Diese Erfindung bezieht sich auf formbare Zusammensetzungen, die gute
Reibungs- und Verschleißeigenschaften besitzen. Insbesondere bezieht sich die
Erfindung auf formbare Harzzusammensetzungen, umfassend Polyamidharze, Fluorpolymere
und hochgraphitische Pech-basierte Kohlenstofffasern, die verbesserte mechanische
Eigenschaften bei guter Oberflächenschmierfähigkeit besitzen, für
den Einsatz in Anwendungen, die einen hervorragenden Verschleißwiderstand unter
erschwerten Bedingungen erfordern.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Viele Anwendungen der Industrie- und Kraftfahrzeugmärkte erfordern
Materialien, welche die Festigkeit und den Verschleißwiderstand, wie sie bei
geschmierten Metallen festgestellt werden, besitzen. Intern geschmierte Polymere
ersetzen wegen ihrer einfachen Herstellung, ihrer höheren Leistung, der geringeren
oder geringfügigen Abhängigkeit von externer Schmierung und den geringeren
Gesamtkosten Metalle in diesen Anwendungen.
Es wurden beachtliche Anstrengungen unternommen, um verbesserte Materialien,
die für diese Anwendungen geeignet sind, zu entwickeln. Zusammensetzungen,
umfassend Hochleistungsharze wie Polyimide und aromatische Polyamide werden verbreitet
kommerziell verwendet, wo Festigkeit, Steifigkeit und hohe Höchsteinsatztemperaturen
benötigt werden. Fluorpolymere wurden lange als Oberflächenschmiermittel
verwendet, um die Schmierfähigkeit bei einer großen Vielfalt an Verschleißanwendungen
zu verbessern, und sie wurden mit Hochleistungsharzen compoundiert, um die Reibungs-
und Verschleißeigenschaften geformter Teile und dergleichen zu verbessern.
Zusammensetzungen, umfassend Polyimide mit bis zu 60 Gew.-% eines Fluorpolymers,
wie Polytetrafluorethylen weisen beträchtlich verbesserte Verschleißeigenschaften
auf. Allerdings verringern sich durch die Zugabe von Fluorpolymer die Festigkeitseigenschaften
des Polyimidharzes beträchtlich, insbesondere bei hohen Belastungsniveaus.
Polyimide wurden mit einer Vielzahl von Schmiermitteln, einschließlich
Graphit, Molybdänsulfid, Bismutnitrid und dergleichen, compoundiert, um den
Verschleißwiderstand unter erschwerten Bedingungen zu verbessern. Zusammensetzungen,
umfassend Polyimide und Graphit zusammen mit Fluorpolymeren, haben eine breite Anerkennung
für die Verwendung in einer Vielzahl von Anwendungen, die gute Reibungs- und
Verschleißeigenschaften erfordern, gefunden. Allerdings werden die Festigkeitseigenschaften
dieser Materialien ebenso verringert, wenn sie mit diesen Additiven in den zum Erzielen
der gewünschten Reibungs- und Verschleißkenndaten benötigten Anteilen
compoundiert werden.
Zusammensetzungen, umfassend Polyimid und Glimmer, sind ebenfalls
bekannt und es ist offengelegt, dass sie insbesondere unter erschwerten Bedingungen
und bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten gute Verschleißwiderstands- und Reibungseigenschaften
besitzen. Die weitere Zugabe von geringen Mengen an Kohlenstofffaser und Graphit
soll den Verschleißwiderstand und die Formbeständigkeit dieser Zusammensetzungen
verbessern.
Im allgemeinen sind die Materialien, die in Reibungs- und Verschleißanwendungen
verwendet werden, und vorzugsweise jene, welche Höchsttemperaturharze wie Polyimide
umfassen, schwierig zu formen.
Die Entwicklung von Materialien, welche durch Spritzguß hergestellt
werden können und so formuliert sind, dass sie gute Verschleißeigenschaften
über einen weiten Bereich von Betriebsbedingungen aufweisen, während sie
gute mechanische Festigkeit und Steifigkeit beibehalten, würden im Stand der
Technik breite Anerkennung finden.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Diese Erfindung bezieht sich auf formbare Zusammensetzungen, umfassend
Polyamid-Imid-Harze, Fluorpolymere und Kohlenstofffasern, und auf solche Zusammensetzungen
umfassende geformte Gegenstände. Insbesondere sind die Zusammensetzungen dieser
Erfindung formbare Harzzusammensetzungen, umfassend Polyamid-Imid-Harze, Fluorpolymere
und hochgraphitische, Pech-basierte Kohlenstofffaser. Die Zusammensetzungen der
Erfindung besitzen gute Festigkeitseigenschaften und zeigen eine gute Oberflächenschmierfähigkeit
und hervorragende Verschleißeigenschaften.
Die Zugabe von hochgraphitischer, Pech-basierter Kohlenstofffaser
zu Spritzguß-Harzzusammensetzungen, umfassend Polyamid-Imid und ein Fluorpolymer,
verbessert die Verschleißleistung beträchtlich. Die Erfindung
kann daher weiter als auf ein Verfahren zum Verbessern der Reibungs- und Verschleißleistung
von solchen Zusammensetzung gerichtet beschrieben werden.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Die Zusammensetzungen der Erfindung umfassen zusammen mit einer hochgraphitischen
Pech-basierten Kohlenstofffaser ein Polyamid-Imid und ein Fluorpolymer als Harzbestandteile.
