Die Erfindung betrifft Zusammensetzungen mehrphasiger thermoplastischer
Harze und besonders Zusammensetzungen, die die Form einer Matrize aufweisen, in
der Knoten dispergiert sind.
Zahlreiche Thermoplaste müssen durch den Einbau von Gummis oder
anderen Polymeren modifiziert werden, um, zum Beispiel, deren Biegemodul zu modifizieren
oder deren Stoßfestigkeit zu verbessern.
Der Anmelder hat entdeckt, dass, wenn einer Matrize (M), die die Knoten
(S) enthält, ein drittes Polymer (K) zufügt wird, das bestimmten Kriterien
entspricht, eine Zusammensetzung mit einer neuen Größenverteilung der
Knoten und größtenteils einer Verringerung der Knotengröße erhalten
wird.
Dies weist viele Vorteile auf, zum Beispiel, wenn das Polymer der
Matrize transparent oder sogar transluzent ist, erhöht die Verringerung der
Größe der Knoten die Transparenz oder macht sie, bei einem konstanten
Niveau der dispergierten Phase, transluzenter. Auch die mechanischen Eigenschaften,
wie etwa die Zugfestigkeit oder die Stoßfestigkeit, werden verbessert.
Die US-Patentschrift US 5 070 145
beschreibt Zusammensetzungen, bestehend aus 80 Teilen Polyamid-6 (PA-6) oder Polyamid-6,6
(PA-6,6) in denen 20 Teile einer Mischung (i) aus einem Ethylencopolymer und einem
Ethyl- oder Butylacrylat und (ii) aus einem Ethylencopolymer, einem Ethylacrylat
und einem Maleinsäureanhydrid dispergiert sind. Diese Zusammensetzungen weisen
eine gute Stoßfestigkeit auf.
Die Patentschrift EP 284 379
beschreibt mehrphasige Zusammensetzungen aus Polyamid und Ethylencopolymer, die
die Form einer Polyamidmatrize aufweisen, in der Knoten (1) eines Ethylen-Ethylacrylat-
und eines Maleinsäureanhydrid-Copolymers dispergiert sind, wobei in diesen
Knoten (1) die Polyamidknoten dispergiert sind. Diese Knoten (1) werden zunächst
hergestellt, indem Polyamid in dem Ethylencopolymer dispergiert, und dann vernetzt
wird, und diese Knoten danach in Polyamid dispergiert werden. Auch diese Zusammensetzungen
weisen eine gute Stoßfestigkeit auf.
Die französische Patentschrift FR
2 719 849 beschreibt thermoplastische Zusammensetzungen, die aus einer
Matrize eines thermoplastischen Polymers bestehen, in der die Knoten eines zweiten
thermoplastischen Polymers dispergiert sind, die teilweise oder ganz durch ein Ethylencopolymer
eingekapselt sind. Diese Zusammensetzungen werden hergestellt, indem zuerst die
Einkapselung des zweiten Polymers ausgeführt wird, dann das andere Polymer,
das die Matrize bildet, unter Bedingungen zugefügt wird, bei denen die Kapseln
nicht zerstört werden. Diese Herstellung wird in zwei völlig getrennten
Schritten ausgeführt oder indem im gleichen Extruder ein Schritt auf den anderen
folgt. Diese Zusammensetzungen weisen gleichzeitig eine gute Biegsamkeit und eine
gute Stoßfestigkeit auf. Die Beispiele zeigen Matrizen aus PA-6, PA-12 oder
PBT (Polybutylenterephtalat) in denen die Knoten von PA-6,6 dispergiert sind, die
durch ein Ethylen-Ethylacrylat- und Glycidyl-Methacrylat-Copolymer eingekapselt
sind. Ein Vergleichsbeispiel zeigt, dass in einer PA-6-Matrize die PA-6,6-Knoten,
die von dem Ethylencopolymer eingekapselt sind, größer sind, als die Knoten,
die nur vom Ethylencopolymer gebildet wurden.
Die vorliegende Erfindung ist also eine thermoplastische Zusammensetzung
auf der Basis der Polymere (M), (K) und (S), wobei: (M) und (S) kompatibel sind,
(K) und (S) kompatibel sind, (K) nicht zu kompatibel mit (M) sein darf, damit sie
sich entmischen und damit sich der Kern von (K) in die Kapsel (S) begibt, wobei
die Zusammensetzung mindestens ein Polymer (M) umfasst, das eine Matrize bildet,
in der die Knoten von (K), die Knoten von (K), die ganz oder teilweise in mindestens
einem Polymer (S) eingekapselt sind, und Knoten von (S) verteilt sind, so dass die
Knoten von (K), die ganz oder teilweise in (S) eingekapselt sind, kleiner sind als
die Knoten von (S).
Das Polymer (M) kann eine Mischung aus mehreren mischbaren Polymeren
sein, die eine homogene Phase bilden. Das gleiche gilt für das Polymer (K)
und das Polymer (S). Die Zusammensetzungen der Erfindung können auch mehrere
Arten eingekapselter Knoten umfassen, zum Beispiel Knoten von (K1), die in (S) eingekapselt
sind, und Knoten von (K2), die in (S) eingekapselt sind, oder auch Knoten von (K1),
die in (S) eingekapselt sind, und Knoten von (K2), die in (S2) eingekapselt sind.
