Die Erfindung betrifft einen Verbundwerkstoff aus einer hochfesten
Aluminiumlegierung, der insbesondere zur Herstellung von in Fahrzeugen verwendeten
hartgelöteten Wärmeübertragern eingesetzt wird.
Mit der Forderung der Fahrzeugindustrie, leichtere und dünnwandige
Materialien herzustellen, wird die Entwicklung von hochfesten Aluminiumlegierungen
forciert.
Aluminiumlegierungen bzw. Bauteile aus Aluminiumlegierungen weisen
naturgemäß bei einer guten Korrosionsbeständigkeit jedoch nur eine
geringe Festigkeit auf. Durch die Zugabe von Legierungsbestandteilen, wie z.B. Magnesium
Mg, verbessert sich zwar einerseits die Festigkeit der Legierung, andererseits ergeben
sich Probleme hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit nach dem Hartlöten.
Insbesondere bei Aluminiumlegierungen mit Magnesiumanteilen von über 0,3 %
und unter Verwendung von Potassium Aluminiumflourid, z.B. NOCOLOK; als Lotmittel
treten nicht unerhebliche Probleme beim Hartlöten auf. Aluminiumlegierungen
mit einem derartig hohen Magnesiumgehalt haben auf Grund der Diffusion einiger Legierungsbestandteile,
die ein von der Matrix der Aluminiumlegierung abweichendes elektrochemisches Potenzial
aufweisen, dann ein geringes Korrosionsschutzpotenzial.
Wenn Aluminiumlegierungen für hartgelötete Strukturen, wie
z. B. Wärmeübertrager, eingesetzt werden, zeigt der Hartlötwerkstoff
eine kathodische Wirkung auf die als Grundwerkstoff eingesetzte Aluminiumlegierung,
wodurch die Korrosion auf elektrochemischem Wege erleichtert wird. Des Weiteren
besteht bei Hartlötwerkstoffen, die Silizium enthalten, die Gefahr, dass das
Silizium intergranular in die Aluminiumlegierung diffundiert, was zu Korngrenzenkorrosion
führt.
Grundsätzlich ist die Korrosionsgefährdung von Bauteilen
aus Aluminiumlegierung abhängig von den Legierungsbestandteilen, dem Herstellungsprozess,
dem Einbauort und den dort herrschenden Umgebungsbedingungen.
Aus dem Stand der Technik werden deshalb unterschiedliche Verfahren
eingesetzt, um die Korrosionsbeständigkeit von Aluminiumlegierungen zu erhöhen.
Durch die Zugabe von Zink kann der Hartlötwirkstoff derart modifiziert
werden, dass er Anodenwirkung hat. Hierbei fließt der Korrosionsstrom vom unedleren
Beschichtungsstoff zur Aluminiumlegierung. Im Laufe der Zeit wirkt der modifizierte
Hartlötwerkstoff jedoch als Opferanode, in dessen Folge die Aluminiumlegierung
korrodieren kann.
Ein kathodisch wirkende Aluminiumlegierung wird dagegen erzielt, wenn
der Aluminiumlegierung ein weiteres Element als Legierungsbestandteil zugesetzt
wird. Ferner kann die als Grundwerkstoff eingesetzte Aluminiumlegierung derart verbessert
werden, um die intergranulare bzw. interkristalline Diffusion von Silizium zu verhindern.
In der DE 28 18 564 A1
ist ein Verfahren zum Korrosionsschutz von Aluminiumrohren für Wärmetauscher
und entsprechend hergestellter Wärmetauscher offenbart. Hierbei ist ein zumindestens
teilweise aus Aluminium bzw. einer Aluminiumlegierung hergestellter Wärmetauscher
mit einer Schutzlegierung überzogen. Die Schutzlegierung ist gemäß
den Anmeldeunterlagen eine bis zu 12 % Silizium enthaltende Aluminiumlegierung.
Die US 2002/0142185 A1 offenbart eine 4-Schicht-Aluminiumlegierung
zur Verwendung von Radiatoren. Hierbei sind zwei Zwischenschichten vorgesehen, die
zur Verbesserung des Hartlötverhaltens der Kernschicht eingesetzt werden. Aus
diesen Zwischenschichten kann Silizium in die Kernschicht diffundieren, um die Festigkeit
der Kernschicht zu verbessern. Nachteilig an dieser Erfindung ist allerdings die
schlechte Korrosionsbeständigkeit der Kernschicht.
