| Dokumentenidentifikation |
EP1850014 13.12.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001850014 |
| Titel |
Kreiselpumpe |
| Anmelder |
Bühler Motor GmbH, 90459 Nürnberg, DE |
| Erfinder |
Ihle, Olai, 90542 Eckental, DE; Peterreins, Thomas, 90475 Nürnberg, DE; Schmidt, Helmut, 90765 Fürth, DE; Suttner-Reimann, Armin, 91126 Schwabach, DE |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, MT, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
14.03.2007 |
| EP-Aktenzeichen |
070052196 |
| EP-Offenlegungsdatum |
31.10.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.12.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
F04D 29/02(2006.01)A, F, I, 20071002, B, H, EP
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| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft eine Kreiselpumpe (100) mit einem
aus spritzgusstechnisch verarbeitbarem Kunststoffmaterial bestehenden Pumpengehäuse
(102), mit einem ersten Gehäuseteil (103), das mit einem Saugstutzen (105)
und einem Druckstutzen (106) einstückig ist und einen Dichtungsbereich (133)
aufweist, über den es flüssigkeitsdicht mit einem zweiten, einen Elektromotor
(10) aufnehmendem Gehäuseteil (104) verbunden ist und einem Motorgehäuseteil
(44).
Aus der
DE 199 56 380 C1
ist eine gattungsgemäße Kreiselpumpe bekannt, bei der ein Dichtring
eingebracht werden muss um den flüssigkeitsdurchströmten Pumpenraum der
Kreiselpumpe abzudichten. Für das Motorgehäuseteil ist keine Dichtung
offenbart. Weiter sind Schrauben vorgesehen mit deren Hilfe die Gehäuseteile
miteinander verbunden werden. Die bekannte Kreiselpumpe weist eine große Anzahl
an Einzelteilen auf, die montiert werden müssen. Die Dichtheit des Motorgehäuses
kann nur in begrenztem Umfang sichergestellt werden. Die Schraubverbindung zwischen
den Gehäuseteilen verringert die Einsatzmöglichkeiten der Pumpe weil für
jede Orientierung des Druckstutzens in Bezug auf die Befestigungsmittel der Kreiselpumpe
eine Gehäusevariante bevorratet werden muss.
Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Kreiselpumpe
darzustellen, bei der eine sehr gute Dichtigkeit bei minimaler Teileanzahl, minimalem
Gewicht und bei minimalem Montageaufwand bei universeller Einsetzbarkeit erreicht
wird, ohne den optischen Gesamteindruck der Kreiselpumpe zu sehr zu beeinträchtigen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass das zweite Gehäuseteil (104) aus einem für Laserlicht einer Wellenlänge
oder eines Wellenlängenbereichs durchlässigem Material und das erste Gehäuseteil
(103) aus einem dasselbe Laserlicht absorbierendem Material besteht und das erste
Gehäuseteil (103) und das zweite Gehäuseteil (104) miteinander verschweißt
sind. Durch die Schweißverbindung wird sowohl ein Dichtungsteil als auch Befestigungsmittel,
wie Schrauben eingespart, wodurch auch deren Montage, Gewicht und Lagerhaltung entfällt.
Die Verwendung von teilweise transparentem Material erlaubt es die Schweißnaht
an nahezu beliebiger und geschützter Stelle zu herzustellen. Da das zweite
Gehäuseteil bei der gattungsgemäßen Pumpenbauart den geringsten Anteil
an der sichtbaren Gehäusefläche ausmacht, wird dieses Gehäuseteil
als laserlichtdurchlässiges Material ausgebildet, ist der optische Gesamteindruck
nur unwesentlich beeinträchtigt. Die Farbe des für die Laserstrahlen transparenten
Materials unterscheidet sich nämlich auch im sichtbaren Frequenzbereich deutlich
von den üblicherweise schwarzen Gehäuseteilen.
Weiterbildungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen
dargestellt. Es wird vorgeschlagen auch das Motorgehäuseteil mit dem zweiten
Gehäuseteil zu verschweißen, wobei das Motorgehäuseteil (44) aus
einem Material besteht, das dasselbe Laserlicht, für das das Material des zweiten
Gehäuseteils (104) durchlässig ist, absorbieren kann. Durch die Materialwahl
wird die Anzahl der zu verarbeitenden Kunststoffmaterialien minimiert. Durch die
Verschweißung des Motorgehäuseteils, wird eine optimale Abdichtung von
stromführenden Teilen erreicht.
