GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung richtet sich auf ein Verfahren und eine
Vorrichtung für das Übertragen von Daten. Insbesondere bezieht sich diese
Erfindung auf eine Technik für das Erhöhen des Datendurchsatzes auf einem
Differenzdatenausgang.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Eine Haupteinschränkung in vielen Datenverarbeitungsschaltungen
ist die Anzahl von verfügbaren Datenausgangssignalen. Dies trifft besonders
im Fall von integrierten Schaltungen zu, wo die Anzahl von Schaltungselementen die
der verfügbaren Ausgangsstifte weit übersteigt. Dementsprechend ist es
wünschenswert, unter Verwendung der Mindestanzahl von Verbindungen so viele
Daten wie möglich zwischen zwei Punkten zu übertragen.
In einem herkömmlichen "unsymmetrischen" Datenübertragungsverfahren
wird ein einzelnes Datensignal durch das Variieren eines Signalattributs, wie z.B.
Strom oder Spannung, über einen Datenkanal, wie z.B. einen Draht, geschickt.
Zum Beispiel kann bei einer digitalen Datensignalübertragung das Übertragen
eines 0 Volt-Signals ein digitales Null-Bit anzeigen, während das Übertragen
eines 5-Volt-Signals ein digitales Eins-Bit anzeigt. Dieses herkömmliche Verfahren
für Datensignalübertragung ist geeignet, wenn die Signalpegel weit beabstandet
und gut definiert sind. Jedoch ist der Energieverbrauch von elektronischen Vorrichtungen
in letzter Zeit ein wichtiges Thema geworden. Um dieses Problem anzugehen, wurden
die Versorgungsspannungen und die Trennung zwischen verschiedenen Datenpegeln wesentlich
reduziert. Trennungen im Bereich von nur mehreren hundert Millivolt sind nicht ungewöhnlich.
Leider sind unsymmetrische Datenübertragungen relativ anfällig für
Rauschen und wird, wenn Signalschwankungen reduziert werden, Rauschen zu einem ernsthaften
Problem und sogar ein kleines Störungsausmaß kann die Zuverlässigkeit
der Schnittstelle ernsthaft verschlechtern.
Eine herkömmliche Lösung für Leitungsrauschen bestand
bis jetzt darin, einen Differenztakttyp für Signalübertragung zu verwenden.
Ein einziges Datensignal wird über zwei Drähte übertragen, von denen
jeder eine Signalkomponente führt. Die zwei Komponenten werden allgemein von
dem gleichen Quellendatensignal abgeleitet und werden so variiert, dass das Datensignal
als der Unterschied zwischen den Signalpegeln der zwei Signalkomponenten übertragen
wird.
In digitalen Umgebungen werden Differenzdatensignale als zwei Spannungssignale
von entgegengesetzter Polarität relativ zu einem Bezugspegel übertragen
(Differenzspannungssignalübertragung). Die übertragenen Daten werden durch
das Bestimmen, welche Signalkomponente eine größere Spannung hat, extrahiert.
Durch das Ändern der Spannungspolarität der Signalkomponenten können
die erwünschten Daten übertragen werden. Alternativ kann eine Stromsignalübertragung
verwendet werden, bei der ein Differenzsignal als zwei Stromsignale dargestellt
wird, die in entgegengesetzte Richtungen auf einer geschlossenen Schleife fließen.
Die Richtung des Stromflusses zeigt die Polarität des übertragenen Digitalsignals
an. Durch das Ändern der relativen Polarität der Spannungssignalkomponentenrichtung
des Stromflusses können die erwünschten Daten übertragen werden.
Differenztaktsignalübertragung schafft eine stark verbesserte
Rauschimmunität, weniger Energieverbrauch als auch weniger Rauscherzeugung
und wird deshalb weithin verwendet, um Digitalschaltungen auf separaten Chips und
Leiterplatten miteinander zu verbinden. Jedoch besteht ein wesentliches Problem
bei der Differenzübertragung darin, dass zwei Drähte erforderlich sind,
um ein Datensignal zu übertragen. Dies ist ein besonders ernsthaftes Problem,
wenn integrierte Schaltungen betroffen sind, da die Anzahl von verfügbaren
Eingangs- und Ausgangsstiften äußerst beschränkt ist. Es ist deshalb
wünschenswert, die Datenmenge, die über eine digitale Datenschnittstelle
übertragen werden kann, zu erhöhen und gleichzeitig die mit zweidrahtiger
Differenzsignalübertragung verbundenen Vorteile bezüglich Energie und
Rauschimmunität zu bewahren. Es ist auch wünschenswert, zusätzliche
Information über eine zweidrahtige Differenzschnittstelle zu übertragen,
ohne die Genauigkeit des ursprünglichen Differenztaktsignals zu verringern
und ohne die Anzahl von erforderlichen Schnittstellendrähte zu erhöhen.
Differenzsignalübertragung wurde auch in der Telekommunikationsumgebung
verwendet, besonders im Zusammenhang mit zweidrahtiger "verdrillter" Audiokommunikation.
Sende- und Empfangsschaltungen sind unter Verwendung von Transformatoren mit der
Schnittstelle gekoppelt. Im Zusammenhang mit Audiokommunikation über Telefonkabel
wurden die Kopplungstransformatoren mit einem Mittelabgriff versehen, um zu ermöglichen,
dass ein zusätzliches Signal auf dem verdrillten Draht-Paar übertragen
wurde. Zwei mit Mittelabgriff versehene Schaltungen wurden wie in 1
gezeigt unter Verwendung von Transformatoren kombiniert, um eine "Phantomschaltung"
zu schaffen. Wie gezeigt, werden zwei Analogsignale auf eine normale Art über
jedes der symmetrischen Paare übertragen. Ein drittes Analogsignal wird über
die vier Drähte durch die Mittelabgriffe der Transformatoren übertragen.
Vorausgesetzt, dass alle vier Drähte genau symmetrisch sind, werden die ersten
zwei Signale nicht von Strömen beeinflusst, die durch die
Mittelabgriffe der Transformatorwicklungen eintreten und austreten.
Ein wesentlicher Nachteil dieses Schaltungstyps ist die einschränkende
Natur der Transformatorkopplung. Transformatoren sind Strukturen mit einem relativ
schmalen Bandpass und die Attribute der in einer speziellen Anwendung verwendeten
Transformatoren müssen gemäß einer vorherbestimmten und begrenzten
Eingangssignalbandbreite gewählt werden. Für Standardtelefonie ist diese
Grenze 300 Hz bis 3300 Hz. Signale mit einer Frequenz außerhalb der vorgesehenen
Bandbreite werden von der Transformatorschnittstelle gedämpft und von dem System
nicht weitergeleitet. Folglich sind, während Phantomschaltungen für das
Übertragen eines dritten Signals mit beschränkter Bandbreite über
zwei Schmalbandstimmensignalen geeignet sein mögen, auf Transformatoren basierende
Schaltungen ungeeignet für Datenkommunikation mit Breitband oder variablem
Band. Insbesondere sind sie ungeeignet für digitale Kommunikation, da die pseudo-zufällige
Natur von Digitalsignalen zu Signalfrequenzen führt, die je nach dem Dateninhalt
von null Hertz für eine Reihe von Bits mit der gleichen Polarität bis
zu mehreren Giga-Hertz reichen können. Ein zusätzlicher Nachteil bei diesem
Typ von Schaltungsanordnung ist die Schwierigkeit, eine symmetrische Schnittstelle
aufrecht zu erhalten, wenn mehr als ein paar verdrillte Drähte vorhanden sind.
