Die Erfindung bezieht sich auf eine Verschlussblendenvorrichtung zur
verschließenden Abdeckung einer Öffnung in einem Bauteil eines Kraftfahrzeugs,
mit einem Antriebsmechanismus, durch den eine Verschlussblende aus einer die Öffnung
freigebenden Öffnungsposition in eine die Öffnung verschließende
Verschlussposition bewegbar antreibbar ist, in der die Verschlussblende sich in
einer zum sie umgebenden Randbereich des Bauteils des Kraftfahrzeugs bündigen
Lage befindet.
Derartige Verschlussblendenvorrichtungen dienen dazu, eine Öffnung
in einem Bauteil eines Kraftfahrzeugs, insbesondere in einer Armaturentafel freizugeben,
wenn z. B. eine Anzeige wie ein Monitor bei Bedarf aus einer Ausnehmung heraus in
eine Aktivposition gebracht werden soll. Besteht kein momentaner Bedarf an den durch
die Anzeige darstellbaren Informationen, kann die Anzeige in die Ausnehmung hineingefahren
und die Öffnung der Ausnehmung durch die Verschlussblende verschlossen werden.
Dabei sollte in der Verschlussposition der Verschlussblende nur ein möglichst
geringer und gleichmäßiger Spalt zwischen den umlaufenden Rändern
von Öffnung und Verschlussblende sichtbar sein.
Aus der DE 100 08 887 C2
ist eine Haltevorrichtung eines Bildschirms in einem Kraftfahrzeug bekannt, bei
der eine Verschlussblende in eine Öffnungsposition verschoben und anschließend
der Bildschirm mit einem Bildschirmträger ausgefahren wird.
Aus der DE 199 38 690 A1
ist ein ausklappbarer Monitor in einer Instrumententafel eines Kraftfahrzeugs bekannt,
wobei die Antriebs- und Positioniereinrichtung als ein mit Kulissenführung
ausgerüsteter Klapp- und Schiebemechanismus ausgeführt ist.
Aus der DE 103 36 506 ist
eine über Kulissenführungen bewegbare Klappe für in ein Armaturenbrett
eines Fahrzeugs eingesetzte Geräte bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Verschlussblendenvorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei einfachem Aufbau ein Verschließen
der. Öffnung mit geringem Spalt zwischen den umlaufenden Rändern von Öffnung
und Verschlussblende ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass ein sich in Bewegungsrichtung der Verschlussblende erstreckender Deckelträger
von einem reversierbaren Antrieb zwischen der Öffnungsposition und der Verschlussposition
in Richtung seiner Längserstreckung bewegbar antreibbar ist, wobei der in Schließbewegungsrichtung
vordere Endbereich der Verschlussblende um eine sich quer zur Bewegungsrichtung
erstreckende Schwenkachse schwenkbar am Deckelträger angelenkt ist, die um
eine Lose entlang der Erstreckung des Deckelträgers frei bewegbar ist und wobei
der in Schließbewegungsrichtung hintere Endbereich der Verschlussblende über
einen Kipphebel mit dem Deckelträger verbunden ist, der mit seinem einen Ende
an der Verschlussblende und mit seinem anderen Ende an dem Deckelträger um
zur Schwenkachse parallele Achsen schwenkbar angelenkt und zum Deckelträger
hin federbelastet ist, mit einem Anschlag, durch den die Bewegbarkeit der Verschlussblende
in Schließbewegungsrichtung vor Erreichen der Verschlusslage des Deckelträgers
begrenzt ist.
Durch diese Ausbildung wird auf einfache Weise zum Verschließen
der Öffnung die Verschlussblende von unten in die Öffnung hineinbewegt,
so dass die an ihrem umlaufenden Rand freie Verschlussblende mit geringem Spiel
zum umlaufenden Rand der Öffnung diese verschließt.
Damit wird auch ein Eindringen von Schmutz durch den Spalt in die
Ausnehmung unter der Verschlussblende weitgehend verhindert.
Die geringe Breite des Spalts führt auch zu einer optisch einheitlichen
Oberfläche von Verschlussblende und des sie umgebenden Bereichs des Bauteils
des Kraftfahrzeugs wie z. B. einer Armaturentafel.
Befindet sich die Verschlussblende in ihrer Öffnungsposition
ganz oder teilweise unter dem sie umgebenden Randbereich des Bauteils des Kraftfahrzeugs,
so ist sie in ihrer Öffnungsposition nicht störend sichtbar.
Der Deckelträger kann je nach dem vorhandenen Bauraum entlang
einer geradlinigen Bewegungsbahn oder aber auch entlang einer bogenförmigen
Bewegungsbahn bewegbar sein.
Zur Positionierung kann in einfacher Weise der Deckelträger in
einer fahrzeugfesten Führung bewegbar geführt sein.
Diese Führung kann in einem Randbereich der Ausnehmung ausgebildet
sein, deren Öffnung durch die Verschlussblende verschließbar ist.
