Centanni, Joseph C., Oceanport, NJ 07757, US; Chraplyvy, Andrew R., Matawan, NJ 07747, US; Gnauck, Alan H., Middletown, NJ 07748, US; Jopson, Robert M., Rumson, NJ 07760, US; McKinstrie, Colin J., Manalapan, NJ 07726, US; Radic, Stojan, Solana Beach, California 92075, US
Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der optischen Umschaltung
und insbesondere der mehrbandigen optischen Umschaltung unter Verwendung von parametrischen
Mehrfach-Pumpen-Einrichtungen.
ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
Die meisten Kommunikationsnetze verwenden bisher optische Faser als
Punkt-zu-Punkt-Versorger mit elektrooptischen Sendern und Empfängern, die die
Umsetzung optischer Signale in elektrische Signale an wichtigen Punkten, z.B. Umschaltern,
in dem Netz bereitstellen. Da der Netzdurchsatz durch die Elektronik begrenzt wird,
nutzen solche Architekturen jedoch die verfügbare Bandbreite der für die
Übertragung verwendeten optischen Fasern nicht effektiv aus.
Das Wellenlängen-Multiplexverfahren (WDM), angewandt auf optische
Kommunikation, bringt mehrere Datensignale auf jeweilige optische Träger verschiedener
Wellenlängen auf. Die optischen Signale werden auf eine einzige optische Faser
an ihrem Sendeende kombiniert. Am Empfangsende der optischen Faser werden die optischen
Träger optisch zu Strahlen gedemultiplext, die jeweils ein einziges Datensignal
führen, und jedem dieser Strahlen sind herkömmliche optische Detektoren
fest zugeordnet. Obwohl diese einfache WDM-Architektur den Faserdurchsatz um den
Faktor der Anzahl der optischen Träger vergrößert, werden die Knoten
des Netzes aufgrund der Notwendigkeit, optische Signale an verschiedenen Punkten
in dem Netz in elektrische Signale umzusetzen, komplex und kostspielig. Folglich
werden kostengünstige hocheffiziente durchweg optische Umschalter benötigt.
Es wurden verschiedene vorbekannte Konzepte für durchweg optische
WDM-Netze entwickelt, in denen die Knoten des Netzes verschiedene der WDM-Wellenlängenkanäle
in verschiedene Richtungen umschalten, ohne jemals die optischen Signale in elektronische
Form umzusetzen. Zum Beispiel enthalten frühe Implementierungen transparenter
durchweg optischer Netze Umschalter mit Wellenlängen-Multiplex (WDM), die die
Wellenlängen gemultiplexten optischen Signale abhängig von ihren Wellenlängen
selektiv in verschiedene Richtungen umschalten können. Die Signale werden in
den Umschaltern nicht in elektrische Form umgesetzt, sondern bleiben durchweg in
optischer Form. In solchen transparenten durchweg optischen Netzen werden Zugangsknoten
durch die WDM-Umschalter verbunden, wobei die Zielzugangsknoten eines Signals, das
einen Ursprungs-Zugangsknoten verläßt, durch die Wellenlänge seines
optischen Trägers bestimmt wird. Die WDM-Umschalter sind innerhalb von Sekunden
umkonfigurierbar und bleiben Minuten- oder sogar tagelang in einer eingestellten
Konfiguration. Die Umkonfigurierbarkeit ermöglicht ein Neuzuteilen der optischen
Wellenlängen zu der Verbindung verschiedener Paare der Zugangsknoten. Ein solches
Umschalten von WDM-Signalen wird als Raumumschaltung bezeichnet, obwohl die Signale
in verschiedene Richtungen umgeschaltet werden, wobei die Richtungen durch die Wellenlänge
bestimmt werden.
Es sollte jedoch angemerkt werden, daß die Anzahl der diskreten
Wellenlängenkanäle begrenzt ist. Zum Beispiel erfordert ein Netz ausreichender
Größe Verstärkung, die zur Zeit von erbiumdotierten Faserverstärkern
mit einer Verstärkungsbandbreite von etwa 40 nm abhängt. Mit einem realistischen
optischen Kanalabstand von etwa 4 nm in einer mäßig einfachen Architektur
kann eine solche Bandbreite nur etwa 10 optische Kanäle unterbringen. Daher
wird die Wellenlängenwiederverwendung erforderlich, aber die Wellenlängenwiederverwendung
in solchen Netzen ist begrenzt. Eine solche begrenzte Wiederverwendung ist für
ein Netz, das dafür bestimmt ist, große Anzahlen von Benutzern in einem
öffentlichen Netz zu verbinden, unzureichend. Es ist eine extensivere Wellenlängenwiederverwendung
erforderlich. Vielleicht noch wichtiger ist auf einem größeren Maßstab,
daß einer oder mehrere der Zugangsknoten gleichzeitig mit einem anderen transparenten
durchweg optischen Netz verbunden werden kann, wobei zusätzliche Zugangsknoten
an das zweite Netz angeschlossen sind. Diese Architektur ermöglicht ein Skalieren
des Gesamtnetzes auf sehr große Größen, die Skalierbarbeit erfordert
jedoch, daß ein die beiden Netze verbindender Zugangsknoten in der Lage ist,
die Wellenlänge für den optischen Träger des zwischen den beiden
durchweg optischen Netzen transferierten Datensignals in eine von dem zweiten Netz
vorgeschriebene Wellenlänge zu übersetzen. Das heißt, große
WDM-Netze erfordern an vielen Punkten in dem Netz Wellenlängenübersetzung
eines Signals.