Um die gewünschte Dichtwirkung zu erreichen muss das
erste Gehäuseteil (103) einen ersten Dichtungsbereich (133), das zweite Gehäuseteil
(104) einen zweiten Dichtungsbereich (144) und dritten Dichtungsbereich (145) und
das Motorgehäuseteil (44) einen vierten Dichtungsbereich (444) aufweisen.
Es ist besonders vorteilhaft für den optischen Eindruck
der Kreiselpumpe wenn der zweite Dichtungsbereich (144) und der dritte Dichtungsbereich
(145) so nahe beieinander liegen, dass maximal 20% der sichtbaren Gesamtfläche
von Kreiselpumpe (100) und Elektromotor (10) vom zweiten Gehäuseteil (104)
eingenommen werden.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der Kreiselpumpe wird vorgesehen, dass das erste Gehäuseteil (103) und das
zweite Gehäuseteil (104) Verbindungsgeometrien aufweisen, mit deren Hilfe Kraftschluss
oder Formschluss zwischen diesen Gehäuseteilen (103, 104) herstellbar ist.
Diese Verbindung dient zum einen, für eine leichte Handhabung im Montageprozess.
Auf diese Weise lässt sich auch die Vormontage von der Endmontage räumlich
getrennt durchführen. Zum anderen wird eine gute Anlage der Verbindungsbereiche
aneinander ermöglicht und damit die Qualität der Schweißverbindung
verbessert.
Aus den gleichen Gründen könnten auch das zweite
Gehäuseteil (104) und das Motorgehäuseteil (44) Verbindungsgeometrien
aufweisen, mit deren Hilfe Kraftschluss oder Formschluss zwischen diesen Gehäuseteilen
(104, 44) herstellbar ist.
Eine besonders einfach darstellbare Verbindungsgeometrie
wird dadurch erreicht, dass die Verbindungsgeometrien zueinander komplementäre
kegelige oder konische Flächen sind. Durch Keilwirkung wird hierbei eine gute
kraftschlüssige Verbindung erreicht.
Sind der erste Dichtungsbereich (133) und der zweite Dichtungsbereich
(144) Teil der kegeligen oder konischen Flächen, dann wird die erwähnte
gute Anlage der zu verbindenden Teile miteinander erreicht. Das gleiche gilt, wenn
der dritte Dichtungsbereich (145) und der vierte Dichtungsbereich (444) Teil der
kegeligen oder konischen Flächen sind.
Es ist vorgesehen, dass das zweite Gehäuseteil (104)
einstückig mit einem Spalttopf (116) ist, der einen Nassbereich der Kreiselpumpe
von einem Trockenbereich trennt.
Vorzugsweise wird die Kreiselpumpe durch einen elektronisch
kommutierten Gleichstrommotor angetrieben, in diesem Fall trägt das zweite
Gehäuseteil (104) dessen Stator (40).
Das erste Gehäuseteil (103) weist einen ersten Ring
(131) auf. An diesen Ring kann ein erster Flansch (130) des ersten Gehäuseteils
(103) anschließen. Dabei stellt eine Ringaußenfläche des ersten Rings
(131) vorzugsweise ein Bestandteil der Verbindungsgeometrien dar. Weiter ist vorgesehen,
dass der erste Dichtungsbereich (133) am ersten Ring (131) angeordnet ist.
Das zweite Gehäuseteil (104) weist einen in seiner
Grundform scheibenförmigen zweiten Flansch (140) auf. Am radial äußeren
Rand des zweiten Flansches (140) kann ein zweiter Ring (141) anschließen. Dabei
soll der zweite Flansch (140) und der zweite Ring (141) einen zweckmäßigen
T-förmigen Querschnitt aufweisen. In diesem Fall können die durch den
zweiten Flansch voneinander getrennten Ringinnenflächen Bestandteile der Verbindungsgeometrien
darstellen. Der zweite und dritte Dichtungsbereich (144, 145) kann am zweiten Ring
(141) angeordnet sein.
Das Motorgehäuseteil (44) weist einen dritten Ring
(441) auf, wobei eine Ringaußenfläche des dritten Rings (441) ein Bestandteil
der Verbindungsgeometrien darstellt. Es ist vorgesehen, dass der vierte Dichtungsbereich
am dritten Ring (441) angeordnet ist.
