Die Erfindung betrifft im Allgemeinen elektronische Anzeigesysteme
und insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Anzeigen von Signalinformationen
mit verbesserten Bildeinzelheiten auf einer Rasteranzeige, die begrenzte Helligkeitsstufen
in einem elektronischen Messinstrument aufweist.
Oszilloskope sind eine Art Test- und Messinstrumente, die schon seit
Jahren zum Messen und Anzeigen elektrischer Signale als Verlaufsgraphen verwendet
werden. Oszilloskope werden üblicherweise in zwei Kategorien unterteilt, analog
und digital, je nach der in dem Instrument verwendeten Technologie. Das Verfahren
zum Messen und Anzeigen elektrischer Signale der analogen und digitalen Technologiekategorien
unterscheidet sich stark und jede Technologie hat jeweils Vor- und Nachteile. Ein
elektrisches Signal, das gemessen werden soll, wird in dem Messinstrument mit einem
Eingangsterminal verbunden und wird zu einem Eingangssignal.
Analoge Oszilloskope messen und zeigen das Eingangssignal an, indem
ein Elektronenstrahl vertikal als Funktion der Amplitude des elektrischen Signals
verlagert wird, während der Strahl mit einer Wobbelgeschwindigkeit von einer
Seite einer Bildröhre (CRT) zur anderen läuft. Das Muster, das auf dem
Leuchtstoff der Bildröhre aufgezeichnet ist, wird in den Augen des Benutzers
des Oszilloskops integriert, so dass der gesamte Verlaufsgraph gesehen werden kann.
Der Leuchtstoff der Bildröhre wird dahingehend ausgewählt, dass er eine
Nachleuchtdauer hat, die lang genug ist, so dass diese Integration bei verschiedenen
Wobbelgeschwindigkeiten möglich ist.
Analoge Oszilloskope haben meistens einen langen Messzyklus. Unter
dem Messzyklus versteht man das Verhältnis der Messzeit zu der Zeit, die für
die Verarbeitung der Messung aufgewendet wird, und auch als „Totzeit" bezeichnet
wird. Der Großteil der Totzeit des analogen Oszilloskops ist die Zeit, zu der
der Elektronenstrahl von dem Ende eines Durchlaufs wieder zum Anfang zurückkehrt,
um einen weiteren Durchlauf zu starten. Ein hoher Messzyklus ist wünschenswert,
damit so viele Messinformationen wie möglich angezeigt werden, da Informationen
von dem Eingangssignal, die während der Totzeit eingehen, verloren gehen. Bei
höheren Wobbelgeschwindigkeiten wird die Anzeige des analogen Oszilloskops
sehr schnell aktualisiert, wodurch der angezeigte Verlaufsgraph „lebendig"
aussieht, so dass der Benutzer umfangreiche Informationen aus dem Eingangssignal
ablesen kann, insbesondere in Situationen, in denen komplexe Eingangssignale vorliegen,
die während einer Messzeit erhebliche Abweichungen aufweisen. Da analoge Oszilloskope
zahlreiche Informationen zu dem Eingangssignal anzeigen und über einen hohen
Messzyklus verfügen, sind sie ein gutes, qualitatives Werkzeug.
Bei digitalen Speicheroszilloskopen (DSO) wird das Eingangssignal
in einzelne, digitale Proben digitalisiert, wobei ein Analog-Digital-Wandler (ADC)
verwendet wird, der die digitalen Proben in einem Trace-Speicher speichert und die
digitalen Proben dann in einem Trace-Speicher in grafische Spuren umwandelt, so
dass sie danach als grafisches Bild dargestellt werden können, normalerweise
auf einer Rasteranzeige. Eine Rasteranzeige verwendet normalerweise eine zweidimensionale
Anordnung oder Matrix aus Bildelementen (Pixel), die in Zeilen und Spalten angeordnet
sind, wobei jedem Pixel ein Helligkeitswert zugeordnet ist. Eine typische Rasteranzeige
umfasst Hunderte von Zeilen und Spalten, mit denen ein Anzeigebild erschaffen wird,
wobei die Aktualisierungsgeschwindigkeit der Rasteranzeige unabhängig von der
Wobbel- oder Messgeschwindigkeit ist.
DSOs haben einen Vorteil gegenüber analogen Oszilloskopen, da
sie Berechnungen zu den gespeicherten, digitalen Proben speichern, abrufen und durchführen
können. Aus diesem Grund sind DSOs gute, quantitative Werkzeuge für das
genaue Messen der Spannung und Zeitmerkmale des Eingangssignals. Doch der Messzyklus
und die Aktualisierungsgeschwindigkeit von DSOs sind meistens wesentlich geringer
als bei analogen Oszilloskopen. In einem DSO steht die höchstmögliche
Messgeschwindigkeit nur zur Verfügung, wenn der Trace-Speicher gerade angefüllt
wird, und die ausstehende Zeit Totzeit ist, in der die digitalen Proben verarbeitet
werden. Obwohl das DSO ein gutes, quantitatives Werkzeug ist, ist es als qualitatives
Werkzeug zum Veranschaulichen des Echtzeit-Verhaltens des Eingangssignals weniger
gut geeignet, da sein Messzyklus relativ gering ist.
Eine einzige Erfassung des Eingangssignals in einer vorbestimmten
Erfassungszeit erzeugt eine Ansicht des elektrischen Signals in dem räumlichen
Bereich, der der Abweichung der Amplitude des Eingangssignals im Vergleich zur Erfassungszeit
entspricht. Ein komplexes elektrisches Signal kann bei mehreren Erfassungen
in dem zeitlichen Bereich Abweichungen aufweisen, die der Abweichung der Amplitude
im Vergleich zur Erfassungsanzahl entsprechen. Somit kann das sich ändernde
Verhalten des elektrischen Signals in dem zeitlichen Bereich über mehrere Erfassungen
hinweg erfasst werden, die dann als Anzeigebild gespeichert werden. Das Anzeigebild
ist somit eine Funktion der Erfassungszeit, die konstant bleibt, und der zeitlichen
Zeit, die so lang ist, wie erwünscht, und im Hinblick auf die Anzahl der Erfassungen
gemessen wird.