Es wurden mehrere Umschalter für Wellenlängenübersetzung
eines Signals in einem WDM-System vorgeschlagen. Ein zuvor für die Wellenlängenübersetzung
eines Signals vorgeschlagener durchweg optischer Umschalter ist zum Beispiel ein
optischer Vierwellenmischer. Vierwellenmischung hat jedoch gegenüber Differenzfrequenzerzeugung
mehrere Nachteile. Bei einem einzigen Pumpsignal liegt die Pumpfrequenz &ohgr;pzwischen den beiden optischen Trägerfrequenzen &ohgr;1,
&ohgr;2, und die Nachspänne des Pumpsignals, die für eine
nichtlineare Umsetzung der dritten Ordnung groß sein müssen, überlappen
die optischen Trägerfrequenzen. Die Vierwellenmischung, die komplexer ist,
erzeugt darüber hinaus mehr Mischterme, die die optischen Trägersignale
stören können. Folglich eignet sie sich mehr für das Umsetzen einer
einzigen Wellenlänge und ist auf die massenweise Umsetzung, d.h. die gleichzeitige
Umsetzung mehrerer Wellenlängen, nur schwierig anzuwenden.
Ein weiterer bereits vorgeschlagener durchweg optischer Umschalter
ist ein parametrisches Einzelpumpen-Wellenlängen-Crossconnect. Ein solches
parametrisches Wellenlängen-Crossconnect ist jedoch auf die Umsetzung einer
einzigen Wellenlänge für jedes bereitgestellte nichtlineare optische Element
begrenzt.
Im allgemeinen ist aus der europäischen Patentanmeldung
EP 1 202 478 A1 eine Anordnung zur
Verwendung von durch ein optisches Netz von dem Standpunkt A zu den Standpunkten
B1, B2, B3 gesendeten optischen Informationen bekannt. Die Anordnung enthält
einen optischen parametrischen Verstärker (OPA) zum Empfangen der bei einer
Menge von Eingangswellenlängen gesendeten optischen Informationen. Die Anordnung
enthält außerdem einen Mischer in dem OPA zum Mischen der Wellenlänge
mit einer optischen Pumpwellenlänge und Mittel zum Erzeugen einer Menge von
aus der Menge von Eingangswellenlängen extrahierten optischen konjugierten
Wellenlängen. Ein WDM-Verzweiger trennt die Menge von Eingangswellenlängen
von der Menge von konjugierten Wellenlängen. Fasern leiten die Menge von Eingangswellenlängen
und/oder die Menge von konjugierten Wellenlängen einzeln zu mindestens einem
der Standpunkte B1, B2, B3 weiter.
Im allgemeinen beschreibt "New Class of Continuous Wave Parametric
Amplifiers" von Radic et al., OPTICAL FIBER COMMUNICATION CONFERENCE AND EXHIBIT.
(OFC). TECHNICAL DIGEST. POST CONFERENCE DIGEST. ANAHEIM, CA; 17.–22.3.2002;
TRENDS IN OPTICS AND PHOTONIC SERIES (TOPS), WASHINGTON, DC: OSA, USA; Band TOPS.
Vol. 70, 17.3.2002, Seiten 850–852, XP010628153 ISBN 1-55752-701-6, eine
Klasse faseroptischer parametrischer Verstärker. Es wird Modulationsinstabilitätskopplung
zwischen in dem anomalen und normalen Dispersionsregime arbeitenden optischen Pumpen
zur Erzielung einer breiten, flachen, parametrischen CW-Verstärkung von mehr
als 40 dB verwendet.
KURZFASSUNG DER ERFINDUNG
Ein Verfahren und eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung werden in den unabhängigen Ansprüchen dargelegt, auf die der
Leser nun verwiesen wird. Bevorzugte Merkmale werden in den abhängigen Ansprüchen
dargelegt.
Die vorliegende Erfindung umfaßt ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum mehrbandigen optischen Umschalten zum Beispiel unter Verwendung einer parametrischen
Mehrpumpen-Umschalttechnik. Die Umschaltarchitektur kombiniert Bandverstärkung,
Wellenlängenumsetzung und selektive Signalkonjugation, die durch zeitliche
Steuerung mindestens einer optischen Pumpe ermöglicht wird.
Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt
ein Verfahren zum optischen Umschalten unter Verwendung einer Faserparametrikeinrichtung,
die ein optisches Pumpsignal von mindestens zwei optischen Pumpquellen empfängt,
die folgenden Schritte: Kombinieren eines Signals aus jeder der mindestens zwei
optischen Pumpquellen und eines Eingangsdatensignals, um ein kombiniertes Signal
zu produzieren, wobei mindestens eines der optischen Signale aus den mindestens
zwei optischen Funkquellen steuerbar moduliert ist. Das Verfahren umfaßt ferner
das Aufbringen eines nichtlinearen Effekts zweiter Ordnung auf das kombinierte Signal,
so daß ein mehrbandiges umgeschaltetes optisches Signal resultiert. Das mehrbandige
umgeschaltete optische Signal enthält mindestens ein Duplikat des Eingangsdatensignals
und mindestens drei distinkte Leerlaufbänder. Folglich kann das Verfahren ferner
umfassen, das kombinierte mehrbandige umgeschaltete optische Signal in mindestens
vier Bänder aufzutrennen, die das Duplikat des Eingangsdatensignals und die
drei distinkten Leerlaufbänder umfassen.