Ein wichtiger Vorteil der erfindungsgemäßen Kreiselpumpe
besteht in ihrer universellen Einsetzbarkeit. Diese lässt sich dadurch erreichen,
dass nur am zweiten Gehäuseteil (104) Befestigungsmittel für die Befestigung
der Kreiselpumpe (100) vorgesehen sind. Es ist auch möglich, dass am ersten
und am zweiten Gehäuseteil (103, 104) Befestigungsmittel vorgesehen sind, wobei
diese so ausgebildet sind, dass eine große Anzahl von Winkellagen zwischen
dem ersten und dem Zweiten Gehäuseteil möglich sind. Im letzteren Fall
kann jedoch keine stufenlose Wahl der Winkellage mehr erfolgen.
Als bevorzugtes Material für erste Gehäuseteil
(103) und das Motorgehäuseteils (44) wird Grivory HTV 4H1 schwarz vorgeschlagen.
Für das zweite Gehäuseteil (104) kann dann entsprechend Grivory HTV 4H1
natur verwendet werden. Es handelt sich dabei jeweils um das gleiche Material mit
unterschiedlichen Additiven.
Es ist wichtig, dass die formschlüssige oder die kraftschlüssige
Verbindung zwischen dem ersten Gehäuseteil (103) und dem zweiten Gehäuseteil
(104) jede beliebige Winkellage zwischen diesen beiden Gehäuseteilen (103,
104) zulässt. Als universelle formschlüssige Verbindung zwischen dem ersten
und dem zweiten Gehäuseteil (103, 104) eignet sich besonders eine Ringschnappverbindung,
bei dieser sind die zu verbindenden Teile nur axial festgelegt.
Ein besonders bevorzugtes Verfahren zur Herstellung einer
Kreiselpumpe ist dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuseteil (103) mit
dem zweiten Gehäuseteil (104) und das zweite Gehäuseteil (104) mit dem
Motorgehäuse (44) in einem Arbeitsgang durch Laserdurchstrahlschweissen miteinander
verbunden werden. Hierdurch kann die Durchlaufzeit minimiert werden, weil die beiden
Dichtungen nicht nacheinander hergestellt werden müssen.
Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der
Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt:
- Fig. 1 eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Kreiselpumpe
- Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus einem Verbindungsbereich
eines Gehäusese der Kreiselpumpe und
- Fig. 3 eine Explosionsdarstellung eines Gehäuses der Kreiselpumpe.
Fig. 1 zeigt eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße
Kreiselpumpe 100, mit einem Pumpengehäuse 102, bestehend aus einem ersten Gehäuseteil
103 und einem daran anschließenden zweiten Gehäuseteil 104. Ein Motorgehäuseteil
44 begrenzt einen Trockenraum, der von einem Stator (40) eines elektronisch kommutierten
Gleichstrommotors und seiner Ansteuerelektronik ausgefüllt wird. Das Motorgehäuseteil
44 schließt an das zweite Gehäuseteil 102 and. Das erste und das zweite
Gehäuseteil 103, 104 begrenzen einen Nassraum 101 der Kreiselpumpe. Das zweite
Gehäuseteil 104 ist einstückig mit einem Spalttopf 116 geformt, welcher
den Nassraum 101 von einem Trockenraum 99.
Der Nassraum 101 enthält eine Achse 49, die zwischen
einer spalttopfseitigen Achsaufnahme 48 und einer saugstutzenseitigen Achsaufnahme
47 fest eingebaut ist. Eine Rändelung am Achsenende verhindert eine Verdrehung
der Achse 49 während des Pumpenbetriebs. Auf der Achse 49 ist ein Festlager
54 drehbar gelagert, welches in einer hohlen Welle 51 des Rotors 50 eingepresst
ist. Die Welle 51 ist einstückig mit einem Pumpenlaufrad 59, das mehrere etwa
spiralförmig geformte Flügel 591 für die Flüssigkeitsförderung
enthält. Die Stirnflächen des Festlagers 54 können sich axial unter
Zwischenlage von Anlaufscheiben gegen die spalttopfseitige Achsaufnahme 48 und gegen
die saugstutzenseitige Achsaufnahme 47 abstützen. Ein hohlzylindrischer Ferritmagnet
52 ist auf die hohle Welle 51 aufgeklebt, wobei ein elastischer Kleber verwendet
wird, der in vier oder fünf in die Hohlwelle geformte achsparallele Nuten 511
eingebracht ist.