Seit kurzem gibt es eine neue Messweise für DSOs, die die Aktualisierungsgeschwindigkeit
und den Messzyklus verbessert. Bei dieser Messweise werden digitale Proben unmittelbar
nach Eintreffen von dem ADC in Pixelinformationen umgewandelt, so dass ein Anzeigebild
von mehreren Erfassungen erstellt werden kann. Aufgrund des höheren Messzyklus
gleicht das Anzeigebild mehr dem eines traditionellen analogen Oszilloskops, da
es ein qualitatives Bild des elektrischen Signals bereitstellt.
Da das Anzeigebild jedoch nur in Form von Pixelinformationen und nicht
als tatsächliche Messwerte gespeichert wird, wird der qualitative Wert des
Anzeigebilds verringert, da genaue Messungen nicht möglich sind. Da die verschiedenen
Erfassungen mithilfe einer begrenzten Anzahl von Pixeln in der Rasteranzeige abgebildet
werden müssen, wobei jeder Pixel eine begrenzte Anzahl an Helligkeitsstufen
aufweist, wurden verschiedene Verfahren zum Erstellen des Anzeigebilds entwickelt,
wobei die zeitlichen Informationen bei verschiedenen Erfassungen des elektrischen
Signals bewahrt werden. DSOs des Standes der Technik verwenden normalerweise Falschfarben,
um die Häufigkeit darzustellen, wie oft bei verschiedenen Erfassungen auf ein
bestimmtes Pixel zugegriffen wurde. Auf diese Weise können einmalige Signale
und seltene Unregelmäßigkeiten durch eine andere Farbe als die eines periodischen
Signals, das bei verschiedenen Erfassungen im Wesentlichen dasselbe zeitliche Verhalten
aufweist, hervorgehoben werden.
Immer mehr DSOs werden als tragbare, in der Hand zu haltende, batteriebetriebene
Instrumente entworfen, die oft Technologie zur Flüssigkristallanzeige (LCD)
enthalten. Verfügbare LCD-Technologie bietet effektiv nur vier Helligkeitsstufen,
normalerweise in einer einfarbigen LCD-Anzeige. Stromverbrauch, Ausmaße sowie
Helligkeit und Auflösung der LCD-Anzeige sind wichtige Faktoren bei dem Entwurf
eines tragbaren DSO. Gleichzeitig ist es für DSOs unbedingt erforderlich, die
Vorteile ihrer Gegenstücke, der analogen Oszilloskope, bieten zu können,
die verhältnismäßig hohe Aktualisierungsgeschwindigkeiten und die
Fähigkeit aufweisen, strukturelle Einzelheiten komplexer Eingangssignale mit
hoher Abweichung in dem zeitlichen Bereich wahrzunehmen. Aus diesem Grund ist es
wünschenswert, ein verbessertes Verfahren zur Anzeige des Bilds des zeitlichen
Bereichs eines elektrischen Signals mit erweiterten Bildeinzelheiten bereitzustellen,
wobei eine begrenzte Anzahl von Helligkeitsstufen für jeden Pixel verwendet
wird, und adaptive Prozesse verwendet werden, die die Pixel auswählen und jeder
Helligkeitsstufe durch vorbestimmte Teile jeder Spalte jedes Durchlaufs zuweisen.
Es ist ferner wünschenswert, dass die aktuellen Helligkeitsstufen adaptiv mit
den vergangenen Helligkeitsstufen kombiniert werden können, um ein zusammengesetztes
Signal effektiv anzeigen zu können, das sowohl auf den aktuellen als auch auf
den vergangenen Merkmalen des Signals beruht.
WO-A-96/37785 beschreibt ein Rasteranzeigesystem, in dem jeder Punkt,
der eine anzuzeigende Struktur darstellt, einem Pixel zugeordnet ist, wobei ein
stochastisches Verfahren angewendet wird, bei dem die Wahrscheinlichkeit der Zuordnung
eines Punkts zu einem Pixel von der Position des Punktes hinsichtlich des Pixels
abhängt. Zudem werden gesammelte Pixelwerte durch ein Verfahren, das festgelegten
Anteilen der Pixel die Zuordnung desselben Grauwerts ermöglicht, in eine begrenzte
Anzahl an Grauwerten umgewandelt.
WO-A-97/44677 beschreibt die Anzeige eines digitalen Oszilloskops,
die eine unterschiedliche Dauer der angezeigten Daten ermöglicht, die durch
Erhöhung eines Füllungszählers angesammelt werden, so dass der Abfall
für jede Amplitude-/Zeitkombination in den Daten proportional ist. Farbliche
Abgrenzungen der Pixel werden dynamisch aktualisiert. Sättigungsstufen für
die Anfüllung werden in Übereinstimmung mit den Teilen der Signale ausgewählt,
die jeweils von Interesse sind.
EP-A-0 738 089 offenbart ein Oszilloskopsystem, das aufeinander folgende
Probedatensätze speichern kann. Jeder Probedatensatz wird angezeigt. Erreicht
die Anzahl der Probedatensätze einen Grenzwert, werden die ältesten Probedaten
entfernt, um Platz für die nächsten Probedatensätze zu schaffen.
Die Messdaten werden in Übereinstimmung mit einem Verfahren, das die Eintretenshäufigkeit
der Daten berücksichtigt, in Helligkeitswerte umgewandelt.
EP-A-0 677 746 offenbart ein digitales Oszilloskop, in dem neue und
alte Messdaten kombiniert werden, und die Pixelwerte des sich daraus ergebenden
Bildes verringert werden, um eine analoge Dauer zu simulieren. Die alten und neuen
Daten werden mithilfe eines O-Ringes kombiniert. Für jede Erfassung wird ein
Zähler verwendet, um festzulegen, ob die Daten sich ausreichend von den vorherigen
Daten unterscheiden. Ist ein ausreichender Unterschied vorhanden,
werden keine weiteren Erfassungen durchgeführt.
US-A-5 283 596 offenbart ein Oszilloskop mit einer Anzeige, die eine
fortlaufende Dauer darstellt, die durch die Verringerung der Werte verursacht wird,
die die Pixel darstellen. Der Benutzer kann das Dauerverhalten ändern. Im Rahmen
einer Verringerung werden Werte in den Pixeldatenfeldern bei einer variablen Geschwindigkeit
in Übereinstimmung mit der ausgewählten Dauerzeit verringert.
KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Aspekte der Erfindung werden in den beiliegenden Ansprüchen erläutert,
wobei Anspruch 1 die wesentlichen Merkmale aufführt.
