1-AMIDO-4-PHENYL-4-BENZYLOXYMETHYL-PIPERIDIN DERIVATIVE UND VERWANDTE VERBINDUNGEN ALS NEUROKININ-1 (NK-1) ANTAGONSISTEN ZUR BEHANDLUNG VON ERBRECHEN, DEPRESSIONEN, ANGSTZUSTÄNDE UND HUSTEN
Diese Erfindung betrifft Antagonisten des Neuropeptid-Neurokinin-1-(NK1
oder NK-1)-Rezeptors, Zusammensetzungen, die die Antagonisten enthalten, und Verfahren
zur Verwendung der Antagonisten zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung
verschiedener Erkrankungen und Zustände, einschließlich Erbrechen, Depression,
Angststörungen und Husten.
Tachykinine sind Peptidliganden für Neurokininrezeptoren. Neurokininrezeptoren,
wie NK1, NK2 und NK3, sind an vielen verschiedenen
biologischen Verfahren beteiligt. Sie können sich in Nerven- und Kreislaufsystemen
sowie in peripheren Geweben von Säugern befinden. Die Modulierung dieser Typen
von Rezeptoren ist demzufolge untersucht worden, um verschiedene Erkrankungszustände
von Säugern möglicherweise zu behandeln oder zu verhindern. Es ist beispielsweise
berichtet worden, dass NK1-Rezeptoren an mikrovaskulärer Undichtigkeit
und Schleimsekretion beteiligt sind. Repräsentative Typen von Neurokininrezeptorantagonisten
und Störungen, die damit behandelt werden können, schließen beispielsweise
Schlaf, Schmerz, Migräne, Erbrechen, Schmerzen und Entzündung ein, siehe
beispielsweise US 6,329,401, US
5,760,018, US 5,620,989, WO 95/19344,
WO 94/13639 und WO 94/10165.
Die Bereitstellung eines NK1-Antagonisten, der potent und
selektiv ist und günstige therapeutische und pharmakologische Eigenschaften
und gute metabolische Stabilität besitzt, wäre daher günstig. Es
wäre außerdem vorteilhaft, einen NK1-Antagonisten bereitzustellen,
der zur Behandlung einer Vielfalt physiologischer Störungen, Symptome und Erkrankungen
wirksam ist, während Nebenwirkungen minimiert werden. Diese Erfindung liefert
solche NK1-Antagonisten.
Zusammenfassung der Erfindung
Diese Erfindung betrifft eine Verbindung mit der Formel (I):
oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz oder Solvat davon, worin
Ar1 und Ar2 jeweils unabhängig ausgewählt sind aus
der Gruppe bestehend aus (R19)n7-Heteroaryl and
X1 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus -O-, -S-, -SO-, -SO2-,
-NR12-, -N(COR12)– oder -N(SO2R15)–;
R1, R3 und R5 jeweils unabhängig ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus H und C1- bis C6-Alkyl;
und
R2, R4 und R6 jeweils unabhängig ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus H, -CONR13R14 und -(CH2)n1-G;
wobei G ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H, -CF3, -CHF2,
-CH2F, -OH, -O-(C1-C6)-Alkyl, -SO2R13,
-O-(C3-C8)cycloalkyl, -NR13R14, -SO2NR13R14,
-NR13SO2R1S, -NR13COR12,
-NR12(CONR13R14), -CONR13R14,
-COOR12 und C3- bis C8-Cycloalkyl; oder
R1 und R2 zusammen mit dem Kohlenstoff, an den sie gebunden
sind, einen C3- bis C6-Cycloalkylring bilden; oder
R1 und R2 zusammen mit dem Kohlenstoff, an den sie gebunden
sind, eine
-Gruppe bilden, mit der Maßgabe, dass
X1 -O- oder -NR12 ist, wenn das
gebildet wird; oder
R3 und R4 zusammen mit dem Kohlenstoff, an den sie gebunden
sind, eine
-Gruppe bilden; oder
R5 und R6 zusammen mit dem Kohlenstoff, an den sie gebunden
sind, eine
-Gruppe bilden;
R7 und R11 unabhängig ausgewählt sind aus der Gruppe
bestehend aus H, C1- bis C6-Alkyl, C3- bis C8-Cycloalkyl,
(R16)n7-Aryl-, (R19)n7-Heteroaryl-,
-COOR29, -CONR21R22, -CON(R21)(CH2)n-G1,
-S(O)n5(CH2)n-G1, -S(O)n5R13,
-CO(CH2)n1-G1 und -(CH2)n1-G1,
wobei
n 0 bis 4 ist und
G1 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H, -OH, (C1-C6)alkyl,
-O-(C1-C6)alkyl, -S(O)n5R13, -O-(C3-C8)Cycloalkyl,
-NR13R14, -SO2NR13R14, -NR13SO2R15,
-NR13COR12, -NR12(CONR13R14),
-OC(=O)R12, -CONR13R14, -COOR12, (C3-C8)Cycloalkyl,
-CF3, (R16)n7-Aryl-O-, (R16)n7-Aryl-,
(R19)n7-Heteroaryl, (R19)n7-Heterocycloalkyl
und Alkenyl (z. B. -CH=CH2 und -CH2-CH=CH2), und
mit der Maßgabe, dass, wenn n 0 ist, dann G1 ausgewählt ist
aus der Gruppe bestehend aus H, (C1-C6)-Alkyl, Alkenyl, -CONR13R14,
-COOR12, C3- bis C8-Cycloalkyl, -CF3,
(R16)n7-Aryl-, (R19)n7-Heteroaryl- und
(R19)n7-Heterocycloalkyl-;
mit der Maßgabe, dass, wenn n1 1 ist, dann G1 ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus H, (C1-C6)-Alkyl, Alkenyl,
-S(O)n5R13, -SO2NR13R14,
-CONR13R14, -COOR12, C3- bis C8-Cycloalkyl,
-CF3, (R16)n7-Aryl, (R19)n7-Heteroaryl,
wobei der Heteroarylring über einen Ringkohlenstoff an die -(CH2)n1-Gruppe
gebunden ist und (R19)n7-Heterocycloalkyl, wobei der Heterocycloalkylring
über einen Ringkohlenstoff an die -(CH2)n1-Gruppe gebunden
ist;
oder R7 und R11 zusammen mit dem Stickstoff, an den sie gebunden
sind, einen 5- bis 7-gliedrigen Heterocycloalkylring mit der folgenden Formel bilden:
oder
R7 und R11 zusammen mit dem Stickstoff, an den sie gebunden
sind, einen 5-gliedrigen Ring mit der Formel (A) oder (B) bilden:
X ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus -NR20-, -N(CONR13R14)-,
-N(CO2R13)-, -N(SO2R15)-, -N(COR12)-,
N(SO2NHR13)-, -O-, -S-, -SO-, -SO2-, -CF2-,
-CH2- und -C(R12)F-;
R8, R9 und R10 jeweils unabhängig aus der
Gruppe bestehend aus H, C1- bis C6-Alkyl, C3- bis
C8-Cycloalkyl, -OR12, Halogen, -CN, -NO2, -CF3,
-CHF2, -CH2F, -OCF3, -OCHF2, -OCH2F,
-COOR12, -CONR21R22, -NR21COR12,
-NR21CO2R15, -NR21CONR21R22,
-NR21SO2R15, -NR21R22, -SO2NR21R22,
-S(O)n5R15, (R16)n7-aryl und (R19)n7-Heteroaryl
ausgewählt sind;
R12 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H, C1-
bis C6-Alkyl und C3- bis C8-Cycloalkyl;
R13 und R14 jeweils unabhängig ausgewählt sind aus
der Gruppe bestehend aus H, C1- bis C6-Alkyl, C2-
bis C3-Alkyl-O-CH3, C3- bis C8-Cycloalkyl,
(R19)n7-Aryl(CH2)n6- und (R19)n7-Heteroaryl-(CH2)n6-;
oder
R13 und R14 zusammen mit dem Stickstoff, an den sie gebunden
sind, einen 4- bis 7-gliedrigen Ring bilden, der 0 bis 3 zusätzliche Heteroatome
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus -O-, -S- und -NR12- enthält;
R15 C1- bis C6-Alkyl, C3- bis C8-Cycloalkyl
oder -CF3 ist;
R16 1 bis 3 Substituenten ist, die unabhängig ausgewählt sind
aus der Gruppe bestehend aus C1- bis C6-Alkyl, C3-
bis C8-Cycloalkyl, C1- bis C6-Alkoxy, Halogen und
-CF3;
R19 1 bis 3 Substituenten ist, die unabhängig ausgewählt sind
aus der Gruppe bestehend aus C1- bis C6-Alkyl, C3-
bis C8-Cycloalkyl, -OH, Halogen, -CN, -NO2, -C(O)CF3,
-CF3, -CHF2, -CH2F, -OCF3, -OCHF2,
-OCH2F, -O-(C1-C6-Alkyl), -O-(C3-C8-Cycloalkyl),
-COOR12 -CONR21R22, -NR21R22,
-NR21COR12, -NR21CO2R12 -NR21CONR21R22,
-NR21SO2R15 und -S(O)n5R15;
R20 H, C1-C6-Alkyl, C3-C8-Cycloalkyl,
-(CH2)n6-Heterocyclo- alkyl, (R19)n7-Aryl
(CH2)n6- oder (R19)n7-Heteroaryl- (CH2)n6-
ist;
R21 und R22 jeweils unabhängig ausgewählt sind aus
der Gruppe bestehend aus H, C1- bis C6-Alkyl, C3-
bis C8-Cycloalkyl und Benzyl; oder
R21 und R22 zusammen mit dem Stickstoff, an den sie gebunden
sind, einen 4- bis 7-gliedrigen Heteroarylring bilden, der 0 bis 3 zusätzliche
Heteroatome ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus -O-, -S- und -NR12-
enthält;
R23 und R24 jeweils unabhängig ausgewählt sind aus
der Gruppe bestehend aus H, C1-C6-Alkyl und -CONR13R19
oder
R23 und R24 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden
sind, eine
-Gruppe bilden;
R25, R26, R27 und R28 eweils unabhängig
ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus H und C1- bis C6-Alkyl;
oder
R25 und R26 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden
sind, eine
-Gruppe bilden; oder
R27 und R28 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden
sind, eine
-Gruppe bilden;
R29 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus (C1-C6)-Alkyl
und (C3-C8)-Alkenyl;
n1 1 bis 4 ist;
n2 und n3 jeweils unabhängig 0 bis 3 sind mit der Maßgabe,
dass die Summe von n2 und n3 0 bis 4 beträgt; n4 0 bis 2 ist,
n5 0 bis 2 ist,
n6 0 bis 3 ist; und
n7 0 bis 3 ist und
mit der Maßgabe, dass, wenn n4 0 ist und R25 und R26
jeweils H sind, dann X nicht -O-, -NR20- oder -S- ist.
Diese Erfindung betrifft auch eine pharmazeutische Zusammensetzung,
die eine effektive Menge von mindestens einer (z. B. eine) Verbindung der Formel
(I) und einen pharmazeutisch annehmbaren Träger enthält.
Die Verbindungen der Formel (I) können in einem Verfahren zur
Beeinflussung eines NK1-Rezeptors bei einem Patienten verwendet werden,
bei dem dem Patienten eine wirksame Menge von mindestens einer (z. B. eine) Verbindung
der Formel (I) verabreicht wird.
Die Verbindungen der Formel (I) können auch in einem Verfahren
zur Behandlung einer NK1-Rezeptor-vermittelten Erkrankung (d. h. einer
Erkrankung, die mit einem NK1-Rezeptor zusam- menhängt, oder einer
Erkrankung, an der ein NK1-Rezeptor als Teil des Erkrankungsprozesses
beteiligt ist) bei einem Patienten, der dieser Behandlung bedarf, verwendet werden,
wobei dem Patienten bei dem Verfahren eine wirksame Menge von mindestens einer (z.
B. eine) Verbindung der Formel (I) verabreicht wird.
Die vorliegende Erfindung liefert somit die Verwendung von mindestens
einer (z. B. eine) Verbindung der Formel (I) zur Herstellung eines Medikaments zur
Behandlung einer Krankheit (oder Störung oder eines Zustands) bei einem Patienten,
der dieser Behandlung bedarf, wobei die Erkrankung ausgewählt ist aus der Gruppe
bestehend aus: (1) Erkrankungen der Atemwege (z. B. chronischer Lungenerkrankung,
Bronchitis, Pneumonie, Asthma, Allergie, Husten und Bronchospasmus), (2) entzündlichen
Erkrankungen (z. B. Arthritis und Psoriasis), (3) Hauterkrankungen (z. B. atopischer
Dermatitis und Kontaktdermatitis), (4) ophthalmalogischen Erkrankungen (z. B. Retinitis,
erhöhtem Augeninnendruck und Katarakten), (4) Erkrankungen des zentralen Nervensystems
(z. B. neurotischer Depression), Angststörungen (z. B. allgemeiner Angststörung,
sozialer Angststörung und Panikattacken), Phobien (z. B. sozialer Phobie) und
bipolarer Erkrankung, (5) Suchterkrankungen (z. B. Abhängigkeit von Alkohol
und Missbrauch psychoaktiver Substanzen, (6) Epilepsie, (7) Schmerzen, (8) Psychose,
(9) Schizophrenie, (10) Morbus Alzheimer, (11) mit AIDS zusammenhängender Demenz,
(12) Morbus Towne, (13) mit Stress zusammenhängenden Erkrankungen (z. B. posttraumatisches
Belastungssyndrom) (14) obsessive/Zwangserkrankungen, (15) Essstörungen (z.
B. Bulimie, Anorexia nervosa und Fressattacken), (16) Schlafstörungen, (17)
Manie, (18) prämenstruellem Syndrom, (19) Gastrointestinalerkrankungen (z.
B. Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Colitis und Erbrechen), (20) Atherosklerose, (21)
fibrosierende Erkrankungen (z. B. Lungenfibrose), (22) Fettleibigkeit, (23) Typ
II Diabetes, (24) mit Schmerz zusammenhängenden Erkrankungen (z. B. Kopfschmerzen,
wie Migräne, neuropatischer Schmerz, postoperativer Schmerz und chronische
Schmerzsyndrome), (25) Erkrankungen der Blase und des Urogenitaltrakts (z. B. interstitielle
Zystitis und Urininkontinenz), (26) Erbrechen (z. B. durch Chemotherapie ausgelöst
(z. B. durch Cisplatin, Doxorubicin und Taxane ausgelöst), durch Strahlung
ausgelöst, durch Bewegung ausgelöst (Reisekrankheit), durch Ethanol ausgelöst
und postoperative Übelkeit und Erbrechen), und (27) Übelkeit.
Diese Erfindung liefert somit auch die Verwendung von mindestens einer
(z. B. eine) Verbindung der Formel (I) zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung
einer Krankheit (oder Störung oder eines Zustands) bei einem Patienten, der
dieser Behandlung bedarf, wobei die Erkrankung ausgewählt ist aus der Gruppe
bestehend aus: einer Erkrankung der Atemwege (z. B. Husten), Depression, Angststörungen,
Phobie, bipolarer Störung, Alkoholabhängigkeit, Missbrauch psychoaktiver
Substanzen, Schmerzzuständen, Psychose, Schizophrenie, mit Stress zusammenhängender
Störung, obsessiver/Zwangsstörung, Bulimie, Anorexia nervosa, Fressattacken,
Schlafstörungen, Manie, prämenstruellem Syndrom, gastrointestinaler Erkrankung,
Fettleibigkeit, mit Schmerz zusammenhängenden Störungen (z. B. Kopfschmerzen,
wie Migräne, neuropathischer Schmerz, postoperativer Schmerz und chronische
Schmerzsyndrome), Blasenerkrankungen, Urogenitalerkrankungen, Erbrechen und Übelkeit.
Die Verbindungen der Formel (I) können auch verwendet werden
in (a) einem Verfahren zur Behandlung einer Erkrankung, bei der mikrovaskuläre
Undichtigkeit und Schleimsekretion vorliegen, bei einem Patienten, der dieser Behandlung
bedarf, wobei dem Patienten eine wirksame Menge von mindestens einer (z. B. eine)
Verbindung der Formel (I) verabreicht wird, oder
(b) einem Verfahren zur Behandlung von Asthma, Erbrechen, Übelkeit, Depressionen,
Angststörungen, Husten und mit Schmerz zusammenhängenden Erkrankungen
bei einem Patienten, der dieser Behandlung bedarf, wobei dem Patienten eine wirksame
Menge von mindestens einer (z. B. eine) Verbindung der Formel (I)
verabreicht wird, oder
(c) einem Verfahren zur Behandlung von Erbrechen, Depressionen, Angststörungen
und Husten bei einem Patienten, der dieser Behandlung bedarf, wobei dem Patienten
eine wirksame Menge von mindestens einer (z. B. eine) Verbindung der Formel (I)
verabreicht wird.
