Die vorliegende Erfindung betrifft Kommunikationsvorrichtungen und
-verfahren, insbesondere für drahtlose Kommunikationen, insbesondere, aber
nicht ausschließlich, über Satellit.
Es wurde bereits eine Anzahl von drahtlosen Kommunikationssystemen
vorgeschlagen, um einen geteilten Zugriff durch viele gleichzeitige Kommunikationssitzungen
unterschiedlicher Arten zu unterstützen. Zum Beispiel offenbart die Patentveröffentlichung
WO 98/25358 ein mobiles Satellitenkommunikationssystem, das die veränderlichen
Bandbreitenanforderungen von mehreren gleichzeitigen Kommunikationssitzungen unterstützt.
Bei dieser Art von System ist es schwierig, Bandbreite zuzuteilen,
um die sich verändernden Anforderungen von mehreren Endgeräten oder Sitzungen
zu erfüllen, während die gesamte Bandbreite leistungsfähig verwendet
wird. Die Bandbreitenzuteilungsprotokolle selbst rufen einen bedeutenden Signalisierungssteuerungsaufwand
hervor, doch je größer die Menge der Informationen ist, die in diesen
Protokollen ausgetauscht werden, desto besser ist das Netzwerk fähig, sich
an die sich dauernd verändernde Nachfrage nach Bandbreite anzupassen. Es kann
sein, dass etwas Bandbreite als für einen konfliktbasierten Zugriff verfügbar
bestimmt ist, der gestattet, dass Daten und Signalisierung durch Mobiltelefone ohne
eine für dieses Mobiltelefon spezifische Bandbreitenzuteilung übertragen
werden, doch ein konfliktbasierter Zugriff ist hinsichtlich der Bandbreite sehr
leistungsschwach; wenn die Wahrscheinlichkeit einer Kollision gering gehalten werden
soll, muss viel mehr Bandbreite zugeteilt werden, als wahrscheinlich tatsächlich
verwendet wird.
Das Dokument EP-A-0535762 offenbart ein Verfahren, in dem Bodenstationen
Reservierungsanforderungen zu einer zentralen Station übertragen.
US-Patent 5 673 256 bezieht sich auf ein System für die effiziente
Übertragung gespeicherter Datendateien oder Nachrichten (wie z.B. Daten, Fax,
vorab aufgenommene Sprachnachrichten oder Video-Dateien) in einem Satellitenkommunikationssystem
zu vorab programmierten Zeiten, wie z.B. zu Low-Traffic-Zeiten oder zu wirtschaftlichsten
Zeiten. Ein Teilnehmer kann eine Planungstabelle einrichten, um die Übertragung
unterschiedlicher Dateien, die zu verschiedenen Zeiten gesendet werden, zu planen.
Die Planungstabellen werden lokal auf dem Mobiltelefon gespeichert.
Nach einem Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren
nach Anspruch 1 bereitgestellt. Nach einem anderen Gesichtspunkt wird ein drahtloser
Sender-Empfänger nach Anspruch 6 bereitgestellt.
Eine Ausführungsform der Erfindung umfasst ein Bandbreitenzuteilungsprotokoll
in einem mobilen Kommunikationsnetzwerk, in dem Mobiltelefone ihre Bandbreitenanforderungen
dem Netzwerk melden, wobei das Netzwerk die Bandbreitenmenge steuert, die von den
Mobiltelefonen bei der Meldung ihrer Bandbreitenanforderungen verwendet wird. Auf
diese Weise kann das Netzwerk den Signalisierungs-Overhead steuern, der vom Bandbreitenzuteilungsprotokoll
verwendet wird, um mehr Bandbreite für Benutzerdaten zur Verfügung zu
stellen, wenn ein Kanal überlastet ist. Alternativ dazu kann das Netzwerk,
wenn der Kanal nicht überlastet ist, es den Mobiltelefonen ermöglichen,
Änderungen bezüglich deren Bandbreitenanforderungen rascher zu melden,
wodurch somit die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, dass die Dienstgüte-(QoS,
Quality-of-Service-) Anforderungen durch aktive Kommunikationssitzungen auf den
Mobiltelefonen erfüllt werden können.
Die Mobiltelefone geben sowohl die Menge der Daten an, die auf eine
Übertragung warten, als auch die maximalen Verzögerungsanforderungen für
die Übertragung dieser Daten. Anstatt die Verzögerungsanforderungen jedes
einzelnen Blocks der auf eine Übertragung wartenden Daten einzeln anzugeben,
geben die Mobiltelefone die Gesamtmenge der auf eine Übertragung wartenden
Daten, die maximale Verzögerungszeit des wichtigsten Bestandteils der Daten
und die maximale Verzögerungszeit des am wenigsten wichtigen Bestandteils an.
Dies liefert dem Netzwerk genug Informationen, um die erforderliche Bandbreite zum
rechten Zeitpunkt zuzuteilen, um die Verzögerungsanforderungen aller Daten
zu erfüllen, wobei die Menge der für die Angabe der Verzögerungsanforderungen
erforderlichen Informationen reduziert wird.
Unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen werden nun bestimmte
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben werden, wobei
1 ein Diagramm der Bestandteile eines Satellitenkommunikationssystems
ist, das Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung enthält;
2 die Kanäle zeigt, die für die Kommunikation
zwischen dem Satellitenzugangsknoten SAN und den beweglichen Zugangsknoten MAN in
einem Paketdatendienst verwendet werden, der im System von 1
ausgeführt wird;
3 ein Diagramm von Sender- und Empfängerkanaleinheiten
in einem Satellitenzugangsknoten (SAN) des Systems von 1
ist;
4 ein Diagramm von Sender- und Empfängerkanaleinheiten
in einem beweglichen Zugangsknoten (MAN) des Systems von 1
ist;
5a bis 5d den Aufbau eines
der Land-Erdfunkstellen-Paket(LESP)-Kanäle von 4
zeigen;
6a den Burstaufbau eines Bursts von 5 ms in einem der
beweglichen Bodenstations-Paket (MESP)-Kanäle von 4
zeigt;
6b den Burstaufbau eines Bursts von 20 ms in einem
der MESP-Kanäle von 4 zeigt;
7 ein Zeittaktdiagramm ist, das den Betrieb eines anfänglichen
Zeittaktkorrekturprotokolls zur Korrektur des Zeittakts von Übertragungen auf
den MESP-Kanälen veranschaulicht;
8a ein Zeittaktdiagramm ist, das den Zeittakt einer
Übertragung auf einem der MESP-Kanäle veranschaulicht, die unmittelbar
auf eine Zeittaktkorrektur folgt;
8b ein Zeittaktdiagramm ist, das den Zeittakt einer
Übertragung auf einem der MESP-Kanäle in einem Zeitabstand nach einer
Zeittaktkorrektur veranschaulicht, wobei Zeittaktunsicherheit besteht;
9 ein Diagramm einer Medienzugriffssteuerungs-(MAC)-Schicht
in einem der MANs zeigt; und
10 ein Diagramm einer MAC-Schicht in einem der SANs
zeigt.
