Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Antennensysteme und speziell
ein System und ein Verfahren zum Kompensieren der Depolarisation eines Signals,
welches durch ein Radom eines Antennensystems passiert.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Ein Antennensystem in einem Flugzeug oder einem anderen Fahrzeug ist
typischerweise durch ein aerodynamisch geformtes Radom abgedeckt. Das Antennensystem
beleuchtet die Radomfläche über wenigstens einen Teil des Antennenabtastbereichs
mit schiefen Einfallswinkeln. Radome jedoch haben die Neigung, elektromagnetische
Wellen, die mit schiefem Einfallswinkel durch sie hindurchdringen, zu depolarisieren.
Somit kann ein Kreuzpolarisationsniveau eines Signals ansteigen, wenn das Signal
durch ein Radom in einem schiefen Winkel passiert.
Die Radomwandkonstruktion kann modifiziert werden, beispielsweise
durch Justieren der Dicken von Kern- und Zentralhaut, um die Depolarisation zu reduzieren.
Studien haben jedoch gezeigt, dass derartige Verbesserungen nur einen begrenzten
Effekt haben und Übertragungsverluste, Radomgewicht und Kosten ansteigen lassen
können. Daher existiert ein Bedarf nach einem System und einem Verfahren zum
Reduzieren der Radomdepolarisation ohne eine Radom-Modifizierung zur Folge zu haben.
US 5,185,608 beschreibt ein Verfahren zum
Korrigieren der Radomdepolarisation durch Anwenden eines Offsets auf ein Signal
in Abhängigkeit von dem Einfallswinkel des Signals auf das Radom.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung ist nach einem Aspekt auf ein Verfahren
zum Reduzieren der Depolarisation eines drahtlosen Signals gerichtet, welches durch
ein Antennenradom hindurchtritt, wie in Anspruch 1 beschrieben.
In Übereinstimmung mit einem weiteren Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist ein Antennensystem vorgesehen, wie in Anspruch 2 beschrieben.
Wenn eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung implementiert
wird, können Effekte der Radomdepolarisation im Sende- und/oder Empfangsmodus
wesentlich reduziert oder eliminiert werden.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die vorliegende Erfindung wird vollständiger verstanden aus der
detaillierten Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, worin:
1 ein Blockdiagramm einer Polarisations-Steuervorrichtung
ist, die entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung Radomdepolarisationskompensation
zur Verfügung stellt;
2 ein Blockdiagramm einer Polarisations-Steuerungsvorrichtung
ist entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
3 ein Koordinatensystem ist, in dem eine beispielhafte
Einfallsebene und eine Polarisationsebene dargestellt sind;
4 ein Blockdiagramm einer Radomdepolarisationskompensationsvorrichtung
entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;
5 ein Blockdiagramm einer Radomdepolarisationskompensationsvorrichtung
entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;
6 ein Blockdiagramm einer Radomdepolarisationskompensationsvorrichtung
entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;
7 ein Blockdiagramm einer Radomdepolarisationskompensationsvorrichtung
entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;
8 ein Blockdiagramm einer Radomdepolarisationskompensationsvorrichtung
entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;
9 ein Blockdiagramm einer Radomdepolarisationskompensationsvorrichtung
entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist; und
10 ein Blockdiagramm einer Radomdepolarisationskompensationsvorrichtung
entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Obwohl Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung hier in Verbindung
mit einem Flugzeugantennensystem beschrieben werden, sollte notiert werden, dass
die Erfindung darauf nicht beschränkt ist. Die vorliegende Erfindung kann in
Verbindung mit Radomumschlossenen Antennensystemen auf anderen Plattformen angewandt
werden, beispielsweise Schiffen und Bodenfahrzeugen. Ausführungsformen werden
ebenso betrachtet bezüglich feststehenden, bodenständigen Antennensystemen.
Es sollte ebenfalls noatiert werden, dass die vorliegende Erfindung in Verbindung
mit einer Vielzahl von Antennentypen ausgeführt werden kann, einschließlich
aber nicht begrenzt mit Array-Antennen, Reflektorantennen und/oder Linsen.
Eine Polarisationssteuervorrichtung, die eine Radomdepolarisationskompensation
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zur Verfügung
stellt, ist in 1 allgemein durch das Bezugszeichen
100 bezeichnet. Obwohl die Vorrichtung 100 nachstehend in Verbindung
mit einer Signalaussendung beschrieben wird, kompensiert die Vorrichtung
100 in 1 in einer anderen Ausführungsform
die Radomdepolarisation eines Empfangssignals. In noch einer weiteren Ausführungsform
kompensiert die in 1 dargestellte Polarisationssteuervorrichtung
die Polarisationssignale auf beiden Seiten eines Radoms, das heißt die Vorrichtung
100 kompensiert die Radomdepolarisation sowohl von Sende- als auch von
Empfangssignalen.
Die Vorrichtung 100 umfasst eine Steuereinheit
104, die Signale liefert, beispielsweise zur Aussendung durch eine Antennenapertur
108. Ein drahtloses Signal, beispielsweise ein schwaches RF-Signal, welches
am Port 110 in die Vorrichtung 100 eintritt, wird durch einen
Teiler 112 in linkshändig und rechtshändig zirkular polarisierte
(LHCP und RHCP) Signale EL und ER geteilt. Die Signale EL
und ER passieren durch variable Phasenschieber 116 und variable
Abschwächer 120. Die Signale EL und ER werden
mittels Phasenschiebern 116 mit einer variablen Differentialphasenverschiebung
justiert, entsprechend einem gewünschten Richtungswinkel der linearen Polarisationsebene
eines resultierenden Kombinationssignals. Um Linearpolarisation zu erzeugen, beispielsweise
bei einem Winkel "a", werden die Phasenschieber 116 eingestellt, um beispielsweise
eine Phasenverschiebung "b" entsprechend b = a – 45° zu erzeugen. Zusätzlich
und wie weiter unten beschrieben, werden die vorangehenden Einstellungen der Phasenschieber
116 justiert und die Abschwächer 120 werden eingestellt,
um in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
die Radomdepolarisation zu kompensieren.