Polyamid-Amidsäure-Harze, welche zur Anwendung in der Praxis
dieser Erfindung geeignet sind, sind im Stand der Technik gut bekannt und darin
allgemein beschrieben und offengelegt, z. B. in den US Patenten 5, 230, 956; 4,
224, 214; und 4, 136, 085, welche hiermit durch Bezugnahme zur Gänze aufgenommen
sind. Die Polyamid-Amidsäure-Harze können weiter als ein Polymermaterial,
umfassend eine Mischung von Amid-Amidsäure-Einheiten beschrieben werden, welche
mittels der nachstehenden Strukturformel dargestellt werden können:
worin wie gezeigt die Bindung der zwei Amidgruppen an den aromatischen Ring als
die, die 1,3- und die 1,4-Polyamid-Amidsäure darstellenden Konstitutionen verstanden
werden, zusammen mit Amid-Imideinheiten, welche mittels der nachstehenden Strukturformel
dargestellt werden können:
worin R in der vorstehenden Strukturformel der Rest ist, welcher sich von der aromatischen
Diaminkomponente ableitet. R kann ferner als ein zweiwertiger, substituierter oder
unsubstituierter Arylenrest beschrieben werden, der aus der Gruppe umfassend:
ausgewählt wird, worin A ein zweiwertiger Rest ist, welcher beispielsweise
aus der Gruppe, umfassend -SO2-, -CO-, -C(CH3)2-,
-O-, -S- und einer direkten chemischen Bindung ausgewählt ist.
Aromatische Diamine, welche andere Verbindungsgruppen besitzen, sind
ebenfalls im Stand der Technik bekannt und werden als Monomere in der Polyamid-Imid-Harzherstellung
verwendet und die meisten werden für die erfindungsgemäße Verwendung
als geeignet befunden werden.
Zur Veranschaulichung können die Einheiten A und B der Polyamid-Amidsäure
gemäß der Erfindung, worin die aromatische Diaminkomponente 4,4'-Methylendianilin
(MDA) ist, insbesondere durch die Strukturformeln
dargestellt werden.
Das zahlenmittlere Molekulargewicht der Polyamid-Amidsäure wird
im allgemeinen von größer als etwa 1.000 bis etwa 20.000 g/Mol betragen.
In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung besitzt die Polyamid-Amidsäure
ein zahlenmittleres Molekulargewicht von etwa 4.000 bis etwa 10.000 g/Mol.
Allgemein beschrieben können Polyamid-Amidsäuren leicht
durch die Polykondensationsreaktion von wenigstens einer geeigneten aromatischen
Polycarbonsäure oder einem reaktiven Derivat davon mit einem oder mehreren
aromatischen Diaminen hergestellt werden. Die Polymerisation wird gewöhnlich
unter weitgehend wasserfreien Bedingungen in einem polaren Lösungsmittel und
bei einer Temperatur von unter etwa 150°C, unter Verwendung von weitgehend
stöchiometrischen Mengen der reaktiven Carbonsäurekomponente und Aminkomponente
ausgeführt. Ein geringer stöchiometrischer Überschuß, typischerweise
von etwa 0,5 bis etwa 5 Mol-%, von einer der beiden Monomerkomponenten, bevorzugt
der Carbonsäureanhydridkomponente, kann gewünschtenfalls verwendet werden,
um das Molekulargewicht zu steuern; alternativ kann ein monofunktioneller Reaktant
zu diesem Zweck als "endcapping"-Mittel und zur Verbesserung der Stabilität
verwendet werden.
Polyamid-Amidsäuren, welche aus reaktiven Trimellitsäureverbindungen
oder ähnlichen Tricarbonsäureverbindungen gebildet werden, umfassen theoretisch
eine Amidsäuregruppierung pro sich wiederholender Tricarbonsäureeinheit.
Thermisches Imidisieren oder Härten des Harzes zyklisiert die Amidsäuregruppen,
um Imidverbindungen auszubilden, dabei verringert sich der Grad der Amidsäurefunktionalität
und damit vermindert sich die Säurezahl.
Genauer beschrieben können die Polyamid-Amidsäure-Harze
durch die Reaktion von Trimellitsäure oder einem Derivat davon, wie z. B. einem
niederen Alkylester von Trimellitsäureanhydrid oder einem Trimellitsäurehalogenid,
bevorzugt das Säurechlorid von Trimellitsäureanhydrid, d. h. Trimellitsäureanhydridchlorid
(TMAC), mit wenigstens einem aromatischen Diamin wie z. B. p-Phenylendiamin, m-Phenylendiamin
(mPDA), Oxybis(anilin) (ODA), Benziden, 1,5-Diaminonaphthalin, Oxybis(2-methylanilin)
2,2-Bis[4-(p-aminophenoxy)phenyl]propan, Bis[4-(p-aminophenoxy)]benzol, Bis[4-(3-aminophenoxy)]benzol
und 4,4'-Methylendianilin hergestellt werden. Beispiele von anderen verwendbaren
aromatischen primären Diaminen sind im US-Patent Nr. 3,494,890 (1970) und im
US-Patent Nr. 4,016,140 (1977) beschrieben, die beide hierin durch Bezugnahme aufgenommen
sind. In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird eine
Mischung von aromatischen Diaminen verwendet. Eine solche besonders wirkungsvolle
Mischung ist eine Mischung von ODA:mPDA im Molverhältnis 70:30.