Systemüberblick
1 zeigt die Hauptelemente eines Satellitenkommunikationssystems
in einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Mehrere bewegliche Zugangsknoten
(MAN) 2 kommunizieren über einen Satelliten 4 mit einer Satellitenbodenstation,
die nachstehend als Satellitenzugangsknoten (SAN) 6 bezeichnet wird. Der
Satellit 4 kann zum Beispiel ein Inmarsat-3TM-Satellit sein,
wie er zum Beispiel im Artikel „Launch of a New Generation" von J. R. Asker,
TRANSAT, Ausgabe 36, Januar 1996, Seite 15 bis 18, erschienen bei Inmarsat, beschrieben
ist, dessen Inhalte durch Nennung als hierin aufgenommen betrachtet werden. Der
Satellit 4 ist geostationär und projiziert mehrere Punktstrahlen SB
(im Fall eines Inmarsat-3TM-Satelliten fünf Punktstrahlen) und einen
globalen Strahl GB, der die Abdeckungsbereiche der Punktstrahlen SB umgibt, auf
die Erdoberfläche. Die MRNs 2 können tragbare Satellitenendgeräte
mit manuell steuerbaren Antennen von der Art, die gegenwärtig zur Verwendung
mit dem Inmarsat-Mini-MTM-System verfügbar ist, aber mit den nachstehend
beschriebenen Abänderungen, sein. Innerhalb des Abdeckungsbereichs jedes Satelliten
4 können mehrere SANs 6 vorhanden sein und fähig sein,
Kommunikationen mit den MANs 2 zu unterstützen, und es können
auch weitere geostationäre Satelliten 4 mit Abdeckungsbereichen vorhanden
sein, die jenen des beispielhaften Satelliten 4 überlappen oder nicht
überlappen können. Jeder SAN 6 kann einen Teil einer Inmarsat-Land-Erdfunkstelle
(LES) bilden und sich HF-Antennen und die Modulations-/Demodulationsausrüstung
mit herkömmlichen Teilen der LES teilen. Jeder SAN 6 stellt eine Schnittstelle
zwischen der Kommunikationsverbindung durch den Satelliten 4 und einem
oder mehreren terrestrischen Netzwerken 8 bereit, um die MANs
2 mit terrestrischen Zugangsknoten (TAN) 10 zu verbinden, die
direkt oder durch weitere Netzwerke indirekt mit einem beliebigen einer Anzahl von
Kommunikationsdiensten wie etwa Diensten auf Basis des Internets, des öffentlichen
Telefonwählnetzes PSTN oder des digitalen diensteintegrierenden Netzes ISDN
verbunden werden können.
Kanalarten
2 zeigt die Kanäle, die für die Kommunikation
zwischen einem beispielhaften der MANs 2 und dem SAN 6 verwendet
werden. Alle Kommunikationen unter diesem Paketdatendienst vom MAN 2 zum
SAN 6 werden auf einem oder mehreren Schlitzen eines oder mehrerer TDMA
(Zeitmultiplexzugriffs)-Kanäle, die als MESP-Kanäle (bewegliche Bodenstations-Paketkanäle)
bezeichnet werden, getragen. Jeder MESP-Kanal ist in Blöcke
von 40 ms geteilt, die in Blöcke von 20 ms geteilt werden können. Jeder
Block von 20 ms trägt entweder einen Burst von 20 ms oder vier Bursts von 5
ms in einem Format, das nachstehend beschrieben werden wird.
Alle Kommunikationen unter diesem Paketdatendienst vom SAN
6 zum MAN 2 werden auf einem oder mehreren Schlitzen eines oder
mehrerer TDM (Zeitmultiplex)-Kanäle, die als LESP-Kanäle (Land-Erdfunkstellen-Paketkanäle)
bezeichnet werden, getragen. Die Schlitze sind jeweils 80 ms lang und umfassen zwei
Subrahmen von gleicher Länge.
Für die Zwecke der Kanaleinrichtung und anderer Netzwerksignalisierungen
kommuniziert der MAN 2 auch mit einer Netzwerkkoordinierungsstation (NCS)
5, wie dies beim Inmarsat-Mini-MTM-Dienst bekannt ist. Der SAN
6 kommuniziert durch das Netzwerk 8 mit einer regionalen Land-Erdfunkstelle
(RLES) 9, die mit der NCS 5 kommuniziert, um die Kanaleinrichtung
und andere Netzwerksignalisierungen durchzuführen.
Die Satellitenverbindungsschnittstelle
Nun wird die Satellitenverbindungsschnittstelle zwischen den MANs
2 und dem SAN 6, mit dem die MANs 2 verbunden sind, beschrieben
werden. Diese Schnittstelle kann als eine Reihe von Kommunikationsschichten betrachtet
werden, eine physikalische Schicht, eine Medienzugriffssteuerungs-(MAC) schicht
und eine Dienstverbindungsschicht.
Die SAN-Kanaleinheit
3 zeigt die Funktionen im SAN 6 einer Senderkanaleinheit
ST, die die Übertragung von Datenpaketen über einen einzelnen Frequenzkanal
der Satellitenverbindung durchführt, und einer Empfängerkanaleinheit SR,
die den Empfang von Datenpaketen über einen einzelnen Frequenzkanal der Satellitenverbindung
durchführt. Vorzugsweise beinhaltet der SAN 6 mehrere Senderkanaleinheiten
ST und Empfängerkanaleinheiten SR, um fähig zu sein, Kommunikationsdienste
für eine ausreichende Anzahl von MANs 2 bereitzustellen.
Eine Hardwareanpassungsschicht (HAL) 10 stellt eine Schnittstelle
zwischen den Kanaleinheiten und Software höherer Ebene bereit und steuert die
Einstellungen der Kanaleinheiten. In de Senderkanaleinheit ST gibt die HAL
10 Datenbursts Td aus, die durch einen Verwürfler 12 verwürfelt
werden, dessen Ausgabezeittakt durch eine Rahmenzeittaktfunktion 14 gesteuert
wird, die auch Rahmenzeittaktsteuersignale an die anderen Senderkanaleinheiten ST
bereitstellt. Die verwürfelten Datenbursts werden dann durch einen Codierer
16 zum Beispiel mittels eines Turbocodierungsalgorithmus, wie er in WO99/34521
beschrieben ist, redundanzcodiert.
Die Daten und Paritätsbits werden vom Codierer 16 an
eine Übertragungssynchronisierungsfunktion 18 ausgegeben, die die
Daten und Paritätsbits als Sätze von vier Bits zur Modulation durch einen
16QAM-Modulator 20 ausgibt. Einzelwortsymbole (unique words UW) werden
gemäß einem Schlitzformat, das nachstehend beschrieben ist, ebenfalls
in den Modulator 20 eingegeben. Der Ausgabezeittakt des Codierers
16, des Übertragungssynchronisators 18 und des Modulators
20 wird durch die HAL 10 gesteuert, die auch die Frequenz des
Übertragungskanals wählt, indem sie einen Übertragungsfrequenzsynthetisierer
22 so steuert, dass dieser ein Aufwärtsumsetzungsfrequenzsignal ausgibt.
Dieses Frequenzsignal wird an einem Aufwärtsumsetzer 24, dessen Ausgang
durch eine HF-Antenne (nicht gezeigt) zum Satelliten übertragen wird, mit dem
Ausgang des Modulators 20 kombiniert.
In der Empfängerkanaleinheit SR wird ein Frequenzkanal durch
eine HF-Antenne (nicht gezeigt) empfangen und durch Mischen mit einem Abwärtsumsetzungsfrequenzsignal
an einem Abwärtsumsetzer 26 abwärtsumgesetzt. Das Abwärtsumsetzungsfrequenzsignal
wird durch einen Empfangsfrequenzsynthetisierer 28 erzeugt, dessen Ausgabefrequenz
durch die HAL 10 gesteuert wird.
Um die empfangenen Bursts richtig zu demodulieren, wird der Zeittakt
des Empfangs der Bursts durch eine Empfangszeittaktsteuerung 29 vorhergesagt,
die die Rahmenzeittaktsteuerinformationen von der Rahmenzeittaktfunktion
14 und Parameter des Satelliten 4 von der HAL 10 erhält.
Diese Parameter definieren die Position des Satelliten 4 und seiner Strahlen
und gestatten, dass der Zeittakt der Ankunft von Datenbursts von den MANs
2 am SAN 6 vorhergesagt wird. Die Ausbreitungsverzögerung
vom SAN 6 zum Satelliten 4 schwankt als Ergebnis der Neigung der
Umlaufbahn des Satelliten über einen Zeitraum von 24 Stunden zyklisch. Diese
Verzögerungsschwankung ist für alle MANs 2 gleich und wird daher
verwendet, um den Bezugszeittakt der MESP-Kanäle zu modifizieren, so dass der
Zeittakt der einzelnen MANs 2 nicht modifiziert werden muss, um Schwankungen
in der Satellitenposition auszugleichen.
Die vorhergesagten Zeittaktinformationen werden an jede der Empfangskanaleinheiten
SR ausgegeben. Die empfangenen Bursts sind gemäß einem Schema, das durch
den SAN 6 gesteuert wird, von einer Dauer von entweder 5 ms oder 20 ms.