Eine einfache Ausbildung besteht dabei darin, dass der Deckelträger
in einer Führungsnut bewegbar geführt ist.
Ein Bewegungsantrieb des Deckelträgers kann dadurch erfolgen,
dass der Deckelträger eine Zahnstange ist, in die ein Antriebsritzel
des Antriebs eingreift, wobei vorzugsweise das Antriebsritzel elektromotorisch drehbar
antreibbar ist.
Eine einfache Ausbildung der Lose besteht darin, dass die Lose von
einem sich in Erstreckungsrichtung des Deckelträgers erstreckenden Langloch
gebildet ist, in das ein koaxial zur Schwenkachse sich erstreckender, an dem in
Schließbewegungsrichtung vorderen Ende der Verschlussblende angeordneter Gelenkzapfen
hineinragt.
Ist dabei der Gelenkzapfen über einen Exzenter an der Verschlussblende
angeordnet und um die Exzenterachse drehbar einstellbar, so kann auf einfache Weise
in der Verschlussposition der Verschlussblende deren Höhe so eingestellt sein,
dass eine weitgehend exakte Bündigkeit zu dem die Verschlussblende umgebenden
Randbereich des Bauteils des Kraftfahrzeugs erreicht wird.
Nur geringer Einbauraum ist erforderlich, wenn der Kipphebel mittels
einer vorgespannten Torsionsfeder zum Deckelträger hin federbelastet ist.
Eine stabile, lagegenaue Führung der Verschlussblende wird dadurch
erreicht, dass zwei gleiche Deckelträger parallel in einem Abstand zueinander
angeordnet sind, wobei die Stabilität noch vergrößert wird, wenn
die beiden Deckelträger durch eine oder mehrere Traversen fest miteinander
verbunden sind.
Um den Deckelträger dabei verwindungsfrei anzutreiben, kann sich
eine von dem Antrieb drehbar antreibbare Antriebsachse quer zur Bewegungsrichtung
der Verschlussblende erstreckend angeordnet sein, die zwei jeweils in eine Zahnstange
eingreifende Antriebsritzel trägt.
Ist der Anschlag in Bewegungsrichtung der Verschlussblende variabel
einstellbar, so kann in Bewegungsrichtung eine exakte Einstellung der Verschlussblende
in ihrer Verschlussposition erfolgen.
Von dem Antrieb kann bewegungsgekoppelt weiterhin ein Monitor aus
einer von der Verschlussblende in der Verschlussposition abgedeckten Inaktivposition
in eine in der Öffnungsposition der Verschlussblende aus der Öffnung herausragende
Aktivposition bewegbar antreibbar sein, so dass sowohl der Bewegungsantrieb der
Verschlussblende als auch der Bewegungsantrieb des Monitors aufeinander abgestimmt
durch einen einzigen Antrieb möglich ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen
1 einen Querschnitt einer Bordmonitoreinrichtung mit
einer Verschlussblendenvorrichtung in der Aktivposition,
2 die Bordmonitoreinrichtung nach 1
mit geöffneter Verschlussblende und eingefahrenem Monitor,
3 die Bordmonitoreinrichtung nach 1
mit der Verschlussblende in Öffnungsposition und teilausgefahrenem Monitor,
4 die Bordmonitoreinrichtung nach 1
in der Aktivposition mit der Verschlussblende in der Öffnungsposition,
5 eine perspektivische Ansicht der Verschlussblendenvorrichtung
nach 1 in ihrer Öffnungsposition,
6 eine perspektivische Ansicht der Verschlussblendenvorrichtung
nach 1 in einer ersten Phase des Schließvorgangs,
7 eine perspektivische Ansicht der Verschlussblendenvorrichtung
nach 1 in einer zweiten Phase des Schließvorgangs,
8 eine perspektivische Ansicht der Verschlussblendenvorrichtung
nach 1 in ihrer Verschlussposition,
9 eine weitere perspektivische Ansicht der Verschlussblendenvorrichtung
nach 1 in ihrer Verschlussposition.
Die in den 1 bis 4
dargestellte Bordmonitoreinrichtung ist in einer Ausnehmung 1 einer Armaturentafel
2 angeordnet, wobei die Ausnehmung 1 eine Öffnung
3 besitzt, die in der in 1 dargestellten Inaktivposition
bei in die Ausnehmung 1 eingefahrenem Monitor 4 von einer Verschlussblende
5 abgedeckt ist.
Von einem gemeinsamen Antrieb 6 ist die Verschlussblende
5 in eine die Öffnung 3 freigebende Position bewegbar antreibbar
(2) und anschließend der Monitor 4 über
eine Zwischenposition (3) in eine ausgefahrene Aktivposition
bewegbar (4).
In dieser Aktivposition befindet sich der Monitor 4 in einer
von einem Fahrer oder Beifahrer in einem Fahrzeug beobachtbaren Position.
In umgekehrter Reihenfolge sind Monitor 4 und Verschlussblende
5 wieder in ihre Inaktivposition bewegbar antreibbar.
