Die vorliegende Erfindung betrifft ein Satellitensystem für geneigte,
geosynchrone Umlaufbahnen über einer Landmasse mit: einem Versorgungsbereich
bzw. Dienstgebiet auf der Erdoberfläche, das einen vorbestimmten minimalen
Elevationswinkel zum Horizont aufweist; einem ersten Satelliten und einem zweiten
Satelliten, die jeweils eine exzentrische, im Wesentlichen 24-Stunden-periodische,
geosynchrone Umlaufbahn im Bezug auf die Erde aufweisen und die eine koinzidente
Himmelsbahn aufweisen, wenn sie von dem Dienstgebiet aus betrachtet werden, wobei
die Umlaufbahnen relativ zu einer Äquatorialebene der Erde geneigt sind; und
einem koinzidenten Betriebsbogen, der durch eine Untermenge von Punkten auf der
Himmelsbahn über dem Dienstgebiet definiert ist, wobei der erste Satellit und
der zweite Satellit auf dem koinzidenten Betriebsbogen arbeiten.
Ein solches System ist aus der US 4,943,808
(Dulk et al.) bekannt.
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein Überkopfsystem
mit geneigten, exzentrischen, geosynchronen Orbitsatelliten-Umlaufbahnen und insbesondere
ein Satellitensystem, dessen Betrieb überkopf konzentriert ist, wenn man es
aus einem Dienstgebiet betrachtet.
Satelliten in geostationären Umlaufbahnen (GSO) wurden für
mehrere Jahrzehnte aufgrund der wirtschaftlichen Vorteile, die durch solche Umlaufbahnen
geboten werden, weitestgehend bevorzugt. In einer geostationären Umlaufbahn
erscheint ein Satellit, der über den Äquator der Erde in derselben Richtung,
in die sich die Erde dreht, und der mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit wandert,
stationär relativ zu einem Punkt auf der Erde. Diese Satelliten sind an allen
Orten innerhalb ihrer Dienstgebiete immer "in Sicht", so dass ihre Nutzungseffizienz
effektiv 100% beträgt. Antennen bei Boden-Erd-Stationen müssen lediglich
einmal auf einen GSO-Satelliten ausgerichtet werden; ein Verfolgungssystem ist nicht
erforderlich.
Ein Koordinierung zwischen GSO und mit terrestrischen Diensten wird
durch eine staatliche Zuweisung von bestimmten "Schlitzen" ("slots") vereinfacht,
die hinsichtlich eines Winkels gemäß einem Diensttyp beabstandet sind.
Vorausgesetzt, man wünscht sich, geostationäre Satellitenumlaufbahnen
vorzusehen, und angesichts der Tatsache, dass es lediglich eine endliche Anzahl
von zur Verfügung stehenden "Schlitzen" in dem geostationären "Gürtel"
gibt, war die Kapazität des Letzteren im Wesentlichen mit Satelliten gesättigt,
die in gewünschten Frequenzbändern bis zum Ku-Band (bis zu 18 GHz) betrieben
wurden. Folglich hat die Regierung die zunehmend weniger werdenden Restschlitze
versteigert.
Dies hat zur Entwicklung von komplexen und teuren neuen Systemen ermutigt,
einschließlich solchen, die niedrigere Erdumlaufbahnen (LEO), mittlere Erdumlaufbahnen
(MEO) und/oder höhere Frequenzen, z.B. das Ka-Band (bis zu ungefähr 40
GHz), verwenden. Ein Wachstum zu höheren Frequenzen hin wird durch Technologieprobleme
und Probleme bei der Ausbreitung beschränkt, und eine Erweiterung bei Satellitenanwendungen
erfordert eine Ausnutzung der räumlichen Dimension (d.h. oberhalb und unterhalb
des GSO-Gürtels). Eine Unmenge von vorgeschlagenen LEO- und MEO-Systemen sind
beispielhaft für diese Richtung. Ein Nachteil für Nutzer von LEO- und
MEO-Systemen ist die relative Unsicherheit hinsichtlich einer Satellitenposition
und einer schnellen Bewegung, was typischerweise zur Verwendung von omnidirektionalen
Antennen mit geringer Verstärkung führt, die eine Datenrate beschränken.
