Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoffeinspritzeinrichtung für
eine Brennkraftmaschine nach der Gattung des Anspruchs 1.
Eine solche Kraftstoffeinspritzeinrichtung ist durch die
DE 103 43 482 A1 bekannt. Diese
Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist eine Förderpumpe mit einem elektrischen
Antrieb auf, durch die Kraftstoff aus einem Kraftstoffvorratsbehälter zur Saugseite
einer Hochdruckpumpe gefördert wird. Durch die Hochdruckpumpe wird Kraftstoff
in einen Hochdruckbereich gefördert, wobei im Hochdruckbereich wenigstens ein
an der Brennkraftmaschine angeordneter Injektor vorgesehen ist, durch den Kraftstoff
an der Brennkraftmaschine eingespritzt wird. Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung
weist außerdem eine elektronische Steuereinrichtung auf, durch die die Kraftstoffeinspritzung
abhängig von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine gesteuert wird. Zwischen
der Förderpumpe und der Saugseite der Hochdruckpumpe ist eine Kraftstoffzumesseinrichtung
vorgesehen, durch die die Kraftstoffzuführung zur Saugseite der Hochdruckpumpe
und damit die durch die Hochdruckpumpe in den Hochdruckbereich geförderte Kraftstoffmenge
variiert werden kann und die durch die elektronische Steuereinrichtung angesteuert
wird. Im Hochdruckbereich ist dabei ein Drucksensor angeordnet, durch den der Druck
im Hochdruckbereich erfasst wird und der mit der elektronischen Steuereinrichtung
verbunden ist, wobei durch die Steuereinrichtung die Kraftstoffzumesseinrichtung
derart angesteuert wird, dass die Hochdruckpumpe eine solche Kraftstoffmenge in
den Hochdruckbereich fördert, die erforderlich ist, um im Hochdruckbereich
einen vorgegebenen Druck aufrecht zu erhalten. Die Förderpumpe wird mit im
wesentlichen konstanter Drehzahl betrieben, so dass durch diese eine im wesentlichen
konstante Kraftstoffmenge gefördert wird, die derart bemessen sein muss, dass
der maximale Kraftstoffbedarf der Brennkraftmaschine zur Verfügung gestellt
wird. Dies bedeutet, dass die Fördermenge der Förderpumpe in den meisten
Betriebszuständen der Brennkraftmaschine außerhalb der Vollast zu groß
ist. Die überschüssige Fördermenge der Förderpumpe wird durch
ein zwischen der Förderpumpe und der Kraftstoffzumesseinrichtung angeordnetes
Überströmventil in einen Entlastungsbereich abgesteuert. Die Förderpumpe
muss dabei sehr groß und für entsprechende Dauerbelastung dimensioniert
werden, was zu hohen Herstellungskosten und zu einem großen elektrischen Leistungsbedarf
für deren Antrieb führt.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile der Erfindung
Die erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzeinrichtung mit
den Merkmalen gemäß Anspruch 1 hat demgegenüber den Vorteil, dass
die Förderpumpe bedarfsabhängig betrieben wird, wodurch diese in ihrer
Dimensionierung für eine geringere mittlere Dauerbelastung ausgelegt werden
kann und der elektrische Leistungsbedarf für deren Antrieb über alle Betriebszustände
der Brennkraftmaschine gemittelt wesentlich geringer ist. Der Betrieb der Förderpumpe
kann dabei beispielsweise zur Verbesserung der Betriebsbedingungen der Hochdruckpumpe
optimiert werden.