Bei einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
enthält ein optischer Umschalter mindestens zwei optische Pumpquellen und einen
optischen Kombinierer zum Kombinieren eines Signals aus jeder der optischen Pumpquellen
und eines Eingangsdatensignals, um ein kombiniertes Signal zu produzieren. Der optische
Umschalter enthält ferner ein nichtlineares optisches Element zum Aufbringen
eines nichtlinearen Effekts zweiter Ordnung auf das kombinierte Signal und mindestens
einen optischen Verzweiger zum Auftrennen des kombinierten Signals. In dem optischen
Umschalter der vorliegenden Erfindung ist mindestens eine der optischen Pumpquellen
dafür ausgelegt, steuerbar moduliert zu werden, so daß, wenn die optischen
Signale kombiniert werden, eine logische Sequenz des Eingangsdatensignals
steuerbar umgeschaltet wird.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die Lehren der vorliegenden Erfindung werden bei Betrachtung der folgenden
ausführlichen Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen
ohne weiteres verständlich. Es zeigen:
1 ein Blockschaltbild auf hoher Ebene einer Ausführungsform
eines Zweipumpen-Faserparametrikumschalters (FPS) gemäß der vorliegenden
Erfindung;
2 graphisch eine beispielhafte Ausgabe des FPS von
1, wobei ein Signal von beiden optischen Pumpen vorliegt;
3 graphisch ein Eingangssignalband und die verschiedenen
erzeugten Leerlaufbänder für Mehrfachkombinationen der optischen Pumpen
in einem FPS gemäß der vorliegenden Erfindung;
4a graphisch eine Ausgabe einer Ausführungsform eines FPS
bei Abwesenheit eines Eingangsdatensignals;
4b graphisch eine Ausgabe des FPS von 4a mit einem
angelegten Eingangsdatensignal und einer L-Band-Pumpe sowohl im OFF- als auch im
ON-Zustand mit zwei verschiedenen Pumpleistungen für eine C-Band-Pumpe und
die L-Band-Pumpe; und
5 graphisch eine Ausgabe einer Ausführungsform
eines FPS der vorliegenden Erfindung, der sowohl Wellenlängenumsetzung als
auch Umschaltung durchführt.
Um das Verständnis zu erleichtern, wurden, wenn möglich,
identische Bezugszeichen verwendet, um den Figuren gemeinsame identische Elemente
zu kennzeichnen.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Obwohl hier verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
mit Bezug auf einen Zweipumpen-Parametrikumschalter beschrieben werden, versteht
sich, daß der Zweipumpen-Parametrikumschalter lediglich als eine Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung angegeben wird und nicht als Einschränkung des Schutzumfangs
der Erfindung behandelt werden soll. Für Fachleute, die durch die Lehre der
vorliegenden Erfindung informiert sind, ist erkennbar, daß die Konzepte der
vorliegenden Erfindung auf parametrische Umschalter mit im wesentlichen beliebiger
Anzahl optischer Pumpen oder allgemeiner einer beliebigen Anzahl optischer Quellen
erweitert werden kann, mit denen man optische Signale auf hier beschriebene Weise
mit Bezug auf die optischen Pumpen modulieren kann.
1 zeigt ein Blockschaltbild auf hoher Ebene einer Ausführungsform
eines Zweipumpen-Faserparametrikumschalters (FPS) gemäß der vorliegenden
Erfindung. Der FPS 100 von 1 umfaßt zwei
optische Pumpen 1101 und 1102 (zusammen optische Pumpen
110), ein nichtlineares optisches Element, das eine nichtlineare Suszeptibilität
zweiter Ordnung X2 aufweist (beispielsweise eine stark nichtlineare Faser
(HNLF)) 120, fünf Bandverzweiger 1301–1305
(zusammen Bandverzweiger 130) und eine Pumpensteuerung 135. wahlweise
kann der FPS 100 ferner einen (nicht gezeigten) gemeinsamen Verstärker
oder (nicht gezeigte) mehrere Booster-Verstärker zum Verstärken der Leistung
der optischen Pumpen 110 auf einen gewünschten Pegel enthalten. Zusätzlich
kann der FPS 100 ferner eine variable elektrische Verzögerungsleitung
zur Verwendung zum Synchronisieren eines Eingangsdatensignals und einer gepulsten
Pumpe (später ausführlicher beschrieben) umfassen. Obwohl der FPS
100 von 1 als eine einzige Pumpensteuerung
135 für beide optische Pumpen 110 aufweisend abgebildet ist,
kann bei anderen Ausführungsformen ein FPS gemäß der vorliegenden
Erfindung für jede vorliegende optische Pumpe eine separate Pumpensteuerung
umfassen. Die Pumpensteuerung bzw. Pumpensteuerungen können, obwohl sie als
in dem FPS 100 von 1 befindlich abgebildet
sind, bei alternativen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung separate
Komponenten außerhalb eines FPS der vorliegenden Erfindung umfassen.
In dem FPS 100 von 1 steuert
die Pumpensteuerung 135 die Ausgabe der optischen Pumpen 110.
