Erfindung
Die Erfindung (Erzeugniserfindung) besteht aus einem Gehäuse
für aktive Tastköpfe zum Einsatz mit Breitbandmessgeräten (wie z.B.
Oszilloskop), welches als T-Profil ausgeführt ist.
Technischer Hintergrund/Stand der Technik
Aktive Messsysteme und -verfahren werden heute vielfach bei der Erfassung
von elektrischen Signalen und der darin enthaltenen Informationen angewendet. Beispielsanwendungsgebiete
wie BUS-Systeme oder -Schnittstellen und/oder Kommunikationsprotokolle sowie Systeme
wie P-ATA, S-ATA, I2C, CAN, PCI, IEEE, USB, W-Lan, Bluetooth und Zigbee finden sich
reichlich in der Informations- und Kommunikationstechnik oder anderen industriellen
oder kommerziellen Anwendungen.
Um die Übertragung und/oder die Qualität eines elektrischen
Signals in Geräten und deren Schaltungen oder in Verbindungen (Schnittstellen)
zu überprüfen, muss man messen. Hierfür stehen eine Auswahl von gängigen
breitbandigen Messgeräten wie z.B. Oszilloskop, Spectrumanalysator, Protokollanalysator,
Netzwerkanalysator, Transientenrecorder und andere Breitbandmessgeräte oder
auch PC-Messkarten zur Verfügung. Hersteller solcher Messgeräte sind beispielsweise
Acquiris, Agilent, LeCroy, Rhode und Schwarz, Tektronix und Yokogawa.
Von besonderer Bedeutung für das Messen ist neben den Applikationsfunktionen
des jeweiligen Messgerätes das Messzubehör. Unter Messzubehör sind
Messwertaufnehmer zu verstehen, die die Signalquelle bzw. die Messstelle mit dem
Messgeräteeingang verbinden. Zu diesem Messzubehör gehören insbesondere
sog. Tastköpfe (sing. Tastkopf) (franz. Sonden, sing. Sonde) (engl. Probes,
sing. Probe).
Aktive Tastköpfe werden bevorzugt für die Erfassung von
hochfrequenten (digitalen und analogen) Signalen eingesetzt. Die Ausgangsimpedanz
dieser aktiven Tastköpfe (Messsysteme) ist in der Regel 50 Ohm. Auf dem Markt
erhältlich sind z.B. die folgenden Systeme: die 115XA Serie von Agilent (z.B.
1156A), die HFP Serie von LeCroy (z.B. HFP1000) und die P624X Serie von Tektronix
(z.B. P6243).
Es ist allgemein bekannt, dass beim Messen und Prüfen, Debuggen
oder Monitoren von hochfrequenten Signalen die Tastköpfe nach Möglichkeit
auf benachbarte Pins von Schnittstellen im 1,27 oder 2,54 mm Raster kontaktiert
werden müssen.
Technisches Problem (Aufgabe)
Auf Grund der Bauweise sämtlicher der bisher existierenden bzw.
bekannten aktiven Tastkopfgehäuse ist es nicht möglich, mehrere benachbarte
Pins an Schnittstellen im Raster 1,27 oder 2,54 gleichzeitig zu kontaktieren.
Lösung des Problems
Die im Folgenden beschriebene Ausführung des Gehäuses für
aktive Tastköpfe im T-Profil (Erfindung) ermöglicht das Kontaktieren benachbarter
Pins an Schnittstellen im Raster 1,27 und 2,54 mm. Hierdurch ist es insbesondere
möglich, die Tastköpfe in einer unendlichen Kette (Reihe) nebeneinander
auf benachbarte Pins von z.B. Stiftleisten aufzustecken.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
dass durch die Ausführung des Tastkopfgehäuses im T-Profil benachbarte
Pins im Raster 1,27 und 2,54 kontaktiert werden können und somit eine Vielzahl
von Messungen gleichzeitig und parallel erfolgen kann.
Die Erfindung (Ausführung des Tastkopfgehäuses im T-Profil)
eröffnet ferner die Möglichkeit, bei der Herstellung des Tastkopfes frei
verfügbare diskrete Bauelemente zu verwenden, so dass auf die kostenintensive
Entwicklung einer integrierten Schaltung verzichtet werden kann. Das Leiterplattenlayout
und die Lage der Bauelemente werden an das T-Profil des Gehäuses angepasst.
Ausführungsbeispiel
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ergibt sich aus den nachfolgenden
Ausführungen, welche auf die der Patentanmeldung ebenfalls in Anlage beigefügten
Zeichnungen (Abbildungen) verweisen.
zeigt die Gesamtansicht des aktiven Tastkopfes.
zeigt die Frontansicht des aktiven Tastkopfes.
Das Gehäuse ist um den Signaleingang (untere Buchse) als ein T ausgeformt (T-Profil).
(Ansicht von hinten) zeigt, wie durch die Ausführung
des Tastkopfgehäuses im T-Profil es ermöglicht wird, für die Herstellung
des Tastkopfes frei verfügbare diskrete Bauelemente zu verwenden, so dass auf
eine kostenintensive Entwicklung einer integrierten Schaltung verzichtet werden
kann. Das Leiterplattenlayout und die Lage der Bauelemente sind an das T-Profil
des Gehäuses angepasst.
Die und
erläutern die Wirkungsweise der Erfindung.
zeigt mehrere aktive Tastköpfe aufgesteckt in Reihe auf einer
Stiftleiste. zeigt mehrere aktive Tastköpfe
in Reihe. Die hier beschriebene (neuartige) Ausführung des Gehäuses im
T-Profil ermöglicht das Kontaktieren benachbarter Pins an Schnittstellen im
Raster 1,27 und 2,54 mm und macht es dadurch möglich, die Tastköpfe in
einer unendlichen Kette (Reihe) nebeneinander auf die Pins von z.B. Stiftleisten
aufzustecken.