Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erwärmen und/oder
Kühlen von Raumluft mit einem Gebläse, einem Wärmetauscher und einem
Luftauslass.
Zum Klimatisieren im Komfortbereich insbesondere von Büros und
Hotels sind als dezentrale Geräte Gebläsekonvektoren bekannt mit starren
oder beweglichen Gittern oder Lamellen im Luftauslass. Dies führt zu Druckverlusten
und damit zu verringerter Leistung des Geräts, zu einer höheren Schallleistung
und damit zu einem erhöhten Geräuschpegel und zu Störungen des austretenden
Freistrahls und damit zu unbehaglichen Raumströmungen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art so zu verbessern, dass strömungstechnisch günstige Strömungsführungen
im Gerät, im Auslass und im Raum erreicht werden und eine Anpassung dieser
Strömungsführungen an die Strömungsverhältnisse insbesondere
an den Luftvolumenstrom und die Lufttemperatur erreichbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass im Luftauslass mindestes ein Luftleitelement seitlich angeordnet ist, durch
das die Luft strömungstechnisch günstig zum Auslass gelenkt wird und durch
das der Austrittsquerschnitt entsprechend der Temperatur und/oder dem Luftvolumenstrom
in seiner Größe veränderbar ist.
Der Luftauslass kann durch eine Luftleitfläche in zwei Austrittsbereiche
unterteilt ist, wobei die Luftleitfläche um eine Achse drehverstellbar ist,
die quer zur Luftausströmrichtung angeordnet ist.
Die Luftströmung wird damit durch eine strömungsoptimierte
Düse und/oder Klappe bzw. einen strömungsoptimierten Kanal geführt.
Es wird eine strömungsoptimierte Luftführung erreicht mit einer Lufterfassung
und Führung bereits im Gerät mit integriertem Auslass, im Gegensatz zu
Auslass-Konstruktionen, die nachträglich auf das Gerät aufgesetzt werden.
Auch wird eine Anpassung dieses Kanals und/oder des Austrittsquerschnitts an den
Luftvolumenstrom, die Lufttemperatur und/oder die Lufttemperaturdifferenz erzielt.
Dies führt zu geringeren Druckverlusten, geringerer Schallemission und einem
stabileren Strahlverhalten und höheren Wurfweiten. Auch führt dies zu
einer höheren Behaglichkeit und einem geringeren Energieverbrauch, zumal ein
Strömungskurzschluss sicher verhindert wird.
Wesentliche Vorteile der erfindungsgemäßen Lösungen
sind zu sehen in
- – strömungstechnisch optimierte Luftführung im Gerät,
durch den Auslass in den Raum,
- – Anpassung des Auslasses/des Kanals an die Strömungsbedingungen
(Luftvolumenstrom und Lufttemperatur),
- – Anpassung des Auslasses/Kanals an eine Temperaturdifferenz auf thermomechanischem
Weg und
- – konstruktive Umsetzung des thermomechanischen Stellgliedes auf der
Grundlage der Kopplung von mindestens zwei thermischen Dehnelementen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen
aufgeführt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen
1 ein erstes Ausführungsbeispiel mit einem seitlichen
verstellbaren Luftleitelement,
2 bis 4 ein zweites Ausführungsbeispiel
mit einer verstellbaren Luftleitfläche, die den Luftauslass in zwei Austrittsbereiche
unterteilt, mit unterschiedlichen Stellungen der Luftleitfläche,
5 einen Ausschnitt aus der Luftströmung vor dem
Luftauslass mit seitlicher Sekundärluft,
6 thermische Dehnelemente zum Verstellen eines Luftleitelements
oder der Luftleitfläche.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung bildet einen Gebläsekonvektor
als dezentrales Gerät insbesondere für Büros, Hotels und Wohnräume
und weist nach dem ersten Ausführungsbeispiel (1)
ein Gehäuse 1 auf, das in einer Außenwand einen Luftauslass
2 bildet. Dem Luftauslass wird die erwärmte oder gekühlte Luft
von einem Gebläse 3 über einen Wärmetauscher 4
zugeführt.
In Strömungsrichtung hinter dem Wärmetauscher
4 sind am Luftauslass 2 zu beiden Seiten Luftleitelemente
5, 6 befestigt, die konvex in den Luftstrom hineinragen. Mindestens
einer 5 dieser zwei Luftleitelemente ist beweglich angeordnet, so dass
hierdurch der Austrittsquerschnitt entsprechend der Temperatur und/oder dem Luftvolumenstrom
in seiner Größe veränderbar ist. Hierzu ist das Luftleitelement
5 am vom Luftauslass 2 abgewandten Ende angelenkt befestigt und
motorisch, hydraulisch, pneumatisch oder thermomechanisch verstellbar durch eine
entsprechende, nicht dargestellte Verstellvorrichtung.
Die Stellung des Luftleitelements 5 und damit der Querschnitt
des Kanals im Luftauslass werden in Abhängigkeit von Luftvolumenstrom und/oder
Temperatur eingestellt. Dies kann realisiert werden durch elektrische
Stellmotoren und Anbindung an die regelungstechnischen Komponenten oder durch thermomechanische
Stellglieder, ohne dass eine Anbindung an die regelungstechnischen Komponenten benötigt
wird. Diese Lösung mit thermomechanischen Stellgliedern hat als Vorteile, dass
keine elektrischen Anschlüsse und keine Anbindung an Regelungstechnik nötig
sind. Damit wird eine Stand-alone-Lösung ermöglicht.