Dies ist besonders schwierig, da die Schnittstellenmerkmale entlang der Länge
eines Telefonkabels auf Grund von Verschiebung der relativen Position eines Paars
von Drähten in Bezug auf andere und die Mittelabgriffe der verschiedenen Drähte
variieren, wenn zusätzliche Teilnehmer verbunden werden.
Das US-Patent mit der Nummer 5 592 510 offenbart eine Anordnung in
einer Treiberschaltung für ein verdrilltes Paar aufweisendes Kabel mit einem
Kompensator für das Verhindern eines wesentlichen Gleichtaktstromflusses in
das ein verdrilltes Paar aufweisendes Kabel oder daraus heraus als Antwort darauf,
dass die Vorrichtung einen breiten Bereich von Gleichtaktvorspannungspegeln empfängt.
WO 97/32252 offenbart ein Verfahren für das dynamische Verbessern eines Datenspeichersystems,
Diplex-Computerkommunikation und einen Diplexer, wobei der Diplexer und die Diplex-Kommunikation
in einem dynamisch verbesserbaren Scheibenanordnungs-Chassis verwendet werden können.
WO 98/28887 offenbart ein System für das Übertragen von Information von
einer Quelle an ein Ziel unter Verwendung von mehrpegeliger Signalübertragung.
Mehrere Leiter sind zwischen die Übertragungsquelle und das Übertragungsziel
gekoppelt. Mehrere Treiber sind mit den Leitern an der Übertragungsquelle gekoppelt.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine
Schaltung für das Übertragen von digitalen Daten nach Anspruch 1 vorgesehen.
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung ist eine Schaltung für das
Empfangen eines ersten digitalen Signals, das als eine erste und eine zweite Differenzsignalkomponente
übertragen wird, und für das Empfangen eines zweiten digitalen Signals,
das als ein eingekoppeltes Gleichtaktsignal übertragen wird, das von Differenzsignalkomponenten
geführt wird, nach Anspruch 6 vorgesehen. In einem dritten Aspekt sieht die
vorliegende Erfindung ein System für das Übertragen und Empfangen eines
ersten und eines zweiten digitalen Signals über eine Schnittstelle mit einem
ersten und einem zweiten Ende nach Anspruch 8 vor. In einem vierten Aspekt sieht
die vorliegende Erfindung ein Verfahren für das Übertragen von digitalen
Daten nach Anspruch 10 vor.
Gemäß der Erfindung wird eine zweidrahtige Datenschnittstelle
mit einer Ausgangsstufe, die eine Breitband- oder Allpass-Differenzschaltstruktur
aufweist, verwendet, um digitale Daten unter Verwendung von Differenzsignalübertragung
zu übertragen. Die Ausgangsstufe weist eine Gleichtakteinkopplungsschaltung,
wie z.B. ein über der Schnittstelle platziertes Widerstandsnetzwerk auf, das
verwendet wird, um einen Gleichtaktstrom oder eine Gleichtaktspannung auf eine Weise,
die die zwei Differenzsignalkomponenten in im Wesentlichen dem gleichen Ausmaß
beeinflusst, auf die Schnittstelle einzukoppeln. Da der Unterschied zwischen den
zwei Signalkomponenten konstant bleibt, bleibt das Differenztaktsignal unverändert.
Eine Eingangsstufe ist vorgesehen, um das Differenzsignal zu detektieren, und hat
eine Extraktionsschaltung, die ein zweites Widerstandsnetzwerk sein kann, um den
übertragenen Gleichtaktsignalpegel zu extrahieren. Alternativ kann das Gleichtaktsignal
in eine den Differenzdaten entgegengesetzte Richtung eingekoppelt werden (d.h. die
Einkopplungsschaltung ist in der Eingangsstufe und die Extraktionsschaltung ist
in der Ausgangsstufe).
Dementsprechend werden zwei Datendrähte verwendet, um ein erstes
digitales Datensignal unter Verwendung von Differenzsignalübertragung zu übertragen
und ein zweites Gleichtaktsignal in die gleiche Richtung wie das Differenzsignal
oder die dem Differenzsignal entgegengesetzte Richtung zu übertragen. In einer
bevorzugten Ausführungsform wird Differenzstromsignalübertragung mit einem
Stromschalter erreicht, der als der Differenzausgangstreiber mit der Schnittstelle
verbunden ist und wird ein geschalteter Strom oder eine geschaltete Spannung als
das Gleichtaktsignal angelegt.
In einer zweiten Ausführungsform ist eine dritter
Draht auf der Datenschnittstelle vorgesehen. Die Größe eines Signals auf
dem dritten Draht wird auf eine koordinierte Weise mit dem auf das Differenzpaar
eingekoppelte Gleichtaktsignal variiert. Das Gleichtaktsignal und das Signal des
dritten Drahts werden verwendet, um ein zweites Datensignal in die gleiche wie das
erste Signal oder in die dem ersten Signal entgegengesetzte Richtung differenzmäßig
zu übertragen. In einer Variante dieser Ausführungsform wird eine "zweite"
Differenzausgangsstufe oder ein Treiber mit einer Gleichtakteinkopplungseinrichtung
verwendet, um den dritten Draht und das Gleichtaktsignal der ersten Ausgangsstufe
zu treiben. Ein zweites Gleichtaktsignal kann auch durch die zweite Ausgangsstufe
eingekoppelt werden. Diese Anordnung ermöglicht, dass sowohl zwei Differenzdatensignale
über drei Schnittstellendrähte als auch ein drittes Gleichtaktsignal übertragen
werden.
In noch einer dritten Ausführungsform sind zwei Differenzdatenschnittstellen
für das Übertragen von zwei binären Datensignalen in die gleiche
oder entgegengesetzte Richtung vorgesehen. Jede Schnittstelle hat eine Gleichtakteinkopplungs-
und -extraktionsschaltung, so dass ein Gleichtaktsignal über jede zweidrahtige
Differenzschnittstelle übertragen werden kann. Die zwei Gleichtaktsignale werden
verwendet, um ein drittes binäres Datensignal differenzmäßig zu übertragen.
Somit können vier Datendrähte verwendet werden, um drei Differenzsignale
zu übertragen. Außerdem kann eine gemeinsame "Gleichtakt"-Signalspannung
auf alle vier Drähte eingekoppelt werden, was ermöglicht, dass ein weiteres
Datensignal als ein unsymmetrisches Signal geführt wird, wodurch die Datenführungsfähigkeit
erhöht wird.
In einer vierten Ausführungsform, die eine Modifikation der dritten
Ausführungsform ist, werden die zwei eingekoppelten Gleichtaktsignale von einer
dritten Ausgangsstufe erzeugt, die mit den Einkopplungsschaltungen in den zwei Ausgangsstufen
verbunden ist, die die Schnittstelle treiben. Die eingekoppelten Gleichtaktsignale
werden verwendet, um sowohl ein Differenzdatensignal als auch ein zusätzliches
Gleichtaktsignal zu übertragen. In dieser Ausführungsform werden vier
Ausgangsdrähte verwendet, um vier Datensignale zu übertragen, von denen
drei Differenzdatensignale sind und das vierte ein unsymmetrisches Gleichtaktsignal
ist. Wie in den vorherigen Ausführungsformen kann der Datenfluss in jede Richtung
gehen. Dies ist eine wesentliche Verbesserung gegenüber herkömmlichen
Differenzschnittstellen, wo nur zwei Datensignale über vier Drähte übertragen
werden.