Der Trockenraum 99 enthält den Stator 40 des elektronisch
kommutierten Gleichstrommotors 10, der in Form einer hohlzylindrischen Statorwicklung
41 ausgebildet ist, wobei deren Magnetfeld im Betrieb über Klauenpole in alternierende
Weise an den Umfang des Spalttopfs 116 geführt wird und mit dem hohlzylindrsichen
Permanentmagneten 52 im Nassraum 101 wechselwirkt. Der magnetische Kreis wird durch
einen Rückschlussring 43, der mit den Klauenpolen 42 verbunden ist, geschlossen.
Die Klauenpole 42 sind durch Umspritzen mit einem Isolierstoffkörper 46 versehen,
der die Klauenpole 42 mechanisch aber nicht magnetisch miteinander verbindet. Der
Stator 40 weist im vorliegenden Beispiel vier Polpaare auf. Der Isolierstoffkörper
46 ist geometrisch so geformt, dass die Wicklungsdrähte der Statorwicklung
41 mit Klemmschneidkontakte aufweisende Kontaktpins 62 verbindbar sind, wobei diese
Klemmschneidkontakte im Isolierstoffkörper 46 mechanisch befestigbar sind.
Die Kontaktpins 62 sind als Kombi-Kontakte geformt und an ihrem dem Klemmschneidkontakt
63 gegenüberliegenden Ende in eine Leiterplatte 61 eingepresst und dadurch
mit dieser kontaktiert. Die Kontaktpins 62 enthalten hierfür ein oder zwei
verformbare Einpresszonen. Die Leiterplatte 61 enthält einen Hall-Sensor 71,
einen integrierten Schaltkreis 70 für die Beschaltung der Statorwicklung, einen
PTC für den Wicklungsschutz und Steckerpins 64 für die Spannungsversorgung.
Das Motorgehäuseteil 44 beinhaltet ein Steckergehäuse 65 in welchem die
Steckerpins 64 angeordnet sind. Elektronische Bauteile mit großer Verlustwärme
werden über Wärmeleitfolien 67 zum Nassraum 101 hin entwärmt. Leiterbahnen,
die zur Kontaktierung von zu kühlenden Bauelementen dienen, sind so dimensioniert,
dass zur leichteren Wärmeabfuhr möglichst breite Leiterbahnen 66 auf der
Leiterplatte 61 vorgesehen sind. Um eine besonders gute Ausnutzung der Leiterplatte
61 und eine optimale Wärmeabfuhr zu erreichen, sind die unterschiedlichen Leiterbahnen
66 unterschiedlich breit ausgeführt, je nach dem wie viel Wärme in dem
zu kontaktierenden Bauteileanschluss entsteht. In der Welle 51 ist eine Längsnut
als Kühlkanal zwischen einem Boden 117 des Spalttopfs 116 und dem Pumpenlaufrad
59 eingeformt, der eine kontinuierliche Umwälzung des Fördermediums auch
im Innenbereich des Spalttopfs 116 erzwingt. Die Leiterplatte ist zwischen einer
Stirnseite 45 des Motorgehäuses 44 und dem Boden 117 des Spalttopfs 116 angeordnet
und über die Wärmeleitfolie 67 in wärmeleitendem Kontakt mit dem
Boden 117 gehalten.
Das erste Gehäuseteil 103 weist einen ersten Flansch
130 und einen ersten daran anschließenden Ring 131 auf. Das zweite Gehäuseteil
104 weist einen zweiten Flansch 140 und einen zweiten daran anschließenden
Ring 141 auf. Das Motorgehäuseteil weist einen dritten Ring 441 auf. Der zweite
Flansch 140 und der zweite Ring 141 bilden im Querschnitt zusammen eine T-Form.