Die HAL 10 stellt Informationen über die erwarteten Schlitzarten an
eine Schlitzsteuerung 32 bereit, die auch Informationen von der Empfangszeittaktsteuerung
29 erhält.
3 zeigt gesonderte Empfangswege für Bursts von
5 ms und 20 ms; Bezugnahmen auf Funktionen auf jedem dieser Wege werden durch die
Nachsilben a bzw. b bezeichnet werden. Die Schlitzsteuerung 32 wählt
gemäß der vorhergesagten Länge des Bursts, welcher Empfangsweg für
jeden empfangenen Burst verwendet werden soll. Der Burst wird durch einen 16QAM-Demodulator
34a/34b demoduliert, und der Zeittakt des Bursts wird durch eine
UW-Erlangungsstufe 36a/36b erlangt. Sobald der Anfang und das
Ende des Bursts bestimmt wurden, wird der Burst durch einen Decoder 38a/38b
turbodecodiert und durch einen Entwürfler 40a/40b entwürfelt.
Der wiedergewonnene Datenburst von 5 oder 20 ms wird dann durch die HAL
10 empfangen.
Die MAN-Kanaleinheit
4 zeigt die Funktionen in einem der MANs
2 einer Empfängerkanaleinheit MR und einer Senderkanaleinheit MT.
Der MAN 2 kann aus Gründen der Kompaktheit und der Kosten nur jeweils
eine der Empfänger- und der Senderkanaleinheit aufweisen, doch wenn eine erhöhte
Bandbreitenkapazität benötigt wird, können im MAN 2 mehrere
Empfänger- und Senderkanaleinheiten enthalten sein.
In der Empfängerkanaleinheit MR wird ein Signal durch eine Antenne
(nicht gezeigt) empfangen und durch einen Abwärtsumsetzer 42, der
ein Abwärtsumsetzungsfrequenzsignal von einem Empfangsfrequenzsignalsynthetisierer
44 erhält, dessen Frequenz durch eine MAN-Hardwareanpassungsschicht
46 gesteuert wird, abwärtsumgesetzt. Das abwärtsumgesetzte Signal
wird durch einen 16QAM-Demodulator 48 demoduliert, der die parallelen Bitwerte
jedes Symbols an eine UW-Feststellungsstufe 50 ausgibt, wo der Zeittakt
des empfangenen Signals durch Identifizieren eines Einzelworts (UW) im empfangenen
Signal festgestellt wird. Die Zeittaktinformationen werden zu einer Rahmen- und
Symbolzeittakteinheit 52 gesendet, die Zeittaktinformationen speichert
und den Zeittakt der späteren Stufen der Verarbeitung des Signals steuert,
wie in 4 gezeigt ist. Sobald die Blockgrenzen der empfangenen
Daten festgestellt wurden, werden die empfangenen Blöcke durch einen Decodierer
54 turbodecodiert, durch einen Entwürfler 56 entwürfelt,
und als empfangene Bursts an die HAL 46 ausgegeben.
In der Senderkanaleinheit MT werden Daten für Bursts mit einer
Dauer von 5 oder 20 ms von der HAL 46 ausgegeben. In 4
sind für die Bursts von 5 bzw. 20 ms gesonderte Wege, die durch die Endsilben
a und b identifiziert sind, gezeigt. Die Daten werden durch einen Verwürfler
48a/48b verwürfelt und durch einen Turbocodierer
50a/50b codiert. In Schritt 52a/52b werden wie
durch das Burstformat angewiesen Einzelworte (UW) hinzugefügt, und der sich
ergebende Datenstrom wird in Schritt 54a/54b auf den Übertragungssignalsatz
abgebildet und in Schritt 56a/56b gefiltert. Der Übertragungszeittakt
wird in einem Übertragungszeittaktsteuerschritt 58a/58b gesteuert.
In diesem Schritt wird die TDMA-Schlitzposition durch einen Schlitzsteuerschritt
60 gemäß einer bestimmten Schlitzposition, die durch die HAL
46 angegeben wird, gesteuert. Ein Zeittaktversatz wird durch die HAL
46 ausgegeben und zu einem Zeittaktregulierungsschritt 62 geliefert,
der den Zeittakt des Schlitzsteuerschritts 60 reguliert. Dieser Zeittaktversatz
wird verwendet, um Schwankungen in der Ausbreitungsverzögerung, die durch die
relative Position des MAN 2, des Satelliten 4 und des SAN
6 verursacht wird, auszugleichen, und wird durch ein Signalisierungsprotokoll
gesteuert, wie nachstehend ausführlicher beschrieben werden wird. Die Sätze
der Datenbits werden zu einer Zeit, die gemäß dem Schlitzzeittakt und
der Zeittaktregulierung bestimmt ist, an einen 16QAM-Modulator 64 ausgegeben.
Die modulierten Symbole werden durch einen Aufwärtsumsetzer 66 zu
einer Übertragungskanalfrequenz aufwärtsumgesetzt, die durch einen Frequenzausgang
von einem durch die HAL 46 gesteuerten Übertragungsfrequenzsynthetisierer
68, bestimmt wird. Das aufwärtsumgesetzte Signal wird durch eine Antenne
(nicht gezeigt) zum Satelliten 4 übertragen.
Das LESP-Kanalformat
5a zeigt den Rahmenaufbau eines der LESP-Kanäle.
Jeder Rahmen LPF weist eine Dauer von 80 ms auf und weist einen Datenkopf auf, der
aus einem Einzelwort UW besteht, das für alle Rahmen gleich ist. Das Einzelwort
UW wird für die Rahmenerlangung, zum Auflösen einer Phasenmehrdeutigkeit
des Ausgangs des Demodulators, und zum Synchronisieren des Verwürflers
56 und des Decodierers 54 verwendet.
5b zeigt den Aufbau jedes Rahmens, der aus dem Einzelwort
UW von 40 Symbolen, gefolgt von 88 Blöcken von 29 Symbolen,
jeweils gefolgt von einem einzelnen Pilotsymbol PS besteht und in 8 Symbolen endet,
um die gesamte Rahmenlänge auf 2688 Symbole zu bringen, wovon 2560 Datensymbole
sind. Diese Datensymbole werden wie in 5c gezeigt in
zwei Subrahmen SF1, SF2 geteilt, die durch den Codierer 16 jeweils gesondert
codiert werden und jeweils 5120 Bits aufweisen, was 1280 Symbole ergibt. Der Codierer
weist eine Codierungsrate von 0,509375 auf, so dass jeder Subrahmen aus einem Eingangsblock
IB1, IB2 von 2608 Bit codiert wird, wie in 5d gezeigt
ist. Der Aufbau ist nachstehend in Tabelle 1 zusammengefasst:
Tabelle 1: LESP-Rahmenformat
Das MESP-Kanalformat
Der MESP-Kanalaufbau beruht auf Blöcken von 40 ms mit einem Kanalzeittakt,
der auf den Zeittakt des zugehörigen LESP-Kanals, wie er durch die MANs
2 empfangen wird, bezogen ist. Jeder Block von 40 ms kann in zwei Schlitze
von 20 ms geteilt werden, wovon jeder weiter in vier Schlitze von 5 ms geteilt werden
kann, und die Teilung jedes Blocks in Schlitze wird durch Protokolle höherer
Ebene flexibel bestimmt. 6a zeigt das Format eines
Bursts von 5 ms, der aus einer Vor-Burst-Schutzzeit G1 von 6 Symbolen, einer Präambel
CW von 4 Symbolen, einem Anfangseinzelwort UW1 von 20 Symbolen, einem Datensubrahmen
von 112 Symbolen, einem Endeinzelwort UW2 von 20 Symbolen, und einer Nach-Burst-Schutzzeit
G2 von 6 Symbolen besteht.