Gemäß der Erfindung können Differenzeingangs und -ausgangsstufen
mit Gleichtakteinkopplungs- und -extraktionsschaltungen in einer großen Vielfalt
von Weisen kombiniert werden, um die Anzahl von über Differenzdatenpaare übertragenen
Datensignalen zu erhöhen. Infolgedessen kann der Datendurchsatz auf einer gegebenen
Anzahl von zweidrahtigen Differenzschnittstellen erhöht werden, um dem einer
unsymmetrischen Datenübertragung (d.h. einem Bit pro Draht) äquivalent
zu sein, während er die Vorteile von niedrigem Energieverbrauch und hoher Rauschimmunität
von Differenztaktübertragung bewahrt.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die vorhergehenden und andere Merkmale der vorliegenden Erfindung
werden leichter aus der folgenden detaillierten Beschreibung der Zeichnungen von
erläuternden Ausführungsformen der Erfindung ersichtlich. In denen ist:
1 eine Transformator-basierte Phantomschaltung, die
in Telefonieanwendungen verwendet wird;
2a ein Schaltungsdiagramm einer Datenschnittstelle
gemäß der Erfindung;
2b ein Teil der Datenschnittstelle aus 2a,
der eine bidirektionale Gleichtaktsignalübertragungsanordnung aufweist;
2c ein Schaltungsdiagramm eines bidirektionalen Differenz-
und Gleichtaktschaltschnittstellenpuffers;
2d ein Blockdiagramm eines Multiportbusses, der die
bidirektionale Schnittstelle aus 2C verwendet;
2e ein Schaltungsdiagramm eines grundlegenden Empfängers
für auf einer Differenzschnittstelle übertragene Gleichtaktsignale;
3 ein Blockdiagramm einer dreidrahtigen Datenschnittstelle
gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;
4 ein Blockdiagramm einer vierdrahtigen Datenschnittstelle
gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung;
5 ein Blockdiagramm einer vierdrahtigen Datenschnittstelle
gemäß einer vierten Ausführungsform der Erfindung;
6 ein Blockdiagramm einer hybriden dreidrahtigen Schnittstelle
gemäß noch einer anderen Ausführungsform der Erfindung;
7 ein Schaltungsdiagramm eines alternativen Differenz-
und Gleichtaktdatensenders gemäß der Erfindung; und
8 ein Schaltungsdiagramm eines alternativen Differenz-
und Gleichtaktdatensenders gemäß der Erfindung, der eine dreidrahtige
Schnittstelle verwendet.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜRHUNGSFORMEN
Ein Schaltungsdiagramm einer digitalen All-Pass-Datenschnittstelle,
die Differenz- und Gleichtaktsignalübertragung gemäß der Erfindung
kombiniert, ist in 2a gezeigt. Die Schnittstelle hat
eine Ausgangsstufe 30 und eine Eingangsstufe 31. Die Ausgangsstufe
30 weist eine Differenzschaltschaltung 32 mit einer hohen Bandbreite
und vorzugsweise einem All-Pass und eine Gleichtakteinkopplungsschaltung
47 auf. Die Eingangsstufe 31 weist einen Differenzempfänger
41 mit einer Gleichtaktextraktionsschaltung 49 auf. In den in
den Figuren erläuterten Schaltungen sind herkömmliche Widerstände
erläutert. Jedoch versteht sich, dass der Widerstand unter Verwendung anderer
Widerstands-Vorrichtungen, wie z.B. geeignet vorgespannter MOS-Transistoren, oder
einer Kombination von passiven und aktiven Komponenten, implementiert werden kann.
Die Schaltschaltung 32 liefert ein Paar Differenzsignale
auf der Schnittstelle 34, 36 als Antwort auf ein erstes digitales
Datensignal D0. Die Gleichtakteinkopplungsschaltung 47 liefert ein Gleichtaktsignal
entsprechend einem zweiten Digitaldatensignal D1. Das Gleichtaktsignal wird auf
eine Weise, die die Differenzsignale in dem im Wesentlichen gleichen Ausmaß
ändert, auf jedes Differenzsignal eingekoppelt. Da der Unterschied zwischen
den Differenzsignalen im Wesentlichen gleich bleibt, bleiben die differenzmäßig
übertragenen Daten unverändert. Das eingekoppelte Gleichtaktdatensignal
D1 kann dann getrennt von der Extraktionsschaltung 49 extrahiert werden.
In der bevorzugten Ausführungsform ist die Differenzschaltschaltung
32 ein Stromschalter, der einen Strom I von einer angepassten Stromquelle
und -senke 33, 35 durch Schalterpaare SA, SB, Drähte
34, 36 und eine angeschlossene Last, hier die Eingangsstufe
31, liefert. Die Schalter SA und SB können auf eine komplementäre
Weise betätigterden, so dass, wenn ein Paar offen ist, das andere geschlossen
ist. Der Zustand der Schalter steuert die Richtung des Stromflusses durch die Schnittstelle
34, 36. Das Stromsignal auf den zwei Drähten bildet ein Differenzdatensignal.
Die Richtung des Stromflusses wird von einem Komparator 41 detektiert,
der den Spannungsabfall über einer Widerstandsvorrichtung, wie z.B. Widerständen
38, 40, misst. Die Polarität des gemessenen Spannungsabfalls
zeigt die Polarität des übertragenen Datenbits an. Hier wird der Zustand
der Schalter SA, SB von dem digitalen Datenbit D0 gesteuert, so dass, wenn zum Beispiel
D0 hoch ist, die Schalter SA geschlossen sind, während die Schalter SB offen
sind.
Alternativ kann Differenzspannungsschalten verwendet werden. In diesem
Fall wird einer von zwei verschiedenen Spannungspegeln an jeden Draht
34, 36 angelegt. Die angelegten Spannungen werden mittels komplementärer
Schaltern gewählt, die von z.B. dem Datenbit D0 getrieben werden. Der Wert
von D0 wird durch das Messen des Spannungsunterschieds zwischen den zwei Drähten
bestimmt, um zum Beispiel zu bestimmen, welcher Draht eine höhere Spannung
hat. Da kontinuierlicher Strom nicht durch die Schnittstelle fließen muss,
um Spannungspegel zu übertragen, müssen Schnittstellendrähte
34, 36 keine geschlossene Schleife bilden, wie es in einem Stromsignalübertragungsschema
erforderlich ist. Spannungssignalübertragung ist untenstehend detaillierter
erörtert.
Eine Gleichtakteinkopplungsschaltung 47 ist vorgesehen, um
eine Gleichtaktspannung oder einen Gleichtaktstrom in die Schnittstelle
34, 36 einzukoppeln. In der bevorzugten Ausführungsform weist
die Einkopplungsschaltung 47 zwei über der Schnittstelle
34, 36 in Reihe platzierte Widerstände 42 und
44 auf. Ein Strom oder eine Spannung wird zwischen den Widerständen
42, 44 an einem Knoten 46 eingekoppelt. Eine Gleichtaktextraktionsschaltung
49 ist an dem entgegengesetzten Ende der Schnittstelle vorgesehen und weist
hier über der Schnittstelle 34, 36 in Reihe platzierte Widerstände
38 und 40 auf. Das eingekoppelte Gleichtaktsignal wird von der
Stelle zwischen den Widerständen 38, 40 an dem Knoten
48 extrahiert. In der in 2 gezeigten Ausführungsform
ist die Einkopplungsschaltung 47 in der Ausgangsstufe 30 und ist
die Extraktionsschaltung 49 in der Eingangsstufe 31. Jedoch kann
die Position der Einkopplungs- und der Extraktionsschaltung 47,
49 so geschaltet sein, dass der Gleichtaktdatenfluss dem Differentialtaktdatenfluss
entgegengesetzt gerichtet ist.