Aromatische Diamine können auch mit Tetracarbonsäuredianhydriden
wie Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid (BTDA), Pyromellitsäuredianhydrid
(PMDA) oder ähnlichen gemäß dem Stand der Technik polymerisiert werden,
um Polyamidsäuren zu liefern. Beim Härten bilden diese Polyamidsäuren
Polyimidharzüberzüge und -filme. Diese und ähnliche aromatische Dianhydride,
welche im Stand der Technik für die Herstellung von Polyimiden offengelegt
sind, sind ebenfalls bekannt und für die Verwendung in Kombination mit TMRC
zur Herstellung von Polyamid-Imid-Copolymerharzen im Stand der Technik beschrieben.
Siehe z. B. US 4,879,345. Polyamid-Amidsäure-Harze,
worin bis zu 25 Mol-% des TMAC-Monomers durch eines oder mehrere solcher zusätzlichen
Dianhydridmonomere ersetzt sind, können auch für die Durchführung
dieser Erfindung als nützlich erachtet werden. Alternativ können Mischungen,
welchen die bevorzugten Polyamid-Amidsäure-Harze und bis zu 25 Gew.-% eines
Polyamidsäureharzes aus dem Stand der Technik umfassen, auch als nützlich
erachtet werden.
Die Reaktion von Trimellitsäurehalogenid mit einem aromatischen
Diamin, z. B. TMAC und MDA, um die Polyamid-Amidsäure zu bilden, kann gewöhnlich
in einem geeigneten Lösungsmittel wie N-Methylpyrrolidon (NMP) ausgeführt
werden; andere polare Lösungsmittel wie N,N-Dimethylformamid (DMF), Methylethylketon
(MEK) und N,N-Dimethylacetamid (DMAC) und Hexamethyl phosphoramid (HMPA) können
verwendet werden.
Das Molverhältnis von MDA zu TMAC wird bevorzugt im Bereich von
etwa 0,9:1 bis etwa 1,1:1 liegen. Im allgemeinen wird die Polymerisation zuerst
durch Kombinieren und Lösen des MDA im Lösungsmittel im Reaktionsgefäß
und dann durch Zugeben des TMAC-Monomers unter Rühren ausgeführt. Die
Reaktion, welche exotherm ist, kann gewöhnlich durch Einstellen der Zugabegeschwindigkeit
der Reaktanten in das Reaktionsgefäß und durch externe Kühlvorrichtungen
gesteuert werden. Die Reaktionsmasse wird bei einer Temperatur unter 150°C
gehalten, um das Aushärten zu vermeiden und bevorzugt in einem Bereich von
etwa 20°C bis etwa 50°C, stärker bevorzugt von etwa 27°C (80°F)
bis etwa 50°C (120°F) für einen Zeitraum von etwa 1 bis etwa 10 h
gehalten, um die Polymerisation zu vervollständigen. Die Reaktionszeit ist
nicht entscheidend und kann von etwa 1 bis etwa 24 h in Abhängigkeit von der
Reaktionstemperatur variieren, wobei etwa 2 bis etwa 4 h bei einer Temperatur im
Bereich von 30°C bis etwa 50°C bevorzugt werden.
Die Polymerisation um Polyamid-Amidsäure zu bilden, wird wie
vermerkt unter im wesentlichen wasserfreien Bedingungen ausgeführt werden,
um die Hydrolyse der Vorläufer sowie die Hydrolyse der Polyamid-Amidsäure
zu vermeiden. Im Stand der Technik ist bekannt, dass Polyamidsäuren gegenüber
Wasser empfindlich sind, insbesondere wenn sie bei einem neutralen oder sauren pH
belassen werden. Die Amidfunktion der Amidsäureguppierung wird unter diesen
Bedingungen hydrolysiert, was die Polymerkette aufbricht und einen Verlust an Molekulargewicht
verursacht. Es wird angenommen, dass die aromatische Dicarboxy-Säure funktionalität,
welche aus der Hydrolyse folgt, thermisch zyklisiert werden kann, um eine Anhydridfunktionalität
zu bilden, die gegenüber Amin-Endgruppen reaktiv ist. Erwärmen und Härten
kann daher die Polymerkette neu bilden und dadurch das Polymer "heilen". Wie aus
einer Prüfung der Strukturformel A deutlich wird, umfassen jene für die
Anwendung in der Durchführung dieser Erfindung bevorzugten Polyamid-Amidsäuren
eine Amidfunktion zusätzlich zur Amidsäuregruppierung. Die zweite Amidfunktionalität
hydrolysiert leicht unter sauren Bedingungen in Gegenwart von Wasser und bildet
eine aromatische Carbonsäuregruppe, die weitgehend unreaktiv ist. Der Verlust
im Molekulargewicht, welcher durch diesen Hydrolyseschritt verursacht wird, der
als irreversibel angenommen wird, kann eine vollständige Depolymerisierung
der Polyamid-Amidsäure zur Folge haben. Es wird daher verstanden werden, dass
es in höchstem Maße wünschenswert ist, den Kontakt mit Wasser unter
Bedingungen, bei denen die Polyamid-Amidsäure hydrolysieren wird, zu minimieren.