Die Präambel CW ist nicht für Synchronisationszwecke durch
Empfänger (zum Beispiel die Demodulatoren 30a, 30b) bestimmt,
stellt aber bequemer Weise ein konstantes Leistungspegelsignal bereit, um die automatische
Pegelsteuerung eines Verstärkers mit hoher Leistung (HPA, nicht gezeigt) im
übertragenden MAN 2 zu unterstützen. In einem Beispiel weist
jedes der Symbole der Präambel CW den Wert (0,1,0,0) auf. In einem alternativen
Format kann die Präambel aus weniger als 4 Symbolen bestehen und werden die
Symbolzeiten, die nicht durch die Präambel CW verwendet werden, zur Vor-Burst-Schutzzeit
und zur Nach-Burst-Schutzzeit G1, G2 hinzugefügt. Zum Beispiel kann die Präambel
CW gänzlich weggelassen werden und die Vor- und die Nach-Burst-Schutzzeit jeweils
auf 8 Symbole erhöht werden.
Die Einzelworte enthalten nur die Symbole (1,1,1,1), die bei der maximalen
Amplitude auf eine Phase von 45 ° abgebildet werden, und (0,1,0,1), die bei
der maximalen Amplitude auf eine Phase von 225 ° abgebildet werden. Somit werden
die Einzelworte wirksam BPSK-moduliert, obwohl die Symbole durch den 16QAM-Modulator
64 moduliert werden. Unter Angabe des Symbols (1,1,1,1) als (1) und des
Symbols (0,1,0,1) als (0) umfasst das Anfangseinzelwort UW1 die Abfolge 10101110011111100100,
während das Endeinzelwort UW2 die Abfolge von Symbolen 10111011010110000111
umfasst.
Der Burst von 5 ms ist zum Tragen kurzer Signalisierungsnachrichten
oder Datennachrichten bestimmt, und der Aufbau ist nachstehend in Tabelle 2 zusammengefasst:
Tabelle 2: Aufbau des Bursts von 5 ms
6b zeigt den Aufbau eines Bursts von 20 ms des MESP-Kanals.
Die gleichen Bezugszeichen werden verwendet werden, um die Teile des Aufbaus zu
bezeichnen, die jenen des Bursts von 5 ms entsprechen. Der Aufbau besteht aus einer
Vor-Burst-Schutzzeit G1 von 6 Symbolen, einer Präambel CW von 4 Symbolen, einem
Anfangseinzelwort UW1 von 40 Symbolen, einem Datensubrahmen von 596 Symbolen, einem
Endeinzelwort UW2 von 20 Symbolen und einer Nach-Burst-Schutzzeit G2 von 6 Symbolen.
Der Aufbau ist nachstehend in Tabelle 3 zusammengefasst:
Tabelle 3: Aufbau des Bursts von 20 ms
Die Präambel CW weist die gleiche Form und den gleichen Zweck
wie jene des Bursts von 5 ms auf. Das Anfangseinzelwort UW1 umfasst die Abfolge
0000010011010100111000010001111100101101, während das Endeinzelwort
UW2 die Abfolge 11101110000011010010 umfasst wobie die gleiche Konvention wie jene
des Bursts von 5 ms verwendet wird.
Die MESP-Zeittaktkorrektur
Wie oben gezeigt enthält der MESP-Schlitzaufbau an jedem Ende
eine sehr kurze Schutzzeit von etwa 0,24 ms. Doch der Unterschied in der Ausbreitungsverzögerung
vom SAN 6 zum MAN 2 zwischen dem MAN 2, der sich am Punkt
unter dem Satelliten bzw. am Rand der Abdeckung befindet, beträgt für
einen geostationären Satelliten etwa 40 ms, weshalb die Position jedes MAN
2 den Zeittakt des Empfangs gesendeter Bursts im MESP-Kanal beeinflussen
wird und eine Interferenz zwischen Bursts von MANs 2 in unterschiedlichen
Entfernungen vom Punkt unter dem Satelliten verursachen kann. Überdies ist
der Satellit, obwohl er nominell geostationär ist, Störeinflüssen
ausgesetzt, die eine kleine Neigung zur Umlaufbahn einbringen und verursachen, dass
der Abstand zwischen dem Satelliten 4 und dem SAN 6, und zwischen
dem Satelliten 4 und dem MAN 2, schwingt. Obwohl die Position
des SAN 6 fest ist und jene des Satelliten 4 vorhergesagt werden
kann, sind die MANs beweglich, weshalb sich ihre Positionen unvorhersagbar verändern
und ihre Takte einem Jittern und einer Abwanderung unterliegen.
Durch den SAN 6 wird ein Zeittaktkorrekturprotokoll verwendet,
um die Ausbreitungsverzögerung vom MAN 2 zu messen und einen Zeittaktkorrekturwert
zum MAN 2 zu senden, um Unterschiede in der Ausbreitungsverzögerung
zwischen den verschiedenen MANs 2 auszugleichen, um eine Interferenz zwischen
Bursts von unterschiedlichen MANs, die durch eine Fehlausrichtung mit den Schlitzen
verursacht wird, zu vermeiden. Das Protokoll wird nun unter Bezugnahme auf das Zeittaktdiagramm
von 7 veranschaulicht werden.
7 zeigt LESP-Rahmen LPF einschließlich der Subrahmen
SF1, SF2 und der Anfangseinzelwörter UW. Wenn der MAN 2 eingeschaltet
wird oder nach einem Zeitabstand, in dem er nicht dazu fähig ist, fähig
ist, einen der LESP-Kanäle zu erlangen, empfängt (Schritt 70)
der MAN 2 einen LESP-Subrahmen SF von 40 ms einschließlich von Rücksendeplaninformationen,
die die Schlitzverwendung eines entsprechenden MESP-Kanals vorschreiben. Die Rücksendeplaninformationen
werden periodisch mit einer durch den SAN 6 gesteuerten Periodizität
übertragen. Der Subrahmen SF enthält die Bezeichnung eines Blocks von
zumindest neun zusammenhängenden Schlitzen von 5 ms als eine Zeittakterlangungsgruppe,
die aus Zufallszugriffsschlitzen besteht, welche keinem bestimmten MAN
2 zugeteilt sind. Der MESP-Rücksendeplan, auf den sich der Subrahmen
SF bezieht, beginnt 120 ms nach dem Beginn des Empfangs des Subrahmens SF. Dieser
Zeitraum vom 120 ms erlaubt 90 ms für den MAN 2, um den LESP-Subrahmen
SF zu demodulieren (Schritt 72) und 30 ms für den MAN 2,
um sich selbst für die Übertragung zu initialisieren (Schritt
74).
Am Beginn des MESP-Rücksendeplans wird eine Zeittaktzuteilungsgruppe
von Schlitzen von 5 ms zugeteilt. Anfänglich wird angenommen, dass der MAN
2 die höchste Zeittaktunsicherheit von 40 ms aufweist, die acht Schlitzen
von 5 ms entspricht. Daher kann der MAN 2 erst nach den ersten acht Schlitzen
der Zeittakterlangungsgruppe senden, und kann er in Erlangungsgruppen, die weniger
als neun Schlitze enthalten, überhaupt nicht senden, um ein Interferieren mit
Übertragungen in Schlitzen, die der Zeittakterlangungsgruppe vorausgehen, zu
vermeiden.
Der MAN 2 wählt (Schritt 78) zufällig
einen der Schlitze der Zeittakterlangungsgruppe, die den ersten acht Schlitzen folgen,
und überträgt (Schritt 79) im gewählten Schlitz einen Burst,
wobei der Burst eine Angabe des gewählten Schlitzes beinhaltet. Im Beispiel,
das in 7 gezeigt ist, sind die Schlitze der Zeittakterlangungsgruppe
von 0 bis M-1 nummeriert, wobei M die Anzahl der Schlitze in der Zeittakterlangungsgruppe
ist, und wird im Burst in Schritt 79 die Nummer R, die zufällig aus
8 bis M-1 gewählt wird, übertragen. Der Burst kann auch die Art des Mobiltelefons
angeben, wie etwa landbasiert, maritim oder aeronautisch.
