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Dokumentenidentifikation DE60127648T2 13.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001219777
Titel Methode und Einrichtung zur Beeinflussung von Lagerbelastungen
Anmelder General Electric Co., Schenectady, N.Y., US
Erfinder Przytulski, James Charles, Fairfield, Ohio 45014, US;
Willey, James Elbert, West Chester, Ohio 45069, US;
Haaser, Frederic Gardner, Cincinnati, Ohio 45249, US;
Ceccopieri, Fernando, Loveland, Ohio 45140, US;
Handelsman, Steven Keith, Cincinnati, Ohio 45242, US
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Aktenzeichen 60127648
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.12.2001
EP-Aktenzeichen 013106216
EP-Offenlegungsdatum 03.07.2002
EP date of grant 04.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse F01D 3/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F01D 25/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   G05D 7/01(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   F16K 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft allgemein Gasturbinen und insbesondere Verfahren und eine Vorrichtung zum Regulieren von Lagerlasten in Gasturbinentriebwerk-Lagerbaugruppen.

Das Dokument US-A-1895003 beschreibt eine Dampfturbine mit einem Dampfstoß-Ausgleichskolben. Gasturbinen enthalten einen Hochdruckverdichter, eine Brennkammer und eine Hochdruckturbine. Der Hochdruckverdichter weist einen Rotor und mehrere Stufen auf. Der Rotor wird durch mehrere Lagerbaugruppen gestützt, die einen inneren Laufring, einen äußeren Laufring und mehrere Wälzkörper zwischen dem inneren und dem äußeren Ring enthalten. Wenn die Lagerlasten während des Triebwerkbetriebs innerhalb vordefinierter Grenzen gehalten werden, ermöglicht dies eine Verlängerung der Nutzlebensdauern der Lagerbaugruppe.

Zum Regulieren der Lagerlast nutzen wenigstens einige bekannte Gasturbinenantriebe Verdichterabluft. Die Abluft wird durch Zuführleitungen geleitet, die Drosselscheibenbaugruppen aufweisen. Die Drosselscheibenbaugruppen sind mehrteilige Baugruppen, und jede Drosselscheibenbaugruppe weist eine diskret dimensionierte Öffnung auf, die eine Menge eines durch die Drosselscheibenbaugruppe hindurchgehenden Luftstroms begrenzt und dadurch einen Druck/Strom von den Luftquellen reguliert.

Wenn während des Motorbetriebs Triebwerksparameter anzeigen, dass die Lagerlast vordefinierte Grenzen überschreitet, wird der Motorbetrieb gestoppt, und die Drosselscheibenbaugruppe wird durch eine andere Drosselscheibenbaugruppe ersetzt, die eine anders dimensionierte Öffnung auf weist. Da jede Drosselscheibenbaugruppe diskret dimensioniert ist, wird häufig ein großer Bestand an Scheiben unterhalten. Angesichts der Komplexität der mehrteiligen Drosselscheibenbaugruppen ist das Ersetzen der Drosselscheibenbaugruppen häufig ein zeitraubender und kostspieliger Prozess.

In einer exemplarischen Ausführungsform ermöglicht eine Drosselscheibenbaugruppe für einen Gasturbinenantrieb die Verlängerung der Nutzlebensdauer von Lagerbaugruppen innerhalb des Gasturbinenantriebs. Jede Drosselscheibenbaugruppe ist im Antrieb in Strömungsverbindung mit einer Antriebswerkluftquelle verbunden und weist einen ersten Körper und einen zweiten Körper auf. Der erste Körper enthält einen Kanal und eine Strömungsöffnung. Der Kanal ist so dimensioniert, dass er den zweiten Körper aufnimmt, so dass sich der zweite Körper in Bezug zu dem ersten Körper verschieben kann. Genauer gesagt kann der zweite Körper so positioniert werden, dass ein beliebiger Bereich oder die gesamte Strömungsöffnung des ersten Körpers verdeckt werden.