Wie erläutert, fließt, wenn das Schalterpaar SA geschlossen
ist und SB offen ist, ein Teil des Stroms I von der Stromquelle 33 durch
den Draht 34, die Extraktionswiderstände 38 und
40 in der Empfangsstufe 31 und dann zurück durch den Draht
36 zur Ausgangsstufe 30. Der Rest des Stroms fließt durch
die Einkopplungsschaltungswiderstände 42, 44. Vorzugsweise
werden die Größen der Widerstände 38, 40,
42 und 44 relativ zu der Impedanz der Schnittstelle gewählt,
um eine symmetrische Schaltung zu schaffen, in der die Hälfte des Stroms I
durch die Schnittstelle fließt und die Hälfte durch die Einkopplungsschaltung
fließt. Das Umkehren des Zustandes der Schalter SA, SB kehrt die Richtung des
Stromflusses um. Die Polarität des Spannungsabfalls über den Widerständen
38 und 40 wird z.B. von einem Komparator
41 detektiert, um die Richtung des Stromflusses und folglich den Wert des
ersten übertragenen Datensignals D0 zu bestimmen.
Gemäß der Erfindung wird ein Gleichtaktdatensignal, das
ein Strom oder eine Spannung sein kann, durch die Einkopplungsschaltung
47 an dem Knoten 46 auf die Schnittstelle 34,
36 eingekoppelt. Die Schaltung ist so konfiguriert, dass das eingekoppelte
Signal im Wesentlichen gleichmäßig über die zwei Schnittstellendrähte
34, 36 verteilt wird und deshalb das zugrunde liegende Differenzsignal
nicht beeinflusst. Das eingekoppelte Gleichtaktsignal wird an dem Knoten
48 in der Extraktionsschaltung 49 extrahiert.
Für die Gleichtaktspannungssignalübertragung wird ein Gleichtaktspannungssignal,
das ein zweites binäres Datensignal D1 darstellt, vorzugsweise von einem Schalter
50 eingekoppelt, der von dem Signal D1 gesteuert wird, das einen von zwei
Differenzspannungspegeln VH und VL auswählt. Die Größe
der eingekoppelten Spannung zeigt den Wert von D1 an. Da die Stromquelle
33 und die Stromsenke 35 angepasst sind und nur einen Gesamtstrom
I unterstützen, kann möglicherweise kein zusätzlicher Strom durch
sie geliefert oder abgeleitet werden. Deshalb fließt, wenn irgendein Strom
i an dem Knoten 46 eingekoppelt wird, dieser durch die Drähte
34 und 36 und kann das Signal von dem System an dem Knoten
48 durch das Signal 52 entfernt werden. Wenn im Wesentlichen kein
Strom von dem Knoten 48 gezogen wird, wie es geschehen würde, wenn
das extrahierte Signal 52 an eine Vorrichtung mit einer sehr hohen Impedanz,
wie z.B. einen Operationsverstärker, angelegt wird, wird der Strom zu der Quelle
analog zu dem gut bekannten Reflektionseffekt in Quellenanschlussleitungstreibern
zurück reflektiert und wird nur das Gleichtaktspannungssignal übertragen.
Obwohl der elektrische Widerstandswert der Widerstände
38, 40, 42 und 44 auf verschiedene relative
Werte entsprechend den System- und Konstruktionsanforderungen eingestellt werden
kann, sind die Widerstandswerte der Widerstände 38, 40,
42 und 44 vorzugsweise gleich, so dass jeder beliebige Strom,
der entweder beabsichtigterweise oder auf Grund inhärenter Kapazitäten
des Systems eingekoppelt wird, gleichmäßig durch beide Signalpfade fließt
und somit den Strom in den Differenzsignalkomponenten auf den Drähte
34 und 36 beeinflusst. Am besten sind die Größen der
Widerstände 38, 40, 42 und 44 äquivalent
und so gewählt, dass sie eine symmetrische Impedanz schaffen.
In einer symmetrischen Schaltung fließt ein an dem Knoten
46 eingekoppelter und an dem Knoten 48 extrahierter Strom i gleichmäßig
durch beide Drähte 34, 36 in der Schnittstelle, so dass,
wenn das Schalterpaar SA geschlossen ist, ein Strom von 0,5I + 0,5i in dem Draht
34 fließt und –0,5I + 0,5i in dem Draht 36 fließt.
Da beide Differenzsignalkomponenten gleichermaßen beeinflusst werden, wird
der Differenzstromfluss nicht beeinflusst. In einer Gleichtaktstromsignalübertragungsanordnung
wird die Größe des eingekoppelten Stroms i gemäß D1 variiert.
Es ist zu erkennen, dass jeder beliebige Typ von digitalen Daten unter
Verwendung von Gleichtaktdatensignalübertragung übertragen werden kann.
Folglich kann das Treiben des digitalen Datensignals D1 Zeitsteuerungs- oder Steuerdaten,
wie z.B. Taktsignale, Aktivierungssignale usw., aufweisen. Außerdem können
die Gleichtaktdaten D1 mit Differenzdaten D0 synchronisiert oder unabhängig
geschaltet werden.
In der in 2a gezeigten Schaltung hat
der Ausgang D2 auf dem Draht 52 die Attribute einer unsymmetrischen Datenübertragung,
im Gegensatz zu einer Differenzübertragung, da der Wert von D1 allgemein von
der absoluten Größe des gleichtakteingekoppelten Stroms abhängt.
Da unsymmetrische Datenübertragung relativ anfällig für Rauschen
ist, kann ein (nicht gezeigtes) Tiefpass-RC-Filter verwendet werden, um das Signal
bei Bedarf zu glätten.
Obwohl die in 2a offenbarte Schnittstelle
aus diskreten Komponenten gebildet sein kann, ist sie vorzugsweise in einer integrierten
Schaltung ("IC") gebildet und wird für den Eingang und Ausgang von der IC verwendet,
um getrennte integrierte Schaltungen zu verbinden. Die Schaltung wird vorzugsweise
unter Verwendung von CMOS-Technik hergestellt, aber es kann jeder beliebige Typ
von Vorrichtung, wie z.B. bipolare Transistoren, verwendet werden. In der IC-Konfiguration
könnte die Ausgangsstufe 30 auf einem Chip und die Eingangsstufe
31 auf einem zweiten Chip hergestellt werden. Alternativ können beide
Teile der Schaltung auf einer einzelnen IC enthalten sein und verwendet werden,
um verschiedene Schaltungselemente auf der IC zu verbinden. In diesem Fall wird
vorzugsweise eine Differenzspannungsübertragung verwendet. In einer anderen
Anordnung kann ein Eingangs- und Ausgangspuffer gemäß der Erfindung verwendet
werden, um separate ICs durch Drähte auf einer Leiterplatte, einer Rückwandplatine
oder in einem Kabel zu verbinden. Die Datenschnittstelle 34,
36 wird vorzugsweise aus symmetrischen Übertragungsdrähten gebildet.
Die Impedanzen der Übertragungsdrähte und der Eingangs- und Ausgangsstufenwiderstände
38, 40, 42, 44 werden so gewählt, dass
sie geeignet angepasste Eingangs- und Ausgangsimpedanzen schaffen.