Der SAN 6 empfängt den Burst, der durch den MAN
2 übertragen wird und zeichnet seine Ankunftszeit auf. Der SAN
6 berechnet aus der Schlitznummer R, die im Burst angegeben ist, die Differenzausbreitungsverzögerung
zu diesem MAN 2. Da der Zeittakt der Übertragung des Bursts (120 +
R × 5) ms nach der Zeit des Empfangs des LESP-Subrahmens SF war, ist der Zeittakt
des Empfangs TR des Bursts ungefähr (2 × DP + C + 120 + 5 ×
R) ms nach der Zeit der Übertragung des LESP-Subrahmens LPSF, wobei DP die
Differenzausbreitungsverzögerung zu diesem MAN 2 ist, und C eine Verzögerung
ist, die für alle MANs in einer Gruppe gleich ist und verschiedene Faktoren
wie etwa die Ausbreitungsverzögerung zum und vom Satelliten 4 und
die Rückübertragungsverzögerung des Satelliten 4 beinhaltet.
Daher wird die Differenzausbreitungsverzögerung in diesem Beispiel als
DP = TR – C – 120 – 5 × R(1)
berechnet.
Der SAN 6 überträgt dann ein Datenpaket, das einen
Zeittaktkorrekturversatz X im Bereich von 0 bis 40 ms angibt, zum MAN
2. Der Versatz ersetzt den anfänglichen Zeittaktversatz von 40 ms
in Schritt 76 für anschließende Übertragungen. Der MAN
2 empfängt den Zeittaktkorrekturversatz und reguliert seinen Übertragungszeittakt
entsprechend.
Wenn der Burst, der durch den MAN 2 übertragen wird,
mit einem Burst interferiert, der durch einen anderen MAN 2 übertragen
wird, welcher ebenfalls versucht, eine Zeittaktkorrektur zu erhalten, kann der SAN
6 nicht fähig sein, die Inhalte beider Bursts zu lesen, und wird er
in diesem Fall keine Zeittaktversatzkorrektur zu beiden MANs 2 senden.
Wenn der MAN 2 innerhalb einer vorbestimmten Zeit keine Zeittaktversatzkorrektur
vom SAN 6 erhält, wartet der MAN 2 für einen zufälligen
Zeitabstand innerhalb eines vorbestimmten Bereichs, bevor er versucht, in der nächsten
anschließend verfügbaren Zeittakterlangungsgruppe einen Burst zu übertragen.
Der vorbestimmte Bereich von Zeitabständen ist durch ein vom SAN
6 übertragenes Signalisierungspaket bestimmt, das Höchst- und
Mindestzeitabstände, die durch MANs 2 nach einer ersten erfolglosen
Übertragung einzuhalten sind, bevor eine Neuübertragung versucht wird,
zusammen mit einem weiteren Wartezeitabstand, der jedes Mal, wenn im Anschluss an
eine erfolglose Übertragung eine weitere Neuübertragung vorgenommen wird,
zum gesamten Wartezeitabstand hinzugefügt wird, angibt.
8a veranschaulicht den Übertragungszeittakt eines
der MANs 2, der vorher einen Zeittaktkorrekturversatzwert X empfangen hat.
Wie in 7 empfängt (Schritt 80) der MAN
2 den LESP-Subrahmen SF, der Rücksendeplaninformationen beinhaltet.
Der MAN 2 demoduliert (Schritt 82) den LESP-Subrahmen LPSF und
initialisiert (Schritt 84) seine übertragende Kanaleinheit während
einer gesamten zugewiesenen Zeit von 120 ms nach dem Beginn des Empfangs des LESP-Subrahmens
LPSF. Der MAN 2 berechnet den Beginn des MESP-Rücksendeplans als (120
+ X) ms ab dem Beginn des Empfangs des Subrahmens SF, der die Rücksendeplaninformationen
trägt. Der MAN 2 wartet daher nach dem Ende des Zeitraums von 120
ms für den Zeittaktversatzzeitraum X (Schritt 86), bevor er zur Übertragung
fähig ist.
In diesem Beispiel beinhaltet der Rücksendeplan, der durch den
LESP-Subrahmen LPSF vorgeschrieben wird, vier Schlitze von 5 ms gefolgt von einem
Schlitz von 20 ms. Wenn dem MAN 2 ein Schlitz von 20 ms zugeteilt wurde,
wird er im bestimmten Schlitz von 20 ms übertragen (Schritt 88), wenn
dem MAN 2 ein Schlitz von 5 ms zugeteilt wurde, wird er im bestimmten Schlitz
von 5 ms übertragen. Alternativ wählt der MAN 2 dann, wenn die
Schlitze von 5 ms als Zufallszugriffsschlitze bestimmt sind und der MAN
2 über ein kurzes Paket verfügt, das zum SAN 6 übertragen
werden soll, einen der vier Schlitze zufällig und übertragt in diesem
Schlitz (Schritt 89).
Wenn der SAN 6 aus der Übertragung durch den MAN
2 feststellt, dass eine Korrektur im Zeittaktversatz benötigt wird,
zum Beispiel, wenn die durch den SAN 6 gemessene Zeit zwischen dem Beginn
des Bursts und der Schlitzgrenze geringer als eine vorbestimmte Anzahl von Symbolen
ist, gibt der SAN 6 dem MAN 2 in einem anschließenden Datenpaket
eine neue Zeittaktkorrektur an. Diese kann als ein absoluter Zeittaktversatz X oder
als ein relativer Zeittaktversatz, der dem gegenwärtigen Wert von X hinzugefügt
oder davon abgezogen werden soll, angegeben werden.
Die Zeittaktunsicherheit
Im Zeittaktkorrekturversatzburst überträgt der SAN
6 zusammen mit dem Zeittaktversatz eine Zeittaktunsicherheitsrate RU,
die die Rate angibt, mit der sich der Zeittakt des MAN 2 wahrscheinlich
verändern wird, zum MAN 2. Zum Beispiel kann die Zeittaktunsicherheitsrate
eine Anzahl von Symbolen pro Sekunde darstellen, um die der MAN 2 wahrscheinlich
seinen Zeittakt verändern wird. Der SAN 6 bestimmt die Zeittaktunsicherheitsrate
aus der Klasse des MAN 2 (z.B.
landbeweglich, aeronautisch) und anderen Faktoren wie etwa der Neigung
der Umlaufbahn des Satelliten 4.
Der MAN 2 misst den Zeitabstand, der vergangen ist, seit
die letzte Zeittaktkorrektur empfangen wurde, und multipliziert diesen mit der Zeittaktunsicherheitsrate
RU, um eine Zeittaktunsicherheit tU anzugeben, wobei
TU = MIN(T – TC × RU, 40 ms)(2)
ist, wobei T die gegenwärtige Zeit ist, und TC
die Zeit ist, zu der die letzte Korrektur empfangen wurde. Die MIN-Funktion bedeutet,
dass die Zeittaktunsicherheit die höchste Unsicherheit von 40 ms nicht überschreiten
kann.
Der Zeittaktversatz X wird um die Zeittaktunsicherheit tU
verringert, so dass sich
X = MIN(XC – tU, 0)(3)
ergibt, wobei XC der in der letzten Korrektur angegebene Anfangswert
von X ist, und die MIN-Funktion sicherstellt, dass X nicht unter Null fallen kann.
8b veranschaulicht den Übertragungszeittakt eines
der MANs 2 mit Zeittaktunsicherheit. Die Schritte 80 bis
84 entsprechen den in 8a gezeigten, und ihre
Beschreibung wird nicht wiederholt werden. In Schritt 86 berechnet der
MAN 2 den MESP-Rücksendeplan als (120 + X) ms nach dem Anfang des
Empfangs des Subrahmens SF beginnend, wobei der durch die Zeittaktunsicherheit tU
verringerte Wert von X verwendet wird. Als Ergebnis der Zeittaktunsicherheit tU
muss der MAN 2 die ersten I Schlitze einer Zufallszugriffsgruppe ignorieren,
wobei
I = INT[(tS – tG + tU)/tS](4)
ist, wobei tS die Schlitzdauer von 5 ms ist, und tG die Schutzzeit
G1 ist, die in diesem Fall ein Zeitraum von 6 Symbolen ist.