Die Zusammensetzungen der Erfindung sind besonders nützlich für
die transparenten Polymere (M), die zum Beispiel verwendet werden können, um
Verpackungen, Röhren, bei denen der Inhalt sichtbar sein soll, Behälter,
deren Pegel sichtbar sein soll, oder Schutzfolien, zu machen.
Um die Stoßeigenschaften oder das Biegemodul eines Polymers (M)
zu modifizieren, muss ihm ein Weichmacher und/oder ein Polymer (S) zugefügt
werden. Der Nachteil des Weichmachers besteht darin, dass er bei Überschreiten
einer gewissen Menge ausgeschieden wird, und daher die Eigenschaften nicht bewahrt
werden. Wird die Menge an (S) zu stark erhöht, kann es zu Kompatibilitätsproblemen
kommen und es kann auch eine andere Eigenschaft beeinflusst werden. Wird zum Beispiel
die Menge an (S) in (M) erhöht, wird tatsächlich eine Verminderung des
Biegemoduls erhalten, aber auch eine Verschlechterung der Zugfestigkeit, die sich
auch durch eine Verminderung der Berstfestigkeit eines extrudierten Rohrs ausdrücken
kann.
Für ein transparentes Polymer (M) kann die Erhöhung der
Menge an Polymer (S), zum Beispiel, um das Biegemodul zu vermindern, auch, abhängig
von der Natur von (S), eine Abnahme der Transparenz hervorrufen.
Der Anmelder hat daher entdeckt, dass, wenn ein Polymer (K) einer
Mischung aus (S) in (M) zugefügt wird, Knoten von (K) , Knoten von (K) , die
ganz oder teilweise in (S) eingekapselt sind, und Knoten von (S), die in (M) dispergierte
Phase genannt werden, erhalten werden.
Der Kern (in Gewicht) dieser dispergierten Phase besteht aus den Knoten
von (K), die ganz oder teilweise in (S) eingekapselt sind. Dies trifft umso mehr
zu, wenn Matrizen (M) verglichen werden, die eine im Wesentlichen gleiche Menge
an dispergierter Phase enthalten, das heißt, wenn ein Teil von (S), der in
(M) dispergiert ist, durch (K) ersetzt wurde.
Auch wenn in den Mischungen (M) + (S) + (K) Knoten von (S) verbleiben,
ist ihre Anzahl nicht ausreichend, um die Transparenz zu beeinträchtigen, wobei,
da der Kern der Knoten, Knoten von (K) sind, die ganz oder teilweise in (S) eingekapselt
sind, und daher eine geringere Größe haben als die Knoten von (S) in (M),
die Transparenz von (M) + (S) + (K) besser als die Transparenz von (M) + (S) ist,
zumindest bei einem konstanten Anteil von (M).
Die vorliegende Erfindung betrifft auch transparente thermoplastische
Zusammensetzungen, die mindestens ein Polymer (M) umfassen, das eine Matrize bildet,
in der mindestens ein Polymer (S) und mindestens ein Polymer (K) dispergiert ist,
und zwar so, dass ihre Transparenz besser ist als die der Zusammensetzungen, die
nur (M) und (S) umfassen, wobei der Anteil von (M) im Wesentlichen der gleiche ist.
Da es in der Tat darum geht, die Polymere (M) zu vergleichen, die
im Wesentlichen die gleiche Menge der dispergierten Phase enthalten, werden die
Matrizen (M) verglichen, die entweder (S) oder (S) + (K) enthalten, wobei die Mengen
von (S) und (S) + (K) im Wesentlichen die gleichen sind.
Die Transparenz lässt sich über den Durchgang einer Strahlung
von 560 nm durch einen Folie mit einer Stärke von 2 mm und durch die Opazität
messen.
So wurde zum Beispiel entdeckt, dass in einer Matrize aus Polyamid
11 (PA-11) die Knoten eines Ethylen/Alkylacrylat/Maleinanhydrid-Copolymers eine
Größe von 0,2 &mgr;m haben, während in der gleichen Matrize die
Knoten von Polyamid 12 (PA-12), die im gleichen Ethylen/Alkylacrylat/Maleinanhydrid-Copolymer
eingekapselt sind, eine Größe von 0,07 &mgr;m haben (es handelt sich
um die Größe des Knotens Dv (Volumendurchmesser) mit der Kapsel, das heißt,
ungefähr dem äußeren Durchmesser der Kapsel).
Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine thermoplastische Zusammensetzung,
die mindestens ein Polymer (M) umfasst, das eine Matrize bildet, in der mindestens
ein Polymer (S) und mindestens ein Polymer (K) dispergiert sind, und zwar so, dass
ihr Biegemodul kleiner ist als das erwartete Biegemodul, wobei dieses erwartete
Modul aus dem Modul einer Zusammensetzung berechnet wird, die nur eine Matrize (M)
und die gleiche Menge an dispergiertem (S) umfasst, und wobei das Modul durch die
Addition der Module von (M) und (K) im Verhältnis ihrer Gewichtsanteile berechnet
wird.
Für das Beispiel PA 12 + 15 % (S) (Bsp. 25) ist das Modul 880.