In der DE 31 27 980 C2
ist ein Verbundwerkstoff für Rohre von hartgelöteten Wärmetauschern
und dessen Verwendung beschrieben. Der Verbundwerkstoff besteht hierbei aus einer
plattierten Aluminium-Kernlegierung, wobei der Plattierwerksstoff aus Reinaluminium,
einer Aluminium-Mangan- oder einer Aluminium-Silizium-Legierung mit einem Kupfergehalt
von höchstens 0,2 % besteht. Kennzeichnend für diese Erfindung ist, dass
die Kernlegierung aus 0,2 bis 2,0 % Kupfer und Aluminium und Verunreinigungen als
Rest besteht. Zusätzlich kann die Kernlegierung 0,01 bis 0,5 % Zirkonium; 0,05
bis 0,5 % Mangan und 0,05 bis 0,5 % Chrom enthalten.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nunmehr darin, einen Verbundwerkstoff,
insbesondere für Rohre von Wärmeübertragern, bereitzustellen, der
eine geringe Masse aufweist, der langlebig, hochfest und korrosionsbeständig
ausgebildet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
indem der Verbundwerkstoff aus einer Aluminiumlegierung aufgebaut ist, und dabei
aus einer hochfesten Kernschicht, einer die Oberseite dieser Kernschicht abdeckenden
Korrosionsschutzschicht und einer auf die Korrosionsschutzschicht aufgebrachten
Lotschicht besteht.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind jedoch zusätzlich
zu der Oberseite der Kernschicht auch die Unterseite mit einer Korrosionsschutzschicht
und einer darauf platzierten Lotschicht versehen. Die Schichtanzahl des doppelseitig
beschichteten Verbundkörpers erhöht sich damit auf fünf Schichten
gegenüber drei Schichten des nur einseitig beschichteten Verbundkörpers.
Das Aufbringen der Korrosionsschutzschicht auf der Kernschicht erfolgt gemäß
dem Stand der Technik durch ein Plattierverfahren oder durch ein Überziehen.
Der Verbundwerkstoff kann als plattenförmiges, rohrförmiges
oder beliebig geformtes Bauteil ausgebildet sein.
Der wesentliche Vorteil dieser Erfindung besteht darin, dass durch
die Kombination von funktionellen Schichten der Verbundwerkstoff sehr leicht, hochfest
und dabei auch nach dem Hartlöten noch korrosionsbeständig ausgebildet
werden kann.
Die aus einer Aluminiumlegierung bestehende hochfeste Kernschicht
des Verbundwerkstoffs ist weniger korrosionsbeständig und übernimmt im
Wesentlichen eine statische Funktion. Als Legierungsbestandteile sind hierzu 0,2
bis 1,2 % Silizium Si; maximal 0,8 % Eisen Fe; 0,15 bis 1,0 % Kupfer Cu, maximal
1,2 % Mangan Mn; maximal 1,2 % Magnesium Mg; 0,04 bis 0,35 % Chrom Cr; maximal 0,2
% Zink Zn; maximal 0,25 % Titan Ti sowie maximal 0,3 % Zirkonium Zr vorgesehen.
Die auf die Kernschicht vorzugsweise mittels des Plattierungsverfahren
aufgebrachte Zwischenschicht ist als Korrosionsschutzschicht ausgebildet und schützt
somit die darunter liegende Kernschicht. Als bevorzugtes Material zur Bildung dieser
Korrosionsschutzschicht ist eine Long-life-Legierung der Serie AA 3xxx vorgesehen.
Als Legierungsbestandteile und deren Anteile an der Aluminiumlegierung der Korrosionsschutzschicht
sind maximal 0,6 % Silizium Si; maximal 0,7 % Eisen Fe; 0,10 bis 0,3 % Kupfer Cu,
maximal 0,9 bis 1,5 % Mangan Mn; maximal 0,15 % Magnesium Mg; maximal 0,2 % Chrom
Cr; maximal 0,2 % Zink Zn; maximal 0,30 % Titan Ti sowie maximal 0,3 % Zirkonium
Zr vorgesehen. Die Korrosionsschutzschicht weist erfindungsgemäß eine
ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit hinsichtlich intergranularer Korrosion
und Lochfraßkorrosion auf.
Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn die Dicke
der Korrosionsschutzschicht zwischen 5 % und 20 %, und bevorzugt zwischen 5 % und
15 %, der Dicke der Kernschicht beträgt.