Wenn während des Motorbetriebs gemessene Parameter anzeigen, dass sich die Lagerlasten vordefinierten Grenzen nähern, kann die Drosselscheibenbaugruppe nach dem Abfahren des Antriebs zum Regulieren des Luftdrucks und -stroms verstellt werden, um das Halten der Lagerlasten innerhalb der Grenzen zu ermöglichen. Genauer gesagt wird zum Verstellen der Drosselscheibenbaugruppe der zweite Körper von dem ersten Körper gelöst und in Bezug zu dem ersten Körper neu positioniert. Bei der Neupositionierung des zweiten Körpers wird ein Strömungsquerschnitt der Strömungsöffnung des ersten Körpers geändert. Wenn die Lagerlasten innerhalb der vordefinierten Grenzen wiederhergestellt sind, wird der zweite Körper wieder am ersten Körper befestigt. Infolgedessen ermöglicht die Drosselscheibenbaugruppe auf äußerst zuverlässige und kosteneffiziente Weise die Verlängerung der Nutzlebensdauer der Lagerbaugruppe.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispiels detaillierter beschrieben, wobei auf die folgenden Zeichnungen Bezug genommen wird:

1 ist eine schematische Darstellung eines Gasturbinenantriebs.

2 ist eine Querschnittansicht eines Bereichs des in 1 dargestellten Gasturbinenantriebs.

3 ist eine Draufsicht auf eine Drosselscheibenbaugruppe, die in dem in 2 dargestellten Gasturbinenantrieb verwendet wird.

4 ist eine Seitenansicht der in 2 dargestellten Drosselscheibenbaugruppe.

1 ist eine schematische Darstellung eines Gasturbinenantriebs 10 mit wenigstens einem Verdichter 12, einer Brennkammer 16, einer Hochdruckturbine 18, einer Niederdruckturbine 20, einem Einlass 22 und einer Ausstoßdüse 24, die in Reihe miteinander verbunden sind. In einer Ausführungsform handelt es sich bei dem Triebwerk 10 um ein Triebwerk des Typs LM2500+, das bei der General Electric Company in Cincinnati (USA) erhältlich ist. Der Verdichter 12 und die Turbine 18 sind durch eine erste Welle 26 gekoppelt. Der Antrieb 10 weist zudem eine Mittelsymmetrieachse 32 auf.

Während des Betriebs strömt Luft in den Einlass 22 durch den Verdichter 12 und wird verdichtet. Die verdichtete Luft wird dann der Brennkammer 16 zugeführt, wo sie mit Brennstoff vermischt und gezündet wird. Der aus der Brennkammer 16 austretende Luftstrom treibt die rotierenden Turbinen 18 und 20 an und verlässt den Gasturbinenantrieb 10 durch die Ausstoßdüse 24.

2 ist eine Querschnittansicht eines Bereichs des Gasturbinenantriebs 10. Der Verdichter 14 enthält mehrere Stufen 50, und jede Stufe 50 weist eine Reihe Rotorschaufeln 52 und eine Reihe Leitschaufeln 56 auf. Die Rotorschaufeln 52 sind in Umfangsrichtung voneinander beabstandet und werden üblicherweise von Rotornaben und Laufrädern 58 getragen, die mit der Rotorwelle 26 verbunden sind. Die Rotorschaufeln 52 und Leitschaufeln 56 sind in Bezug zu der Mittelachse 32 koaxial angeordnet. Zwischen den einzelnen Reihen benachbarter Rotorschaufeln 52 erstreckt sich eine Reihe in Umfangsrichtung voneinander beabstandeter Leitschaufeln 56, die von einem ringförmigen Antrieb-Außengehäuse 62 getragen werden.

Verdichterabluft wird von Zwischenstufen 66 des Verdichters 14 aus dem Hochdruckverdichter 14 abgeführt und zum Regulieren von Lagerlasten der an einen Triebwerksrahmen 72 gekoppelten Lagerbaugruppen 70 verwendet. In einer Ausführungsform werden die Lagerlasten einer #4B-Axiallagerbaugruppe mithilfe von Rekouperator-Verdichterluft 78 des Hochdruckverdichters reguliert. In einer anderen Ausführungsform werden die Lagerlasten einer #7B-Axiallagerbaugruppe mithilfe von Hochdruckverdichterabluft 76 der Stufe 13 reguliert.

