Diese Erfindung bezieht sich auf chirurgische Instrumente zum Entfernen
von Weich- und Hartgewebe aus einem Körper. Insbesondere bezieht sich die Erfindung
auf endoskopische chirurgische Instrumente einschließlich solchen zur Verwendung
bei der Arthroskopie.
Endoskopische chirurgische Instrumente umfassen typischerweise einen
äußeren röhrenförmigen Schaft, der sich von einer Nabe erstreckt
und einen inneren röhrenförmigen Schaft aufnimmt, der von einem Motor
gedreht oder anderweitig bewegt wird. Ein Schneidegerät wie etwa eine Klinge
oder ein Fräser, das an dem distalen Ende des inneren Schaftes befestigt ist,
wird durch eine Öffnung in dem distalen Ende des äußeren Schaftes
Gewebe ausgesetzt. Gewebe, das mit dem Schneidegerät abgetrennt wird, und Spülflüssigkeit,
die an der Operationsstelle vorhanden ist, werden durch Sog in das Innere des inneren
Schaftes abgezogen, um aus dem Körper entnommen zu werden.
Einige endoskopische chirurgische Instrumente sind gerade; bei anderen,
gekrümmten Instrumenten ist der äußere Schaft zwischen seinem proximalen
und seinem distalen Ende gebogen, um das Schneidegerät in Bezug auf die Längsachse
des Instruments zu versetzen. Der innere Schaft ist innerhalb des Biegungsbereichs
flexibel, um es ihm zu ermöglichen, Kraft durch die Krümmung zu übertragen
und das Schneidegerät zu betreiben. Der äußere Schaft von vielen
gekrümmten chirurgischen Instrumenten ist steif und erzwingt somit eine feste
Richtung und einen festen Betrag der Krümmung. Alternativ dazu kann der äußere
Schaft flexibel sein, so dass der Benutzer variable Krümmungen erzwingen kann,
indem er die Nabe und den äußeren Schaft ergreift und den äußeren
Schaft um einen gewählten Betrag biegt.
US-Patent Nr. 5,921,956 beschreibt ein chirurgisches Instrument, das
einen Stielabschnitt aufweist, der sich von einem Handgriff erstreckt. Ein chirurgisches
Werkzeug ist durch einen gelenkigen Abschnitt mit dem anderen Ende des Stiels verbunden.
Bei diesem Instrument wird das Werkzeug bewegt, indem Drähte, die mit dem Werkzeug
verbunden sind, gekürzt werden, so dass eine Ziehkraft auf das Werkzeug ausgeübt
wird.
Auf ähnliche Weise weist das in WO93/04634 beschriebene chirurgische
Instrument Spannseile auf, die gekürzt werden, um eine Ziehkraft auszuüben,
was dazu dient, das Instrument zu biegen und die Kanüle zu steuern.
US-Patent Nr. 5,179,934 beschreibt ein Endoskop, bei dem ein Einführungsabschnitt
über einen biegsamen Abschnitt an ein Flüssigkeitsdruck-Betätigungsglied
gekoppelt ist. Wenn eine Flüssigkeit in eines der Betätigungsglieder eingeleitet
wird, dehnt es sich aus und übt auf den Einführungsabschnitt entweder
eine stoßende oder eine ziehende Kraft aus.
Das Dokument WO-A-94/10897 beschreibt ein chirurgisches Instrument,
das die Merkmale des Obergriff des unabhängigen Anspruchs 1 beinhaltet.
Die vorliegende Erfindung ist so, wie in Anspruch 1 definiert.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein chirurgisches
Instrument bereitgestellt, das einen Schaft, der entlang einer Längsachse angeordnet
ist und einen flexiblen Bereich aufweist, und ein chirurgisches Werkzeug, das an
einem Ende davon angeordnet ist, beinhaltet, wobei das Instrument einen Steuerkörper
beinhaltet, der an den Schaft gekoppelt und konfiguriert ist, um Steuerkräfte
zum Biegen des flexiblen Bereichs und Versetzen des Werkzeugs von der Achse zu übertragen,
wobei das Instrument ferner ein Betätigungsglied beinhaltet, das betriebsfähig
an den Steuerkörper gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsglied
eine erste und eine zweite Kraft aufbringt, um den flexiblen Bereich progressiv
in Richtung auf und in einer ersten bzw. zweiten Richtung, die einander entgegengesetzt
sind, zu biegen, wobei die Kraft eine proximal gerichtete axiale Kraft und die zweite
Kraft eine distal gerichtete axiale Kraft ist, wobei das Betätigungsglied an
ein proximales Ende von jedem der Elemente gekoppelt ist, um die Elemente entlang
der Achse selektiv in die proximale und die entgegengesetzte distale Richtung zu
bewegen, um dadurch die proximal gerichtete und die distal gerichtete Kraft auf
den Schaft zu übertragen, wobei halbzylindrische Manschetten, die die Elemente
sind, den Schaft einschließen.
Diese Erfindung bietet ein chirurgisches Instrument, in dem das chirurgische
Werkzeug zu unterschiedlichen Versetzungspositionen von der Nabe des Instruments
gesteuert werden kann. Dies eliminiert die Notwendigkeit für den Benutzer,
das äußere Rohr zu ergreifen und zu biegen. Auf diese Art und Weise kann
das chirurgische Werkzeug leicht und präzise in unterschiedliche Positionen
gesteuert werden, ohne das Instrument von der Operationsstelle zu entfernen.
Bevorzugte Ausführungsformen können einige oder alle der
folgenden Merkmale umfassen.
Der Steuerkörper kann eine Vielzahl von im Allgemeinen steifen
Elementen beinhalten, die entlang dem Schaft angeordnet sind. Jedes Element weist
ein distales Ende, das mit dem Schaft proximal von dem chirurgischen Werkzeug verbunden
ist, und einen flexiblen Bereich, der axial neben dem flexiblen
Bereich des Schaftes angeordnet ist, auf. Das Betätigungsglied ist an ein proximales
Ende jedes Elements gekoppelt, um die Elemente entlang der Achse selektiv in die
proximale und die entgegengesetzte distale Richtung zu bewegen, um dadurch die proximal
gerichtete und die distal gerichtete Kraft auf den Schaft zu übertragen. Die
Elemente können zwischen dem flexiblen Bereich des Schaftes und einer Gewebe
einlassenden Öffnung in dem Schaft mit dem Schaft verbunden sein.
