Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen Spannhebel für einen Riementrieb,
mit einem Lagerauge, einer Riemenscheibe und einer eine Vorspannung in dem Riementrieb
erzeugenden Schraubenfeder.
Hintergrund der Erfindung
Aus der DE 195 01 685 C1
ist ein Spannhebel für einen Riementrieb bekannt, bei dem die Druckfeder mit
einem speziellen Verbindungselement an den Spannhebel angebunden ist. Dieses Verbindungselement
kann beispielsweise als flexibler Bandstreifen ausgebildet sein, der durch eine
Durchführung im Bereich der Federaufnahme geführt ist. Diese Befestigung
der Feder erfordert somit einen vergleichsweise großen baulichen Aufwand.
Zusammenfassung der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spannhebel für
einen Riementrieb anzugeben, bei dem die Schraubenfeder auf einfache Weise verliersicher
an dem Hebelarm befestigt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Spannhebel der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass ein Endabschnitt der Schraubenfeder
mittels eines an ihr angreifenden Befestigungsmittels verliersicher mit einer Federaufnahme
des Spannhebels verbunden ist.
Anders als bei dem in der DE
195 01 685 C1 erwähnten Spannhebel ist ein Endabschnitt der Schraubenfeder
direkt über das Befestigungsmittel mit der Federaufnahme verbunden. Die erfindungsgemäß
vorgesehene Anbindung der Schraubenfeder kann mit geringem Aufwand realisiert werden
und ermöglicht gleichzeitig einen sicheren Halt der Schraubenfeder an dem Spannhebel.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann es vorgesehen
sein, dass das Befestigungsmittel einen Sicherungsstift umfasst, der in eine Öffnung
der Federaufnahme eingesetzt oder einsetzbar ist. Ein solcher Sicherungsstift kann
auch als Passstift oder Niet ausgebildet sein und verhindert ein selbsttätiges
Lösen der Schraubenfeder. Es ist zweckmäßig, wenn zumindest ein Endabschnitt
der Schraubenfeder vorzugsweise U-förmig abgewinkelt ist und sich an dem Sicherungsstift
abstützt.
Gemäß einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung kann
es vorgesehen sein, dass das Befestigungsmittel ein Schnappverbindungsteil umfasst,
das in eine axiale oder radiale Öffnung der Federaufnahme eingesetzt oder einsetzbar
ist. Der Einsatz eines Schnappverbindungsteils ist möglich, da die Befestigung
zwischen der Schraubenfeder und der Federaufnahme später nicht mehr gelöst
wird. Um einen besonders sicheren Halt zu gewährleisten, kann es vorgesehen
sein, dass ein Endabschnitt der Schraubenfeder vorzugsweise U-förmig abgewinkelt
ist und sich an dem Schnappverbindungsteil abstützt.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann es vorgesehen
sein, dass das Schnappverbindungsteil zwei Schenkel umfasst, zwischen denen die
Schraubenfeder abgestützt ist, wobei die Schenkelenden vorzugsweise als Haltenasen
ausgebildete Vorsprünge aufweisen, die in wenigstens eine Aufnehmung oder Öffnung
der Federaufnahme verrastend eingreifen.
Gemäß einer weiteren alternativen Ausführung der Erfindung
kann es vorgesehen sein, dass die Schnappverbindung ein Einsatzstück umfasst,
durch das die Schraubenfeder gehalten wird und das in die Öffnung der Federaufnahme
verrastend einsetzbar oder eingesetzt ist. Das Einsatzstück kann auch segmentiert
ausgebildet sein, wobei die Schraubenfeder zwischen den Segmenten geklemmt wird.
Ein besonders guter Halt wird erzielt, wenn das Einsatzstück
eine Mehrzahl von als Haltenasen ausgebildete Vorsprünge aufweist, die in entsprechende
Ausnehmungen oder Öffnungen der Federaufnahme einrastbar sind.
Bei einer Variante des erfindungsgemäßen Spannhebels kann
das Einsatzstück konisch ausgebildet sein, wobei der kleinere Durchmesser zur
Federaufnahme hin weist. Allerdings erfolgt die Befestigung der Schraubenfeder dann
erst während der Montage des Spannhebels, ein Aufschnappen der Schraubenfeder
ist nicht möglich.
Bei allen erwähnten Varianten des erfindungsgemäßen
Spannhebels kann es vorgesehen sein, dass die Federaufnahme eine an die Kontur der
Schraubenfeder angepasste Ausnehmung und/oder eine Federrampe aufweist. Damit wird
ein besonders guter Halt der Schraubenfeder und ein Formschluss erzielt.
Es ist auch möglich, dass die Federaufnahme einen zylindrischen,
an den Außendurchmesser und/oder den Innendurchmesser angepassten Vorsprung
aufweist. Dieser Vorsprung bewirkt eine Führung der Schraubenfeder, insbesondere
in radialer Richtung.