In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzeinrichtung
angegeben. Die Ausbildung gemäß Anspruch 4 hat den Vorteil, dass ein möglicher
Druckabfall bei der Durchströmung des Kraftstofffilters keinen Einfluss auf
die Druckerfassung im Niederdruckbereich hat. Die Ausbildung gemäß den
Ansprüchen 7 und 8 hat den Vorteil, dass die Schmierung und/oder Kühlung
des Antriebsbereichs der Hochdruckpumpe bei hoher Belastung verbessert ist. Die
Ausbildung gemäß Anspruch 9 hat den Vorteil, dass die Schmierung und/oder
Kühlung des Antriebsbereichs der Hochdruckpumpe bei hohen Kraftstofftemperaturen
verbessert ist. Die Ausbildung gemäß Anspruch 10 und 11 hat den Vorteil,
dass von der Förderpumpe geförderter Kraftstoff, der nicht von der Hochdruckpumpe
angesaugt wird, aus dem Niederdruckbereich abgeführt werden kann. Die Ausbildung
gemäß Anspruch 12 hat den Vorteil, dass die gesamte von der Fröderpumpe
geförderte Kraftstoffmenge zur Schmierung und/oder Kühlung des Antriebsbereichs
der Hochdruckpumpe zur Verfügung steht.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es
zeigen 1 eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung für
eine Brennkraftmaschine in schematischer Darstellung gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel, 2 ein Diagramm, in dem die
Fördermenge einer Förderpumpe und der Überströmmenge eines Überströmventils
über dem in einem Niederdruckbereich herrschenden Druck auftragen ist, und
3 die Kraftstoffeinspritzeinrichtung in schematischer
Darstellung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
In den 1 und 3
ist schematisch eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
beispielsweise eines Kraftfahrzeugs dargestellt. Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung
weist eine Förderpumpe 10 auf, durch die Kraftstoff
aus einem Kraftstoffvorratsbehälter 12 angesaugt wird. Die Förderpumpe
10 weist einen elektrischen Antrieb 14 in Form eines Elektromotors
auf und die Förderpumpe 10 kann außerhalb oder wie in den
1 und 3 dargestellt innerhalb
des Kraftstoffvorratsbehälters 12 angeordnet sein. Innerhalb des Kraftstoffvorratsbehälters
12 kann ein Stautopf oder Schwalltopf 16 angeordnet sein, aus
dem die Förderpumpe 10 ansaugt und durch den sichergestellt ist, dass
die Förderpumpe 10 auch bei geringem Füllstand im Kraftstoffvorratsbehälter
12 Kraftstoff ansaugen kann. In den Schwalltopf 16 wird Kraftstoff
beispielsweise durch wenigstens eine Strahlpumpe 18 gefördert. Durch
die Förderpumpe 10 wird Kraftstoff zur Saugseite einer Hochdruckpumpe
20 der Kraftstoffeinspritzeinrichtung gefördert. Zwischen der Förderpumpe
10 und der Saugseite der Hochdruckpumpe 20 ist ein Kraftstofffilter
22 vorgesehen, durch den der von der Förderpumpe 10 geförderte
Kraftstoff gereinigt wird, bevor er der Hochdruckpumpe 20 zufließt.
Die Hochdruckpumpe 20 weist ein oder mehrere Pumpenelemente
24 auf, die wiederum jeweils einen in einer Zylinderbohrung 26
geführten Pumpenkolben 28 aufweisen. Durch den jeweiligen Pumpenkolben
28 wird in der jeweiligen Zylinderbohrung 26 ein Pumpenarbeitsraum
30 begrenzt. Der jeweilige Pumpenkolben 28 wird durch eine durch
die Brennkraftmaschine rotierend angetriebene Antriebswelle 32 zumindest
mittelbar in einer Hubbewegung angetrieben. Die Antriebswelle 32 ist beispielsweise
über zwei in Richtung der Drehachse der Antriebswelle 32 voneinander
beabstandete Lagerstellen eines Gehäuses 34 der Hochdruckpumpe
14 drehbar gelagert. Die Lagerstellen können in verschiedenen Teilen
des Pumpengehäuses 34 angeordnet sein, beispielsweise kann eine erste
Lagerstelle in einem Grundkörper des Pumpengehäuses 34 und eine
zweite Lagerstelle in einem mit dem Grundkörper verbundenen Flanschteil angeordnet
sein. In einem zwischen den beiden Lagerstellen liegenden Bereich weist die Antriebswelle
32 wenigstens einen Nocken 36 oder einen exzentrisch zu ihrer
Drehachse ausgebildeten Abschnitt auf, wobei der Nocken 36 auch als Mehrfachnocken
ausgebildet sein kann. Die Antriebswelle 32 der Hochdruckpumpe
20 wird durch die Brennkraftmaschine angetrieben, beispielsweise von deren
Kurbelwelle oder Nockenwelle. Die Kopplung der Antriebswelle 32 mit der
Brennkraftmaschine kann beispielsweise über einen Riemen (Zahnriemen), eine
Kette oder Zahnräder erfolgen. Infolge des Antriebs der Hochdruckpumpe
20 durch die Brennkraftmaschine ist die Drehzahl der Antriebswelle
32 der Hochdruckpumpe 20 proportional zur Drehzahl der Brennkraftmaschine.