Genauer gesagt sind mehrere Luftzuführleitungen 80 in Strömungsverbindung an verschiedene Stufen des Verdichters 14 gekoppelt und dienen zum Zuführen eines Fluidstroms zum Steuern von Lagerlasten der Lagerbaugruppen 70 und der Lagerbaugruppen #76. Jede Luftzuführleitung 80 weist eine Drosselscheibenbaugruppe 82 auf. Die nachfolgend detaillierter beschriebene Drosselscheibenbaugruppe 82 ist verstellbar und kann nach dem Abfahren des Triebwerks zum Regulieren des vom Verdichter 14 kommenden Drucks/Stroms durch die Luftzuführungsleitungen 80 verstellt werden.

In einer exemplarischen Ausführungsform ist die Lagerbaugruppe 70 in einer abgedichteten ringförmigen Kammer 90 eingeschlossen, die radial von der Rotorwelle 26 und dem Stützrahmen 72 begrenzt wird. Die Lagerbaugruppe 70 enthält ein Laufringpaar 91, mehrere Wälzkörper 92 und einen Käfig 94. Genauer gesagt, enthält das Laufringpaar 91 einen äußeren Laufring 96 und einen inneren Laufring 98, der von dem äußeren Laufring 96 radial nach innen beabstandet ist. Jeder Wälzkörper 92 ist zwischen dem inneren Laufring 98 und dem äußeren Laufring 96 angeordnet und steht in Rollkontakt mit dem inneren und dem äußeren Laufring 98 bzw. 96. Darüber hinaus sind die Wälzkörper in Umfangsrichtung zu dem Käfig 94 beabstandet.

Während des Betriebs nutzt das Triebwerk durch Zuführleitungen 80 zugeführte Rekuperatorluft 78 des Hochdruckverdichters und Abluft 76 des Hochdruckverdichters, um Lagerlasten zu steuern. Genauer gesagt werden die Lagerlasten zwischen vordefinierten Grenzen gehalten, um eine Verlängerung der Nutzlebensdauer zu ermöglichen. Drosselscheibenbaugruppen 82 regulieren den von den Verdichterquellen 78 und 76 ausgehenden Druck/Strom. Wenn, genauer gesagt, während des Triebwerkbetriebs gemessene Parameter anzeigen, dass sich die Lagerlasten vordefinierten Grenzen nähern, können die Drosselscheibenbaugruppen 82 nach dem Abfahren des Triebwerks zum Steuern der Lagerlasten verstellt werden.

3 ist eine Draufsicht auf die Drosselscheibenbaugruppe 82, die in dem Gasturbinentriebwerk 10 (dargestellt in den 1 und 2) verwendet werden kann. 4 ist eine Seitenansicht der Drosselscheibenbaugruppe 82. Die Drosselscheibenbaugruppe 82 weist einen ersten Körper 100 und einen zweiten Körper 102 auf. Der erste Körper 100 weist eine obere Oberfläche 104, eine untere Oberfläche 106 und einen Kanal 108 sowie eine zwischen der oberen und der unteren Oberfläche 104 bzw. 106 gemessene Dicke 110 auf. Der erste Körper 100 weist zudem eine Einlassseite 112 und eine Rückseite 114 auf, die mit einem Paar Seitenwände 116 und 118 verbunden sind. Eine Symmetrieachse 119 erstreckt sich von der Einlassseite 112 des ersten Körpers zu der Rückseite 114.

Der Kanal 108 des ersten Körpers ist so dimensioniert, dass er den zweiten Körper 102 in sich aufnehmen kann. Genauer gesagt erstreckt sich der Kanal 108 von der oberen Oberfläche 104 des ersten Körpers über eine Strecke 120 zu der unteren Oberfläche 106 des ersten Körpers in den ersten Körper 100 hinein. Die Kanaltiefe 120 ist kleiner als die Dicke 110 des ersten Körpers. Außerdem weist der Kanal 108 eine Breite 122 auf, die kleiner als eine Breite 124 des ersten Körpers 100 ist. Darüber hinaus erstreckt sich der Kanal 108 auch von der Einlassseite 112 des ersten Körpers über eine Länge 126 nach innen zu der Rückseite 114 des ersten Körpers. Die Kanallänge 126 ist kleiner als eine zwischen der Einlass- und der Rückseite 112 bzw. 114 gemessene Länge 128 des ersten Körpers.