Das erwartete Modul von PA 12 + 15 (S) + 15 % PA 11 ist 860 (PA 11 hat ein Modul
von 1.000 für 1.100 bei PA 12), während das gemessene Modul 740 ist.
Die Zusammensetzungen der Erfindung weisen zahlreiche Vorteile auf:
– Sie sind stabiler, wobei die Morphologie des Kerns der dispergierten
Phase feiner ist, das heißt, dass (M) und (S) besser kompatibler wurden.
– Sie sind im Wesentlichen genauso flexibel wie die Zusammensetzungen
von (M), die die Knoten umfassen, die nur (S) enthalten, da das
Polymer (K) mit einer ausreichenden Kapselstärke (S) gescreent werden kann.
Wir werden im folgenden Text auf diesen Punkt zurückkommen.
– Die feineren Morphologien begünstigen auch die Festigkeit der
Nachschweißlinien.
– Sie sind sehr einfach zu fertigen, durch, zum Beispiel, einfaches Mischen
von (M), (K) und (S) auf einem kurzen oder wenig knetenden Extruder (Standardextruder
oder einfacher Extruder) oder sogar direkt auf einer Spritzgussmaschine, während
auf dem Stand der Technik mit 2 Schritten gearbeitet werden muss.
– Sie weisen, ohne Verlust der mechanischen Eigenschaften, eine gute
Flexibilität auf, so haben Zusammensetzungen, die aus (M), (S) und (K) bestehen,
und das gleiche Biegemodul haben wie die Zusammensetzungen, die aus (M) und (S)
bestehen, eine bessere Zugfestigkeit. Diese bessere Festigkeit kann sich auch durch
den höheren Berstdruck eines Rohrs manifestieren, die durch Extrusion der Zusammensetzungen
der Erfindung gefertigt wurde,
– Sie haben eine gute Stoßfestigkeit.
– (M) braucht nur die relativ größer Phase zu sein, um die
Matrize zu werden, und um die Phasenumkehr zu verhindern. Es wäre daher möglich,
zum Beispiel 35 Teile von (M), 32,5 Teile von (S) und 32,5 Teile von (K) zu haben.
– Da diese Zusammensetzungen außerdem besonders stabil sind, können
sie in Form von Granulat hergestellt und verkauft werden, und in herkömmlichen
Maschinen verwendet werden, und sie können auch recycled werden, zum Beispiel,
wenn Herstellungsabfälle durch Verschnitte anfallen.
Die Erfindung betrifft die Verringerung der Größe des Kerns
der Knoten von (S), unabhängig davon, welche Größe sie haben, wenn
(K) zugefügt wird.
Die Polymere (M) und (K) können aus den Thermoplasten ausgewählt
werden. (M) und (S) werden kompatibel ausgewählt. Da (S) in der Matrize von
(M) in Form von Knoten dispergiert ist, werden (M) und (S) als umso kompatibler
erachtet, je kleiner die Knoten von (S) sind.
Es wird jedoch davon ausgegangen, dass sie, wenn die Knoten von (S)
größer als 10 &mgr;m sind, nur wenig kompatibel ist, wenn die Knotengröße
zwischen 0,5 und 10 &mgr;m und vorzugsweise zwischen 0,5 und 2 &mgr;m liegt,
kompatibel ist, und wenn sie unter 0,5 &mgr;m liegt, sehr kompatibel ist.
Da (K) mit (S) kompatibel sein muss, wird (K) ausgewählt, indem
Dispersionen von (K) in (S) hergestellt, und die Knotengröße gemessen
wird. Es handelt sich um das allgemeine Auswahlkriterium, und aus den verschiedenen
(K), die diesem Kriterium entsprechen, wird eine weitere Auswahl getroffen, abhängig
von den für die Zusammensetzungen der Erfindung gesuchten Eigenschaften. Diese
weitere Auswahl kann vom Modul, den chemischen Eigenschaften, der Viskosität,
der Schmelztemperatur und dem Reaktionsvermögen abhängen.
Wenn, wie oben beschrieben, die Knoten von (K) in (S) größer
als 10 &mgr;m sind, sind sie nur wenig kompatibel, wenn die Knotengröße
zwischen 0,5 und 10 &mgr;m und vorzugsweise zwischen 0,5 und 2 &mgr;m liegt,
sind sie kompatibel, und wenn sie unter 0,5 &mgr;m liegt, sind sie sehr kompatibel.
Es heißt, dass die Kompatibilität von (K) mit (S) die gleiche
ist wie die Kompatibilität von (S) mit (M), wenn die Knoten von (S) in (M)
die gleiche Größe haben, wie die Knoten von (K) in (S). Die Kompatibilität
von (K) mit (S) muss nicht höher sein als die Kompatibilität von (S) mit
(M). Vorteilhafterweise muss die Größe der Knoten von (K) in (S) nicht
größer sein als zwei Mal die Größe der Knoten von (S) in (M)
und vorzugsweise ist sie ungefähr gleich oder kleiner. Dieser Wert von zwei
Mal ebenso wie der Ausdruck „ungefähr gleich" ist an die Größe
der Knoten anzupassen, da nämlich die Präzision der Messung für Knoten,
die größer als 1 oder 5 &mgr;m sind, höher ist als die für
kleinere Knoten.