Es sind vier Dichtungsbereiche 133, 144, 145 und 444 vorgesehen. Der erste Dichtungsbereich
befindet sich auf der radial außen liegenden Seite des ersten Rings 131 am
ersten Gehäuseteil 103. Gegenüberliegend auf der radial innen liegenden
Seite des zweiten Rings 141 und des zweiten Gehäuseteils 104 befindet sich
der zweite Dichtungsbereich 144. Ebenfalls auf der radial innen liegenden Seite
des zweiten Rings 141 und des zweiten Gehäuseteils 104 befindet sich der dritte
Dichtungsbereich 145. Diesem gegenüberliegend auf der radial außen liegenden
Seite des dritten Rings 441 und des Motorgehäuseteils 44 befindet sich der
vierte Dichtungsbereich 444. Das zweite Gehäuseteil 104 besteht aus einem für
Laserlicht einer Wellenlänge oder eines Wellenlängenbereichs durchlässiges
Material. Das erste Gehäuseteil 103 und das Motorgehäuseteil 44 bestehen
aus einem dasselbe Laserlicht absorbierendem Material. Dadurch lässt sich ein
Laserstrahl ohne Erwärmung des transparenten Materials bis zu einer Nahtstelle
führen. Dort trifft der Strahl auf Material, das das Licht absorbiert und in
Wärme umwandelt, wodurch der Kunststoff aufschmilzt und eine innige Verbindung
mit dem benachbarten Material eingeht.
Da die beiden zu verschweißenden Dichtungsbereiche
nahe beieinander liegen ist es ohne Schwierigkeiten möglich die beiden Nähte
in einer Vorrichtung und in einem Arbeitsgang herzustellen. Die Schweißvorrichtung
kann zwei einzelne Laser aufweisen, wobei mit jeweils einem Laserstrahl eine Schweißnaht
hergestellt wird oder sie kann einen einzigen Laser aufweisen, dessen Ausgangsstrahl
durch einen Strahlteiler in zwei Strahlenbündel geteilt wird, von denen jeder
eine der Schweißnähte erzeugt. Im vorliegenden Beispiel werden die Laserstrahlen
radial auf das Pumpengehäuse gelenkt.
Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus
dem Verbindungsbereich des ersten Gehäuseteils 103 mit dem zweiten Gehäuseteil
104 und zwischen dem zweiten Gehäuseteil 104 und dem Motorgehäuseteil
44.
Fig. 3 zeigt eine Explosionsdarstellung des Gehäuses
der Kreiselpume 100 mit dem ersten Gehäuseteil 103, dem zweiten Gehäuseteil
104 und dem Motorgehäuseteil 44. Das erste Gehäuseteil 103 weist einen
Saugstutzen 105, einen Druckstutzen 106 auf.
In den Fig. 2 und 3 ist der erste Flansch 130 mit dem daran
anschießenden ersten Ring 131 und dem ersten Dichtungsbereich 133, das zweite
Gehäuseteil 104, das den Spalttopf 116 umfasst, der zweite Flansch 140 und
der zweite Ring 141, der an seiner Innenseite den zweiten Dichtungsbereich 144 und
den dritten Dichtungsbereich 145 aufweist und das Motorgehäuseteil 44, das
den den dritten Ring 441 und den vierten Dichtungsbereich 444 umfasst, ersichtlich.
Der erste Ring 131 und der zweite Ring 141, sowie der zweite Ring 141 und der dritte
Ring 441 sind so aufeinander abgestimmt, dass sie leicht kegelig ausgeführt
sind, so dass sich nach dem axialen Fügen und vor dem Schweißen bereits
eine kraftschlüssige Verbindung ergibt.