In Polyamid-Imid-Harzen, die zum Formen geeignet sind, sind typischerweise
etwa 95% der Amidsäuregruppen imidisiert. Geeignete Polyamid-Imid-Formharze
sind leicht in einer großen Vielfalt an Qualitäten kommerziell erhältlich,
insbesondere von Solvay Advanced Polymers als Torlon® Harze. In
bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist Torlon®
4000T Harz besonders gut geeignet.
Für die Anwendung bei der Durchführung dieser Erfindung
geeignete Fluorpolymere können jedwede im Stand der Technik für die Verwendung
als Schmiermittel bekannte Fluorpolymere sein und bevorzugt wird es ein Polytetrafluorethylen
(PTFE) sein. PTFE-Harze sind für ihre chemische Widerstandsfähigkeit und
für ihre Schmierfähigkeit und Zähigkeit weithin bekannt und PTFE-Pulver
werden seit langem verwendet, um die Schmierfähigkeit einer großen Vielfalt
an Materialien zu verbessern. PTFE-Kugeln oder -Perlen werden in Formharzzusammensetzungen
eingebettet, um als internes Schmiermittel zu wirken und um eine glatte rutschige
Oberfläche mit verbesserten Reibungs- und Verschleißeigenschaften zu erzeugen.
Geeignete Fluorpolymerharze sind kommerziell leicht von einer Vielzahl an Quellen
erhältlich, einschließlich Zonyl® Fluoradditive von der
DuPont Company, Daikin-PolyflonTM PTFE von Daikin® America
Inc, Polymist® PTFE von Ausimont und Polylube PA 5956 von Dyneon.
Im allgemeinen werden die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
Polyamid-Imid (PAI) und PTFE in Gewichtsverhältnissen von PAI:PTFE von etwa
80:20 bis etwa 97,5:2,5 umfassen. In bestimmten Ausführungsformen der Erfindung
betragen die Gewichtsverhältnisse von PAI:PTFE von etwa 85:15 bis etwa 95:5.
In anderen Ausführungsformen betragen die Gewichtsverhältnisse
von PAI:PTFE von etwa 90:10 bis etwa 95:5.
Von Zusammensetzungen mit viel höheren Gehalten an PTFE ist im
Stand der Technik offengelegt, dass sie gute Verschleißeigenschaften besitzen.
Jedoch beeinflussen sogar mäßige Mengen an PTFE in Hochleistungsharzzusammensetzungen
wie in Polyamid-Imid-Harzen die Festigkeitseigenschaften nachteilig und verringern
die Steifigkeit. Für Zusammensetzungen, welche mehr als etwa 10 Gew.-% PTFE
enthalten, sind die Abnahmen dieser mechanischen Eigenschaften bedeutend und schränken
ihre Verwendbarkeit für Anwendungen, bei denen Zähigkeit und Steifigkeit
wichtige Aspekte darstellen, stark ein. Daher werden solche Zusammensetzungen für
solche Anwendungen nicht bevorzugt sein.
Die für die Anwendung bei der Durchführung dieser Erfindung
geeigneten Kohlenstofffasern umfassen aus Pech hergestellte hochgraphitisierte Kohlenstofffaser,
die eine hohe thermische Leitfähigkeit und einen geringen oder negativen thermischen
Expansionskoeffizienten besitzten. Wie hierin verwendet soll der Begriff "Kohlenstofffasern"
graphitisierte, teilweise graphitisierte und ungraphitisierte Kohlenstoffverstärkungsfasern
oder eine Mischung davon umfassen. Die bevorzugte Kohlenstofffaser wird eine Pech-basierte
Kohlenstofffaser sein und im allgemeinen eine thermische Leitfähigkeit von
etwa 140 W/mK oder mehr besitzen. Bevorzugt wird die Kohlenstofffaser eine thermische
Leitfähigkeit von größer als etwa 300 W/mK besitzen. In bestimmten
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird die Kohlenstofffaser eine
thermische Leitfähigkeit von größer als etwa 600 W/mK besitzen. Andere
Ausführungsformen werden eine Kohlenstofffaser mit einer thermischen Leitfähigkeit
von größer als 900 W/mK und von größer als 1000 W/mK verwenden.
Eine Faser mit einer noch größeren thermischen Leitfähigkeit von
1300 W/mK bis zur thermischen Leitfähigkeit eines Graphiteinkristalls von 1800
W/mK und höher, wird ebenso geeignet sein.
Graphitisierte Pech-basierte Kohlenstofffasern, die wenigstens 50
Gew.-% graphitischen Kohlenstoff, mehr als etwa 75 Gew.-% graphitischen Kohlenstoff
und bis zu im wesentlichen 100 graphitischen Kohlenstoff enthalten, sind aus kommerziellen
Quellen leicht erhältlich. Eine hochgraphitische Kohlenstofffaser, die vorzugsweise
für die Anwendung bei der Durchführung dieser Erfindung geeignet ist,
kann ferner als hochleitfähig beschrieben werden und allgemein wird solch eine
Faser verwendet, die einen Modul von etwa 5,51 × 102 GPa bis etwa
8,27 × 102 GPa (etwa 80 bis etwa 120 Millionen Pound pro Quadratinch
d. h. Millionen lbs/in2 (MSI) besitzt. In bestimmten Ausführungsformen
besitzt die hochgraphitische Kohlenstofffaser einen Modul von etwa 5,86 × 102
GPa bis etwa 8,27 × 102 GPa (von etwa 85 bis etwa 120 MSI) und in
anderen bestimmten Ausführungsformen von etwa 6,89 × 102 GPa
bis etwa 7,83 × 102 GPa (etwa 100 bis 115 MSI).