Das heißt, die optischen Pumpen können mit konstantem Pegel betrieben
werden oder können gepulst (moduliert) werden, um die Umschaltung eines optischen
Eingangssignals gemäß der vorliegenden Erfindung (wie später ausführlicher
beschrieben) durchzuführen. Die Pumpensignale aus den optischen Pumpen
110 werden durch den Bandverzweiger 1301 kombiniert.
Die kombinierten Pumpsignale werden zu dem zweiten Bandverzweiger 1302
übermittelt und dort weiter mit einem Eingangsdatensignal, wie zum Beispiel
dem dargestellten WDM-Signal, kombiniert. Die kombinierten Pumpsignale und das Datensignal
werden zu der HNLF 120 übermittelt. In der HNLF 120 erfahren
die kombinierten Signale eine Nichtlinearität zweiter Ordnung und eine parametrische
Verstärkung, die ein Duplikat des Eingangsdatensignals und drei distinkte Leerlaufbänder
produziert. Das Eingangsdatensignal und die drei Leerlaufbänder werden nachfolgend
durch die übrigen Bandverzweiger 1303–1305 wie in
1 abgebildet aufgetrennt. Folglich können eines
oder mehrere der Signale an den Ausgangsbandverzweigern 1303–1305
als das umgesetzte/umgeschaltete Ausgangssignal ausgewählt werden.
Das Prinzip parametrischer Einrichtungen, die durch zwei Pumpwellen
angesteuert werden, das in einem FPS gemäß der vorliegenden Erfindung
benutzt wird, wird in "Parametric amplifiers driven by two pump waves", C.J. McKinstrie,
S. Radic und A. R. Chraplyvy, IEEE J. Sel. Top., Quantum Electron. 8, 538–547,
(2002), beschrieben, worauf hiermit insgesamt ausdrücklich Bezug genommen wird.
Kurz gefaßt werden in einem FPS der vorliegenden Erfindung die Frequenzen der
optischen Pumpen so konfiguriert, daß eine Eingangssignalfrequenz höher
als die niedrigere Pumpfrequenz (im folgenden "die L-Band-Pumpe") ist und die primäre
Leerlauffrequenz niedriger als die höhere Pumpfrequenz (im folgenden "die C-Band-Pumpe")
ist. Die optischen Pumpfrequenzen werden außerdem so gewählt, daß
die L-Band-Pumpenfrequenz und die C-Band-Pumpenfrequenz im wesentlichen um die Nulldispersionswellenlänge
des nichtlinearen optischen Elements (z.B. der HNLF) herum symmetrisch liegen. Bei
dieser Konfiguration überlappen die Bereiche sekundärer Leerlauffrequenzen
nicht die Eingangssignal- und Primärleerlaufbereiche, und folglich besteht
im wesentlichen kein Übersprechen in der wellenlängengemultiplexten (WDM-)Übertragung.
Die Erfinder haben bestimmt, daß die Effekte von Dispersion vierter Ordnung
bei dieser Konfiguration schwächer sind, weil die Signalfrequenzen näher
bei der mittleren Pumpfrequenz liegen. Im Vergleich zu herkömmlichen Einpumpen-Faserparametrikeinrichtungen
bietet die Zweipumpenkonfiguration des FPS 100 der vorliegenden Erfindung
Polarisationsinvarianz, Breitbandbetrieb, die Möglichkeit, unbeeinträchtigte
Leerlaufsignale ungeachtet der Signalspektralposition zu erzeugen und eine vergrößerte
Brillouin-Schwelle.
Ein FPS gemäß der vorliegenden Erfindung, wie zum Beispiel
der FPS 100 in 1, liefert Wellenlängen(Frequenz-)Umsetzung
eines Eingangsdatensignals sowie Umschaltfähigkeiten. Genauer gesagt wird in
dem FPS 100 von 1 ein Eingangsdatensignal
von einer Wellenlänge (oder Frequenz) über den nichtlinearen Effekt zweiter
Ordnung, den die kombinierten optischen Signale in der HNLF 120 erfahren,
und die durch die in dem FPS 100 erzeugte Zweipumpen-Parametrikverstärkung
bereitgestellte parametrische Verstärkung in vier distinkte Wellenlängen
(oder Frequenzen) umgesetzt. Das heißt, die Verwendung der zwei optischen Pumpen
110 in dem FPS 100 von 1 produziert
drei distinkte Leerlaufbänder (d.h. das Signal wird in das entsprechende Leerlaufband
entweder gespiegelt oder übersetzt), die alle gleichzeitig umgeschaltet werden
können. Die erforderliche Zeit für die Umsetzung vom äußeren
in das innere Band (z.B. 2+ zu 2–) ist im wesentlichen dieselbe wie die Dauer
der Umsetzung vom äußeren in das äußere Band (z.B. 2+ zu 1–),
wobei Dispersion nur eine kleine wellenlängenabhängige Latenz beiträgt.
2 zeigt graphisch eine beispielhafte umgesetzte Ausgabe
des FPS 100 von 1. In 2
wird ein Eingangssignal zu dem FPS 100 übermittelt. Das Signalband
(1–) wird gleichzeitig verstärkt und in vier Spektralfenstern dupliziert.