Anders als auf Transformatoren basierende Phantomschaltungen des Standes
der Technik, wie in 1 gezeigt, ist eine Schaltschnittstelle
gemäß der vorliegenden Erfindung gut für synchrone
oder asynchrone digitale Kommunikation mit hoher Geschwindigkeit geeignet. Die analoge
Transformatorkopplung, die auf der Phantomschaltungen basiert, begrenzt die Bandbreite
der Schaltung wesentlich. Im Gegensatz dazu unterstützt die Stromschaltanordnung
mit Gleichtakteinkopplung eine Signalfrequenz von D.C. bis zu der von der Schaltung
unterstützten Höchstschaltgeschwindigkeit, die bis zu mehreren GHz sein
kann. Die Verwendung von eingekoppelter Gleichtaktsignalübertragung ermöglicht
es, dass ein zweites Datensignal in jede Richtung über der Differenzschnittstelle
übertragen wird, ohne das Differenzsignal zu stören. Diese Anordnung schafft
einen erhöhten Datendurchsatz, ohne den grundlegenden Differenzsignalpfad zu
opfern.
Da die Richtung des Gleichtaktdatensignalflusses von dem Differenzdatenfluss
unabhängig ist, können Mechanismen geschaffen werden, um die Richtung
des Gleichtaktdatenflusses gemäß verschiedenen Systemanforderungen dynamisch
zu variieren. Zum Beispiel zeigt 2b ein Schaltungsdiagramm
der in 2a gezeigten Extraktionsschaltung
49, das ferner einen bidirektionalen Schaltmechanismus aufweist. Ein komplementäres
Paar Schalter 70, 72 verbindet den Knoten 48 mit entweder
einem Gleichtaktempfangssignal 52 wie in 2a,
oder einem Gleichtakteinkopplungssignal wie z.B. VH und VL,
die auf Signal 74 geführt werden. Eine ähnliche Schaltung ist
für die Einkopplungsschaltung 47 vorgesehen, nur dass sie auf eine
komplementäre Weise betrieben wird. Diese Anordnung schafft eine unidirektionale
Differenzdatenschnittstelle mit einer bidirektional eingekoppelten Gleichtaktübertragung.
Herkömmliche Quittungs (hand-shaking)-Techniken können verwendet werden,
um Logikschaltungen für das Schalten der Richtung des Gleichtaktdatenflusses
zum Beispiel als Antwort auf eine Systemlast zu steuern oder Anhäufungen von
Datenverkehr mit hohem Volumen unterzubringen. In einigen Anwendungen ist es vorteilhaft,
in der Lage zu sein, Gleichtaktdaten bei ihrer Übertragung zu überwachen.
Um das zu erreichen, kann der Schalter 70 entfernt werden und können
die ausgehenden Daten jederzeit über das Empfangssignal 52 überwacht
werden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung können die
Schaltungen aus 2a und 2b
in eine in 2c gezeigte einzige Daten-Sender-Empfängereinheit
80 kombiniert werden, die Differenz- und Gleichtaktsignale sowohl übertragen
als auch empfangen kann. Die Einheit 80 weist einen Stromschalter
32 wie in 2a, auf. Die Schalterpaare SA und
SB in dem Stromschalter 32 können von den Daten D0 getrieben werden,
wie in 2a gezeigt, und auch in eine Tri-state-Konfiguration
versetzt werden, während der die Schalterpaare SA und SB beide offen sind.
Wenn der Stromschalter 32 auf diese Weise in einem Tri-state-Zustand betrieben
wird, wird er wirksam von der Schnittstelle getrennt. Ein Reihenpaar Widerstände
42, 44 mit einem zentralen Knoten 46 ist mit dem Stromschalter
wie in 2a verbunden. Wahlweise können einer oder
mehrere Schalter 82, 84 mit den Widerständen 42,
44 in Reihe geschaltet sein, um zu ermöglichen, dass die Lastwiderstände
von der Schnittstelle 34, 36 bei Bedarf getrennt werden, zum Beispiel
in einer Multiportbuskonfiguration, wie unten erörtert.
Außerdem ist der Komparator 41, Teil der Eingangsstufe
in 2a, quer zu den Widerständen 42,
44 verbunden. Letztendlich ist eine bidirektionale Gleichtakteinkopplungs-
und -extraktionsanordnung, wie in 2b gezeigt, mit dem
Knoten 46 verbunden.
Um Differenzstromsignale zu übertragen, wird der Stromschalter
32, wie obenstehend besprochen, von der Eingabe D0 gesteuert. Die Schalter
82 und 84 werden geschlossen, wenn ein Lastwiderstand
42, 44 bereit gestellt werden muss. Um Differenzstromsignale zu
empfangen, wird der Stromschalter 32 in den Tri-state-Zustand versetzt
und wird der Komparator 41 verwendet, um das Differenzstromsignal über
die Widerstände 42, 44 zu detektieren. Um Gleichtaktsignale
einzukoppeln, werden die Widerstände 42, 44 quer zum Netzwerk
verbunden, wird der Schalter 72 geschlossen und wird die Gleichtaktspannung
wie obenstehend beschrieben an dem Knoten 46 gemäß dem Wert von
D1 eingekoppelt. Um unter Verwendung dieser Schaltung ein Gleichtaktsignal zu empfangen,
wird der Schalter 70 geschlossen und wird das Gleichtaktsignal über
den Draht 52 extrahiert, wie bezüglich 2b
beschrieben.
Da die Einheit 80 sowohl bidirektional als auch selektiv
verbindbar ist, können mehrere Einheiten verbunden werden, um einen Multiportbus
zu bilden, wie in 2d gezeigt. Die Einheit
80 ist als eine Sendeeinheit und die Einheit 80' als eine Empfangseinheit
konfiguriert. Wie aufgezeigt, sind die Lastwiderstände 42,
44 in beiden Einheiten 80, 80' verbunden. Außerdem
ist die Einheit 80'' auch mit dem gemeinsamen Bus verbunden. Da die Einheiten
80 und 80' beide einen Lastwiderstand auf der Schnittstelle schaffen,
kann die Einheit 80'' das Differenzsignal D0 durch das Versetzen in drei
Zustände des Stromschalters überwachen, wodurch die Widerstände
42, 44 getrennt werden und die Ausgabe des Komparators
41 beobachtet wird.
Es ist zu erkennen, dass in dieser speziellen Konfiguration die Einheit
80'' das Gleichtaktsignal nicht überwachen kann, ohne die Widerstände
42, 44 mit der Schnittstelle zu verbinden, da sie einen Gleichtaktextraktionspunkt
schaffen. Unter manchen Umständen ist es vorzuziehen, in der Lage zu sein,
den eingekoppelten Gleichtaktspannungssignalen "zuzuhören", ohne eine wesentliche
Strommenge ziehen zu müssen, um die Strompegel auf der Schnittstelle
nicht zu stören. Ein Empfänger 100, der diese Anforderung erfüllt,
ist in 2e erläutert. Der Empfänger
100 ist in einer gleichzeitig anhängenden US-Patentanmeldung mit dem
Titel "Receiver for Common Mode Signals Transmitted on a Differentiel Interface",
eingereicht am gleichen Tag wie die vorliegende Erfindung, beschrieben.
Kurz gesagt, weist der Empfänger 100 einen modifizierten
Differenzverstärker mit Transistoren 102, 104 auf, die parallel
zwischen eine Widerstandslast 106 und einen Stromtreiber 108 geschaltet
sind. Die Transistoren 102, 104 werden mit den Differenzspannungen
auf der Schnittstelle 34, 36 getrieben, deren Spannungen von den
Differenzstromsignalen von z.B. der Puffereinheit 80 erzeugt werden. In
dieser Konfiguration ist die Ausgangsspannung 110, die von der Gesamtimpedanz
der Transistoren 102, 104 abhängig ist, im Wesentlichen proportional
zu der auf der Schnittstelle erscheinenden Gesamtspannung und kann deshalb verwendet
werden, um die eingekoppelten Gleichtaktdaten D1 zu bestimmen.