Der erste Körper 100 weist auch eine Strömungsöffnung 130 und mehrere Befestigungsöffnungen 132 auf. Die Strömungsöffnung 130 erstreckt sich von der oberen Oberfläche 104 zu der unteren Oberfläche 106 des ersten Körpers. Genauer gesagt ist die Strömungsöffnung 130 in Bezug zu dem ersten Körper 100 koaxial innerhalb des Kanals 108 positioniert. Eine Breite 133 der Strömungsöffnung 130 ist kleiner als die Kanalbreite 122, und eine Länge 134 der Strömungsöffnung 130 ist kleiner als die Kanallänge 126. In einer Ausführungsform hat die Strömungsöffnung 130 ein im Wesentlichen rechteckiges Querschnittsprofil. In einer anderen Ausführungsform hat die Strömungsöffnung 130 ein nicht rechteckiges Querschnittsprofil.

Die Befestigungsöffnungen 132 des ersten Körpers erstrecken sich von der oberen Oberfläche 104 zur unteren Oberfläche 106 des ersten Körpers durch den ersten Körper. Jede Befestigungsöffnung 132 weist einen Durchmesser 140 auf, der so dimensioniert ist, dass sie ein Befestigungselement (nicht dargestellt) durch sich hindurch aufnehmen kann, um jede Drosselscheibenbaugruppe 82 an dem Triebwerk 10 (dargestellt in den 1 und 2) zu befestigen. Genauer gesagt erstrecken sich die Befestigungsöffnungen 132 zwischen dem Kanal 108 und den Seitenwänden 116 und 118 des ersten Körpers durch den ersten Körper.

Der erste Körper 100 weist auch eine Ausrichtungsöffnung 144 auf. Die Ausrichtungsöffnung 144 befindet sich innerhalb des Kanals 108 zwischen der Strömungsöffnung 130 und der Einlassseite 112 des ersten Körpers. Die Ausrichtungsöffnung 144 erstreckt sich von der oberen Oberfläche 104 zur unteren Oberfläche 106 des ersten Körpers und weist einen Durchmesser 146 auf, der so dimensioniert ist, dass sie ein Ausrichtungsbefestigungselement 148 durch sich hindurch aufnehmen kann. Das Ausrichtungsbefestigungselement 148 hält den zweiten Körper 102 der Drosselscheibenbaugruppe in Bezug zu dem ersten Körper 100 in Position. In einer Ausführungsform handelt es sich bei dem Ausrichtungsbefestigungselement 148 um einen Gewindebolzen und eine Gegenmutter.

Der zweite Körper 102 der Drosselscheibenbaugruppe weist eine obere Oberfläche 160 und eine untere Oberfläche 162 sowie eine zwischen der oberen und der unteren Oberfläche 160 bzw. 162 gemessene Dicke 164 auf. Die Dicke 164 des zweiten Körpers ist kleiner als die Dicke 110 des ersten Körpers. In einer Ausführungsart ist die Dicke 164 des zweiten Körpers der Drosselscheibenbaugruppe ungefähr der Kanaltiefe 120 des ersten Körpers entspricht.

Der zweite Körper 102 der Drosselscheibe weist eine Einlassseite 166 und eine Rückseite 168, die mit einem Paar Seitenwände 170 und 172 verbunden sind, sowie einen Ausrichtungsschlitz 174 auf. Der zweite Körper 102 weist zudem eine Symmetrieachse 176 auf, die sich von der Einlassseite 166 zur Rückseite 168 des zweiten Körpers erstreckt. Die Symmetrieachse 176 des zweiten Körpers verläuft im Wesentlichen kollinear mit der Symmetrieachse 119 des ersten Körpers.

Der zweite Körper 102 der Drosselscheibe weist eine zwischen den Seitenwänden 170 und 172 gemessene Breite 180 auf, die kleiner als die Breite 124 des ersten Körpers der Drosselscheibe ist. Die Breite 180 des zweiten Körpers ist geringfügig kleiner als die Kanalbreite 122 des ersten Körpers, sodass der zweite Körper 102 gleitend in dem Kanal 108 des ersten Körpers aufgenommen wird. In einer Ausführungsform entspricht die Länge 182 des zweiten Körpers der Drosselscheibe ungefähr der Kanallänge 126 des ersten Körpers. Dementsprechend ist der Kanal 108 des ersten Körpers zur Aufnahme des zweiten Körpers 102 dimensioniert, sodass die obere Oberfläche 160 des zweiten Körpers im Wesentlichen koplanar zu der oberen Oberfläche 104 des ersten Körpers angeordnet ist. Darüber hinaus erlaubt der Kanal 108 des ersten Körpers dem zweiten Körper 102, in Bezug zu dem ersten Körper 100 in den Kanal hineinzugleiten.