Der Umfang der Erfindung würde nicht verlassen, wenn der Kompatibilitätstest
von (K) mit (S) durchgeführt würde, indem die Knoten von (S) in (K) gemessen
würden, und dann wie oben beschrieben vorgegangen würde.
(K) darf nicht zu kompatibel mit (M) sein, damit sie sich entmischen
und damit sich der Kern von (K) in die Kapsel (S) begibt. Wenn (K) strikt mit (M)
identisch ist, dann sind Knoten von (S) in (M). Aber (K) und (M) können zum
Beispiel zwei verschiedene Polyamide oder zwei Polyamide mit verschiedenen physikalischen
Eigenschaften, sein, die von den gleichen Monomeren abgeleitet sind. Es werden daher
Kompatibilitätsmessungen von (M) mit (S) und von (K) mit (S) ausgeführt,
wie im Vorstehenden angegeben, und es wird überprüft, ob der Kern von
(K) sich in (S) einkapselt, wenn (M), (K) und (S) gemischt werden.
Vorteilhafterweise werden (M) und (K) aus der gleichen Polymerfamilie,
zum Beispiel den Polyamiden, den gesättigten Polyestern und anderen ausgewählt,
wie später beschrieben wird. Das heißt, dass (M) und (K) zwei Polyamide,
zwei Polyester usw. sind.
Die Verringerung der Größe der Knoten muss auch überprüft
werden.
Die Mischen von (M), (K) und (S) erfolgt vorteilhafterweise, indem
(M), (K) und (S) gleichzeitig eingeführt werden in eine Vorrichtung zum Mischen
von (K) in die Mischung von (M) und (S), oder von (M) in die Mischung von (K) und
(S) oder auch von (S) in die Mischung von (K) und (M). Der Umfang der Erfindung
wird jedoch nicht verlassen, wenn für die Zugabe verschiedene Schritte oder
Reihenfolgen verwendet werden, vorausgesetzt, dass die gewünschte Morphologie
erhalten wird.
Zusätzlich zu den Bedingungen der Kompatibilität oder Nicht-Kompatibilität
ist der Fließindex (Melt Flow Index MFI) von (M) vorteilhafterweise höher
als der von (K).
Als Beispiel für die Polymere (M) können Polyolefine, Polyamide,
fluorierte Polymere, gesättigte Polyester, Polycarbonat, Styrolharze, PMMA,
thermoplastische Polyurethane (TPU), Polyamid-Block-Copolymere, Polyester- und Polyether-Block-Copolymere,
PVC, Copolymere von Ethylen und von Vinylalkohol (EVOR) und Polyketone zitiert werden.
Unter Polyamid (A) sind die Kondensationsprodukte zu verstehen:
– einer oder mehrerer Aminosäuren, wie etwa den Aminocapronsäuren,
7-Aminoheptansäuren, 11-Aminoundecansäuren und 12-Aminododecansäuren,
eines oder mehrerer Lactame, wie etwa Caprolactam, Önantholactam und Lauryllactam;
– eines oder mehrerer Salze oder Diaminmischungen, wie Hexamethylendiamin,
Dodecamethylendiamin, m-Xylylendiamin, bis(p-Aminocyclohexyl)methan und Trimethylhexamethylendiamin
mit Diaziden, wie etwa Isophtalsäuren, Terephtalsäuren, Adipinsäuren,
Azelainsäuren, Korksäuren, Sebacinsäuren und Dodecandicarboxylsäuren;
– oder der Mischungen einiger dieser Monomere, was zu Copolyamiden führt,
zum Beispiel PA-6/12 durch Kondensation von Caprolactam und Lauryllactam.
Die Polyamid-Block- und Polyether-Block-Polymere resultieren aus der
Copolykondensation der Polyamidsequenzen mit reaktiven Enden mit den Polyethersequenzen
mit reaktiven Enden, wie unter anderem etwa:
1) Polyamidsequenzen mit Diamin-Kettenenden mit Polyoxyalkylensequenzen mit
Dicarboxyl-Kettenenden.
2) Polyamidsequenzen mit Dicarboxyl-Kettenenden mit Polyoxyalkylensequenzen
mit Diamin-Kettenenden, erhalten durch Cyanethylierung und Hydrierung der aliphatischen
dihydroxylierten alpha-omega-Polyoxyalkylensequenzen, genannt Polyetherdiole.
3) Polyamidsequenzen mit Dicarboxyl-Kettenenden mit Polyetherdiolen, wobei die
erhaltenen Produkte, in diesem speziellen Fall, Polyetheresteramide sind.
Die Polyamidsequenzen mit Dicarboxyl-Kettenenden stammen zum Beispiel
aus der Kondensation von alpha-omega-Aminocarboxylsäuren von Lactamen oder
von Carboxyldiaziden und Diaminen in Gegenwart von Kettenterminator-Carboxyldiaziden.
Vorteilhafterweise sind die Polyamid-Blocks aus Polyamid-12.
Die zahlenmittlere Molekularmasse der Polyamidsequenzen liegt zwischen
300 und 15.000 und vorzugsweise zwischen 600 und 5.000. Die Masse der Polyethersequenzen
liegt zwischen 100 und 6.000 und vorzugsweise zwischen 200 und 3.000.