Hochelliptische Umlaufbahnen (HEO), wie z.B. die von den Russen verwendete
12-stündige "Molniya" und die 8-stündige "Archimedes" der Europäischen
Raumfahrtagentur, wurden verwendet. Nachteile von HEOs umfassen einen kürzeren
Bruchteil von Dienst an ein gegebenes Gebiet (eine bruchteilartige geosynchrone
Periode verursacht mehrere Knoten über der Erde) und erfordert eine spezielle
63°-Neigung (, um Treibstoffanforderungen aufgrund eines niedrigen Perigäums
zu minimieren). LEO-, MEO- und HEO-Systeme brauchen mehr Satelliten zur Abdeckung
bei einem bestimmten Elevationswinkel für ein einzelnes Dienstgebiet, als es
die vorliegende Erfindung tut.
Ein weiterer ersichtlicher Nachteil bei der Verwendung von allen geneigten
Umlaufbahnen ist eine relative Bewegung in Bezug auf den Boden. Für breite
Bandbreiten würden Bodenstationen mit zweidimensionalen Verfolgungsantennen
benötigt werden. Verfolgungsantennen sind relativ teuer und werden deshalb
nicht für Verbraucheranwendungen in Betracht gezogen.
Es sind keine Anstrengungen bekannt, Überkopfsysteme mit geneigten,
exzentrischen, geosynchronen Umlaufbahnen (IEGOs) auf eine systematische Art und
Weise auszunutzen, obwohl der nicht verwendete Bereich von geneigten exzentrischen
geosynchronen Umlaufbahnen ein großes Potenzial für das koordinierbare
Wachstum an Satellitendienst bietet.
Während verschiedene bekannte Systeme relativ zufrieden stellend
und effizient arbeiten, offenbart keines die Vorteile des Überkopfsystems mit
geneigten exzentrischen geosynchronen Satellitenumlaufbahnen gemäß der
vorliegenden Erfindung, wie sie nachfolgend detaillierter beschrieben
wird.
Die europäische Patentanmeldung EP
0 959 573 A2 stellt Stand der Technik gemäß Artikel 54 (3) EPÜ
dar. Diese Anmeldung betrifft ein System zum effizienten Übertragen an mobile
Empfänger über Satellit in Dienstgebieten in einer hohen geografischen
Breite. Dementsprechend umfassen Satellitenaudioübertragungssysteme Orbitkonstellationen
zum Vorsehen einer Abdeckung mit Audioübertragungssignalen bei hohem Elevationswinkel
von den Satelliten der Konstellation an feste und mobile Empfänger innerhalb
von Dienstgebieten, die sich bei geografischen Breiten befinden, die ausreichend
vom Äquator entfernt sind.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes System
mit geneigten geosynchronen Satellitenumlaufbahnen vorzusehen.
Dies wird durch ein System der eingangs erwähnten Art gelöst,
wobei der erste Satellit eine erste Umlaufbahn mit einer ersten Neigung relativ
zu der Äquatorebene der Erde aufweist und wobei der zweite Satellit eine zweite
Umlaufbahn aufweist, die eine zweite Neigung relativ zu der Äquatorebene der
Erde aufweist, wobei die erste Neigung unterschiedlich zu der zweiten Neigung ist.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht ein Satellitensystem, das
einen Nutzen aus geneigten exzentrischen geosynchronen Umlaufbahnen zieht, um einen
relativ günstigen Satellitendienst bereitzustellen, der insbesondere für
Verbrauchermärkte geeignet ist.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht auch ein Satellitensystem
mit einer kontinuierlichen Abdeckung des Dienstgebiets unter Verwendung eines synchronisierten
Satzes aus zwei oder mehr Satelliten.