Der Ausrichtungsschlitz 174 des zweiten Körpers der Drosselscheibe ist koaxial an der Symmetrieachse 176 ausgerichtet. Der Ausrichtungsschlitz 174 weist eine Breite 186 auf, die ungefähr dem Durchmesser 146 der Ausrichtungsöffnung des ersten Körpers entspricht. Daher ist der Ausrichtungsschlitz 174 so dimensioniert, dass er das Ausrichtungsbefestigungselement 148 durch sich hindurch aufnehmen kann. Der Ausrichtungsschlitz 174 weist eine zwischen einem Einlassende 190 und einem hinteren Ende 192 gemessene Länge 188 auf.

Das Einlassende 190 des Ausrichtungsschlitzes ist in einem Abstand 194 von dem Einlassende 166 des zweiten Körpers angeordnet, und das hintere Ende 192 ist in einem Abstand 196 von der Rückseite 168 des zweiten Körpers angeordnet. Die Länge 188 des Ausrichtungsschlitzes ist länger als die Länge 134 der Strömungsöffnung des ersten Körpers.

Mehrere Teilstriche 200 erstrecken sich von der Seitenwand 170 zu der Seitenwand 172 des zweiten Körpers. Genauer gesagt erstrecken sich die Teilstriche von dem Ausrichtungsschlitz 174 des zweiten Körpers zu der entsprechenden Seitenwand 170 bzw. 172, um Referenzmarkierungen zu schaffen, die dazu dienen, den zweiten Körper 102 in Bezug zu dem ersten Körper 100 auszurichten. In einer Ausführungsform weist der zweite Körper 102 auch Referenzziffern (nicht dargestellt) auf, die dazu dienen, den zweiten Körper 102 in Bezug zu dem ersten Körper 100 auszurichten.

Beim Zusammenbau der Drosselscheibenbaugruppe 82 werden die Befestigungselemente durch die Befestigungsöffnungen 132 des ersten Körpers gesteckt, um die Drosselscheibenbaugruppe 82 in Strömungsverbindung mit einer entsprechenden Luftzuführleitung 80 (dargestellt in 2) zu befestigen. Genauer gesagt wird die Drosselscheibenbaugruppe 82 so befestigt, dass die Strömungsöffnung 130 des ersten Körpers in Strömungsverbindung zu einer Luftzuführleitung 80 angeordnet ist. Der zweite Körper 102 wird anschließend an den ersten Körper 100 gekoppelt. Genauer gesagt wird der zweite Körper 102 in den Kanal 108 des ersten Körpers so eingesetzt, dass die Rückseite 168 des zweiten Körpers zuerst in den Kanal 108 eindringt. Anschließend wird der zweite Körper 102 zur Rückseite 114 des ersten Körpers geschoben, so dass die obere Oberfläche 160 des zweiten Körpers im Wesentlichen koplanar zu der oberen Oberfläche 104 des ersten Körpers angeordnet ist.

Nachdem der zweite Körper 102 in Bezug zu dem ersten Körper 100 schiebend ausgerichtet wurde und sich an einer gewünschten Position befindet, die durch die Trennstriche 200 des zweiten Körpers angezeigt wird, kann ein Bereich 210 der Strömungsöffnung 130 von dem zweiten Körper 102 verdeckt werden. Der Bereich 210 ist unbegrenzt variabel und wird durch eine relative Position des zweiten Körpers 102 in Bezug zu dem ersten Körper 100 bestimmt. Genauer gesagt gestattet es die Länge 188 des Ausrichtungsschlitzes des zweiten Körpers, dass der zweite Körper so positioniert werden kann, dass jeder prozentuale Anteil der Strömungsöffnung 130 von ungefähr Null Prozent bis ungefähr einhundert Prozent von dem zweiten Körper 102 verdeckt werden kann.