Zum Bewegungsantrieb des Monitors 4 wird von
der Ausgangswelle eines reversierbaren Elektromotors eine Spindelwelle
7 und von der Spindelwelle 7 ein Spindelrad 8 drehbar
angetrieben, das drehfest auf einer um eine Achse drehbaren Antriebswelle einer
Antriebsscheibe des Antriebsmechanismus 9 für Monitor 4 und
Verschlussblende 5 angeordnet ist.
Der Antriebsmechanismus 9 weist eine drehbar antreibbare
Blendenantriebsscheibe mit einem an ihrem peripher umlaufenden Randbereich konzentrischen
Zahnsektor auf, der in ein Ritzel 10 eingreift, das mittig auf einer Antriebsachse
11 drehfest angeordnet ist.
Die Antriebsachse 11 erstreckt sich quer zur Bewegungsrichtung
12 der Verschlussblende 5 und trägt an ihren beiden Enden
jeweils ein Antriebsritzel 13.
Die beiden Antriebsritzel 13 greifen jeweils in die Zähne
einer bogenförmigen Zahnstange 14 ein, die parallel im Abstand zueinander
angeordnet und mittels Traversen 15 fest miteinander verbunden sind.
Die beiden Zahnstangen 14 sind an ihrem zur Bewegungsrichtung
12 seitlichen Rand mittels nicht dargestellter Führungsnocken in Führungsnuten
16 in der Wand der Ausnehmung 1 linear bewegbar geführt,
die sich in Bewegungsrichtung 12 der Verschlussblende 5 erstrecken.
An dem in Schließbewegungsrichtung 22 der Verschlussblende
5 vorderen Endbereich sind in den Zahnstangen 14 Langlöcher
17 ausgebildet, die sich in Erstreckungsrichtung der Zahnstangen
14 erstrecken und in die jeweils sich parallel zur Antriebsachse
11 erstreckende, an dem in Schließbewegungsrichtung 22 vorderen
Ende 'der Verschlussblende 5 angeordnete Gelenkzapfen 18 eingreifen.
Dadurch ist die Verschlussblende 5 schwenkbar an den Zahnstangen
14 befestigt.
Der in Schließbewegungsrichtung 22 hintere Endbereich
der Verschlussblende 5 ist jeweils über einen Kipphebel
19 mit den Zahnstangen 14 verbunden, die mit ihrem einen Ende
an der Verschlussblende 5 und mit ihrem anderen Ende an den Zahnstangen
14 um zur Antriebsachse 11 parallele Achsen 20 und
21 schwenkbar angelenkt sind.
Durch nicht dargestellte Torsionsfedern sind die Kipphebel
19 zu den Zahnstangen 14 hin federbelastet.
Befindet sich die Verschlussblende 5 in der in den
4 und 5 dargestellten
Öffnungsposition und soll die Öffnung 3 geschlossen werden, werden
die Zahnstangen 14 von den Antriebsritzeln 13 in Schließbewegungsrichtung
22 angetrieben.
Dabei wird von den Zahnstangen 14 und der Verschlussblende
5 eine Bewegung entsprechend der 3 und
6 durchgeführt, bis entsprechend den
2 und 7 die Verschlussblende
5 an einem nicht dargestellten Anschlag zur Anlage gelangt, so dass sich
die Verschlussblende 5 nicht weiter in Schließbewegungsrichtung
22 bewegen kann.
Unabhängig davon werden die Zahnstangen 14 aber weiter
in Schließbewegungsrichtung 22 bewegt, bis sich die Gelenkzapfen
18 von dem dem freien Ende der Zahnstangen 14 näheren linken
Ende der Langlöcher 17 zum gegenüberliegenden rechten Ende der
Langlöcher 17 verschoben haben (1 und
8).
Dabei werden gleichzeitig die Kipphebel 18 entgegen der Kraft
der Torsionsfedern aus ihrer den Zahnstangen 14 nahen Schwenkstellung in
einer den Zahnstangen 14 entfernten Schwenkstellung verschwenkt und damit
auch das in Schließbewegungsrichtung 22 hintere Ende der Verschlussblende
5 in die Verschlussposition der Verschlussblende 5 angehoben.
Zum Öffnen erfolgt dieser Ablauf in umgekehrter Reihenfolge.
- 1
- Ausnehmung
- 2
- Armaturentafel
- 3
- Öffnung
- 4
- Monitor
- 5
- Verschlußblende
- 6
- Antrieb
- 7
- Spindelwelle
- 8
- Spindelrad
- 9
- Antriebsmechanismus
- 10
- Ritzel
- 11
- Antriebsachse
- 12
- Bewegungsrichtung
- 13
- Antriebsritzel
- 14
- Zahnstangen
- 15
- Traversen
- 16
- Führungsnut
- 17
- Längsloch
- 18
- Gelenkzapfen
- 19
- Kipphebel
- 20
- Achse
- 21
- Achse
- 22
- Schließbewegungsrichtung