Die Signale EL und ER werden durch Hochleistungsverstärker
124 verstärkt und linear polarisiert mittels eines 90°-Hybrids
128. Vertikale und horizontale Signale Ey und Ex
werden zu einem Ortho-Mode-Übertrager 132 übertragen und durch
ein Antennenspeisehorn 136 ausgesendet. Sobald die Signale ausgesendet
werden, passieren sie durch ein Radom 140. Im Allgemeinen jedoch haben
Signale, die mit schiefen Winkeln durch ein Radom passieren, die Tendenz, zu einem
bestimmten Grad zu depolarisieren, wobei die Depolarisation um so mehr wächst,
als die Schiefheit des Winkels ansteigt.
Im Allgemeinen kann ein Signal als TE-polarisiert bezeichnet werden,
bei dem der Signal-E-Vektor senkrecht zu der Einfallsebene steht, und TM-polarisiert
genannt werden, bei dem der Signal-E-Vektor parallel zu der Einfallsebene steht.
Die Einfallsebene eines Signals, das durch ein Radom passiert, kann definiert werden
als die Ebene, die sowohl den Einfallswellenrichtungsvektor des Signals und ein
örtliches Normal auf der Radomwand enthält. Eine Hauptquelle von Radomdepolarisation
ist verbunden mit einer Differenz zwischen den komplexen Radomwandtransmissionskoeffzienten
&tgr;TE und &tgr;TM (das bedeutet, zwischen TE und TM
Polarisation), bei schiefem Einfall. Ein Worstcase kann eintreten, wenn die Einfallspolarisation
unter 45° zu der Einfallsebene gerichtet ist, so dass die Polarisation gleichmäßig
in TE- und TM-Komponenten aufgelöst wird.
Die TE- und TM-Komponenten eines Signals können durch ein Radom
unterschiedliche Abschwächung und Phasenverzögerung erleiden,
so dass, wenn diese Komponenten nach dem Durchgang durch die Radomwand wieder kombiniert
werden, die Welle eine begrenzte Depolarisation erleiden kann. Ein maximales Kreuzpolarisationsniveau
(&tgr;TE – &tgr;TM)/(&tgr;TE + &tgr;TM)
ist direkt proportional zu einer Differenz zwischen den komplexen Radomwandtransmissionskoeffizienten.
Wie unten weiter beschrieben wird, ist mittels der Vorrichtung
100 ein Verfahren zum Kompensieren der Depolarisation von Signalen implementiert,
die durch das Radom 140 passieren. Die Vorrichtung 100 wendet
wenigstens auf eines der polarisierten Signale wenigstens einen Offset an, der vorbestimmt
ist, um die dem Radom zuzuordnende Depolarisation zu kompensieren. Derartige Offsets
schließen Phasenoffsets und/oder Amplitudenoffsets ein. Die Offsets sind kombiniert
mit Polarisationswinkeljustierungseinstellungen der oben beschriebenen Phasenschieber
116. Die Phasenschieber 116 und/oder Abschwächer
120 wenden die Kombination von Polarisationswinkeljustierungen und Radomdepolarisationsoffsets
auf das/die Signal/e an. Die Reihenfolge der Phasenschieber 116 und Abschwächer
120 kann ohne Einfluss auf Leistung oder Funktion umgekehrt werden.
Das vorgenannte Verfahren wird nachfolgend in größeren Details
mit Bezug auf eine Polarisationssteuervorrichtung beschrieben, auf die in
2 mit dem Bezugszeichen 200 allgemein Bezug
genommen wird. In der vorliegenden Ausführungsform schließt die Vorrichtung
200 ein Prozessor 204 ein, der konfiguriert ist, um die Depolarisation
von Signalen zu kompensieren, die durch ein Radom 206 passieren. Es sollte
bemerkt werden, dass die vorliegende Erfindung in Verbindung mit vielen verschiedenen
Typen von Steuerungen und Vorrichtungen zum Steuern von Sende- und/oder Empfangssignalen
praktiziert werden kann.
Bezugnehmend auf 2 umfasst die Vorrichtung
200 einen Eingangsport 210 als Sende-RF-Eingang. Ein Leistungsteiler
220 teilt ein Signal von dem Eingangsport 210 in zwei Signale,
die über zwei Kanäle 222 und 224 zu Stufenabschwächern
238, Phasenschiebern 242, Leistungsverstärkern
254 und zu einem 90°-Hybrid 258 durch Ports 226
und 230 übertragen werden. Die Abschwächer 238 und Phasenschieber
242 erhalten Steuereingaben von dem Prozessor 204. Der Prozessor
204 kann eine Vielzahl von Prozessoren einschließen und kann, wenn
auch nicht darauf beschränkt, einen Datentransceiver/Router (DTR) und/oder
eine Antennensteuereinheit (ACU) einschließen.
Wenn die Vorrichtung 200 in Betrieb ist, wird ein schwaches
RF-Signal, welches am Port 210 eintritt, durch den Teiler 220
geteilt, vorzugsweise gleichmäßig. Die beiden resultierenden Signale,
linkshändig und rechtshändig zirkular polarisierte (LHCP und RHCP) Signale
EL und ER werden wie oben unter Bezug auf 1
beschrieben, mit Hilfe der Abschwächer 238 und Phasenschieber
242 justiert. Die Signale EL und ER werden durch
Hochleistungsverstärker 254 verstärkt und linear polarisiert
mittels des 90°-Hybrids 258. Vertikale und horizontale Signale Ey
und Ex werden an einen Ortho-Mode-Übertrager 260 übertragen
und über ein Antennenhorn 262 ausgesendet. Sobald die Signale ausgesendet
sind, passieren sie durch eine Antennenöffnung 276 und das Radom
206.