Obwohl Differenzstromsignalübertragung mit eingekoppelter Gleichtaktspannung
obenstehend als eine bevorzugte Ausführungsform erörtert wurde, sind andere
Anordnungen möglich. Insbesondere kann Differenzspannungssignalübertragung
verwendet werden, wo der relative Spannungsunterschied zwischen den zwei Differenzsignalkomponenten
die übertragenen Datenbits anzeigt und die Summe, der Durchschnitt oder eine
andere geeignete Kombination der Differenzsignale das Gleichtaktsignal anzeigt.
Zum Beispiel können zwei Drähte, die VH bzw.
VL tragen, ein logisches Hoch anzeigen, während das Schalten der
Spannungen auf VL und VH ein logisches Tief anzeigt. Unter
beiden Umständen wäre ein Gleichtaktwert zum Beispiel (VL +
VH)/2. Ein Gleichtaktspannungssignal wird durch das Pegelschieben beider
Differenzkomponenten um den gleichen Betrag eingekoppelt. Zum Beispiel würden
die Differenzkomponenten, um eine Gleichtaktspannung VC einzukoppeln,
auf VH + VC und VL + VC verschoben.
Das übertragene Differenzsignal kann durch das Anlegen der Differenzsignalkomponenten
an einen Komparator und das Bestimmen, welche Komponente die größere Spannung
hat, extrahiert werden. Der Gleichtaktsignalpegel wird durch das Anlegen der Differenzkomponenten
an eine Schaltung vom Summier- oder Mittelungstyp extrahiert. Verschiedene Typen
von Spannungspegelschiebeeingangsschaltungen und Spannungskombinationsausgangsschaltungen
können verwendet werden. Diskrete Pegelschiebe- und Kombinationsschaltungen
sind dem Fachmann gut bekannt.
Jetzt wird mit Bezug auf 3 eine andere
Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Die Ausgangsstufe 30 und die
Eingangsstufe 31 sind wie in 2a gezeigt konfiguriert.
Eine dritte Schnittstellenleitung 54 ist vorgesehen und durch einen Schalter
56 sowohl mit VH als auch VL verbunden. Schalter
50 und 56, die die Spannung auf den Signalen 45 bzw.
54 steuern, werden von einem zweiten binären Datensignal D1 auf eine
komplementäre Weise so gesteuert, dass die Spannungssignale 45 und
54 den Wert von D1 differenzmäßig darstellen. Mit anderen Worten
wird eine Differenzkomponente von D1 als ein Gleichtaktsignal über die Schnittstelle
34, 36 eingekoppelt und wird die andere Komponente über den
dritten Draht 54 geführt. Die Gleichtaktsignalkomponente wird in der
Eingangsstufe 31 extrahiert und in Verbindung mit der Spannung auf dem
Draht 54 verwendet, um den übertragenen Wert von D1 zu bestimmen.
Vorzugsweise wird dies durch das Anlegen der zwei Differenzspannungskomponenten
von D1 an die Eingänge eines Komparators 58 erreicht.
Noch eine andere Ausführungsform der Erfindung ist in
4 erläutert. Diese Ausführungsform ist der
in 3 gezeigten ähnlich. Jedoch wird die Spannung,
statt auf einem separaten Draht 54 zu basieren, um eine der D1 Differenzkomponenten
zu führen, als ein eingekoppeltes Gleichtaktsignal in einem Differenzsignal
geführt, das auf zwei zusätzlichen Drähten geführt wird. Der
obere Teil der Schaltung, der die Ausgangsstufe 30 und die Eingangsstufe
31, die durch die Drähte 34 und 36 verbunden sind
aufweist, und das Datensignal D0 und die auf dem Signal 45 zugeführten
und auf dem Signal 52 ausgegebenen Gleichtaktdaten überträgt,
ist der gleiche wie in 3.
In dem unteren Teil wird die hinzugefügte Datenleitung
54 nicht als eine Schnittstellenleitung selbst verwendet, sondern speist
stattdessen ein Gleichtakteinkopplungssignal in die Ausgangsstufe 30' (und
wird deshalb auch als Signal 45' gezeigt). Die Ausgangsstufe
30' überträgt ein Differenzdatensignal D0' über eine zweidrahtige
Schnittstelle 34', 36' an eine Eingangsstufe 31', wo
die Differenzdaten auf die oben erörterte Weise extrahiert werden. Außerdem
wird die Gleichtaktsignaleingabe auf dem Signal 54 von der Extraktionsschaltung
31' als die Gleichtaktausgabe 52' übertragen und extrahiert.
Das Huckepack-Differenzdatensignal D1, das von den zwei eingekoppelten Gleichtaktsignalen
übertragen wird, wird durch das Anlegen der Gleichtaktsignale 52,
52' an die Eingänge des Komparators 58 abgerufen. In dieser
Anordnung können drei Differenzdatensignale über zwei Differenzpaare gesendet
werden. Zwei der Datensignale werden durch Differenzstrom signalübertragen
und das dritte ist ein Differenzspannungssignal, das als in die Differenzpaare eingekoppelte
Gleichtaktsspannungen geführt wird. Diese Anordnung, wie auch die aus
3, stellt die Gleichtaktspannungssignalübertragung
dar, da im Wesentlichen kein Strom von dem Komparator 58
gezogen wird und jeglicher eingekoppelte Strom zu der Quelle hin
rückreflektiert wird.
Gemäß noch einem weiteren Aspekt der Erfindung kann die
in 4 gezeigte Schaltung so modifiziert werden, dass
die Übertragung eines unsymmetrischen Gleichtaktsignals zusätzlich zu
dem gleichtaktübertragenen Differenzsignal durch die Verwendung der zwei Gleichtaktsignale,
die über die Differenzpaare übertragen werden, um ein anderes Gleichtaktsignal
zu tragen, dessen Größe einen vierten Datenwert darstellt, zu ermöglichen.
In einer Anordnung wird dieses zusätzliche Gleichtaktsignal durch das gleichzeitig
Ändern des Werts der eingekoppelten Spannungen VH und VL
um den gleichen Betrag erzeugt. Da der Unterschied zwischen den zwei Spannungspegeln
nicht geändert wird, bleibt das Differenzsignal konstant. Die übertragene
Größe des Differenzsignals kann durch das Anlegen der extrahierten Spannungssignale
an eine Mittelungsschaltung bestimmt werden.
In der in 5 gezeigten bevorzugten Ausführungsform
dieser Anordnung wird Gleichtaktstromsignalübertragung statt Spannungssignalübertragung
verwendet. Stromsignalübertragung hat den Vorteil, dass die Differenzstromsignalübertragungsstufen
30, 31 leicht auf eine hochgradig regelmäßige Art miteinander
verbunden werden können, was ein Vorteil für die Schaltungskonstruktion
ist. Jede der Differenzschnittstellen ist konfiguriert wie in 2a
gezeigt. Die Ausgangsstufe 30'' ist dafür konfiguriert, das Datensignal
D1 zu empfangen und es als ein Differenzstromsignal über die Drähte
34'' und 36'' zu übertragen. Diese Drähte sind wie erläutert
jeder mit den Gleichtakteinkopplungseingängen 45, 45' der
Ausgangsstufen 30, 30' verbunden.
Wie obenstehend erörtert, wird, da die Stromquellen und -senken
in den Ausgangstreibern 30, 30' die bezogene und abgeleitete Strommenge
festlegen, der zusätzliche Strom von der Ausgangsstufe 30'', der in
die Ausgangsstufen 30 und 30' eingekoppelt wird, in der Form eines
Gleichtaktstromsignals über die Drähte 34 und 36 verteilt.