Bei einem Aspekt der Erfindung weist ein synchronisiertes System mit
geneigten exzentrischen geosynchronen Satellitenumlaufbahnen (IEGO) ein Dienstgebiet
auf, das auf der Oberfläche der Erde definiert ist. Das Dienstgebiet ist bei
Elevationswinkeln definiert, die größer als ein vorbestimmtes Minimum
gegenüber dem Horizont sind, und zwar von überall innerhalb des Dienstgebiets
zu dem Satellitensystem. Ein IEGO-Satellit weist eine Umlaufbahn in Bezug auf die
Erde auf, die eine Orbithimmelsbahn aufweist, die fest im Himmel ist, wenn man sie
aus dem Dienstgebiet betrachtet. Natürlich weist die Himmelsbahn eine Bodenbahn
auf, die ihr entspricht. Ein Betriebsbogen ("operating arc") ist durch eine Untermenge
der Orbithimmelsbahn über dem Dienstgebiet definiert. Die Satelliten des Satzes
arbeiten sukzessive auf dem Betriebsbogenabschnitt der Himmelsbahn.
Ein Vorteil ist, dass das Überkopfsystem eine kontinuierliche
Abdeckung bei hohen Elevationen ermöglichen kann, wobei eine Übergabe
("hand over") zu einem anderen Satelliten erfolgt, der sich in Phase in der gleichen
Bahn befindet. Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass die Verwendung
einer aufwärts gerichteten Nutzerantenne mit konischem Muster anstatt einer
Verfolgungsantenne möglich ist.
Die Aufgaben, Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden
aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung der besten Ausführungsform
zum Ausführen der Erfindung einfach ersichtlich, wenn man sie in Verbindung
mit den beigefügten Zeichnungen und angehängten Ansprüchen sieht.
Eine vollständigere Würdigung der Erfindung und viele der
begleitenden Vorteile und Merkmale derselben können auf einfache Weise durch
Bezugnahme auf die nachfolgende detaillierte Beschreibung erhalten werden, wenn
man sie mit den beigefügten Zeichnungen betrachtet, in denen gleiche Bezugszeichen
entsprechende Teile in allen Ansichten zeigen, wobei:
1 eine perspektivische Ansicht einer geneigten elliptischen
geosynchronen Umlaufbahn, einer geneigten geosynchronen Umlaufbahn und einer geostationären
(IEGO) Umlaufbahn relativ zu der Erde darstellt. Die letzten beiden Umlaufbahnen
dienen lediglich als Referenz.
2 stellt eine perspektivische Ansicht ähnlich
zu der der 1 zeitlich 5 Stunden später dar.
3 stellt eine perspektivische Ansicht einer alternativen
Ausführungsform gemäß der vorliegenden Erfindung dar, wobei zwei
IEGO-Umlaufebenen derart errichtet werden, dass ein in Phase befindliches Paar von
Satelliten einander auf einer gemeinsamen Boden- bzw. Himmelsbahn folgen.
4 stellt eine gleichrechtwinklige Projektionskarte
dar, die eine typische, mit der vorliegenden Erfindung verknüpfte Bodenbahn
zeigt.
5 stellt einen Blick nach oben eines Betriebsbogens
des IEGO-Systems der 4 dar.
6 stellt eine perspektivische Ansicht eines nach oben
gerichteten Empfangskegels in Bezug auf eine Antenne bei einer Anwendung der Erfindung
dar.
7 stellt eine zum Himmel gerichtete Darstellung eines
Zwei-IEGO-Systems mit einer Exzentrizität von 0,463 bei fünf Orten in
den kontinentalen USA dar.
8 stellt eine Abänderung der 7
mit einer Exzentrizität von 0,31 dar.
9 stellt einen zum Himmel gerichteten Darstellung eines
Drei-IEGO-Systems mit einer Exzentrizität von 0,505 dar.
10 stellt eine zum Himmel gerichtete Darstellung eines
Drei-IEGO-Systems mit einer Exzentrizität von 0,203 dar.
11 stellt eine zum Himmel gerichtete Darstellung eines
Zwei-IEGO-Systems mit einer Exzentrizität von 0,24 dar.
12 stellt eine Darstellung eines Elevationswinkels
in Grad gegenüber einer Exzentrizität dar, die ein IEGO-System mit einem
Molniya-System vergleicht.