Die äußere Schicht des Verbundwerksstoffs wird durch eine
auf die Korrosionsschutzschicht aufgebrachte Lotschicht gebildet, die erfindungsgemäß
5 bis 15 % Silizium Si; maximal 0,8 % Eisen Fe; maximal 0,3 % Kupfer Cu, maximal
0,1 % Mangan Mn; maximal 0,05 % Magnesium Mg; maximal 0,5 % Zink Zn sowie maximal
0,20 % Titan Ti als Legierungsbestandteile enthält. Zur Sicherstellung eines
problemlosen Aufbringens der Lotschicht auf der Korrosionsschicht weist die Lotschicht
einen niedrigeren Schmelzpunkt als die Korrosionsschutzschicht und die Kernschicht
auf. Die verwendete Lotschicht ist eine Al-Silizium-Legierung der Serie 4xxx.
Mit der gezielten Auswahl der Legierungsbestandteile der einzelnen
Schichten, nämlich der Kernschicht, der Korrosionsschicht und der Lotschicht,
des erfindungsgemäßen Verbundwerkstoffs wird ein Korrosionsschutzpotenzial
zwischen den einzelnen Schichten aufgebaut, dass auch nach dem Hartlöten Bestand
hat. Dieses Korrosionsschutzpotenzial zeichnet sich dadurch aus, dass die Kernschicht
gegenüber der Korrosionsschutz kathodisch und die Korrosionsschutzschicht gegenüber
der Lotschicht ebenfalls kothodisch ausgebildet sind. Die Lotschicht ist gegenüber
der Kernschicht somit anodisch.
Nachfolgend sind in einer Matrix die Legierungsbestandteile in Gewichts-%
der einzelnen Schichten disponiert.
Durch die Zugabe von Magnesium Mg nimmt die Festigkeit der Legierung
zu, insbesondere die Dehngrenze und die Zugfestigkeit. Durch die Zulegierung des
Nichtmetalls Silizium Si und des Metalls Mangan Mn kann die Festigkeit der Legierung
weiter erhöht werden.
Die Anwendung dieses Verbundwerkstoffs beschränkt sich nicht
nur auf plattenförmige Bauteile, sondern vielmehr auch auf rohrförmige
von einem Fluid durchströmte oder angeströmte Bauteile, wie diese beispielsweise
in Wärmeübertragern oder Umformern eingesetzt werden. Unter dem Begriff
Wärmeübertrager oder Umformer soll die Gesamtheit aller Apparate verstanden
werden, in denen Wärme ausgetauscht wird. Typische Wärmeübertrager
oder Umformer sind Kondensatoren, Radiatoren, Gaskühler, Verdampfer oder allgemeine
Heizregister.
Mehrere rohrförmig ausgebildete erfindungsgemäße Verbundwerkstoffe
können also zu einem in der Fahrzeugindustrie eingesetzten mit einem Kältemittel
beaufschlagbaren Wärmeübertrager, z. B. CO2-Gaskühler,
zusammengefasst werden. Die Wärmeübertrager weisen üblicherweise
einen Sammler und einen Verteiler auf, zwischen denen sich ein oder mehrere Fluidtransportelemente
erstrecken. Das gegenüber der Korrosionsschutzschicht anodische Fluidtransportelement
wird zum Einbringen in einen Sammler oder Verteiler des Wärmeübertragers
durch die Rohrwandung geführt und entsprechend ausgerichtet. Das Fluidtransportelement
steht somit in direktem Kontakt mit der Korrosionsschutzschicht.
Erfindungsgemäß beträgt die Differenz des Korrosionspotentials
zwischen 20 mV und 40 mV zwischen der kathodischen Korrosionsschutzschicht und eines
anodischen Fluidtransportelements.
Die signifikanten Vorteile und Merkmale der Erfindung gegenüber
dem Stand der Technik sind im Wesentlichen:
• ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit und sehr hohe Festigkeit
des Verbundkörpers durch Ausbildung mehrerer funktioneller Schichten,
• wahlweise einseitig oder zweiseitig aufgebrachter Korrosionsschutz
und damit gegen inneren und äußeren Korrosionsangriff stabil,
• weitere Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit des Verbundkörpers
durch die Differenz des Konosionsschutzpotentials zwischen dem anodischen Fluidtransportelement
und der kathodischen Korrosionsschicht und
• besonders geeignet bei aggressiven Umgebungsbedingungen bei Vorhandensein
von Salzen, z. B. NaCl und CaCl2, oder Gasen, wie z. B. Schwefeloxide
SOx und Stickoxide NOx (Gefahr der Säurebildung).