Die erzeugten Leerläufer sind entweder spektral gespiegelte (Leerlaufbänder
1+ und 2+) oder übersetzte (Leerlaufband 2–) Duplikate.
Spektral gespiegelte Leerläufer sind Signalkonjugierte, die das
Potential bieten, Übertragungskostenfaktoren zu mindern, indem das ursprüngliche
Eingangssignal nach der Übertragung aus dem Konjugat regeneriert wird. Die
vierbandige Beschaffenheit des Zweipumpen-FPS 100 ermöglicht beträchtliche
Flexibilität bei der Auswahl der Eigenschaften eines umgesetzten Bandes. Die
Außerbandplazierung des Signals (1–), das in 2
abgebildet ist, führt zu einem Innerband-Nichtkonjugat (2–). Ein in
einem beliebigen der zwei inneren Bänder (1+ und 2–) positioniertes
Signal erzeugt ein Außerband-Nichtkonjugat.
In einem FPS der vorliegenden Erfindung, wie zum Beispiel dem FPS
100 von 1, haben die Erfinder bestimmt, daß
die Entfernung des Signals aus einer der beiden optischen Pumpen 110 den
gleichzeitigen Kollaps der entsprechenden Leerlaufbänder und einen Verlust
an Signalverstärkung verursacht. Mit diesem Prinzip im Auge haben die Erfinder
bestimmt, daß die zeitliche Steuerung einer der beiden optischen Pumpen
110 alleine oder die gleichzeitige Steuerung beider optischer Pumpen
110 durchgeführt werden kann, um effizientes Mehrband-Umschalten durchzuführen.
Genauer gesagt wird in dem FPS 100 von 1 die
Pumpensteuerung 135 verwendet, um eine einzige optische Pumpe oder eine
Kombination der optischen Pumpen 110 iterativ EIN und AUS zu schalten (d.h.
Modulation der optischen Pumpen), um ein gewünschtes mehrbandiges umgeschaltetes
Ausgangssignal zu produzieren.
3 zeigt graphisch ein Eingangssignalband und die verschiedenen
erzeugten Leerlaufbänder für mehrere Kombinationen der optischen Pumpen
eines FPS gemäß der vorliegenden Erfindung. In 3
sind die relativen Signal- und Leerlaufbandbeträge unter Annahme von vernachlässigbarer
HNLF-Dispersion höherer Ordnung und Doppelbrechung aufgetragen. Die optischen
Pumpen sind mit dem Eingangssignal entweder kopolarisiert oder kreuzpolarisiert.
Auf der linken Seite in 3 ist das Eingangssignalband
in der Umgebung der Betriebswellenlänge der im normalen Dispersionsregime arbeitenden
optischen Pumpe (der C-Band-Pumpe) positioniert. Auf der rechten Seite ist das Eingangssignalband
in der Umgebung der Betriebswellenlänge der in dem anomalen Regime arbeitenden
optischen Pumpe (der L-Band-Pumpe) positioniert. &lgr;0 bildet die
Nulldispersionswellenlänge ab. Mit Bezug auf 3
ist offensichtlich, daß es bei verschiedenen Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung vorzuziehen wäre, die L-Band-Pumpe als die optische Pumpe der vorliegenden
Erfindung so zu konfigurieren, daß sie moduliert wird, um ein gewünschtes
umgeschaltetes Ausgangssignal gemäß der vorliegenden Erfindung zu produzieren,
weil das Konstantlassen der C-Band-Pumpe zu weniger Rauschen führt, als die
L-Band-Pumpe konstant zu lassen und die C-Band-Pumpe zu modulieren, um die Umschaltung
der vorliegenden Erfindung durchzuführen.
Zum Beispiel und mit Bezug auf 1 schaltet,
wenn die erste optische Pumpe 1101 eine C-Band-Pumpe und die zweite optische
Pumpe 1102 eine L-Band-Pumpe ist, das Halten der C-Band-Pumpe auf einem
konstanten Pegel, während die L-Band-Pumpe moduliert wird, eine Logiksequenz
eines Eingangsdatensignals in eine gewünschte Ausgangslogiksequenz um. Wenn
zum Beispiel ein Eingangsdatensignal, das unter Verwendung einer 10-Gb/s-Sequenz
1100110111010111001 moduliert wird, in den FPS 100 von 1
eingegeben wird und die L-Band-Pumpe unter Verwendung einer 10 Gb/s-Sequenz 1000011110000000001
gepulst wird, wird eine umgeschaltete Signal-/Leerlaufsequenz produziert, die im
wesentlichen die Boolsche AND-Verknüpfung des Eingangsdatensignals und des
gepulsten Pumpsignals ist, und führt zu der Sequenz 1000010110000000001. Folglich
werden die umgesetzten vier Bänder eines Eingangsdatensignals alle umgeschaltet
und führen dementsprechend zu einem mehrbandigen umgeschalteten optischen Signal.