Die Elemente können jedes mit einer Vielzahl von Öffnungen
ausgespart sein, wie etwa sich im Umfang erstreckenden Schlitzen, die transversal
zu der Achse darin angeordnet sind, um ihre flexiblen Bereiche bereitzustellen.
Vorzugsweise sind die Schlitze arrangiert, um einen kontinuierlichen Streifen von
Material zu definieren, der sich entlang einer im Wesentlichen geraden Linie über
eine gesamte Länge des flexiblen Bereichs jedes Elements erstreckt.
Das Instrument umfasst eine Nabe, die an dem proximalen Bereich des
Schaftes angeordnet ist, und das Betätigungsglied umfasst einen Knopf, der
zur relativen Drehung auf der Nabe montiert ist. Die proximalen Enden der Elemente
sind durch sich transversal erstreckende Stifte, die in eine Vielzahl von Kanälen
in dem Knopf eingreifen, verknüpft. Die Kanäle können mit Bezug auf
die Achse so ausgerichtet sein, dass der Eingriff der Stifte in die Kanäle
bewirkt, dass sich die Elemente als Reaktion auf die relative Drehung zwischen dem
Knopf und der Nabe entlang der Achse in die proximale und entgegengesetzte distale
Richtung bewegen. Diese entgegengesetzte „Stoß-Zieh"-Bewegung überträgt
proximal gerichtete und distal gerichtete Kräfte auf den Schaft und steuert
das chirurgische Werkzeug. Die Kanäle können in Bezug auf die Längsachse
in entgegengesetzten, geneigten Richtungen ausgerichtet sein und sind vorzugsweise
spiralförmig.
Um ein Verdrehen der proximalen Enden der Elemente als Reaktion auf
das von dem Knopf erzwungene Drehmoment zu vermeiden, können die Elemente mit
zweiten, sich transversal erstreckenden Stiften ausgerüstet sein, die proximal
von den zuerst erwähnten Stiften angeordnet sind und in einer Vielzahl von
Durchgängen in der Nabe aufgenommen werden. Die Durchgänge können
entlang der Längsachse ausgerichtet sein, so dass der Eingriff der zweiten
Stifte mit den Durchgängen die Drehung der proximalen Enden der Elemente als
Reaktion auf die relative Drehung zwischen dem Knopf und der Nabe begrenzt.
Der Knopf ist an der Nabe montiert, um die kontinuierliche relative
Drehung zwischen ihnen zu ermöglichen. Alternativ dazu erlaubt die Montage
die relative Drehung in diskreten Schritten.
Das Instrument kann auch einen inneren Schaft umfassen, der beweglich
innerhalb des äußeren Schaftes angeordnet ist und einen flexiblen Bereich
aufweist, welcher axial neben dem flexiblen Bereich des äußeren Schaftes
positioniert ist. Das chirurgische Werkzeug kann eine Öffnung in dem distalen
Bereich des äußeren Schaftes und ein Gerät (z. B. eine geschärfte
Kante an dem distalen Ende des inneren Schaftes), das von dem inneren Schaft getragen
wird, um diesem durch die Öffnung ausgesetztes Gewebe zu schneiden, beinhalten.
Vorzugsweise ist der innere Schaft mit einer Vielzahl von Öffnungen
ausgespart, um dessen flexiblen Bereich bereitzustellen, und eine Scheide kann über
mindestens diesem flexiblen Bereich angeordnet sein. Eine Scheide ist auch über
die Steuerelemente zwischen ihren distalen Enden und der Nabe platziert. Die Scheiden
helfen dabei, einen Verlust des Sogs (der, wie oben besprochen ist, aufgebracht
wird, um abgetrennte Gewebefragmente von der Operationsstelle zu entfernen) durch
die ausgesparten flexiblen Bereiche zu verhindern.
Neben anderen Vorteilen braucht der chirurgische Eingriff nicht unterbrochen
zu werden, um das Instrument zu entnehmen, zu biegen und wieder in den Körper
einzuführen, da das chirurgische Werkzeug gesteuert wird, während das
Instrument in situ verbleibt. Zusätzlich dazu wird das Trauma, das mit dem
Entfernen und Wiedereinführen des Instruments verbunden ist, vermieden. Die
Stoß-Zieh-Wirkung steuert das chirurgische Werkzeug leichter und präziser
als würde die Biegekraft in nur einer Richtung aufgebracht (z. B. wie etwa
durch das proximale Ziehen der Spitze), wodurch Ermüdung verringert wird.
Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden
ausführlichen Beschreibung und den Patentansprüchen ersichtlich.
1 zeigt ein steuerbares chirurgisches Instrument.
2 ist eine auseinander gezogene Ansicht einiger der
Komponenten des Instruments aus 1.
3 ist eine vergrößerte Querschnittsseitenansicht
des Steuermechanismus des Instruments aus 1.
4 und 5 sind Querschnittsansichten
des Steuermechanismus entlang der Linie 4-4 bzw. der Linie 5-5 aus 3.
6 zeigt das Instrument im Gebrauch während eines
chirurgischen Eingriffs.
7–9 zeigen eine
alternative Ausführungsform des Steuermechanismus.
Gleiche Bezugszeichen beziehen sich auf gleiche Bestandteile in den
Zeichnungen.
In Bezug auf 1 und 2
umfasst das chirurgische Instrument 10 einen Schneidezusammenbau
12, der sich von einer Nabe 14 entlang einer Längsachse
16 distal erstreckt. Der Schneidezusammenbau 12 umfasst einen
inneren röhrenförmigen Schaft 18, der innerhalb eines äußeren
röhrenförmigen Schaftes 20 drehbar aufgenommen wird, welcher
wiederum über einen Großteil seiner Länge von einer Steuermanschette
22 eingeschlossen wird. Die Schäfte 18, 20 und die
Manschette 22 sind im Allgemeinen steif, aber sie sind in einem Biegungsbereich
24 flexibel. Die Manschette 22 beinhaltet ein Paar halbzylindrische
Manschettenhälften 22a, 22b, die proximale Enden aufweisen,
welche mit einem drehbaren Knopf 30 auf der Nabe 14 verknüpft
sind, und distale Enden, die an der Außenoberfläche des Schaftes
20 proximal von der distalen Spitze 26 des Schneidezusammenbaus
12 befestigt sind.
