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Dokumentenidentifikation DE60219052T2 13.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001440427
Titel GERÄT ZUR ERZEUGUNG EINER OPTISCHEN TÄUSCHUNG
Anmelder Vogel, Leonard de, Amsterdam, NL
Erfinder de Vogel, Leonard, 1052 JR Amsterdam, NL
Vertreter Viering, Jentschura & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 60219052
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 18.09.2002
EP-Aktenzeichen 027608884
WO-Anmeldetag 18.09.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/NL02/00595
WO-Veröffentlichungsnummer 2003025891
WO-Veröffentlichungsdatum 27.03.2003
EP-Offenlegungsdatum 28.07.2004
EP date of grant 21.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse G09F 19/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A63H 13/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft ein Gerät zum Erzeugen einer optischen Illusion, welches aufweist mindestens einen Spiegel und angeordnet vor dem Spiegel eine Figur, die sowohl direkt als auch über den Spiegel sichtbar ist, wobei der mindestens eine Spiegel um eine Achse des Gerätes rotierbar ist und wobei die Figur während der Verwendung einen Weg um die Achse des Gerätes derart beschreibt, dass sie sich kontinuierlich vor dem Spiegel befindet.

Solch ein Gerät wurde zuvor vorgeschlagen und wird unter dem Namen „amazing praxinoscope kit" vermarktet.

Das bekannte Gerät weist eine ortsfeste Platte auf, auf welcher eine Anzahl von Figuren angeordnet ist, jede davon vor einer Spiegelfläche. Alle Spiegelflächen zusammen bilden ein Polyeder, das um eine Symmetrieachse des Gerätes angeordnet ist. Die vor den Spiegelflächen angeordneten Figuren können sowohl direkt als auch über die Spiegel gesehen werden. Das Gerät ist außerdem in seiner Gesamtheit drehbar.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Gerät zum Erzeugen einer optischen Illusion bereitzustellen, mit dem sehr spezielle Effekte erreicht werden können, die hier nachfolgend erklärt werden.

Das Gerät gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Figur während ihres Vorankommens auf dem Weg um die Achse des Gerätes eine Rotation um ihre Körperachse bei einer Rotationsrate durchmacht, die von ihrer Rate des Vorankommens auf dem Weg abhängt. Dies ergibt den überraschenden Effekt, dass das Spiegelbild der Figur stationär sein kann, während die betreffende Figur eine kombinierte Bewegung zusammengesetzt aus ihrem Vorankommen auf dem Weg und der Rotation um ihre Körperachse ausführt. Nebenbei bemerkt ist es mittels geeigneten Wählens der Rotationsrate der Figur auch möglich, dass das Spiegelbild der Figur nicht still steht, sondern es auch eine Rotationsbewegung ausführen zu lassen, die größer oder kleiner als die Rotationsbewegung der aktuellen Figur ist.

Der oben erwähnte überraschende Effekt des Gerätes gemäß der Erfindung kann insbesondere bequem in dem Ausführungsbeispiel realisiert sein, dadurch gekennzeichnet, dass die Figur auf einem rotierbaren Träger montiert ist, der zusammen mit dem mindestens einen Spiegel Positions-invariant auf oder in einem Rahmen, der um die Achse des Gerätes rotierbar ist, platziert ist. Nebenbei bemerkt ist es für den Träger und die Figur auch möglich, ein einziges Ganzes zu bilden. Um den gewünschten Effekt zu erreichen, ist es ferner wünschenswert, dass der rotierbare Träger mit einem Antriebsorgan bereitgestellt ist, das mit der Achse des Gerätes gekuppelt ist, so dass das Antriebsorgan von der Vorankommens-Rate des Trägers auf dem Weg abhängt.

Es gibt verschiedene Wege zum Antreiben des rotierbaren Trägers, auf dem die Figur befestigt ist.

In einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel des Gerätes wird das Antreiben realisiert, indem die Achse des Gerätes zentral angeordnet ist und mit einem stationären Sonnenrad ausgerüstet ist, und der rotierbare Träger mit einem rotierbaren Planetenrad, das um das Sonnenrad rotieren kann und zum Ermitteln der Rotationsrate des Planetenrades mit dem Sonnenrad interagiert, gekuppelt ist.

Für ein Positions-stationäres Kuppeln der dem Figuren-Subjekt auferlegten Rotation an die von dieser Figur auf ihrem Weg um die Achse des Gerätes vermutete Position ist es wünschenswert, dass das Sonnenrad und das Planetenrad mit einer interagierenden Verzahnung bereitgestellt sind.