Im Beispiel, das in 8b gezeigt ist, gibt
es am Beginn des MESP-Rücksendeplans vier Schlitze von 5 ms, doch beträgt
tU 7 ms, so dass die ersten beiden Schlitze ignoriert werden müssen.
Der MAN 2 kann dann nur im dritten und im vierten Schlitz übertragen.
Wenn die Zeittaktunsicherheit tU größer als ein
vorbestimmter Wert wie etwa der Wert der Schutzzeit ist, kehrt der MAN
2 zum in 7 gezeigten Zufallszugriffszeittaktkorrekturanforderungsprozess
zurück und blockiert er Übertragungen in Zeitschlitzen, die ihm selbst
exklusiv zugeteilt wurden, außer wenn eine ausreichende Anzahl davon verkettet
ist, so dass ihre gesamte Länge sowohl die Zeittaktunsicherheit als auch den
Burst selbst unterbringen kann, bis vom SAN 6 ein neuer Zeittaktkorrekturversatz
empfangen wurde. Doch das Protokoll unterscheidet sich darin von jenem von
7, dass der MAN 2 seinen gegenwärtigen
Zeittaktversatz X verwendet, anstatt zum Standardwert von 40 ms in Schritt
76 zurückzukehren. Dieses Protokoll verringert die Wahrscheinlichkeit
einer Interferenz zwischen Bursts in zugeteilten Schlitzen.
In der obigen Ausführungsform wird der Zeittaktversatz X für
alle Übertragungen durch den MAN 2 um die Zeittaktunsicherheit tU
verringert. In einer alternativen Ausführungsform wird der Zeittaktversatz
X nur für Übertragungen durch den MAN 2 in Zufallszugriffsschlitzen
um die Zeittaktunsicherheit tU verringert, während der ursprüngliche
Zeittaktversatz XC, der in der letzten Zeittaktkorrekturnachricht vom
SAN 6 empfangen wurde, angewendet wird, wenn in zugeteilten Schlitzen übertragen
wird. In dieser alternativen Ausführungsform ist es wichtig, zwischen Zeittaktkorrekturnachrichten,
die durch den SAN 6 nach der Feststellung einer Übertragung durch
den MAN 2 in einem zugeteilten Schlitz, der zu dicht an der Schlitzgrenze
liegt, ausgelöst werden, und Zeittaktkorrekturnachrichten, die durch den SAN
6 als Reaktion auf eine Zeittaktkorrekturanforderung durch den MAN
2 gesendet werden, welche einen Zeittaktversatz aufweisen werden, der von
den Übertragungen in zugeteilten Schlitzen verschieden ist, zu unterscheiden.
Daher gibt der SAN 6 in der Zeittaktkorrekturnachricht an, ob diese als
Reaktion auf eine Anforderung durch den MAN 2 gesendet wurde oder durch
den SAN 6 ausgelöst wurde. Der MAN 2 bestimmt dann aus dem
Zeittaktversatz, der in der Zeittaktkorrekturnachricht angegeben war, den neuen
Zeittaktversatz XC je nachdem, wie die Zeittaktkorrekturnachricht ausgelöst
wurde.
Die MAC-Schicht
Wie oben beschrieben beinhaltet die Satellitenverbindungsschnittstelle
an jedem der MANs 2 und dem SAN 6 eine Medienzugriffssteuerungs(MAC)schicht,
die eine Schnittstelle zwischen der physikalischen Schicht, wovon Gesichtspunkte
oben beschrieben sind, und der Dienstverbindungsschicht bereitstellt, die einen
Zugriff auf die Satellitenverbindung für einen oder mehrere Dienstverbindungen
bereitstellt. Die MAC-Schicht kann einen im Wesentlichen wie in der britischen Patentanmeldung
Nr. 9822145.0 beschriebenen Aufbau aufweisen. 9 veranschaulicht
den Schichtaufbau am MAN 2, wobei eine physikalische Schicht MPL die Übertragung
von Paketen auf einem der MESP-Kanäle und den Empfang von Paketen auf einem
der LESP-Kanäle verwaltet, und die MAC-Schicht MMAC Dienstverbindungen
an der Dienstverbindungsschicht MSCL dynamisch auf Schlitze in den MESP- und in
den LESP-Kanälen abbildet. 10 veranschaulicht
den Schichtaufbau am SAN 6, wobei eine physikalische Schicht SPL die Übertragung
von Paketen auf mehreren LESP-Kanälen und den Empfang von Paketen auf mehreren
MESP-Kanälen verwaltet, und die MAC-Schicht LMAC Dienstverbindungen an der
Dienstverbindungsschicht LSCL dynamisch auf Schlitze in den MESP- und in den LESP-Kanälen
abbildet.
Die MAC-Schicht LMAC des SAN ist für das Zuteilen von Kanalbetriebsmitteln
sowohl auf den LESP- als auch auf den MESP-Kanälen verantwortlich. Die MAC-Schicht
MMAC des MAN erzeugt Signalisierungspakete, die ihre gegenwärtigen Kanalanforderungen
zum Unterstützen der Dienstgüte(QoS)-Anforderungen aller Dienstverbindungen
der Dienstverbindungsschicht MSCL angeben. Der Ausdruck „Dienstgüte"
(QoS) beinhaltet eines oder mehrere aus der Mindest- und der Höchstbitrate,
der durchschnittlichen Bitrate, und den maximalen Verzögerungsanforderungen,
und kann auch andere Anforderungen beinhalten, die für bestimmte Arten der
Kommunikation besonders sind. Zum Beispiel kann die Dienstgüte dort, wo die
Verschlüsselung an der physikalischen Schicht gehandhabt wird und verschlüsselte
Daten auf einem fest zugeordneten Kanal gesendet werden, eine Verschlüsselungsanforderung
beinhalten. Die Dienstverbindungen können, sowohl wenn sie eingerichtet werden,
als auch während der Lebensdauer einer Dienstverbindung, QoS-Parameter angeben,
ohne angeben zu müssen, wie diese QoS erreicht werden soll, und es ist die
Aufgabe der MAC-Schicht, bei der Abbildung der Dienstverbindungen auf die physikalische
Schicht die QoS-Anforderungen aller ihrer Dienstverbindungen zu erfüllen. Die
MAC-Schicht MMAC des MAN fordert die Kanalkapazität für diese Aufgabe
an, indem sie Signalisierungspakete zur MAC-Schicht LMAC des SAN sendet.
Die MAC-Schicht des SAN bestimmt, wie die LESP-Kanalschlitze ihren
eigenen übertragenden Dienstverbindungen zugeordnet werden, bestimmt die Abfolge
von Schlitzen von 5 ms und 20 ms in jedem MESP-Kanal und die Zuteilung dieser Schlitze
zu den MANs 2 oder zum Zufallszugriff, und überträgt Signalisierungspakete,
die die Schlitzabfolgen und Zuteilungen angeben, in den LESP-Kanälen. Jeder
LESP-Subrahmen enthält ein oder mehrere Pakete von unterschiedlicher Länge,
wobei jegliche unverwendeten Bits mit Auffüllbits gefüllt werden. Die
MAC-Schicht MMAC des MAN empfängt das Paket, das ihre gegenwärtige Zuteilung
angibt, und entscheidet, wie diese Zuteilung unter ihren Dienstverbindungen aufgeteilt
werden soll.
Jede MAC-Schicht MAC empfängt Daten von Dienstverbindungen, formatiert
die Daten in Pakete, und bildet die Datenpakete gemäß dem gegenwärtigen
Zuteilungsschema auf physikalische Kanäle ab. Jedes Datenpaket beinhaltet ein
Kennungsfeld, das identifiziert, zu welcher Dienstverbindung das Paket gehört.
Die empfangende MAC-Schicht empfängt Datenpakete, die durch die physikalische
Schicht gelesen werden, und ordnet die Dateninhalte den Dienstverbindungen zu, die
durch die Pakete identifiziert werden. Die Pakete sind abhängig von ihrer Art
und ihrem Inhalt von unterschiedlicher Länge, und jeder LESP-Subrahmen oder
MESP-Burst von 5 oder 20 ms kann eine ganze Zahl von Paketen, mit Auffüllung,
falls nicht alle der Datenbits verwendet werden, enthalten.