Diese Erfindung betrifft auch die Verwendung von mindestens einer
(z. B. eine) Verbindung der Formel (I) zur Herstellung eines Medikaments zum Antagonisieren
einer Wirkung einer Substanz P auf die Neurokinin-1-Rezeptorstelle bei einem Patienten,
der dieser Behandlung bedarf.
Diese Erfindung betrifft auch die Verwendung von mindestens einer
(z. B. eine) Verbindung der Formel (I) zur Herstellung eines Medikaments zur Blockade
von Neurokinin-1-Rezeptoren bei einem Patienten, der dieser Behandlung bedarf, bei
der dem Patienten mindestens eine (z. B. eine) Verbindung der Formel (I) verabreicht
wird.
Diese Erfindung betrifft auch die Verwendung von mindestens einer
(z. B. eine) Verbindung der Formel (I) zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung
von Depression und/oder Angststörungen bei einem Patienten, der dieser Behandlung
bedarf, bei der dem Patienten eine wirksame Menge von einer oder mehreren (z. B.
eine) Verbindungen der Formel (I) in Kombination mit einer wirksamen Menge von einem
oder mehreren (z. B. einem) Antidepressivum und/oder einem oder mehreren (z. B.
einem) Anxiolytikum verabreicht wird.
Die Verbindungen der Formel (I) können auch verwendet werden
in (i) einem Verfahren zur Behandlung einer NK1-Rezeptorvermittelten
Erkrankung bei einem Patienten, der dieser Behandlung bedarf, bei dem dem Patienten
eine wirksame Menge von einer oder mehreren (z. B. eine) Verbindung der Formel (I)
in Kombination mit einer wirksamen Menge von einem oder mehreren (z. B. einem) selektiven
Serotoninwiederaufnahmeinhibitor(en) ("SSRIs") verabreicht wird, oder
(ii) einem Verfahren zur Behandlung von Depression und/oder Angststörung
bei einem Patienten, der dieser Behandlung bedarf, bei dem dem Patienten eine wirksame
Menge von einer oder mehreren (z. B. eine) Verbindung der Formel (I) in Kombination
mit einer wirksamen Menge von einem oder mehreren (z. B. einem) selektiven Serotoninwiederaufnahmeinhibitor(en)
verabreicht wird, oder
(iii) einem Verfahren zur Behandlung einer NK1-Rezeptorvermittelten
Erkrankung bei einem Patienten, der dieser Behandlung bedarf, bei dem dem Patienten
eine wirksame Menge von mindestens einer (z. B. eine) Verbindung der Formel (I)
in Kombination mit mindestens einem (z. B. einem) Therapeutikum verabreicht wird,
das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus: anderen Typen von NK1-Rezeptorantagonisten
(z. B. jenen, die in den oben im Hintergrundabschnitt genannten Patenten der Neurokininrezeptorantagonisten
genannt sind), Prostanoiden, H1-Rezeptorantagonisten, &agr;-adrenergischen
Rezeptoragonisten, Dopaminezeptoragonisten, Melanocortinrezeptoragonisten, Endothelinrezeptorantagonisten,
Endothelin umwandelndes Enzym-Inhibitoren, Angiotensin II-Rezeptorantagonisten,
Angiotensin umwandelndes Enzym-Inhibitoren, neutrale Metalloendopeptidase-Inhibitoren,
ETA-Antagonisten, Renininhibitoren, Serotonin 5-HT3-Rezeptorantagonisten
(z. B. Ondansetron), Serotonin 5-HT2c-Rezeptoragonisten, Nociceptinrezeptoragonisten,
Glucocorticoiden (z. B. Dexamethason), rho-Kinase-Inhibitoren, Kaliumkanalmodulatoren
und Inhibitoren von Mehrfacharzneimittelresistenzprotein 5, oder
(iv) einem Verfahren zur Behandlung einer NK1-vermittelten Erkrankung
bei einem Patienten, der dieser Behandlung bedarf, bei dem dem Patienten eine wirksame
Menge von mindestens einer (z. B. eine) Verbindung der Formel (I) in Kombination
mit mindestens einem (z. B. einem) Therapeutikum verabreicht wird, das ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus: Prostanoiden, wie Prostaglandin E1;
&agr;-adrenergen Agonisten wie Phentolaminmesylat; Dopaminrezeptoragonisten, wie
Apomorphin; Angiotensin II-Antagonists, wie Losartan, Irbesartan, Valsartan und
Candesartan; ETA-Antagonists, wie Bosentan und ABT-627; Serotonin 5-HT3
Rezeptorantagonisten, wie Ondansetron, und Glucocorticoiden, wie Dexamethason; oder
(v) einem Verfahren zur Behandlung einer NK1-Rezeptorvermittelten
Erkrankung bei einem Patienten, der dieser Behandlung bedarf, bei dem dem Patienten
eine wirksame Menge von mindestens einer (z. B. eine) Verbindung der Formel (I)
in Kombination mit mindestens einem (z. B. einem) Therapeutikum verabreicht wird,
das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus: anderen Typen von NK1-Rezeptorantagonisten,
SSRIs, Dopaminrezeptoragonisten, Serotonin 5-HT3-Rezeptorantagonisten,
Serotonin 5-HT2c-Rezeptoragonisten, Nociceptinrezeptoragonisten, Glucocorticoiden
und Inhibitoren des Mehrfacharzneimittelresistenzproteins 5, oder
(vi) einem Verfahren zur Behandlung von Erbrechen, Übelkeit und/oder Brechreiz
bei einem Patienten, der dieser Behandlung bedarf, bei dem dem Patienten eine wirksame
Menge von mindestens einer (z. B. eine) Verbindung der Formel (I) in Kombination
mit einer wirksamen Menge von mindestens einem (z. B. einem) Serotonin 5-HT3-Rezeptorantagonisten
(z. B. Ondansetron) und/oder mindestens einem Glucocorticoid (z. B.
Dexamethason) verabreicht wird.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Wenn nicht anders gesagt, gelten die folgenden Definitionen in der
Beschreibung und den Ansprüchen. Chemische Bezeichnungen, übliche Bezeichnungen
und chemische Strukturen können austauschbar zur Beschreibung der gleichen
Struktur verwendet werden. Diese Definitionen gelten unabhängig davon, ob ein
Begriff als solcher oder in Kombination mit anderen Begriffen verwendet wird, wenn
nicht anders angegeben. Die Definition von "Alkyl" gilt somit für "Alkyl" sowie
die "Alkyl"-Anteile von "Hydroxyalkyl", "Halogenalkyl", Alkoxy usw.
(Boc) ist tert.-Butoxycarbonyl.
(Boc)2O ist Di-tert.-butyldicarbonat.
CBS ist (S)-Methyloxazaborolidin, ein Corey-Bakshi-Shibata-Katalysator
(beschrieben in E. S. Corey, R. K. Bakshi und S. Shibata, J. Am. Chem. Soc, 109,7925
(1987)).
CBZ ist Carbonylbenzyloxy (d. h. -C(O) OCH2C6H5).
CDI ist Carbonyldiimidazol.
DBU ist 1,8-Diazabicyclo[5.4.0]undec-7-en.
DCC ist 1,3-Dicyclohexylcarbodiimid.
DIBAL oder DIBAL-H ist Diisobutylaluminumhydrid.
DIEA ist Diisopropylethylamin.
DMAP ist Dimethylaminopyridin.
DMSO ist Dimethylsulfoxid.
EDC ist 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid·HCl.
HOBT ist Hydroxybenzotriazol.
Ph steht für Phenyl.
TEMPO ist ein freies Radikal von 2,2,6,6-Tetramethyl-1-pi-peridinyloxy.
THF ist Tetrahydrofuran.
DC ist Dünnschichtchromatographie.
TMSCl ist Chlortrimethylsilan.
"Mindestens eine, einer, eines", Beispiele schließen 1–3,
1–2 oder 1 ein.
"Heteroatom" bedeutet ein Stickstoff-, Schwefel- oder Sauerstoffatom.
Mehrere Heteroatome in derselben Gruppe können gleich oder unterschiedlich
sein.
"Ein oder mehrere", Beispiele schließen 1–3, 1–2
oder 1 ein.
"Patient" schließt Säuger (z. B. Menschen) und Nicht-Säuger
ein.
"Alkyl" steht für eine substituierte oder unsubstituierte, geradkettige
oder verzweigte, gesättigte Kohlenwasserstoffkette mit der angegebenen Anzahl
von Kohlenstoffatomen. Wenn die Anzahl der Kohlenstoffatome nicht spezifiziert ist,
sind 1 bis 20 Kohlenstoffatome gemeint. Bevorzugte Alkylgruppen enthalten 1 bis
12 Kohlenstoffatome in der Kette. Besonders bevorzugte Alkylgruppen
enthalten 1 bis 6 Kohlenstoffatome in der Kette. Nicht-einschränkende Beispiele
für geeignete Alkylgruppen schließen Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl,
n-Butyl, t-Butyl, n-Pentyl, Heptyl, Nonyl, Decyl, Fluormethyl und Trifluormethyl
ein.
"Alkoxy" bedeutet eine -O-Alkyl Gruppe. Zu repräsentativen Alkoxygruppen
gehören Methoxy, Ethoxy und Isopropoxy.
"Aryl" bedeutet hier ein substituiertes oder unsubstituiertes, aromatisches,
mono- oder bicyclisches, carbocyclisches Ringsystem mit einem bis zwei aromatischen
Ringen. Die Aryleinheit hat allgemein 6 bis 14 Kohlenstoffatome, vorzugsweise 6
bis 10 Kohlenstoffatome, wobei alle verfügbaren substituierbaren Kohlenstoffatome
der Aryleinheit als mögliche Bindungspunkte vorgesehen sind. Zu repräsentativen
Beispielen gehören Phenyl, Tolyl, Xylyl, Cumenyl, Naphthyl, Indanyl, Indenyl
oder dergleichen. Die carbocyclische Einheit kann gewünschtenfalls mit einer
bis fünf, vorzugsweise einer bis drei Einheiten substituiert sein, wie Mono-
bis Pentahalogen, Alkyl, Trifluormethyl, Phenyl, Hydroxy, Alkoxy, Phenoxy, Amino,
Monoalkylamino, Dialkylamino oder dergleichen, wobei die Einheiten unabhängig
ausgewählt sind.
"Cycloalkyl" oder "Cycloalkan" bedeutet hier einen unsubstituierten
oder substituierten, gesättigten, stabilen, nichtaromatischen, carbocyclischen
Ring mit vorzugsweise drei bis fünfzehn Kohlenstoffatomen, insbesondere drei
bis acht Kohlenstoffatomen. Der Cycloalkylring kann mit einem bis drei Cycloalkyl-,
aromatischen (z. B. benzokondensierten), heterocyclischen oder heteroaromatischen
Ringen kondensiert sein. Das Cycloalkyl kann an jedes endocyclische Kohlenstoffatom
gebunden werden, das zu einer stabilen Struktur führt. Bevorzugte carbocyclische
Ringe haben fünf bis sechs Kohlenstoffatome. Zu Beispielen für Cycloalkylreste
gehören Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl und dergleichen.
"Hal" oder "Halo" oder "Halogen" oder "Halogenid" bedeutet einen Chlor-,
Brom-, Fluor- oder Iodatomrest. Chloride, Bromide und Fluoride sind bevorzugte Halogenide.
"Heteroaryl" bedeutet ein aromatisches monocyclisches oder multicyclisches
Ringsystem, das etwa 5 bis etwa 14 Ringatome, vorzugsweise etwa 5 bis etwa 10 Ringatome
enthält, wobei ein oder mehrere der Ringatome ein von Kohlenstoff verschiedenes
Element ist, d. h. der Heteroarylring enthält ein oder mehrere Heteroatome,
die unabhängig aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind.
Bevorzugte Heteroarylringe enthalten etwa 5 bis etwa 6 Ringatome. Ein Stickstoffatom
eines Heteroarylrings kann gegebenenfalls zu dem entsprechenden N-Oxid oxidiert
sein. Repräsentative Heteroaryl- (heteroaromatische) Gruppen sind Pyridinyl-,
Pyrimidinyl-, Pyrazinyl-, Pyridazinyl-, Furanyl-, Benzofuranyl-, Thienyl-, Benzothienyl-,
Thiazolyl-, Thiadiazolyl-, Imidazolyl-, Pyrazolyl-, Triazolyl-, Isothiazolyl-, Benzothiazolyl-,
Benzoxazolyl-, Oxazolyl-, Pyrrolyl-, Isoxazolyl-, 1,3,5-Triazinyl- und Indolylgruppen.
"Heterocycloalkyl" bedeutet ein unsubstituiertes oder substituiertes,
gesättigtes, mono- oder multicyclisches Ringsystem, das drei bis fünfzehn
Mitglieder und vorzugsweise drei bis Ringatome enthält, wobei 1 bis 3 der Ringatome
Heteroatome ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus -NR30-, -O-
und -Ssind, wobei R30 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
H, C1- bis C6-Alkyl, C3- bis C8-Cycloalkyl
und -COCF3, wobei der Heterocycloalkylring gegebenenfalls an den Ringkohlenstoffatomen
substituiert ist, wobei 1 bis 3 der Substituenten ausgewählt sind aus der Gruppe
bestehend aus C1- bis C6-Alkyl, C3-bis C8-Cycloalkyl,
-OH, Halogen, -CN, -NO2, -C(O)CF3, -CF3, -CHF2,
-CH2F, -OCF3, -OCHF2, -OCH2F, -O-(C1-C6-Alkyl),
-O-(C3-C8-Cycloalkyl), -COOR12, -CONR21R22,
-NR21R22, -NR21COR12, -NR21CO2R12,
-NR21CONR21R22, -NR21SO2R15
und -S(O)n5R15;
"Hydroxyalkyl" bedeutet eine Alkylgruppe mit mindestens einem Hydroxysubstituenten
(z. B. einem -OH). Die Alkylgruppe kann auch mit anderen Gruppen substituiert sein.
Zu repräsentativen Hydroxyalkylgruppen gehören Hydroxymethyl-, Hydroxyethyl-
und Hydroxypropylgruppen.
"Prodrug" bedeutet Verbindungen, die Wirkstoffvorläufer sind,
die nach der Verabreichung an einen Patienten in vivo über irgendeinen chemischen
oder physiologischen Prozess den Wirkstoff freisetzen (z. B. wird ein Prodrug dadurch,
dass es in den physiologischen pH-Wert gebracht wird, oder durch enzymatische Wirkung
in die gewünschte Wirkstoffform umgewandelt). Eine Erörterung von Prodrugs
findet sich in T. Higuchi und V. Stella, Pro-drugs as Novel Delivery Systems (1987),
Band 14 der A.C.S. Symposium-Reihe, und in Bioreversible Carriers in Drug Design,
Edward B. Roche, Herausgeber, American Pharmaceutical Association and Pergamon Press,
(1987).
"Effektive Menge" bedeutet hier eine Menge einer Verbindung oder Zusammensetzung,
die ausreicht, um die Symptome und/oder Zustände, die behandelt werden, signifikant
und positiv zu verändern (z. B. eine positive klinische Reaktion hervorzurufen).
Die effektive Menge eines aktiven Bestandteils zur Verwendung in einer
pharmazeutischen Zusammensetzung variiert mit dem speziellen behandelten Zustand,
dem Schweregrad des Zustands, der Behandlungsdauer, der Art der gleichzeitig verabreichten
Therapie, dem/den speziellen aktiven Bestandteil(en), der/die verwendet wird/werden,
und ähnlichen Faktoren innerhalb des Wissens und der Erfahrung des behandelnden
Arztes.
Wenn nicht gegenteilig angegeben ist, ist ein Substituent über
die zuletzt genannte Einheit des Substituenten an die Struktur gebunden. Ein "Arylalkyl"-Substituent
bindet sich beispielsweise an einer Struktur über den "Alkyl"-Anteil des Substituenten.
Wenn ein Substituent mehr als ein Mal in einer Formel vorkommt (z.
