Die Erfindung bezieht sich auf ein Regelventil mit einem Ventilgehäuse
und mindestens zwei über einen gemeinsamen Betätigungsmechanismus mit
einer Regeleinrichtung verstellbaren, im Bereich einer jeweiligen Durchflussöffnung
angeordneten Durchflussregulierorganen.
Ein derartiges Regelventil mit mindestens zwei über einen gemeinsamen
Betätigungsmechanismus mit einer Regeleinrichtung verstellbaren Durchflussregulierorganen
wird (ohne vorhandenen druckschriftlichen Beleg) als bekannt angenommen. Dabei können
die Regeleinrichtung und der Betätigungsmechanismus, der beispielsweise eine
Hubstange aufweist, entsprechend der DE 44
47 309 C2 ausgebildet sein, die lediglich ein mit der Hubstange verbundenes
Gegenelement als Durchflussregulierorgan zeigt, das mit einem oder alternativ auch
zwei Ventilsitzen zum Regeln des Durchflusses innerhalb des Ventilgehäuses
zusammenwirkt. Ähnlich lässt sich auch ein Regelventil beispielsweise
in Form eines Dreiwegeventils mit einem Zulaufkanal und zwei Ablaufkanälen
zum Verwirklichen einer Ablauf-Umlauf-Regelung oder mit zwei Zulaufkanälen
und einem Ablaufkanal zum Realisieren eines Mischventils aufbauen, wobei mittels
einer gemeinsamen Hubstange oder eines entsprechenden gemeinsamen anderen Betätigungsmechanismus
zwei Durchflussregulierorgane relativ zu einer Durchflussöffnung verstellt
werden, um die Durchflussmenge durch die jeweiligen Kanäle zu regulieren.
In der DE 667 971 C
ist ein als Einsitzventil oder Doppelsitzventil ausgebildetes Regelventil mit einer
Zusatzreguliereinrichtung angegeben, die aus zwei konzentrisch zueinander angeordneten
Hülsen mit kongruenten dreieckigen Öffnungen besteht. Die Öffnungen
lassen sich in Umfangsrichtung durch das Verdrehen der Hülsen gegeneinander
versetzen, um den Durchlass zu variieren. Zur Fixierung einer bestimmten Stellung
sind Schrauben vorgesehen, die gelockert werden können, um eine Verdrehung
einer Hülse in kreisförmigen Schlitzen zu gestatten und eine einmal ermittelte
Stellung der Hülsen gegeneinander zuverlässig festzulegen. Mit diesen
Maßnahmen ist die Zusatzregulierung mit nicht geringem Aufwand verbunden.
Bei einem in der WO 88/06690 A1 gezeigten Regelventil erfolgt eine
Zusatzregulierung durch axiales Verschieben der Ventilkörper.
Ein Beispiel für eine Umlauf-Ablauf-Regelung nach dem Stand der
Technik ist schematisch in 6 dargestellt. Ein unter
einem Kondensator K mit Luft- oder Wasserkühlung angeordneter Behälter
B enthält eine bestimmte Wassermenge, die auf einem gewissen Niveau gehalten
werden soll, das mittels eines Niveaumessers NM überwacht wird. Die Flüssigkeit
wird über eine Leitung im Bodenbereich des Behälters B abgeführt
und über einen Zulauf ZL zum einen einem Umlaufventil UV zum Rückführen
einer bestimmten Flüssigkeitsmenge und zum anderen einem Ablaufventil AV zum
Abführen einer übermäßigen Flüssigkeitsmenge zugeführt,
wozu das Umlaufventil UV und das Ablaufventil AV mittels einer Regeleinrichtung
in Verbindung mit der Niveaumessung NM zum Aufrechterhalten des Flüssigkeitsniveaus
geregelt werden. Werden ein Umlaufventil UV und ein Ablaufventil AV getrennt verwendet,
ist der Aufwand relativ hoch. Wird ein Dreiwegeventil mit integriertem Zulauf ZL,
Umlaufventil UV und Ablaufventil AV verwendet, ist es schwierig, ein genau vorgegebenes
Flüssigkeitsniveau in dem Behälter B sicherzustellen, da die Einhaltung
des Niveaus von verschiedenen Anlageparametern abhängt. Ähnliche Probleme
können auch in Verbindung mit einem mehrere Wege aufweisenden Mischventil auftreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Regelventil der eingangs
genannten Art bereit zu stellen, das eine möglichst genaue Abstimmung von Zulauf-
und Ablaufmengen entsprechend vorhandenen Anlagebedingungen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Hierbei ist vorgesehen, dass eine Zusatzreguliereinrichtung vorhanden ist, die in
den Betätigungsmechanismus in der Weise integriert ist, dass mindestens eines
der Durchflussregulierorgane außer mittels der Regeleinrichtung auch mittels
der Zusatzreguliereinrichtung zum Ändern der Durchflussmenge betätigbar
ist, wobei die Durchflussmenge des mindestens einen anderen – nicht mit der
Zusatzreguliereinrichtung betätigbaren – Durchflussregulierorgans bei
einer Verstellung mittels der Zusatzreguliereinrichtung unverändert bleibt.