Wenn ein gewünschter Prozentsatz der Strömungsöffnung 130 des ersten Körpers von dem zweiten Körper 102 verdeckt wird, wird das Ausrichtungsbefestigungselement 148 durch die Ausrichtungsöffnung 144 des ersten Körpers und den Ausrichtungsschlitz 174 des zweiten Körpers gesteckt. Das Ausrichtungsbefestigungselement 148 wird anschließend angezogen, damit der zweite Körper 102 in relativer Position zu dem ersten Körper 100 befestigt wird.

Wenn während des Triebwerkbetriebs gemessene Parameter anzeigen, dass sich die Lagerlasten den vordefinierten Grenzen nähern, kann die Drosselscheibenbaugruppe nach dem Abfahren des Triebwerks zum Regulieren des Drucks und Stroms verstellt werden, damit die Lagerlasten innerhalb der Grenzen gehalten werden, um das Verlängern der Nutzlebensdauer der Lagerbaugruppe zu ermöglichen. Genauer gesagt wird das Ausrichtungsbefestigungselement 148 gelöst, und der zweite Körper 102 der Drosselscheibenbaugruppe wird in Bezug zu dem ersten Körper 100 neu positioniert, um sicherzustellen, dass ein Strömungsquerschnitt durch die Strömungsöffnung 130 des ersten Körpers eine geeignete Lagerlast aufrechterhält. Da der zweite Körper 102 in Bezug zu dem ersten Körper 100 verschoben wird, sind die Drosselscheibenstellungen unbegrenzt variabel. Da die Drosselscheibenbaugruppe 82 variabel verstellbar ist, kann die Drosselscheibenbaugruppe 82 darüber hinaus zur Feineinstellung der Lagerlasten verwendet werden, wenn es während der Nutzlebensdauer des Triebwerks 10 zu einer Leistungsparameter- und Lagerlastdrift kommt.

Die oben beschriebene Drosselscheibenbaugruppe für ein Gasturbinentriebwerk ist kosteneffizient und äußerst zuverlässig. Die Drosselscheibenbaugruppe enthält einen zweiten Körper, der in einen ersten Körper aufgenommen wird. Zum Regulieren von Lagerlasten ist die Position des zweiten Körpers in Bezug zu dem ersten Körper unbegrenzt variabel. Darüber hinaus kann die Drosselscheibenbaugruppe nach dem Abfahren des Triebwerks verstellt werden. Infolgedessen ermöglicht die Drosselscheibenbaugruppe auf zuverlässige und kosteneffiziente Weise die Verlängerung der Nutzlebensdauer der Triebwerk-Lagerbaugruppen.


Anspruch[de]
Verfahren zum Regulieren der Lagerlasten einer Gasturbinentriebwerk-Lagerbaugruppe (70) mit Hilfe einer Drosselscheibenbaugruppe (82), wobei die Drosselscheibenbaugruppe einen ersten Körper mit einer diesen durchdringenden Öffnung (130) aufweist, und das Verfahren folgende Schritte umfasst:

Koppeln der Drosselscheibenbaugruppe an das Gasturbinentriebwerk (10) und in Strömungsverbindung mit der Lagerbaugruppe;

Leiten von Luft durch die Öffnung des ersten Körpers der Drosselscheibenbaugruppe; und