Die Verknüpfung der Manschette 22 mit dem Knopf
30 wird unten ausführlicher besprochen. Wenn der Knopf 30
in entweder einer Richtung im Uhrzeigersinn (durch den Pfeil 28 gezeigt)
oder einer Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn (durch den Pfeil 29 gezeigt)
gedreht wird, bringt er jedoch entgegengesetzte axiale Kräfte in proximaler
und distaler Richtung funktional auf die Manschettenhälften 22a,
22b auf, um die Manschettenhälften 22a, 22b axial
in die proximale und entgegengesetzte distale Richtung entlang dem Schaft
20 zu bewegen. Die axiale Bewegung der Manschettenhälften
22a, 22b übt eine „Stoß-Zieh"-Kraft auf die distale
Spitze 26 aus, wodurch die Schäfte 18, 20 und die
Manschette 22 in dem flexiblen Bereich 24 gebogen werden und die
distale Spitze 26 in entsprechenden Richtungen von einer Seite zur anderen
(durch die Pfeile 32 bzw. 33 gezeigt) in Bezug auf die Längsachse
16 gesteuert wird. Durch das Drehen des Knopfes 30 kann der Benutzer
somit die Richtung des Schneidens, das von dem Instrument 10 durchgeführt
wird, über eine breite laterale Spanne (wie etwa 30 Grad) während eines
chirurgischen Eingriffs einstellen, während das Instrument 10 in situ
gelassen wird.
Die röhrenförmigen Schäfte 18, 20
und die Manschette 22 sind aus Metall (z. B. Edelstahl), während die
Nabe 14 und der Knopf 30 aus Kunststoff sind. Bei dieser Konstruktion
ist es wirtschaftlich, das Instrument 10 nach einer einzigen Verwendung
zu verwerfen (obwohl das Instrument, wie etwa durch Autoklavieren, sterilisiert
und neu verwendet werden kann, wenn gewünscht). Das proximale Ende des röhrenförmigen
Schaftes 20 wird innerhalb der Nabe 14aufgenommen und steif an
ihr montiert. Das distale Ende 34 des Schaftes 20 umfasst eine
Öffnung 36 mit geschärften Kanten, die ein Gewebe schneidendes
Fenster definiert. Entsprechende geschärfte Kanten 38 einer Öffnung
an dem distalen Ende des inneren röhrenförmigen Schaftes 18 schneiden
Gewebe, das durch die Öffnung 36 eingelassen wird, während der
Schaft 18 innerhalb einer Bohrung 40 in dem Schaft 20
gedreht wird. Auf diese Weise definieren die Kanten der Öffnung 36
und die Kanten 38 des inneren Schaftes ein chirurgisches Werkzeug für
das Instrument 10. Die Kanten 38 sind gezackt, aber können
stattdessen auch gerade sein, und andere Konfigurationen des chirurgischen Werkzeugs
(z. B. Schleiffräsen) können alternativ eingesetzt werden.
Das proximale Ende des inneren Schaftes 18 erstreckt sich
durch die Nabe 14 und ist an einem Kunststoffschenkel 44 gesichert,
der drehbar von der Nabe 14 aufgenommen wird. Die Nabe 14 und
der Schenkel 44 sind konfiguriert, um innerhalb eines motorisierten Handstücks
aufgenommen zu werden (6), das in den Schenkel
44 eingreift, um den inneren Schaft 18 innerhalb des Schaftes
20 zu drehen, so dass die Kanten 38 Gewebe schneiden, welches
durch die Öffnung 36 eingelassen wird. Abgetrennte Gewebefragmente
werden durch eine Sog-Innenbohrung 42 in dem inneren Schaft 18
durch Sog, der an dem Handstück aufgebracht wird, angesogen und über einen
Auslass 46 in dem Schenkel 44 zum Abfluss gebracht. Ein Beispiel
eines Handstücks, das zur Verwendung mit dem Instrument 10 geeignet
ist, ist in dem gemeinschaftlich erteilten US-Patent Nr. 4,705,038 (dem „'038-Patent"),
beschrieben.
Der innere röhrenförmige Schaft 18 ist in einem
Bereich 48, welcher geringfügig proximal von seiner distalen Spitze
liegt, mit einer Reihe von axial mit Abstand angeordneten Umfangsschlitzen
50 ausgespart, um den Bereich 48 flexibel zu machen. Auf ähnliche
Weise ist ein Bereich 52 des äußeren röhrenförmigen
Schaftes 20, welcher geringfügig proximal von dem distalen Ende
34 befindlich ist, mit einer Reihe von axial mit Abstand angeordneten Umfangsschlitzen
54 ausgespart, so dass der Bereich 52 flexibel ist. Die Bereiche
48, 52 sind axial abgestimmt, wenn der innere Schaft
18 innerhalb des äußeren Schaftes 20 am Platz ist. Die
Schlitze 50, 54 können auf jede geeignete Art und Weise gebildet
und in jedem geeigneten Muster konfiguriert werden. Beispiele sind in US-Patent
Nr. 5,322,505 zu finden, das dem vorliegenden Zessionar übertragen ist (das
„'505-Patent"). Vorzugsweise ist jede Reihe von Schlitzen 50,
54 so arrangiert, dass sich benachbarte Schlitze in jeweilige Schäfte
18, 20 in entgegengesetzten Richtungen erstrecken, wie in
2 gezeigt. Die Schlitze 50 können mit
einer Schicht 56 von z. B. Wärmeschrumpf-Kunststoff bedeckt sein (in
2 weggeschnitten gezeigt, damit die Schlitze zu sehen
sind), um eine Beeinträchtigung der Kanten der Schlitze 54
während der Drehung des Schaftes 18 zu vermeiden.
Die Schicht 56 sollte ausreichend dünn sein (z. B. 0,001 Zoll oder
0,00254 cm), um ein Festklemmen zu vermeiden, ohne die Schneidekanten
38 von den Kanten der Öffnung 36 weg zu drängen. Beispiele
von Materialien, die zur Verwendung als Scheide 56 geeignet sind, umfassen
Polymere wie etwa Polyester, Polyurethan und TEFLON®.
Die halbzylindrischen Manschettenhälften 22a,
22b schließen den äußeren Schaft 20 ein und werden
in entgegengesetztem, gleitendem Kontakt mit ihm gestützt und treffen an einem
Paar Nähte 23 (von denen nur eine in 1
gezeigt ist) aufeinander. Ein Paar sich transversal erstreckende Stifte
60, 62, die nahe ihren proximalen Enden an den Manschettenhälften
22a bzw. 22b befestigt sind, werden durch entsprechende spiralförmige
Kanäle 64, 66 in dem Knopf 30 aufgenommen, wie unten
ausführlicher besprochen. Die distalen Enden 25a, 25b der
Manschettenhälften 22a, 22b werden (wie etwa durch Punktschweißen)
an der Außenoberfläche des äußeren röhrenförmigen
Schaftes 20 zwischen dem flexiblen Bereich 52 und der Öffnung
36 des äußeren Schaftes gesichert.