Gemäß einer weiteren alternativen Ausgestaltung der Erfindung
kann es vorgesehen sein, dass das Befestigungsmittel einen an der Federaufnahme
angeordneten Bajonettverschluss umfasst. Ein besonders guter Halt
und eine sichere Verbindung ergeben sich, wenn die Federaufnahme eine axiale Nut
aufweist, an die sich eine demgegenüber abgewinkelte, vorzugsweise radiale
Nut anschließt. Insbesondere kann die abgewinkelte Nut so ausgebildet sein,
dass der Endabschnitt der montierten Schraubenfeder zumindest geringfügig elastisch
verformt ist. Dazu kann die abgewinkelte Nut einen Vorsprung aufweisen, der ein
selbsttätiges Lösen der Schraubenfeder verhindert.
Bei allen erwähnten Ausführungsformen kann der erfindungsgemäße
Spannhebel so ausgebildet sein, dass das der Federaufnahme gegenüberliegende
Ende der Schraubenfeder mittels eines an ihr angreifenden Befestigungsmittels mit
einem vorzugsweise an einem Gehäuse einer Brennkraftmaschine anzubringenden
Haltelement verbunden ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Figuren erläutert. Die
Figuren sind schematische Darstellungen und zeigen:
1 und 2 ein erstes Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
3 und 4 ein zweites Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
5 bis 8 ein drittes Ausführungsbeispiel
der Erfindung; und
9 und 10 ein viertes Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
1 zeigt in einer Explosionsdarstellung einen Spannhebel
1 für einen Riementrieb, mit einem Lagerauge 2, einer Riemenscheibe
3 und einer eine Vorspannung in dem Riementrieb erzeugenden Druckfeder
4. Der Spannhebel 1 weist eine Federaufnahme 5 mit einem
Schlitz 6 auf, in den ein Federende 7der Druckfeder
4 eingesteckt werden kann. Die Druckfeder 4 ist im Bereich des
Federendes 7 U-förmig abgewinkelt. Nach dem Einsetzen des Federendes
7 in den Schlitz 6 wird die Einheit mit einem Sicherungsstift
8 gesichert, der in eine Ausnehmung 9 der Federaufnahme
5 eingepresst wird. Im Inneren der Federaufnahme 5 befindet sich
eine in 1 nicht dargestellte Federrampe.
Bei anderen Ausführungen kann die Federaufnahme 5 eine
Verlängerung mit einem verringerten Durchmesser aufweisen, um die Druckfeder
4 innen oder außen zu führen.
2 zeigt den Spannhebel von 1
im montierten Zustand. Nach dem Einsetzen des Sicherungsstifts 8 in die
Ausnehmung 9 hält dieser das Federende 7 in der Federaufnahme
5, sodass die Druckfeder 4 verliersicher mit dem Spannhebel
1 verbunden ist.
Die 3 und 4
zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel des Spannhebels. In Übereinstimmung
mit dem ersten Ausführungsbeispiel umfasst der Spannhebel 10 ein Lagerauge
2 und eine Riemenscheibe 3. Abweichend davon erfolgt die Befestigung
der Druckfeder 11 jedoch über ein Schnappverbindungsteil
12, das in eine Durchgangsöffnung 13 der Federaufnahme
14 des Spannhebels 10 eingesetzt werden kann.
Das Schnappverbindungsteil 12 besitzt eine quaderförmige
Grundform, bei anderen Ausführungsformen kann es z. B. auch eine runde Grundform
aufweisen, und umfasst zwei Schenkel 15, 16, zwischen denen das
Federende 17 der Druckfeder 11 im montierten Zustand gehalten
wird. An den Enden der Schenkel 15, 16 sind nach außen weisende
als Haltenasen 18, 19 ausgebildete Vorsprünge ausgebildet,
die in der Durchgangsöffnung 13 verrastet werden. Das Schnappverbindungsteil
12 weist eine gewisse Elastizität auf, sodass die Schenkel
15, 16 bei der Montage zusammengedrückt werden können.
Nach der Montage liegen die Haltenasen 18, 19 an der Außenseite
der Federaufnahme 14 an, wie am besten in 4
zu sehen ist, und verhindern ein Lösen der Druckfeder 11 von dem Spannhebel
10.