Die Geschwindigkeit des Umschaltschemas eines FPS gemäß
der vorliegenden Erfindung, wie zum Beispiel des FPS 100 von
1, hängt wesentlich von der Möglichkeit ab,
die optischen Pumpen 110 EIN und AUS zu schalten (d.h. Modulation der optischen
Pumpe). Der Grund dafür besteht darin, daß die Sub-Picosekunden-Zeitkonstanten
des parametrischen Prozesses in Silika im Vergleich zu aktuellen Datenraten (<
1 Tb/s) nahezu augenblicklich sind. Obwohl in der oben angegebenen Beschreibung
die Steuerung 135 als eine optische Pumpe 110 EIN oder AUS (d.h.
eine optische Pumpe modulierend) abgebildet ist, um ein gewünschtes umgeschaltetes
Ausgangssignal zu produzieren, ist für durch die Lehren der vorliegenden Erfindung
informierte Fachleute erkennbar, daß der EIN-Zustand einem Signal entsprechen
kann, das über einer vorbestimmten Schwelle liegt, und der AUS-Zustand einem
Signal, das unter einer vorbestimmten Schwelle liegt (oder umgekehrt), und die vorliegende
Erfindung dementsprechend nicht auf Fälle beschränkt ist, bei denen eine
optische Pumpe(n) vollständig EIN oder vollständig AUS geschaltet wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine Kombination eines
breitbandigen FPS der vorliegenden Erfindung und langsamer optischer Modulatoren
(z.B. ~10 Gb/s) verwendet werden, um Sub-Nanosekunden-Umschaltung bzw. -Umsetzung
über Bandbreiten hinweg zu erzielen, die kombinierte C- und L-Bänder überschreiten.
Die Verwendung orthogonal polarisierter Pumpen in einem FPS der vorliegenden Erfindung
stellt weiterhin polarisationsinvariante Bandumschaltung bereit. Umgekehrt kann
man kopolarisierte Pumpen verwenden, wenn polarisationsabhängiges Umschalten
gewünscht wird, zum Beispiel um eine vorbestimmte Signalpolarisation zu unterscheiden
und dergleichen.
In einem experimentellen Aufbau eines FPS der vorliegenden Erfindung
wurden zwei Laser (optische Pumpen) bei 1567,0 und 1596,8 nm positioniert und unter
Verwendung einer 5-Gb/s-(231-1)-Pseudozufallsbitsequenz phasenmoduliert,
um die Brillouin-Schwelle auf mehr als 400 mW zu steigern. Es wurde ein Null-Chirp-Mach-Zehnder-Amplitudenmodulator
verwendet, um eine L-Band-Quelle (1596,0 nm) mit einer programmierten 10-Gb/s-NRZ-Sequenz
zu modulieren. Das Extinktionsverhältnis betrug 12 dB. Die optischen Pumpen
wurden unter Verwendung eines einzigen optischen Verstärkers verstärkt.
Die Verwendung eines einzigen Verstärkers anstelle von zwei getrennten Verstärkern
vereinfacht die Konstruktion eines FPS der vorliegenden Erfindung und vereinfacht
den für die Erzeugung schmaler Leerläufer erforderlichen Weglängenausgleich.
Die verstärkten Signale aus den optischen Pumpen breiten sich durch zwei identische,
0,6 nm breite Filter zur Dämpfung von optischem Rauschen in den Signal- und
Leerlaufbändern aus. Die gemessenen Leistungen am Eingang der HNLF betrugen
180 und 320 mW für die L- bzw. die C-Band-Pumpe. Die optischen Pumpen
und das optische Signal wurden am Eingang einer 1 km langen HNLF mit Null-Dispersionswellenlänge
bei 1580 nm, Dispersionssteigung von 0,03 ps/nm2 und einem nichtlinearen
Koeffizienten &ggr; = 10 km–1W–1 kombiniert.
4a zeigt graphisch die Ausgabe des FPS des oben beschriebenen experimentellen
Aufbaus bei Abwesenheit eines Eingangssignals. Gleichzeitiger Pumpenbetrieb (L-Band-Pumpe
im EIN-Zustand) führt zu starker ASE-Erzeugung über alle vier parametrische
Bänder hinweg, wie durch die obere Kurve abgebildet. Bei Abwesenheit der anomalen
Pumpe (d.h. L-Band-Pumpe im AUS-Zustand) wird dagegen die C-Band-Pumpleistung mehr
als verdoppelt, wie durch die untere Kurve abgebildet, da ein Boosterverstärker
im Konstantleistungsregime betrieben wird. Ferner ist der AUS-Zustand durch den
Kollaps der vier parametrischen Bänder gekennzeichnet, wie auch durch die untere
Kurve in 4a abgebildet wird. Der breitbandige Sockel mit einer
Spitze bei 1605 nm wird im AUS-Zustand von 4a beobachtet. Der Sockel
repräsentiert ASE aus dem Boosterverstärker, das nicht durch die 0,6-nm-Reinigungsfilter
unterdrückt wird.