In Übereinstimmung mit einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird eine Vorrichtung zur Anzeige digitaler Proben in Form eines Rasteranzeigebilds
mit erweiterten Bildeinzelheiten bereitgestellt, unter Verwendung einer begrenzten
Anzahl von Helligkeitswerten. Es wird ein Rasteranzeigegerät verwendet, um
ein Bild anzuzeigen, das im Anzeigespeicher als Pixel gespeichert ist, die nach
Zeile und Spalte angeordnet sind. Digitale Proben werden in einem Intensitätsspeicher
gespeichert, der normalerweise mit den Zeilen und Spalten der Rasteranzeige verknüpft
ist.
Digitale Proben eines Eingangssignals, das an mehreren Eingangsterminals
eines DSO vorliegt, werden mit einer verhältnismäßig hohen Abtastrate
abgetastet. Jedes Triggerereignis erstellt einen Durchlauf von Proben in den Spalten
des Intensitätsspeichers. In jeder Spalte werden die digitalen Proben interpoliert
und als Pixelinformationen in dem Intensitätsspeicher mit hoher Auflösung
gespeichert.
Anhand eines adaptiven Abbildungsprozesses werden die Intensitätsinformationen
hoher Auflösung als Helligkeitsinformationen niedriger Auflösung zur Speicherung
in einem Anzeigespeicher abgebildet, um Bildeinzelheiten zu maximieren. Eine gleiche
Anzahl an Pixeln von jeder der vier Helligkeitsstufen von hell bis dunkel wird jeder
Spalte des Durchlaufs abhängig von der Verteilung der Intensitätsinformationen
adaptiv zugeordnet.
Ein adaptiver Prozess zur Neukombination kombiniert vergangene und
aktuelle Helligkeitsinformationen, so dass die Bildeinzelheiten am besten bewahrt
werden, wenn sich das zeitliche Verhalten des Eingangssignals verändert. Eine
zusammengesetzte Messgröße wird auf Grundlage der vergangenen Pixelinformationen
entwickelt, die zuvor in dem Helligkeitsspeicher gespeichert wurden. Die aktuellen
und vergangenen Helligkeitsinformationen werden auf eine Weise kombiniert, die von
der zusammengesetzten Messgröße bestimmt wird, so dass die Bildeinzelheiten
möglichst effektiv bewahrt werden.
Ein Rasteranzeigengerät wird verwendet, um das Bild anzuzeigen,
das im Anzeigespeicher als Helligkeitsstufen und als Pixel gespeichert ist, die
nach Zeile und Spalte angeordnet sind. In der bevorzugten Ausführungsform handelt
es sich bei dem Rasteranzeigegerät um eine Flüssigkristallanzeige (LCD)
mit vier Helligkeitsstufen, von weiß, hellgrau, dunkelgrau bis schwarz.
Im Folgenden wird als Beispiel eine Anordnung beschrieben, die die
Erfindung verkörpert, mit Verweis auf die begleitenden Zeichnungen.
KURZDARSTELLUNG DER ZEICHNUNGEN
1A und 1B umfassen zusammen
eine Darstellung des Prozesses zum Messen, Kombinieren und Anzeigen eines Eingangssignals
als Rasteranzeigebild gemäß dem Stand der Technik;
2 stellt ein Blockdiagramm eines digitalen Speicheroszilloskops
gemäß dem Stand der Technik dar;
3 stellt ein Blockdiagramm eines digitalen Speicheroszilloskops
dar, das einen Anzeigeprozessor beinhaltet, umfassend eine Vorrichtung zum Anzeigen
erweiterter Bildeinzelheiten gemäß der Erfindung;
4 stellt eine dreidimensionale Veranschaulichung eines
typischen, komplexen Signals in Form eines Videotestsignals dar, das durch die Vorrichtung
gemäß der Erfindung mit erweiterten Bildeinzelheiten angezeigt werden
kann;
5 stellt eine Veranschaulichung eines Videotestsignals
von 4 dar, so wie es auf einem typischen analogen Oszilloskop
gemäß dem Stand der Technik angezeigt werden würde;
6 stellt ein Rasteranzeigebild des Videotestsignals
von 4 dar, von dem digitalen Speicheroszilloskop gemessen
und von der Vorrichtung gemäß der Erfindung mit erweiterten Einzelheiten
angezeigt;
7 stellt ein Blockdiagramm des Anzeigeprozessors von
3 gemäß der Erfindung dar, das einen ersten
und einen zweiten adaptiven Prozess beinhaltet;
8A und 8B stellen Schaubilder
dar, die gemeinsam den Ablauf des ersten adaptiven Prozesses von 7
veranschaulichen, indem die Abbildung von Intensität und Helligkeit gemäß
dem Eingangssignal dargestellt wird;
9 stellt ein Schaubild dar, das den Ablauf des zweiten
adaptiven Prozesses von 7 darstellt, indem die verschiedenen
Steuerungszustände generiert werden; und
10A–D umfassen gemeinsam eine Reihe von Funktionstabellen,
die zur Kombination von vergangenen und aktuellen Helligkeitsstufen gemäß
den Steuerungszuständen in 9 verwendet werden.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
1 zeigt ein Eingangssignal 10, das beispielhaft als Sinussignal
veranschaulicht ist. Die meisten der analogen und digitalen Oszilloskope können
ein Sinussignal anzeigen, da der zeitliche Bereich nur geringe Abweichungen aufweist.
Es werden nacheinander mehrere Durchläufe 12, 14,
16 und 18 durchgeführt, jeweils mit einer Durchlaufzeit t,
während der gesamten Periodendauer T für eine Gesamtdurchlaufzeit von
4t. Die Zeit zwischen den Durchläufen 12, 14, 16
und 18 ist Totzeit. Das Verhältnis der Durchlaufzeit zur gesamten
Periodendauer ist der Messzyklus.
Wenn das Eingangssignal 10 ein einmaliges Ereignis
20 aufweist, wie dargestellt, ist es wünschenswert, dass der Messzyklus
des Oszilloskops so hoch wie möglich ist, um die Wahrscheinlichkeit der Erfassung
des einmaligen Ereignisses 20 zu maximieren.