Mit diesen Maßnahmen wird neben der Regulierung der Durchflussmengen
über die verschiedenen Durchflussöffnungen bzw. Kanäle mittels der
Regeleinrichtung eine zusätzliche Einstellmöglichkeit bereitgestellt,
mit der eine genaue Abstimmung der Durchflussmengen durch die Durchflussöffnungen
relativ zueinander ermöglicht wird.
Eine sichere Funktion und ein stabiler Betätigungsmechanismus
werden dadurch erreicht, dass der Betätigungsmechanismus einen mit den Durchflussregulierorganen
verbundenen Stellmechanismus umfasst, über den die Durchflussregulierorgane
nach Vorgabe der Regeleinrichtung in axialer Richtung der jeweiligen Durchflussöffnung
über einen Hubweg verstellbar sind, und dass die Zusatzreguliereinrichtung
in der Weise ausgebildet ist, dass die Verstellung der Durchflussmenge mittels der
Zusatzreguliereinrichtung ohne Beeinflussung des Hubwegs durch Betätigung des
mindestens einen betreffenden Durchflussregulierorgans in Umfangsrichtung
erfolgt.
Zu einer sicheren Funktion und einem stabilen, einfachen Aufbau tragen
des Weiteren die Maßnahmen bei, dass das mindestens eine über die Zusatzreguliereinrichtung
verstellbare Durchflussregulierorgan mindestens eine Öffnungsanordnung aufweist,
die relativ zu einer bezüglich des Ventilgehäuses feststehende Öffnungsanordnung
mehr oder weniger zur Deckung bringbar ist, um die Durchflussöffnung mehr oder
weniger zu öffnen oder zu schließen.
Eine zuverlässige Funktion und ein stabiler, kompakter Aufbau
werden des Weiteren dadurch begünstigt, dass das mindestens eine andere Durchflussregulierorgan
als bezüglich eines rotationssymmetrischen Ventilsitzes verstellbarer rotationssymmetrischer
Ventilkegel ausgebildet ist.
Ferner werden Aufbau und Funktion dadurch begünstigt, dass sowohl
das über die Zusatzreguliereinrichtung verstellbare Durchflussregulierorgan
als auch ein die feststehende Öffnungsanordnung aufweisendes ortsfestes Ventilelement
als Hohlkörper ausgebildet sind.
Zu einer einfachen Betätigung und sicheren Funktion tragen auch
die Maßnahmen bei, dass das über die Zusatzreguliereinrichtung verstellbare
Durchflussregulierorgan und das ortsfeste Ventilelement rotationssymmetrisch ausgebildet
und im Querschnitt konzentrisch zueinander positioniert sind.
Dabei sind für den Aufbau und die Wirkungsweise die Maßnahmen
von Vorteil, dass die Öffnungsanordnung des über die Zusatzreguliereinrichtung
verstellbaren Durchflussregulierorgans und die feststehende Öffnungsanordnung
in einer jeweiligen Umfangswandung des Durchflussregulierorgans bzw. des feststehenden
Ventilelementes angeordnet sind.
Für die Montage und Betätigung resultieren daraus Vorteile,
dass der Stellmechanismus eine mit den Durchflussregulierorganen verbundene, über
die Regeleinrichtung verstellbare Stange aufweist, die außerhalb des Ventilgehäuses
in einen von den Durchflussregulierorganen abgewandten ersten Abschnitt und einen
diesen zugewandten zweiten Abschnitt unterteilt ist, und dass die Zusatzreguliereinrichtung
einen den ersten und den zweiten Abschnitt miteinander verbindenden Koppelabschnitt
aufweist, der nach Freigabe eines Feststellmechanismus ein relatives Verdrehen des
zweiten Abschnitts mit den Durchflussregulierorganen in dem Ventilgehäuse relativ
zu dem ersten Abschnitt zulässt.