Pech-basierte Kohlenstofffasern in einer Vielfalt an Festigkeiten
und Leitfähigkeiten sind von kommerziellen Quellen leicht erhältlich.
Fasern mit einer thermischen Leitfähigkeit, die in den Bereich von 300 W/mK
bis größer als 1100 W/mK fällt, einer Dichte von 2,16 bis über
2,2 g/cm3 und einem sehr hohen Zugmodul von 7,58 × 102
GPa (110 × 106 psi) bis größer als 8,27 × 102
GPa (120 × 106 psi) sind leicht von kommerziellen Quellen, einschließlich
Thornel® Pech-basierte Kohlenstofffaser von Cytec Carbon Fibers
erhältlich.
Die Kohlenstofffaser kann als Kohlenstoffschnittfaser oder in einer
Teilchenform wie sie durch Mahlen oder Zerreiben der Faser erhalten werden kann,
angewendet werden. Zerriebene graphitisierte Kohlenstofffaser, die für die
Anwendung bei der Durchführung dieser Erfindung geeignet ist, kann von kommerziellen
Quellen, einschließlich von Cytec Carbon Fibers als ThermalGraph®
DKD X und CKD X Qualitäten von Pech-basierter Kohlenstofffaser und von Mitsubishi
Carbon Fibers als Dialead Kohlenstofffaser, erhalten werden.
Weniger graphitische und daher eine geringere Leitfähigkeit aufweisende
Pech-basierte Faser ist im Stand der Technik für die Verwendung in verstärkten
oder Hochleistungsharzen ebenso bekannt. Jedoch wurde festgestellt, dass solche
Fasermaterialien im allgemeinen nachteilig für die Verschleißleistung
sind. Zusätzlich wurde festgestellt, dass PAN-basierte Kohlenstofffasern, welche
typischerweise eine thermische Leitfähigkeit in einem Bereich von 10–20
W/mK besitzen, auch als Additive zur Verbesserung des Verschleißes unwirksam
sind. Solch eine Faser wird daher nicht bevorzugt sein.
Zusammensetzungen gemäß der Erfindung können ferner,
zur weiteren Verbesserung der Verschleißeigenschaften, jedwedes aus der Vielzahl
der im Stand der Technik bekannten festen Gleitmitteladditive umfassen, vorzugsweise
einschließlich Graphit, Glimmer und ähnliche.
Geeigneter Graphit für die Verwendung in den Zusammensetzungen
gemäß der Erfindung kann kugelförmig oder flockig sein und wird für
einen guten Verschleißwiderstand einen Teilchendurchmesser von bevorzugt 250
&mgr;m oder weniger besitzen. Synthetischer und natürlicher Graphit werden
im allgemeinen geeignet sein und sind leicht von einer Vielzahl kommerzieller Quellen
erhältlich. Obwohl Zusammensetzungen, die einen hohen Anteil
an Graphit, im allgemeinen mehr als etwa 30 Gew.-%, umfassen, im Stand der Technik
für die Verwendung in Reibungsanwendungen bekannt sind, wird die Zugabe von
graphitischer Kohlenstofffaser gemäß der Erfindung die Verschleißeigenschaften
von Zusammensetzungen, die so wenig wie 5 Gew.-% Graphit enthalten, bedeutend begünstigen.
Für Polyamid-Imid-Zusammensetzungen, umfassend PTFE und von etwa 5 bis etwa
20 Gewichtsteilen („pbw") Graphit pro hundert Teile der kombinierten Polyamid-Imid
und PTFE-Harzkomponenten, oder von etwa 10 bis etwa 30 Gew.-% Graphit, bezogen auf
das gesamte kombinierte Gewicht, wird festgestellt, dass sie wesentlich verbesserte
Verschleißkenndaten über einen weiten Bereich von Bedingungen aufweisen,
wenn sie ferner mit graphitischer Kohlenstofffaser gemäß der Erfindung
compoundiert werden.
Von der Zugabe eines anorganischen, thermisch stabilen Schichtsilikates
geringer Härte wie Muskovitglimmer ist im Stand der Technik beschrieben, dass
diese zu ausserordentlichen Verbesserungen in den Verschleiß- und Reibungskenndaten
von bei hohen Drücken und hohen Arbeitsgeschwindigkeiten (hohe PV) verwendeten
Polyimidharzen führt. Ein Gehalt von etwa 5 bis etwa 20 Gewichtsteilen („pbw")
solcher Schichtsilikatadditive pro hundert Teile der kombinierten Polyamid-Imid-
und PTFE-Harzkomponenten in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen kann
zur Bereitstellung von Materialien, die unter solchen erschwerten Bedingungen verwendet
werden sollen, als erforderlich erachtet werden.
Die Erfindung wird durch Berücksichtigung der nachstehenden Anschauungsbeispiele
und Vergleichsbeispiele, welche als Erläuterung und nicht als Einschränkung
davon vorgesehen sind, besser verstanden werden. Wenn nicht anders angegeben, sind
in den Beispielen alle Teile und Prozentsätze auf das Gewicht bezogen.
BEISPIELE
Die in den nachstehenden Beispielen verwendeten Materialien umfassen:
PAI: Polyamid-Imid-Harz, erhalten als Torlon® 4000T Polyamid-Imid-Harz
von Solvay Advanced Polymers, L.L.C.
