Die Erfindung betrifft eine Kreiselmotorpumpe mit einem Pumpenlaufrad,
das auf der Welle eines Synchronmotors sitzt.
Bei Pumpen mit EC-Motoren insbesondere Synchronmotoren ist aufgrund
ihres grundsätzlichen Funktionsprinzips eine Elektronik erforderlich, um die
Pumpe in die vorgeschriebene Drehrichtung zu starten. Diese Elektronik erkennt sensorlos
bzw. über einen im Motor platzierten Sensor (Hallsensor) die Position des magnetischen
Rotors und startet den Motor in die richtige Drehrichtung. Die erforderliche Elektronik
stellt einen erheblichen Kostenfaktor der kompletten Pumpe dar.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine stets in der richtigen Drehrichtung
anlaufende Kreiselpumpe der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine Anlaufelektronik
nicht benötigt, um die Kosten zu senken und die Betriebssicherheit der Pumpe
durch eine Reduzierung der Komponenten innerhalb der Elektronik zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
- – dass die Motorwelle im Bereich des Laufrades eine schraubenförmige
Führung insbesondere ein Außengewinde aufweist, in der das Laufrad begrenzt
verdrehbar gelagert ist,
- – dass die Führungsrichtung insbesondere die Gewinderichtung derart
ist, dass bei in falscher Drehrichtung anlaufendem Motor das Laufrad nicht oder
langsamer als die Welle anläuft und sich auf der Welle axial verschiebt, und
- – dass bei Erreichen einer Verschiebungsendposition der Motor angehalten
wird.
Eine solche Pumpe benötigt für ein Anlaufen in der gewünschten
Drehrichtung keine elektronischen Bauteile, sondern allein der mechanische Aufbau
sorgt für die richtige Drehrichtung. Der mechanische Aufbau positioniert bei
einfacher Anlaufrichtung den magnetischen Rotor derart im Statorfeld, dass der Motor
danach immer in die richtige Richtung startet.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
aufgeführt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen
in axialen Schnitten ohne Stator und ohne Gehäuse dargestellt und wird im Folgenden
näher beschrieben. Es zeigen
1 die Motorpumpe vor dem Anlaufen,
2 die Motorpumpe nach dem Anlaufen in falscher Drehrichtung.
Die Kreiselmotorpumpe weist einen EC-Motor bzw. Synchronmotor mit
einem auf einer Welle 1 befestigten Motorenrotor 2 auf. Motor
und Pumpenraum 3 sind voneinander durch ein Lagerschild 4 getrennt,
durch das die Welle 1 bis in den Pumpenraum verläuft, um dort das
Pumpenlaufrad 5 anzutreiben, das eine zum Motor hin vorstehende Laufradnabe
6 aufweist.
Die in das Laufrad 5 hineinreichende Welle 1 trägt
außen eine koaxiale schraubenförmige Führung 7 gleich oder
ähnlich einem Außengewinde bzw. einer Spindel, auf der das Laufrad
5 und die Laufradnabe 6 mit einer Innenführung
8 gleich oder ähnlich einem Innengewinde derart gelagert ist, dass
das Laufrad bei einem Anlaufen des Motorenrotors 2 und der Welle
1 in falscher Drehrichtung sich axial aus der in 1
dargestellten Stellung in die in 2 dargestellten Stellung
bewegt wird.
Das Laufrad 5 weist auf dem dem Motor zugewandten Ende der
Laufradnabe 6 einen radial vorstehenden Anschlag 9 auf, der beim
Anlaufen in falscher Drehrichtung und nach einer axialen Bewegung des Laufrades
in Richtung des Motors in Anlage an einen radialen Gegenanschlag 10 des
Lagerschildes 4 gelangt und damit die axiale und Drehbewegung des Laufrades,
der Welle und des Rotors stoppt. Hierbei ist dafür gesorgt, dass in dieser
Drehstellung der Rotor in einer Position steht, in dem er nur in der richtigen Drehrichtung
anlaufen kann. In der Ausgangsstellung (1) liegt das
Laufrad 5 mit einem zweiten Anschlag 12 an einem radialen Gegenanschlag
11 an, der an dem dem Motor abgewandten Ende der Welle und/oder der Spindel
angeordnet ist. In dieser axialen Stellung nimmt das Laufrad seine optimale axiale
Pumpposition ein.
Das Laufrad 5 ist somit mittels der Spindel mit der Rotorwelle
verbunden. Startet der Motor in die korrekte Richtung, bewegt der Rotor
2 das Laufrad 5 über die Spindel 7 in seine korrekte
Endposition, wobei sich das Laufrad aufgrund seiner Trägheit im Medium nicht
bzw. langsamer als der Rotor mitdreht.
Ein vorzugsweise radialer Anschlag 11, 12 zwischen
Laufrad und Welle realisiert die Endposition des Laufrades auf der Welle
1. In dieser optimalen Position werden die notwendigen Spalten zwischen
Laufrad und Pumpengehäuse eingehalten, um die hydraulische Leistung zu realisieren.
Startet der Motor in die verkehrte Richtung, bewegt der Rotor 2 das Laufrad
5 in die entgegengesetzte Richtung, in Richtung des Rotorraums. Auch hier
dreht sich das Laufrad aufgrund seiner Trägheit nicht mit, sondern wandert
axial in die beschriebene Richtung. Ein radialer Anschlag 9,
10 zwischen Lagerschild und Laufrad beendet die Verschiebung des Laufrades
und stellt eine definierte axiale und radiale Position des Laufrades zur Pumpe sicher.
Der magnetische Rotor besitzt hierbei eine exakte radiale Position
zu dem Laufrad. Somit hat auch der Rotor in der beschriebenen Endposition des Laufrades
eine genaue radiale Position zu dem umhüllenden Stator mit seinen Statorzähnen.
Der Motor wird nach Erreichen dieser Endposition gestoppt. Beim erneuten
Starten oder Durchlaufen des Statorfeldes läuft der Motor aus folgenden Gründen
korrekt an:
- 1. Es besteht eine definierte Rotorposition im Statorfeld.
- 2. Eine verkehrte Drehrichtung aufgrund des mechanischen Endanschlags ist nicht
möglich.