Die 5 bis 8
zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel eines Spannhebels. Die Anbindung der
Druckfeder 20 an eine Federaufnahme 21 des Spannhebels
22 erfolgt über ein Einsatzstück 23, das Bestandteil
einer Schnappverbindung ist. Das Einsatzstück 23, das in
6 in einem vergrößerten Maßstab dargestellt
ist, umfasst mehrere Segmente 24, die an einem Ringkörper
25 ausgebildet sind. Die Segmente 24 weisen jeweils an ihrer Außenseite
eine Haltenase 26 auf, die in eine entsprechende Öffnung
27 der Federaufnahme 21 eingeklipst werden kann. Die Segmente
24 des Ringkörpers 25 weisen in Radialrichtung jeweils Vorsprünge
28 auf, um das Einsatzstück 23 auf die Druckfeder
20 aufzuschnappen bzw. damit zu verrasten. Bei anderen Ausführungen
kann es vorgesehen sein, dass zwei Segmente 24 äußere Haltenasen
26 und die übrigen Segmente 24 radiale Vorsprünge
28 aufweisen. Das Einsatzstück 23 bzw. die Segmente
24 können eine Federrampe aufweisen, um eine möglichst präzise
Führung der Druckfeder 20 zu gewährleisten. Ebenso kann die Federaufnahme
21 einen zylindrischen Vorsprung aufweisen, um die Druckfeder
20 an ihrer Innenseite zu führen. Durch die Segmente 24 wird
ein Kontakt zwischen der Druckfeder 20 und dem Spannhebel 22 vermieden,
die beide aus Metall bestehen.
Bei der Montage wird das Einsatzstück 23 zunächst
auf das Ende der Druckfeder 20 aufgeschnappt, anschließend wird diese
Unterbaugruppe in die Öffnung der Federaufnahme 21 des Spannhebels
22 eingesteckt, wobei die Haltenasen 26 in den zugehörigen
Öffnungen 27 einrasten. Der Spannhebel 22 mit daran befestigter
Druckfeder ist in 7 gezeigt.
8 zeigt eine alternative Ausgestaltung, bei der das
Einsatzstück 29 leicht konisch ausgebildet ist. Ein Aufschnappen des
Einsatzstücks 29 auf die Druckfeder 20 ist nicht möglich,
dementsprechend erfolgt die Befestigung der Druckfeder 20 erst während
der Montage. Die Federaufnahme weist, wie in 8 gezeigt
ist, einen Vorsprung 32 mit einer umlaufenden Nut 33 auf. Bei
der Montage drückt das Ende der Druckfeder 20 den konischen Abschnitt
des Einsatzstücks 29 gegen die zylindrische Federaufnahme, die Segmente
30 werden nach innen gebogen, die inneren Haltenasen 31 arretieren
die Druckfeder 20, während die Segmente 30 das Einsatzstück
29 auf dem Vorsprung 32 halten.
Die 9 und 10
zeigen ein viertes Ausführungsbeispiel des Spannhebels. Der Spannhebel
34 weist eine Federaufnahme 35 mit einer axialen Nut
36 auf, an die sich eine radiale Nut 37 anschließt. Das abgewinkelte
Federende 38 der Druckfeder 39 wird in die axiale Nut
36 eingesetzt. Wenn das Federende 38 radial in die Nut
37 gedreht wird, wird das Federende 38 über einen Vorsprung
40 bewegt, wobei es geringfügig elastisch verformt wird. Diese elastische
Vorspannung des Federendes 38 der Druckfeder 39 verhindert ein
selbsttätiges Lösen der Druckfeder 39 von dem Spannhebel
34. 10 zeigt den Spannhebel mit montierter
Druckfeder.
Als Alternative zu allen beschriebenen Ausführungsbeispielen
kann die Verbindung zwischen dem Federende und der Federaufnahme des Spannhebels
auch als Presspassung ausgeführt sein. Dazu werden die ersten Windungen der
Druckfeder aufeinander liegend ausgeführt, die Federaufnahme des Spannhebels
muss so ausgebildet sein, dass in kaltem Zustand eine geeignete Presspassung zwischen
Druckfeder und Federaufnahme zustande kommt. Dazu kann die Federaufnahme auch unrund,
beispielsweise polygonförmig, sternförmig oder vieleckig ausgeführt
sein. Bei diesen unrunden Ausführungen ergibt sich der Vorteil, dass die Druckfeder
nur partiell gehalten wird.
- 1
- Spannhebel
- 2
- Lagerauge
- 3
- Riemenscheibe
- 4
- Druckfeder
- 5
- Federaufnahme
- 6
- Schlitz
- 7
- Federende
- 8
- Sicherungsstift
- 9
- Ausnehmung
- 10
- Spannhebel
- 11
- Druckfeder
- 12
- Schnappverbindungsteil
- 13
- Durchgangsöffnung
- 14
- Federaufnahme
- 15
- Schenkel
- 16
- Schenkel
- 17
- Federende
- 18
- Haltenase
- 19
- Haltenase
- 20
- Druckfeder
- 21
- Federaufnahme
- 22
- Spannhebel
- 23
- Einsatzstück
- 24
- Segment
- 25
- Ringkörper
- 26
- Haltenase
- 27
- Öffnungen
- 28
- Vorsprung
- 29
- Einsatzstück
- 30
- Segment
- 31
- Haltenase
- 32
- Vorsprung
- 33
- Nut
- 34
- Spannhebel
- 35
- Federaufnahme
- 36
- Nut
- 37
- Nut
- 38
- Federende
- 39
- Druckfeder
- 40
- Vorsprung