13 stellt einen Graphen dar, bei dem eine Richtwirkung
gegenüber einer Exzentrizität aufgetragen ist, und wobei ein IEGO-System
und ein Molniya-System verglichen werden.
14 stellt eine Darstellung eines Elevationswinkels
in Grad gegenüber einer Exzentrizität dar, wobei ein IEGO-System und ein
Molniya-System verglichen werden.
15 stellt eine Darstellung dar, bei dem eine Richtwirkung
gegenüber einer Exzentrizität aufgetragen ist und wobei ein IEGO-System
und ein Molniya-System verglichen werden.
Die vorliegende Erfindung ist hier in Form eines Satellitenumlaufbahnsystems
unter Verwendung von verschiedenen Neigungswinkeln, Exzentrizitätswerten und
anderen Werten veranschaulicht. Es versteht sich, dass spezifische numerische Werte
als Beispiele und nicht als endgültige Konstruktionswerte eingeführt werden.
Das Wesen der Erfindung ist die Errichtung von geneigten, vorzugsweise
geosynchronen, Satellitenumlaufbahnen mit sich wiederholenden Bodenbahnen auf der
Erde, deren Himmelsbahnen Betriebsbögen umfassen, die auf einen festen über
dem Dienstgebiet beschränkt sind.
Bei der vorliegenden Erfindung ermöglichen (24-stündige)
geneigte elliptische geosynchrone Umlaufbahnen(IEGO)-Satelliten einen Betrieb, um
Dienste mit hohem Elevationswinkel für eine vorbestimmte Dienstregion auf einer
Landmasse mit einer möglichen Spektrumswiederverwendung für kleine Dienstgebiete.
Bezug nehmend auf 1 ist die Erde
10 mit einer geneigten exzentrischen geosynchronen Umlaufbahn (IEGO)
12 gezeigt, die einen IEGO-Satelliten 14 aufweist. Eine IEGO-Umlaufbahn
12 ist im Gegensatz zu einer geneigten geosynchronen Umlaufbahn (IGO)
16 gezeigt. Eine IGO-Umlaufbahn 16 ist eine geneigte kreisförmige
Umlaufbahn, die um die Erde 10 zentriert ist. Eine IGO-Umlaufbahn
16 weist einen IGO-Satelliten 18 in einer ersten Position auf,
die als Referenz verwendet wird. Eine geostationäre (GSO)-Umlaufbahn
20 ist ebenfalls als Kontrast gezeigt und weist einen GSO-Satelliten
22 auf. Jeder der Satelliten 14, 18 und 22 folgt
seiner jeweiligen Umlaufbahn 12, 16, 20, wenn er um die
Erde 10 wandert.
1 und 2 veranschaulichen
einige allgemeine Unterschiede zwischen einer GSO-, einer IGO- und einer IEGO-Umlaufbahn.
Bei diesem Beispiel weist eine GSO-Umlaufbahn 20 einen Radius R auf. Eine
GSO-Umlaufbahn 20 ist auf der Äquatorebene der Erde 10 definiert.
Wenn sich die Erde 10 täglich dreht, bleibt ein GSO-Satellit
22 im Wesentlichen über einer konstanten Position der Erde. Wenn man
ihn von einem Punkt auf der Erde betrachtet, ist der Elevationswinkel des Satelliten
konstant.
Eine IGO-Umlaufbahn 16 weist ebenfalls einen Radius R auf,
der der gleiche ist wie der einer GSO-Umlaufbahn 20. Eine IGO-Umlaufbahn
16 ist ebenfalls auf einer Ebene angeordnet, die einen Neigungswinkel
24 in Bezug auf die Äquatorebene mit einer GSO-Umlaufbahn
20 aufweist. Die durch die IGO-Umlaufbahn 16 und die GSO-Umlaufbahn
20 definierte Ebene schneidet sich bei einer Linie von Knoten
26, die sich durch die Mitte der Erde 10 erstreckt. Ein IGO-Satellit
18 und ein GSO-Satellit 22 brauchen einen siderischen Tag (23
Stunden, 56 Minuten), um einen Umlauf zu beenden. Der Elevationswinkel einer IGO-Umlaufbahn
in Bezug auf einen Punkt auf der Erde hängt von der Position eines IGO-Satelliten
18 in seiner IGO-Umlaufbahn 16 ab.