Eine sichere, eindeutige Verstellbarkeit wird dadurch unterstützt,
dass der Koppelabschnitt zwei flanschartig aneinander liegende plattenförmige
Koppelteile aufweist, die an den einander zugekehrten Endabschnitten des ersten
bzw. zweiten Abschnitts bezüglich dieser jeweils unverdrehbar, jedoch nach
Lösen des Feststellmechanismus relativ zueinander verdrehbar angebracht sind.
Zu einem stabilen, einfach zu betätigenden Aufbau tragen ferner
die Maßnahmen bei, dass der Feststellmechanismus mindestens eine Spannschraube
aufweist, die mit ihrem Schaft einen kreisabschnittförmigen, zur Achse der
Stange konzentrischen Verstellschlitz in einem der Koppelteile durchgreift und in
eine Gewindebohrung des anderen Koppelteils eingedreht ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
1 einen Längsschnitt eines Dreiwege-Regelventils
mit einer Zusatzreguliereinrichtung,
2 einen vergrößerten Ausschnitt des Regelventils
nach 1 im Bereich eines Teils der Zusatzreguliereinrichtung,
3A einen weiteren vergrößerten Abschnitt
des Regelventils nach 1 in einem anderen Bereich der
Zusatzreguliereinrichtung,
3B verschiedene Ansichten eines Teils der Zusatzreguliereinrichtung
im Bereich des Ausschnitts nach 3A,
4 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Dreiwege-Regelventils
mit einer Zusatzreguliereinrichtung,
5 einen vergrößerten Ausschnitt des Regelventils
nach 4 im Bereich eines Teils der Zusatzreguliereinrichtung
und
6 eine schematische Ansicht einer Anlage mit Regelventil
gemäß dem Stand der Technik.
1 zeigt ein Dreiwege-Regelventil 1 mit einem
ersten Durchflusskanal 2.1, der als Zuflusskanal ausgestaltet ist, und
einem zweiten und dritten Durchflusskanal 2.2, 2.3, die als Abflusskanäle
ausgestaltet sind, wobei die drei Durchflusskanäle 2.1,
2.2., 2.3 in einem gemeinsamen Ventilgehäuse 2 integriert
sind, welches einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein kann. Das Regelventil
1 kann beispielsweise in einer Anlage nach 6
gemäß dem eingangs beschriebenen Stand der Technik eingesetzt werden,
wobei der Zuaufkanal an der zum Boden des Behälters B führenden Leitung
angeschlossen wird, während der eine Abflusskanal dem Umlaufkanal und der andere
Abflusskanal dem Ablaufkanal zugeordnet sind. Das in
1 dargestellte Regelventil 1 weist eine Zusatzreguliereinrichtung
mit einem in Verbindung mit dem dritten Durchflusskanal 2.3 in besonderer
Weise zusammenwirkenden Durchflussregulierorgan 50 auf, das unabhängig
von einer Regeleinrichtung über einen Koppelabschnitt 30 betätigt
werden kann, um die Durchflussmenge einzustellen. Beim Einsatz in der Anlage nach
6 ist der dritte Durchflusskanal 2.3 dem Umlaufventil
UV zuzuordnen, so dass die rückgeführte Flüssigkeitsmenge genau auf
die Anlageparameter abgestimmt werden kann, wodurch dann mit der Regeleinrichtung
des Regelventils 1 eine genau an die Anlage angepasste Niveauregelung vorgenommen
werden kann.