Bezugszeichenliste
- 10
- Elektromotor
- 20
- Luftspalt
- 40
- Stator
- 41
- Statorwicklung
- 42
- Klauenpol
- 420
- ringscheibenförmige Statorbleche
- 421
- Ende
- 422
- Aussparung
- 423
- Steg
- 424
- Luftspalt
- 43
- Rückschlussring
- 430
- Blechbrücke
- 431
- Schlitz
- 432
- Verbindungsschlitz
- 433
- offener Schlitz
- 434
- Freisparung
- 435
- erster Rand
- 436
- zweiter Rand
- 437
- Nahtstelle
- 438
- Verbindungsmittel
- 439
- Blechzunge
- 44
- Motorgehäuse
- 45
- Stirnseite (des Motorgehäuses)
- 46
- Isolierstoffkörper
- 461
- Aufnahmeschlitz
- 462
- Montageausnehmung
- 463
- Befestigungsmittel
- 464
- Anschlag
- 465
- Schnappmittel
- 466
- Vorsprung
- 467
- Halterung (für Steckerpin)
- 47
- saugstutzenseitige Achsaufnahme
- 48
- spalttopfseitige Achsaufnahme
- 49
- Achse
- 50
- Rotor
- 51
- Welle
- 511
- Nut
- 512
- Scheibe
- 52
- hohlzylindrischer Permanentmagnet
- 521
- Arbeitsmagnetisierung
- 522
- Sensorspur-Magnetisierung
- 523
- Stirnseite (des Permanentmagneten)
- 524
- Sicherheitsspalt
- 53
- elastisches Verbindungsmittel
- 531
- erster Bereich (breit)
- 532
- zweiter Bereich (schmal)
- 54
- Festlager
- 58
- Längsnut (für sekundären Flüssigkeitskreislauf)
- 59
- Pumpenlaufrad
- 591
- Flügel
- 60
- Elektronik
- 61
- Leiterplatte
- 611
- Ausnehmungen
- 62
- Kontaktpin
- 63
- Klemmschneidkontakt
- 64
- Steckerpin
- 641
- Anformungen
- 65
- Steckergehäuse
- 66
- Leiterbahn
- 67
- Wärmeleitfolie
- 70
- Integrierter Schaltkreis (lC)
- 71
- Hall-Sensor
- 99
- Trockenraum
- 100
- Kreiselpumpe
- 101
- Nassraum
- 102
- Pumpengehäuse
- 103
- erstes Gehäuseteil
- 104
- zweites Gehäuseteil
- 105
- Saugstutzen
- 106
- Druckstutzen
- 109
- Pumpenraum
- 111
- runde Kontur
- 112
- Sporn
- 113
- Übergangsbereich
- 114
- Umfangswandung
- 115
- scharfe Kante
- 116
- Spalttopf
- 117
- Boden
- 118
- Rotorraum
- 119
- Vertiefung
- 120
- spiralförmige Innenkontur
- 121
- Aufnahme
- 122
- Pumpenbefestigungsmittel
- 123
- Verrundung
- 130
- erster Flansch
- 131
- erster Ring
- 133
- erster Dichtungsbereich
- 140
- zweiter Flansch
- 141
- zweiter Ring
- 144
- zweiter Dichtungsbereich
- 145
- dritter Dichtungsbereich
- 150
- Schwalbenschwanzkontur
- 151
- komplementäre Kontur
- 152
- V-förmige Ausnehmung
- 441
- dritter Ring
- 444
- vierter Dichtungsbereich
|
| Anspruch[de] |
|
Kreiselpumpe (100) mit einem aus spritzgusstechnisch verarbeitbarem
Kunststoffmaterial bestehenden Pumpengehäuse (102), mit einem ersten Gehäuseteil
(103), das mit einem Saugstutzen (105) und einem Druckstutzen (106) einstückig
ist und einen Dichtungsbereich (133) aufweist, über den es flüssigkeitsdicht
mit einem zweiten, einen Elektromotor (10) aufnehmendem Gehäuseteil (104) verbunden
ist und einem Motorgehäuseteil (44), dadurch gekennzeichnet, dass das
zweite Gehäuseteil (104) aus einem für Laserlicht einer Wellenlänge
oder eines Wellenlängenbereichs durchlässiges Material und das erste Gehäuseteil
(103) aus einem dasselbe Laserlicht absorbierendem Material besteht und das erste
Gehäuseteil (103) und das zweite Gehäuseteil (104) miteinander verschweißt
sind.
Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Pumpengehäuse (102) ohne zusätzliche Dichtungsmaterialien flüssigkeitsdicht
ist.
Kreiselpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Gehäuseteil (104) mit dem Motorgehäuseteil (44) verschweißt
ist, wobei das Motorgehäuseteil (44) aus einem Material besteht, das dasselbe
Laserlicht, für das das Material des zweiten Gehäuseteils (104) durchlässig
ist, absorbieren kann.
Kreiselpumpe nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuseteil (103) einen ersten
Dichtungsbereich (133), dass das zweite Gehäuseteil (104) einen zweiten Dichtungsbereich
(144) und dritten Dichtungsbereich (145) und dass das Motorgehäuse (44) einen
vierten Dichtungsbereich (444) aufweist.
Kreiselpumpe nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Dichtungsbereich (144) und der dritte
Dichtungsbereich (145) so nahe beieinander liegen, dass maximal 20% der sichtbaren
Gesamtfläche von Kreiselpumpe (100) und Elektromotor (10) vom zweiten Gehäuseteil
(104) eingenommen werden.