Eine IEGO-Umlaufbahn 12 weist ein Apogäum
28, das beim nördlichsten Punkt der Umlaufbahn liegt, wenn man sie
in Bezug auf die Erde betrachtet, und ein Perigäum 30 auf, das den
südlichsten Punkt der Umlaufbahn darstellt, wenn man sie in Bezug auf die Erde
betrachtet. Eine IEGO mit elliptischer Umlaufbahn 12 weist einen Brennpunkt
auf, der gegenüber dem einer IGO-Umlaufbahn 16 derart verschoben ist,
dass ein Apogäum 28 in Richtung der nördlichen Hemisphäre
verschoben ist. Folglich wird ein Perigäum 30 in Richtung der südlichen
Hemisphäre verschoben. Somit ist die Höhe des Apogäum 28
oberhalb der Oberfläche der Erde erhöht, während die Elevation des
Perigäum 30 verringert ist. Der Hauptdurchmesser einer IEGO-Umlaufbahn
12 beträgt 2R, wie im Falle einer IGO-Umlaufbahn 16. Eine
IEGO-Umlaufbahn 12 ist jedoch in Bezug auf die Mitte einer
IGO-Umlaufbahn 16 um einen Exzentrizitätsfaktor e verschoben. Somit
ist die Entfernung des Apogäum 28 von einer Linie aus Knoten
26 durch die Formel (1 + e)R gegeben. Die Entfernung des Perigäum
30 von der Linie aus Knoten 26 ist durch die Formel (1 –
e)R gegeben.
Eine Bodenbahn 32 auf der Oberfläche der Erde
10 könnte von einem IEGO-Satelliten 14 entwickelt werden.
Bodenbahnen stellen imaginäre Linien dar, die die Orte von Subsatellitenpunkten
repräsentieren, die wiederholt auf der Erdoberfläche durch Linien abgebildet
werden, die sich von der Erdmitte zu umlaufenden Satelliten erstrecken. IEGO-Bodenbahnen
befinden sich bei spezifizierten Längengraden und verfolgen sich jeden sidirischen
Tag (23 Stunden, 56 Minuten) auf wiederholende Weise.
Die Positionen von Satelliten 14, 18,
22 sind in 2 um ungefähr fünf Stunden
später als in 1 gezeigt. Die Erde hat sich somit
in Bezug auf die Umlaufbahnen gedreht. Dementsprechend ändert sich auch ein
Elevationswinkel in Bezug auf einen IGO-Satelliten 18 und einen IEGO-Satelliten
14.
Bezug nehmend auf 3 ist eine zweite IEGO-Umlaufbahn
12' mit einem IEGO-Satelliten 14' gezeigt.
Eine IEGO-Umlaufbahn 12' weist ebenfalls einen Neigungswinkel
24' auf. Der Neigungswinkel 24' und eine Phaseneinstellung werden
derart gewählt, dass der in der IEGO-Umlaufbahn 12' befindliche Satellit
im Wesentlichen der gleichen Bodenbahn 32 folgt, wie der Satellit in einer
IEGO-Umlaufbahn 12. Die IEGO-Satelliten 14, 14' sind
derart positioniert, dass, wenn ein Satellit ein Dienstgebiet verlässt, der
andere Satellit in das Dienstgebiet eintritt. Auf diese Weise kann für ein
bestimmtes Dienstgebiet eine kontinuierliche Abdeckung bereitgestellt werden.