Die Polyamid- und Polyether-Block-Polymere können auch zufällig
verteilte Motive umfassen. Diese Polymere können durch die gleichzeitige Reaktion
des Polyethers und der Vorläufer der Polyamid-Blöcke hergestellt werden.
Zum Beispiel kann Polyetherdiol, ein Lactam (oder eine alpha-omega-Aminosäure)
und ein Kettenterminator-Diazin in Gegenwart von wenig Wasser zur Reaktion gebracht
werden. Es wird ein Polymer erhalten, das im Wesentlichen Polyether-Blocks, Polyamid-Blocks
mit sehr variabler Länge hat, aber auch verschiedene Recktanten, die zufällig
reagiert haben, und statistisch entlang der Polymerkette verteilt sind.
Diese Polyamid- und Polyether-Block-Polymere, die entweder aus der
Copolycondensation der zuvor hergestellten Polyamid- und Polyethersequenzen
oder aus einer Reaktion in einem Schritt stammen, weisen zum Beispiel, Shore D-Härten
auf, die zwischen 20 und 75 und vorteilhafterweise zwischen 30 und 70 liegen können
und eine Grenzviskosität zwischen 0,8 und 2,5, gemessen in m-Cresol bei 25
°C.
Unabhängig davon, ob die Polyether-Blocks von Polyethylenglycol,
von Polyoxypropylenglycol oder von Polyoxytetramethylenglycol abgeleitet sind, werden
sie entweder als solche verwendet und mit den Polyamid-Blocks mit Carboxyl-Enden
copolycondensiert, oder sie werden aminiert, um in Polyetherdiamine umgewandelt
zu werden und mit den Polyamid-Blocks mit Carboxyl-Enden kondensiert. Sie können
auch mit den Polyamidvorläufern und einem Kettenterminator gemischt werden,
um die Polyamid- und Polyether-Block-Polymere zu machen, die statistisch verteilte
Motive haben.
Polyamid- und Polyether-Block-Polymere werden in den US-Patentschriften
US 4 331 786, US
4 115 475, US 4 195 015,
US 4 839 441, US
4 864 014, US 4 230 838 und
US 4 332 920 beschrieben.
Der Polyether kann zum Beispiel ein Polyethylenglycol (PEG), ein Polypropylenglycol
(PPG) oder ein Polytetramethylenglycol (PTMG) sein. Letzteres wird auch Polytetrahydrofuran
(PTHF) genannt.
Unabhängig davon, ob die Polyether-Blocks in die Kette der Polyamid-
und Polyether-Block-Polymere in Form von Diolen oder von Diaminen eingeführt
werden, werden sie zur Vereinfachung PEG- oder PPG- oder auch PTMG-Blocks genannt.
Der Umfang der Erfindung wird auch dann nicht verlassen, wenn die
Polyetherblocks verschiedene Motive enthalten würden, wie etwa Motive, die
von Ethylenglycol, Propylenglycol oder auch Tetramethylenglycol abgeleitet sind.
Vorteilhafterweise ist das Polyamid- und Polyether-Block-Polymer so,
dass das Polyamid der gewichtsmäßig größte Bestandteil ist,
das heißt, dass die Menge an Polyamid, das Blockform hat, und jene, die gegebenenfalls
in der Kette statistisch verteilt ist, 50 Gew.-% oder mehr des Polyamid- und Polyether-Block-Polymer
darstellt. Vorteilhafterweise hat die Polyamidmenge und die Polyethermenge das Verhältnis
(Polyamid/Polyether) 50/50 bis 80/20.
Vorzugsweise haben die Polyamid-Blöcke und die Polyether-Blöcke
eines gleichen Polymers (B) jeweils die Massen Mn 1.000/1.000, 1.300/650, 2.000/1.000,
2.600/650 und 4.000/1.000.
Unter Polyolefin ist ein Polymer zu verstehen, das olefine Motive,
wie zum Beispiel Ethylenmotive, Propylenmotive, Buten-1-Motive oder jedes andere
alpha-Olefin umfassen. Als Beispiel kann zitiert werden:
– Polyethylene, wie etwa LDPE, HDPE, LLDPE oder VLDPE, Polypropylen,
Ethylen-Propylencopolymere, oder auch Metallocen-PEs;
– die Ethylencopolymere mit mindestens einem Produkt, das aus den Salzen
oder den Estern der ungesättigten Carbonsäure oder den Vinylestern der
gesättigten Carbonsäuren ausgewählt ist.
Vorteilhafterweise wird das Polyolefin aus LLDPE, VLDPE, Polypropylen,
Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren oder den Ethyl/Alykl(meth)acrylat-Copolymeren ausgewählt.
Die Dichte kann vorteilhafterweise zwischen 0,86 und 0,965 liegen, der Melt Flow
Index (MFI) kann zwischen 0,3 und 40 liegen.
Als Beispiel für die fluorierten Polymere können das Polyvinylidenfluorid
(PVDF), Copolymere, Vinylidenfluorid (VF2) umfassen, Ethylen- und Tetrafluorethylencopolymere,
Poly(trifluorethylen), Trifluorethylencopolymere, Hexafluorpropen-Homo- und -Copolymere,
Chlortrifluorethylen-Homo- und -Copolymere zitiert werden. Vorteilhafterweise wird
PVDF verwendet.