Eine Ausführungsform eines Verfahrens zum Kompensieren der Depolarisation
des Signals, das durch das Antennenradom 206 passiert, schließt ergänzend
justierbare Abschwächung in Serie mit justierbarer Phasenverschiebung der LHCP-
und RHCP-Signale ein, die zwischen dem Teiler 220 und den Ausgangsports
226 und 230 passieren. Für eine spezifizierte gewünschte
Polarisationsebene und gewünschte Antennenrichtungswinkel werden Justierungen,
die vorbestimmt sind, um die Wellendepolarisation, die durch das Radom
206 induziert wird, zu löschen, beispielsweise durch die Abschwächer
238 und die Phasenschieber 242 vorgenommen. Ein Algorithmus, der
nachfolgend beschrieben wird, kann in verschiedenen Ausführungsformen implementiert
werden, um die Signaldepolarisation durch ein Radom zu kompensieren. Der Algorithmus
kann in der folgenden Art implementiert werden.
Messungen des Radoms 206 werden benutzt, um eine oder mehrere
Nachschlagetabellen 284 für Amplituden- und Phasenoffsets zu generieren,
die durch den Prozessor 204 benutzt werden, um die Radomdepolarisation
zu beseitigen. Die Nachschlagetabelle/n 284 wird/werden in einem Speicher
des Prozessors 204 gespeichert. Mit einer vorbestimmten Rate, beispielsweise
ungefähr 10 Mal pro Sekunde, liest der Prozessor 204 Werte für
Amplituden- und Phasenoffsets aus der/den Tabelle/n 284 und berechnet beispielsweise
interpolierte Werte für Offsets, wie weiter unten beschrieben werden soll.
Der Prozessor 204 wendet die Radomdepolarisationsoffsets auf die Amplituden-
und Phaseneinstellungen an, die auf die Signale über die Abschwächer
238 und Phasenschieber 242 angewendet werden, bis neue Radomdepolarisationsoffsetwerte
aus der/den Tabelle/n 284 abgerufen werden.
Die vorhergehenden Offsetwerte können auf der Grundlage folgender
Regeln berechnet werden. Justierung der Phasenschieber
242 beeinflusst die Amplituden der Signale Ex und Ey
(ebenso bekannt als EH und Ev) an der Antenne OMT
260. Ein Amplitudenungleichgewicht zwischen Radomdurchgangskoeffizienten
&tgr;TE und &tgr;TM, typischerweise ein kleinerer Beitrag
zu der Radomdepolarisation, kann kompensiert werden durch Anwenden von Offsets auf
die Einstellungen der Phasenschieber 242. Es versteht sich, dass ein Radomdurchgangsamplitudenungleichgewicht
die Tendenz hat, die lineare Polarisation aufrecht zu erhalten, aber mit einem Winkel,
der gegenüber dem gewünschten Winkel geschwenkt ist. Diese Polarisationsschwenkung
kann korrigiert werden durch Justieren einer Polarisationsebene mittels der Phasenschieber
242.
Justierungen der Abschwächer 238 beeinflussen die Phasen
der Signale Ex und Ey an der Antenne OMT 260. Phasenungleichgewicht
zwischen Radomdurchgangskoeffizienten &tgr;TE und &tgr;TM,
ein größerer Beitrag zu der Radomdepolarisation, kann kompensiert werden
durch Anwenden von Offsets auf die Einstellungen der Abschwächer
238. Man wird verstehen, dass ein Radomdurchgangsphasenungleichgewicht
die Tendenz hat, einen vorgegebenen Polarisationswinkel aufrecht zu erhalten, jedoch
die einfallende Linearpolarisation in eine elliptische Polarisation konvertiert.
Depolarisation eines Durchgangssignals, die durch das Radom
206 hervorgerufen wird, kann im Wesentlichen beseitigt werden, wenn ein
oder mehrere Offsets auf die Phasenschieber 242 und die Abschwächer
238 angewandt werden, wobei die Größe/n dieses/dieser Offset/s
aus den komplexen Radom 206 TE und TM Transmissionskoeffizienten &tgr;TE
und &tgr;TM (bei einem gegebenen Einfallswinkel und gegebener Frequenz)
und einem gewünschten Polarisationswinkel und der Orientierung der Einfallsebene
eines Signals, welches auf das Radom 206 einfällt, berechnet werden.
Offsets können auf der Grundlage der folgenden Regeln berechnet
werden. Ein Referenzkoordinatensystem ist in 3 allgemein
mit dem Bezugszeichen 300 bezeichnet. Bezugnehmend auf 3
werden Polarisationsrichtungsvektoren uTE und uTM relativ
zu einer Einfallsebene 304 definiert und Kreuz- und Kopolerisationsrichtungsvektoren
uCROSS und uco werden relativ zu einer gewünschten Polarisationsebene
308 definiert. Ebenso gezeigt sind in 3 ein
Einfallswinkel &agr; und ein gewünschter Polarisationswinkel &psgr;.
Im Allgemeinen schließt ein Algorithmus zum Bestimmen der Offsets
gemäß einer Ausführungsform die folgenden Schritte ein. Radombeleuchtungsfeldkomponenten
Ex und EY werden in Antennenkoordinaten berechnet, basierend
auf Einstellungen ϕ bzw. A für Phasenschieber und Abschwächer. Radombeleuchtungsfeldkomponenten
EX und EY werden in Radomeinfallsebenenkoordinaten ETE
und ETM transformiert. Radombeleuchtungsfeldkomponenten ETE
und ETM werden mit komplexen Radomtransmissionskoeffizienten &tgr;TE
und &tgr;TM multipliziert, um Feldkomponenten ETE und ETM
auf einer abseitigen Radomwand zu erhalten. Feldkomponenten ETE, ETM
werden in kopolarisierte und kreuzpolarisierte Komponenten Eco und ECROSS
aufgelöst. Ein Kreuzpolarisationsunterscheidungsverhältnis XPD = |Eco/ECROSS|.