PTFE: Polytetrafluorethylen, pulverförmiges Harz, erhalten als Polylube
PA 5956 PTFE Micropulver von Dyneon.
Graphit: erhalten als Graphit der Qualität Nr. 4735 von Superior Graphite
Company
CF1: zerriebene, graphitisierte Pech-basierte Kohlenstofffaser mit hohem Modul,
welche eine thermische Leitfähigkeit von 400–700 W/mK und eine durchschnittliche
Länge von 200 Micron besitzt, erhalten als ThermalGraph® DKD
X Kohlenstofffaser von Cytec Carbon Fibers.
CF2: geschnittene graphitisierte Pech-basierte Kohlenstoffschnittfaser mit hohem
Modul mit einer thermischen Leitfähigkeit von 400–700 W/mK und einer
durchschnittlichen Länge von 2,54 × 10–2 m (1 Inch),
erhalten als ThermalGraph® CKD X Kohlenstofffaser von Cytec Carbon
Fibers.
PAN CF: PAN-basierte Kohlenstofffaser, 1/8'' Schnittfaser, erhalten als Fortafil
124 Kohlenstofffaser von AKZO.
P-CF: gemahlene, Pech-basierte Kohlenstofffaser mit niedrigem Modul mit einer
thermischen Leitfähigkeit von 22 W/mK, erhalten als VMX-29 Kohlenstofffaser
von Cytec Carbon Fibers.
Glimmer: Muscovitglimmer, Teilchen-Sollgröße 1–20 Micron, erhalten
als BC1-20 Qualität von AZCO Mining Inc.
Die Zusammensetzungen wurden vorgemischt, trommelgemischt und direkt
in die Einzugstasche eines ZSK 57 Schneckencompoundierextruders bei einer Zuführungsgeschwindigkeit
von 34,02–38,55 kg/h (75–85 lbs/h) unter Verwendung einer Schneckengeschwindigkeit
von 70 UpM und einem Schmelztemperaturbereich von 329–343°C (625–650°F)
zugeführt. Das Extrudat wurde zum Formen an der Düsenvorderseite unter
Verwenden eines rotierenden Messers in Pellets geschnitten.
Druckscheiben für Reibungsversuche wurden unter Verwendung einer
Engel 226796,18 kg (250 Tonnen), 141,75–226,80 g (5–8 Unzen) Spritzgusspresse
mit einem Vierfach-Formnest geformt. Die Proben zur Bestimmung der mechanischen
Eigenschaften wurden in gleicher Weise spritzgussgeformt. Die geformten Proben und
Scheiben wurden nach dem Formen thermisch gehärtet.
Tribologische Versuche wurden gemäß ASTM D3702 durchgeführt.
Die Druckscheiben wurden bei 0,876 MPa-m/s (25.000 PV (ftlb/min-in2))
bei 3657,60 m/s (200 ft/min)) für 20 Stunden eingefahren. Sie wurden dann bei
PVs von 0,876 Pa-m/s, 1,752 MPa-m/s und 2,628 MPa-m/s (25.000, 50.000 und 75.000)
alle bei 3657,60 m/s (200 ft/min) geprüft. Das Beispiel 11 und das Vergleichsbeispiel
13 wurden auch bei 914,40 m/s (50 ft/min) und 14630,40 m/s (800 ft/min)) geprüft.
Die Zeitdauer war jeweils abhängig von den Verschleißeigenschaften des
Materials; erfolgreiche Materialien wurden für 20 Stunden unter jedem Regime
geprüft.
Die Analyse des Koeffizienten der linearen thermischen Ausdehnung
(CLTE) wurde unter Verwendung der geformten und gehärteten Druckscheiben ausgeführt.
Die Ausdehnung wurde senkrecht zur Scheibenfläche von Raumtemperatur bis 255°C
(491°F) bei einer Anstiegsgeschwindigkeit von 5°C/min gemessen.
Die Messungen der thermischen Leitfähigkeit wurden unter Verwendung
von Druckscheiben, die zu flachen Scheiben mit 1/8'' Durchmesser geschliffen wurden,
ausgeführt. Die Prüfung erfolgte bei Raumtemperatur gemäß ASTM
C177 unter Verwendung des "Guarded hot plate" Verfahrens.
Die mechanischen Eigenschaften wurden gemäß Standard-ASTM-Verfahren
bestimmt. Die hergestellten Zusammensetzungen und die Prüfergebnisse sind in
den nachstehenden Tabellen zusammengefasst.
Es ist ersichtlich, dass Verschleißzusammensetzungen, die Polyamid-Imid,
PTFE und Graphit umfassen, gute Oberflächenschmierfähigkeit und gute Verschleißkenndaten
besitzen. Dennoch verringert die Zugabe von ausreichend PTFE, um gute Verschleißeigenschaften
zu ergeben, die Festigkeitseigenschaften und die Steifigkeit maßgeblich. Siehe
Vergleichsbeispiele C1–C3. Das Ersetzen der Graphitkomponente durch eine
hochgraphitische Pech-basierte Kohlenstofffaser wie in den Beispielen 1 und 2 ergibt
Zusammensetzungen, die ausgezeichnete Verschleißeigenschaften und eine gute
Schmierfähigkeit besitzen, was sich im Reibungskoeffizienten über einen
weiten Bereich von Drücken und Geschwindigkeiten (PV) niederschlägt. Alternativ
ergibt die Zugabe hochgraphitischer Pech-basierter Kohlenstofffaser zu den Graphit-enthaltenden
Verschleißzusammensetzungen wie in den Beispielen 2–7 auch eine maßgebliche
Verbesserung der Verschleißeigenschaften gegenüber den Kontrollzusammensetzungen
der Vergleichsbeispiele C1–C3.