B. (R16)n7, wobei n7 2 oder 3 ist), erfolgt jede
Auswahl bei jedem Vorkommen unabhängig von den anderen Auswahlen, wenn nicht
anders angegeben.
Diese Erfindung betrifft Verbindungen mit der Formel (I) einschließlich
beliebiger und aller Isomere, wie Enantiomeren, Stereoisomeren, Diastereomeren,
Atropisomeren, Rotomeren und Tautomeren, und Prodrugs der Verbindungen mit der Formel
(I) und die Isomere davon und ihre entsprechenden Salze, Solvate (z. B. Hydrate),
Ester und dergleichen.
Die Erfindung betrifft auch pharmazeutische Zusammensetzungen, die
eine oder mehrere Verbindungen der Formel (I) und einen oder mehrere pharmazeutisch
annehmbare Hilfsstoffe/Träger enthalten, oder Salze, Solvate und Ester davon.
Die Verbindungen der Formel (I) können zur Behandlung einer Vielfalt
von Erkrankungen, Symptomen und physiologischen Störungen brauchbar sein, wie
Erbrechen, Depression, Angststörungen und Husten. Die Erfindung betrifft somit
auch die Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Behandlung dieser
Typen von Erkrankungen, Symptomen und Störungen, indem einem Patienten, der
dieser Behandlung bedarf, eine effektive Menge der pharmazeutischen Zusammensetzung
verabreicht wird, die mindestens eine Verbindung mit der Formel (I) und mindestens
einen pharmazeutisch annehmbaren Hilfsstoff/Träger enthält.
Verbindungen mit der Formel (I) können mindestens ein asymmetrisches
Kohlenstoffatom aufweisen. Alle Isomere, einschließlich Stereoisomeren, Diastereomeren,
Atropisomeren, Enantiomeren, Tautomeren und Rotationsisomeren in reiner Form und
Mischungen einschließlich racemischer Mischungen werden als Teil der Erfindung
angesehen. Prodrugs, Salze, Solvate, Ester, usw., die von Verbindungen mit der Formel
(I) abgeleitet sind, oder Vorläufer davon fallen ebenfalls in den Umfang der
Erfindung. Die Erfindung beinhaltet d- und l-Isomere sowohl in reiner Form als auch
gemischt einschließlich racemischer Mischungen. Isomere können unter Verwendung
konventioneller Techniken hergestellt werden, entweder indem optisch reine oder
optisch angereicherte Ausgangsmaterialien umgesetzt werden oder indem Isomere einer
Verbindung der Formel (I) getrennt werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in unsolvatisierten
sowie solvatisierten Formen einschließlich hydratisierten Formen vorliegen.
Im Allgemeinen sind die solvatisierten Formen mit pharmazeutisch annehmbaren Lösungsmitteln,
wie Wasser, Ethanol und dergleichen, für erfindungsgemäße Zwecke
den unsolvatisierten Formen äquivalent.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können mit organischen
und anorganischen Säuren pharmazeutisch annehmbare Salze bilden. Pyridostickstoffatome
können beispielsweise Salze mit starken Säuren bilden, während Verbindungen
mit basischen Substituenten, wie Aminogruppen, auch Salze mit schwächeren Säuren
bilden. Beispiele für geeignete Säuren zur Salzbildung sind Salz-, Schwefel-,
Phosphor-, Essig-, Citronen-, Malon-, Salicyl-, Äpfel-, Fumar-, Bernstein-,
Ascorbin-, Malein-, Methansulfonsäure und andere Mineral- und Carbonsäuren,
die Fachleuten gut bekannt sind. Die Salze werden hergestellt, indem die freien
Basenformen mit einer ausreichenden Menge der gewünschten Säure kontaktiert
werden, um in konventioneller Weise ein Salz zu produzieren. Die freien Basenformen
können durch Behandlung des Salzes mit einer geeigneten verdünnten wässrigen
Basenlösung regeneriert werden, wie mit verdünntem wässrigem Natriumhydroxid,
Kaliumcarbonat, Ammoniak oder Natriumbicarbonat. Die freien Basenformen können
sich in bestimmten physikalischen Eigenschaften, wie Löslichkeit in po- laren
Lösungsmitteln, etwas von ihren jeweiligen- Salzformen unterscheiden, die Salze
sind ansonsten für erfindungsgemäße Zwecke jedoch zu ihren jeweiligen
freien Basenformen äquivalent. Saure erfindungsgemäße Verbindungen
(z. B. jene Verbindungen, die eine Carboxylgruppe oder phenolische Hydroxylgruppe
besitzen) bilden mit anorganischen und organischen Basen pharmazeutisch annehmbare
Salze. Beispiele für solche Salztypen sind die Natrium-, Kalium-, Calcium-,
Aluminium-, Gold- und Silbersalze. Salze, die mit pharmazeutisch annehmbaren Aminen,
wie Ammoniak, Alkylaminen, Hydroxyalkylaminen, N-Methylglucamin
und dergleichen, gebildet sind, sind auch eingeschlossen. In der Technik sind viele
derartige Salztypen bekannt, beispielsweise jene, die in WO 87/05297 beschrieben
sind. Zu bevorzugten kationischen Salzen gehören Alkalimetallsalze (z. B. Natrium
und Kalium) und Erdalkalimetallsalze (z. B. Magnesium und Calcium). Zu bevorzugten
anionischen Salzen gehören Halogenid- (z. B. Chlorid), Acetat- und Phosphatsalze.
Alle derartigen Säure- und Basesalze sollen pharmazeutisch. annehmbare
Salze innerhalb des Umfangs der Erfindung sein, und alle Säure- oder Basensalze
werden für erfindungsgemäße Zwecke als zu den freien Formen der entsprechenden
Verbindungen äquivalent angesehen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Verbindungen
der Formel (I): ist X1 -O- und Ar1 und Ar2 sind
jeweils unabhängig
wobei R8, R9 und R10 wie für Formel (I) definiert
sind. Gemäß einer bevorzugteren Ausführungsform der Verbindungen
der Formel (I): ist X1 -O- und Ar1 und Ar2 sind
jeweils unabhängig
wobei R8, R9 und R10 jeweils unabhängig ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus H, -CH3, Halogen und -CF3.
R1 ist ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H und
CH3, und R2 ist ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, CH3
und CH2OH. Vorzugsweise ist bei den Verbindungen der Formel (I) R4
H, oder R3 und R4 bilden zusammen mit dem Kohlenstoff, an
den
sie gebunden sind, die Gruppe
Vorzugsweise bilden bei den Verbindungen der Formel (I) R7
und R11 zusammen mit dem Stickstoff, an den sie gebunden sind, einen
5- bis 7-gliedrigen Heterocycloalkylring mit der Formel:
wobei X, R5, R6, R23, R24, R25,
R26 und n4 wie für Formel (I) definiert sind.
Bei den Verbindungen der Formel (I) sind vorzugsweise ein oder zwei
von R8, R9 und R10 das gleiche oder unterschiedliches
Halogen (beispielsweise ist jedes Halogen unabhängig ausgewählt aus der
Gruppe bestehend aus F und Cl), und die restlichen ein oder zwei von R8,
R9 und R10 sind jeweils H.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Verbindungen
der Formel (I) gilt vorzugsweise:
,und
wobei R8 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H und F, und
R9 und R10 jeweils unabhängig ausgewählt sind aus
der Gruppe bestehend aus H, -CF3, F, Cl und -CF3.
Gemäß anderen Ausführungsformen der Verbindungen der
Formel (I) gilt:
X1 ist vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus -O-
und -NR12-, und insbesondere ist X1 -O-,
X ist vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus -NR20-,
-O- und -CH2-,
wenn Ar1, Ar2, R7 und/oder R11 einen
(R19)n7-Substituenten aufweisen, dann ist n7 vorzugsweise
1 bis 3 und jeder R19-Substituent ist unabhängig ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus H und C1- bis C6-Alkyl (z. B.
-CH3), und/oder
wenn X -NR20- ist, dann ist R20 vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus H und C1- bis C6-Alkyl (z. B.
-CH3).
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Verbindungen
der Formel (I) gilt vorzugsweise:
X1 ist -O-; und
R3, R4, R5, R6, R27 und R28
sind jeweils H.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Verbindungen
der Formel (I) ist, wenn R7 aus der Gruppe bestehend aus H und Alkyl
ausgewählt ist, R11 dann ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus C3- bis C8-Cycloalkyl, (R16)n7-Aryl-, (R19)n7-Heteroaryl-,
-COOR29, -CONR21R22, -CON(R21) (CH2)n-G1,
-S(O)n5(CH2)n-G1, -S(O)n5R13,
-CO(CH2)n-G1 und –(CH2)n1-G1.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Verbindungen
der Formel (I) ist, wenn R7 aus der Gruppe bestehend aus H und Alkyl
ausgewählt ist, R11 dann ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus C3- bis C8-Cycloalkyl, (R16)n7-Aryl-,
(R19)n7-Heteroaryl-, -COOR29, -CONR21R22,
-CON(R21)(CH2)n-G1, -S(O)n5(CH2)n-G1,
-S(O)n5R13, -CO(CH2)n-G1
und –(CH2)n1-G1.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Verbindungen
der Formel (I) ist R7 H, und R11 ist ausgewählt aus der
Gruppe bestehend aus -COOR29, -CONR21R22, -CON(R21)
(CH2)n-G1, -S(O)n5(CH2)n-G1,
-S(O)n5R13 und -CO(CH2)n-G1,
wobei das R11.
Bevorzugte Verbindungen der Formel (I) sind die Verbindungen der Beispiele
48 bis 64 (siehe die folgende Tabelle 2).
Zu bevorzugteren erfindungsgemäßen Verbindungen gehören
die Beispiele Nr. 49, 51, 56, 57 und 64.
Die folgenden Verfahren können zur Herstellung von Verbindungen
der Formel (I) verwendet werden.
Verbindungen der Formel (I) können aus Intermediatverbindung
(5) hergestellt werden.
Herstellung von Intermediatverbindung (5) – Verfahren 1 bis 3
Verfahren 1:Stufe 1:
Eine geeignet substituierte, im Handel erhältliche Piperidinsäure
(1) kann mit Metallhydridreduktionsmitteln, vorzugsweise LiALH4, zu dem
Alkohol reduziert werden. Die resultierende Reaktionsmischung kann mit einer geeigneten
Schutzgruppe, wie (Boc)2O, behandelt werden, um einen geschützten
Piperidinalkohol (2) zu ergeben.
Stufe 2:
Die Alkylierung des Alkohols (2) wird unter Standardbedingungen durchgeführt,
wobei die Behandlung des Alkoxids von (2) mit einem geeigneten Halogenid den gewünschten
Ether liefert. R1 und R2 sind vorzugsweise jeweils H, und
die Abgangsgruppe L ist Bromid oder Triflat.
Stufe 3:
Verbindung (4) kann mit starken Säuren, wie HCl (Gas oder wässrige
Lösung) in neutralen unreaktiven Lösungsmitteln, wie Ether oder Dioxan,
entschützt werden. Das resultierende Piperidin kann in einer biphasigen Wasser-Methylenchlorid-Mischung
behandelt werden, die NaNO2 und HOAc enthält, um das rohe Nitrosointermediat
zu ergeben. Die rohe Nitrosointermediatverbindung kann mit einem starken Reduktionsmittel,
vorzugsweise LiAlH4, reduziert werden, um das Aminopiperidin (5) zu ergeben.
Verfahren 2:Stufe 1:
Das Boc-geschützte Piperidin (4) kann auch durch die folgende
Sequenz von Reaktionen hergestellt werden:
Die Behandlung des Arylnitrils (6) mit einer geeigneten Base, wie
NaH, gefolgt von Addition der Verbindung (7), liefert das substituierte Piperidin
(8). In dieser Reaktion wird vorzugsweise eine starke Base, wie NaH, in einem polar-aprotischen
Lösungsmittel, wie DMSO, verwendet.
Stufe 2:
Das Piperidinnitril (8) kann mittels Standard-Reduktionschemie in
die Alkoholverbindung (2) überführt werden. Das Nitril (8) kann mit DIBAL
zu dem entsprechenden Aldehyd reduziert werden. Der rohe Aldehyd kann unter Verwendung
von NaBH4 weiter zu dem Alkohol (2) reduziert werden.
Unter Verwendung von im Stand der Technik wohl bekannten Techniken
kann das Nitril (8) alternativ durch Hydrolyse in die entsprechende Säure überführt
werden, mit anschließender Veresterung und Reduktion, um Alkohol (2) zu produzieren.
Nach einem ähnlichen Verfahren wie in Stufen 2 und 3 von Verfahren
1 kann der Alkohol (2) danach weiter umgesetzt werden, um das Aminopiperidin (5)
zu produzieren.
Verfahren 3:Stufe 1:
Die geeignet substituierte Piperidinsäure (1) kann unter Verwendung
von (Boc)2O und NaOH in biphasigen Bedingungen geschützt werden,
wie Wasser-THF-CH2Cl2. Die resultierende N-geschützte
Säure kann danach unter Verwendung von Carbodiimid, wie DCC, und DMAP mit einem
geeignet substituierten Alkohol gekoppelt werden, um Verbindung (9) zu produzieren.
Die Kopplungsreaktion kann vorzugsweise unter Verwendung von 0,25 M Ausgangssäure
(1) in einer 6:1 Mischung von Toluol und CH2Cl2 durchgeführt
werden.
Stufe 2:
Die Esterverbindung (9) kann unter Verwendung der obigen Reaktion
in zwei Stufen reduziert werden. Zuerst kann der Ester (9) teilweise zu einem Hemiacetal
reduziert werden, das mit einem geeigneten Anhydrid (wie Essigsäureanhydrid),
Pyridin (Py) und Dimethylaminopyridin bei einer niedrigen Temperatur, wie –78°C,
abgefangen werden kann. Zweitens kann das In- termediat Acetylacetal ferner mit
einer Lewissäure und einem Reduktionsmittel (wie einer Kombination von BF3·Etherat
und Triethylsilan) bei einer niedrigen Temperatur (z. B. –78°C bis 0°C)
behandelt werden, um das Boc-geschützte Piperidin (4) zu ergeben. Nach einem
Verfahren ähnlich demjenigen von Stufe 3 in Verfahren 1 kann Verbindung (4)
umgesetzt werden, um das Aminopiperidin (5) zu produzieren.
Herstellung der Verbindungen mit der Formel (I) aus Verbindung (5) –
Verfahren 4 bis 6Verfahren 4:Stufe 1:
Ein geeignet substituiertes Aminopiperidin (5) oder sein entsprechendes
HCl-Salz kann mit den entsprechenden aktivierten Carbonylderivaten der R11-Gruppen
in (10) (wie den entsprechenden Säurehalogeniden, Säureanhydriden und
Isocyanaten) in Gegenwart einer Base, wie DIEA, in (10) behandelt werden.
(wobei R11 -CO(CH2)n-G1, -CON(R21)(CH2)n-G1
oder -CONR21R22 ist).
Stufe 2:
Das acylierte Aminopiperidin (10) kann mit einer starken Base, wie
NaH, und einem Alkylierungsmittel, wie Alkylbromid oder vorzugsweise Alkyliodid,
behandelt werden, um Verbindungen der Formel (I) mit der Formel (1.1) zu ergeben.
Die Reaktion kann in einem polar-aprotischen Lösungsmittel, wie DMF, durchgeführt
werden.
Verfahren 5:
Das Aminopiperidin (5) kann mit einer geeignet substituierten Carbonsäure
behandelt werden, um das Aminoamid (10.1) zu ergeben. Die Reaktion kann in CH2Cl2
in Gegenwart eines Kopplungsmittels durchgeführt werden, wie EDC und HOBt.
(wobei R11 -CO(CH2)n-G1 ist).
Verfahren 6:Stufe 1:
Ein geeignet substituiertes Aminopiperidin (5) oder sein entsprechendes
HCl-Salz kann mit einem geeigneten Sulfonylchlorid (z. B. ClSO2(CH2)n-G1)
in Gegenwart einer Base (wie DIEA), behandelt werden, um die gewünschten Aminosulfonamide
(10.2) zu ergeben.
(wobei R11 -SO2(CH2)n-G1
ist).
Stufe 2:
Wenn n 0 ist und G' -CH=CH2 ist, kann das Vinylsulfonamid
(12) weiter mit einem Amin behandelt werden, um Verbindung (13) zu bilden.
