08.11.2007
Application date from patent application 15.02.2006
IPC-Hauptklasse B29D 30/38(2006.01)A, F, I, 20060215, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B29C 47/02(2006.01)A, L, I, 20060215, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von gummiertem Textilcord, der bei der Gürtelreifenherstellung verwendet wird, wo die Herstellung von gummiertem Textilcord mittels Gummierung einzelner Textilfäden durchgeführt wird, deren Adhäsion durch Plasmaanwendung modifiziert wird.

Technischer Hintergrund

In dem Prozess der Gürtelreifenherstellung verbessert ein gewickelter überlappender Gürtel, auch Spiralgürtel genannt, als Teil der Gürtelanordnung, die Gebrauchseigenschaften von Gürtelreifen wesentlich. Der gewickelte überlappende Gürtel ist an sich ein Streifen aus gummiertem Textilcord einer bestimmten Breite (gewöhnlich 1 bis 20 mm), der in Konfektionslinien für die Reifenherstellung spiralig auf die vorangehenden Gürtellagen der Gürtel-Fadenanordnung herum gewickelt wird. Der positive Effekt der Verwendung des gewickelten überlappenden Gürtels in einem Reifen zeigt sich in einer Abnahme des Reifenwiderstands, Erhöhung seiner Hochgeschwindigkeitsleistungsfähigkeit und Erhöhung der Lenkleistung und der Reifenlebensdauer.

Die eigentliche Herstellung des gewickelten überlappenden Gürtels besteht aus dem Gummieren von Textilcord und aus anschließenden Prozessen. Nichts desto weniger ist es vor dem Gummieren notwendig, den Textilcord chemisch so zu behandeln, dass er eine ausreichende Adhäsion erreicht, die für den Gummierungsprozess guter Qualität erforderlich ist. Anschließend wird der gummierte Textilcord auf die Endbreite längs geschlitzt. Das Schlitzen erfolgt gewöhnlich in zwei Stufen. Eine chemische Behandlung des Textilcords geht einher mit beträchtlichen negativen Umwelteinwirkungen, und sie erhöht Gesamtkosten für die Herstellung des gewickelten überlappenden Gürtels.

Insoweit bekannte Vorrichtungen zur Herstellung von gummiertem Textilcord, welche für die Herstellung des gewickelten überlappenden Gürtels geeignet sind, verwenden ein dreistufiges Herstellungsverfahren für den gewickelten überlappenden Gürtel. Zuerst wird der Textilcord gummiert, gewöhnlich auf einer Vierzylinder-Gummierungsvorrichtung. Der in die Gummierungsvorrichtung eintretende Textilcord ist chemisch adhäsiv modifiziert. Die Adhäsion ist für einen perfekten Gummierungsprozess und für die resultierenden qualitativen Eigenschaften des gummierten Textilcords sowie jene der hergestellten Reifen erforderlich. Nach der Gummierung wird der gummierte Textilcord auf Rollen gewickelt, die in die zweite Stufe eingeführt werden.

Die zweite Stufe besteht aus einer weiteren Vorrichtung – einer Schlitzmaschine zum Schlitzen des gummierten Textilcords auf einer Breite von angenähert 80 bis 100 mm. Nach dem Gummieren wird der gummierte Textilcord auf Rollen gewickelt, die in die dritte Stufe eingeführt werden.

Die Rollen mit dem gummierten Cord werden anschießend in der dritten Stufe geschlitzt, welche aus einer weiteren Schlitzmaschine besteht, wo das Schlitzen zur Endbreite des gewickelten überlappenden Gürtels führt, der dann auf Rollen gewickelt und anschließend in Konfektionslinien verwendet wird.

Ein Nachteil des obigen Herstellungsverfahrens eines gummierten Textilcords für gewickelte überlappende Gürtel liegt in höheren Produktionskosten, resultierend aus dem höheren Preis von adhäsiv modfiziertem Textilcord, dem Erfordernis, die jeweiligen Vorrichtungen zu betreiben, der Handhabung der Materialrollen, höheren Energieanforderungen sowie negativen Umwelteinwirkungen.

Eine weitere bekannte Vorrichtung zur Herstellung von gummiertem Textilcord benutzt eine einstufige Methode. Die Vorrichtung umfasst Wickelstationen für einzelne Cordfäden, einen Extruder, einen Schlitzer und Wickler. Cordfäden treten dann in den Kopf eines quer angeordneten Extruders ein, wo der Streifen der eintretenden Fäden gummiert wird. Einzelne Cordfäden, die in die Gummierungsvorrichtung eintreten, werden chemisch adhäsiv modifiziert. Die Adhäsion ist für einen perfekten Gummierungsprozess und die resultierenden qualitativen Eigenschaften des gummierten Textilcords erforderlich. Nach der Gummierung wird der gummierte Textilcord auf die Endbreite geschlitzt, auf Rollen aufgewickelt und anschließend in Konfektionslinien verwendet.

Ein Nachteil des obigen Verfahrens der Herstellung von gummiertem Textilcord besteht in höheren Produktionskosten, die aus dem höheren Preis adhäsiv modifizierter Cordfäden resultieren sowie aus deren negativem Einfluss auf die Umwelt.

Eine Lösung für dieses Problem ist eine Vorrichtung zur Herstellung von gummiertem Textilcord, wo der gummierte Textilcord mittels direkter Gummierung von Textilfäden mittels eines quer angeordneten Extruders hergestellt wird, wobei die Adhäsion von Textilfäden vor der Gummierung durch Plasmaanwendung modifiziert wird.