Wie bereits oben erwähnt, ist es möglich, die Rate der Rotation der Figur zu variieren, ohne die Beziehung zwischen seiner Vorankommens-Rate um die Achse des Gerätes zu stören. In einem bestimmten Aspekt der Erfindung ist das Gerät jedoch dadurch gekennzeichnet, dass das Sonnenrad und das Planetenrad den gleichen Durchmesser aufweisen. Dies ergibt den zuvor erwähnten überraschenden Effekt, dass das Spiegelbild der Figur stationär ist, während die Figur diese kombinierte Bewegung des Vorangehens über den Weg und die Rotationsbewegung ausführt.

Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Antrieb für die Rotationsbewegung der Figur zu realisieren. Ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Gerätes, in dem solch ein Antrieb bereitgestellt ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsorgan als ein Antriebsband ausgebildet ist, das mit dem rotierbaren Träger und mit der Achse des Gerätes gekuppelt ist.

Das Gerät ist außerdem bevorzugt derart realisiert, dass es zwei oder mehr Spiegel gibt, wobei jeder Spiegel eine Fläche eines geschlossenen Polyeders bildet, und dass vor jedem Spiegel des Polyeders eine Figur platziert ist, wobei jede Figur eine Rotation um die Körperachse bei einer Rotationsgeschwindigkeit, die von der Vorankommens-Rate der Figur um die Achse des Gerätes abhängt, durchmacht. Auf diese Weise ist es möglich, dass die Spiegelbilder dieser Figuren, wenn von einem festen Beobachtungspunkt darauf geblickt wird, an einem Ort zu sein erscheinen, während sich die Figuren über ihren Weg fortbewegen. Wenn den Figuren nacheinander zu jeder zeit eine leicht unterschiedliche Pose oder Form gegeben wird, erscheint das von dem Beobachtungspunkt aus gesehene Spiegelbild so, als ob es durch eine fließende Bewegung oder Veränderung hindurch gehen würde.

Nachfolgend wird die Erfindung mit Bezug auf eine nicht beschränkende beispielhafte Ausführungsform eines in Übereinstimmung mit der Erfindung konstruierten Gerätes und mit Bezug auf die Zeichnung erklärt.

Die Zeichnung zeigt:

in 1 das Gerät gemäß der Erfindung in einem ersten Ausführungsbeispiel, wobei auf eine Anzahl von belanglosen Teilen verzichtet wird;

in 2 eine schematische Unteransicht des Antriebs eines Gerätes gemäß der Erfindung in einem zweiten Ausführungsbeispiel;

in 3 einen Querschnitt des Gerätes gemäß der Erfindung mit dem Verzicht auf eine Anzahl von Teilen, welches Gerät mit einem Planeten- und Getriebe-Rad-System ausgeführt ist; und

in 4 ein drittes Ausführungsbeispiel des Gerätes gemäß der Erfindung mit einem mechanischen Antrieb.

In den Figuren verwendete identische Bezugszeichen beziehen sich auf ähnliche Teile.

Zunächst Bezug nehmend auf 1 ist das Gerät gemäß der Erfindung zum Erzeugen einer optischen Illusion dargestellt, allgemein mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet. Das Gerät 1 weist eine zentrale Geräteachse 2 auf, in Bezug zu der eine Mehrzahl von reflektierenden Oberflächen 3 angeordnet sind, um ein symmetrisches Polyeder zu bilden.

In einem ersten Ausführungsbeispiel ist ein stationäres Sonnenrad 4 am Fuß der Spiegelflächen 3 angeordnet. An dieses Sonnenrad 4 ist eine Mehrzahl von Planetenrädern 5 gekuppelt, die auf einem Rahmen 6 montiert sind. Die Spiegelflächen 3 sind ebenso auf diesem Rahmen 6 in solch einer Weise montiert, dass sich jedes Planetenrad 5 kontinuierlich in der gleichen Position vor der zugehörigen Spiegelfläche 3 befindet. Rotation des Rahmens 6 verursacht, dass sich die Planetenräder 5 langsam entlang des stationären Sonnenrades 4 bewegen, wobei sie dazu veranlasst werden, um ihre Planetenachse zu rotieren. Auf jedem Planetenrad 5 ist eine Figur montiert; in dem dargestellten Fall ist dies „Lucky Luke", der Mann, der schneller schießt als sein Schatten. Die dargestellte Konstruktion veranlasst auch, dass die Figuren 7 während des Vorangehens der Planetenräder 5 auf ihrem Weg rund um das Sonnenrad 4 rotieren.