Dieses Signal wird an der Eingangsstufe 31 extrahiert und auf dem Signal
52 geliefert. Auf ähnliche Weise wird die Differenzsignalkomponente
des Stroms auf dem Signal 36'' durch die Ausgangsstufe 30' und
die Schnittstellendrähte 34', 36' an die Eingangsstufe
31' angelegt, wo sie auf dem Signal 52' extrahiert wird. Der eingekoppelte
Strom kann nicht zurück in eine beliebige der Stromsenken fließen und
wird so als Differenztaktstromsignalkomponenten 52, 52' extrahiert,
die an die Eingangsstufe 31'' angelegt werden, wo sie verwendet werden,
um das übertragene Datensignal D1 zu reproduzieren.
Ein viertes Gleichtaktspannungsdatensignal D2 wird durch das Anlegen
einer Spannung an das Signal 45'', wie z.B. VH und VL,
übertragen. Die Gleichtaktspannung wird über die Datenschnittstellendrähte
34, 36, 34' und 36' übertragen und als
das Signal 52'' in der Eingangsstufe 31'' auf eine der oben erörterten
ähnliche Art extrahiert. Diese Anordnung schafft deshalb drei Datensignale,
die unter Verwendung von Differenztaktstromsignalübertragung über zwei
Paare Drähte zu übertragen sind und ein viertes Datensignal, das unter
Verwendung von Gleichtaktspannungssignalübertragung zu übertragen ist.
Die in 5 gezeigte Konfiguration ist auch
für die in Bezug auf 2c–2e
oben erörterte Multiportbuskonfiguration geeignet. Anstatt eine separate Eingangs-
und Ausgangsstufe zu verwenden, können bidirektionale Einheiten 80
in die "Baum"-Ein-/Ausgangsanordnung verkettet werden, ähnlich der in
5 gezeigten Anordnung. Die Anordnung der mit der "Seite"
der Schnittstelle verbundenen Einheiten 80 verbindet die vierdrahtige Schnittstelle
auf eine zu der in 2d gezeigten analoge Weise.
Verschiedene andere Formen des in 5 gezeigten
Datenausgabenetzwerks können implementiert werden. In einer besonderen Ausführungsform
wird eine Byte-breite Datenschnittstelle mit einem Taktgeber unter Verwendung von
drei Sätzen der Zweiebenennetzwerke aus 5 gebildet.
Jedes Zweiebenennetzwerk unterstützt drei differenzmäßig signalübertragene
Datenbits. Das kombinierte Netzwerk kann folglich 8 Datenbits übertragen und
zum Beispiel ein Taktsignal unter Verwendung von Differenzsignalübertragung
über nur sechs Paare Schnittstellendrähte, verglichen mit den neun Paaren,
die bei der Verwendung von herkömmlicher Differenzsignalübertragung mit
zwei Drähten pro Bit notwendig sind. Außerdem schafft das Byte-breite
Netzwerk gemäß der Erfindung auch drei Gleichtaktdatenbits, die verwendet
werden können, um verschiedene Systemprotokolle oder Steuersignale in beide
Richtungen zu übertragen, ohne zusätzliche Signalverbindungen zu benötigen.
Alternativ können mehrere Schichten von GleichtakteinkopplungsDifferenzschnittstellen
auf diese Weise kombiniert werden. Zum Beispiel können zwei Sätze von
Zweiebenenschaltungen wie in 5 gezeigt vorgesehen sein,
wo die Dateneingaben für D2 von einer Differenzausgangsstufe 31'''
der dritten Ebene geliefert werden, um dadurch zu ermöglichen, dass sieben
Differenzdatenbits über 4 Paare Drähte mit auch einem zusätzlichen
Gleichtaktdatensignal übertragen werden. Auf diese Weise können N –
1 Datenbits unter Verwendung von Differenzdatensignalübertragung über
N Drähte übertragen werden. Für eine große Anzahl von Bits nähert
sich der Differenzsignalübertragene Datendurchsatz dem Datendurchsatz einer
herkömmlichen Schnittstelle mit einem Draht pro Bit an, während
höhere Rauschimmunitäts- und Energieeigenschaften geschaffen werden.
In einer in 6 gezeigten hybriden Ausführungsform
werden drei Drähte verwendet, um zwei Differenzsignale und ein Gleichtaktsignal
zu übertragen. Wie gezeigt, werden Daten D0 differenzmäßig durch
die Ausgangsstufe 30, das Differenzpaar 34, 36 und die
Eingangsstufe 31 übertragen, wie obenstehend besprochen. Außerdem
wird ein eingekoppeltes Gleichtaktstromsignal 45 auf dem Paar
34, 36 geführt. Das eingekoppelte Gleichtaktsignal ist eine
von einer zweiten Ausgangsstufe 30'' zugeführte Differenzsignalkomponente.
Die andere Differenzkomponente 45' der Ausgangsstufe 30'' wird
über eine diskrete dritte Schnittstellenleitung 54 übertragen,
ähnlich der Anordnung aus 3. Eine Impedanz, wie
z.B. Widerstände 60 und 62, wird dem Draht 54 hinzugefügt,
um sie bezüglich der von der ersten Differenzkomponente 45 von Stufe
30'' gesehene Impedanz zu symmetrieren. Die Ausgabe 52 von der
Stufe 31 und die Stromkomponente auf Draht 54 werden von der Ausgangsstufe
31'' so verarbeitet, dass sie das Differenzdatensignal D1 und das Gleichtaktspannungssignal
D2 ergeben.
Diese hybride Anordnung schafft eine wesentliche Erhöhung des
Datendurchsatzes im Vergleich zu herkömmlichen Differenzdatenschnittstellen.
Während eine herkömmliche Differenzschnittstelle zwei Drähte erfordert,
um ein einzelnes Bit zu übertragen, und vier Drähte erfordert, um zwei
Bits zu übertragen, unterstützt die Schaltung aus 6
zwei differenzmäßig übertragene Datensignale unter Verwendung von
nur drei Drähten und unterstützt als ein zusätzlicher Vorteil ein
drittes Gleichtaktdatensignal.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
die Wirksamkeit der offenbarten Schnittstellen durch das geeignete Steuern der Platzierung
der Schnittstellendrähte verbessert. Im Gegensatz zu telefonischen Anwendungen,
in denen die Länge und die Ausrichtung eines Paars Drähte verglichen mit
einem anderen auf Grund von Schwankungen in der Drahtplatzierung in dem Kabel, Leitungsabgriffen,
usw. wesentlich variieren können, ist die Platzierung von Drähten in einer
integrierten Schaltung oder auf einer Leiterplatte oder Rückwandplatine unter
absoluter Kontrolle des Konstrukteurs. In einer bevorzugten Ausführungsform
werden die Platzierung und die Ausrichtung der symmetrischen Schnittstellenleitungen
für die offenbarten Schnittstellenschaltungen bewusst so gewählt, dass
sie Einheitlichkeit zwischen Gleichtaktsignalen auf verschiedenen Differenzpaaren
schaffen. Eine konstante Versetzung für die Drähte in der Schnittstelle
garantiert, dass die elektrischen Merkmale der Drähte im Wesentlichen gleichförmig
bleiben, wodurch die Rauschwirkung auf die differenzmäßig übertragenen
Daten reduziert wird.