Herstellung von Verbindungen mit der Formel (1.2) – Verfahren 7
bis 11
Verbindungen der Formel (I) mit der Formel (I.2)
können nach den Verfahren 7 bis 11 hergestellt werden. Verbindungen der Formel
(I.2) stehen für Verbindungen mit der Formel (I), worin R7 und R11
zusammen mit dem Stickstoff, an den sie gebunden sind, den Heterocycloalkylring
Verfahren 7:Stufe 1:
Das Aminopiperidin (5) wird mit einem geeignet substituierten Säurechlorid
in Gegenwart einer Base, wie DIEA, behandelt, um Intermediat (14) zu ergeben, das
eine gebundene Abgangsgruppe (LG) aufweist. Die LG kann ein Halogenid, Mesylat,
Tosylat oder Triflat sein. Die LG ist vorzugsweise Iodid, Chlorid, Bromid, Mesylat,
Tosylat oder Triflat. Die LG ist insbesondere eine Iodidgruppe. Die Reaktion kann
in einem geeigneten Lösungsmittel durchgeführt werden, wie CH2Cl2.
Stufe 2:
Das Intermediat (14) kann mit einer geeigneten Base, wie NaH, bei
Umgebungstemperatur bis 80°C in einem geeigneten Lösungsmittel, wie THF,
behandelt werden, um Verbindungen mit der Formel (I.2a) zu liefern.
Verfahren 8:Stufe 1:
Alternativ kann das Aminopiperidin (5) mit einem geeignet substituierten
Aldehyd oder Keton mit einem gebundenen Carbonylester behandelt werden, um ein reduktives
Aminierungsverfahren zu bewirken. Das Reduktionsmittel kann NaBH4, NaBH3CN
oder vorzugsweise NaBH(OAc)3 sein. Die Reaktion kann in CH2Cl2
oder vorzugsweise ClCH2CH2Cl durchgeführt werden.
Stufe 2:
Das Rohprodukt von Stufe 1 kann mit einer Lewissäure, wie AlMe3,
in einem hoch siedenden inerten Lösungsmittel, wie Toluol, bei einer Temperatur
im Bereich von etwa 80 bis 125°C behandelt werden, um den Ringschluss zu bewirken.
Verfahren 9:
Das Aminopiperidin (5) kann mit geeignet substituierten Alkyl-, vorzugsweise
Ethylestern mit gebundener Abgangsgruppe (LG) bei einer erhöhten Temperatur
unter Verwendung von AlMe3 behandelt werden, um den Ringschluss zu vollenden.
Die LG kann eine Halogenid-, vorzugsweise Iodid-, Chlorid- oder Bromid-, insbesondere
eine Iodidgruppe sein. Die Reaktion kann in Toluol bei einer Temperatur von Umgebungstemperatur
bis 125°C durchgeführt werden.
Verfahren 10:Stufe 1:
Ein geeignet substituierter Aminoalkohol (16) kann mit p-Nitrophenylchlorformiat
in Gegenwart einer Base, wie NaHCO3, unter biphasischen THF-Wasser-Bedingungen
behandelt werden, um den geschützten Aminoalkohol (17) zu ergeben.
Stufe 2:
Das Produkt (17) aus Stufe 2 kann unter Verwendung von Bleiche und
einer katalytischen Menge TEMPO zu dem entsprechenden Aldehyd oxidiert werden. Die
Reaktion kann unter biphasischen Bedingungen in NaHCO3/Wasser in Gegenwart
von NaBr ablaufen.
Stufe 3:
Das Produkt (18) aus Stufe 2 wird mit Aminopiperidin (5) und einem
Metallhydrid, wie NaBH3CH, bei Umgebungstemperatur in einem inerten Lösungsmittel,
wie THF, behandelt, gefolgt von Erwärmen, bis die Reaktion abgeschlossen ist.
Verfahren 11:Stufe 1:
Eine geeignet substituierte Verbindung aus Verfahren 5, die eine geschützte
Aminogruppe, wie Cbz, Benzyl oder vorzugsweise Boc trägt, wird unter Verwendung
konventioneller Verfahren entschützt.
Stufe 2:
Verbindung (20) aus Stufe 1 kann mit einem geeignet substituierten
Halogenacetylhalogenid behandelt werden, und anschließende Cyclisierung liefert
das gewünschte Diketopiperazin. Ein Fachmann wird erkennen, dass alternative
Verfahren für die Synthese von Diketopiperazinen verwendet werden können,
um diese Klasse von Verbindungen zu liefern.
ASSAY
Die in vitro und in vivo-NK1-, NK2- und NK3-Aktivitäten
der Verbindungen der Formel (I) können nach verschiedenen in der Technik bekannten
Verfahren bestimmt werden, wie einen Test auf ihre Fähigkeit zur Inhibierung
der Aktivität des NK1-Agonisten, Substanz P. Die % Inhibierung der
Neurokininagonistaktivität ist der Unterschied zwischen der prozentualen maximalen
spezifischen Bindung ("MSB") und 100 %. Die prozentuale MSB ist durch die folgende
Gleichung definiert, wobei "dpm" für "Zerfälle pro Minute" steht:
Die Konzentration, bei der die Verbindung 50 % Inhibierung der Bindung
erzeugt, wird dann verwendet, um mit der Chang-Prusoff-Gleichung die Inhibierungskonstante
("Ki") zu bestimmen. Die in vivo-Aktivität kann durch Inhibierung einer agonistinduzierten
Fußbewegung bei einer Wüstenspringmaus gemessen werden, wie in Science,
281, 1640–1695 (1998) beschrieben ist.
Die fertigen Verbindungen der Beispiele 1 bis 64 hatten eine Ki
im Bereich von etwa 100 nM bis etwa 0,3 nM.
Die fertigen Verbindungen der Beispiele 48 bis 64 hatten eine Ki
im Bereich von etwa 11 nM bis etwa 0,3 nM.
Die fertigen Verbindungen der Beispiele 49, 51, 56, 57 und 64 hatten
eine Ki im Bereich von etwa 3 nM bis etwa 0,3 nM.
Die fertige Verbindung von Beispiel 56 hatte eine Ki von
etwa 0,3 nM.
Verbindungen der Formel (I) sind effektive Antagonisten des NK1-Rezeptors
und haben eine Wirkung auf seinen endogenen Agonisten, Substanz P, an der NK1-Rezeptorstelle
und können daher zur Behandlung von Zuständen brauchbar sein, die durch
die Aktivität des Rezeptors verursacht oder verschlimmert werden können.
Verbindungen der Formel (I) haben zahlreiche Anwendungen. Die erfindungsgemäßen
Verbindungen können beispielsweise als Antagonisten der Neurokininrezeptoren
brauchbar sein, insbesondere der NK1-Rezeptoren bei einem Säuger,
wie einem Menschen. Sie können als solche brauchbar zur Behandlung und Prävention
von einer oder mehreren einer Vielfalt von Erkrankungszuständen bei Säugern
(Mensch und Tier) (physiologischen Störungen, Symptomen und Erkrankungen) bei
einem Patienten sein, der dieser Behandlung bedarf, wobei die Erkrankungszustände
ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus: (1) Erkrankungen der Atemwege
(z. B. chronischer Lungenerkrankung, Bronchitis, Pneumonie, Asthma, Allergie, Husten
und Bronchospasmus), (2) entzündlichen Erkrankungen (z. B. Arthritis und Psoriasis),
(3) Hauterkrankungen (z. B. atopischer Dermatitis und Kontaktdermatitis), (4) ophthalmalogischen
Erkrankungen (z. B. Retinitis, erhöhtem Augeninnendruck und Katarakten), (5)
Erkrankungen des zentralen Nervensystems (z. B. neurotischer Depression), Angststörungen
(z. B. allgemeiner Ängstlichkeit, sozialer Ängstlichkeit und Panikattacken),
Phobien (z. B. sozialer Phobie) und bipolarer Erkrankung, (6) Suchterkrankungen
(z. B. Abhängigkeit von Alkohol und Missbrauch psychoaktiver
Substanzen, (7) Epilepsie, (8) Schmerzen, (9) Psychose, (10) Schizophrenie, (11)
Morbus Alzheimer, (12) mit AIDS zusammenhängender Demenz, (13) Morbus Towne,
(14) mit Stress zusammenhängenden Erkrankungen (z. B. posttraumatisches Belastungssyndrom)
(15) obsessive/Zwangserkrankungen, (16) Essstörungen (z. B. Bulimie, Anorexia
nervosa und Fressattakken), (17) Schlafstörungen, (18) Manie, (19) prämenstruellem
Syndrom, (20) Gastrointestinalerkrankungen (z. B. Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn,
Colitis und Erbrechen), (21) Atherosklerose, (22) fibrosierende Erkrankungen (z.
B. Lungenfibrose), (23) Fettleibigkeit, (24) Typ II Diabetes, (25) mit Schmerz zusammenhängenden
Erkrankungen (z. B. Kopfschmerzen, wie Migräne, neuropatischer Schmerz, postoperativer
Schmerz und chronische Schmerzsyndrome), (26) Erkrankungen der Blase und des Urogenitaltrakts
(z. B. interstitielle Zystitis und Urininkontinenz) und (27) Übelkeit.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können vorzugsweise
zur Behandlung und Prävention von einer der folgenden Erkrankungszustände
von Säugern (z. B. Menschen) bei einem Patienten brauchbar sein, der dieser
Behandlung bedarf: einer Erkrankung der Atemwege (z. B. Husten), Depression, Angststörungen,
Phobie und bipolarer Störung, Alkoholabhängigkeit, Missbrauch psychoaktiver
Substanzen, Schmerzzuständen, Psychose, Schizophrenie, mit Stress zusammenhängender
Störung, obsessiver/Zwangsstörung, Bulimie, Anorexia nervosa und Fressattakken,
Schlafstörungen, Manie, prämenstruellem Syndrom, gastrointestinaler Erkrankung,
Fettleibigkeit, mit Schmerz zusammenhängenden Störungen, Blasenerkrankungen,
Urogenitalerkrankungen, Erbrechen und Übelkeit. Die Verbindungen mit den Formel
(I) sind insbesondere zur Behandlung von Erkrankungszuständen brauchbar, die
mit mikrovaskulärer Undichtigkeit und Schleimsekretion zusammenhängen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind daher zur Behandlung und Prävention
von Asthma, Erbrechen, Übelkeit, Depressionen, Angststörungen, Husten
und mit Schmerz zusammenhängenden Störungen besonders brauchbar, insbesondere
Erbrechen, Depression, Angststörungen und Husten.
Die Erfindung betrifft gemäß einem anderen Aspekt pharmazeutische
Zusammensetzungen, die mindestens eine Verbindung (z. B. eine bis drei Verbindungen,
vorzugsweise eine Verbindung), die durch die Formel (I) wiedergegeben wird, und
mindestens einen pharmazeutisch annehmbaren Hilfsstoff oder Träger enthalten.
Diese pharmazeutischen Zusammensetzungen können zur Behandlung von Erkrankungszuständen
bei Säugern (z. B. Menschen) verwendet werden, wie den oben aufgeführten.
Die Erfindung liefert gemäß einem anderen Aspekt die Verwendung
von mindestens einer (z. B. eine) Verbindung der Formel (I) zur Herstellung eines
Medikaments zur Verwendung in einem Verfahren zur Antagonisierung einer Wirkung
einer Substanz P an einer Neurokinin-1-Rezeptorstelle oder zur Blockade von einem
oder mehreren Neurokinin-1-Rezeptoren bei einem Säuger (d. h. einem Patienten,
z. B. einem Menschen), der dieser Behandlung bedarf, bei dem dem Säuger eine
wirksame Menge der mindestens einen (z. B. eine) Verbindung mit der Formel (I) verabreicht
wird.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann
eine wirksame Menge von einem oder mehreren der erfindungsgemäßen NK1-Rezeptorantagonisten
mit einer wirksamen Menge von einem oder mehreren Antidepressiva und/oder einem
oder mehreren Anxiolytika (z. B. Gepiron (z. B. Gepironhydrochlorid) und Nefazodon
(z. B. Nefazodonhydrochlorid, z. B. Serzone®) in einem Medikament
zur Behandlung von Depression und/oder Angststörungen kombiniert werden.
US 6,117,855 (2000) offenbart ein Verfahren
zur Behandlung oder Prävention von Depression oder Angststörungen mit
einer Kombinationstherapie eines spezifischen NK1-Rezeptorantagonisten
zusammen mit einem Antidepressivum und/oder Anxiolytikum. Antidepressive und/oder
Anxiolytika, wie die in US 6,117,855 (2000)
offenbarten, können somit mit einer oder mehreren (z. B. eine) Verbindungen
der Formel (I) kombiniert werden, um bei einem Säuger, vorzugsweise einem Menschen,
Erkrankungszustände der Depression und/oder Angststörung zu behandeln.
Eine wirksame Menge von einem oder mehreren (z. B. einem) der erfindungsgemäßen
NK1-Rezeptorantagonisten kann mit einer wirksamen Menge von einem oder
mehreren (z. B. einem) selektiven Serotoninwiederaufnahmeinhibitoren ("SSRIs") kombiniert
werden, um eine Vielfalt von Erkrankungszuständen bei Säugern, wie die
oben beschriebenen, zu behandeln. SSRIs ändern die Verfügbarkeit von Serotonin
an der Synapse, indem sie die präsynaptische Reakkumulation von neuronal freigesetztem
Serotonin inhibieren. US 6,162,805 (2000)
offenbart ein Verfahren zur Behandlung von Fettleibigkeit mit einer Kombinationstherapie
eines NK-1-Rezeptorantagonisten und eines SSRI. Eine erfindungsgemäße
Verbindung/erfindungsgemäße Verbindungen der Formel (I) können zusammen
mit einem oder mehreren SSRI (s) in einer einzigen pharmazeutischen Zusammensetzung
kombiniert werden, oder können simultan, gleichzeitig oder sequentiell mit
einem SSRI verabreicht werden. Diese Kombination kann zur Behandlung und Prävention
von Fettleibigkeit oder einer anderen der oben angegebenen Erkrankungszustände
von Mensch und Tier brauchbar sein. Eine wirksame Menge von mindestens einer (z.
B. einer) Verbindung mit der Formel (I) allein oder zusammen mit einer wirksamen
Menge von mindestens einem (z. B. einem) selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer
kann insbesondere zur Behandlung und Prävention von Depression und/oder Angststörungen
brauchbar sein.
Zahlreiche chemische Substanzen ändern bekanntermaßen die
synaptische Verfügbarkeit von Serotonin durch die Hemmung der präsynaptischen
Reakkumulation von neuronal freigesetztem Serotonin. Zu repräsentativen SSRIs
gehören ohne Einschränkung die Folgenden: Fluoxetin (z. B. Fluoxetinhydrochlorid,
z. B. Prozac®), Fluvoxamin (z. B. Fluvoxaminmaleat, z. B. Luvox®),
Paroxetin (z. B. Paroxetinhydrochlorid, z. B. Paxil®), Sertralin
(z. B. Sertralinhydrochlorid, z. B. Zoloft®), Citalopram (z. B.
Citalopramhydrobromid, z. B. CelexaTM), Duloxetin (z. B. Duloxetinhydrochlorid)
und Venlafaxin (z. B. Venlafaxinhydrochlorid, z. B. Effexor®). Weitere
SSRIs schließen jene ein, die in US 6,162,805
(2000) offenbart sind. Andere Verbindungen können leicht bewertet werden, um
ihre Fähigkeit zur selektiven Inhibierung der Wiederaufnahme (Reuptake) von
Serotonin zu bestimmen. Ein Aspekt der Erfindung betrifft somit eine pharmazeutische
Zusammensetzung, die mindestens einen (z. B. einen) NK1-Rezeptorantagonisten
mit der Formel (I), mindestens einen (z. B. einen) SRI und mindestens einen pharmazeutisch
annehmbaren Hilfsstoff oder Träger enthält. Die Verbindungen der Formel
(I) können in einem Verfahren zur Behandlung der oben angegebenen Erkrankungszustände
bei Säugern (z. B. Menschen) verwendet werden, bei dem einem Patienten, der
dieser Behandlung bedarf, eine wirksame Menge einer pharmazeutischen Zusammensetzung
verabreicht wird, die mindestens einen (z. B. einen) NK1-Rezeptorantagonisten
mit der Formel (I) in Kombination mit mindestens einem (z. B. einem) SSRI, wie einem
der oben genannten, und mindestens einen pharmazeutisch annehmbaren Hilfsstoff oder
Träger enthält.