Die Betriebsmittelverwaltung
Wie nun beschrieben werden wird, werden durch die MAC-Schicht LMAC
des SAN Betriebsmittelverwaltungsalgorithmen durchgeführt, um die QoS-Anforderungen
der MAC-Schicht MMAC jedes MAN so genau als möglich zu erfüllen.
Der SAN 6 überträgt periodisch ein Rücksendeplansignalisierungspaket
auf einem oder mehreren der LESP-Kanäle, das die Zuteilung der Schlitze in
einem der MESP-Kanäle angibt. Die MAC-Schicht LMAC des SAN wählt gemäß
der gegenwärtigen Zuteilung der MANs 2 zu den LESP-Kanälen und
den MANs, denen im Rücksendeplan Kapazität zugeteilt wird, auf welchem
LESP-Kanal ein Rücksendeplansignalisierungspaket übertragen werden soll.
Daher wird ein Rücksendeplansignalisierungspaket, das einem der MANs
2 MESP-Kapazität zuteilt, auf dem LESP-Kanal übertragen, auf
den dieser MAN 2 abgestimmt ist. Um die Anzahl der unterschiedlichen Rücksendepläne,
die übertragen werden müssen, auf ein Mindestmaß zu verringern, speichert
die MAC-Schicht LMAC des SAN eine Verbindungstabelle, die mit jedem der LESP-Frequenzkanäle
einen Satz von einem oder mehreren MESP-Frequenzkanälen verbindet. Wo ein MAN
2 auf einen bestimmten LESP-Kanal abgestimmt ist, ordnet die MAC-Schicht
LMAC des SAN diesem MAN 2 vorzugsweise Kapazität auf dem MESP-Kanal
oder -Kanälen zu, der bzw. die mit diesem LESP-Kanal verbunden ist bzw. sind.
Die Verbindungstabelle ist nicht fest, sondern kann durch die MAC-Schicht LMAC des
SAN abgeändert werden. Jeder MESP-Kanal kann mit mehr als einem LESP-Kanal
verbunden werden.
Der Rücksendeplan teilt auch Zufallszugriffsschlitze in den MESP-Kanälen
zu, die mit dem LESP-Kanal verbunden sind, auf dem der Rücksendeplan
ausgestrahlt wird. Selbst wenn die Gesamtheit eines MESP-Kanals als Zufallszugriff
zugeteilt wird, wird der Rücksendeplan, der dies angibt, auf jedem der Hinsendeträger,
die mit diesem MESP-Kanal verbunden sind, übertragen werden.
Die MAC-Schicht MMAC jedes MAN sendet Signalisierungspakete zur MAC-Schicht
LMAC des SAN, die einen Warteschlangenzustandsbericht beinhalten, der angibt, wie
viele Daten übertragen werden müssen, und die Zeit, zu der die Daten gesendet
werden müssen, angibt. Der Warteschlangenzustandsbericht weist wie nachstehend
in Tabelle 4 gezeigt drei Felder auf, die letzte Lieferzeit des Datenpakets am Kopf
der Warteschlange und daher mit höchster Priorität, die letzte Lieferzeit
des Datenpakets am Ende der Warteschlange, die daher die niedrigste Priorität
aufweist, und die gesamte Länge der Daten in der Warteschlange:
Tabelle 4: Zustandspaketformat
wobei die Felder wie folgt definiert sind:
Abfolgenummer: identifiziert die Abfolgenummer des Zustandspakets, so dass der
SAN 6 die Abfolgereihenfolge verschiedener Zustandspakete vom gleichen
MAN 2 identifizieren kann;
U: Markierung kleiner Einheiten, die identifiziert, ob die nachfolgende Warteschlangenlänge
in großen oder kleinen Dateneinheiten ausgedrückt ist; die großen
Einheiten können der Kapazität eines Schlitzes von 20 ms gleich sein;
Warteschlangenlänge: die Länge der Datenwarteschlange am MAN
2, die gemäß der Markierung kleiner Einheiten in großen
oder kleinen Einheiten ausgedrückt ist;
Zeit Kopf: die Lieferzeit, als Versatz von der Zeit der Übertragung des
Warteschlangenzustandsberichts, des ersten Pakets in der Datenwarteschlange; und
Zeit Ende: die Lieferzeit, als Versatz von der Zeit der Übertragung des
Warteschlangenzustandsberichts, des letzten Pakets in der Datenwarteschlange.
Dieses Format ist insofern besonders leistungsfähig, als es das
Übertragen der Übertragungszeitanforderungen eines jeden der Datenpakete,
welches einen zu großen Signalisierungssteuerungsaufwand benötigen würde,
vermeidet, während es der MAC-Schicht LMAC des SAN genug Informationen bereitstellt,
um zu entscheiden, wie viel Kapazität, und wann, dem anfordernden MAN
2 zugeteilt werden soll.
Doch der Wartschlangenzustandsbericht nimmt immer noch eine bedeutende
Bandbreite auf den MESP-Kanälen ein, die benötigt werden kann, um Datenpakete
zu Zeiten einer hohen Belastung zu übertragen. Überdies kann die MAC-Schicht
MMAC des MAN Warteschlangenzustandsinformationen in einem konfliktbasierten Schlitz
übertragen, wenn keine reservierte Kapazität verfügbar ist, was die
Wahrscheinlichkeit einer Kollision in den konfliktbasierten Schlitzen erhöht.
Um die Konfliktschlitzbelastung zu verringern, und daher zu gestatten, dass etwas
dieser Bandbreite für die Datenpaketzuteilung zurückgefordert wird, kann
der SAN 6 Berichtsebenen-Steuersignalisierungspakete übertragen, die
an alle MANs 2 gerichtet sind. Die Steuersignalisierungspakete können
die Mindestverzögerung angeben, die benötigt wird, bevor der Warteschlangenzustand
in einem Konfliktschlitz berichtet wird, und können auch einen Berichtssteuerparameter
angeben, der bestimmt, ob die MANs 2 Warteschlangenzustandsinformationen
so rasch als möglich (abhängig von der Mindestverzögerung), so spät
als möglich, oder an einem bestimmten Punkt zwischen diesen beiden Extremen
übertragen werden. Die späteste mögliche Verzögerung wird aus
den QoS-Verzögerungsanforderungen und der Zweiwege(MAN-SAN-MAN)-Verzögerung
bestimmt und gestattet dem SAN 6 nur eine Mindestzeit, um bei Empfang der
Warteschlangenzustandsinformationen die Rücksendekapazität zuzuteilen.
Die MAC-Schicht MMAC jedes MAN wendet bei Erhalt eines Berichtsebenen-Steuersignalisierungspakets
die darin angegebenen Parameter an. In Fällen, in denen die QoS-Anforderungen
der Dienstverbindungen mit einem MAN 2 sehr schnell zunehmen, kann ein
langer Mindestberichtszeitabstand und/oder ein hoher Berichtssteuerparameter die
Anforderungen der MAC-Schicht des MAN nach Kapazität verzögern, so dass
der SAN 6 unfähig ist, die benötigten Verzögerungszeiten,
die für alle MANs in den QoS-Verzögerungsanforderungen angegeben sind,
zu erfüllen. Ein kurzer Mindestberichtszeitabstand und/oder ein niedriger Berichtssteuerparameter
wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Anforderungen der MAC-Schicht des MAN den
SAN 6 rechtzeitig erreichen, damit die benötigte Kapazität zugeteilt
wird, erhöhen, wird aber die Anzahl der benötigten Konfliktschlitze erhöhen.
Der SAN 6 kann die passenden Parameter für die Mischung des getragenen
Verkehrs bestimmen.
Die MAC-Schicht LMAC des SAN teilt periodisch einen zusammenhängenden
Block von zumindest neun Blöcken von 5 ms als Zeittakterlangungsgruppe zu und
überträgt ein Signalisierungspaket, das diese Zuteilung angibt. Die Länge
und die Frequenz der Zeittakterlangungsgruppen wird durch die MAC-Gruppe LMAC des
SAN gemäß der erwarteten Nachfrage (die durch die festgestellte Zeittakterlangungsgruppenbelastung
bestimmt werden kann) abhängig von einem vorbestimmten Höchstzeitabstand
zwischen Zeittakterlangungsgruppen zugeteilt, um einen leistungsfähigen Betrieb
des Zeittakterlangungsprotokolls zu gestatten.
