Die Erfindung betrifft eine Anordnung einer Luftfördereinrichtung
mit einer an einer Drehachse drehbar gelagerten Lüfterschaufel, der an zumindest
einer Seite ein Lufteinlass zugeordnet ist, an welchem die zu fördernde Luft
in Axialrichtung zugeführt und in Radialrichtung als Radialströmung weitergefördert
wird. Zumindest teilweise umfangsmäßig zur Lüfterschaufel ist eine
gekrümmte Führungswand angeordnet, an welcher die Radialströmung
auftrifft und entlang geführt wird. Die Führungswand gibt an ihren freien
Enden einen variablen Auslassbereich frei.
Aus der US 5 772 399 A
ist eine derartige Anordnung einer Luftfördereinrichtung bekannt, bei der durch
einen Radiallüfter die zu fördernde Luft in Axialrichtung zugeführt
und innerhalb eines Lüftergehäuses in eine durch einen Auslass im Lüftergehäuse
definierten Auslass radial weitergefördert wird. Beispielsweise bei der Zuführung
von Kühlluft in einen Schaltschrank soll der von einem derartigen Radiallüfter
erzeugte Kühlluftstrom bevorzugt auf die zu kühlenden Komponenten innerhalb
des Schaltschranks gerichtet sein. Da jedoch die Auslassrichtung des aus dem Radiallüfter
austretenden Kühlluftstromes durch den Gehäuseaufbau festgelegt ist, kann
bei gleich bleibender Einbaulage des Radiallüfters stets nur ein Kühlluftstrom
in die vordefinierte Richtung gelenkt werden.
Wenn jedoch die Anordnung der zu kühlenden Bauteile im Innenraum
des Schaltschrankes geändert wird, kann der Kühlluftstrom ohne weiteres
nicht an den zu kühlenden Ort gelenkt werden. Meist ist ein Neueinbau eines
Radiallüfters notwendig.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung einer Luftfördereinrichtung
anzugeben, die es auf einfache Weise ermöglicht, die Richtung des erzeugten
Luftstromes zu variieren.
Diese Aufgabe der Erfindung wird durch eine Anordnung einer Luftfördereinrichtung
mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind
jeweils in den Unteransprüchen beschrieben.
Gemäß der erfindungsgemäßen Lösung ist die
Führungswand um eine Achse, die mit der Drehachse der Lüfterschaufel zusammenfällt,
verschwenkbar angeordnet. Mit dieser Maßnahme wird erreicht, dass der Abstand
zwischen der um die Lüfterschaufel zumindest teilweise herumgeführten,
gekrümmten Führungswand und der Lüfterschaufel beim Verschwenken
im Wesentlichen gleich bleibt. Eine weitergehende Variabilität wird dadurch
erreicht, dass die Führungswand zumindest an einem freien Ende des Auslassbereichs
verformbar ausgebildet ist. Die freien Enden der Führungswand lassen sich zusammenführen,
so dass eine um die Lüfterschaufel herum geschlossene Führungswand gebildet
ist. Dadurch wird die an der Führungswand geführte Radialströmung
durch die geschlossene Führungswand in eine Axialströmung umgelenkt.
Um eine gerichtete Luftströmung zu erhalten, kann zumindest ein
freies Ende der gekrümmten Führungswand am Auslassbereich in einen ebenen
Wandbereich übergehen, an welchem die an der Führungswand geführte
Radialströmung in eine Strömung parallel zur Erstreckungsrichtung des
ebenen Wandbereichs umlenkbar ist.
Zur Erhöhung der Variabilität kann der ebene Wandbereich
gegenüber der gekrümmten Führungswand verformbar oder verschwenkbar
sein.
Um eine im Wesentlichen parallel gerichtete Luftströmung zu erhalten,
können beide freien Enden der Führungswand am Auslassbereich in jeweils
einen ebenen Wandbereich übergehen, wobei die sich gegenüberstehenden
Wandbereiche parallel zueinander ausgerichtet werden können. Bei paralleler
Ausrichtung der beiden ebenen Wandbereiche wird auf einfache Weise die an der Führungswand
geführte Radialströmung in eine zu den ebenen Wandbereichen parallel gerichtete
Luftströmung umgelenkt.
Die Luftfördereinrichtung lässt sich auf einfache Weise
an einer Gehäusewand anbringen. Dabei liegt die Lufteinlassseite an einer Durchgangsöffnung
in der Gehäusewand an, so dass die Luft durch die Durchgangsöffnung hindurch
gefördert wird. Dabei kann die Führungswand in vorteilhafter Weise an
derselben Seite der Gehäusewand angebracht sein, an welcher die Luftfördereinrichtung
angeordnet ist.