Es sind zwar Lösungen bekannt, bei denen Einstellungen in Abhängigkeit
von der Temperatur, der aus dem Gerät in den Raum eintretenden Luft (Zuluft),
durchgeführt werden. Dies ist jedoch nur für den seltenen Fall konstanter
Raumtemperatur und konstantem Luftvolumenstrom sinnvoll. Bei der erfindungsgemäßen
Lösung erfolgt die Einstellung über die Temperaturdifferenz Raumlufttemperatur-Zulufttemperatur.
Dadurch können die Temperaturschwankungen sowie Schwankungen des Luftvolumenstroms
erfasst werden.
Eine konstruktive Umsetzung kann auch durch thermische Dehnelemente
erfolgen. Bei der erfindungsgemäßen Lösung erfolgt durch Verwendung
von mindestens zwei thermischen Dehnelementen und einer entsprechenden Mechanik
die Wegvorgabe in Abhängigkeit von einer Temperaturdifferenz. Außer der
Messung der Lufttemperatur können durch die Verwendung von thermischen Dehnelementen
sowie einer geeigneten Mechanik auch weitere Größen bestimmt werden, so
der Volumenstrom oder die kalorische Leistung.
In einer weiteren Ausführung wird vor dem Luftauslass in den
Luftstrom im Induktionsprinzip Luft seitlich eingesaugt (5).
Der Volumenstrom wird hierbei durch eine strömungstechnische Anordnung über
die Messung der Temperaturen der eintretenden Primärluft (Luftstrom), der eintretenden
Sekundärluft (Umgebungsluft) sowie des austretenden Luftstroms bestimmt, wenn
das Induktionsverhältnis (Verhältnis zwischen Primärluft und Sekundärluft)
bekannt ist. Werden diese Temperaturen mit thermischen Dehnelementen gemessen, so
ergibt sich durch eine geeignete Mechanik ein Stellweg in Abhängigkeit vom
Volumenstrom.
Über den Stellweg der Dehnelemente, die sich aus dem Volumenstrom
ergibt, sowie über den Stellweg der Dehnelemente, die die Temperaturdifferenz
der Luft erfassen, wird durch eine geeignete Mechanik ein Stellweg realisiert, der
der kalorischen Leistung entspricht.
In der in 2 bis 4
dargestellten Ausführung ist innerhalb des Luftauslasses 2 eine Luftleitfläche
7 drehverstellbar im Drehbereich 8 befestigt bzw. angelenkt, die
den Luftauslass 2 in zwei Austrittsbereiche 9, 10 unterteilt.
Hierbei weist der erste Austrittsbereich 9, der an das verstellbare Luftleitelement
5 angrenzt, einen größeren Luftdurchtrittsquerschnitt auf als
der zweite Austrittsbereich 10.
Neben der Anpassung der Größe des Austrittsquerschnitts
durch das Luftleitelement 5, das die Geschwindigkeit eines einzelnen, aus
dem Gerät austretenden Luftstroms beeinflusst, teilt die Variante gemäß
2 bis 4 den Luftstrom in
einen primären Luftstrom, der zwischen den beiden Düsenelementen strömt
und einen sekundären Luftstrom, der an der Düse vorbeiströmt, auf.
Im Austritt wird dann der sekundäre Luftstrom vom primären Luftstrom mitgerissen
und die Luft tritt als ein einziger Luftstrahl aus dem Gerät.
Gemäß 3 und 4,
in dem die beiden extremen Stellungen des einstellbaren Düsenelementes dargestellt
sind, wird im Wesentlichen der an der Düse vorbeiströmende sekundäre
Luftstrom beeinflusst und erfolgt so eine indirekte Verstellung des Düsenquerschnittes.
Die resultierende Geschwindigkeit des insgesamt aus dem Gerät
austretenden Luftstrahls ergibt sich aus dem Verhältnis der Geschwindigkeiten
und der Volumenströme von primärer Luft und sekundärer Luft. Diese
Größen können konstruktiv durch eine entsprechende Verstellung des
einstellbaren Düsenelements realisiert werden.
In der neutralen Stellung (3) des einstellbaren
Düsenelements haben primäre Luft und sekundäre Luft die gleiche Geschwindigkeit.
In der engsten Stellung (4) des einstellbaren Düsenelements
ist der Austrittsquerschnitt der Düse selbst minimal. Die Geschwindigkeit der
Luft ist maximal.
Diese Version besitzt gegenüber den bisher betrachteten Ausführungen
den weiteren Vorteil, dass die Geometrien im Ausblasbereich fixiert sind und so
ein ggf. in der Geräteverkleidung befindliches Gitter in idealer Weise auf
diese Geometrien abstimmbar ist. Störende Einflüsse durch sich überschneidende,
unterschiedliche freie Querschnitte einer verstellbaren Düse und eines darauf
folgenden starren Luftausblasgitters werden so zuverlässig vermieden.
6 zeigt die Anordnung thermischer Dehnelemente
11 am Vor- und Rücklauf zur Messung der kalorischen Leistung. Über
eine Messung der Temperaturen an der Vorlaufleitung sowie der Rücklaufleitung
des Kühlmediums (im Kühlfall) bzw. des Heizmediums (im Heizfall) kann
ebenfalls über eine geeignete Anordnung der thermischen Dehnelemente, einer
entsprechenden konstruktiven wärmetechnischen Einbindung sowie einer entsprechenden
Mechanik ein Stellweg für das Luftleitelement 5 und/oder Luftleitfläche
7 in Abhängigkeit von der kalorischen Leistung realisiert
werden.