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung erschließen sich
dem Fachmann des Weiteren aus der folgenden detaillierten Beschreibung bevorzugter
Ausführungsformen im Hinblick auf die anliegenden Zeichnungen; in diesen zeigen:
1: eine schematische Darstellung des Schichtaufbaus
eines plattenförmigen Verbundwerkstoffs einer ersten bevorzugten Ausführungsform
im Querschnitt,
2: eine schematische Darstellung des Schichtaufbaus
eines plattenförmigen Verbundwerkstoffs einer zweiten bevorzugten Ausführungsform
im Querschnitt und
3: eine perspektivische Darstellung des Schichtaufbaus
eines als Sammler oder Verteiler eines Wärmeübertragers ausgebildeten
rohrförmigen Verbundwerkstoffs einer ersten bevorzugten Ausführungsform.
Die 1 illustriert eine schematische Darstellung
des Schichtaufbaus eines plattenförmigen Verbundwerkstoffs 1 einer
ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. Die mit dem Bezugszeichen
2 gekennzeichnete Kernschicht besteht aus einer hochfesten
Legierung mit einem niedrigen Korrosionswiderstand. Die Kernschicht 2 umfasst
im Wesentlichen die Metalle Aluminium Al, Mangan Mn, Magnesium Mg und Kupfer Cu
sowie das zur Hauptgruppe 4A gehörende Silizium Si. Vorgenannte Legierungsbestandteile
verleihen der Kernschicht 2 eine gewünschte Hartlötfestigkeit.
Die auf der Oberseite der Kernschicht 2 aufgebrachte Korrosionsschutzschicht
3 schützt die darunter liegende Kernschicht 2 vor Korrosion,
die beispielsweise durch Luftfeuchtigkeit oder ähnlichem hervorgerufen wird.
Als bevorzugte Legierung für die Korrosionsschutzschicht 3 ist im
Allgemeinen eine modifizierte AA 3xxx-Legierung mit einer lebenslangen Korrosionsschutzwirkung
vorgesehen. Die Korrosionsschutzschicht 3 wird durch Plattieren oder durch
Überziehen auf die darunter liegende Kernschicht 2 aufgebracht. Bei
einer Formgebung des plattenförmigen Verbundwerkstoffs 1 zu einem
Rohr weist diese Korrosionsschutzschicht 3 nach außen. Die gezielte
Auswahl und die zugehörigen Anteile an Legierungsbestandteilen zur Bildung
dieser Korrosionsschutzschicht 3 tragen dazu bei, diese Korrosionsschutzschicht
3 kathodisch gegenüber dem in der 3 dargestellten
anodischen Fluidtransportelement 5 des Verbundwerkstoffs 1 auszubilden.
Auf der Korrosionsschutzschicht 3 ist eine erfindungsgemäße Lotschicht
4 mit einer geringen Schmelztemperatur aufgebracht. Diese Lotschicht
4 ist im Allgemeinen eine Al-Si-Legierung der Serie 4xxx und wird zum Auflöten
der Plattierungsblätter eingesetzt.
Eine schematische Darstellung des Schichtaufbaus eines plattenförmigen
Verbundwerkstoffs 1 einer zweiten bevorzugten Ausführungsform wird
in der 2 illustriert. Während die in der
1 gezeigte und zuvor beschriebene Kernschicht
2 nur einseitig, also nur die Oberseite, beschichtet ist, wird zum Zwecke
eines erhöhten Korrosionsschutzes in der 2 die
Oberseite und die Unterseite der Kernschicht 2 mit einer Korrosionsschutzschicht
3 und einer Lotschicht 4 versehen. Der wesentliche Vorteil dieser
doppelseitigen Beschichtung besteht darin, dass nunmehr auch die Innenseite eines
von einem Kältemittel durchflossenen und rohrförmig ausgebildeten Verbundwerkstoffs
1, vor allem im Bereich der Einbringstelle des in 3
gezeigten Fluidtransportelements 5, korrosionsgeschützt ist. Diese
beidseitige Beschichtung ist jedoch nicht zwingend notwendig.
Dieser Verbundwerkstoff 1 ist durch folgenden Schichtaufbau
von oben nach unten gekennzeichnet: eine Lotschicht 4, eine Korrosionsschutzschicht
3, eine Kernschicht 2, eine Korrosionsschutzschicht
3 sowie eine Lotschicht 4.
Die 3 zeigt eine perspektivische Darstellung
des Schichtaufbaus eines als Sammler oder Verteiler eines Wärmeübertragers
ausgebildeten erfindungsgemäßen Verbundwerkstoffs 1 der ersten
bevorzugten Ausführungsform. Wie ersichtlich, ist der Verbundwerkstoff
1 als Rohr geformt, wobei zur besseren Darstellung die einzelnen Schichten
2 bis 4 hier schalenartig angeordnet sind. Die innenliegende Kernschicht
2 weist hierbei eine etwa 5-fache Dicke gegenüber der auf die Kernschicht
2 durch Plattieren oder Überziehen aufgebrachte Korrosionsschutzschicht
3 auf. Die äußere Hülle des Verbundwerkstoffs
1 wird durch eine Lotschicht 4 aus einer Al-Si-Legierung gebildet.