1B veranschaulicht ein Rasteranzeigebild, das ein zusammengesetztes
Anzeigebild 22 des Eingangssignals 10 aufzeigt, das in den Durchläufen
12, 14, 16 und 18 erfasst wurde. Wie nachfolgend
noch genauer erläutert wird, können verschiedene Oszilloskoptechnologien
verwendet werden, um Bilder, die in den Durchläufen 12,
14, 16 und 18 erfasst wurden, zu kombinieren, so dass
sie das zusammengesetzte Anzeigebild 22 bilden. Das einmalige Ereignis
20 kann als zeitliche Abweichung hervorgehoben werden, indem die verfügbaren
Helligkeitsstufen der Anzeige verwendet werden.
2 stellt ein vereinfachtes Blockdiagramm eines digitalen
Speicheroszilloskops (DSO) gemäß dem Stand der Technik dar. Das Eingangssignal
10 wird mit einem Analog-Digital-Wandler (ADC) 30 verbunden, der
mehrere digitale Proben erstellt, die in dem Trace-Speicher 32 gespeichert
werden. Nachdem eine vollständige Spur als Durchlauf gesammelt worden ist,
werden die Informationen der Spur in Pixelinformationen umgewandelt und in einen
Anzeigespeicher 34 übermittelt, so dass die Spur auf der Anzeige
36 als Schreibspur erscheint. Dieses Verfahren zur Messung und Anzeige,
das oft auf Methoden zur Sammlung periodischer, digitaler Proben beruht, bietet
einen detaillierten Verlaufsgraphen des Eingangssignals 10 in dem räumlichen
Bereich, jedoch mit einem verhältnismäßig geringen Messzyklus. Ist
das Eingangssignal 10 nicht periodisch oder ist es komplex und weist eine
große zeitliche Abweichung auf, wird dieses Verfahren beeinträchtigt,
da ein wesentlicher Teil der Signalinformationen während der Totzeit verloren
geht.
3 stellt ein vereinfachtes Blockdiagramm eines DSO
dar, wobei gemäß der Erfindung nach dem Trace-Speicher 32 ein
Anzeigeprozessor 38 hinzugefügt ist. Das Eingangssignal
10 wird mit dem ADC 30 verbunden, der dem Anzeigeprozessor
38 digitale Proben 40 zur Verfügung stellt. Der Anzeigeprozessor
38 wandelt die digitalen Proben 40 über den Trace-Speicher
32 in Pixelinformationen um, wobei die eingehenden digitalen Proben
40 in dem Anzeigespeicher 34 abgelegt werden, damit sie auf der
Anzeige 36 angezeigt werden. Der Anzeigeprozessor 38 verarbeitet
die Pixelinformationen von verschiedenen Durchläufen, um das zusammengesetzte
Bild 22 mit erweiterten Einzelheiten anzuzeigen, gemäß der Erfindung,
wie nachfolgend detaillierter erläutert.
4 stellt eine dreidimensionale Veranschaulichung eines
Eingangssignals 10 in Form eines Videotestsignals dar, in verschiedenen
Durchläufen gemessen. Videosignale, die Gleichlaufsignale, Chrominanzinformationen
und Luminanzinformationen enthalten, sind typisch für komplexe Signale, die
oft von dem Oszilloskop gemessen werden. Eine vollständige Videosequenz umfasst
gemäß dem nordamerikanischen NTSC-Standard 525 Halbbilder oder 625 Halbbilder
gemäß dem europäischen PAL-Standard. Bei einer Videosequenz ist eine
große zeitliche Abweichung der Halbbilder möglich. Es ist wünschenswert,
dass so viele Informationen wie möglich über die Abweichung in dem zeitlichen
Bereich der gesamten Videosequenz angezeigt werden.
Die Durchläufe 51, 52, 54,
56 und 58 stellen eine charakteristische Probe von Arten von Halbbildern
grafisch dar, die in einer einzigen Videosequenz vorkommen können. Der Durchlauf
des Messinstruments ist synchronisiert, so dass jedes Halbbild einzeln gemessen
wird. Die Durchläufe 51, 52, 54, 56 und
58 werden durch Amplitude im Vergleich zur Durchlaufzeit definiert. Entlang
der Achse mit den Nummern der Durchläufe werden die Durchläufe
51, 52, 54, 56 und 58 nacheinander
gemessen und kombiniert, um das zusammengesetzte Bild 22 zu formen. Die
Achse mit den Nummern der Durchläufe stellt deshalb die zeitliche Abweichung
des Eingangssignals im Zeitverlauf dar.
5 veranschaulicht das Eingangssignal 10 von
4in der Form eines Videotestsignals für eine vollständige
Videosequenz, die gemäß dem Stand der Technik auf diese Art normalerweise
auf einem analogen Oszilloskop angezeigt werden würde. Das analoge Oszilloskop
hat den Vorteil, dass es eine verhältnismäßig komplexe Struktur mit
einem verhältnismäßig großen Umfang an zeitlicher Abweichung
anzeigen kann, umfassend mehrere Durchläufe des Eingangssignals 10,
so dass dem Benutzer des Oszilloskops zahlreiche Informationen über das Eingangssignal
10 angezeigt werden können.
6 stellt ein zusammengesetztes Anzeigebild, das mithilfe
von mehreren Durchläufen entwickelt wurde, auf einer Rasteranzeige eines DSO
dar, mit einem Anzeigeprozessor, umfassend eine Vorrichtung gemäß der
Erfindung. Der Anzeigeprozessor 38 (wie in 3
dargestellt) entwickelt ein erweitertes Bild, das die Abweichungen der zeitlichen
Abweichungen des Eingangssignals 10 genauer darstellt, indem die begrenzten
Helligkeitsstufen der Pixel in einer Rasteranzeige auf optimale Weise zugeordnet
werden, indem der erste und zweite adaptive Prozess verwendet werden. Wie dargestellt,
hat die Rasteranzeige vier Helligkeitsstufen, darunter weiß, hellgrau, dunkelgrau
und schwarz. Die Rasteranzeige muss mindestens zwei Helligkeitsstufen umfassen,
damit die Erfindung funktioniert, vorzugsweise sollte sie mehr als zwei Helligkeitsstufen
umfassen. Helligkeitsstufen können mithilfe von Farben angezeigt werden und
die Erfindung kann entsprechend angepasst werden, so dass Farbanzeigen genutzt werden
können.