Unter EVOH sind die Ethylen- und die Vinylalkoholcopolymere zu verstehen.
Sie stammen aus der Hydrolyse der Ethylen/Vinylacetatcopolymere, wobei diese Hydrolyse
unvollständig sein kann, und Vinylacetatmotive übrig bleiben können.
Als Beispiel für Polyester kann PET (Polyethylenterephtalat),
PBT (Polybutylenterephtalat) oder PEN (Polyethylennaphtenat) zitiert werden.
Die Polyester- und Polyether-Block-Copolymere sind Copolymere mit
Polyethermotiven, die von Polyetherdiolen abgeleitet sind, wie etwa Polyethylenglycol
(PEG), Polypropylenglycol (PPG) oder Polytetramethylenglycol (PTMG), Carboxyldiazidmotiven,
wie etwa Terephtalsäure und Glycolmotiven (Ethandiol) oder 1,4-Butandiol.
Die Verlinkung der Polyether und der Diazide bildet biegsame Segmente, während
die Verlinkung des Glycols oder des Butans mit den Diaziden die starren Segmente
des Copolyetheresters bildet.
Derartige Copolyetherester sind in den europäischen Patentschriften
EP 402 883 und EP
405 227 beschrieben, deren Inhalt dieser Anmeldung beigefügt ist.
Als thermoplastische Polyurethane können Polyetherurethane zitiert
werden, zum Beispiel jene, die Diisocyanatmotive, Motive, abgeleitet von Polyetherdiolen
und Motive, abgeleitet von Ethandiol oder 1,4-Butandiol umfassen.
Es können auch Polyesterurethane zitiert werden, zum Beispiel
jene, die Diisocyanatmotive, Motive, abgeleitet von amorphen Polyesterdiolen und
Motive, abgeleitet von Ethandiol oder 1,4-Butandiol umfassen.
Die Polyketone sind Polymere, die im Wesentlichen ein Mol Kohlenmonoxid
je Mol eines ungesättigten Monomers umfassen. Dieses Monomer kann aus den alpha-Olefinen
mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen oder deren Substitutionsderivaten ausgewählt
werden. Es kann auch ausgewählt werden aus Styrol oder dessen Derivaten, die
durch Substitution mit Alkylen, wie etwa Methylstyrolen, Ethylstyrol und Isopropylstyrol
erhalten wurden.
Vorzugsweise sind die Polyketone Kohlenmonoxid- und Ethylencopolymere
oder Ethylen-, Polypropylen- und Kohlenmonoxidcopolymere.
Wenn die Polyketone Copolymere von Ethylen, einem zweiten Monomer
und Kohlenmonoxid sind, gibt es mindestens zwei Ethylenmotive für ein Motiv
des zweiten Monomers und vorzugsweise 10 bis 100.
Die Polyketone können durch die folgende Formel dargestellt werden:
-(-CO-CH2-CH2-)x-(-CO-A-)y-
in der A ein ungesättigtes Monomer mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen bezeichnet,
wobei das Verhältnis x/y mindestens 2 beträgt.
Die Motive -(-CO-CH2-CH2-) und -(-CO-A-)- sind
in der Polyketonkette zufällig verteilt.
Die zahlenmittleren Molekularmassen können zwischen 1.000 und
20.000, vorteilhafterweise zwischen 20.000 und 90.000 liegen (gemessen mittels Gelpermeationschromatographie).
Die Schmelztemperaturen können zwischen 175 und 300 °C, am häufigsten
zwischen 200 und 270 °C liegen.
Synthesen dieser Polyketone sind in den US-Patentschriften
US 4 843 144, US
4 880 903 und US 3 694 412beschrieben,
deren Inhalt der vorliegenden Anmeldung beigefügt ist.
Als Beispiel für die Polymere (K) können die gleichen Beispiele
zitiert werden wie für die Polymere (M).
Das Polymer (S) ist jedes Produkt, das (K) in einer Matrize (M) einkapseln
kann, und zwar so, dass die so eingekapselten Knoten kleiner sind als die Knoten
von (S) in (M). Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist (S) jedes Produkt, das sich
in Form von Knoten in eine Matrize (M) begibt, und das sich auch in Form von Knoten
in eine Matrize (K) begibt, oder das eine Matrize sein kann, die Knoten (K) enthält.
Vorteilhafterweise ist (S) eine Thermoplast mit Affinitäten mit (M) und mit
(K), und/oder das mit (M) und (K) reagieren kann, oder Affinitäten mit (M)
hat und mit (K) reagieren kann oder umgekehrt.
Zum Beispiel kann (S) eine Polyolefinkette mit Polyamidpfropfen oder
Polyamidoligomeren sein, so dass (S) Affinitäten mit Polyolefinen oder Polyamiden
hat.
(S) kann auch ein Ethylencopolymer mit Maleinanhydridmotiven sein,
so dass (S) Affinitäten mit Polyethylenen hat, und mit Polyamiden reagieren
kann.