Obwohl es nicht veranschaulicht ist, kann das obige Beispiel auf drei
oder mehr Ebenen von IEGO-Umlaufbahnen erweitert werden, die derart synchronisiert
sind, dass für ein Dienstgebiet innerhalb entsprechender ähnlicher Kegel
eine kontinuierliche Abdeckung bereitgestellt werden kann. Mehr Satelliten könnten
erforderlich sein, falls ein größeres Dienstgebiet oder ein höherer
Elevationswinkel innerhalb des Dienstgebiets gewünscht ist. Durch Bereitstellen
eines Dienstes bei hohen Elevationswinkeln können Anwendungen bei einem festen
Satellitendienst, einem Übertragungssatellitendienst oder einem mobilen Satellitendienst
effizienter realisiert werden. Somit ist ein synchronisiertes Überkopf-IEGO-System
allgemein durch eine Bezugsziffer 34 gezeigt.
Bezug nehmend auf 4 zeigt eine equirektangulare
Projektionskarte 36 von Nordamerika und einem wesentlichen Teil von Südamerika.
Eine exemplarische Bodenbahn 32 ist gezeigt, die von einer IEGO-Umlaufbahn
projiziert wird. Die Neigung der Bodenbahn beträgt 63,45° und weist einen
Exzentrizitätswert e gleich 0,240 auf und ist symmetrisch auf dem 96. westlichen
Längengrad zentriert (aufsteigend bei 69,0° West) und weist ein Perigäumsargument
von 270° auf. Zwei ähnliche Satelliten A & B sind als sich eine Bodenbahn
32 teilend gezeigt und sind durch eine halbe Periode getrennt. Ein aktiver
Satellit A ist gerade dabei, einen Betrieb zu beginnen, wenn er durch einen östlichen
Übergabepunkt 38 (Breitengrad, Längengrad = 24,0N, 83,0W) aufgeht.
Ein Satellit B geht gleichzeitig durch einen westlichen Übergabepunkt
40 (Breitengrad, Längengrad = 24,0N, 109,0W) unter. Wenn ein Satellit
A dabei im Westen untergeht, werden Erdstationen 42 wiederum mit einem
Satelliten B in Verbindung treten, der im Osten aufgeht. Der Abstand zwischen einem
östlichen Übergabepunkt 38 und einem westlichen Übergabepunkt
40 ist als der Betriebsbogen 44 definiert. Der Betriebsbogen
44 ist der Teil der Bodenbahn oder ein Teil der Himmelsbahn (die überkopf
in einem Kegelwinkel bleibt), wenn man sie von einem Punkt auf dem Boden betrachtet,
über dem die Satelliten betrieben werden.
Bezug nehmend auf 5 ist eine himmelwärts
gerichtete Darstellung des Umlaufwegs veranschaulicht, wie man ihn von der Mitte
des Dienstgebiets sieht, wie es in 4 gezeigt ist. In
dieser Darstellung repräsentiert 0° den Horizont, während 90°
den Zenit über einem bestimmten Punkt auf der Landmasse repräsentieren.
Übergabepunkte 38, 40 und ein Betriebsbogen 44 sind
ebenfalls in dem himmelwärts gerichteten Diagramm 46 gezeigt. Ein
Diagramm des geostationären Gürtels 48 ist veranschaulicht, um
der geneigten exzentrischen geosynchronen Umlaufbahn gegenüberzustehen.
Bezug nehmend auf 6 ist eine bodenbasierte
Nutzereinheit, wie z.B. eine mobile Satellitenempfangsantenne 50, auf einem
Automobil 52 positioniert. Somit ist ein Vorteil der vorliegenden Erfindung
veranschaulicht. Dies bedeutet, dass die vorliegende Erfindung für mobile Anwendungen
geeignet ist, wie z.B. ein Auto, da eine allgemein flache Antenne 50 vorgesehen
werden könnte, um Signale von einem IEGO-Satelliten 14 überkopf
zu empfangen. Ein Kegel 54 ist in einer Aufwärtsrichtung in Richtung
des Zenits ausgerichtet. Da der Elevationswinkel gesteuert werden könnte, könnte
ein relativ enger Kegel 54 mit einem Kegelwinkel 55 durch eine
Antenne 50 in einer Aufwärtsrichtung erzeugt werden. Diese Konfiguration
ermöglicht eine höhere Verstärkung als eine omnidirektionale Antenne.