Die Verbindungen der Formel (I) können in einem Verfahren zur
Behandlung von Depression und Angststörungen verwendet werden, bei dem einem
Patienten, der dieser Behandlung bedarf, eine wirksame Menge von mindestens einem
(z. B. einem) NK1-Rezeptorantagonisten mit der Formel (I) in Kombination
mit mindestens einem (z. B. einem) SSRI, wie jenen, die oben beschrieben sind, verabreicht
wird. Wenn ein erfindungsgemäßer NK1-Rezeptorantagonist mit
einem SSRI kombiniert wird, um einem Patienten verabreicht zu werden, der dieser
Behandlung bedarf, können die beiden aktiven Bestandteile simultan, nacheinander
(einer nach dem anderen innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums) oder sequentiell
(zuerst einer und danach über einen Zeitraum der andere) verabreicht werden.
Wenn die beiden aktiven Bestandteile nacheinander oder sequentiell verabreicht werden,
wird allgemein der erfindungsgemäße NK1-Rezetorantagonist vorzugsweise
vor der Verabreichung des SSRIs verabreicht.
Die Verbindungen der Formel (I) können verwendet werden, um einen
Patienten, der an mehreren Leiden leidet, mit einer Kombinationstherapie zu behandeln,
bei der einem Patienten (z. B. einem Säuger, vorzugsweise einem Menschen),
der dieser Behandlung bedarf, mindestens eine Verbindung der Formel (I) und mindestens
ein anderer aktiver Bestandteil (z. B. ein Wirkstoff) verabreicht wird, das zur
Behandlung von einem oder mehreren der Leiden verwendet wird, an denen der Patient
leidet. Die Verbindungen der Formel (I) und die anderen aktiven Bestandteile können
sequentiell, gleichzeitig und/oder simultan verabreicht werden. Die Verbindungen
der Formel (I) und die anderen aktiven Bestandteile können separat in jeder
geeigneten Dosierform verabreicht werden. Die Verabreichung wird vorzugsweise unter
Verwendung von oralen Dosierformen oder unter Verwendung eines Transdermalpflasters
bewirkt. Die Verbindungen der Formel (I) und die anderen aktiven Bestandteile können
zusammen formuliert und in einer kombinierten Dosierform verabreicht werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können somit allein
oder in Kombination mit anderen aktiven Mitteln verabreicht werden. Kombinationstherapie
schließt die Verabreichung von zwei oder mehr aktiven Bestandteilen an einen
Patienten ein, der dieser Behandlung bedarf. Zusätzlich zu der oben beschriebenen
Kombinationstherapie mit NK1-Rezeptorantagoist/SSRI können die Verbindungen
mit der Formel (I) mit einem oder mehreren anderen aktiven Mitteln kombiniert werden,
wie den Folgenden: anderen Typen von NK1-Rezeptorantagonisten (z. B.
jenen, die in den oben im Abschnitt Hintergrund der Erfindung genannten Patenten
der Neurokininrezeptorantagonisten genannt sind), Prostanoiden, H1-Rezeptorantagonisten,
&agr;-adrenergischen Rezeptoragonisten, Dopaminezeptoragonisten, Melanocortinrezeptoragonisten,
Endothelinrezeptorantagonisten, Endothelin umwandelndes Enzym-Inhibitoren, Angiotensin
II Rezeptorantagonisten, Angiotensin umwandelndes Enzym-Inhibitoren, neutrale Metalloendopeptidase-Inhibitoren,
ETA-Antagonisten, Renininhibitoren, Serotonin 5-HT3-Rezeptorantagonisten
(z. B. Ondansetronhydrochlorid, z. B. Zolfran®), Palonosetron und
Granisetron (z. B. Granisetronhydrochlorid, z. B. Kytril®)), Serotonin
5-HT2c-Rezeptoragonisten, Nociceptinrezeptoragonisten, Glucocorticoiden
(z. B. Dexamethason), rho-Kinase-Inhibitoren, Kaliumkanalmodulatoren und/oder Inhibitoren
von Mehrfacharzneimittelresistenzprotein 5.
Bevorzugte therapeutische Mittel für die Kombinationstherapie
mit erfindungsgemäßen Verbindungen sind die Folgenden:
Prostanoide, wie Prostaglandin E1; &agr;-adrenerge Agonisten wie Phentolaminmesylat;
Dopaminrezeptoragonisten, wie Apomorphin; Angiotensin II-Antagonists, wie Losartan,
Irbesartan, Valsartan und Candesartan; ETA-Antagonists, wie Bosentan
und ABT-627; Serotonin 5-HT3-Rezeptorantagonisten, wie Ondansetron, und
Glucocorticoide, wie Dexamethason. In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
können die erfindungsgemäßen Verbindungen mit anderen Typen von NK1-Rezeptorantagonisten,
SSRIs, Dopaminrezeptoragonisten, Serotonin 5-HT3-Rezeptorantagonisten,
Serotonin 5-HT2C-Rezeptoragonisten, Nociceptinrezeptoragonisten, Glucocorticoiden
und/oder Inhibitoren des Mehrfacharzneimittelresistenzproteins 5 kombiniert werden.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung betrifft die Verwendung
von mindestens einer Verbindung der Formel (I) zur Herstellung eines Medikaments
zur Verwendung in einem Verfahren zur Behandlung von Erbrechen und/oder Übelkeit
bei einem Patienten, der dieser Behandlung bedarf, bei dem eine Kombinationstherapie
verwendet wird, bei der dem Patienten eine wirksame Menge von mindestens einer (z.
B. einer) Verbindung mit der Formel (I) in Kombination mit einer wirksamen Menge
von mindestens einem (z. B. einem) Serotonin 5-HT3 Rezeptorantagonist
(z. B. Ondansetron) und/oder mindestens einem (z. B. einem) Glucocorticoid (z. B.
Dexamethason) verabreicht wird. Die Verbindung der Formel (I) wird vorzugsweise
oral oder IV verabreicht.
Eine weitere Ausführungsform dieser Erfindung betrifft die Verwendung
von mindestens einer Verbindung der Formel (I) zur Herstellung eines Medikaments
zur Verwendung in einem Verfahren zur Behandlung einer physiologischen Störung,
eines Symptoms oder einer Erkrankung bei einem Patienten, der dieser Behandlung
bedarf, bei dem dem Patienten eine wirksame Menge von mindestens einer Verbindung
der Formel (I) und eine wirksame Menge von mindestens einem aktiven Bestandteil
verabreicht wird, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus: anderen
NK1-Rezeptorantagonisten, selektiven Serotoninwiederaufnahme-Inhibitoren,
Dopaminrezeptoragonisten, Serotonin 5-HT3-Rezeptorantagonisten, Serotonin
5-HT2c-Rezeptoragonisten, Nociceptinrezetoragonisten, Glucocorticoiden
und Inhibitoren des Mehrfacharzneimittelresistenzproteins 5, wobei die physiologische
Störung, das physiologische Symptom oder die physiologische Erkrankung ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus: einer Erkrankung der Atemwege, Depression, Angststörungen,
Phobie, bipolarer Störung, Alkoholabhängigkeit, Missbrauch psychoaktiver
Substanzen, Schmerzzuständen, Psychose, Schizophrenie, mit Stress zusammenhängender
Störung, obsessiver/Zwangsstörung, Bulimie, Anorexia nervosa, Fressattacken,
Schlafstörungen, Manie, prämenstruellem Syndrom, gastrointestinaler Erkrankung,
Fettleibigkeit, Kopfschmerzen, neuropathischem Schmerz, postoperativem Schmerz,
chronischem Schmerzsyndrom, Blasenerkrankungen, Urogenitalerkrankungen, Husten,
Erbrechen und Übelkeit.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist die Bereitstellung eines Kits,
der in separaten Behältern in einer Einzelpackung pharmazeutische Zusammensetzungen
zur Verwendung in Kombination zur Behandlung einer NK1-Rezeptor-vermittelten
Erkrankung enthält, wobei ein Behälter eine pharmazeutische Zusammensetzung
enthält, die eine wirksame Menge einer Verbindung der Formel (I) in einem pharmazeutisch
annehmbaren Träger enthält und wobei ein separater Behälter eine
pharmazeutische Zusammensetzung enthält, die ein weiteres therapeutisches Mittel
in einem pharmazeutisch annehmbaren Träger umfasst, wobei das therapeutische
Mittel ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus: SSRIs, anderen Typen von
NK1-Rezeptorantagonisten, Prostanoiden, H1-Rezeptorantagonisten,
&agr;-adrenergischen Rezeptoragonisten, Dopaminezeptoragonisten, Melanocortinrezeptoragonisten,
Endothelinrezeptorantagonisten, Endothelin umwandelndes Enzym-Inhibitoren, Angiotensin
II-Rezeptorantagonisten, Angiotensin umwandelndes Enzym-Inhibitoren, neutrale Metalloendopeptidase-Inhibitoren,
ETA-Antagonisten, Renininhibitoren, Serotonin 5-HT3-Rezeptorantagonisten,
Serotonin 5-HT2c-Rezeptoragonisten, Nociceptinrezeptoragonisten, Glucocorticoiden,
rho-Kinase-Inhibitoren, Kaliumkanalmodulatoren und Inhibitoren von Mehrfacharzneimittelresistenzprotein
5.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist die Bereitstellung eines Kits,
der in separaten Behältern in einer Einzelpackung pharmazeutische Zusammensetzungen
zur Verwendung in Kombination zur Behandlung von Depression und/oder Angststörungen
enthält, wobei ein Behälter eine pharmazeutische Zusammensetzung enthält,
die eine wirksame Menge einer Verbindung der Formel (I) in einem pharmazeutisch
annehmbaren Träger enthält und wobei ein separater Behälter eine
pharmazeutische Zusammensetzung enthält, die ein antidepressives Mittel in
einem pharmazeutisch annehmbaren Träger enthält, und/oder wobei ein separater
Behälter eine pharmazeutische Zusammensetzung enthält, die ein Mittel
gegen Angststörungen in einem pharmazeutisch annehmbaren Träger enthält.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist die Bereitstellung eines Kits,
der in separaten Behältern in einer Einzelpackung pharmazeutische Zusammensetzungen
zur Verwendung in Kombination zur Behandlung einer NK1-Rezeptor-vermittelten
Erkrankung enthält, wobei ein Behälter eine pharmazeutische Zusammensetzung enthält,
die eine wirksame Menge einer Verbindung der Formel (I) in einem pharmazeutisch
annehmbaren Träger enthält und wobei ein separater Behälter eine
pharmazeutische Zusammensetzung enthält, die einen SSRI in einem pharmazeutisch
annehmbaren Träger enthält.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist die Bereitstellung eines Kits,
der in separaten Behältern in einer Einzelpackung pharmazeutische Zusammensetzungen
zur Verwendung in Kombination zur Behandlung von Depression und/oder Angststörungen
ent- hält, wobei ein Behälter eine pharmazeutische Zusammensetzung enthält,
die eine wirksame Menge einer Verbindung der Formel (I) in einem pharmazeutisch
annehmbaren Träger enthält und wobei ein separater Behälter eine
pharmazeutische Zusammensetzung enthält, die ein Antidepressivum und/oder Anxiolytikum
in einem pharmazeutisch annehmbaren Träger enthält.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist die Bereitstellung eines Kits,
der in separaten Behältern in einer Einzelpackung pharmazeutische Zusammensetzungen
zur Verwendung in Kombination zur Behandlung von Erbrechen und/oder Übelkeit
enthält, wobei ein Behälter eine pharmazeutische Zusammensetzung enthält,
die eine wirksame Menge einer Verbindung der Formel (I) in einem pharmazeutisch
annehmbaren Träger enthält und wobei ein separater Behälter eine
pharmazeutische Zusammensetzung enthält, die einen 5-HT3-Rezeptorantagonisten
in einem pharmazeutisch annehmbaren Träger enthält, und/oder wobei ein
separater Behälter eine pharmazeutische Zusammensetzung enthält, die ein
Glucocorticoid in einem pharmazeutisch annehmbaren Träger enthält.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist die Bereitstellung eines Kits,
der in separaten Behältern in einer Einzelpackung pharmazeutische Zusammensetzungen
zur Verwendung in Kombination zur Behandlung von Erbrechen und/oder Übelkeit
enthält, wobei ein Behälter eine pharmazeutische Zusammensetzung enthält,
die eine wirksame Menge einer Verbindung der Formel (I) in einem pharmazeutisch
annehmbaren Träger enthält und wobei ein separater. Behälter Ondansetron
enthält und/oder ein separater Behälter Dexamethason enthält.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist die Bereitstellung eines Kits,
der in separaten Behältern in einer Einzelpackung pharmazeutische Zusammensetzungen
zur Verwendung in Kombination zur Behandlung einer NK1-Rezeptor-vermittelten
Erkrankung enthält, wobei ein Behälter eine pharmazeutische Zusammensetzung
enthält, die eine wirksame Menge einer Verbindung der Formel (I) in einem pharmazeutisch
annehmbaren Träger enthält und wobei ein separater Behälter eine
pharmazeutische Zusammensetzung enthält, die ein weiteres therapeutisches Mittel
in einem pharmazeutisch annehmbaren Träger umfasst, wobei das therapeutische
Mittel ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus: anderen Typen von NK1-Rezeptorantagonisten,
SSRIs, Dopaminrezeptoragonisten, Serotonin 5-HT3-Rezeptorantagonisten,
Serotonin 5-HT2C-Rezeptoragonisten, Nociceptinrezeptoragonisten, Glucocorticoiden
und Inhibitoren des Mehrfacharzneimittelresistenzproteins 5.
Pharmazeutische Zusammensetzungen können etwa 0,1 bis etwa 99,9
Gew.% oder etwa 5 bis etwa 95 Gew.% oder etwa 20 bis etwa 80 Gew.% aktiven Bestandteil
(Verbindung der Formel (I)) enthalten. Zur Herstellung pharmazeutischer Zusammensetzungen
aus den in dieser Erfindung beschriebenen Verbindungen können inerte, pharmazeutisch
annehmbare Träger fest oder flüssig sein. Zubereitungen in fester Form
schließen Pulver, Tabletten, dispergierbare Körner, Kapseln, Medizinalkapseln
und Zäpfchen ein. Die Pulver und Tabletten können aus etwa 5 bis etwa
95 % aktivem Bestandteil zusammensetzt sein. Geeignete feste Träger sind in
der Technik bekannt, z. B. Magnesiumcarbonat, Magnesiumstearat, Talkum, Zucker oder
Lactose. Tabletten, Pulver, Kapseln und Medizinalkapseln können als feste Dosierungsformen
verwendet werden, die für die orale Verabreichung geeignet sind. Beispiele
für pharmazeutisch annehmbare Träger und Fertigungsverfahren für
verschiedene Zusammensetzungen finden sich in A. Gennaro (Herausgeber), The Science
and Practice of Pharmacy, 20. Auflage, (2000), Lippincott Williams & Wilkins, Baltimore,
MD, USA.
Zubereitungen in flüssiger Form schließen Lösungen,
Suspensionen und Emulsionen ein. Als Beispiel können Wasser oder Wasser-Propylenglykol-Lösungen
für die parenterale Injektion oder Zugabe von Süßungsmitteln und
Opazifizierungsmitteln für orale Lösungen, Suspensionen und Emulsionen
genannt werden. Zubereitungen in flüssiger Form können auch Lösungen
für intranasale Verabreichung einschließen.
Aerosolzubereitungen, die zur Inhalation geeignet sind, können
Lösungen und Feststoffe in Pulverform einschließen, die in Kombination
mit einem pharmazeutisch annehmbaren Träger wie inertem komprimiertem Gas,
z. B. Stickstoff, vorliegen können.
Ebenfalls eingeschlossen sind Zubereitungen in fester Form, die kurz
vor Gebrauch in Zubereitungen in flüssiger Form für orale oder parenterale
Verabreichung überführt werden sollen. Solche flüssigen Formen schließen
Lösungen, Suspensionen und Emulsionen ein.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch transdermal
verabreichbar sein. Die transdermalen Zusammensetzungen können die Form von
Cremes, Lotionen, Aerosolen und/oder Emulsionen annehmen, und können in ein
Transdermalpflaster vom Matrix- oder Reservoirtyp eingeschlossen werden, wie in
der Technik zu diesem Zweck konventionell ist.