Als Beispiel für (S) können funktionalisierte Polyolefine,
gepfropfte aliphatische Polyester, gegebenenfalls gepfropfte Polyether- und Polyamid-Blockpolymere,
Ethylencopolymere und Copolymere von einem Alkyl(meth)acrylat und/oder einem Vinylester
einer gesättigten Carbonsäure zitiert werden.
(S) kann auch ein Block-Copolymer mit mindestens einem Block sein,
der mit (M) kompatibel ist, und mindestens einem Block, der mit (K) kompatibel ist.
Das funktionalisierte Polyolefin ist ein Polymer, das alpha-Olefin-Motive
und Epoxidmotive oder Carbonsäuremotive oder Carbonsäureanhydridmotive
umfasst.
Als Beispiel können Polyolefine in den Polymeren (M) zitiert
werden, oder auch Polymere mit SBS-, SIS-, SEBS- oder EPDM-Blöcken, gepfropft
durch ungesättigte Epoxide, wie etwa Glycidyl(meth)acrylat, oder durch Carbonsäuren,
wie etwa (Meth)acrylsäure oder auch durch ungesättigte Carbonsäureanhydride,
wie etwa Maleinanhydrid.
Es können auch zitiert werden
– Copolymere von Ethylen, eines ungesättigten Epoxids und gegebenenfalls
eines Esters oder eines Salzes der ungesättigten Carbonsäure oder eines
Vinylesters einer gesättigten Carbonsäure. Das sind zum Beispiel Ethylen/Vinylacetat/Glycidyl(meth)acrylat-Copolymere
oder Ethylen/Alkyl(meth)acrylat/Glycidyl(meth)acrylat-Copolymere.
– die Ethylencopolymere eines ungesättigten Carbonsäureanhydrids
und/oder einer ungesättigten Carbonsäure können teilweise durch ein
Metall (Zn) oder ein Alkalimetall (Li) und gegebenenfalls durch einen ungesättigten
Carbonsäureester oder einen Vinylester einer gesättigten Carbonsäure
neutralisiert sein. Das sind zum Beispiel Ethylen/Vinylacetat/Maleinanhydrid-Copolymere
oder Ethylen/Alkyl(meth)acrylat/Maleinanhydrid-Copolymere oder auch Ethylen/Zn-
oder Li(meth)acrylat/Maleinanhydrid-Copolymere.
– Polyethylen, Polypropylen, Ethylen-Propylen-Copolymere, die mit einem
ungesättigten Carbonsäureanhydrid gepfropft oder copolymerisiert, und
dann mit einem monoaminierten Polyamid (oder einem Polyamidoligomer) kondensiert
sind. Diese Produkte sind in der europäischen Patentschrift EP
342 066 beschrieben.
Vorteilhafterweise wird das funktionalisierte Polyolefin aus den Ethylen/Alkyl(meth)acrylat/Maleinanhydrid-Copolymeren,
den Ethylen/Vinylacetat/Maleinanhydrid-Copolymeren, den Ethylen-Propylen-Copolymeren
ausgewählt, die hauptsächlich Propylen enthalten, wobei diese mit Maleinanhydrid
gepfropft, und dann mit monoaminiertem Polyamid-6 oder monoaminierten Oligomeren
des Caprolactams kondensiert werden.
Vorzugsweise ist das ein Alkyl/Maleinanhydrid-Copolymer, das bis zu
40 Gew.-% Alkyl und bis zu 10 Gew.-% Maleinanhydrid umfasst.
Das Alkyl(meth)acrylat kann aus Methylacrylat, Ethylycrylat, n-Butylacrylat,
Isobutylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Cyclohexylacrylat, Methylmethacrylat und Ethylmethacrylat
ausgewählt werden.
Als gepfropfte aliphatische Polyester können Polycaprolacton,
gepfropft mit Maleinanhydrid, Glycidylmethacrylat, Vinylester oder Styrol zitiert
werden. Diese Produkte werden in der europäischen Patentanmeldung
EP 711 791 beschrieben, deren Inhalt der
vorliegenden Erfindung beigefügt ist.
Die Polyamid- und Polyether-Block-Polymere wurden weiter oben bei
den Polymeren (M) beschrieben. Diese Produkte können durch Vinylchlorid oder
Alkylacrylate gepfropft sein. Diese Produkte werden in der europäischen Patentschrift
EP 365 398 beschrieben, deren Inhalt der
vorliegenden Erfindung beigefügt ist.
Die Polymere (M), (K) und (S) können Weichmacher, Füllstoffe,
Feuerschutzmittel, Glasfasern usw. enthalten.
Die Erfindung ist für die Thermoplaste (M), wie etwa Polyamide
und gesättigte Polyester, besonders nützlich.
Vorteilhafterweise werden (M) und (K) aus der gleichen Polymerfamilie
ausgewählt, und wird (S) aus den Ethylen/Alkyl(meth)acrylat/Maleinanhydrid-Copolymeren,
den Ethylen/Vinylacetat/Maleinhydrid-Copolymeren, den Ethylen/Alkyl(meth)acrylat/Glycidyl(meth)acrylat-Copolymeren
und den Ethylen/Vinylacetat/Glycidyl(meth)acrylat-Copolymeren ausgewählt.