Der Aufbau des Regelventils 1 nach 1
umfasst des Weiteren zum Regulieren der durch den zweiten Durchflusskanal
2.2 gelangenden Durchflussmenge einen im Bereich einer ersten Durchflussöffnung
2.5 zwischen dem ersten Durchflusskanal 2.1 und dem zweiten Durchflusskanal
2.2 angeordneten und dort mit einem Ventilsitz 42zusammenwirkenden
Ventilkegel 41, mit dem ein erstes Durchflussregulierorgan 40
gebildet wird. Das bereits genannte weitere Durchflussregulierorgan 50
ist, wie in 2 näher dargestellt, im Bereich einer
zweiten Durchflussöffnung 2.6 zwischen dem ersten Durchflusskanal
2.1 und dem dritten Durchflusskanal 2.3 zum Regulieren der dort
durchtretenden Durchflussmenge angeordnet und wirkt mit einem ortsfesten Ventilelement
51 zusammen. Zum Verstellen der zweiten Durchflussöffnung
2.6 und damit Regulieren der Durchflussmenge ist in dem verstellbaren Durchflussregulierorgan
50 eine Öffnungsanordnung 55 in Form eines Lochbildes mit
einer Vielzahl von Löchern vorhanden, von denen eine mehr oder weniger große
Anzahl mit einer Aussparung 52 in dem ortsfesten Ventilelement
51 zur Deckung bringbar ist. Die beiden Durchflussregulierorgane
40, 50 sind mit einer Stange 22 eines gemeinsamen Betätigungsmechanismus
20 verbunden. Die Stange 22 ist zum Verstellen der beiden Durchflussregulierorgane
40, 50 und damit Regulieren der Durchflussmengen durch die entsprechenden
Durchflussöffnungen 2.5, 2.6 an einen Stellmechanismus einer
(nicht gezeigten) Regeleinrichtung angeschlossen, wobei die Stange 22 in
einem daran angepassten Führungsabschnitt 2.4 in dem Ventilgehäuse
2 bzw. einem Deckel desselben sowie weiterhin in einer an dem Ventilgehäuse
2 angekoppelten Führung 21 mit zwei parallelen Führungsschienen
gelagert und axial geführt ist.
Zum Verstellen der Durchflussregulierorgane 40,
50 und Regulieren der jeweiligen Durchflussmenge wird die Stange
22 von der Regeleinrichtung über den zugehörigen Regelmechanismus
mittels Hubbewegung in axialer Richtung bewegt. Unabhängig von der Verstellung
mittels der Regeleinrichtung kann die Durchflussmenge im Bereich des zweiten Durchflussregulierorgans
50 zwischen dem ersten Durchflusskanal 2.1 und dem dritten Durchflusskanal
2.3 durch Drehen der Stange 22 in ihrem dem Durchflussregulierorgan
50 zugekehrten zweiten, in der Fig. unteren Abschnitt 24 zusätzlich
reguliert werden, wobei der zweite Abschnitt 24 über einen Koppelabschnitt
30 gegenüber einem, in der Fig. oberen ersten Abschnitt
23 der Stange 22 in Umfangsrichtung drehbar ist, ohne dabei eine
Verstellung in axialer Richtung zu bewirken. Durch die Drehung des mit dem zweiten
Abschnitt verbundenen zweiten Durchflussregulierorgans 50 wird die Öffnungsanordnung
55 mit dem Lochbild gegenüber der Aussparung 52 des ortsfesten
Ventilelements 51 gedreht und damit mehr oder weniger zur Deckung gebracht.
Dabei sind die Öffnungsanordnung 55 und die Aussparung 52
so ausgelegt, dass bei vollständiger Öffnung das gesamte Öffnungsbild
mit der gesamten Aussparung 52 in Deckung gebracht ist, während im
Zustand des geringsten Durchflusses das Öffnungsbild vollkommen außerhalb
der Aussparung 52 liegt. Hierbei können mehrere, z.B. zwei sich diametral
gegenüberliegende Lochbilder in dem Durchflussregulierorgan 50 und
mehrere, z.B. zwei darauf abgestimmte, sich ebenfalls diametral gegenüberliegende
Aussparungen in dem feststehenden Ventilelement 52 vorgesehen sein, wobei
die Größe des mindestens einen Lochbildes und der mindestens einen Aussparung
52 in Umfangsrichtung soweit ausgedehnt sind, dass sie vollständig
in Deckung bzw. vollständig außer Deckung gebracht werden können.
Für die Regulierung mittels der Regeleinrichtung in Hubrichtung kann dabei
ebenfalls das Lochbild, und zwar in axialer Richtung mehr oder weniger weit mit
der Aussparung 52 in Deckung gebracht werden, wobei die durch die Zusatzreguliereinrichtung
vorgegebene Drehstellung beibehalten wird. Bei der Drehung des zweiten Abschnittes
24 der Stange 22 wird bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
auch das erste Durchflussregulierorgan 40 mit gedreht, wobei die betreffende
erste Durchflussöffnung 2.5 bzw. die damit regulierte Durchflussmenge
aber unbeeinflusst bleibt, da das erste Durchflussregulierorgan 40 radialsymmetrisch
bezüglich der Längsachse der Stange 22 und entsprechend auch
der Ventilsitz 42 ausgebildet sind.