Da XPD ein Verhältnis ist, ist eine genaue Normalisierung von Amplituden von
orthogonalen Feldvektoren in jeder Stufe unnötig.
Spezieller:
Ohne Einstellung des Differentialabschwächers (d. h. A = 1) reduzieren
sich die Gleichungen [1] und [2] zu:
Als Kontrolle kann die kreuzpolarisierte Komponente ECROSS
für einen gewünschten Polarisationswinkel &psgr; abgeleitet
werden:
Es ist einfach zu zeigen, dass ECROSS zu Null wird, wenn
ϕ = &psgr; – 45°.
Allgemeine Felder Ex und Ey, die auf das Radom
auftreffen, können in Einfallsebenenkoordinaten transformiert werden:
Die oben genannten Werte werden mit den Radomtransmissionskoeffizienten
multipliziert, um Felder auf der entfernten Seite der Radomwand zu erhalten:
Die oben genannten Werte werden aufgelöst in ko- und kreuzpolarisierte
Komponenten:
Aus den vorgenannten Gleichungen kann gezeigt werden, dass:
und damit
Es kann leicht gezeigt werden, dass durch Kombination der Gleichungen
[1] und [2] mit Gleichung [14] eine Gleichung für das XPD des Radoms in Werten
für die Einstellungen (ϕ bzw. A) für Phasenschieber und Abschwächer
erhalten wird. Einstellungen für Phasenschieber und Abschwächer werden
erhalten durch numerische Minimierung einer Gleichung für 1/XPD im Hinblick
auf ϕ und A.
In einer Ausführungsform und unter Bezug auf 2
werden eine Differentialamplitude und eine Differentialphase zwischen Signalen in
Kanälen 222 und 224 bestimmt, die, wenn auf die Signale angewendet,
durch das Radom 206 induzierte Depolarisation kompensieren können.
Diese Radomdepolarisationsoffsets werden kombiniert mit Amplituden- und/oder Phaseneinstellungen,
die auf die Vorrichtung 200 wie zuvor beschrieben angewendet
werden. Eine Vielzahl von Radomdepolarisationsoffsets kann beispielsweise für
eine Vielzahl von Elevations- und Azimutwinkelpaaren (hier bezeichnet als Richtungswinkelpaare)
eines Scannbereichs der Antennenöffnung 276 vorherbestimmt und in
einer Tabelle gespeichert werden, beispielsweise in dem Prozessor 204 wie
oben beschrieben. Scannbereichsdimensionen können benutzt werden, um die Tabellenabstände
zu bestimmen. Beispielsweise können 10°-Abstände für Elevation
und Azimut zur Verfügung gestellt werden. Somit kann für einen Elevationsscannbereich
von 90° und einen Azimutscannbereich von 180° eine totale Anzahl von Einträgen
in eine Tabelle, beispielsweise 10 × 19 = 190 Einträge sein.
Es sollte leicht zu verstehen sein, dass Tabelleneinträge in
einer Vielzahl von Wegen beabstandet und bestimmt sein können. Beispielsweise
wurde in einigen Fällen in Bezug auf kleine Einfallswinkel (beispielsweise
Einfallswinkel unter einem näherungsweisen Limit zwischen 20° und 30°)
beobachtet, dass Tabellenfehler in einer Verringerung der Kreuzpolarisation des
Radoms resultieren können. In diesem Fall kann die Radomdepolarisationskompensation
verbessert werden durch Anbringen von Nullen in Kompensationstafeleinträgen
entsprechend derartiger Einfallswinkel.
In anderen Ausführungsformen kann eine solche Tafel mehr als
zwei Dimensionen haben. Beispielsweise könnte jeder Tabelleneintrag mit einem
Richtungswinkelpaar und einem gewünschten Polarisationswinkel korrespondieren.
Als ein weiteres Beispiel könnte jeder Tabelleneintrag mit einem Richtungswinkelpaar
und einer Signalfrequenz korrespondieren. Im Allgemeinen kann man sehen, dass eine
Tabelle von Offsets in einer Vielzahl von Wegen definiert werden kann und dass sie
eine Vielzahl von Variablen einschließen kann, die die Signaltransmission beeinflussen.
Tabellendaten können durch Berechnung abgeleitet werden. In einer bevorzugten
Ausführungsform werden Tabellendaten von einem speziellen Radom gemessen.
Wie zuvor beschrieben, werden für ein spezifiziertes Richtungswinkelpaar
(und eine spezifizierte gewünschte Polarisationsebene in einer Ausführungsform,
in der die Tabelle 284 den Winkel der Polarisationsebene als Variable einschließt)
Justierungen der Abschwächer 238 und Phasenschieber 242 bestimmt,
die die durch das Radom 206 induzierte Wellendepolarisation auslöschen.
Wie zuvor festgestellt, kann der Prozessor 204 interpolierte Werte berechnen.
Wenn beispielsweise ein Signal durch die Antennenöffnung 276 mit einem
Richtungswinkel übertragen wird, der in einem Richtungswinkelpaar der Tabelle
284 nicht enthalten ist, benutzt der Prozessor 204 Offsetwerte,
die in zwei oder mehr Tabelleneinträgen gespeichert sind, um einen neuen Offsetwert
zu berechnen.
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können in Verbindung
mit Zwischenfrequenz (IF)-Signalen ausgeführt werden. Beispielsweise ist eine
Vorrichtung, die Radomdepolarisationskompensation entsprechend einer anderen Ausführungsform
zur Verfügung stellt, in 4 allgemein mit dem Bezugszeichen
400 bezeichnet. Obwohl die Vorrichtung 400 nachfolgend im Kontext
mit einem Sendesignal beschrieben wird, kompensiert die Vorrichtung 400
in einer anderen Ausführungsform Radomdepolarisation in einem Empfangssignal.
In noch einer anderen Ausführungsform kompensiert die in 4
dargestellte Polarisationssteuervorrichtung Depolarisationen von Signalen auf beiden
Seiten eines Radoms, d. h. die Vorrichtung 400 kompensiert Radomdepolarisation
sowohl von Sende- als auch Empfangssignalen.