In dem experimentellen Aufbau wurde ein kleines Datensignal (Pin =
–20 dBm) mit 10 Gb/s RZ-moduliert und in dem inneren parametrischen Band
(d.h. &lgr; = 1576,1 nm) positioniert. 4b zeigt graphisch die
Ausgabe des FPS des experimentellen Aufbaus mit angelegtem Eingangsdatensignal und
der L-Band-Pumpe im AUS-Zustand (untere Kurve), wobei das Eingangsdatensignal angelegt
ist und die C-Band-Pumpe und die L-Band-Pumpe eine Leistung von 280 mW bzw. 120
mW (mittlere Kurve) aufweisen, und mit angelegtem Eingangsdatensignal und C-Band-Pumpe
und L-Band-Pumpe mit einer Leistung von 320 mW bzw. 180 mW (obere Kurve). Das Eingangsdatensignal
wurde in der HNLF des FPS gleichzeitig bis auf eine Ausgangsverstärkung von
29 dB verstärkt und mit Effizienzen von 24,6, 30,5 bzw. 26 dB relativ zu der
Signaleingangsleistung der HNLF in die Wellenlängen 1557,7, 1587,2 bzw. 1606,2
nm umgesetzt (d.h. die erzeugten Leerläuferbänder). 4b
zeigt einen effektiven Umsetzungsbereich für den FPS von mehr als 50 nm mit
einer Abstimmgeschwindigkeit, die mit der Anstiegszeit des Modulators vergleichbar
ist, die 30 ps beträgt. Das Extinktionsverhältnis zwischen EIN- und AUS-Zustand
wurde bei 1557,7 nm als 19 dB und bei Signalwellenlänge als 29 dB und bei 1587,2
und 1606,2 nm als besser als 50 dB gemessen. Durch Konstanthalten der C-Band-Pumpleistung
(d.h. separate C- und L-Band-Booster) wurde die 1557,7-nm-Leerläuferextinktion
um 6,3 dB vergrößert, wodurch das Extinktionsverhältnis des ungünstigsten
Falls auf 25,3 dB verbessert wurde.
5a–5e zeigt graphisch die Umschaltung der
vorliegenden Erfindung. Zum Beispiel und mit Bezug auf den vorherigen experimentellen
Aufbau würde, wenn ein empfangenes Datensignal unter Verwendung der 10-Gb/s-Sequenz
1100110111010111001 moduliert wird und die L-Band-Pumpe des FPS unter Verwendung
der 10-Gb/s-Sequenz 1000011110000000001 gepulst wird, ein Ausgangsdatensignal die
Sequenz 1000010110000000001 aufweisen. 5a zeigt graphisch das oben
beschriebene Eingangsdatensignal und spezifisch die 10 Gb/s-Sequenz. 5b
zeigt graphisch das umgeschaltete 1576,1-nm-Eingangsdatensignal. Aus 5b
ist ersichtlich, daß ein resultierendes umgesetztes Ausgangssignal des FPS
eine umgeschaltete Sequenz umfaßt, die wie oben beschrieben im wesentlichen
eine Boolsche AND-Verknüpfung der Logiksequenz des Eingangsdatensignals und
der Logiksequenz des gepulsten optischen Pumpsignals (des Signals der L-Band-Pumpen)
ist.
5c–5e zeigen graphisch den erzeugten und
umgeschalteten 1557,7-nm-Leerläufer, den 1587,2-nm-Leerläufer bzw. den
1606,2-nm-Leerläufer. Wieder ist aus 5c–5e
ersichtlich, daß die resultierenden erzeugten Leerläufer eine umgeschaltete
Sequenz umfassen, die im wesentlichen eine Boolsche AND-Verknüpfung der Logiksequenz
des Eingangsdatensignals und der Logiksequenz des gepulsten optischen Pumpsignals
(des Signals der L-Band-Pumpen) ist.
Wie bereits erwähnt, wird die Leistungsfähigkeit der Umschaltung
der vorliegenden Erfindung durch Geschwindigkeit und Extinktionsverhältnis
der Modulation der optischen Pumpe(n) begrenzt. Der Einfachheit halber kann angenommen
werden, daß Signalverstärkung und Leerläufererzeugung durch den nichtdegenerierten
phasenkonjugierten Prozeß dominiert wird (d.h. die spektrale Trennung des Eingangsdatensignals
und der optischen Pumpen ist groß). Als eine Extinktionsschätzung im ungünstigsten
Fall kann angenommen werden, daß a) teilweise degenerierte (Einpumpen-)Phasenkonjugation
Verstärkung im AUS-Pumpzustand bereitstellt und b) das Signal und der Leerläufer
maximale Verstärkung (einen Idealphasen-Anpassungszustand) sowohl für
EIN- als auch für AUS-Zustände erfahren. Das Extinktionsverhältnis
kann dann gemäß der folgenden Gleichung eins (1) charakterisiert werden:
wobei pON,OFF die Pumpleistungen in der EIN- und AUS-Stellung und Leff
die effektive HNLF-Wechselwirkungslänge2 ist. wenn nur die L-Band-Pumpe
umgeschaltet und ein einziger Booster mit konstanter Ausgangsleistung von 2 P für
die C-Band- und die L-Band-Pumpe verwendet wird, betragen die Pumpleistungen PCOFF ≅ 2PCON ≅ 2P und PLOFF ≅ aPLON ≅ aP, wobei a das Extinktionsverhältnis der L-Band-Pumpe
abbildet. Die Raman-Wechselwirkung zwischen den Pumpen wird vernachlässigt.
Die Extinktion im ungünstigsten Fall für das umgeschaltete Signal wird
somit nun gemäß der folgenden Gleichung zwei (2) charakterisiert:
Für die Parameter des zuvor beschriebenen experimentellen Aufbaus
(&ggr; = 10 km–1W–1, a = –12 dB, Leff~1
km und P1,2 = 250 mW) wird geschätzt, daß das Extinktionsverhältnis
im ungünstigsten Fall –14 dB beträgt. Die Maximalverstärkungsannahme
ist hier naturgemäß achromatisch und sollte zur Unterschrankenschätzung
des Extinktionsverhältnis verwendet werden. Tatsächlich sind die beobachteten
Extinktionen von Signal-Leerläufer besser als –14 dB. Es sollte beachtet
werden, daß die ungünstigste Extinktion während den Pumpenanstiegs-/Abfallzeiten
erwartet werden sollte.