Der jeweilige Pumpenkolben 28 kann sich direkt oder über
einen Stößel 29 am Nocken 36 oder Exzenter der Antriebswelle
32 abstützen. Jedes Pumpenelement 24 weist ein Einlassventil
38 auf, das in den Pumpenarbeitsraum 30 öffnet und über
das der Pumpenarbeitsraum 30 beim radial nach innen zur Antriebswelle
32 gerichteten Saughub des Pumpenkolbens 28 mit Kraftstoff befüllt
wird. Jedes Pumpenelement 24 weist außerdem ein Auslassventil
40 auf, das aus dem Pumpenarbeitsraum 30 heraus öffnet und
über das der beim radial nach außen gerichteten Förderhub des Pumpenkolbens
28 verdichtete Kraftstoff aus dem Pumpenarbeitsraum 30 verdrängt
wird. Das Einlassventil 38 und das Auslassventil 40 sind jeweils
als federbelastete Rückschlagventile ausgebildet. Die Antriebswelle
32 mit dem Nocken 36 oder Exzenter sowie der Abstützung des
wenigstens einen Pumpenkolbens 28 bildet einen im Inneren des Pumpengehäuses
34 angeordneten Antriebsbereich 37 der Hochdruckpumpe
20.
Durch die Hochdruckpumpe 14 wird über wenigstens eine
Leitung Kraftstoff in einen Hochdruckbereich gefördert, in dem beispielsweise
ein Speicher 42 angeordnet ist. Mit dem Speicher 42 ist wenigstens
ein an einem Zylinder der Brennkraftmaschine angeordneter Injektor 44 verbunden,
durch den Kraftstoff in den Brennraum des Zylinders eingespritzt wird. Es kann auch
vorgesehen sein, dass die Injektoren 44 direkt oder indirekt über
hydraulische Leitungen mit der Hochdruckpumpe 14 verbunden sind, wobei
der separate Speicher 42 entfallen kann. Der Injektor 44 weist
ein Kraftstoffeinspritzventil und beispielsweise ein elektrisch betätigtes
Steuerventil auf, durch das die Öffnungs- und Schließfunktion des Kraftstoffeinspritzventils
gesteuert wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Kraftstoffeinspritzventil
direkt durch einen elektrischen Aktor, beispielsweise einen Piezoaktor, gesteuert
wird.
Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist außerdem eine elektronische
Steuereinrichtung 46 auf, durch die die Kraftstoffeinspritzung gesteuert
wird. Durch die Steuereinrichtung 46 wird der Injektor 44 angesteuert,
so dass durch diesen zu einem vorgegebenen Zeitpunkt eine vorgegebene Kraftstoffmenge
eingespritzt wird. Im Hochdruckbereich ist ein Drucksensor 48 angeordnet,
durch den der Druck im Hochdruckbereich erfasst wird und der mit der Steuereinrichtung
46 verbunden ist. Vom Speicher 42 kann eine Verbindung zu einem
Entlastungsbereich, beispielsweise einem Rücklauf zum Kraftstoffvorratsbehälter
12, abführen, die von einem Druckbegrenzungs- oder Druckregelventil
43 gesteuert wird.
Bei dem in 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel
ist zwischen der Förderpumpe 10 und der Saugseite der Hochdruckpumpe
20 eine Kraftstoffzumesseinrichtung 50 vorgesehen, die vorzugsweise
zwischen dem Kraftstofffilter 22 und der Saugseite der Hochdruckpumpe
20 angeordnet ist. Der Bereich zwischen der Förderpumpe
10 und der Saugseite der Hochdruckpumpe 20 wird nachfolgend als
Niederdruckbereich bezeichnet. Die Kraftstoffzumesseinrichtung 50 kann
derart ausgebildet sein, dass durch diese kontinuierlich oder stufenweise ein unterschiedlich
großer Durchflussquerschnitt in der Verbindung zwischen der Förderpumpe
10 und der Saugseite der Hochdruckpumpe 20 eingestellt wird. Alternativ
kann die Kraftstoffzumesseinrichtung 50 auch durch ein getaktetes Ventil
gebildet sein, dass mit einer bestimmten Frequenz geöffnet und geschlossen
wird, wobei dieses entsprechend dessen Öffnungsdauer einen bestimmten gemittelten
Durchflussquerschnitt freigibt. Die Kraftstoffzumesseinrichtung 50 kann
einen elektrischen Aktor 51 aufweisen, der beispielsweise ein Elektromagnet
oder ein Piezoaktor sein kann, und der durch die Steuereinrichtung 46 angesteuert
wird. Alternativ kann die Kraftstoffzumesseinrichtung 50 auch hydraulisch
gesteuert sein. Hierbei wird der Durchflussquerschnitt durch einen Kolben bestimmt,
der von einem hydraulischen Druck beaufschlagt bewegbar ist. Der hydraulische Druck
kann beispielsweise durch den Ablauf des Druckregelventils 43 erzeugt werden.