In dem in 1 dargestellten Fall sind die Planetenräder 5 mit einem Durchmesser verkörpert, der zu demjenigen des Sonnenrades 4 identisch ist. Das Ergebnis hiervon ist, dass das Vorangehen der Planetenräder 5 über ihren Weg die Figuren 7 dazu veranlasst, sich in solch einer Weise zu bewegen, dass das in einer Spiegelfläche 3 beobachtete Spiegelbild stationär ist.

2 stellt ein alternatives Ausführungsbeispiel für die Kupplung zwischen dem Sonnenrad 4 und den Planetenrädern 5 dar. In der in 2 dargestellten Konstruktion wird diese Kupplung mittels eines Antriebsbandes 12 bereitgestellt; nebenbei bemerkt sind auch andere Kupplungen wie beispielsweise Kettenantriebe, Schnurantriebe und hydraulische oder elektrische Motorantriebe möglich. Das ein und andere Teil hängt auch von den Dimensionen des Gerätes ab, welches von ein paar Zentimeter bis zu mehrere Meter variieren kann.

3 stellt ein Beispiel eines manuell betriebenen Gerätes gemäß der Erfindung dar, bei dem der Rahmen 6 und die Spiegelflächen 3 mit Hilfe eines am Kopf des Gerätes positionierten Steuerknopfes 8 zum Rotieren gebracht werden können.

4 stellt solch ein mittels eines Elektromotors 9, versorgt durch Batterien 10, angetriebenes Gerät dar. Der Rahmen 6 des Gerätes 1 ist über die Spiegelflächen 3 mit der Antriebswelle 11 des Elektromotors 9 gekuppelt.

Für den Fachmann ist es klar, dass innerhalb des Rahmens der Erfindung verschiedene andere Variationen vorstellbar sind. Die vorangehende Beschreibung der Erfindung, die auf eine Anzahl von beispielhaften Ausführungsformen Bezug nimmt, darf somit nicht als in irgendeiner Weise beschränkend verstanden werden. Diese Erklärung dient lediglich dazu, irgendwelche mögliche Zweideutigkeiten in den beigefügten Patentansprüchen, die den Schutzbereich der Erfindung bestimmen, zu mildern.


Anspruch[de]
Gerät zum Erzeugen einer optischen Illusion aufweisend mindestens einen Spiegel (3), und angeordnet vor dem Spiegel eine Figur (7), die sowohl direkt als auch über den Spiegel (3) sichtbar ist, wobei der mindestens eine Spiegel um eine Achse (2) des Gerätes rotierbar ist und wobei die Figur (7) während der Verwendung einen Weg um die Achse (2) des Gerätes derart beschreibt, dass sie sich kontinuierlich vor dem Spiegel (3) befindet, dadurch gekennzeichnet, dass die Figur (7) während ihres Vorankommens auf dem Weg um die Achse (2) des Gerätes eine Rotation um ihre Körperachse bei einer Rotationsrate durchmacht, die von ihrer Rate des Vorankommens auf dem Weg abhängt. Gerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass die Figur auf einem rotierbaren Träger (6), montiert ist, der zusammen mit dem mindestens einen Spiegel (3) Positions-invariant auf oder in einem Rahmen, der um die Achse des Gerätes rotierbar ist, platziert ist. Gerät gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet dass der rotierbare Träger mit einem Antriebsorgan (9) bereitgestellt ist, das mit der Achse des Gerätes gekuppelt ist, so dass das Antriebsorgan von der Vorankommens-Rate des Trägers auf dem Weg abhängt. Gerät gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des Gerätes zentral angeordnet ist und mit einem stationären Sonnenrad (4) ausgerüstet ist, und dass der rotierbare Träger mit einem rotierbaren Planetenrad (5), das um das Sonnenrad rotieren kann und zum Ermitteln der Rotationsrate des Planetenrades mit dem Sonnenrad interagiert, gekuppelt ist. Gerät gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sonnenrad (4) und das Planetenrad (5) mit einer interagierenden Verzahnung bereitgestellt sind. Gerät gemäß Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sonnenrad (4) und das Planetenrad (5) den gleichen Durchmesser aufweisen. Gerät gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsorgan als ein Antriebsband (12) ausgebildet ist, das mit dem rotierbaren Träger und mit der Achse des Gerätes gekuppelt ist. Gerät gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es zwei oder mehr Spiegel (3) gibt, wobei jeder Spiegel eine Fläche eines geschlossenen Polyeders bildet, und dass vor jedem Spiegel des Polyeders eine Figur platziert ist, wobei jede Figur eine Rotation um die Körperachse bei einer Rotationsgeschwindigkeit, die von der Vorankommens-Rate der Figur um die Achse des Gerätes abhängt, durchmacht.






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