Die Verbindung wird vorzugsweise oral verabreicht.
Die pharmazeutische Zubereitung liegt vorzugsweise in Einheitsdosisform
vor. In einer solchen Form werden die Zubereitungen in geeignet bemessene Einheitsdosen
unterteilt, die geeignete Mengen der aktiven Komponente enthalten, z. B. eine wirksame
Menge, um den gewünschten Zweck zu erreichen.
Die Menge an aktiver Verbindung in einer Einzeldosis der Zubereitung
kann gemäß der speziellen Anwendung auf etwa 0,01 mg bis etwa 4000 mg,
vorzugsweise etwa 0,02 mg bis etwa 1000 mg, insbesondere etwa 0,3 mg bis etwa 500
mg und am meisten bevorzugt etwa 0,04 mg bis etwa 250 mg variiert oder eingestellt
werden.
Die tatsächlich verwendete Dosis kann gemäß den Erfordernissen
des Patienten und dem Schweregrad des behandelten Zu- stands variiert werden. Die
Bestimmung des richtigen Dosierschemas für eine spezielle Situation liegt innerhalb
des Wissens des Fachmanns. Der Bequemlichkeit halber kann die gesamte Tagesdosis
unterteilt und nach Bedarf portionsweise über den Tag verabreicht werden.
Die Menge und Frequenz der Verabreichung der erfindungsgemäßen
Verbindungen und/oder der pharmazeutisch annehmbaren Salze derselben werden gemäß
der Beurteilung des behandelnden Arztes unter Berücksichtigung von Faktoren
wie Alter, Zustand und Größe des Patienten sowie dem Schweregrad der zu
behandelnden Symptome festgelegt. Ein typisches empfohlenes Tagesdosierschema für
die orale Verabreichung kann im Bereich von etwa 0,02 mg/kg/Tag bis etwa 2.000 mg/kg/Tag
in zwei bis vier unterteilten Dosen liegen.
Die erfindungsgemäßen pharmazeutischen Zusammensetzungen
können etwa 1 bis etwa 5 Mal pro Tag oder alternativ als kontinuierliche Infusion
verabreicht werden Diese Verabreichung kann als chronische oder akute Therapie verwendet
werden. Die Menge der NK1-Rezeptorantagonisten in Kombination mit selektiven
Serotoninwiederaufnahmehemmern ("SSRI") in einer Einheitszubereitungsdosis kann
von etwa 10 mg bis etwa 300 mg NK1-Rezeptorantagonisten mit etwa 10 mg
bis etwa 100 mg SSRI betragen. Die Menge der NK1-Rezeptorantagonisten
in Kombination mit einem SSRI kann in einer anderen Kombination in einer Einheitszubereitungsdosis
von etwa 50 mg bis etwa 300 mg NK1-Rezeptorantagonisten mit etwa 10 mg
bis etwa 100 mg SSRI betragen. Die Menge der NK1-Rezeptorantagonisten
in Kombination mit einem SSRI kann in einer anderen Kombination in einer Einheitszubereitungsdosis
von etwa 50 mg bis etwa 300 mg NK1-Rezeptorantagonisten mit etwa 20 mg
bis etwa 50 mg SSRI betragen.
Die tatsächlich verwendete Dosis kann gemäß den Erfordernissen
des Patienten und dem Schweregrad des behandelten Zustands variiert werden. Die
Bestimmung des richtigen Dosierschemas für eine spezielle Situation liegt innerhalb
des Wissens des Fachmanns. Der Bequemlichkeit halber kann die gesamte Tagesdosis
unterteilt und nach Bedarf portionsweise über den Tag verabreicht werden. Es
kann bei Besserung des Zustands des Patienten eine Erhaltdosis einer Verbindung,
Zusammensetzung oder Kombination der Erfindung verabreicht werden, falls erforderlich.
Die Dosis oder Frequenz der Verabreichung oder beide können danach als Funktion
der Symptome auf ein Niveau reduziert werden, bei der der gebesserte Zustand erhalten
bleibt. Wenn die Symptome auf das gewünschte Niveau gelindert worden sind,
sollte die Behandlung enden. Die Patienten können bei jedem Wiederauftreten
der Krankheitssymptome jedoch auf Langzeitbasis intermittierende Behandlung benötigen
Die spezifischen Dosier- und Behandlungsschemata für jeden speziellen Patienten
können variiert werden und hängen von vielen Faktoren ab, zu denen die
Aktivität der speziellen verwendeten Verbindung, das Alter, Körpergewicht,
der allgemeine Gesundheitsstatus, das Geschlecht und die Ernährung des Patienten,
die Verabreichungszeit, die Ausscheidungsgeschwindigkeit, die spezifische Arzneimittelkombination,
die Schwere und der Verlauf der behandelten Symptome, die Disposition des Patienten
für den zu behandelnden Zustand und die Beurteilung durch den behandelnden
Arzt gehören. Die Bestimmung des richtigen Dosierschemas für eine spezielle
Situation liegt innerhalb des Wissens des Fachmanns.
Beispiele
Die folgenden Beispiele sollen den Umfang der Erfindung illustrieren,
jedoch nicht einschränken.
Beispiele Nr. 1–47
Verbindungen mit der Formel
wobei R7, R8 und R11 in Tabelle 1 beschrieben sind,
wurden nach den Verfahren hergestellt, die im Anschluss an Tabelle 1 beschrieben
sind.
Tabelle 1
Beispiel 1
Verfahren 1:
Beispiel 1Stufe 1:
Einer Mischung von im Handel erhältlichem 4-Phenyl-4-carboxypiperidintosylat
(20 g, 52,9 mmol) in 100 ml wasserfreiem THF wurden bei 0°C tropfenweise 106
ml 1,0 M LAH-Lösung in THF zugesetzt. Die resultierende Suspension wurde nach
der Zugabe 90 Minuten unter Rückfluss gehalten und auf Raumtemperatur abkühlen
gelassen, danach durch Zugabe von 6,4 ml wässriger 2 N NaOH-Lösung und
8 ml Wasser gequencht. Eine weitere Lösung von 2,1 g NaOH in 25 ml Wasser wurde
zugefügt, anschließend wurde eine Lösung von Di-tert.-butyldicarbonat
(11,56 g, 52, 9 mmol, 1 Äquivalent) in 65 ml Dichlormethan zugegeben. Die Mischung
wurde 18 Stunden lang bei Raumtemperatur gerührt, danach durch ein Natriumsulfatkissen
filtriert. Das Filtrat wurde unter Vakuum getrocknet und danach mit Dichlormethan
aufgenommen. Die organische Lösung wurde mit 10 % NaOH (100 ml), Wasser (100
ml) und Salzlösung (10 ml) gewaschen, danach über wasserfreiem MgSO4
getrocknet, filtriert und konzentriert, um als Rohprodukt ein Öl zu ergeben,
das nach Umkristallisation in Ethylether den Boc-Aminoalkohol 23 als weißen
Feststoff lieferte (10,5 g, Ausbeute 69 %). MS: 292 (M + 1).
Stufe 2:
Zu einer Lösung des Carbinols 23 (3,34 g, 11,5 mmol, 1 Äquiv.)
und 3,5-Bis(trifluormethyl)benzylbromid (2,1 ml, 11,5 mmol, 1 Äquiv.) in 20
ml trockenem DMF wurde langsam eine 60 NaH-Dispersion in Mineralöl (0,59 g,
14,8 mmol, 1,29 Äquiv.) gegeben. Nachdem über Nacht bei Raumtemperatur
gerührt worden war, wurde die Reaktionsmischung in 500 ml Wasser gegossen,
danach mit 230 ml EtOAc extrahiert. Die organische Mischung wurde mit Wasser (3
× 230 ml) und Salzlösung gewaschen, und danach über Na2SO4
getrocknet, filtriert und konzentriert. Flash-Chromatographie, wobei mit Hexan/EtOAc
95/5 → 90/10 eluiert wurde, ergab 4,66 g 24 (Ausbeute 78 %).
Stufe 3:
Eine Lösung von 1-tert.-Butoxycarbonyl-4-phenyl-4[(3,5-bistrifluormethyl)benzyloxymethyl]piperidin
24 (0,965 g, 1,86 mmol, 1 Äquiv.) in 30 ml trockenem Diethylether wurde 40
Minuten lang mit Chlorwasserstoffgas behandelt. Die resultierende Lösung wurde
weitere 2,5 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Lösungsmittel wurde
entfernt, um einen Feststoff zu ergeben. Das Rohprodukt wurde mit Dichlormethan
aufgenommen und mit 1 N NaOH (etwa 10 ml) neutralisiert. Die wässrige Phase
wurde ferner mit EtOAc extrahiert. Die kombinierten organischen
Phasen wurden mit Salzlösung gewaschen, über Na2SO4
getrocknet und konzentriert, um 0,639 g Produkt 25 als freie Base zu ergeben.
Stufe 4:
Eine Lösung von 25 (470 mg als freie Form, 1,13 mmol, 1 Äquiv.)
in 5 ml trockenem THF wurde mit einer Lösung von NaNO2 (160 mg,
2,25 mmol, 2 Äquiv.) in 5 ml Wasser behandelt. Die Mischung wurde, nachdem
auf 0°C abgekühlt wurde, mit 0,09 ml Essigsäure behandelt. Nachdem
über Nacht gerührt worden war, wurde die Mischung mit einem Überschuss
an Na2CO3 neutralisiert. Die Mischung wurde durch einen gesinterten
Glastrichter filtriert und konzentriert. Die wässrige Phase wurde mit EtOAc
(50 ml × 2) extrahiert. Die organische Phase wurde über Na2SO4
getrocknet und danach konzentriert, um 450 ml des Produkts 26 (90 %) zu ergeben.
Stufe 5:
Eine Lösung von Nitrosoverbindung 26 (20,18 g, 45,2 mmol, 1 Äquiv.)
in 250 ml trockenem Et2O wurde in einem Zeitraum von 30 Minuten mit 81
ml 1,0 M LAH in Et2O bei –2°C behandelt. Nachdem DC zeigte,
dass die Reaktion nahezu abgeschlossen war, wurde sie durch Zugabe von 100 ml EtOAc
und danach 60 ml eiskaltem Wasser gequencht. Die Mischung wurde durch einen gesinterten
Glastrichter filtriert, und der Rückstand wurde mit Et2O (3 ×
100 ml) gewaschen. Die kombinierte organische Phase wurde über Na2SO4
getrocknet und konzentriert, um 14,5 g des Produkts zu ergeben (Ausbeute 74 %).
Es wurde gefunden, dass das Aminopiperidin stabiler als sein Hydrochloridsalz war,
das erhalten werden kann, indem das Produkt in freier Basenform mit 1 Äquivalent
Chlorwasserstofflösung in Et2O behandelt wird.
Verfahren 2:
Stufe 1:
4-Phenyl-4-[(3,5-bistrifluormethyl)benzyloxymethyl]piperidin (25))
(417 mg, 1 mmol) wurde in CH2Cl2 (2 ml) gelöst und tropfenweise
zu einer Lösung von 3-(4-Cyanophenyl)-1-oxaziridincarboxylat (246 mg, 1 mmol)
in Ether (3 ml) gegeben. Es wurde 30 Minuten lang bei 23°C gerührt und
konzentriert, um das Rohprodukt zu ergeben. Es wurde durch Flash-Chromatographie
unter Verwendung von Hexan und EtOAc (1:9) getrennt, um das Produkt (411 mg, 77
%) zu ergeben.
Stufe 2:
Das Produkt aus Stufe 1 wurde unter Verwendung eines ähnlichen
Verfahrens wie Stufe 3 in Verfahren 1 von Bespiel 1 mit HCl in Ether behandelt,
um das gewünschte Produkt zu ergeben (etwa 100 %).
Beispiel 2
Die Verbindung von Bespiel 1 (120 mg, 0,28 mmol) wurde in CH2Cl2
(3 ml) gelöst und mit Acetylchlorid und Diisopropylethylamin bei 0°C behandelt.
Es wurde weitere 30 Minuten lang gerührt und konzentriert, um ein Rohprodukt
zu ergeben. Das Produkt wurde an einer Chromatographiesäule unter Verwendung
von 1:99 MeOH (mit NH3) und CH2Cl2 gereinigt, um
die Verbindung von Beispiel 2 (18 mg, 14 %) zu ergeben. Alternativ wurde die Verbindung
von Beispiel 1 unter Verwendung von Standard-EDC/HOBt-Kopplungsbedingungen mit Essigsäure
umgesetzt, um die gewünschte Verbindung zu ergeben.
Beispiele 3–19
Die Verwendung eines ähnlichen Verfahrens wie in Beispiel 2 beschrieben
und unter Verwendung des entsprechenden Säurechlorids oder der entsprechenden
Carbonsäure lieferte das passende Amid. In den Beispielen 10 und 11 ergab die
Verwendung eines ähnlichen Verfahrens, wie in Beispiel 2 beschrieben, jedoch
unter Verwendung von Chloracetylchlorid anstelle von Acetylchlorid, das rohe &agr;-Chloramid.
Die Behandlung des &agr;-Chloramids mit Pyrrolidin oder Morpholin bei Raumtemperatur.
für 24 bis 48 Stunden lieferte Beispiel 10 beziehungsweise 11.
Beispiele 20–22
Die Verwendung eines ähnlichen Verfahrens wie in Beispiel 2 beschrieben
ergab unter Verwendung des entsprechenden Sulfonylchlorids das passende Sulfonamid.
Beispiele 23–28
Die Verwendung eines ähnlichen Verfahrens wie in Beispiel 2 beschrieben
ergab unter Ersetzen des entsprechenden Isocyanats den passenden Harnstoff.
Beispiel 29
Die Verbindung von Beispiel 9 (310 mg, 0,59 mmol) wurde in wasserfreiem
DMF (2 ml) gelöst, Natriumhydrid (31 mg, 0,77 mmol) bei 0°C zugefügt
und 30 Minuten gerührt. Die Mischung wurde mit Brommethylacetat (68 &mgr;l,
0,71 mmol) behandelt und weitere 2 Stunden bei 23°C gerührt. Das Lösungsmittel
wurde entfernt, mit gesättigter NaHCO3-Lösung gequencht und
mit CH2Cl2 (2 × 15 ml) extrahiert. Die kombinierte organische
Phase wurde über MgSO4 getrocknet und konzentriert, um ein Rohprodukt
zu ergeben. Es wurde durch Säulenchromatographie unter Verwendung von MeOH
(gesättigt mit NH3) und CH2Cl2 (1:99) gereinigt,
um die Zielverbindung zu ergeben.
Beispiel 30
Unter Verwendung eines ähnlichen Verfahrens wie in Beispiel 29,
wobei Brommethylacetat durch Thiazolmethylbromid ersetzt wurde, wurde die Zielverbindung
erhalten.
Beispiel 31
Stufe 1:
Zu einer Suspension von Bis(2-chlorethyl)aminhydrochlorid (55 g, 0,31
mol, 1,09 Äquiv.) und (BOC)2O (62 g, 0,28 mmol, 1 Äquiv.) in
380 ml CH2Cl2 wurde tropfenweise Et3N (48 ml, 0,345
Mol, 1,22 Äquiv.) gegeben. Nachdem 3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt
worden war, zeigte DC (Hexan/CH2Cl2 = 90/10), dass die Reaktion
abgeschlossen war. Die Suspension wurde durch einen gesinterten Glastrichter filtriert.
Das Filtrat wurde mit 300 ml CH2Cl2 verdünnt und danach
mit 1 M NaOH (200 ml) gewaschen. Die wässrige Phase wurde mit weiteren 300
ml CH2Cl2 extrahiert. Die kombinierte organische Phase wurde
mit gesättigtem NaHCO3 (100 ml) und Salzlösung (100 ml) gewaschen,
danach über Na2SO4 getrocknet, filtriert und konzentriert,
um eine Flüssigkeit als Rohmaterial zu ergeben. Die Reaktionsmischung wurde
durch einen Silikagelpfropfen gereinigt, wobei mit (CH2Cl2/Hexan
= 3/2) eluiert wurde, um 28 als Flüssigkeit (57,18 g, Ausbeute 84 %) zu ergeben.
MS: 188 (M-56 + 1).