Obwohl oben verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
mit Bezug auf einen Faserparametrikschalter (FPS), der zwei optische Pumpen umfaßt,
beschrieben und dargestellt wurden, ist für durch die Lehre der vorliegenden
Erfindung informierte Fachleute erkennbar, daß andere Ausführungsformen
eines Faserparametrikumschalters (FPS) gemäß der vorliegenden Erfindung
mehr als zwei optische Pumpen umfassen können. Zum Beispiel kann ein Faserparametrikumschalter
(FPS) gemäß der vorliegenden Erfindung drei optische Pumpen umfassen,
und folglich produziert ein Eingangsdatensignal, wenn es mit den drei optischen
Pumpen in dem nichtlinearen Medium der vorliegenden Erfindung kombiniert wird, mindestens
sechs Umsetzungsbänder. Bei dieser Ausführungsform können entweder
eine einzige Pumpe oder im wesentlichen eine beliebige Kombination der optischen
Pumpen moduliert werden, um die optische Umschaltung der vorliegenden Erfindung
durchzuführen.
Obwohl das obige verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung betrifft, können andere und weitere Ausführungsformen der Erfindung
konzipiert werden, ohne von ihrem grundlegenden Schutzumfang abzuweichen. Folglich
ist der entsprechende Schutzumfang der Erfindung gemäß den folgenden Ansprüchen
zu bestimmen.
Anspruch[de]
Optischer Umschalter (100), gekennzeichnet durch
mindestens einen optischen Kombinierer (1302) zum Kombinieren von mindestens
zwei optischen Pumpsignalen und einem Eingangsdatensignal, um ein kombiniertes Signal
zu produzieren;
ein nichtlineares optisches Element (120) zum Aufbringen eines nichtlinearen
Effekts zweiter Ordnung auf das kombinierte Signal; und
mindestens einen optischen Verzweiger (1305) zum Auftrennen des kombinierten
Signals aus dem nichtlinearen optischen Element in jeweilige erzeugte optische Bänder;
wobei die mindestens zwei optischen Pumpsignale steuerbar so moduliert werden (135),
daß eine logische Sequenz des Eingangsdatensignals steuerbar umgeschaltet wird.Optischer Umschalter nach Anspruch 1, ferner mit mindestens zwei optischen
Pumpquellen, wobei jede der Quellen eines der mindestens zwei optischen Pumpsignale
liefert, wobei mindestens eine der mindestens zwei optischen Pumpquellen dafür
ausgelegt ist, ihr jeweiliges optisches Signal steuerbar so zu modulieren, daß
eine logische Sequenz des Eingangsdatensignals steuerbar umgeschaltet wird und ein
Ausgangssignal des optischen Umschalters ein mehrbandig umgeschaltetes optisches
Signal umfaßt.Optischer Umschalter nach Anspruch 1, ferner mit einer Steuerung zum
Steuern der Modulation der mindestens einen optischen Pumpquelle.Optischer Umschalter nach Anspruch 1, wobei die Frequenz des Eingangsdatensignals
im wesentlichen gleich dem Mittelwert der Frequenzen der mindestens zwei optischen
Pumpquellen ist.Optischer Umschalter nach Anspruch 1, wobei ein resultierendes mehrbandig
umgeschaltetes Ausgangssignal im wesentlichen eine Boolsche AND-Verknüpfung
der logischen Sequenz des Eingangsdatensignals und der logischen Sequenz des modulierten
optischen Pumpsignals ist.Optischer Umschalter nach Anspruch 1, ferner mit einer variablen Verzögerungsleitung
zum Synchronisieren des Eingangsdatensignals und des modulierten optischen Pumpsignals.Optischer Umschalter nach Anspruch 1, wobei der Ausgang des optischen
Umschalters ein Duplikat von dem Eingangsdatensignal und mindestens drei Idler-Signalen
umfaßt.Verfahren zum optischen Umschalten unter Verwendung einer Faserparametrikeinrichtung
(100) mit mindestens zwei optischen Pumpquellen (1101), (1102),
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
Kombinieren (1302) eines Signals aus jeder der mindestens zwei optischen
Pumpquellen und eines Eingangsdatensignals, um ein kombiniertes Signal zu produzieren;
Aufbringen (120) eines nichtlinearen Effekts zweiter Ordnung auf das kombinierte
Signal; und
steuerbares Modulieren (135) der mindestens zwei optischen Pumpquellen
dergestalt, daß eine logische Sequenz des Eingangsdatensignals steuerbar umgeschaltet
wird.Verfahren nach Anspruch 8, ferner mit dem Schritt des Auftrennens des
kombinierten Signals in jeweilige erzeugte optische Bänder.Verfahren nach Anspruch 9, wobei der nichtlineare Effekt zweiter Ordnung
eine parametrische Verstärkung des kombinierten Signals dergestalt erzeugt,
daß eine Ausgabe der Faserparametrikeinrichtung ein mehrbandig umgeschaltetes
optisches Signal umfaßt.