Die MAC-Schicht LMAC des SAN bestimmt auch die kleinsten und größten
randomisierenden Zeitabstände und weitere Zeitabstände, für die die
MANs 2 wie oben beschrieben warten, bevor ein Zeittakterlangungsburst im
Anschluss an eine erfolglose Zeittakterlangung neuübertragen wird. Diese Zeitabstände
bestimmten die Zeittaktausbreitung der Zeittakterlangungsburstneuübertragungen
und sind so gewählt, dass sie die Wahrscheinlichkeit einer Kollision zwischen
Neuübertragungen gering halten, ohne eine übermäßige Verzögerung
für die MANs 2, die die Zeittakterlangung durchführen, zu verursachen.
Die MAC-Schicht LMAC des SAN überwacht auch den Verkehr, der
auf den LESP-Kanälen übertragen wird, um die zukünftigen Übertragungskapazitätsbedürfnisse
eines jeden der MANs 2 vorherzusagen. Zum Beispiel werden dem MAN
2 für jede Dienstverbindung, die in der ARQ-Betriebsart tätig
ist, Betriebsmittel zugeteilt, durch die die Verbindung tätig ist, wenn ein
ARQ-Zeitüberwachungszeitraum dabei ist, abzulaufen. Es kann auch eine dienstspezifische
Betriebsmittelvorhersage durchgeführt werden. Zum Beispiel wird dann, wenn
die MAC-Schicht LMAC des SAN feststellt, dass ein Paket, das zu einem MAN
2 übertragen wird, eine Anforderung für die Übertragung
eines Blocks von Daten enthält, dem MAN 2 die Kapazität, die
nötig ist, um diesen Block von Daten zu übertragen, zugeteilt, ohne darauf
zu warten, dass der MAN 2 die zusätzliche Kapazität anfordert.
Es kann jedoch möglicherweise nicht möglich sein, die Dateninhalte von
Paketen zu interpretieren, zum Beispiel, wenn die Inhalte bereits verschlüsselt
sind oder der MAC-Schicht LMAC des SAN die Art der Anwendung unbekannt ist. Überdies
kann die Interpretation von Benutzerdaten durch Kommunikationsschnittstellen für
Benutzer nicht annehmbar sein. Daher kann zusätzlich oder alternativ ein statistisches
Modell am SAN 6 gespeichert werden und verwendet werden, um die Nachfrage
durch die MANs 2 vorherzusagen; optional kann das statistische Modell durch
Überwachen des Verkehrsflusses an einzelnen Duplexverbindungen über die
LESP- und MESP-Kanäle und Ableiten statistischer Muster abgeändert werden.
Zum Beispiel kann festgestellt werden, dass einer Abfolge von kurzen Datenpaketen
mit einer konstanten Länge und einem konstanten Abstand, die zu einer Dienstverbindung
auf dem MAN 2 übertragen werden, gewöhnlich ein hoher Fluss von
Daten folgt, die durch den MAN 2 von dieser Dienstverbindung übertragen
werden. Das statistische Modell wird dann aktualisiert, so dass dem MAN
2 jedes Mal, wenn danach die gleiche Abfolge von Datenpaketen festgestellt
wird, zusätzliche Kapazität in der Richtung vom Mobiltelefon zugeteilt
wird, falls eine solche verfügbar ist. Diese umgekehrte Datenflussvorhersage
verringert die Menge der Warteschlangensignalisierung, die durch den MAN
2 übertragen werden muss.
Die obigen Ausführungsformen wurden nur beispielhaft unter Bezugnahme
auf bestimmte InmarsatTM-Systeme beschrieben, und die Gesichtspunkte
der vorliegenden Erfindung sind nicht darauf beschränkt. Stattdessen können
Gesichtspunkte der vorliegenden Erfindung auf terrestrische drahtlose Netzwerke,
insbesondere jene, die einen konfliktbasierten Zugriff unterstützen, angewendet
werden. Die obigen Ausführungsformen sind unter Bezugnahme auf eine Architektur
veranschaulicht, in der mehrere bewegliche Endgeräte über einen einzelnen
Zugangspunkt (den SAN) über einen Satelliten, der nur als Repeater wirkt, auf
ein Netzwerk zugreifen. Doch Gesichtspunkte der vorliegenden Erfindung sind auch
auf Satellitennetzwerke anwendbar, in denen ein oder mehrere Satelliten Betriebsmittelverwaltungs-
und/oder Formatierungsfunktionen durchführen. Darüber hinaus ist es nicht
wesentlich, dass die beweglichen Endgeräte Betriebsmittelzuteilungssignale
vom gleichen Knoten erhalten, mit dem die zugeteilten Betriebsmittel zur Kommunikation
verwendet werden.
Obwohl die Vorrichtung der bestimmten Ausführungsformen hinsichtlich
funktionaler Blöcke beschrieben wurde, entsprechen diese Blöcke nicht
notwendigerweise diskreten Hardware- oder Softwareobjekten. Wie wohlbekannt ist,
können die meisten Basisbandfunktionen in der Praxis durch geeignet programmierte
DSPs oder Allzweckprozessoren durchgeführt werden, und kann die Software anstatt
hinsichtlich des Aufbaus hinsichtlich der Geschwindigkeit optimiert sein.
Anspruch[de]
Verfahren zum Übertragen durch einen drahtlosen Sender-Empfänger
(2) in einem Funknetz, gekennzeichnet durch:
Übertragen eines Zustandsberichts an das Netz, der eine Menge an Daten, die
auf Übertragung durch den Sender-Empfänger (2) warten, und die
erforderliche Übertragungszeit wenigstens einiger der Daten angibt.Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Zustandsbericht sich auf Übertragung
in einem bestimmten Kanal bezieht.Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Zustandsbericht umfasst:
ein Längefeld, das die Menge an Daten, die auf Übertragung warten, angibt;
ein Startzeitfeld, das die erforderliche Übertragungszeit eines ersten Abschnitts
der Daten, die auf Übertragung warten, angibt; und
ein Endzeitfeld, das die erforderliche Übertragungszeit eines letzten Abschnitts
der Daten, die auf Übertragung warten, angibt.Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erforderliche
Übertragungszeit relativ zu der Übertragungszeit des Zustandsberichts
angegeben wird.Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, einschließlich
des Bestimmens der Menge an Daten und der erforderlichen Übertragungszeit.Drahtloser Sender-Empfänger (2) für ein Funknetz,
gekennzeichnet durch:
Mittel zum Übertragen eines Zustandsberichts an das Netz, der eine Menge an
Daten, die auf Übertragung durch den Sender-Empfänger (2) warten,
und die erforderliche Übertragungszeit wenigstens einiger der Daten angibt.Drahtloser Sender-Empfänger (2) nach Anspruch 6, wobei
der Zustandsbericht sich auf Übertragung in einem bestimmten Kanal bezieht.Drahtloser Sender-Empfänger (2) nach Anspruch 6 oder 7,
wobei der Zustandsbericht umfasst:
ein Längefeld, das die Menge an Daten, die auf Übertragung warten, angibt;
ein Startzeitfeld, das die erforderliche Übertragungszeit eines ersten Abschnitts
der Daten, die auf Übertragung warten, angibt; und
ein Endzeitfeld, das die erforderliche Übertragungszeit eines letzten Abschnitts
der Daten, die auf Übertragung warten, angibt.Drahtloser Sender-Empfänger (2) nach einem der Ansprüche
6 bis 8, wobei die erforderliche Übertragungszeit relativ zu der Übertragungszeit
des Zustandsberichts angegeben wird.Drahtloser Sender-Empfänger (2) nach einem der Ansprüche
6 bis 9, einschließlich Mittel zum Bestimmen der Menge an Daten und der erforderlichen
Übertragungszeit.