Die Manschettenhälften 22a, 22b sind mit einer
Reihe von axial mit Abstand angeordneten Umfangsschlitzen 66a bzw.
66b geringfügig proximal von den distalen Enden 25a,
25b ausgespart. Wenn die Manschettenhälften 22a,
22b auf dem äußeren Schaft 20 am Platz sind, werden
die Schlitze 66a, 66b in entgegengesetzter Beziehung im flexiblen
Bereich 24, die Schlitze 50, 52 des inneren und äußeren
Schaftes 18, 20 überdeckend, angeordnet. Die Schlitze
66a, 66b werden auf die gleiche Art und Weise wie die Schlitze
50, 52 gebildet (z. B. durch Funkenerosion). Jede Reihe von Schlitzen
66a, 66b erstreckt sich in einer einzigen Richtung von der ebenen
Seite 68a, 68b der jeweiligen Manschettenhälfte. Somit wird
zwischen den Enden der einzelnen Schlitze 66a, 66b jeder Reihe
ein kontinuierlicher, axial gerichteter flexibler Streifen von Material
67a, 67b definiert. Die flexiblen Streifen 67a,
67b verbinden die steifen proximalen Bereiche 69a, 69b
der Manschettenhälften 22a, 22b mit den distalen Enden
25a, 25b und erstrecken sich entlang einer im Wesentlichen geraden
Linie über die gesamten Längen der flexiblen Bereiche der Manschettenhälften
22a, 22b.
Die Ausrichtung der flexiblen Streifen 67a, 67b
auf dem Schaft 20 definiert eine Ebene, in der das chirurgische Werkzeug
durch das Drehendes Knopfes 30 von einer Seite zur anderen gesteuert wird.
Genauer gesagt, wenn die Streifen 67a, 67b wie in
1 gezeigt arrangiert sind, biegen sich die Manschettenhälften
22a, 22b (und damit die Schäfte 18, 20)
in Bezug auf die Öffnung 36 nach oben und nach unten (d. h. in der
Richtung der Pfeile 32, 33). Im Gegensatz dazu wird die Biegungsrichtung
mit Bezug auf die Öffnung 36 lateral sein, wenn die Manschettenhälften
22a, 22b wie in 2 gezeigt arrangiert
sind, wobei die flexiblen Streifen 67a, 67b auf beiden Seiten
der Öffnung 36 positioniert sind. Das Arrangement der Schlitze
50, 54 auf dem inneren und äußeren Schaft
18, 20 wird vorzugsweise ausgewählt, um ein leichtes Biegen
in den durch die Manschettenhälften 22a, 22b definierten
Richtungen zu ermöglichen.
Die Länge des flexiblen Bereichs 24 ist eine Funktion
der Längen der flexiblen Bereiche 48, 52 der Schäfte
18, 20 und der Länge des flexiblen Bereichs der Manschettenhälften
22a, 22b. In dieser Ausführungsform ist der flexible Bereich
der Manschettenhälften 22a, 22b ungefähr ein Zoll (oder
2,54 cm) lang und geringfügig länger als der der flexiblen Bereiche
48, 52, aber alle geeigneten Ausmaße können verwendet
werden. Es versteht sich, dass der Betrag, um den die distale Spitze 26
von einer Seite zur anderen bewegt werden kann, eine Funktion der Länge des
flexiblen Bereichs 24 ist.
3–5 veranschaulichen
die Verbindung zwischen der Nabe 14 und dem Knopf 30 und die Verknüpfung
zwischen dem Knopf 30 und den proximalen Enden der Manschettenhälften
22a, 22b. Wie oben besprochen, sind ein Paar Stifte
60, 62 an den jeweiligen Manschettenhälften 22a,
22b nahe den proximalen Enden davon montiert und stehen radial von diesen
vor, um in die spiralförmigen Kanäle 64, 66 einzugreifen.
Ein Paar sich radial erstreckende, sekundäre Stifte 70,
72 ist proximal von den Stiften 60, 62 an den Manschettenhälften
22a bzw. 22b gesichert. Die Stifte 60, 62 und
die sekundären Stifte 70, 72 sind auf eine beliebige geeignete
Art und Weise an den Manschettenhälften 22a, 22b gesichert,
wie etwa durch Presspassung oder Schweißen innerhalb von Löchern (nicht
gezeigt) in den Manschettenhälften. Zusätzlich dazu können die Stifte
60, 62 und die Bolzen 70, 72 mit jedem geeigneten
Material mit niedriger Reibung für den glatten Betrieb, wie unten besprochen,
beschichtet sein.
Die sekundären Stifte 70, 72 sind im Umfang
mit den Stiften 60, 62 abgestimmt (müssen es aber nicht sein)
und werden innerhalb eines entsprechenden Paares axial ausgerichteter Durchgänge
74, 76 mit offenen Enden, die in dem distalen Ende 17
der Nabe 14 gebildet sind (4), aufgenommen.
Wie in 4 gezeigt, sind die Durchgänge
74, 76 nur geringfügig breiter als die sekundären Stifte
70, 72 zu Zwecken, die nachfolgend deutlich werden. Ein entsprechendes
Paar Rillen 75 bzw. 77 ist in dem Knopf 30 zu Zusammenbauzwecken
gebildet. Die Rillen 75, 77 erstrecken sich von offenen, proximalen
Enden in einem zylindrischen Abschnitt 80 des Knopfes 30, die
mit einer Höhlung 78 in Verbindung stehen, zu offenen,
distalen Enden, die mit jeweiligen spiralförmigen Kanälen 64,
66 in einem distalen Abschnitt 94 des Knopfes 30 in Verbindung
stehen.