Vorzugsweise werden (M) und (K) aus der gleichen Polymerfamilie so
ausgewählt, dass sie sehr ähnlich sind, zum Beispiel PA-11 und PA-12.
Gemäß den bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
werden für (M), (S) und (K) jeweils Polymere ausgewählt, die folgende
Eigenschaften oder Merkmale haben:
starr/biegsam/starr
hohe Tg/tiefe Tg/hohe Tg Tg > 0°C/Tg < 0°C/Tg > 0°C (Tg bezeichnet
die Glasübergangstemperatur)
halbkristallin/amorph oder fast amorph/halbkristallin kristallin/amorph oder fast
amorph/kristallin
Beispiele
Als P4-11 wird bezeichnet: ein Polyamid 11 mit Mw [45 000 bis 55 000], das keinen
Weichmacher enthält.
PA-11 p.20: ein Polyamid 11 vom Typ PA-11, das (7 ± 2) Gew.-% BBSA (Butylbenzensulfonamid)
als Weichmacher enthält.
PA-11 p.40: ein Polyamid 11 vom Typ PA-11, das (12 ± 2) Gew.-% BBSA enthält.
PA-12: ein Polyamid 12 mit Mw 45.000 bis 55.000.
L: ein Ethylen/Acrylatcopolymer von Butyl/Maleinanhydrid mit einem Gewichtsverhältnis
von 79/18/3, einem MFI von 3 bis 6, das ein zufälliges Copolymer ist, erhalten
durch radikale Hochdruck-Katalyse.
MFI bezeichnet den Fließindex (Melt Flow Index).
LOTRYL ein Ethylen/Acrylatcopolymer von Methyl mit Gewichtsanteilen von 84/16
und einem MFI von 0,3 bis 190 °C, 2,16 kg.
PA-12 p.20 ein Polyamid 12, das (7 ± 2) Gew.-% BBSA enthält.
PA-12 p.40 ein Polyamid 12, das (12 ± 2) Gew.-% BBSA enthält.
EPRm bezeichnet ein maleiniertes EPR (Ethylenpropylencopolymer).
Die Ergebnisse werden in der folgenden Tabelle berichtet (in Gew.-%).
Die in der Tabelle angegebenen Zusammensetzungen entsprechen einer Summe von 100
%, der Prozentsatz der größten Komponente erscheint nicht. Bsp. PA-11
p.20 + 6 % L + 6 % PA-12 bedeutet, dass es 88 % von PA-11 p.20 in der Zusammensetzung
gibt.
In Beispiel 20 bedeutet (PA-11 + 5 % PASA) ein Polyamid 11, das 95
% von PA-11 und 5 % von PASA enthält.
PASA bezeichnet ein halbaromatisches Polyamid, das durch Kondensation
von Lauryllactam, BMACM [bis-(3 Methyl-4-aminocyclohexyl)methan], Isophtalsäure
und Terephtalsäure erhalten wurde, wie in der Patentschrift EP
550308 beschrieben.
In der Tabelle bezeichnet „erwartetes Biegemodul" das Biegemodul,
das aus den Prozentsätzen der Bestandteile berechnet wird, ohne Berücksichtigung
einer Synergie der Bestandteile oder der Morphologie. So wird in Beispiel 5 600
MPa erwartet, weil es die gleiche Menge an PA gibt und weil 600 MPa für Beispiel
3 gemessen wurde (der Unterschied des Moduls von PA 11 und von PA 12 wird vernachlässigt).
Tabelle 1
Tabelle 1
Tabelle 1 (Fortsetzung 1)
Tabelle 1 (Fortsetzung 2)
Anspruch[de]
Thermoplastische Zusammensetzung auf der Basis der Polymere (M), (K)
und (S), wobei:
(M) und (S) kompatibel sind,
(K) und (S) kompatibel sind,
(K) nicht zu kompatibel mit (M) sein darf, damit sie sich entmischen und damit sich
der Kern von (K) in die Kapsel (S) begibt,
wobei die Zusammensetzung mindestens ein Polymer (M) umfasst, das eine Matrize bildet,
in der die Knoten (K), die Knoten (K), die ganz oder teilweise in mindestens einem
Polymer (S) eingekapselt sind, und Knoten von (S) sowie die Knoten von (K), die
ganz oder teilweise in (S) eingekapselt sind, die kleiner sind als die Knoten von
(S), verteilt sind.Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei (M) ausgewählt ist aus Polyolefinen,
Polyamiden, fluorierten Polymeren, gesättigten Polyestern, Polycarbonat, Styrolharzen,
PMMA, Polyurethanen (TPU), Polyamid-Block-Copolymeren, Polyether-Block-Copolymeren,
PVC, den Copolymeren von Ethylen und von Vinylalkohol und den Polyketonen.Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 oder 2, wobei
(K) aus den gleichen Polymeren ausgewählt ist wie (M).Zusammensetzung nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, wobei
(S) ausgewählt ist aus den funktionalisierten Polyolefinen, den gepfropften
aliphatischen Polyestern und den Polyamid-Block-Polymeren und den eventuell gepfropften
Polyester-Block-Polymeren.Zusammensetzung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei (M)
PA-11, (S) ein Ethylen-/(Meth)acrylatcopolymer von Maleinalkyl/-anhydrid und (K)
PA-12 ist.