Der verhältnismäßig hohe Messzyklus ermöglicht,
dass mehr Informationen des Eingangssignals 10 erfasst werden. In der bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung gleicht das zusammengesetzte Anzeigebild von
6 mehr dem Oszilloskop von 5,
und, wie bei einem DSO mit einem Anzeigeprozessor 38, ist die Anzeige von
weiteren Bildeinzelheiten auf einer Anzeige mit begrenzten Helligkeitsstufen möglich.
Der erste und zweite adaptive Prozess in dem Anzeigeprozessor 38 ermöglichen
die optimale Nutzung der begrenzten Helligkeitsstufen der Anzeige 36, so
dass die Struktur des Eingangssignals 10 deutlicher aufgezeigt werden kann,
wie nachfolgend detaillierter beschrieben wird.
7 stellt gemäß der Erfindung ein detaillierteres
Blockdiagramm mit dem Anzeigeprozessor 38 und dem Anzeigespeicher
34 dar, als in 3 angezeigt. Die digitalen
Proben 40 stammen von dem ADC 30 in der bevorzugten Ausführungsform
und werden in Differenzwerte der Proben umgewandelt, um die Änderungsgeschwindigkeit
der Signalamplitude im Vergleich zur Erfassungszeit des räumlichen Bereichs
zu erfassen. Die digitalen Proben 40 können von einer beliebigen digitalen
Quelle stammen, beispielsweise aus gespeicherten Verlaufsgraphen oder anderen Messstationen,
wie von einem Häufigkeitschronometer, der mehrere Durchläufe grafisch
anzeigen kann, und eine gemeinsame Durchlaufzeit teilt. Die digitalen Proben
40 können auch als Messwerte anstelle von Differenzwerten vorliegen,
je nach Anforderungen der Anwendung.
Die digitalen Proben 40 kommen in einen Intensitätsspeicher
50, der nach Zeilen und Spalten angeordnet ist, wobei sich Intensitätsbehälter
vertikal in jeder Spalte befinden. In jedem Intensitätsbehälter kann eine
vorbestimmte Menge digitaler Proben 40 gespeichert werden, die jeweils
einem Intensitätsbehälter zugeordnet werden. Für das Zuordnen jeder
digitalen Probe 40 in eine bestimmte Spalte und Zeile in dem Intensitätsspeicher
50 kann ein Interpolationsprozess (nicht dargestellt) angewendet werden.
In der bevorzugten Ausführungsform kann jeder Intensitätsbehälter
bis zu 212 (12 Bit) an Intensitätsinformationen speichern. Je nach
verfügbarer Speichertiefe und Kosten der Komponente sowie des dynamischen Bereichs,
der erforderlich ist, um die gewünschten Informationen zu dem Eingangssignal
10 zu speichern, können mehr oder weniger Bits für die Intensitätsbehälter
ausgewählt werden. Während eines Durchlaufs wird eine vorbestimmte Anzahl
digitaler Proben 40 gesammelt, je nach Abtastrate des ADC 30,
die dann den Intensitätsbehältern innerhalb der Spalte zugewiesen werden,
wobei der Durchlauf von Spalte zu Spalte und von links nach rechts verläuft.
Die Anzahl an Spalten in dem Intensitätsspeicher 50
kann von nur einer Spalte bis hin zu so vielen, wie Spalten in der Anzeige enthalten
sind, variieren und hängt von den Kosten der Komponente im Vergleich zu der
Durchsatzleistung und der Funktionalität ab. In der bevorzugten Ausführungsform
wurden drei Spalten ausgewählt, so dass Helligkeitsstufen vor und nach der
aktuellen Spalte auf Grundlage der Abweichungen in dem räumlichen Bereich zugewiesen
werden können.
Die 12 Bit Intensitätsinformationen hoher Auflösung müssen
für das Anzeigebild in 2 Bit Helligkeitsinformationen niedriger Auflösung
umgewandelt werden. Diese Umwandlung findet sehr schnell statt, so dass nur wenige
Spalten für die hohe Auflösung erforderlich sind. Auf die Intensitätsinformationen
hoher Auflösung wird ein adaptiver Prozess 100 angewendet, um Helligkeitsinformationen
niedriger Auflösung als adaptiven Abbildungsprozess herzustellen.
Eine adaptive Helligkeitsabbildung ist erforderlich, da die moderne
Anzeigetechnologie eine Helligkeitsauflösung über acht Bits hinaus (256
Ebenen) nicht problemlos ermöglicht. Zudem nimmt das menschliche Auge geringfügige
Helligkeitsabweichungen kaum wahr und es ist schwierig, niedrigere Helligkeitsstufen
wahrzunehmen, so dass eine erweiterte Helligkeitsauflösung in der Anzeige
36 unnötig ist. In der bevorzugten Ausführungsform handelt es
sich bei der Anzeige 36 um eine Flüssigkristallanzeige (LCD), die
vier Helligkeitsstufen verwendet, darunter weiß, hellgrau, dunkelgrau und schwarz.
Andere Anzeigetechnologien, darunter Farbanzeigen, können aufgrund der oben
erwähnten, wesentlichen Begrenzungen der Helligkeitsauflösung entsprechend
angepasst werden, um die Erfindung zu nutzen.
Der adaptive Prozess 100 bearbeitet jeweils eine Spalte und
bildet die Intensitätsinformationen in hoher Auflösung gemäß
einer statistischen Analyse des Eingangssignals als Intensitätsinformationen
niedriger Auflösung ab. Es ist wünschenswert, vorbestimmte Teile hellgrauer,
dunkelgrauer und schwarzer Pixel innerhalb einer Spalte anzuzeigen, damit erweiterte
Bildeinzelheiten angezeigt werden. In der bevorzugten Ausführungsform stimmen
die vorbestimmten Teile der hellgrauen, dunkelgrauen und schwarzen Pixel mit den
übrigen weißen Pixeln überein, sofern keine Pixel zugeordnet wurden.
Sofern gewünscht, können auch andere vorbestimmte Teile und Verteilungen
der Helligkeitsstufen ausgewählt werden. Die gleichmäßige Verteilung
der Helligkeitsstufen der Pixel wird erreicht, indem die Abbildung von Intensität
und Helligkeit auf Grundlage der Verteilung der Intensitätsstufen in den Intensitätsbehältern
dynamisch geändert wird. Die Wahl der Verwendung von weißen oder schwarzen
Pixeln für die übrigen Pixel erfolgt willkürlich und ist ebenfalls
wünschenswert.