Die Nabe 14 ist der in dem '505-Patent beschriebenen Nabe
ähnlich, unterscheidet sich aber von ihr in einigen Gesichtspunkten. Einer
ist der Einschluss der oben besprochenen Durchgänge 74,
76. Zusätzlich dazu umfasst die Nabe 14 eine ringförmige
Rille 15 (3 und 5)
in ihrer Außenoberfläche nahe dem distalen Ende 17. Der Knopf
30 wird durch ein Paar zylindrische Stäbe 82, 84,
die in jeweilige Durchgangslöcher 86, 88 in dem proximalen
Abschnitt 80des Knopfes pressgepasst und longitudinal in der Rille
15 positioniert werden, drehbar auf dem distalen Ende der Nabe
14 montiert. Die Stäbe 82, 84 können für
eine glatte Drehung ebenfalls mit einem Material mit niedriger Reibung beschichtet
sein. Wenn sie sich am Platz innerhalb der Durchgangslöcher 86,
88 befinden, verriegeln die Stäbe 82, 84 den Knopf
30 auf der Nabe 14, während sie es ermöglichen, dass
der Knopf 30 in Bezug auf die Nabe 14 gedreht wird. Die Außenoberfläche
des proximalen Abschnitts 80 des Knopfes umfasst eine Reihe von erhabenen,
im Umfang mit Abstand angeordneten Rippen 90, die sich von dem Benutzer
leicht ergreifen lassen, um den Knopf 30 zu drehen.
Die spiralförmigen Kanäle 64, 66 sind
in den sich axial erstreckenden Wänden 96 des distalen Abschnitts
94 des Knopfes gebildet. Der distale Abschnitt 94 weist relativ
zu dem proximalen Abschnitt 80 einen reduzierten Durchmesser auf und trifft
mit dem proximalen Abschnitt 80 an einer ringförmigen Schulter
92 zusammen. Die spiralförmigen Kanäle 64,
66 sind in entgegengesetzten schiefen Winkeln (z. B. +/- 15 Grad) mit Bezug
auf die Längsachse 16 (1) ausgerichtet,
um entgegengesetzt geneigte Eingreif-Seitenwände 95, 97 für
die Stifte 60, 62 zu definieren. Der distale Abschnitt
94 erstreckt sich axial über eine Länge, die ausreichend ist,
um die spiralförmigen Kanäle 64, 66 unterzubringen,
welche sich nahezu vollständig um den Umfang des distalen Abschnitts
94 erstrecken. Der Steigungswinkel der Kanäle 64,
66 ist ein Faktor, der den Betrag der Biegung, welche von dem Knopf
30 produziert wird, bestimmt, und kann vergrößert oder verkleinert
werden, um größere oder kleinere Biegungsbeträge zu produzieren.
Die Manschettenhälften 22a, 22b und der Knopf
30 werden wie folgt auf der Nabe 14 und dem äußeren
röhrenförmigen Schaft 20 des Instrumentes 10 zusammengebaut.
Zunächst werden, während der Schaft 20 in einer Befestigung (nicht
gezeigt) gehalten wird, die distalen Enden 25a, 25b der Manschettenhälften
22a, 22b an die Außenoberfläche des Schaftes
20 geschweißt, zwischen den flexiblen Bereich 52 und die
Öffnung 36. Das proximale Ende des Schaftes 20 wird dann
in das distale Ende 17 der Nabe eingeführt, so dass die sekundären
Stifte 70, 72 an den proximalen Enden der Manschettenhälften
22a, 22b innerhalb der Durchgänge 74,
76 in dem distalen Ende 17 der Nabe aufgenommen werden. Eine ringförmige
Rille 79 in dem distalen Ende 17 steht mit den proximalen Enden
der Durchgänge 74, 76 in Verbindung und nimmt die proximalen
Spitzen der Manschettenhälften 22a, 22b auf, um es zu ermöglichen,
dass die sekundären Stifte 70, 72 in die Durchgänge
74, 76 proximal vollständig eingeführt werden. Der Schaft
20 wird auf eine beliebige geeignete Art und Weise an der Nabe
14 gesichert.
Als nächstes wird der Knopf 30 über das distale
Ende 34 des äußeren Schaftes 20 eingeführt und
zur Nabe 14 vorgeschoben. Der Knopf 30 wird so positioniert, dass
die Rillen 75, 77 auf die Stifte 60, 62 auf
den Manschettenhälften 22a, 22b abgestimmt werden, und wird
dann proximal auf die Nabe 14 geschoben. Infolgedessen dringen die Stifte
60, 62 in die offenen proximalen Enden der Rillen 75,
77 ein und gehen in die Kanäle 64, 66, wenn das
distale Ende 17 der Nabe vollständig in die Kammer 78 eingeführt
wird. Die Kanäle 64, 66 werden auf dem Knopf 30
so arrangiert, dass, wenn der Knopf 30 vollständig auf der Nabe
14 sitzt, die Stifte 60, 62 in den Kanälen
64, 66 angemessen an ihren Mittelpunkten befindlich sind.
Der Knopf 30 wird auf der Nabe 14 so positioniert,
dass die Löcher 86, 88 (5) axial
auf die Rille 15 abgestimmt sind. Dann werden die Stäbe
82, 84 durch die Löcher 86, 88 und in den
Eingriff innerhalb der Rille 15 getrieben, um den Knopf 30 auf
der Nabe 14 zu sichern. Wenn der Knopf 30 am Platz gesichert ist,
werden die Stifte 60, 62 innerhalb der Kanäle 64,
66 zum Eingriff gebracht und die sekundären Stifte 70,
72 innerhalb der axialen Durchgänge 74, 76 der Nabe
aufgenommen.
Der innere röhrenförmige Schaft 18 wird durch die
Nabe 14 eingeführt, bis die Schneidekanten 38 an dem distalen
Ende 34 des äußeren Schaftes 20 platziert werden und
der Schenkel 44 innerhalb der Nabe 14 gesetzt ist. Natürlich
kann der innere Schaft 18 vor dem Befestigen der Manschettenhälften
22a, 22b und des Knopfes 30 an dem äußeren
Schaft 20 und der Nabe 14 installiert werden. In jedem Fall wird
der Zusammenbau mit der Installation einer Kunststoffscheide 13 (1)
über den Manschettenhälften 22a, 22b abgeschlossen.
Die Scheide 13 (die in 1 weggeschnitten ist,
um den größten Teil der Länge der Manschettenhälften
22a, 22b freizulegen) erstreckt sich von dem Knopf 30
zu den distalen Enden 25a, 25b der Manschette und ist vorzugsweise
aus einem Wärmeschrumpf-Kunststoffmaterial wie etwa denen, die oben für
die Scheide 56 besprochen werden, gebildet. Die Scheide 13 muss
sich nicht ganz bis zu dem Knopf 30 erstrecken.