Die Vorrichtung 400 schließt eine Steuereinheit
404 ein, die Signale liefert, z. B. zur Aussendung durch eine Antennenapertur
408. Ein IF-Signal, das an einem Port 410 in die Vorrichtung
400 eintritt, wird durch einen Teiler 412 in linkshändig
und rechtshändig zirkular polarisierte (LHCP und RHCP) Signale EL
und ER geteilt. Die Signale EL und ERwerden mittels
Phasenschiebern 416 und Abschwächern 420 unter Verwendung
von Offset/s der Radomdepolarisation justiert, wie zuvor unter Bezug auf
1 beschrieben.
Die Signale EL und ER werden mit Hilfe von Konvertern
422 auf Radiofrequenz RF hochkonvertiert, durch Hochleistungsverstärker
424 verstärkt und durch einen 90°-Hybrid 428 linear
polarisiert. Vertikale und horizontale Signale Ey und Ex werden
an einen Ortho-Mode-Übertrager 432 übertragen und durch ein Antennenhorn
436 ausgesendet. Sobald die Signale gesendet sind, passieren sie durch
ein Radom 440. In einer Ausführungsform, wo ein Signal empfangen wird,
konvertieren die Konverter 422 das Eingangssignal von RF auf IF herunter.
Auf- und/oder Ab-Konverter 422 sind vorzugsweise in Amplitude und Phase
über Temperatur, Frequenz und Dynamikbereich aufeinander angepasst.
Eine andere Ausführungsform einer Vorrichtung für eine Radomdepolarisationskompensation
ist in 5 allgemein durch das Bezugszeichen
500 bezeichnet. Die Vorrichtung 500 umfasst eine Steuereinheit
504, die Signale liefert, beispielsweise für die Aussendung durch
eine Antenne 508. Ein Signal, welches an einem Port 510 in die
Steuereinheit 504 eintritt, wird durch einen Teiler 512 in linkshändig
und rechtshändig zirkular polarisierte (LHCP und RCHP) Signale EL
und ER geteilt. Die Signale EL und ER werden durch
Phasenschieber 516 und Abschwächer 520 justiert
unter Verwendung von Offset/s für die Radomdepolarisation, wie zuvor in Bezug
auf die 1 beschrieben.
Die Signale EL und ER werden durch Hochleistungsverstärker
524 verstärkt und zu der Antenne 508 übertragen, wo
die Signale durch einen 90°-Hybrid 528 linear polarisiert werden.
Vertikale und horizontale Signale Ey und Ex werden an einen
Ortho-Mode-Übertrager OMT 532 übertragen und durch ein Antennenhorn
536 ausgesendet. Sobald die Signale ausgesendet werden, passieren sie durch
ein Radom 540. In der in 5 dargestellten Ausführungsform
ist der 90°-Hybrid 528 in die Antenne 508 eingefügt
und ermöglicht es der Antenne 508 somit, als doppelt zirkular polarisierte
Antenne mit RHCP- und LHCP-Ports 542 und 544 zu funktionieren.
Es sollte jedoch beachtet werden, dass die Steuereinheit
504 mit jeder beliebigen doppelt zirkular polarisierten Antenne benutzt
werden kann, einschließlich einer Antenne, die keinen 90°-Hybrid bei der
Erzeugung der Zirkularpolarisation benutzt. Eine derartige Antenne könnte beispielsweise
einen Wellenleiterpolarisator in einem Reflektorantennenspeisesystem haben, und
zwar zwischen Speisehorn und OMT. Eine weitere derartige Antenne könnte eine
ebene Wellen- oder Freiraumpolarisatorschicht über einer Speisehornapertur
oder Reflektorapertur haben. Es sollte ebenfalls allgemein beachtet werden, dass
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ebenso betrachtet werden zur Benutzung
mit ein oder mehreren Array-Antennen zusätzlich zu oder anstelle von Reflektorantennen.
Eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zur Radomdepolarisationskompensation
ist in 4 allgemein mit dem Bezugszeichen
600 bezeichnet. Die Vorrichtung 600 umfasst eine Steuereinheit
604, die Signale liefert, beispielsweise für die Aussendung durch
eine Antenne 608. Ein Signal, welches an einem Port 610 in die
Vorrichtung 600 eintritt, wird durch einen Teiler 612 in linkshändig
und rechtshändig zirkular polarisierte (LHCP und RHCP) Signale EL
und ER geteilt.
Die Signale EL und ER werden durch Hochleistungsverstärker
614 verstärkt und mittels Phasenschieber 616 und Abschwächer
620 unter Verwendung von Offset/s für die Radomdepolarisation justiert,
wie zuvor beschrieben. Die Phasenschieber 616 und Abschwächer
620 sind als Hochleistungskomponenten konfiguriert, z. B, um den Input
von den Hochleistungsverstärkern 614 zu verarbeiten. Die Signale EL
und ER werden durch ein 90°-Hybrid 628 linear polarisiert.
Vertikale und horizontale Signale Ey und Ex werden an einen
Ortho-Mode-Übertrager 632 übertragen und durch ein Antennenhorn
636 ausgesendet. Sobald die Signale ausgesendet sind, passieren sie durch
ein Radom 640.
Die Verstärker 614 sind vorzugsweise in Amplitude und
Phase über die anwendbaren Temperatur-, Frequenz- und Dynamikbereiche einander
angeglichen. Für relativ kleine Niveaus von Radomdepolarisation haben die Verstärker
614 der Vorrichtung 600 die Tendenz, nominell mit demselben Niveau
zu arbeiten. So wie die Radomdepolarisation zunimmt, kann auch eine Differenz zwischen
den Abschwächereinstellungen zunehmen, was die Tendenz haben kann, ein Ungleichgewicht
in den Verstärkungsniveaus der Verstärker 614 zu erhöhen.
Eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung für die Depolarisationskompensation
ist in 7 allgemein durch das Bezugszeichen
700 bezeichnet. Ein Sendesignal wird durch einen Hochleistungsverstärker
704 verstärkt und tritt in einen Leistungsteiler 708 ein.
Die geteilten Signale werden über Phasenschieber 712 in der Phase
verschoben, durch einen Drei-Dezibel (3 dB)-Hybrid 716 übertragen
und mittels Phasenschieber 720 in der Phase verschoben.
Die Phasenschieber 720 werden eingesetzt, um eine Phasendifferenz
zwischen den beiden Signalen zu justieren in einer Art ähnlich der, in der
die Phasenschieber 116 (in 1 dargestellt)
benutzt werden. Phasenschieber 112 wirken zusammen mit dem 3 dB-Hybrid
716 als variable Leistungsteiler 724. Eine differentielle Phasenverschiebung
zwischen den Phasenschiebern 712 kann justiert werden, um das Leistungsteilungsverhältnis
an den Ausgangsports 728 des Hybrids 716 zu justieren. Übergangsverluste
durch die Phasenschieber 720 können kompensiert werden durch Korrektur
der Einstellungen des variablen Leistungsteilers 724.
In einer Ausführungsform eines Antennensystems, das entsprechend
der vorgenannten Regeln konfiguriert ist, können Signale mit einer im wesentlichen
reinen Linearpolarisation mit einem hohen Kreuzpolarisationsunterscheidungsverhältnis
(XPD) ausgestrahlt werden. Als ein Beispiel für ein typisches System ist das
Antennen-XPD 17,0 dB und das unkompensierte Radom-XPD 7,9 dB, so dass das Gesamt-System
(Antenne plus Radom)-XPD bei dem (1-&sgr;)-Niveau 5,7 dB beträgt. Sobald,
wie oben beschrieben, Radomdepolarisationskompensation angewendet wird und Fehler
in den Kompensationsoffsettabellen 5° in der Phase und 0,3
dB in der Amplitude bei dem (1-&sgr;)-Niveau betragen, dann ist das Radom-XPD
verbessert von 7,9 dB auf 24,9 dB und das totale System-XPD ist verbessert von 5,7
dB auf 14,5 dB (alle Werte bei dem (1-&sgr;)-Niveau).
In anderen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist die
Radomdepolarisationskompensation bewirkt in Verbindung mit Antennensystemen, die
mit Zirkularpolarisation arbeiten. Eine Ableitung der Depolarisationskompensation
für Zirkularpolarisation soll mit Bezug auf das in 3
dargestellte Koordinatensystem beschrieben werden. In der folgenden Beschreibung
soll angenommen werden, dass eine Radom-bedeckte Antennenapertur doppelt linear
polarisiert ist und zwei orthogonal-polarisierte Ports hat, die horizontal und vertikal
strahlende Polarisationen anregen, die parallel zu der X- bzw. Y-Achse sind. (Solche
Polarisationen müssen nicht notwendigerweise vertikal und horizontal sein,
sie müssen nur orthogonal sein.) Sendemodeanalyse wird angenommen. Es wird
ebenso angenommen, dass die Anregungen der beiden Antennenports durch eine mit der
Antennenöffnung verbundene Depolarisationssteuerung ex und ey
sind.
Wo die lokale Einfallsebene auf die Radomoberfläche mit einem
Winkel &agr; zu der X-Achse orientiert ist, sind die Felder an der Radomfläche,
transformiert auf ein an die lokale Einfallsebene angeglichenes Koordinatensystem,
folgende:
Man beachte, dass eine genaue Normalisierung von "Erregungen" von
Spannungen und Strömen, vor den Antennenspeiseports zu den durch die Antenne
abgestrahlten Feldern und gesendet durch das Radom, nicht implementiert ist, da
die Lösungen hier alle in Ausdrücken von Anregungsverhältnissen angegeben
sind.
Angenommen dass das Radom lokale Transmissionskoeffizienten &tgr;TM
und &tgr;TE für Felder parallel zu den transversen magnetischen
(TM) bzw. transversen elektrischen (TE) Richtungen habe. Dann werden die Strahlungsfelder
an der fernen Seite des Radoms zu:
e'TM = &tgr;TM eTM[17]
e'TE = &tgr;TE eTE[18]
Diese Strahlungsfeldkomponenten können in rechtshändige
Zirkularpolarisation (RHCP)- und linkshändige Zirkularpolarisation (LHCP)-Komponenten
aufgelöst werden:
Um reine RHCP auszustrahlen, wird für e'LHCP = 0 aufgelöst:
Die vorstehende Gleichung für das komplexe Verhältnis ex/ey
definiert die Erregungen an den beiden orthogonalen Antennenports, die eine Depolarisationskompensationsvorrichtung
erzeugt, um die Radomdepolarisation zu kompensieren und eine reine RHCP-Welle abzustrahlen.
Zum Vergleich, wenn das Radom eine Null-Depolarisation (&tgr;TM
= &tgr;TE) hat, wird dies zu:
Dies bedeutet, dass die beiden Antennenports mit gleicher Amplitudenerregung
gespeist werden, die 90° in Phase verschoben sind, wie erwartet.
Wenn die Radomdepolarisation durch ein Ungleichgewicht zwischen entweder
den Amplituden und/oder den Phasen der TM- und TE-Radomtransmissionskoeffizienten
endlich wird, weicht das Anregungsverhältnis ex/ey vom
obigen Resultat ab, für das sowohl in der Amplitude als auch in der Phase eine
Justierung vorgenommen wird.
Es ist erwähnenswert, dass im Gegensatz zu einer Kombination
der Linearpolarisation, für die Amplituden- und Phasenungleichheiten zwischen
den Radomtransmissionskoeffizienten Phasen- bzw. Amplitudenjustierungen durch eine
Depolarisationskompensationsvorrichtung mit sich bringen können, für eine
Zirkulapolarisationskompensation entweder Amplituden- oder Phasenungleichheiten
zwischen den Radomtransmissionskoeffizienten sowohl Amplituden- als auch Phasenjustierungen
mit sich bringen.