Stufe 2:
Zu einer Lösung von 4-Fluorphenylacetonitril (2,7 g, 10-mmol,
1 Äquiv.) in 30 ml DMSO wurde 60 % NaH-Dispersion in Mineralöl (0,88 g,
22 mmol, 2,2 Äquiv.) zu ergeben. Nachdem 1,5 Stunden bei Raumtemperatur gerührt
worden war, wurde das BOC-Aminodichlorid 28 zugegeben und 2 Stunden gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde in 150 g Eis gegossen. Die Mischung wurde mit CH2Cl2
(2 × 150 ml) extrahiert. Die kombinierte organische Phase wurde mit Wasser
(500 ml) gewaschen, über Na2SO4 getrocknet, filtriert
und konzentriert, um 4,5 g einer Flüssigkeit als Rohmaterial zu ergeben. Das
Rohmaterial wurde an einer Flash-Chromatographiesäule (EtOAc/Hexan = 5/95)
gereinigt, um 29 als Flüssigkeit (1,83 g, Ausbeute 60 %) zu ergeben. MS: 305
(M + 1).
Stufe 3:
Bei 0°C wurde 12 ml 1,0 M DIBAL (12 mmol, 2 Äquiv.) in Hexan
zu einer Lösung von 29 (1,69 g, 5,6 mmol, 1 Äquiv.) in 10 ml trockenem
Benzol gegeben. Nachdem 30 Minuten lang bei 0°C gerührt worden war, wurde
die Lösung auf Raumtemperatur erwärmt. Als DC (EtOAc/Hexan = 1/4) zeigte,
dass die Reaktion abgeschlossen war, wurde die Reaktion mit 90 ml 5 % H2SO4
gequencht. Die wässrige Phase wurde mit Et2O (2 × 100 ml) extrahiert.
Die kombinierte organische Phase wurde über Na2SO4 getrocknet,
filtriert und konzentriert, um 0,72 g des rohen Produkts zu ergeben. Das Rohmaterial
wurde mittels Flash-Säule gereinigt, um 30 als Flüssigkeit zu ergeben.
(454 mg, Ausbeute 26 %).
Stufe 4:
Eine Lösung von Aldehyd 30 (3,9 g, 12,8 mmol, 1 Äquiv.)
in 10 ml EtOH wurde bei 0°C mit NaBH4 (580 mg, 15,3 mmol, 1,2 Äquiv.)
behandelt. Nachdem 30 Minuten lang bei 0°C gerührt worden war, war die
Umsetzung abgeschlossen. Das Lösungsmittel wurde verdampft, und das Rohprodukt
wurde mit 10 ml gesättigtem NaHCO3 aufgenommen und mit CH2Cl2
(2 × 120 ml extrahiert. Die kombinierte organische Phase wurde über Na2SO4
getrocknet, filtriert und konzentriert, um 3,96 g 31 als Feststoff zu ergeben (1,96
g, Ausbeute 100%).
Stufe 5:
Die Verwendung eines Verfahrens ähnlich demjenigen, das in Beispiel
1, Stufe 2 beschrieben wurde, wobei 23 durch 31 ersetzt wurde, ergab die Verbindung
von Beispiel 31.
Beispiel 32
Die Verwendung eines Verfahrens ähnlich demjenigen, das in Beispiel
1, Stufe 3, beschrieben ist, ergab die angegebene Verbindung.
Beispiele 33–39
Die Verwendung eines Verfahrens jeweils ähnlich den Beispielen
4 bis 10, wobei Beispiel 1 durch Beispiel 32 ersetzt wurde, ergab die angegebenen
Verbindungen.
Beispiel 40
Die Verbindung von Beispiel 5 wurde in mit NH3 gesättigtem
MeOH gelöst und in einem verschlossenen Röhrchen 48
Stunden lag bei 23°C gerührt. Das Lösungsmittel wurde verdampft,
um die Zielverbindung zu ergeben.
Beispiele 41–43
Die Verwendung eines Verfahrens ähnlich demjenigen, das in Beispiel
40 beschrieben ist, wobei die Verbindung von Beispiel 5 durch die Verbindungen der
Beispiele 6, 34 und 35 ersetzt wurde, ergab die Verbindungen der Beispiele 41, 42
beziehungsweise 43.
Beispiel 44Stufe 1:
Es wurde ein Verfahren ähnlich dem in Beispiel 2 beschriebenen
EDC-Kopplungsverfahren unter Verwendung von Boc-Glycin als entsprechender Carbonsäure
verwendet.
Stufe 2:
Das Produkt aus Stufe 1 wurde unter Verwendung eines ähnlichen
Verfahrens wie in Beispiel 1, Stufe 3, behandelt, um die Zielverbindung zu ergeben.
Beispiel 45
Verbindung 21 (15 mg, 0,03 mmol) wurde in Pyrrolidin (2 ml) gelöst
und 48 Stunden bei 23°C gerührt. Das Lösungsmittel wurde verdampft,
um die Zielverbindung zu ergeben.
Beispiele 46–47
Die Verwendung eines Verfahrens ähnlich demjenigen, das in Beispiel
45 beschrieben ist, unter Verwendung von Methylamin und Morpholin anstelle von Pyrrolidin,
ergab die Verbindungen der Beispiele 46 beziehungsweise 47.
Beispiele 48–64
Verbindungen mit der Formel
wobei R1, R2, R7, R8 und R11
in Tabelle 2 beschrieben sind, wurden nach den Verfahren hergestellt, die im Anschluss
an Tabelle 2 beschrieben sind. Tabelle 2
Beispiel 48Stufe 1:
Die Verwendung eines ähnlichen Verfahrens wie demjenigen, das
in Beispiel 2 beschrieben ist, unter Verwendung von 5-Chlorvalerylchlorid anstelle
von Acetylchlorid ergab das rohe &dgr;-Chloramid.
Stufe 2:
Das rohe &dgr;-Chloramid aus Stufe 1 (572 mg, 1,03 mmol) wurde in
wasserfreiem DMF (10 ml) gelöst, Natriumhydrid (49 mg, 0,77 mmol) bei 0°C
zugefügt und 30 Minuten gerührt. Es wurde 3 Stunden auf 60°C erwärmt.
Das Lösungsmittel wurde entfernt, mit gesättigter NaHCO3-Lösung
gequencht und mit CH2Cl2 (2 × 15 ml) extrahiert. Die
kombinierte organische Phase wurde über MgSO4 getrocknet und konzentriert,
um ein Rohprodukt zu ergeben. Es wurde durch Säulenchromatographie unter Verwendung
von MeOH (gesättigt mit NH3) und CH2Cl2 (1:99)
gereinigt, um die Zielverbindung zu ergeben.
Beispiel 49
Es wurde ein Verfahrens ähnlich demjenigen, das in Beispiel 48
beschrieben ist, verwendet, wobei in Stufe 1 5-Chlorvalerylchlorid durch 4-Chlorbutyrylchlorid
ersetzt wurde. Es wurde wie in Beispiel 48, Stufe 2, gearbeitet,
um die Zielverbindung zu ergeben.
Beispiel 50Stufe 1:
2-(2-Chlorethoxy)ethanol wurde in der Standardmanier mit Jones-Reagenz
oxidiert, um die entsprechende Carbonsäure zu ergeben.
Stufe 2:
Es wurde ein ähnliches Verfahren, wie in Beispiel 2 beschrieben,
unter Verwendung des Produkts von Stufe 1 als Car- bonsäure in einer Standard-Carbodiimidkopplung
verwendet.
Stufe 3:
Die Verwendung eines Verfahrens ähnlich Beispiel 48, Stufe 2,
lieferte die Zielverbindung.
Beispiel 51Stufe 1:
Zu einer Lösung von 2-Aminoethanol (2 ml, 33,1 mmol) in THF (20
ml) wurde gesättigte NaHCO3-Lösung (2,78 g in 7 ml H2O)
gegeben und 40 Minute lang bei 0°C gerührt. Die Reaktionsmischung wurde
mit p-Nitrophenylchlorformiat (7,0 g, 34,8 mmol) behandelt und weitere 2 Stunden
kräftig bei 0°C gerührt. Es wurde mit gesättigter NaHCO3-Lösung
gequencht und mit EtOAc (2 × 150 ml) extrahiert. Die kombinierte organische
Phase wurde über MgSO4 getrocknet und konzentriert, um ein Rohprodukt
zu ergeben. Es wurde durch Chromatographie unter Verwendung von Hexan und EtOAc
(1:1) getrennt, um das Produkt zu ergeben.
Stufe 2:
Dem Produkt aus Stufe 1 (900 mg, 4 mmol) in EtOAc (24 ml) wurde bei
0°C gesättigte NaHCO3-Lösung (25 ml), NaBr (445 mg, 4,4
mmol) und TEMPO-Reagenz (10 mg) zugesetzt. Es wurde unter kräftigem Rühren
20 Minuten lang bei 0°C tropfenweise handelsübliche Bleiche zu der Mischung
gegeben. Es wurde mit Na2S2O3 (2 g) in H2O
(10 ml) gequencht und NaHCO3-Lösung (2 0 ml) zugegeben. Es wurde
mit EtOAc (2 × 100 ml) extrahiert, die kombinierte organische Phase wurde über
MgSO4 getrocknet und konzentriert, um ein Rohprodukt zu ergeben. Es wurde
durch Chromatographie unter Verwendung von Hexan und EtOAc (1:1) getrennt, um das
Produkt zu ergeben.
Stufe 3:
Das Produkt aus Stufe 2 (100 mg, 0,45 mmol) und Beispiel 1 (202 mg,
0,45 mmol) wurden in THF gelöst und bei 23°C mit NaBH3CN (57
mg, 0,9 mmol) behandelt. Es wurde weitere 18 Stunden auf 60°C erwärmt
und mit gesättigter NaHCO3-Lösung gequencht. Es wurde mit EtOAc
(2 × 150 ml) extrahiert. Die kombinierte organische Phase wurde über MgSO4
getrocknet und konzentriert, um ein Rohprodukt zu ergeben. Es wurde durch Säulenchromatographie
unter Verwendung von MeOH (gesättigt mit NH3) und CH2Cl2
(1:99) gereinigt, um die Zielverbindung zu ergeben.
Beispiele 52–54
Die Zielverbindungen wurden unter Verwendung eines ähnlichen
Verfahrens, das zur Verstellung der Verbindungen der Beispiele 48 bis 50 verwendet
wurde, hergestellt, wobei die Verbindung von Beispiel 1 durch die Verbindung von
Beispiel 32 ersetzt wurde.
Beispiel 55Stufe 1:
Beispiel 44 wurde in CH2Cl2 gelöst und
ein ähnliches Verfahren, wie für Beispiel 2 beschrieben, verwendet, wobei
Chloracetylchlorid anstelle von Acetylchlorid verwendet wurde, um das &bgr;-Amido-&dgr;-chloramid
zu liefern.
Stufe 2:
Die Verwendung eines Verfahrens ähnlich Beispiel 48, Stufe 2,
lieferte die Zielverbindung.
Beispiel 56Stufe 1:
Ein flammengetrockneter 50 ml Einhalskolben wurde mit 5,10 g (20,1
mmol, 1 Äq.) S-Diphenylprolinol (32) und 56 ml wasserfreiem Toluol beschickt.
Die Lösung wurde auf 140–150°C erwärmt. 36 ml trockenes Toluol
wurden azeotrop durch eine Dean-Stark-Falle mit Luftkühler destilliert. Es
wurden weitere 36 ml Toluol zugegeben, und die azeotrope Destillation wurde drei
Mal wiederholt. Nachdem die dritte azeotrope Destillation erfolgt war, wurden weitere
36 ml wasserfreies Toluol zugefügt. Die Lösung wurde auf Raumtemperatur
abkühlen gelassen. Innerhalb von 5 Minuten wurde mittels Spritze Methylboroxid
(1,90 ml, 13,5 mmol, 0,67 Äq.) zugegeben. Nach vollständiger Zugabe wurde
ein Feststoff gebildet. Die Reaktionsmischung wurde 30 Minuten bei Raumtemperatur
gerührt und 36 ml Toluol wurden abdestilliert. Es wurden weitere 36 ml trockenes
Toluol zugefügt und wieder abdestilliert. Die Destillation wurde ein weiteres
Mal wiederholt, danach wurden 20 ml 1,0 M CBS Katalysator (33)-Lösung in Toluol
hergestellt. Die Lösung wurde direkt in der CBS-Reduktion verwendet.
Stufe 2:
Ein ofengetrockneter 1 L-Rundkolben wurde mit 102,14 g (0,4 Mol, 1,0
Äq.) 3',5'-Bis(trifluormethyl)acetophenon und 780 ml wasserfreiem Dichlormethan
beschickt. Die resultierende Lösung wurde in einen trockenen Tropftrichter
überführt. Ein ofengetrockneter 3 L Rundkolben wurde auf –20 °C
abgekühlt, und 20 ml 1,0 M CBS-Katalysatorlösung (33) in Toluol wurden
mittels Spritze zugegeben, anschließend 40 ml 10,0–10,3 M Boran-Methylsulfid-Komplex.
Die 3',5'-Bis(trifluormethyl)acetophenonlösung wurde tropfenweise durch den
Tropftrichter zugegeben. Die Zugabe wurde über 2 Tage durchgeführt. Die
Temperatur wurde während der Zugabe mit einer Kühlmaschine auf –20
°C gehalten. Nachdem die Zugabe beendet war, wurde die Reaktion mit DC (Hexan/EtOAc
= 1/4) überwacht. Als das Ausgangsmaterial vollständig verbraucht war,
wurden langsam 250 ml Methanol zugegeben. Es wurde Wasserstoffgas emittiert. Dann
wurde die Reaktionslösung konzentriert, um einen Feststoff zu ergeben. Der
Feststoff wurde in 500 ml Diethylether gelöst, danach wurden langsam bei –20°C
45 ml 2,0 M Salzsäure in Diethylether zugegeben. Es bildete sich ein Niederschlag.
Die Reaktionsmischung wurde auf Raumtemperatur erwärmt und 30 bis 40 Minuten
gerührt. Die Mischung wurde durch einen Trichter filtriert und das Filtrat
konzentriert, um 101,5 g weißen Feststoff 34 (Ausbeute 98,7 %) zu ergeben.
Chirale HPLC an einer chiralen OD (Chiralcel)-Säule (Hexan/IPA = 98/2) zeigte
94,6 %.
Stufe 3:
Eine Mischung von Aminosäure (20 g, 53,0 mmol, 1 Äquiv)
und Di-tert.-butyldicarbonat (23,13 g, 106,0 mmol; 2 Äquiv) in Dichlormethan
(250 ml), THF (250 ml) und Wasser (100 ml) wurde kräftig gerührt, während
80 ml 1 N NaOH-Lösung tropfenweise über einen Zeitraum von 25 Minuten
zugegeben wurden. Die resultierende Suspension wurde bei Raumtemperatur über
Nacht gerührt. Die Reaktionsmischung wurde mit 1 N HCl auf pH 5 neutralisiert,
danach mit CH2Cl2 (400 ml × 2) extrahiert. Die organische
Phase wurde über Na2SO4 getrocknet, filtriert und zu
einem rohen Feststoff konzentriert, der nach Umkristallisation in Et2O
9 g 35 als Feststoff ergab (Ausbeute 56 %). MS: 306,1 (M + 1).
Stufe 4:
Der Suspension von 35 (7,15 g, 23,3 mmol, 1,2 Äquivalente) in
60 ml wasserfreiem Toluol und 10 ml trockenem CH2Cl2 wurde
bei 0°C langsam DCC (5,76 g, 27,9 mmol, 1,4 Äq.) zugegeben. Nachdem jeweils
20 Minuten bei 0°C und Raumtemperatur gerührt worden war, wurde die dicke
Lösung bei 0°C mit Methylbis(trifluormethyl)benzylalkohol 34 (5 g, 19,4
mmol, 1 Äq.) und DMAP (2,37 g, 19,4 mmol, 1 Äq.) behandelt. Es wurde bei
Raumtemperatur gerührt, bis DC (Hexan/EtOAc 3/2) den vollständigen Verbrauch
von 34 zeigte.
Dann wurde die Reaktionsmischung konzentriert und mit Flash-Säulenchromatographie
(Hexan → Hexan/EtOAc 90/10 Gradient) gereinigt, um 36 als Flüssigkeit
zu ergeben (Ausbeute 90 %). MS: 546 (M + 1).