8A (nicht maßstabgetreu) stellt eine Abbildung
von Intensität und Helligkeitsstufe dar, wobei für die Streuungsmaße
Q2 und Q3 Stufen ausgewählt sind, die bei einer Kurve 200 gleichmäßige
Bereiche 202, 204 und 206 bieten. Bei der vierten Helligkeitsstufe,
beispielsweise der weißen Helligkeitsstufe, handelt es sich um eine willkürlich
ausgewählte Standardstufe der Bereiche der Anzeige 36, wenn kein Signal
vorliegt. Der Verlauf der Kurve 200 stellt die Verteilung der Werte der
Intensitätsbehälter dar, die Werte von 0 bis 4095 annehmen können.
Der Verlauf der Kurve 200 ist unwichtig, da der adaptive Prozess
100 die Verteilung von Pixeln nur in dem Bereich unter der Kurve
200 anordnet, unabhängig von ihrem Verlauf. Die Bereiche
202, 204 und 206 stimmen durch die entsprechenden Einstellungen
der Streuungsmaße Q2 und Q3 über.
Die Kurve 200 kann das Eingangssignal 10 darstellen,
das zahlreiche Inhalte mit hoher Häufigkeit enthält, so dass die digitalen
Proben 40 über eine verhältnismäßig große Anzahl
verschiedener Intensitätsbehälter zugeordnet werden, so dass die Eintretenshäufigkeit
bestimmter Intensitätsbehälter verhältnismäßig niedrig
ist. In dieser Situation ist es wünschenswert, dass die Streuungsmaße
Q2 und Q3 niedriger angesetzt werden, um erweiterte Bildeinzelheiten zu erfassen.
Die Inhalte mit hoher Häufigkeit werden wahrscheinlich hervorgehoben, indem
sie den Helligkeitsstufen 1 oder 2 zugewiesen werden, sie blenden die Inhalte mit
niedriger Häufigkeit jedoch nicht aus, denen wahrscheinlich die Helligkeitsstufe
3 zugewiesen wird.
8B stellt dar, wie der adaptive Prozess 100
auf eine Änderung in der Abbildung der Intensität und Helligkeit auf Grundlage
einer neuen Spalte mit Intensitätsinformationen reagiert. Eine Kurve
201, die einen anderen Verlauf als die Kurve
200 aufweist, erfordert eine neue Zuordnung und die Streuungsmaße
Q2 und Q3 werden angepasst, um die Gleichheit der Bereiche 202,
204 und 206 zu erhalten.
Die Kurve 201 wird im Vergleich zur Kurve 200 verlagert
und kann das Eingangssignal 10 darstellen, das zahlreiche Inhalte mit niedriger
Häufigkeit enthält, so dass die digitalen Proben 40 einer verhältnismäßig
geringen Anzahl verschiedener Intensitätsbehälter angeordnet werden, so
dass die Eintretenshäufigkeit bestimmter Intensitätsbehälter verhältnismäßig
hoch ist. In dieser Situation ist es wünschenswert, dass die Streuungsmaße
Q2 und Q3 höher angesetzt werden, um erweiterte Bildeinzelheiten zu erfassen.
Jetzt blendet der Inhalt niedriger Häufigkeit den übrigen Inhalt hoher
Häufigkeit nicht aus, dem wahrscheinlich die Helligkeitsstufe 1 zugeordnet
wird, während er selbst dank der Helligkeitsstufen 2 oder 3 deutlich sichtbar
ist. Der adaptive Prozess 100 stellt somit einen Datenstrom aktueller Helligkeitswerte
pro Spalte bereit, die für die aktuelle Spalte gleichmäßig nach Helligkeitsstufe
abgestimmt sind. Durch die adaptive Veränderung der Streuungsmaße, wie
oben beschrieben, ist die Abbildung der Helligkeitsstufen hoher Auflösung im
Vergleich zu den Intensitätsstufen niedriger Auflösung möglich, ohne
dass die Sichtbarkeit der Einzelheiten des zusammengesetzten Bildes 22
wesentlich beeinträchtigt wird.
Um noch einmal auf 7 zurückzukommen,
wird dort ein adaptiver Prozess 102 dargestellt, der als adaptiver Prozess
zur Neukombination dient, um jeden aktuellen Helligkeitswert mit einem vergangenen
Helligkeitswert zu kombinieren, der sich bereits in der Anzeige 34 befindet,
um einen neuen Helligkeitswert auf Grundlage des vergangenen Verhaltens des Eingangssignals
10 zu erhalten. Jeder neue Helligkeitswert wird mit dem Anzeigespeicher
34 verbunden. Die Anzeige 36 wird normalerweise als Anzeigeuntersystem
verwendet, das die Inhalte des Anzeigespeichers 34 in einer Anzeigegeschwindigkeit
liest, die unabhängig von der Wobbelgeschwindigkeit ist.
Eine Neukombination der aktuellen und vergangenen Helligkeitswerte,
die durch den adaptiven Prozess 102 durchgeführt wird, ist erforderlich,
da die Intensitätsdaten hoher Auflösung nicht für den gesamten Verlauf
der vergangenen Durchläufe zur Verfügung stehen, die zur Erstellung des
aktuellen Anzeigebilds verwendet werden. Der adaptive Prozess 102 entnimmt
dem vergangenen zeitlichen Verhalten des Eingangssignals 10 aus den Pixelinformationen,
die in dem Anzeigespeicher 34 gespeichert werden, eine zusammengesetzte
Messgröße und verwendet diese zusammengesetzte Messgröße zur
Erstellung von mehreren Steuerungszuständen, die festlegen, wie jeder aktuelle
Helligkeitswert mit einem entsprechenden vergangenen Helligkeitswert kombiniert
wird, um einen neuen Helligkeitswert zu erhalten. Unter Verwendung des Steuerungszustands
wird ein angemessener Algorithmus zur Neukombination ausgewählt, der eine optimale
Anzeige von Bildeinzelheiten ermöglicht, wobei das Anzeigebild sich aus vergangenen
und aktuellen Helligkeitsstufen zusammensetzt.