Während der Verwendung des chirurgischen Instruments
10 bei einem chirurgischen Eingriff dreht der Benutzer den Knopf
30 in Bezug auf die Nabe 14, um die distale Spitze 26
des Schneidezusammenbaus 12 (und somit das chirurgische Werkzeug, das von
den Schneidekanten 38 und dem Fenster 36 des äußeren
Schaftes definiert wird) in Bezug auf die Achse 16 von einer Seite zur
anderen selektiv zu steuern. Wenn der Knopf 30 in entweder der Richtung
im Uhrzeigersinn oder der Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn auf der Nabe
14 gedreht wird, bewegen sich die Stifte 60, 62 in gleitendem
Kontakt mit den Seitenwänden 95, 97 der jeweiligen Kanäle
64, 66 fort, wodurch die Drehbewegung des Knopfes 30
in eine axiale Bewegung der Manschettenhälften 22a, 22b in
entgegengesetzten Richtungen in Bezug auf den Schaft 20 umgesetzt wird.
Der Eingriff der sekundären Stifte 70, 72 in die sich axial
erstreckenden Durchgänge 74, 76 der ortsfesten Nabe
14 ermöglicht, dass sich die Manschettenhälften 22a,
22b aneinander vorbei entlang der Naht 23 axial fortbewegen, während
verhindert wird, dass sich die proximalen Enden der Manschettenhälften
22a, 22b als Reaktion auf das von dem Knopf 30 aufgebrachte
Drehmoment um den Schaft 20 drehen. Demgemäß wird die Drehung
des Knopfes 30 in eine gleichmäßige „Stoß-Zieh"-Bewegung
der Manschettenhälften 22a, 22b entlang dem Schaft
20 umgesetzt, ohne dass die proximalen Enden der Manschettenhälften
verdreht werden. Die Beschichtungen mit geringer Reibung, die auf die Stifte
60, 62, die sekundären Stifte 70, 72 und
die Stäbe 82, 84 aufgebracht sind, verbessern die Leichtigkeit,
mit der der Knopf 30 auf der Nabe 14 gedreht wird.
Genauer gesagt, wenn der Knopf 30 in einer Richtung im Uhrzeigersinn
(in der Richtung des Pfeils 28, 1) gedreht
wird, übt der gleitende Eingriff des Stiftes 60 in den spiralförmigen
Kanal 64 eine distal gerichtete (d. h. eine „stoßende") Kraft
auf die Manschettenhälfte 22b aus. Im Gegensatz dazu übt der
Eingriff des Stiftes 62 in den spiralförmigen Kanal 66 eine
proximal gerichtete (d. h. eine „ziehende") Kraft auf die Manschettenhälfte
22a aus. Da die distalen Enden 25a, 25b der Manschettenhälften
22a, 22b an dem Schaft 20 verankert sind und die Manschette
22 und die Schäfte 18, 20 in dem Bereich
24 flexibel sind, kooperieren die Stoß-Zieh-Kräfte, die von den
Manschettenhälften 22a, 22b aufgebracht werden, um zu bewirken,
dass sich die Schäfte 18, 20 in den flexiblen Bereichen
48, 52 zu einer Seite der Achse 16 (d. h. in der Richtung
des Pfeils 32, 1 ) biegen.
Die flexiblen Streifen 67a, 67b der Manschettenhälften
22a, 22b sind axial ausreichend steif, um das distale Ende
26 zu biegen, während sie außerdem ausreichend flexibel sind
(aufgrund des Vorhandenseins der Schlitze 66a, 66b), um die resultierende
Krümmung des Biegungsbereichs 24 ohne Faltung federnd zu akzeptieren.
Die Federkraft der Streifen 67a, 67b neigt dazu, den Knopf
30 und somit die Manschetten 22a, 22b in eine „neutrale"
Position zu drängen, in der die distale Spitze 26 auf der Längsachse
16 positioniert ist.
Der Betrag, um den die distale Spitze 26 des Schneidezusammenbaus
12 gebogen wird, ist eine Funktion des Betrags, um den der Knopf
30 gedreht wird. Wenn der Knopf 30 in seine Endposition im Uhrzeigersinn
gedreht wird (d. h. so, dass die Stifte 60, 62 in die Enden der
Kanäle 64, 66 eingreifen), wird die distale Spitze
26 um zwischen ungefähr 15 Grad und 20 Grad von der Achse
16 versetzt. Der Biegungsbetrag kann variiert werden, indem solche Parameter
wie der Steigungswinkel der Kanäle 64, 66 und die Länge
des flexiblen Bereichs 24 eingestellt werden.
Wenn der Knopf 30 in die entgegengesetzte Richtung, entgegen
dem Uhrzeigersinn, gedreht wird (d. h. in der Richtung des Pfeils 29,
1 ), werden die axial gerichteten Kräfte, die
auf die Manschettenhälften 22a, 22b aufgebracht werden, umgekehrt.
Das heißt, der Eingriff des Stiftes 60 in den Kanal 64 überträgt
eine „ziehende" Kraft auf die Manschette 22b, und durch den Eingriff
des Stiftes 62 in den Kanal 66 wird eine „stoßende"
Kraft auf die Manschette 22a ausgeübt. Infolgedessen wird die distale
Spitze 26 um einen Betrag, der dem Betrag der auf den Knopf 30
aufgebrachten Drehung entspricht, zu der entgegengesetzten Seite der Achse
16 gesteuert (d. h. entlang dem Pfeil 33 in 1).
Somit versteht es sich, dass das Instrument 10 dem Benutzer
ermöglicht, die distale Spitze 26 des Schneidezusammenbaus
12 über eine kontinuierliche Spanne von Winkelpositionen zwischen
entgegengesetzten Extremen von einer Seite zur anderen, die durch die Grenzen der
Drehung des Knopfes 30 definiert werden, zu steuern.
6 veranschaulicht einen beispielhaften chirurgischen
Eingriff, in dem das Instrument 10 verwendet werden kann. Die Nabe
14 des chirurgischen Instruments 10 wird auf das distale Ende
eines motorisierten Handstücks 100 eingeführt, bis der Schenkel
44 (1) von der Antriebswelle des Motors
101 in Eingriff genommen wird. Wenn die Nabe 14 vollständig
eingeführt ist, ist der Knopf 30 neben dem distalen Ende
103 des Handstücks 100 positioniert, und somit ist er durch
dieselbe Hand, die der Chirurg verwendet, um das Handstück 100 zu
halten, leicht erreichbar. Demgemäß kann der Chirurg die distale Spitze
26 leicht steuern, während er oder sie das Handstück
100 manipuliert.