Auch das zweite Durchflussregulierorgan 50 ist radialsymmetrisch
bezüglich der Längsachse der Stange 22 ausgebildet und besteht
beispielsweise in einem zylinderförmigen Abschnitt, in dessen Umfangsseite
die Öffnungsanordnung 55 eingebracht ist und dessen dem zweiten Abschnitt
24 der Stange 22 zugekehrte Seite geschlossen ist, während
die gegenüberliegende Seite offen ist. Entsprechend ist auch das ortsfeste
Ventilelement 51 durch einen zylinderförmigen, konzentrisch zu dem
zweiten Durchflussregulierorgan 50 angeordneten Abschnitt gebildet, der
das Durchflussregulierorgan 50 umfangsseitig umgibt und mit der mindestens
einen Aussparung 52 versehen ist. Das ortsfeste Ventilelement
51 ist auf einem normal (rechtwinklig) zur Längsachse der Stange
22 angeordneten Basiselement 53 aufgebracht, das umfangsseitig
mit dem Ventilgehäuse 2 dicht verbunden ist. Alternative Ausgestaltungen
des zweiten Durchflussregulierorgans 50 und des darauf abgestimmten ortsfesten
Ventilelements 51 mit der Öffnungsanordnung 55 und der Aussparung
52 sind denkbar, beispielsweise als Hohlkegel oder als zwei normal zur
Längsachse der Stange 22 gerichtete Platten, in denen die Aussparung
52 bzw. in die Öffnungsanordnung 55 eingebracht sind. Auch
kann der Aufbau so sein, dass das Durchflussregulierorgan 50 das ortsfeste
Ventilelement umfangsseitig umgibt.
Wie 1 weiter zeigt, weist die Zusatzreguliereinrichtung
zwischen dem gemäß 1 unteren Abschnitt
24 und oberen Abschnitt 23 der Stange 22 einen Koppelabschnitt
30 auf, der eine Drehung des unteren Abschnittes 24 gegenüber
dem oberen Abschnitt 23 ermöglicht, ohne dass eine Verstellung in
axialer Richtung erfolgt. Der Koppelabschnitt 30 ist in den 3A
und 3B näher dargestellt. Ein Koppelteil
31 ist umfangsseitig mit Ausnehmungen versehen und an der Führung
21 in axialer Richtung der Stange 22 verschiebbar und auch dadurch
unverdrehbar gelagert. An dem plattenartig ausgebildeten Koppelteil 31
ist an dessen Unterseite ein weiteres plattenartiges Koppelteil 36 mittels
zweier Spannmittel 32 in Form von Schrauben gehalten. Das weitere Koppelteil
36 ist, wie aus 3B ersichtlich, mit zwei sich
diametral gegenüberliegenden konzentrisch zu der Achse der Stange
22 angeordneten kreisabschnittförmigen Verstellschlitzen
36 versehen, durch die ein jeweiliger Schaft der Schrauben 32
hindurchragt, wobei der Schraubenschaft in eine Gewindebohrung des Koppelteils
31 eingreift. An dem weiteren Koppelteil 36 ist zentral der zweite
Abschnitt 24 der Stange 22 koaxial zu deren erstem Abschnitt
23 fest angebracht, so dass der zweite Abschnitt 24 der Stange
22 zusammen mit dem weiteren Koppelteil 36 begrenzt drehbar relativ
zu dem Koppelteil 31 mit diesem verbunden ist. Mittels der Spannschrauben
32 lässt sich das weitere Koppelteil 36 fest und unverdrehbar
mit dem Koppelteil 31 in einer gewählten Drehstellung verspannen,
so dass dann nur noch eine Verstellung der Durchflussregulierorgane 40,
50 in axialer Richtung mittels der Regeleinrichtung möglich ist.
