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Dokumentenidentifikation DE102006020505B3 20.12.2007
Titel Anordnung einer Luftfördereinrichtung
Anmelder Rittal GmbH & Co. KG, 35745 Herborn, DE
Erfinder Nicolai, Walter, 35418 Buseck, DE;
Maul, Joachim, 35630 Ehringshausen, DE
Vertreter Jeck · Fleck · Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Anmeldedatum 22.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006020505
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse F04D 29/44(2006.01)A, F, I, 20060422, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Anordnung einer Luftfördereinrichtung (10) mit einer an einer Drehachse (12) drehbar gelagerten Lüfterschaufel (14), der an zumindest einer Seite (16) ein Lufteinlass (18) zugeordnet ist, an welchem die zu fördernde Luft in Axialrichtung (Pfeil A) zugeführt und in Radialrichtung (Pfeile R) als Radialströmung weitergefördert wird. Zumindest teilweise umfangsmäßig zur Lüfterschaufel (14) ist eine gekrümmte Führungswand (20) angeordnet, an welcher die Radialströmung auftrifft und entlang geführt wird, wobei die Führungwand (20) an ihren freien Enden (22a, 22b) einen variablen Auslassbereich (24) freigibt.
Verwendung zur Kühlung oder Lüftung eines Gehäuses, insbesondere eines Schaltschranks.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung einer Luftfördereinrichtung mit einer an einer Drehachse drehbar gelagerten Lüfterschaufel, der an zumindest einer Seite ein Lufteinlass zugeordnet ist, an welchem die zu fördernde Luft in Axialrichtung zugeführt und in Radialrichtung als Radialströmung weitergefördert wird. Zumindest teilweise umfangsmäßig zur Lüfterschaufel ist eine gekrümmte Führungswand angeordnet, an welcher die Radialströmung auftrifft und entlang geführt wird. Die Führungswand gibt an ihren freien Enden einen variablen Auslassbereich frei.

Aus der US 5 772 399 A ist eine derartige Anordnung einer Luftfördereinrichtung bekannt, bei der durch einen Radiallüfter die zu fördernde Luft in Axialrichtung zugeführt und innerhalb eines Lüftergehäuses in eine durch einen Auslass im Lüftergehäuse definierten Auslass radial weitergefördert wird. Beispielsweise bei der Zuführung von Kühlluft in einen Schaltschrank soll der von einem derartigen Radiallüfter erzeugte Kühlluftstrom bevorzugt auf die zu kühlenden Komponenten innerhalb des Schaltschranks gerichtet sein. Da jedoch die Auslassrichtung des aus dem Radiallüfter austretenden Kühlluftstromes durch den Gehäuseaufbau festgelegt ist, kann bei gleich bleibender Einbaulage des Radiallüfters stets nur ein Kühlluftstrom in die vordefinierte Richtung gelenkt werden.

Wenn jedoch die Anordnung der zu kühlenden Bauteile im Innenraum des Schaltschrankes geändert wird, kann der Kühlluftstrom ohne weiteres nicht an den zu kühlenden Ort gelenkt werden. Meist ist ein Neueinbau eines Radiallüfters notwendig.

Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung einer Luftfördereinrichtung anzugeben, die es auf einfache Weise ermöglicht, die Richtung des erzeugten Luftstromes zu variieren.

Diese Aufgabe der Erfindung wird durch eine Anordnung einer Luftfördereinrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind jeweils in den Unteransprüchen beschrieben.

Gemäß der erfindungsgemäßen Lösung ist die Führungswand um eine Achse, die mit der Drehachse der Lüfterschaufel zusammenfällt, verschwenkbar angeordnet. Mit dieser Maßnahme wird erreicht, dass der Abstand zwischen der um die Lüfterschaufel zumindest teilweise herumgeführten, gekrümmten Führungswand und der Lüfterschaufel beim Verschwenken im Wesentlichen gleich bleibt. Eine weitergehende Variabilität wird dadurch erreicht, dass die Führungswand zumindest an einem freien Ende des Auslassbereichs verformbar ausgebildet ist. Die freien Enden der Führungswand lassen sich zusammenführen, so dass eine um die Lüfterschaufel herum geschlossene Führungswand gebildet ist. Dadurch wird die an der Führungswand geführte Radialströmung durch die geschlossene Führungswand in eine Axialströmung umgelenkt.