Koppeln des zweiten Körpers der Drosselscheibenbaugruppe an den ersten Körper, um die durch die Öffnung des ersten Körpers der Drosselscheibe strömende Luftmenge so zu regulieren, dass sich der zweite Körper in Bezug zu dem ersten Körper verschiebt.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei der erste Körper (100) eine obere Oberfläche (104), einen Kanal (108) und eine untere Oberfläche (106) aufweist, der Kanal sich von der oberen Oberfläche zu der unteren Oberfläche erstreckt, und der Schritt, den zweiten Körper (102) der Drosselscheibenbaugruppe an den ersten Körper zu koppeln, ferner den Schritt umfasst, beim Betrieb des Triebwerks (10) den zweiten Körper der Drosselscheibe relativ zu dem ersten Körper der Drosselscheibe zu verschieben, um eine durch die Öffnung (130) des ersten Körpers der Drosselscheibe strömende Luftmenge zu ändern. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der zweite Körper (102) eine obere Oberfläche (160) und eine untere Oberfläche (162) aufweist, die obere Oberfläche des zweiten Körpers eine Anzahl von Teilstrichen (200) aufweist, und der Schritt, den zweiten Körper der Drosselscheibe an den ersten Körper (100) zu koppeln, ferner den Schritt umfasst, die Teilstriche zum Ausrichten des zweiten Körpers in Bezug zu dem ersten Körper zu verwenden. Verfahren nach Anspruch 3, wobei der zweite Körper (102) eine obere Oberfläche (160) und eine untere Oberfläche (162) aufweist und der Schritt, den zweiten Körper der Drosselscheibenbaugruppe an den ersten Körper (100) zu koppeln, ferner den Schritt umfasst, den zweiten Körper in den ersten Körper so einzusetzen, dass die obere Oberfläche des zweiten Körpers im Wesentlichen koplanar zu der oberen Oberfläche (104) des ersten Körpers angeordnet ist. Vorrichtung für ein Gasturbinentriebwerk (10) einschließlich einer Lagerbaugruppe (70), die durch eine Drosselscheibenunterbaugruppe (82) gekennzeichnet ist, die einen ersten Körper (100) und einen zweiten Körper (102) umfasst, wobei der erste Körper eine ihn durchdringende Öffnung (130) umfasst und der zweite Körper so gestaltet ist, dass er sich relativ zu dem ersten Körper verschiebt, um eine Menge eines Fluids zu regulieren, das durch die in Strömungsverbindung mit der Lagerbaugruppe stehenden Öffnung des ersten Körpers strömt, um die Lagerlast der Lagerbaugruppe zu steuern. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei der zweite Körper (102) der Drosselscheibenunterbaugruppe eine Ausrichtungsöffnung (174) umfasst, die zur Aufnahme eines Befestigungselements (148) eingerichtet ist. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei der erste Körper (100) der Drosselscheibenunterbaugruppe ferner eine erste Ausrichtungsöffnung (144) umfasst, der zweite Körper (102) der Drosselscheibenunterbaugruppe eine zweite Ausrichtungsöffnung (174) umfasst und die erste Ausrichtungsöffnung und die zweite Ausrichtungsöffnung zur Aufnahme eines Befestigungselements (148) eingerichtet sind, um den zweiten Körper an dem ersten Körper zu befestigen, der eine obere Oberfläche (104) und eine untere Oberfläche (106) umfasst, wobei der Kanal (108) des ersten Körpers zur Aufnahme des zweiten Körpers eingerichtet ist, so dass der zweite Körper im Wesentlichen koplanar zu der oberen Oberfläche des ersten Körpers angeordnet ist. Gasturbinentriebwerk (10), das Folgendes umfasst:

eine Lagerbaugruppe (70); und

eine zum Regulieren einer Lagerlast der Lagerbaugruppe eingerichtete Drosselscheibenbaugruppe (82), wobei die Drosselscheibenbaugruppe durch einen ersten Körper (100) und einen zweiten Körper (102) gekennzeichnet ist, der erste Körper eine diesen durchdringende Öffnung (130) umfasst und der zweite Körper an den ersten Körper gekoppelt ist, um eine Menge eines Fluids zu regulieren, das durch die in Strömungsverbindung mit der Lagerbaugruppe stehenden Öffnung des ersten Körpers strömt, um eine Lagerlast der Lagerbaugruppe zu steuern.
Gasturbinentriebwerk (10) nach Anspruch 8, wobei der zweite Körper (102) der Drosselscheibenbaugruppe so gestaltet ist, dass er während des Triebwerkbetriebs in Bezug zu dem ersten Körper (100) neu positioniert wird. Gasturbinentriebwerk (10) nach Anspruch 9, wobei der erste Körper (100) der Drosselscheibenbaugruppe eine obere Oberfläche (104), einen Kanal (108) und eine untere Oberfläche (106) aufweist, und wobei der Kanal sich von der oberen Oberfläche zu der unteren Oberfläche erstreckt und so dimensioniert ist, dass er den zweiten Körper (102) in sich aufnimmt.






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