Während des chirurgischen Eingriffs wird der Schneidezusammenbau
12 unterhalb der Kniescheibe durch eine Punktionswunde 102 in
das Kniegelenk 104 eingeführt. Über eine zweite Punktion
106
wird unter Verwendung einer faseroptischen Lichtquelle
108 Licht in das Gelenk projiziert, und ein visuelles Bild der Operationsstelle
wird über einen getrennten Lichtpfad zu einer Fernsehkamera 110 zurück
geführt. Das Bild wird von der Kamera 110 zur Betrachtung durch den
Chirurgen zu einem Fernsehbildschirm 112 geleitet. (Alternativ dazu kann
der Chirurg das Bild unter Verwendung eines Okulars betrachten, oder das Bild kann
aufgezeichnet werden.)
Der Betrieb (z. B. die Geschwindigkeit, das Drehmoment, die Drehrichtung)
des Motors 101 wird durch eine Kontrolleinheit 114 und andere
Betriebskontrollen (wie etwa eine Fußschaltereinheit oder Schalter am Handstück,
nicht gezeigt) kontrolliert. Der Motor 101 kann den inneren röhrenförmigen
Schaft 18 über eine breite Spanne von Geschwindigkeiten drehen, z.
B. zwischen 100 U/min und 5 000 U/min, und er kann ein Drehmoment von bis zu
25 Unzen per Zoll (18 000 gmm) abgeben. Unterschiedliche Arten von chirurgischen
Instrumenten, wie etwa Instrument 10, weisen Dreh- und Torsionsgrenzen
auf. Damit der Chirurg das Instrument 10 nicht versehentlich mit gefährlich
hohen Geschwindigkeiten und Drehmomenten betreiben kann, gibt das Instrument
10 Sensoren im Handstück 100 an, um welche Art von Instrument
es sich handelt, und die Geschwindigkeit des Motors 101 und die von ihm
aufgebrachte Torsion werden so kontrolliert, dass diese Grenzen nicht überschritten
werden. (Diese Kontrolltechnik ist in dem '038-Patent beschrieben.)
Während des chirurgischen Eingriffs wird das Körpergelenk
mit Flüssigkeit aufgeweitet, die durch eine dritte Punktionswunde
116von einer Flüssigkeitsquelle 118 eingeführt wird.
Die Flüssigkeit spült die Stelle und macht das Gewebe in dem Gelenk beweglich,
so dass es schwimmt und verdrängt werden kann (ähnlich der Bewegung von
Seetang in Wasser). Der Chirurg schneidet nach und nach das Synovialgewebe weg,
indem er das Instrument 10 von einer Seite zur anderen und in der axialen
Richtung bewegt (während er auf den Fernsehbildschirm 112 blickt).
Gewebefragmente, die von dem Instrument 10 abgeschnitten wurden, werden
von der Operationsstelle zusammen mit Spülflüssigkeit als Reaktion auf
den Sog, der von einer Vakuumquelle 120 aufgebracht wird, über die
Bohrung 42 (2) entnommen. Die Scheide
13 (1) zusammen mit der Scheide
56 (2) hilft dabei, einen Vakuumverlust zu
vermeiden. Zusätzlich dazu verhindert die Scheide 13, dass sich Gewebe
an der Operationsstelle in den Schlitzen 66a, 66b der Manschette
22 verfängt.
Es versteht sich, dass, wenn sich das Instrument 10 in der
in 6 gezeigten Position befindet, der Chirurg den Knopf
30 ausreichend gedreht hat, um die Öffnung 36 und die Schneidekanten
38 auf die Seite der Achse 16 und gegen das zu schneidende Gewebe
122 zu steuern. Demgemäß werden der innere und äußere
Schaft 18, 20 und die Manschette 22 in dem flexiblen
Bereich 24 gebogen. Die Drehung des Motors 101 und die Torsion,
die er bereitstellt, werden von dem inneren Schaft 18 durch den flexibeln
Bereich 48 (2) auf effiziente Art und Weise
an das Schneidegerät (d. h. die Schneidekanten 38) abgegeben. Obwohl
der Bereich 48 ausreichend flexibel ist, um die Krümmung zu akzeptieren,
die von der Stoß-Zieh-Wirkung der Manschette 22 erzwungen wird, weist
er ein hohes Maß an Torsionssteifheit auf und sorgt so für gutes Ansprechen
auf das Drehmoment. Das heißt, dass die von dem Motor 101 aufgebrachte
Torsion im Wesentlichen sofort auf die Schneidekanten 38 übertragen
wird, wenn der innere Schaft 18 aus seiner Ruheposition gedreht wird, ohne
dass eine signifikante „Vorbelastung" des flexiblen Bereichs 48
vor Weiterleitung des Drehmoments auf das distale Ende 26 erforderlich
ist. Ferner vergrößert sich der Durchmesser des flexiblen Bereichs
48 bei seinem Drehen und Aufbringen von Drehmoment auf die Schneidekanten
38 nicht signifikant, so dass das Risiko des Festklemmens des inneren Schaftes
18 mit dem äußeren Schaft 20 beim Drehen verringert
wird. Dieses Risiko wird durch das Vorhandensein der Wärmeschrumpf-Kunststoffschicht
56 (2) weiter verringert.
Wenn der Chirurg wünscht, während des Eingriffs den Winkel
zu ändern, in dem die Schneidekanten 38 ansetzen, kann er die distale
Spitze 26 aus der in 6 gezeigten Position
in Bezug auf die Längsachse 16 in eine andere Winkelposition steuern,
indem er den Knopf 30 mit der Hand dreht, die zum Greifen des Handstücks
100 verwendet wird. Es besteht keine Notwendigkeit, den Schneidezusammenbau
12 aus dem Körper zu entfernen, um die gesteuerte Richtung der Spitze
26 zu ändern, und somit kann die Operation ununterbrochen fortgesetzt
werden, während der Chirurg die distale Spitze 26 in eine andere Gewebe
schneidende Position steuert. Somit wird dem Chirurgen der Eingriff nicht nur leichter
gemacht, sondern für die Patienten wird das Trauma von mehrfachen Einführungen
des chirurgischen Instruments ebenfalls verringert. Zudem kann der Chirurg die Neupositionierung
der Spitze 26 auf der Anzeige 112 beobachten, während er
den Knopf 30 dreht, um sicherzustellen, dass die Spitze 26 präzise
neu positioniert wird.
Andere Ausführungsformen liegen innerhalb des Bereichs der folgenden
Ansprüche.