Das kann erreicht werden durch das Anordnen der Schnittstellendrähte
derart, dass der Mittelpunkt eines Paars Drähte eine relativ konstante Verschiebung
von einem dritten Draht oder einem zweiten Paar Drähte hat. Zum Beispiel können
die Drähte 34 und 36 mit Bezug auf 6
als parallele Bahnen auf einer Schicht in einer IC oder einem gedruckten Schaltungsanordnungsblock
erreicht werden. Der Draht 54 wird dann vorzugsweise gleichweit entfernt
von beiden Drähten 34 und 36 platziert, wobei der Abstand
zwischen dem Draht 54 und dem Mittelpunkt der Drähte 34 und
36 so eingestellt werden kann, dass er die Gleichtaktimpedanz steuert.
In den oben erörterten Ausführungsformen wurde das Gleichtaktsignal
auf der Schnittstelle als Spannung durch eine Gleichtakteinkopplungsschaltung
47 platziert. Eine alternative Anordnung für Datenübertragung
unter Verwendung von Differenz- und Gleichtaktdatensignalübertragung ist in
7 gezeigt. In dieser Anordnung wird ein Gleichtaktstromsignal
auf eine Weise, die die differenzmäßig übertragenen Datensignalkomponenten
gleichmäßig beeinflusst, direkt an die Schnittstelle angelegt und daraus
extrahiert.
Jetzt ist mit Bezug auf 7 eine Differenzschaltschaltung
32 gezeigt, die mit symmetrischen Schnittstellendrähten
34 und 36 verbunden ist. Auf ähnliche Weise ist die Differenzschaltschaltung
32' mit den Schnittstellendrähte 34' und 36' verbunden.
Die Differenzschaltschaltungen 32 und 32' übertragen jede
ein Datensignal als zwei Differenzsignalkomponenten auf eine oben im Detail erörterte
Weise.
Gemäß diesem Aspekt der Erfindung ist eine Gleichtaktstromeinkopplungsschaltung
92 vorgesehen, um einen Gleichtaktstrom direkt in eine Schnittstelle
34, 36 einzukoppeln und den Gleichtaktstrom von der anderen Schnittstelle
34', 36' zu extrahieren. Wie erläutert, weist die Einkopplungsschaltung
92 einen ersten Gleichtaktstromschalter 94 und einen zweiten Gleichtaktstromschalter
96 auf. Die Stromschalter 94, 96 sind parallel zwischen
eine Stromquelle 98, die einen Strom IC liefert, und eine Stromsenke
100, die einen Strom IC ableitet, geschaltet.
Der Stromschalter 94 weist zwei Paare Schalter SC, SD auf.
Die Schalter SC werden verwendet, um selektiv beide Schnittstellendrähte
34, 36 mit der Stromquelle 98 zu verbinden, und die Schalter
SD werden verwendet, um beide der Schnittstellendrähte 34,
36 selektiv mit der Stromsenke 100 zu verbinden. Folglich wird,
wenn die Schalter SC geschlossen sind, der Strom IC an jeden der Drähte
34, 36 in der Schnittstelle angelegt. Da die Drähte
34 und 36 symmetrisch sind, werden im Wesentlichen gleiche
Strommengen in jeden Draht eingeführt, wodurch das von dem Differenzstromschalter
32 übertragene Differenzdatensignal auf diese Art bewahrt wird. Wie
obenstehend besprochen, fließt, da die Stromquelle und -senke 33,
35 in dem Differenzstromschalter 32 nur eine festgelegte Strommenge
treibt, der zusätzlich bezogene oder abgeleitete Strom IC in eine mit einem
gemeinsamem Stromknoten 48 verbundene Last oder wird aus ihr gezogen.
Der Stromschalter 96 weist zwei Paare Schalter SC', SD' auf
und arbeitet auf eine ähnliche Weise wie der Stromschalter 94, wodurch
beide Schnittstellendrähte 34', 36' selektiv mit entweder
der Stromquelle 98 oder mit der Stromsenke 100 verbunden werden.
Jedoch ist, wie in der Figur gezeigt, der Schalter 96 auf eine komplementäre
Art verbunden. Wenn die Schalter SC' geschlossen sind, ist die Schnittstelle
34', 36' mit der Stromsenke 100 verbunden, und wenn die
Schalter SD' geschlossen sind, ist die Schnittstelle 34', 36'
mit der Stromquelle 98 verbunden. Der zusätzlich gelieferte oder abgeleitete
Strom IC fließt in eine mit einem Knoten 48' verbundene Last oder
wird aus ihr gezogen.
Die Knoten 48 und 48' sind durch eine Widerstandslast,
wie z.B. Widerstände 102 und 104, miteinander verbunden.
Die Stromschalter 94 und 96 werden synchron miteinander betrieben,
so dass, wenn der Schalter 94 Strom IC liefert, der Schalter
96 Strom IC ableitet und umgekehrt. Auf diese Weise fließt der eingekoppelte
Gleichtaktstrom IC von einer Schnittstelle und in die andere durch die verbindende
Widerstandslast. Durch das Steuern der Richtung des Gleichtaktstromflusses können
Gleichtaktdaten über die Schnittstelle übertragen werden, ohne das differenzmäßig
übertragene Datensignal zu stören. Die gleichtaktübertragenen Datensignal
kann durch das Messen des Spannungsunterschieds zwischen den Knoten 48
und 48' extrahiert werden.
Wie erläutert, können die Schnittstellen 34,
36 und 34', 36' von einem Widerstand 90 lokal
abgeschlossen werden und können ferner die zwei Schnittstellen über eine
lokale Widerstandsvorrichtung, wie z.B. Widerstände 106,
108 miteinander verbunden sein. Obwohl eine solche lokale Verbindung nicht
notwendig ist, kann sie nützlich sein, um zu helfen, die Schnittstellen zu
symmetrieren. Man beachte, dass, wenn die Schnittstellen lokal verbunden sind, eine
entfernte Verbindung (d.h. über die Widerstände 102 und
104) nicht erforderlich ist, da der Strom IC immer noch zwischen den Schnittstellen
fließen kann. Der Spannungsabfall über die lokale Verbindung wird über
die Schnittstellen verteilt und kann an dem Empfangsende detektierbar sein.
Man kann erkennen, dass in dieser Ausführungsform das Gleichtaktdatensignal
als ein erster Gleichtaktstrom in der Schnittstelle 34, 36 und
ein zweiter Gleichtaktstrom in der Schnittstelle 34', 36' übertragen
wird, der in die dem ersten Gleichtaktstrom entgegengesetzte Richtung fließt
und so das Gleichtaktdatensignal auf eine differenzmäßige Weise übertragen
wird. Dementsprechend sieht diese Schaltung vor, dass für drei differenzmäßig
übertragene Datensignale über zwei Differenzschnittstellenpaare übertragen
werden.
8 erläutert eine Variation der in 7
gezeigten Schaltung, die eine dreidrahtige Schnittstelle auf eine der in
6 gezeigten ähnliche Art nutzt. In einer solchen
Ausführungsform werden die Drähte 34', 36' durch einen
einzigen Draht 110 ersetzt und weist der entsprechende Gleichtaktstromschalter
96 nur ein einziges Schalterpaar auf, das den Draht 110 selektiv
mit entweder der Stromquelle 98 oder der Stromsenke 100 entsprechend
dem übertragenen Gleichtaktstromsignal verbindet.
Während die Erfindung besonders mit Bezug auf bevorzugte Ausführungsformen
davon gezeigt und beschrieben wurde, wird der Fachmann verstehen wird, dass verschiedene
Änderungen in Form und Details darin gemacht werden können, ohne von dem
Umfang der Erfindung abzuweichen. Zum Beispiel können, während die offenbarten
Schaltungen mit Bezug auf Zweiebenendigitaldatensignale erörtert werden, die
Schaltungen so modifiziert werden, dass sie mehrstufige Digitalsignale übertragen
und empfangen, die mehr als ein Bit Information enthalten.