Wieder ist ersichtlich, dass die Zusammensetzungen mit den hohen Anteilen
PTFE und Graphit eine maßgebliche Verringerung der Festigkeitseigenschaften
und der Steifigkeit zeigen. Vergleiche die mechanischen Eigenschaften der Beispiele
5–7 mit denen der Beispiele 1–4.
Tabelle 2. Reibungs- und Verschleißzusammensetzungen mit Glimmer
"a" = bei 0,8/6 (MPa – m/s) (25 KPV)
"b" = bei 1,752 (MPa – m/s) (50 KPV)
"c" = bei 2,628 (MPa – m/s) (75 KPV)
Es ist ersichtlich, dass die weitere Zugabe von Glimmer zu Reibungs-
und Verschleißzusammensetzungen den Verschleißfaktor und die Oberflächenschmierfähigkeit
verbessern, was sich im Reibungskoeffizienten dieser Verschleißzusammensetzungen
niederschlägt. Dennoch werden die Verschleißreibung bei niedriger Geschwindigkeit
und niedrigem Druck und die Verschleißeigenschaften negativ beeinflusst.
Vergleichsbeispiel C13 und Beispiel 11 entsprechen den Beispielen
PAI-1 bzw. PAI-2 aus der Veröffentlichung „Wear Performance of Ultra-Performance
Engineering Polymers" von Underwood, die hierin durch Bezugnahme zur Gänze
aufgenommen. ist. Vergleichsbeispiel C13 und Beispiel 11 entsprechen auch den Torlon®
4275 und Torlon® 4435 Harzen von Solvay Advanced Polymers L.L.C.
Die Zugabe einer hochgraphitischen Pech-basierten Kohlenstofffaser,
die geringe Zunahme des PTFE-Gehaltes, eine Anpassung von Graphit und die Zugabe
von Glimmer zur Reibungs- und Verschleißzusammensetzung C13 zeigt eine Verbesserung
des Verschleißwiderstandes und der Oberflächenschmierfähigkeit, was
sich im niedrigen Verschleißfaktor und den niedrigen Werten des Reibungskoeffizienten
der Zusammensetzung des Beispieles 11 niederschlägt.
Tabelle 4. Verschleißzusammensetzungen mit zugesetzter Pechbasierter
Faser
"a" = bei 0,8/6 (MPa – m/s) (25 KPV)
"b" = bei 1,752 (MPa – m/s) (50 KPV)
"c" = bei 2,628 (MPa – m/s) (75 KPV)
Es ist ersichtlich, dass das Zusetzen einer Pechfaser mit niedriger
Leitfähigkeit zu einer Verschleißzusammensetzung, die Graphit enthält,
wie in Vergleichsbeispiel C4, oder zu einer Zusammensetzung ohne Graphit wie in
Vergleichsbeispiel C5, die Verschleißkenndaten nicht verbessert. Tabelle 5. Verschleißzusammensetzungen mit zugesetzter PAN-Faser
"a" = bei 0,8/6 (MPa – m/s) (25 KPV)
"b" = bei 1,752 (MPa – m/s) (50 KPV)
"c" = bei 2,628 (MPa – m/s) (75 KPV)
Das Ersetzen der hochgraphitischen Faser durch PAN-Faser wie in Vergleichsbeispiel
C10 hat einen sehr nachteiligen Einfluß auf die Verschleißeigenschaften;
vergleiche auch die Eigenschaften für die Beispiele 6 und 7, Tabelle 1. Das
Zusetzen von PAN-basierter Kohlenstofffaser zu Verschleißzusammensetzungen,
welche Graphit enthalten, wie in den Vergleichsbeispielen C8 und C9, und zu Zusammensetzungen
ohne Graphit, wie in den Vergleichsbeispielen C6 und C7, verschlechtert auch die
Verschleißeigenschaften maßgeblich, sogar bei Zusammensetzungen mit einem
erhöhten Anteil an PTFE. Zusammensetzungen, umfassend Polyimid, Graphit und
Glimmer, sind im Stand der Technik für die Verwendung bei Hoch-PV-Bedingungen
beschrieben. Wie für Vergleichsbeispiel C11 ersichtlich ist, liefert die Zugabe
von Glimmer zu Polyamid-Imid-Zusammensetzungen verbesserte Verschleißeigenschaften
und eine verbesserte Schmierfähigkeit bei hohen Belastungen und hohen Geschwindigkeiten
(hohes PV). Dennoch ist die Leistung bei niedrigen PV-Bedingungen mangelhaft.
Die Erfindung wird daher als auf formbare Zusammensetzungen gerichtet
gesehen werden, die gute Reibungs- und Verschleißeigenschaften besitzen, umfassend
Polyamid-Imid-Harz, Fluorpolymer und hochgraphitische Pech-basierte Kohlenstofffaser.