Zum Beispiel können, obwohl die Schlitzkonfigurationen des inneren
und äußeren Schaftes 18, 20 vorzugsweise identisch sind,
unterschiedliche Schlitzmuster verwendet werden, um das Risiko, dass sich der innere
Schaft 18 festklemmt, wenn er sich innerhalb des äußeren Schaftes
20 dreht, weiter zu verringern. Die Schäfte 18,
20 und die Manschette 22 können auf andere Art und Weise
flexibel gemacht werden, zum Beispiel mit nicht geschlitzten Öffnungen
(wie etwa runden Löchern). Alternativ dazu kann jeder beliebige der flexiblen
Bereiche der Schäfte 18, 20 und der Manschette
22 aus anderen Strukturen zusammengesetzt sein, wie was aus den gegengewickelten
spiralförmigen Wicklungen, die in dem US-Patent Nr. 4,646,738, erteilt an Trott,
beschrieben sind.
Der innere Schaft 18 kann auf andere Art und Weise innerhalb
des äußeren Schaftes 20 (z. B. axial) bewegt werden.
Die Manschette 22 kann aus einem flexiblen, nicht-metallischen
Material gefertigt sein und eine einheitliche Struktur sein (wie etwa eine Kunststoffmanschette),
solange die Manschette 22 axial ausreichend steif bleibt, um die Stoß-Zieh-Steuerkräfte
auszuüben, während sie außerdem biegsam ist, um die resultierende
Krümmung der Schäfte 18, 20 unterzubringen. Das distale
Ende der Manschette 22 kann auf andere Art und Weise als durch Schweißen
an dem äußeren Schaft 20 gesichert werden.
Die Schäfte 18, 20 können ebenfalls aus
Kunststoff und z. B. mit distalen Enden aus Metall ausgestattet sein, um geeignete
Schneidegeräte bereitzustellen.
Der Knopf 30 kann auf andere Art und Weise drehbar an der
Nabe 14 befestigt sein, wie etwa durch eine Schnappverschlussverbindung.
Ein Reibschluss in die Nabe 14 kann bereitgestellt sein,
um den Knopf 30 in einer beliebigen, von dem Benutzer festgesetzten Drehposition
zurückzuhalten. Dies würde der Federkraft der flexiblen Streifen
76, 67b im gewissen Maße entgegenwirken und es dem Benutzer
ermöglichen, den Knopf 30 freizugeben und den Schneidezusammenbau
12 noch immer in der gesteuerten Position beizubehalten.
Der Knopf kann an der Nabe montiert werden, um eine sperrklinkenartige
Drehung zu ermöglichen, das heißt, so dass ihre relativen Drehpositionen
in diskreten Schritten statt kontinuierlich einstellbar sind.
7–9 zeigen ein
Beispiel einer Sperrklinkenverbindung zwischen einem Knopf und einer Nabe aus US-Patent
Nr. 5,620,447, das dem gegenwärtigen Zessionar übertragen ist. In dem
in 7–9 gezeigten
Arrangement werden die relativen Drehpositionen des Knopfes und der Nabe in Inkrementen
von 45 Grad geändert. Es versteht sich, dass kleinere Inkremente zum Steuern
des chirurgischen Instruments 10 bevorzugt werden können.
Der proximale Abschnitt 80' des Sperrklinkenknopfes
30' ist in 7 und 8
gezeigt (der distale Abschnitt des Knopfes ist mit dem oben besprochenen identisch
und nicht gezeigt). Eine Schulter 200 auf der inneren Oberfläche des
proximalen Endes des Knopfabschnitts 80' greift in eine passende Schulter
202 auf der äußeren Oberfläche des distalen Endes der Nabe
14' ein (9), so dass der Knopf 30'drehbar
auf der Nabe 14' montiert werden kann. Der Knopf 30' ist mit einer
Reihe von auf dem Umfang mit Abstand angeordneten Vertiefungen 204 und
Rippen versehen, die die manuelle Manipulation des Knopfes 30' durch den
Benutzer erleichtern. Eine zentrale Kammer 206 in dem Knopfabschnitt
80' nimmt das distale Ende der Nabe 14' auf.
Das Innere des proximalen Abschnitts 80' des Knopfes ist
im Querschnitt achteckig, wobei seine innere Oberfläche aus acht flachen Oberflächen
208a–h von gleicher Breite zusammengesetzt ist. Am distalen Ende
der Nabe 14 sind acht distal vorstehende flexible Finger 210a–h
einseitig eingespannt, die mit gleichen Beträgen (d. h. 45°) um den Umfang
der Schulter 202 angeordnet sind. Die Finger 210a–h liegen
senkrecht zu der Längsachse 203 des Instruments. Jeder Finger
210a–h ist im Querschnitt ein unregelmäßiges Fünfeck,
so dass bei dem Zusammenbau des Knopfabschnitts 80' auf der Nabe
14' der radial äußerste Punkt 212a–h jedes Fingers
210a–h in einem durch die Schnittstelle der benachbarten flachen
Oberflächen 208a–h gebildeten Scheitel ruht.
Die Finger 210a–h und die flachen Oberflächen
208a–h wirken zusammen, damit die relative Drehausrichtung zwischen
dem Knopf 30' und der Nabe 14' sperrklinkenartig in diskreten
Schritten von 45° geändert werden kann. Wenn sich die relative Drehausrichtung
ändert (d. h. wenn sich der Knopf 30' und die Nabe 14' in
Bezug aufeinander drehen), bewegen sich die äußersten Punkte
212a–h über die flachen Oberflächen 208a–h
und zwingen die Finger 210a–h anfangs radial nach innen. Wenn sich
die äußersten Punkte 212a–h an den jeweiligen Mittelpunkten
der Oberflächen 208a–h vorbei bewegen, zwingt die in den verschobenen
flexiblen Fingern 210a–h gespeicherte elastische Energie die Finger
radial nach außen, bis die relative Drehausrichtung zwischen dem Knopf
30' und der Nabe 14' um 45° verändert ist und die Finger
210a–h in dem benachbarten Scheitel ruhen. Somit drängen die
Finger 210a–h die äußersten Punkte 212a–h
kraftschlüssig in jeden zugehörige Scheitel bei Begegnung, so dass der
Chirurg eine kinästhetische Rückmeldung darüber erhält, um welchen
Betrag die distale Spitze 26 (1) –
und somit das chirurgische Werkzeug – gebogen wurde, und helfen dabei, dass
eine versehentliche Drehung des Knopfes 30' in Bezug auf die Nabe
14' vermieden wird.
Natürlich können die Sperrklinkeninkremente von 45 Grad
auf jeden geeigneten Betrag verringert werden, indem die Anzahl an flachen Oberflächen
208 und Fingern 210 erhöht und entsprechend ihre Breite verringert
wird.
Noch weitere Ausführungsformen liegen im Bereich der Ansprüche.