9 stellt ein Schaubild dar (nicht maßstabgetreu),
das die Wirkungsweise des adaptiven Prozesses 102 veranschaulicht, indem
ein Steuerungszustand 300 als Funktion der Informationen der Helligkeitsstufen
erstellt wird, die gemäß der Erfindung in dem Anzeigespeicher
34 gespeichert sind. Die Spur 302 mit der Bezeichnung &dgr;Y
ist die Führungsgröße der tatsächlichen Spalte des aktuellen
Durchlaufs oder die maximale Differenz zwischen den Zeilenwerten der Intensitätsbehälter
des Intensitätsspeichers 50. Es kann wünschenswert sein, die
Spur 302 auszugleichen oder einen Tiefpassfilter anzuwenden, um eine stabilere
zusammengesetzte Messgröße zu bewahren. Die Spur 304 mit der
Bezeichnung AVG (&dgr;Y) bezeichnet einen Durchschnitt der Spur 302.
Die Länge, die zur Berechnung des Durchschnitts verwendet wird, spiegelt das
zeitliche Verhalten des Signals über zahlreiche Spalten hinweg wider. Die Spur
306 mit der Bezeichnung &dgr;2Y ist eine Ableitung der Spur
302.
Die Steuerungszustand 300 entsteht durch das Zusammenspiel
der Spuren 302, 304 und 306 und enthält wahlweise
einen von vier möglichen Zuständen. Der Zustand 2 wird ausgewählt,
wenn die Ableitung der Spur 302, &dgr;2Y, sich innerhalb vorbestimmter
Begrenzungen befindet, die in dem Schaubild willkürlich als +1 und –1
bezeichnet werden. Liegt &dgr;2Y innerhalb der vorbestimmten Begrenzungen,
wird das zeitliche Verhalten der vergangenen Helligkeitsstufen als stabil definiert.
In dieser Situation können die vergangenen und aktuellen Helligkeitsstufen
mithilfe einer einfachen „OR"-Funktion kombiniert werden, wobei die höchste
Stufe der vergangenen und aktuellen Helligkeitsstufen als neue Helligkeitsstufe
ausgewählt wird. Die Helligkeitsstufe 3 wird willkürlich als die höchste
Stufe in der bevorzugten Ausführungsform ausgewählt und stimmt mit der
schwarzen Stufe überein.
Mehrere Steuerungszustände 300 können als zusammengesetzte
Messgröße verwendet werden, um festzulegen, wie die vergangenen und aktuellen
Helligkeitswerte gemäß einer Reihe von Funktionstabellen kombiniert werden
sollen. Die Zustände 1, 3 oder 4 können ausgewählt werden, wenn &dgr;2Y
über die vorbestimmten Begrenzungen hinausgeht, was bedeutet,
dass das zeitliche Verhalten der vergangenen Helligkeitsstufen einmalig ist und
dass ein bedeutender Anstieg im Vergleich zu der Krümmung von &dgr;Y besteht.
Zur Auswahl der Zustände 1, 3 und 4 werden zwei Variablen verwendet. Zunächst
wird die Polarität von &dgr;2Y als positiv oder negativ festgelegt.
Danach wird festgelegt, ob &dgr;Y größer oder kleiner als AVG (&dgr;Y)
sein soll. Um beispielsweise zu dem Zustand 1 zu gelangen, wird die Polarität
von &dgr;2Y als negativ festgelegt und &dgr;Y als kleiner als AVG
(&dgr;Y). Das heißt, dass derzeit die Helligkeitswerte nicht genügend
hervorgehoben werden und dass die vergangenen und aktuellen Werte auf eine Weise
kombiniert werden sollten, so dass die Hervorhebung der Helligkeit auf eine Weise
gesteigert wird, die durch eine einfache OR-Funktion nicht unterstützt wird.
Um beispielsweise zu dem Zustand 3 zu gelangen, wird die Polarität
von &dgr;2Y als positiv festgelegt und &dgr;Y als größer
als AVG (&dgr;Y). Das heißt, dass derzeit die Helligkeitswerte zu stark hervorgehoben
werden und dass die vergangenen und aktuellen Werte auf eine Weise kombiniert werden
sollten, so dass die Hervorhebung der Helligkeit auf eine Weise verringert wird,
die durch eine einfache OR-Funktion nicht unterstützt wird.
Um beispielsweise zu dem Zustand 4 zu gelangen, wird die Polarität
von &dgr;2Y als positiv festgelegt und &dgr;Y als kleiner als AVG
(&dgr;Y). Das heißt, dass die vergangenen und aktuellen Werte auf eine Weise
kombiniert werden sollten, um die Hervorhebung der Intensität in einer Weise
zu verringern, die durch eine einfache OR-Funktion nicht unterstützt wird.
Die folgende Tabelle der Steuerungszustände fasst die Zuweisung der Zustände
1 bis 4 zusammen, auf Grundlage der Festlegungen des Zustands von &dgr;2Y
und des Werts von &dgr;Y hinsichtlich AVG (&dgr;Y), der dann verwendet wird,
um die angemessene Funktionstabelle zu erhalten.
Tabelle der Steuerungszustände
Der adaptive Prozess 102 stellt die Anpassfähigkeit
der Neukombination der Helligkeit für vergangene und aktuelle Helligkeitswerte
zur Verfügung, indem der Steuerungszustand auf Grundlage der vergangenen Helligkeitsinformationen
ausgewählt wird, die in dem Anzeigespeicher gespeichert sind. Nach Auswahl
eines Steuerungszustands für jeden Helligkeitswert auf Grundlage der obigen
Tabelle wird die entsprechende Funktionstabelle, auch als Algorithmus zur Neukombination
bezeichnet, ausgewählt.
10A–D stellt vier Funktionstabellen dar, die
das Ergebnis der Neukombination der vergangenen und aktuellen Helligkeitswerte regeln.
10B stellt die Funktionstabelle mit der Bezeichnung
OR da, die dem Zustand 2 entspricht. Die logische OR-Funktion kombiniert den aktuellen
Helligkeitswert mit dem vergangenen Helligkeitswert, indem der größere
der vergangenen und aktuellen Helligkeitswerte ausgewählt wird, um einen neuen
Helligkeitswert zu erhalten. Die OR-Funktion eignet sich am besten für die
Kombination vergangener und aktueller Helligkeitsinformationen, wenn das zeitliche
Verhalten des Eingabesignals sich bei mehreren Durchläufen nicht wesentlich
ändert.