Die hohen Elevationswinkel 51 vom Horizont 53 des Systems sind
einem Stadtbetrieb zugänglicher und werden weniger durch Mehrfachwegeffekte
und atmosphärische Verluste beeinflusst. Ein Lenken ist nicht
erforderlich, falls eine Antenne, die einen Aufwärtskegel bereitstellt, bereitgestellt
wird, die über dem gesamten Dienstgebiet Satellitensignale empfängt.
Bezug nehmend auf 7 ist ein himmelwärts
gerichtetes Diagramm 58 mit einem Betriebsbogen bei ungefähr 45°
oder mehr hinsichtlich eines Elevationswinkels oberhalb des Horizonts bei (0°
Elevationswinkel) von jeder der fünf Städte innerhalb des kontinentalen
US-Dienstgebiets gezeigt. Die Städte wurden gewählt, um eine repräsentative
Ansicht der im Wesentlichen vier Ecken des US-Kontinents und der Mitte der Vereinigten
Staaten bereitzustellen. Auch der geostationäre Gürtel ist dargestellt,
wie man ihn von Miami und Seattle aus sieht. Orbitale Parameter wurden gewählt,
um eine Maximierung eines minimalen Elevationswinkels für Diagramme
62a für all die Städte innerhalb des Dienstgebiets zu erweitern.
Diagramme 62a der 7 verwenden zwei IEGO-Satelliten
mit einer orbitalen Exzentrizität von 0,43 und einem Neigungswinkel von 63,45°,
was in einem minimalen Elevationswinkel von 46,9 resultiert. Diese Diagramme stellen
Untermengen von Punkten auf dem Betriebsbogenabschnitt 62 der Umlaufbahn
innerhalb des Dienstgebiets dar. Darstellungen 62a sind im Gegensatz zu
GSO-Gürteln 63 gezeigt, wie man sie von Miami und Seattle aus sieht.
Bezug nehmend auf 8 sind Diagramme
62b ähnlich zu denen der 7 mit einer
Exzentrizität von 0,31 gezeigt, wobei ein Neigungswinkel von 50° für
das Zwei-IEGO-Satellitensystem in einem minimalen Elevationswinkel von 39,1°
resultiert.
Bezug nehmend auf 9 sind Darstellungen
62c mit einer Exzentrizität von 0,505 und einem Neigungswinkel von
63,45° für ein Drei-IEGO-Satellitensystem veranschaulicht, was in einem
minimalen Elevationswinkel von 46,9° resultiert.
Bezug nehmend auf 10 sind Diagramme
62d mit einer Exzentrizität von 0,203 und einem Neigungswinkel von
50° für ein Drei-IEGO-Satellitensystem veranschaulicht, was in einem minimalen
Elevationswinkel von 59,2° resultiert.
Bezug nehmend auf 11 sind Diagramme
62e mit einem Neigungswinkel von 63,45° und einer Exzentrizität
von 0,24 für ein Zwei-IEGO-System veranschaulicht, was in einem minimalen Elevationswinkel
von 45,1° resultiert.
Somit kann beobachtet werden, dass durch Ändern der Exzentrizitätswerte
und der Neigungswinkelwerte die Formen des Betriebsbogens wesentlich geändert
werden können, um den Betriebsbogen zu zentrieren und den minimalen Elevationswinkel
innerhalb des Dienstgebiets zu maximieren.
Eine kleinere Exzentrizität wird für die Vorteile einer
kreisförmigeren Umlaufbahn bevorzugt, und zwar mit einer kleinen Beeinflussung
des minimalen Elevationswinkels.
Bezug nehmend auf 12 ist ein Diagramm
eines minimalen Elevationswinkels in Grad gegenüber einer Exzentrizität
für eine Neigung von 63,45° gezeigt, was in einem minimalen Elevationswinkel
von 63,45° resultiert. Somit tritt das Maximum der minimalen Elevationswinkel
auf, wenn die Exzentrizität ungefähr 0,3 bis 0,5 für IEGOs bei dieser
Neigung beträgt.