Um eine gerichtete Luftströmung zu erhalten, kann zumindest ein freies Ende der gekrümmten Führungswand am Auslassbereich in einen ebenen Wandbereich übergehen, an welchem die an der Führungswand geführte Radialströmung in eine Strömung parallel zur Erstreckungsrichtung des ebenen Wandbereichs umlenkbar ist.

Zur Erhöhung der Variabilität kann der ebene Wandbereich gegenüber der gekrümmten Führungswand verformbar oder verschwenkbar sein.

Um eine im Wesentlichen parallel gerichtete Luftströmung zu erhalten, können beide freien Enden der Führungswand am Auslassbereich in jeweils einen ebenen Wandbereich übergehen, wobei die sich gegenüberstehenden Wandbereiche parallel zueinander ausgerichtet werden können. Bei paralleler Ausrichtung der beiden ebenen Wandbereiche wird auf einfache Weise die an der Führungswand geführte Radialströmung in eine zu den ebenen Wandbereichen parallel gerichtete Luftströmung umgelenkt.

Die Luftfördereinrichtung lässt sich auf einfache Weise an einer Gehäusewand anbringen. Dabei liegt die Lufteinlassseite an einer Durchgangsöffnung in der Gehäusewand an, so dass die Luft durch die Durchgangsöffnung hindurch gefördert wird. Dabei kann die Führungswand in vorteilhafter Weise an derselben Seite der Gehäusewand angebracht sein, an welcher die Luftfördereinrichtung angeordnet ist.

Um den Montageaufwand zu erleichtern, können die Führungswand und die Luftfördereinrichtung an einer Montageplatte angeordnet sein, die an der Gehäusewand montiert werden kann.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

1 in schematischer und perspektivischer Ansicht eine erfindungsgemäße Anordnung einer Luftfördereinrichtung, die an der Innenseite einer Gehäusewand angeordnet ist, wobei die Luft in einem parallelen Luftstrom in 1 nach Links geführt wird;

2 in schematischer und perspektivischer Ansicht die erfindungsgemäße Anordnung der Luftfördereinrichtung gemäß 1, wobei die Luft in einem parallelen Luftstrom in 2 nach Oben geführt wird; und

3 in schematischer und perspektivischer Ansicht die erfindungsgemäße Anordnung der Luftfördereinrichtung gemäß den 1 und 2, wobei die Luft in einem axialen Luftstrom geführt wird.

1 zeigt in schematischer und perspektivischer Ansicht eine erfindungsgemäße Anordnung einer Luftfördereinrichtung 10, die an der Innenseite einer Gehäusewand 28 eines Schaltschrankes angeordnet ist. Die Anordnung der Luftfördereinrichtung 10 weist eine an einer Drehachse 12 drehbar gelagerte Lüfterschaufel 14 auf. Der Lüfterschaufel 14 ist an der der Gehäusewand zugewandten Seite 16 ein Lufteinlass 18 zugeordnet. Die Lufteinlassseite 16 liegt an einer Durchgangsöffnung 30 in der Gehäusewand 28 an, so dass Außenluft durch die Durchgangsöffnung 30 hindurch in Axialrichtung gemäß dem Pfeil A dem Innenraum des Gehäuses zugeführt wird.

Die Lüfterschaufel 14 der Luftfördereinrichtung 10 fördert die zu fördernde Luft in Radialrichtung gemäß den Pfeilen R als Radialströmung weiter. Teilweise umfangsmäßig zur Lüfterschaufel 14 ist eine gekrümmte Führungswand 20 angeordnet, an welcher die Radialströmung auftrifft und entlang geführt wird. Die Führungswand 20 ist an derselben Seite der Gehäusewand 28 angebracht, an welcher die Luftfördereinrichtung 10 angeordnet ist. Dabei ist die Führungswand 20 und die Luftfördereinrichtung 10 an einer Montageplatte 32 angeordnet, die an der Gehäusewand 28 montiert ist.

Die Führungswand 20 gibt an ihren freien Enden 22a, 22b einen variablen Auslassbereich 24 frei.

Die beiden freien Enden 22a, 22b der Führungswand 20 am Auslassbereich 24 gehen in jeweils einen ebenen Wandbereich 26a, 26b über. Die sich gegenüberstehenden Wandbereiche 26a, 26b sind parallel zueinander ausgerichtet, so dass die an der Führungswand geführte Radialströmung in eine zu den ebenen Wandbereichen 26a, 26b parallel gerichtete Luftströmung gemäß Pfeil E umgelenkt wird. Die Luft wird in einem parallelen Luftstrom in 1 nach Links geführt.