Offenbarung der Erfindung

Die obigen Nacheile der Vorrichtungen zur Herstellung von bei der Gürtelreifenherstellung verwendetem gummiertem Textilcord werden durch die technische Lösung der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung beseitigt, deren Eigenschaft darin besteht, dass die Vorrichtung aus einer Sektion von Abwickelstationen für einzelne Cordfäden, einer Plasmaaeinheit, einen quer angeordneten Gummierungsextruder, einer Kühleinheit, einer Längsschlitzmaschine und einer Sektion von Aufwickelstationen für den gummierten Textilcord besteht.

Die Sektion der Aufwickelstationen der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung kann gleiche oder kleinere Anzahl von Stationen zum Aufwickeln des gummierten Textilcords als jene der Sektion von Abwickelstationen für die einzelnen Cordfäden enthalten.

Die einzelnen adhäsiv unmodifizierten Cordfäden werden von den Abwickelstationen abgewickelt und treten in die Plasmaeinheit ein. In der Plasmaeinheit wird die Oberflächenlage der Cordfäden mittels Niedertemperaturplasma modifiziert, was in einer Zunahme der Adhäsion resultiert, die für die anschließende Gummierung der Cordfäden erforderlich ist. Nach Verlassen der Plasmaeinheit treten die adhäsiv oberflächenbehandelten Cordfäden in den Kopf eines quer angeordneten Extruders ein, wo sie durch eine Gummizusammensetzung gummiert werden. Der gummierte Streifen aus Textilcord einer geeigneten Breite geht zu einer Kühleinheit weiter, wo er gekühlt wird. Anschließend wird der gummierte Textilcord auf seine Endbreite längsgeschlitzt, und einzelne Streifen des gummierten Textilcords werden an den Wickelstationen auf Rollen aufgewickelt.

Ein Vorteil der obigen Vorrichtung zur Herstellung von gummiertem Textilcord, der zur Verwendung als gewickelter überlappender Gürtel geeignet ist, ist die Tatsache, dass durch dessen Anwendung eine Reduktion der Kosten des Cords, eine Reduktion der Energiekosten, eine Zunahme der Effizienz des Herstellungsprozesses, eine Reduktion des Reifengewichts sowie positive Umwelteffekte erzielt werden.

Überblick der Bilder in den Zeichnungen

Die Vorrichtung zur Herstellung von gummiertem Textilcord, der zur Verwendung als gewickelter überlappender Gürtel geeignet ist, angewendet bei der Gürtelreifenproduktion gemäß der vorliegenden Erfindung, wird in der beigefügten Zeichnung im näheren Detail erläutert, welche schematisch die Vorrichtung zur Herstellung von gummiertem Textilcord zeigt, der in der Gürtelreifenproduktion verwendet wird, wo die Herstellung von gummiertem Textilcord bevorzugt mittels Gummierung einzelner Textilfäden durchgeführt wird, deren Adhäsion durch Anwenden von Niedertemperaturplasma modifiziert wird.

Beispiel einer erfindungsgemäßen Ausführung

Eine Vorrichtung zur Herstellung von gummiertem Textilcord, der in der Gürtelreifenherstellung verwendet wird, besteht aus einer Sektion 1 von Abwickelstationen für einzelne Cordfäden, einer Plasmaeinheit 2, einem quer angeordneten Gummierungsextruder 3, einer Kühleinheit 4, einer Längsschlitzmaschine 5 und einer Sektion 6 von Aufwickelstationen für gummierten Textilcord.

Einzelne adhäsiv unmodifizierte Cordfäden werden von Abwickelstationen von Sektion 1 abgewickelt und treten in die Plasmaeinheit 2 ein. In der Plasmaeinheit 2 wird die Oberflächenschicht der Cordfäden mittels Niedertemperaturplasma modifiziert, was in der Entstehung von Adhäsion resultiert, die für die anschließende Gummierung der Cordfäden erforderlich ist. Nach Verlassen der Plasmaeinheit 2 treten die Cordfäden mit der adhäsiven Schicht in den Kopf eines quer angeordneten Extruders 3 ein, wo sie durch eine Gummizusammensetzung gummiert werden. Der gummierte Streifen aus Textilcord mit einer Breite von 40 mm geht zu der Kühleinheit 4 weiter, wo er abgekühlt wird. Anschließend wird der gummierte Textilcord in einer Schlitzmaschine längs in vier Teile auf die Endbreite geschlitzt, die in diesem Fall 10 mm beträgt, und an den Aufwickelstationen von Sektion 6 werden die einzelnen halbfertigen Produkte aus gewickelten Überlappungsgürteln auf Rollen aufgewickelt. Die Nenngeschwindigkeit der Gummierung betrug 25 m/min.

Industrielle Anwendbarkeit

Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung kann in der Gummiindustrie bei der Gürtelreifenherstellung angewendet werden.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Herstellung von gummiertem Textilcord, der zur Verwendung als gewickelter überlappender Gürtel und zur Verwendung in der Gürtelreifenherstellung geeignet ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Sektion (1) von Abwickelstationen für einzelne Cordfäden, eine Plasmaeinheit (2), einen quer angeordneten Gummierungsextruder (3), eine Kühleinheit (4), eine Längsschlitzmaschine (5) und eine Sektion (6) von Aufwickelstationen für gummierten Textilcord aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sektion (6) von Aufwickelstationen die gleiche Anzahl von Stationen zum Aufwickeln von gummiertem Textilcord wie die Sektion (1) von Abwickelstationen für einzelne Cordfäden aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sektion (6) von Aufwickelstationen mit einer geringeren Anzahl von Stationen zum Aufwickeln von gummiertem Textilcord als die Sektion (1) von Abwickelstationen für einzelne Cordfäden ausgestattet ist.






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