Eine beispielhafte Ausführungsform einer Vorrichtung zum Kompensieren
der Depolarisation für ein Empfangssignal ist in 8
allgemein durch das Bezugszeichen 750 bezeichnet. Orthogonale Signale von
Antennenspeiseports (nicht gezeigt) passieren durch rauscharme Verstärker
754, variable Abschwächer 758, Phasenschieber 762
und einen 90°-Hybrid 766. Die Verstärker 754 erzeugen
Systemrauschen vor den Abschwächern 758 und Phasenschiebern
762, um eine System-G/T(Gewinn/Temperatur)-Verringerung aus irgendwelchen
Verlusten in den Abschwächern 758 und Phasenschiebern 762
zu verhindern. Die Abschwächer 758 und Phasenschieber 762
justieren die Polarisation der Signale: Die Phasenschieber 762 justieren
die Phase und die Abschwächer 758 justieren die Amplitude. Wenn die
Radomdepolarisation Null wird, wird reine RHCP an einem Port 770 erhalten,
indem ϕV = ϕH und AV = AH
gesetzt wird. Ein zweiter Port 774 des 90°-Hybrids 766 ist
in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel durch einen Widerstand abgeschlossen.
In einem anderen Ausführungsbeispiel könnte der Port 774 ein
LHCP-Signal übertragen.
Eine Ausführungsform einer Vorrichtung zum Kompensieren der Depolarisation
für ein Sendesignal ist in 9 allgemein durch das
Bezugszeichen 800 bezeichnet. Ein schwaches Sendesignal tritt in einen
Port 804 eines 90°-Hybrids 808 mit einem mittels Widerstand
abgeschlossenen Port 812 ein. Ein Signalpaar wird von den Hybridports
816 und 820 ausgegeben und passiert durch Phasenschieber
824 und Abschwächer 828. Die Signale werden durch Hochleistungsverstärker
832 verstärkt, die kalibriert oder in Amplitude und Phase über
die anwendbaren Temperatur-, Frequenz- und Dynamikbereiche einander angeglichen
sind. Für kleine Niveaus der Radomdepolarisation werden die Verstärker
832 mit etwa identischem Pegel betrieben.
In der in 9 dargestellten Ausführung
werden Signale, die von den Phasenschiebern 824 und Abschwächern
828 ausgegeben werden, in die Verstärker 832 eingegeben.
In einer alternativen Ausführungsform (nicht dargestellt) sind die Positionen
der Phasenschieber 824 und Abschwächer 828 und Verstärker
832 vertauscht, so dass Signale, die von den Verstärkern
832 ausgegeben werden, in die Phasenschieber 824 und Abschwächer
828 eingegeben werden. In einer solchen Ausführungsform sind die Phasenschieber
824 und Abschwächer 828 Hochleistungskomponenten und die
Sendeleistung kann niedriger sein im Vergleich zu der Leistung, die mit der in
9 dargestellten Ausführungsform erhältlich
ist. In noch einer anderen Ausführungsform kann ein Tee-Splitter anstelle des
90°-Hybrids 808 benutzt werden und somit können Phasenschieber
benutzt werden, die einen weiteren Phasenbereich haben als die in 9
dargestellten Phasenschieber 824.
Eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zum Kompensieren
der Depolarisation eines Sendesignals ist in 10 allgemein
durch Bezugszeichen 900 bezeichnet. Ein schwaches Sendesignal passiert
durch einen Hochleistungsverstärker 904 und einen variablen Leistungsteiler
906, gebildet durch einen Leistungsteiler 908, Phasenschieber
912 und ein Drei-Dezibel (3 dB)-Hybrid 916. Der variable Leistungsteiler
906 wirkt in derselben oder einer ähnlichen Form wie Abschwächer,
z. B. die in 9 abgebildeten Abschwächer
828. Justieren einer Differentialphasenverschiebung zwischen den
Phasenschiebern 912 justiert ein Leistungsteilungsverhältnis an den
Ausgangsports 918 des 3 dB-Hybrid 916. Ein Paar Phasenschieber
920 justiert eine Phasendifferenz zwischen den beiden Signalen. Alle Übergangsverluste
durch Phasenschieber 920 können durch Justieren der Einstellungen
des variablen Leistungsteilers 906 kompensiert werden.
Ausführungsformen der vorhergehenden Verfahren und Vorrichtungen
können benutzt werden für eine Radomdepolarisationskompensation sowohl
im Sende- als auch im Empfangsbetriebsmodus. In einigen Ausführungsformen kann
existierende Hardware in einem Antennensystem benutzt werden zur Implementierung
der Radomdepolarisationskompensation. Signaldepolarisation, die durch ein existierendes
Radom erzeugt wird, kann ohne ausgefeiltes teures Radom-Redesign reduziert oder
eliminiert werden.