Kreiselpumpe nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuseteil (103) und das zweite
Gehäuseteil (104) Verbindungsgeometrien aufweisen, mit deren Hilfe Kraftschluss
oder Formschluss zwischen diesen Gehäuseteilen (103, 104) herstellbar ist.
Kreiselpumpe nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gehäuseteil (104) und das Motorgehäuseteil
(44) Verbindungsgeometrien aufweisen, mit deren Hilfe Kraftschluss oder Formschluss
zwischen diesen Gehäuseteilen (104, 44) herstellbar ist.
Kreiselpumpe nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungsgeometrien zueinander komplementäre kegelige oder konische Flächen
sind.
Kreiselpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der
erste Dichtungsbereich (133) und der zweite Dichtungsbereich (144) Teil der kegeligen
oder konischen Flächen sind.
Kreiselpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der
dritte Dichtungsbereich (145) und der vierte Dichtungsbereich (444) Teil der kegeligen
oder konischen Flächen sind.
Kreiselpumpe nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gehäuseteil (104) einstückig
mit einem Spalttopf (116) ist, der einen Nassbereich der Kreiselpumpe von einem
Trockenbereich trennt.
Kreiselpumpe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das
zweite Gehäuseteil (104) einen Stator (40) eines elektronisch kommutierten
Gleichstrommotors trägt.
Kreiselpumpe nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuseteil (103) einen ersten
Ring (131) aufweist.
Kreiselpumpe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der
erste Ring (131) an einen ersten Flansch (130) des ersten Gehäuseteils (103)
anschließt
Kreiselpumpe nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Ringaußenfläche des ersten Rings (131) ein Bestandteil der Verbindungsgeometrien
darstellt.
Kreiselpumpe nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Dichtungsbereich (133) am ersten Ring (131) angeordnet ist.
Kreiselpumpe nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Gehäuseteil (104) einen in seiner Grundform scheibenförmigen
zweiten Flansch (140) aufweist.
Kreiselpumpe nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass am
radial äußeren Rand des zweiten Flansches (140) ein zweiter Ring (141)
anschließt.
Kreiselpumpe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der
zweite Flansch (140) und der zweite Ring (141) einen T-förmigen Querschnitt
aufweisen.
Kreiselpumpe nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die
durch den zweiten Flansch voneinander getrennten Ringinnenflächen Bestandteile
der Verbindungsgeometrien darstellen.
Kreiselpumpe nach Anspruch 18, 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite und dritte Dichtungsbereich (144, 145) am zweiten Ring (141)
angeordnet ist.
Kreiselpumpe nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Motorgehäuseteil (44) einen dritten
Ring (441) aufweist.
Kreiselpumpe nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Ringaußenfläche des dritten Rings (441) ein Bestandteil der Verbindungsgeometrien
darstellt.
Kreiselpumpe nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass
der vierte Dichtungsbereich am dritten Ring (441) angeordnet ist.
Kreiselpumpe nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass nur am zweiten Gehäuseteil (104) Befestigungsmittel
für die Befestigung der Kreiselpumpe (100) vorgesehen sind.
Kreiselpumpe nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass am ersten und am zweiten Gehäuseteil (103,
104) Befestigungsmittel vorgesehen sind, wobei diese so ausgebildet sind, dass eine
große Anzahl von Winkellagen zwischen dem ersten und dem Zweiten Gehäuseteil
möglich sind.
Kreiselpumpe nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Material des ersten Gehäuseteils (103)
und des Motorgehäuseteils (44) Grivory HTV 4H1 schwarz ist und das Material
des zweiten Gehäuseteils (104) Grivory HTV 4H1 natur ist.
Kreiselpumpe nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige oder die kraftschlüssige
Verbindung zwischen dem ersten Gehäuseteil (103) und dem zweiten Gehäuseteil
(104) jede beliebige Winkellage zwischen diesen beiden Gehäuseteilen (103,
104) zulässt.
Kreiselpumpe nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass das
erste Gehäuseteil und das zweite Gehäuseteil (103, 104) mittels einer
Ringschnappverbindung miteinander verbunden sind.
Verfahren zur Herstellung einer Kreiselpumpe nach zumindest einem der
vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuseteil
(103) mit dem zweiten Gehäuseteil (104) und das zweite Gehäuseteil (104)
mit dem Motorgehäuse (44) in einem Arbeitsgang durch Laserdurchstrahlschweissen
miteinander verbunden werden.
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