Stufe 5:
10 ml vorgekühlte 1,0 M DIBAL-Lösung in Hexan wurde langsam
bei –78°C mittels Kanüle zu einer Lösung von 36 (2,48 g, 4,55
mmol, 1 Äq.) in 25 ml wasserfreiem CH2Cl2 gegeben. Nachdem
bei –78°C gerührt worden war, bis DC (Hexan/EtOAc 3/2) den vollständigen
Verbrauch von 36 zeigte, wurden 1,1 ml trockenes Pyridin, eine Lösung von DMAP
(1,1 g, 9 mmol, 2 Äquiv.) in 9 ml trockenem CH2Cl2 und
2,58 ml Ac2O zugegeben. Die Reaktionslösung wurde 15 Stunden bei
–78°C gerührt, danach auf –10°C erwärmt und weitere
2 Stunden gerührt, bevor sie gequencht wurde, indem langsam gesättigte
NH4Cl-Lösung (35 ml) und gesättigte Natriumkaliumtartratlösung
(35 ml) zugegeben wurde. Die Mischung wurde 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt
und mit CH2Cl2 (3 × 125 ml) extrahiert. Die kombinierte
organische Phase wurde mit 1 M NaHSO4. (2 × 35 ml), gesättigtem NaHCO3
(2 × 100 ml) und Salzlösung (100 ml) gewaschen, danach über Na2SO4
getrocknet, filtriert und konzentriert, um 2,71 g einer Flüssigkeit als Rohmaterial
zu ergeben. Weitere Reinigung durch Flash-Chromatographie, wobei mit (Hexan →
Hexan/EtOAc 97/3 Gradient mit 2 % Et3N) eluiert wurde, ergab 37 als Flüssigkeit
(1,55 g, Ausbeute 58 %).
Stufe 6:
Eine Lösung des Acetoxyethers 37 (1,48 g, 2,51 mmol, 1 Äq.)
in 40 ml trockenem CH2Cl2 wurde bei –78°C mit
Triethylsilan (2,67 ml, 16,7 mmol,. 6,5 Äq.) und BF3·Et2O
(0,57 ml, 4,50 mmol, 1,79 Äq.) behandelt. Die Lösung wurde über Nacht
gerührt, während die Temperatur auf 0°C erhöht wurde. Als DC
(Hexan/EtOAc 90/10 + 2 % Et3N) vollständigen Verbrauch von 37 zeigte,
wurde die Reaktion mit gesättigtem NaHCO3 (40 ml) gequencht.
Die wässrige Phase wurde mit CH2Cl2 (150 ml × 2)
extrahiert. Die kombinierte organische Phase wurde über Na2SO4
getrocknet, filtriert und konzentriert, um eine Flüssigkeit zu ergeben. Das
Rohmaterial wurde in 20 ml CH2CL2 gelöst und mit 6,28
ml 4,0 N HCl in 1,4-Dioxan behandelt, um 8,26 mg eines Feststoffs als 38 zu ergeben.
MS: 432 (M + 1).
Stufe 7:
Das Hydrochloridsalz (38) wurde wie in Beispiel 1, Stufe 3, neutralisiert.
Es wurde ein Verfahren ähnlich Beispiel 1, Stufen 4,5, verwendet, um das Aminopiperidin
39 zu liefern.
Stufe 8:
Eine Lösung von Aminopiperidin 39 (600 mg, 1,24 mmol, 1 Äq.)
in 20 ml trockenem Toluol wurde mit 0,75 ml 2,0 M Trimethylaluminiumlösung
in Toluol behandelt. Nachdem 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt worden war,
wurde die Lösung auf 125°C erwärmt, danach mit 0,18 ml Ethyl-4-brombutyrat
behandelt. Die Mischung wurde 3,5 Stunden (DC (MeOH/CH2Cl2
= 5:95)) auf Rückfluss erwärmt, danach wurde sie mit 15 ml gesättigtem
Natriumkaliumtartrat gequencht und mit 100 ml EtOAc verdünnt. Die wässrige
Phase wurde weiter mit EtOAc (50 ml × 2) extrahiert. Die kombinierte organische
Phase wurden mit Salzlösung (100 ml) gewaschen, über Na2SO4
getrocknet, filtriert und konzentriert, um 750 mg Rohmaterial zu ergeben. Reinigung
an der Flash-Säule (CH2Cl2 → CH2Cl2/MeOH
= 95/5 Gradient) ergab Verbindung 56 als Flüssigkeit (442 mg, Ausbeute 69 %). Beispiel 57
Stufe 1:
Eine Lösung von S,S-Bis(trifluormethyl)phenylessigsäure
wurde in MeOH über Nacht mit einer katalytischen Menge konzentrierter H2SO4
unter Rückfluss gehalten. Das Lösungsmittel wurde verdampft, mit Et2O
aufgenommen und mit gesättigter NaHCO3 gewaschen. Die organische
Phase wurde über Na2SO4 getrocknet, filtriert und konzentriert,
um das Mthyl-3,5-bis(trifluormethyl)phenylacetat als Flüssigkeit zu ergeben
(Ausbeute 95
Stufe 2:
Eine Lösung von Methyl-3,5-bis(trifluormethyl)phenylacetat (2,
18 g, 7, 62 mmol, 1 Äquiv.) in 12, 5 ml trockenem CH3CN wurde bei
–9°C mit 2,4,6-Triisopropylbenzolsulfonylazid (2,65 g, 8,56 mmol, 1,12
Äquiv.), und 1,26 ml DBU behandelt. Nachdem 1,5 Stunden bei etwa –8
bis –5°C gerührt worden war, wurde die Lösung eine weitere
Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Die Lösung wurde konzentriert und an
der Säule gereinigt (Hexan/EtOAc = 97/3), um das Produkt 40 (2,27 g, Ausbeute
96 %) zu ergeben.
Stufe 3:
Zu einer Lösung von 23 (Beispiel 1, Stufe 1) (2,92 g, 10 mmol,
1, 74 Äq.) und Rhodium (II) acetat (5 mg, 0, 011 mmol, 0, 2 Äquiv.) in
5 ml trockenem Benzol wurde mittels Spritzenpumpe mit einer Rate von 0,09 ml/h eine
Lösung des Diazoesters 40 (1,8 g, 5,77 mmol, 1 Äq.) in 2,6 ml trockenem
Benzol gegeben. Die Zugabe erfolgte über 29 Stunden. Die Reaktionsmischung
wurde weitere 30 Minuten gerührt, bis DC (Et2O/Hexan =
25 %) zeigte, dass 40 vollständig verbraucht war. Das Lösungsmittel wurde
verdampft, und es wurde an der Säule gereinigt (Hexan/Et2O = 3:1
→ 3:2), um das Produkt 41 als Flüssigkeit (1,64 g, Ausbeute 49 %) zu
ergeben.
Stufe 4:
Das Boc-geschützte Piperidin wurde entschützt und in ähnlicher
Weise wie in Beispiel 1, Stufe 3, neutralisiert, um das entsprechende Piperidin
zu liefern.
Stufe 5:
Die Verwendung eines Verfahrens ähnlich Beispiel 1, Stufe 4–5,
lieferte Aminopiperidin 43.
Stufe 6:
Die Verwendung eines Verfahrens ähnlich Beispiel 49 lieferte
die Zielverbindung.
Beispiel 58Stufe 1:
Eine Suspension von 1·Hydrochlorid (2,0 g) in 1,2-Dichlorethan
(15 ml) wurde mit Dimethyl-2-oxoglutarat (0,65 ml) und NaB(OAc)3H (1,27
g) behandelt. Es folgte eine Gasentwicklung, woraufhin HOAc (0,75 ml) zugegeben
wurde. Die resultierende Lösung wurde eine Stunde bei 23°C gerührt,
woraufhin weiteres NaB(OAc)3H (2 g) zugegeben wurde. Die Mischung wurde
14 Stunden gerührt, danach in gesättigte NaHCO3 (40 ml) gegossen
und mit CH2Cl2 (2 × 150 ml) extrahiert. Die kombinierten
organischen Phasen wurden mit Salzlösung (40 ml) gewaschen, getrocknet (Na2SO4)
und konzentriert, um das Rohmaterial (2,51 g) als Öl zu ergeben.
Stufe 2:
Das Rohmaterial aus Stufe 1 wurde in trockenem Toluol (100 ml) gelöst,
auf 115°C erwärmt und mit Me3Al (2,14 ml 2 M in Toluol) behandelt.
Die resultierende Lösung wurde 5 Stunden gerührt, woraufhin weiteres Me3Al
(2,14 ml 2 M in Toluol) zugegeben wurde. Die Mischung wurde weiter gerührt,
bis DC (CH2Cl2/MeOH 95/5) nahezu vollständige Reaktion
zeigte. Die Mischung wurde mit EtOAc (200 ml) verdünnt, auf 0°C abgekühlt
und mit gesättigtem Natrium-Kalium-Tartrat (100 ml) gequencht. Nachdem 30 Minuten
bei 0°C gerührt worden war, wurden die Phasen getrennt, und die wässrige
Phase wurde mit EtOAc (200 ml) extrahiert. Die kombinierten organischen Materialien
wurden mit Salzlösung (100 ml) gewaschen, getrocknet (Na2SO4)
und konzentriert, um das Rohmaterial zu ergeben. Reinigung durch Silikagelchromatographie
(Hexan → Hexan/EtOAc 1:1) lieferte 615 mg (26 %) des Lactamesters.
Stufe 3:
Die Verwendung eines ähnlichen Verfahrens, wie in Beispiel 40
verwendet worden war, wobei 5 durch das Lactamesterprodukt der obigen Stufe 2 ersetzt
worden war, ergab 58.
Beispiele 59–60
Es wurde ein ähnliches Verfahren verwendet, wie in Beispiel 58
verwendet worden war, wobei Ammoniak in Stufe 3 jedoch durch substituiertes Methylamin
beziehungsweise MeOCH2CH2NH2 ersetzt wurde, um
59 beziehungsweise 60 zu ergeben.
Beispiel 61
Unter Verwendung eines ähnlichen Verfahrens, wie in Beispiel
58, Stufen 1–2, verwendet worden war, wobei ein Methyllevulinat anstelle
von Dimethyl-2-oxoglutarat verwendet wurde, wurde die Zielverbindung erhalten.
Beispiel 62
Eine Lösung von 1·Hydrochlorid (500 mg) in trockenem Toluol
(100 ml) wurde mit Bernsteinsäureanhydrid (133 mg) und TsOH (60 mg) behandelt
und 96 Stunden mit einer Dean-Stark-Falle erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde im
Vakuum konzentriert und mittels Silikgelchromationschromatographie (Hexan/EtOAc
2:1 → Hexan/EtOAc 1:1) gereinigt, um 167 mg der Zielverbindung zu ergeben.
Beispiel 63
Eine Lösung von 1·Hydrochlorid (500 mg) und 1,2-Diformylhydrazin
(226 mg) in trockenem Pyridin (10 ml) wurde durch azeotrope Destillation unter vermindertem
Druck (2 × 10 ml Pyridin) getrocknet. Es wurde Pyridin (5 ml) zugefügt,
anschließend TMSCl (2 ml) und NEt3. Die resultierende Lösung
wurde 2,5 Tage bei 80°C gerührt, daraufhin wurde sie im Vakuum konzentriert,
in CH2Gl2 (50 ml) gelöst und mit gesättigter NaHCO3
(15 ml) gewaschen. Die wässrige Phase wurde mit CH2Cl2
(50 ml) extrahiert und die kombinierten organischen Phasen mit 2 N HCl (16 ml)/Salzlösung
(5 ml) gewaschen, getrocknet (Na2SO4) und konzentriert, um
das Rohmaterial zu ergeben. Reinigung durch Silikagelchromatographie (Hexan/EtOAc
1:1 → EtOAc 1:1) lieferte 220 mg (43 %) der Zielverbindung.
Beispiel 64
Stufe 1:
In einen 50 ml Rundkolben wurden t-Butylcabazat (0,155 g, 1, 17 mmol,
1, 1 Äq.) und THF (4 ml) gegeben. Der farblosen Lösung wurde CDI (0,207
g, 1,28 mmol, 1,2 Äq.) und-wenige 3 Å Molekularsiebe zugegeben, und die
Reaktionsmischung wurde etwa 18 Stunden bei etwa 23°C gerührt. Der Reaktionsmischung
wurde Triethylamin (0,18 ml, 28 mmol, 1,2 Äq.) zugegeben, gefolgt von der Zugabe
von Beispiel 1 (0,5 g, 1,02 mmol, 1 Äq.). Die Reaktionsmischung wurde zu einer
weißen Suspension. Die Reaktionsmischung wurde bei etwa 23°C etwa 0,5
Stunden gerührt. Die Reaktionsmischung wurde mit Biotage (CH2Cl2,
danach 2 % MeOH/CH2Cl2) gereinigt, um 0,23 g von Verbindung
44 zu ergeben.
Stufe 2:
Einer Lösung von Verbindung 44 (0,1 g, 0,17 mmol 1 Äq.)
in CH2Cl2 (10 ml) wurde eine Lösung von 4 M HCl in Dioxan
(0,5 ml, 2 mmol, 11,78 Äq.) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde bei etwa
23°C etwa 3 Stunden gerührt. Dann wurde das Lösungsmittel verdampft.
Dem Rückstand wurde MeOH zugesetzt, danach eine Lösung von Trimethylorthoformiat
(0,5 ml) in MeOH (0,3 ml). Die Reaktionsmischung wurde bei etwa 23°C etwa 18
Stunden gerührt. Die Reaktionsmischung wurde danach konzentriert und durch
Säulenchromatographie gereinigt (Hexan, danach 40 % EtOAc/Hexan), um das Produkt
von Beispiel 64 zu ergeben. LCMS (M + H)+ 501,1.
Anspruch[de]
Verbindung mit der Formel (I):
oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz oder Solvat davon, worin
Ar1 und Ar2 jeweils unabhängig ausgewählt sind aus
der Gruppe bestehend aus (R19)n7-Heteroaryl und
X1 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus -O-, -S-, -SO-, -SO2-,
-NR12-, -N(COR12)- oder -N(SO2R15)-;
R1, R3 und R5 jeweils unabhängig ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus H und C1- bis C6-Alkyl;
und
R2, R4 und R6 jeweils unabhängig ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus H -CONR13R14 und -(CH2)n1-G;
wobei G ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H, -CF3, -CHF2,
-CH2F, -OH, -O-(C1-C6) -Alkyl, -SO2R13,
-O-(C3-C8-Cycloalkyl), -NR13R14, -SO2NR13R14,
-NR13SO2R15, -NR13COR12,
-NR12(CONR13R14), -CONR13R14,
-COOR12 und C3- bis C8-Cycloalkyl; oder
R1 und R2 zusammen mit dem Kohlenstoff, an den sie gebunden
sind, einen C3- bis C6-Cycloalkylring bilden; oder R1
und R2 zusammen mit dem Kohlenstoff, an den sie gebunden sind, eine
-Gruppe bilden, mit der Maßgabe,
dass X1 -O- oder -NR12 ist, wenn das
gebildet ist; oder
R3 und R4 zusammen mit dem Kohlenstoff, an den sie gebunden
sind, eine
-Gruppe bilden; oder
R5 und R6 zusammen mit dem Kohlenstoff, an den sie gebunden
sind, eine
-Gruppe bilden;
R7 und R11 unabhängig ausgewählt sind aus der Gruppe
bestehend aus H, C1- bis C6-Alkyl, C3- bis C8-Cycloalkyl,
(R16)n7-Aryl-, (R19)n7-Heteroaryl-,
-COOR29, -CONR21R22, -CON(R21) (CH2)n-G1,
-S(O)n5(CH2)n-G1, -S(O)n5R13,
-CO(CH2)n1-G1 und -(CH2)n1-G1,
wobei n 0 bis 4 ist und
G1 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H, -OH, (C1-C6)-Alkyl,
-O-(C1-C6-Alkyl), -S(O)n5R13, -O-(C3-C8-Cycloalkyl),
-NR13R14, -SO2NR13R14, -NR13SO2R15,
-NR13COR12, -NR12(CONR13R19),
-OC(=O)R12, -CONR13R14, -COOR12, C3-
bis C8-Cycloalkyl, -CF3,(R16)n7-Aryl-O-,
(R16)n7-Aryl-, (R19)n7-Heteroaryl, (R19)n7-Heterocycloalkyl
und Alkenyl, und
mit der Maßgabe, dass, wenn n 0 ist, dann G1 ausgewählt ist
aus der Gruppe bestehend aus H, (C1-C6)-Alkyl, Alkenyl, -C