Anspruch[de]
Verfahren zum Reduzieren der Depolarisation eines drahtlosen Signals
beim Durchtritt durch ein Antennenradom (140, 206, 440,
540, 640), umfassend:
Bestimmen eines Einfallwinkels des Signals relativ zu dem Radom (140,
206, 440, 540, 640);
Bestimmen wenigstens eines Offsets, um die dem Radom (140, 206,
440, 540, 640) zuzuordnende Signaldepolarisation zu reduzieren,
indem die Größe von dem wenigstens einen Offset von einem Radomtransmissionskoeffizienten
bei dem vorbestimmten Einfallswinkel berechnet wird;
Anwenden des Offsets auf das Signal, basierend auf einem gewünschten Polarisationswinkel
des Signals, um die Depolarisation des Signals zu reduzieren, durch einen Anwendungsschaltkreis,
wobei der Anwendungsschaltkreis ein erstes Paar von Phasenschiebern (720,
920) und einen variablen Leistungsteiler (724, 906) umfasst,
der mit den ersten Phasenschiebern (720, 920) verbunden ist, und
wobei der variable Leistungsteiler (724, 906) ein Drei-Dezibel-Hybrid
(716, 916), ein zweites Paar von Phasenschiebern (712,
912), die mit dem Hybrid (716, 916) verbunden sind, und
einen Leistungsteiler (708, 908), der mit dem zweiten Paar von
Phasenschiebern (712, 912) verbunden ist, umfasst.Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Anwenden auf wenigstens einem Ausrichtewinkel
der Antenne basiert.Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Bestimmen des wenigstens
eines Offsets relativ zu einer gewählten Signalfrequenz ausgeführt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Bestimmen
des wenigstens eines Offsets das Maximieren eines Diskriminierungsverhältnisses
(XPD) der Kreuzpolarisation umfasst, in Übereinstimmung mit der Gleichung
wobei &tgr;TE und &tgr;TM Radomtransmissionskoeffizienten
sind, &agr; ein Einfallswinkel ist, &psgr; ein gewünschter Polarisationswinkel
ist, Ex und Ey Feldkomponenten der Radomillumination sind,
E'co und E'cross co- und kreuzpolarisierte Komponenten sind
und TE und TM anzeigen, dass ein Signal-E-Vektor senkrecht bzw. parallel zu der
Einfallsebene steht.Verfahren nach einem der Anspruche 1 bis 4, wobei das Bestimmen wenigstens
eines Offsets das Bestimmen von wenigstens einem Amplitudenoffset und einem Phasenoffset
umfasst.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Anwenden
des Offsets das Kombinieren von wenigstens einem Amplitudenoffset und einem Phasenoffset
mit dem Signal umfasst.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Bestimmen
des wenigstens einen Offsets das Auflösen der Strahlungsfeldkomponenten des
Signals in RHCP- und LHCP-Komponenten umfasst.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Bestimmen
des wenigstens einen Offsets das Bestimmen der Anregungen ex und ey
an orthogonalen Ports der Antenne umfasst in Übereinstimmung mit der Gleichung
wobei &Tgr;TE und &Tgr;TM Transmissionskoeffizienten des
Radoms (140, 206, 440, 540, 640) sind
und &agr; ein Einfallswinkel ist, um reine rechtshändige Zirkularpolarisation
abzustrahlen.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, ferner umfassend das
Umschalten zwischen einer Radiofrequenz des Signals und einer Zwischenfrequenz unter
Verwendung eines Abwärtskonverters und eines Aufwärtskonverters (422).Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, umfassend:
Aufteilen des Signals in eine Vielzahl von polarisierten Signalen; und
Anwenden des wenigstens einen Offsets, das dazu bestimmt ist, die dem Radom zuzuordnende
Depolarisation zu kompensieren, auf wenigstens eines der polarisierten Signale.Verfahren nach Anspruch 10, wobei die polarisierten Signale wenigstens
ein zirkular polarisiertes Signal umfassen.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das Bestimmen
des wenigstens einen Offsets das Bestimmen eines Offsets auf eine differenzielle
Amplitude zwischen den polarisierten Signalen und eine differenzielle Phase zwischen
den polarisierten Signalen umfasst.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei das Anwenden
während der Bewegung der Antenne periodisch durchgeführt wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das Bestimmen
des wenigstens einen Offsets das Interpolieren einer Vielzahl von vorbestimmten
Amplituden-Offsets umfasst, um den wenigstens einen Offset zu bestimmen.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei das Bestimmen
des wenigstens einen Offsets ferner das Interpolieren einer Mehrzahl von vorbestimmten
Phasen-Offsets umfasst, um den wenigstens einen Offset zu bestimmen.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei das Anwenden
auf eine Seite des Radoms (140, 206, 440, 540,
640) ausgeführt wird, um die Depolarisation auf einer anderen Seite
des Radoms (140, 206, 440, 540, 640)
zu kompensieren.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei das Anwenden
auf eine Seite des Radoms (140, 206, 440, 540,
640) durchgeführt wird, um die Depolarisation auf derselben Seite
des Radoms (140, 206, 440, 540, 640)
zu kompensieren.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, ferner umfassend das
Bestimmen eines Transmissionskoeffizienten des Radoms für einen Einfallswinkel
und eine Frequenz des Signals am Radom (140, 206, 440,
540, 640).Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, ferner umfassend das
Benutzen wenigstens eines Offsetwertes, der in einem Speicher gespeichert ist, um
eine Differentialamplitude und -phase zu bestimmen.Antennensystem oder -vorrichtung, umfassend:
ein Radom (140, 206, 440, 540, 640),
durch das ein drahtloses Signal mit einem Einfallswinkel passiert;
ein Polarisationsschaltkreis (112, 220, 412,
512, 612, 708, 908), der so konfiguriert ist,
dass er das drahtlose Signal in orthogonal polarisierte Signale aufteilt;
ein Prozessor (204), der so konfiguriert ist, dass er wenigstens einen
Offset bestimmt, der die dem Radom zuzuordnende Depolarisation kompensiert, indem
die Größe des wenigstens einen Offsets aus einem Radomtransmissionskoeffizienten
bei dem genannten Einfallswinkel berechnet wird; und
ein Anwendungsschaltkreis, der so konfiguriert ist, dass er den Offset auf wenigstens
eines der polarisierten Signale anwendet, basierend auf einem gewünschten Polarisationswinkel
des Signals, wobei der Anwendungsschaltkreis ein erstes Paar von Phasenschiebern
(720, 920) umfasst, und
einen variablen Leistungsteiler (724, 906), der mit dem ersten
Paar von Phasenschiebern (720, 920) verbunden ist, und wobei der
variable Leistungsteiler ein Drei-Dezibel-Hybrid (716, 916), ein
zweites Paar von Phasenschiebern (712, 912),
die mit dem Hybrid (716, 916) verbunden sind, und einen Leistungsteiler
(708, 908), der mit dem zweiten Paar von Phasenschiebern (712,
912) verbunden ist, umfasst.