Bezug nehmend auf 13 ist das zugehörige
Diagramm einer geometrischen Richtwirkung ("directivity") der empfangenden Antenne
gegenüber einer Exzentrizität für ein Drei-IEGO-System und ein Zwei-IEGO-System
dargestellt. Wie gezeigt, ist die Richtwirkung für eine Exzentrizität
von ungefähr 0,3 bis 0,5 maximiert.
Bezug nehmend auf 14 ist eine Darstellung
des minimalen Elevationswinkels gegenüber einer Exzentrizität für
eine Neigung von 50° gezeigt. In diesem Fall tritt ein Nahmaximum des minimalen
Elevationswinkels für eine Exzentrizität von ungefähr 0,2 auf.
Bezug nehmend auf 15 ist ein Diagramm
entsprechend dem der 14 für eine Richtwirkung
in Dezibel gegenüber einer Exzentrizität gezeigt. Die Richtwirkung ist
für eine Exzentrizität von ungefähr 0,2 bis 0,3 für ein Zwei-IEOG-
und ein Drei-IEOG-System maximal.
In 12 bis 15
ist die Kurve eines minimalen Elevationswinkels für IEGO-Umlaufbahnen mit einem
Maximum bei einer niedrigen Exzentrizität breit. Im Gegensatz dazu steigen
solche Kurven für HEOs einschließlich Molniyas mit einer Exzentrizität
und einem Spitzenwert bei einer hohen Exzentrizität oberhalb von 0,6. Folglich
wird die Kombination von Elevationswinkeln und Anzahl von Satelliten mehr für
die mehrkreisförmige IEGO-Umlaufbahn dieser Erfindung favorisiert als für
HEO-Systeme, die früher eingesetzt wurden.
Im Betrieb muss ein Dienstgebiet für eine bestimmte Landmasse
auf der Oberfläche der Erde definiert sein. Ein Dienstgebiet wird als eine
Region (wie z.B. die kontinentalen USA oder kleiner, wie z.B. eine Stadt) definiert,
in die der Satellit strahlt, und zwar mit einem vorbestimmten minimalen Elevationswinkel
oberhalb des Horizonts eines beliebigen Punkts in dem Dienstgebiet. Ein Satellitenpaar
oder eine Vielzahl von Satelliten, die sich die gleiche Bodenbahn teilen, werden
oberhalb der Oberfläche der Erde in eine geneigte exzentrische geosynchrone
Umlaufbahn abgeschossen. Die Betriebsregion jedes der Satelliten
innerhalb der Umlaufbahn stellt den Betriebsbogen dar, der sich überkopf dieses
Dienstgebiets auf der Erde befindet. Somit wird, da die Satelliten ihre Umlaufbahnen
durchqueren, eine Vielzahl von Punkten auf der Umlaufbahn definiert, die das Dienstgebiet
und den Betriebsbogen oberhalb des Dienstgebiets definieren. Es ist bevorzugt, dass,
wenn ein Satellit das Dienstgebiet verlässt, ein zweiter Satellit in das Dienstgebiet
eintritt. Übergabepunkte werden als die Punkte definiert, wo ein Betrieb von
einem Satelliten zu einem anderen Satelliten wechselt. Somit kann durch Definieren
des Dienstgebiets als Region mit einem relativ hohen Elevationswinkel eine bessere
Dienstabdeckung durch eine günstigere Antenne bereitgestellt werden, die keine
Einstellungen durch den Nutzer erfordert.
Umlaufbahnparameter werden gewählt, um gewisse Bodenbahnformen
zu realisieren. Spezifische Beschränkungen hinsichtlich der Dienstregion, einer
Dienstgebietsabdeckung und einer Abdeckungszeit sind in Betracht zu ziehen.
Während die Erfindung detailliert beschrieben wurde, wird ein
Fachmann, an den sich die Erfindung richtet, verschiedene alternative Konstruktionen
und Ausführungsformen zum Umsetzen der Erfindung in die Praxis erkennen, die
durch die nachfolgenden Ansprüche definiert ist.