10A, 10C und
10D weichen bei den umrandeten Zahlen von der OR-Funktionstabelle
in 10B ab. Durch Auswahl einer der Funktionstabellen
OR, SUM, DECREMENT PAST und INTERMEDIATE wird eine adaptive Neukombination auf Grundlage
des vergangenen zeitlichen Verhaltens des Eingangssignals 10 durchgeführt.
Die adaptive Neukombination wird auf eine Weise durchgeführt, so dass so viele
Bildeinzelheiten wie möglich bewahrt werden, wenn sich die Helligkeitsstufen
bei den verschiedenen Durchläufen ändern, das heißt, dass sich das
zeitliche Verhalten des Eingangssignals ändert. Die jeweilige Veränderung
und Veränderungsgeschwindigkeit der vergangenen Helligkeitsinformationen wird
von &dgr;2Y erfasst sowie der Wert von &dgr;Y hinsichtlich AVG (&dgr;Y),
der in der obigen Tabelle verwendet wird.
SUM wird verwendet, wenn die Helligkeitsstufen hervorgehoben werden
müssen. Die Helligkeitsstufe 1 zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird der
neuen Helligkeitsstufe 2 zugeordnet. DECREMENT PAST wird verwendet, wenn die Intensität
der vergangenen Helligkeitsdaten zu sehr hervorgehoben wird. Vergangene
Helligkeitsinformationen der Stufe 3 werden auf Stufe 2 herabgesetzt, um die Hervorhebung
abzuschwächen. INTERMEDIATE wird auch gewählt, um vergangene Helligkeitsstufen
abzuschwächen, doch weniger stark, als das mit der Funktion DECREMENT PAST
der Fall ist. Es können weitere Funktionstabellen können zusätzlich
zu OR, SUM, DECREMENT PAST und INTERMEDIATE hinzugefügt werden, indem experimentiert
wird, um eine optimale Neukombination auf Grundlage bestimmter Merkmale des Eingangssignals
10 zu erhalten.
Abgesehen von der Auswahl der Funktionstabellen können auch andere
Verfahren zur Neukombination effektiv angewendet werden, insbesondere wenn gemäß
der bevorzugten Ausführungsform mehr Helligkeitsstufen ausgewählt werden,
so dass die Größe der Funktionstabellen rasch ansteigt. In einer anderen
Ausführungsform kann ein proportionales Verfahren der Neukombination zwischen
vergangenen und aktuellen Helligkeitsebenen angewendet werden. Anstelle der einzelnen
Auswahl der Funktionstabellen können die vergangenen und aktuellen Helligkeitsebenen
gemäß einer linearen Gleichung proportional kombiniert werden, der die
zusammengesetzte Messgröße als unabhängige Variable zugrunde liegt.
Eine proportionale Neukombination ist somit angemessen, wenn zahlreiche Helligkeitsebenen
zur Verfügung stehen oder die Neukombination stärker gesteuert werden
soll.
Es ist für Fachleute ersichtlich, dass die Einzelheiten der oben
beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung vielfältig geändert
werden können, ohne von der Erfindung im weiteren Sinne abzuweichen. Die adaptive
Neukombination alter und neuer Helligkeitswerte kann beispielsweise in unterschiedlichem
Ausmaß vorgenommen werden, z. B. mit Helligkeit und in Farbe, im Wesentlichen
genauso wie oben beschrieben. Wie oben beschrieben, kann die Erfindung für
mehrere oder wenigere Helligkeitsstufen angepasst werden. Aus diesem Grund wird
der Umfang der Erfindung durch die folgenden Ansprüche festgelegt.
Anspruch[de]
Vorrichtung zur Anzeige von Messdaten, die ein Eingabesignal darstellen,
umfassend einen Anzeigespeicher (34), dessen Inhalt ein Anzeigebild definiert,
Mittel (38), die die Daten dem Anzeigespeicher bereitstellen, und Mittel
(102) zum Kombinieren des Inhalts des Anzeigespeichers (34) mit
weiteren Messdaten, um den Inhalt zu aktualisieren, wobei das Anzeigebild aktuelle
und vergangene Messdaten darstellt, gekennzeichnet durch ein Mittel zum Erhalt einer
zusammengesetzten Messgröße (300), abhängig von dem vergangenen
zeitlichen Verhalten des Eingabesignals, sowie einem Mittel zur Verwendung der zusammengesetzten
Messgröße (300), um die Art und Weise, auf die der Inhalt des
Anzeigespeichers (34) mit weiteren Messdaten kombiniert wird, adaptiv zu
verändern.Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Messdaten, die dem Anzeigespeicher
(34) bereitgestellt werden, Daten niedriger Auflösung sind, abgeleitet
von Daten hoher Auflösung, die von einem Intensitätsspeicher (50)
über mehrere Durchläufe empfangen werden.Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die zusammengesetzte Messgröße
(300) die Art und Weise festlegt, in der der Inhalt des Anzeigespeichers
mit den aktuellen Messdaten für diese Spalte kombiniert wird, und wobei die
zusammengesetzte Messgröße von einem Unterscheidungssignal abgeleitet
wird, das den Unterschied zwischen den Zeilenwerten in der Spalte aufeinander folgender
Messungen darstellt.Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die zusammengesetzte Messgröße
(300) auch auf dem Durchschnittswert des Unterscheidungssignals mehrerer
Spalten und der Differenz des Unterscheidungssignals beruht.Vorrichtung nach einem vorhergehenden Anspruch, wobei die zusammengesetzte
Messgröße verschiedene Steuerungszustände (300) umfasst.Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei das Kombinationsmittel (102)
den Inhalt des Anzeigespeichers gemäß einer aus einer Reihe von Funktionstabellen
ausgewählten Funktionstabelle, die für die verschiedenen Steuerungszustände
(300) geeignet ist, mit weiteren Messdaten kombiniert.Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei die Reihe von Funktionstabellen OR,
SUM, DECREMENT PAST und INTERMEDIATE umfasst, wie in der Beschreibung auf Seite
15 und 16 sowie in 10A bis D definiert.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Kombinationsmittel
(102) den Inhalt des Anzeigespeichers und weitere Messdaten auf proportionale
Weise gemäß der zusammengesetzten Messgröße kombiniert.