Die Führungswand 20 lässt sich um die Lüfterschaufel 14 herum verschwenken, wobei eine entsprechende (nicht gezeigte) Lagerung der Führungswand vorgesehen ist. Alternativ lässt sich die Führungswand auch in einer verschwenkten Position neu montieren. Die Führungswand 20 lässt sich um eine Achse verschwenken, die mit der Drehachse 12 der Lüfterschaufel 14 zusammenfällt.

2 zeigt eine entsprechend verschwenkte Position der Führungswand 20, wobei die Luft in einem parallelen Luftstrom in 2 nach Oben geführt wird.

3 zeigt in schematischer und perspektivischer Ansicht die erfindungsgemäße Anordnung der Luftfördereinrichtung gemäß den 1 und 2, wobei die Luft in einem axialen Luftstrom geführt wird.

Da die Führungswand 20 an beiden freien Ende 22a, 22b des Auslassbereichs 24 verformbar ausgebildet ist, lassen sich die freien Enden 22a, 22b der Führungswand 20 derart zusammenführen, dass eine um die Lüfterschaufel 14 herum geschlossene Führungswand 20 gebildet ist. Dadurch wird die an der Führungswand 20 geführte Radialströmung durch die geschlossene Führungswand 20 in eine Axialströmung gemäß Pfeil A umgelenkt.


Anspruch[de]
Anordnung einer Luftfördereinrichtung (10) mit einer an einer Drehachse (12) drehbar gelagerten Lüfterschaufel (14), der an zumindest einer Seite (16) ein Lufteinlass (18) zugeordnet ist, an welchem die zu fördernde Luft in Axialrichtung Pfeil A) zugeführt und in Radialrichtung (Pfeile R) als Radialströmung weitergefördert wird, wobei zumindest teilweise umfangsmäßig zur Lüfterschaufel (14) eine gekrümmte Führungswand (20) angeordnet ist, an welcher die Radialströmung auftrifft und entlang geführt wird, wobei die Führungswand (20) an ihren freien Enden (22a, 22b) einen variablen Auslassbereich (24) freigibt,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Führungswand (20) um eine Achse verschwenkbar angeordnet ist, die mit der Drehachse (12) der Lüfterschaufel (14) zusammenfällt,

dass die Führungswand (20) zumindest an einem freien Ende (22a) des Auslassbereichs (24) verformbar ausgebildet ist, und

dass die freien Enden (22a, 22b) der Führungswand (20) zusammenführbar sind, so dass eine um die Lüfterschaufel (14) herum geschlossene Führungswand (20) gebildet ist, wobei die an der Führungswand (20) geführte Radialströmung (Pfeile R) durch die geschlossene Führungswand (20) in eine Axialströmung (Pfeil A) umlenkbar ist.
Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein freies Ende (22a) der gekrümmten Führungswand (20) am Auslassbereich (24) in einen ebenen Wandbereich (26a) übergeht, an welchem die an der Führungswand (20) geführte Radialströmung in eine Strömung parallel zur Erstreckungsrichtung (Pfeil E) des ebenen Wandbereichs (26a) umlenkbar ist. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide freien Enden (22a, 22b) der Führungswand (20) am Auslassbereich (24) in jeweils einen ebenen Wandbereich (26a, 26b) übergehen, wobei die sich gegenüberstehenden Wandbereiche (26a, 26b) parallel zueinander ausrichtbar sind, so dass die an der Führungswand geführte Radialströmung in eine zu den ebenen Wandbereichen (26a, 26b) parallel gerichtete Luftströmung (Pfeil E) umlenkbar ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der ebene Wandbereich (26a) gegenüber der gekrümmten Führungswand (20) verformbar oder verschwenkbar ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftfördereinrichtung (10) an einer Gehäusewand (28) angeordnet ist, wobei die Lufteinlassseite (16) an einer Durchgangsöffnung (30) in der Gehäusewand (28) anliegt und die Luft durch die Durchgangsöffnung (30) hindurch gefördert wird. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungswand (20) an derselben Seite der Gehäusewand (28) angebracht ist, an welcher die Luftfördereinrichtung (10) angeordnet ist. Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungswand (20) und die Luftfördereinrichtung (10) an einer Montageplatte (32) angeordnet sind, die an der Gehäusewand (28) montierbar ist.






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