Der erste bzw. obere Abschnitt 23 der Stange 22
ist mittels eines ebenfalls plattenartigen Anschlussteils 35 fest mit dem
Koppelteil 31 verbunden. Ferner weist der Koppelabschnitt 30 zur
Verbindung mit dem unteren bzw. zweiten Abschnitt 24 der Stange
22 ein buchsenförmiges Verbindungsstück 33 auf (vgl.
auch 3B), in welches der betreffende Endabschnitt des
zweiten Abschnittes 24 eingeführt ist, um es mittels eines Fixierbolzens
oder Splints an dem Verbindungsstück 33 drehfest zu fixieren und mit
dem weiteren Koppelteil 36 daran zu verbinden. Um die starre Verbindung
zu sichern, ist an dem oberen, mit einem Gewinde versehenen Endabschnitt des zweiten
Abschnitts 24 eine Kontermutter 37 aufgeschraubt, die gegen das
Verbindungsstück 33 verspannbar ist. Das Verbindungsstück
33 kann, wie 3B zeigt, integraler Bestandteil
des weiteren Koppelteils 36 sein und eine Fixiermittelaufnahme
36.4 in Form einer Bohrung für den Fixierbolzen 34 aufweisen.
Auf seiner Oberseite weist das weitere Koppelteil 36 einen zylindrischen
Vorsprung auf, der ein Lagerteil 36.2 bildet und konzentrisch in eine angepasste
zentrale Bohrung in dem Koppelteil 31 eingesetzt ist, so dass sich eine
eindeutige Drehführung beim Drehen des zweiten Abschnitts 24 mit dem
Durchflussregulierorgan 50 ergibt. Um die Drehung für eine Bedienperson
einfach durchführen zu können, ist z.B. an dem Verbindungsstück
33 umfangsseitig ein Sechskant ausgebildet, an den ein entsprechender Schlüssel
zum Verdrehen angesetzt werden kann, nachdem die Spannschrauben 32 gelöst
sind. Zum einfachen Bedienen steht das Verbindungsstück 33 über
die Unterseite der Spannschrauben 32 vor.
4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
Regelventils 1, wobei der erste Durchflusskanal 2.1 in dem Ventilgehäuse
2 als Ausflusskanal und der zweite und dritte Durchflusskanal
2.2, 2.3 als Zuflusskanäle verwendet sind und dementsprechend
das erste Durchflussregulierorgan 40 und der Ventilsitz 42 im
Bereich der ersten Durchflussöffnung 2.5 entgegengesetzt zu dem Ausführungsbeispiel
nach 1 angeordnet sind und auch das Durchflussregulierorgan
50 mittels der Regeleinrichtung zum Bewirken eines Durchflusses und entsprechender
Regulierung in umgekehrter Richtung wie bei dem Ausführungsbeispiel nach
1 verstellt wird. Die Zusatzreguliereinrichtung mit
der Verstellung in Drehrichtung unabhängig von der durch die Regeleinrichtung
bewirkten Verstellung in axialer Richtung ist entsprechend aufgebaut, wie bei dem
Ausführungsbeispiel nach 1, lediglich die Öffnungsanordnung
55', mit bei diesem Ausführungsbeispiel nur einer großen Öffnung,
und die Aussparung 52 sind anders geformt und entsprechend dem jeweiligen
Anwendungsfall geeignet gewählt. Die prinzipielle Wirkung der Zusatzreguliereinrichtung
entspricht dem Ausführungsbeispiel nach 1. Auch
der Koppelabschnitt 30 ist vorteilhaft entsprechend dem Ausführungsbeispiel
nach 1 ausgebildet. Das Regelventil 1 nach
4 wird z.B. als Mischventil für Flüssigkeiten
unterschiedlicher Temperatur zum Einstellen einer bestimmten Temperatur der ausströmenden
Flüssigkeit oder zur Mischung von Flüssigkeiten anderer unterschiedlicher
Eigenschaften eingesetzt. Auch dabei kann mittels der Zusatzreguliereinrichtung
eine genaue Abstimmung und Einstellung entsprechend den Parametern einer Anlage
vorgenommen werden.
Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen ist das ortsfeste Ventilelement
51 mit der Aussparung 52
an einem abnehmbaren separaten Gehäuseteil angebracht und
kann somit auf einfache Weise gefertigt und montiert werden. Auch der an der Oberseite
des Ventilgehäuses 2 angeordnete Deckel ist als separates Gehäuseteil
ausgebildet und von dem übrigen Teil des Ventilgehäuses 2 lösbar.