Die Zusammensetzungen gemäß der Erfindung können vorzugsweise
als von etwa 57 Gew.-% bis etwa 90 Gew.-% Polyamid-Imid-Harz, bezogen auf das gesamte
Gewicht der Zusammensetzung, von etwa 3 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-% PTFE oder andere
geeignete Fluorpolymere, bezogen auf das gesamte Gewicht der Zusammensetzung, und
von größer als 5 Gew.-% bis etwa 40 Gew.-% hochgraphitische Pech-basierte
Kohlenstofffaser, bezogen auf das gesamte Gewicht der Zusammensetzung, umfassend
beschrieben werden. In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
ist das Polyamid-Imid-Harz in einer Menge von etwa 60 Gew.-% bis etwa 90 Gew.-%
vorhanden. Zusammensetzungen, umfassend von 57 Gew.-% bis etwa 85 Gew.-% Polyamid-Imid-Harz
und von 3 Gew.-% bis etwa 7,5 Gew.-% PTFE, zusammen mit hochgraphitischer Pechbasierter
Kohlenstofffaser in Mengen von 10 Gew.-% bis etwa 40 Gew.-%, und von 0 Gew.-% bis etwa
30 Gew.-% Graphit, bezogen auf das gesamte Gewicht der Zusammensetzung, sind besonders
attraktive Formharze, die ausgezeichnete Reibungs- und Verschleißeigenschaften
über einen weiten Bereich von Arbeitsgeschwindigkeiten und Drücken besitzen.
In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist Graphit in einer
Menge von 10 Gew.-% bis etwa 35 Gew.-% vorhanden. Die Reibungsleistung der Zusammensetzung
bei hohen Drücken und Geschwindigkeiten kann ferner durch weitere Zugabe eines
anorganischen thermisch stabilen Schichtsilikates geringer Härte, wie Muskovitglimmer,
verbessert werden.
Die Erfindung kann ferner auf ein zur Verbesserung der Reibungs- und
Verschleißleistung von geformten Harzzusammensetzungen gerichtetes Verfahren
beschrieben werden, umfassend ein Polyamid-Imid-Harz und ein Fluorpolymer wie PTFE,
umfassend Gewichtsverhältnisse von PAI:PTFE von etwa 80:20 bis etwa 97,5:2,5
in bestimmten Ausführungsformen der Erfindung betragen die Gewichtsverhältnisse
von PAI:PTFE von etwa 85:15 bis etwa 95:5 und in anderen Ausführungsformen
betragen die Gewichtsverhältnisse von PAI:PTFE von etwa 90:10 bis etwa 95:5,
wahlweise einschließlich Graphit und einer Menge von etwa 10 bis etwa 40 Gew.-%
von einer hochgraphitischen, Pech-basierten Kohlenstofffaser, bezogen auf das gesamte
kombinierte Gewicht.
Anspruch[de]
Zusammensetzung, umfassend von 57 Gew.-% bis 90 Gew.-% Polyamid-Imid-Harz,
von 3 bis 10 Gew.-% Fluorpolymer und von mehr als 5 Gew.-% bis 40 Gew.-% Pech-basierte
Kohlenstofffaser, die mindestens 50 Gew.-% graphitischen Kohlenstoff enthält.Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Pech-basierte Kohlenstofffaser mehr als 75 Gew.-% graphitischen Kohlenstoff enthält.Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Pech-basierte Kohlenstofffaser im wesentlichen 100 Gew.-% graphitischen Kohlenstoff
enthält.Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie
von 10 bis 30 Gew.-% Pech-basierte Kohlenstofffaser umfaßt, die mindestens
50 Gew.-% graphitischen Kohlenstoff und von 0 bis 30 Gew.-% Graphit enthält.Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Pech-basierte Kohlenstofffaser, die mindestens 50 Gew.-% graphitischen Kohlenstoff
enthält, eine thermische Leitfähigkeit von 400 bis 700 W/mK und eine durchschnittliche
Länge von 200 Mikron besitzt.Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie
von 65 Gew.-% bis 75 Gew.-% Polyamid-Imid-Harz, von 5 Gew.-% bis 10 Gew.-% Polytetrafluorethylen
und von 10 Gew.-% bis 30 Gew.-% Pech-basierte Kohlenstofffaser, die mindestens 50
Gew.-% graphitischen Kohlenstoff enthält, umfaßt.Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie
weiters ein anorganisches, thermisch stabiles Schichtsilikat mit geringer Härte
umfaßt.Zusammensetzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schichtsilikat Glimmer ist.Zusammensetzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie
von 65 Gew.-% bis 75 Gew.-% Polyamid-Imid-Harz, von 3 Gew.-% bis 10 Gew.-% Polytetrafluorethylen,
von 10 Gew.-% bis 30 Gew.-% Pech-basierte Kohlenstofffaser, die mindestens 50 Gew.-%
graphitischen Kohlenstoff enthält, und von 5 Gew.-% bis 10 Gew.-% Glimmer umfaßt.Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Fluorpolymer Polytetrafluorethylen ist.Verfahren zur Verbesserung der Verschleißeigenschaften einer Spritzgußzusammensetzung,
welche dadurch gekennzeichnet ist, daß sie ein Polyamid-Imid-Harz und Polytetrafluorethylen
umfaßt, welches Verfahren die Schmelzecompoundierung der Zusammensetzung mit
mehr als 5 Gew.-% bis 40 Gew.-% Pech-basierter Kohlenstofffaser, die mindestens
50 Gew.-% graphitischen Kohlenstoff enthält, umfaßt.Gegenstand, hergestellt durch Spritzgießen der Zusammensetzung
nach Anspruch 1 oder 7.