Um den Montageaufwand zu erleichtern, können die Führungswand
und die Luftfördereinrichtung an einer Montageplatte angeordnet sein, die an
der Gehäusewand montiert werden kann.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
1 in schematischer und perspektivischer Ansicht eine
erfindungsgemäße Anordnung einer Luftfördereinrichtung, die an der
Innenseite einer Gehäusewand angeordnet ist, wobei die Luft in einem parallelen
Luftstrom in 1 nach Links geführt wird;
2 in schematischer und perspektivischer Ansicht die
erfindungsgemäße Anordnung der Luftfördereinrichtung gemäß
1, wobei die Luft in einem parallelen Luftstrom in
2 nach Oben geführt wird; und
3 in schematischer und perspektivischer Ansicht die
erfindungsgemäße Anordnung der Luftfördereinrichtung gemäß
den 1 und 2, wobei die
Luft in einem axialen Luftstrom geführt wird.
1 zeigt in schematischer und perspektivischer Ansicht
eine erfindungsgemäße Anordnung einer Luftfördereinrichtung
10, die an der Innenseite einer Gehäusewand 28 eines Schaltschrankes
angeordnet ist. Die Anordnung der Luftfördereinrichtung 10 weist eine
an einer Drehachse 12 drehbar gelagerte Lüfterschaufel 14
auf. Der Lüfterschaufel 14 ist an der der Gehäusewand zugewandten
Seite 16 ein Lufteinlass 18 zugeordnet. Die Lufteinlassseite
16 liegt an einer Durchgangsöffnung 30 in der Gehäusewand
28 an, so dass Außenluft durch die Durchgangsöffnung
30 hindurch in Axialrichtung gemäß dem Pfeil A dem Innenraum
des Gehäuses zugeführt wird.
Die Lüfterschaufel 14 der Luftfördereinrichtung
10 fördert die zu fördernde Luft in Radialrichtung gemäß
den Pfeilen R als Radialströmung weiter. Teilweise umfangsmäßig zur
Lüfterschaufel 14 ist eine gekrümmte Führungswand
20 angeordnet, an welcher die Radialströmung auftrifft und entlang
geführt wird. Die Führungswand 20 ist an derselben Seite der
Gehäusewand 28 angebracht, an welcher die Luftfördereinrichtung
10 angeordnet ist. Dabei ist die Führungswand 20 und die
Luftfördereinrichtung 10 an einer Montageplatte 32 angeordnet,
die an der Gehäusewand 28 montiert ist.
Die Führungswand 20 gibt an ihren freien Enden
22a, 22b einen variablen Auslassbereich 24 frei.
Die beiden freien Enden 22a, 22b der Führungswand
20 am Auslassbereich 24 gehen in jeweils einen ebenen Wandbereich
26a, 26b über. Die sich gegenüberstehenden Wandbereiche
26a, 26b sind parallel zueinander ausgerichtet, so dass die an
der Führungswand geführte Radialströmung in eine zu den ebenen Wandbereichen
26a, 26b parallel gerichtete Luftströmung gemäß
Pfeil E umgelenkt wird. Die Luft wird in einem parallelen Luftstrom in
1 nach Links geführt.
Die Führungswand 20 lässt sich um die Lüfterschaufel
14 herum verschwenken, wobei eine entsprechende (nicht gezeigte) Lagerung
der Führungswand vorgesehen ist. Alternativ lässt sich die Führungswand
auch in einer verschwenkten Position neu montieren. Die Führungswand
20 lässt sich um eine Achse verschwenken, die mit der Drehachse
12 der Lüfterschaufel 14 zusammenfällt.
2 zeigt eine entsprechend verschwenkte Position der
Führungswand 20, wobei die Luft in einem parallelen Luftstrom in
2 nach Oben geführt wird.
3 zeigt in schematischer und perspektivischer Ansicht
die erfindungsgemäße Anordnung der Luftfördereinrichtung gemäß
den 1 und 2, wobei die
Luft in einem axialen Luftstrom geführt wird.
Da die Führungswand 20 an beiden freien Ende
22a, 22b des Auslassbereichs 24 verformbar ausgebildet
ist, lassen sich die freien Enden 22a, 22b der Führungswand
20 derart zusammenführen, dass eine um die Lüfterschaufel
14 herum geschlossene Führungswand 20 gebildet ist. Dadurch
wird die an der Führungswand 20 geführte Radialströmung
durch die geschlossene Führungswand 20 in eine Axialströmung
gemäß Pfeil A umgelenkt.