Das quaderförmig ausgebildete Fluidtransportelement 5 ist vorzugsweise
senkrecht zur Längsachse des Verbundkörpers 1 in den Verbundkörper
1 eingebracht und weist mehrere nur angedeutete Bohrungen auf. Durch diese
Bohrungen strömt das Fluid in oder vom dem röhrenförmigen Verbundkörper
1. Das eingelötete Fluidtransportelement 5 steht in unmittelbarem
Kontakt mit der Korrosionsschutzschicht 3 und ist zum Zwecke der Erhöhung
der Korrosionsbeständigkeit 3 gegenüber dieser anodisch ausgebildet.
Das Einbringen bzw. Einlöten des Fluidtransportelements 5 in den Verbundkörper
erfolgt vor dem Aufbringen der Lotschicht 4 auf die Korrosionsschicht
3, so dass während des Schmelzvorgangs das im flüssigen Zustand
vorliegende Lot auch die Einbringstelle des Fluidtransportelements 5 des
Verbundkörpers 1 zur Vermeidung einer Kapillarwirkung vollständig
überzieht.
1
Verbundwerkstoff
2
Kernschicht
3
Korrosionsschutzschicht
4
Lotschicht
5
Fluidtransportelement
Anspruch[de]
Plattenförmiger oder rohrförmiger Wärmeübertrager
aus einem Verbündwerkstoff (1) aus einer hochfesten Aluminiumlegierung,
der ein oder mehrere anodische Fluidtransportelemente (5) aufweist, wobei
der Verbundwerkstoff (1) aus einer Kernschicht (2), einer die
Oberseite oder die Oberseite und die Unterseite dieser Kernschicht (2)
abdeckenden Korrosionsschutzschicht (3) und einer auf der Korrosionsschutzschicht
(3) aufgebrachten Lotschicht (4) besteht, wobei
die Kernschicht (2) gegenüber der Korrosionsschutzschicht (3)
kathodisch geschaltet ist und die Korrosionsschutzschicht (3) gegenüber
der Lotschicht (4) kathodisch ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Kernschicht (2) aus 0,2 bis 1,2 % Silizium (Si); maximal 0,8 % Eisen
(Fe); 0,15 bis 1,0 % Kupfer (Cu); maximal 1,2 % Mangan (Mn); maximal 1,2 % Magnesium
(Mg); 0,04 bis 0,35 % Chrom (Cr); maximal 0,2 % Zink (Zn); maximal 0,25 % Titan
(Ti) sowie maximal 0,3 % Zirkonium (Zr), Rest Aluminium (Al),die Korrosionsschutzschicht (3) aus maximal 0,6 % Silizium
(Si); maximal 0,7 % Eisen (Fe); 0,10 bis 0,3 % Kupfer (Cu); maximal 0,9 bis 1,5%
Mangan (Mn); maximal 0,15 % Magnesium (Mg); maximal 0,2 % Zink (Zn); maximal 0,25
% Titan (Ti) sowie maximal 0,3 % Zirkonium (Zr), Rest Aluminium (Al) sowie
c. die Lotschicht (4) aus 5 bis 15 % Silizium (Si); maximal 0,8 % Eisen
(Fe); maximal 0,3 % Kupfer (Cu); maximal 0,1 % Mangan (Mn); maximal 0,05 % Magnesium
(Mg); maximal 0,5 % Zink (Zn) sowie maximal 0,20 % Titan (Ti), Rest Aluminium (Al)
bestehen.Plattenförmiger oder rohrförmiger Wärmeübertrager
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Korrosionsschutzschicht
(3) zwischen 5 % und 20 % beträgt.Plattenförmiger oder rohrförmiger Wärmeübertrager
nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Korrosionsschutzschicht
(3) zwischen 5 % und 15 % der Dicke der Kernschicht (2) beträgt.Plattenförmiger oder rohrförmiger Wärmeübertrager
nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Korrosionsschutzschicht
(3) des Wärmeübertragers gegenüber den Fluidtransportelementen
(5) kathodisch geschaltet ist.Plattenförmiger oder rohrförmiger Wärmeübertrager
nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem
anodischen Fluidtransportelement (5) und der kathodischen Korrosionsschutzschicht
(3) eine Differenz des Korrosionsschutzpotenzials zwischen 20 mV und 40
mV ausgebildet ist.