Dabei ergibt sich mit zunehmender Absteuermenge des Druckregelventils
43 ein höherer Druck, durch den der durch die Kraftstoffzumesseinrichtung
50 freigegebene Durchflussquerschnitt verringert wird. Das Druckregelventil
43 kann durch die Steuereinrichtung 46 angesteuert werden, so
dass die Kraftstoffzumesseinrichtung 50 mittelbar über die Absteuermenge
des Druckregelventils 43 durch die Steuereinrichtung 46 gesteuert
wird.
Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist weiterhin ein zwischen der
Förderpumpe 10 und der Kraftstoffzumesseinrichtung 50 angeordnetes
Überströmventil 52 auf, durch das eine Verbindung des Niederdruckbereichs
mit einem Entlastungsbereich gesteuert wird. Der Entlastungsbereich ist dabei beispielsweise
ein Rücklauf 53 zum Kraftstoffvorratsbehälter 12, wobei
im Entlastungsbereich ein niedrigerer Druck herrscht als im Niederdruckbereich.
Das Überströmventil 52 ist als Druckventil ausgebildet, das bei
Erreichen eines vorgegebenen Drucks im Niederdruckbereich öffnet und Kraftstoff
aus dem Niederdruckbereich in den Entlastungsbereich abströmen lässt.
Der Öffnungsdruck des Überströmventils 52 wird durch eine
Feder 54 bestimmt, die ein Ventilglied 55 des Überströmventils
52 in einer Schließrichtung beaufschlagt.
Bei dem in 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel
führt die Verbindung zwischen der Förderpumpe 10 und der Saugseite
der Hochdruckpumpe 20 durch den Antriebsbereich 37 der Hochdruckpumpe
20, in dem die Antriebswelle 32 mit ihren Lagerstellen und der
Exzenter oder Nocken 36 mit der Abstützung des wenigstens einen Pumpenkolbens
28 oder Stößels 29 angeordnet ist. Das Überströmventil
52 ist stromabwärts nach dem Antriebsbereich 37 zwischen
diesem und der Kraftstoffzumesseinrichtung 50 angeordnet. Somit durchströmt
die gesamte durch die Förderpumpe 10 geförderte Kraftstoffmenge
zunächst den Antriebsbereich der Hochdruckpumpe 20 bevor dieser von
der Hochdruckpumpe 20 angesaugt wird. Alternativ kann auch vorgesehen sein,
dass von der von der Förderpumpe 10 herführenden Verbindung stromaufwärts
vor der Kraftstoffzumesseinrichtung 50 eine Verbindung in den Antriebsbereich
der Hochdruckpumpe 20 abführt. Hierbei steht jedoch nur der Teil der
von der Förderpumpe 10 geförderten Kraftstoffmenge für die
Schmierung des Antriebsbereichs der Hochdruckpumpe 20 zur Verfügung,
der nicht durch die Kraftstoffzumesseinrichtung 50 der Saugseite der Hochdruckpumpe
20 zugeführt wird.
Der im Niederdruckbereich zwischen dem Kraftstofffilter
22 und der Saugseite der Hochdruckpumpe 20 herrschende Druck wird
durch einen Drucksensor 56 erfasst, der mit der Steuereinrichtung
46 verbunden ist. Vorzugsweise ist der Drucksensor 56 im Niederdruckbereich
zwischen dem Kraftstofffilter 22 und dem Antriebsbereich der Hochdruckpumpe
20 angeordnet, so dass ein eventueller Druckabfall bei der Durchströmung
des Kraftstofffilters 22 bei der Druckerfassung im Niederdruckbereich berücksichtigt
ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der elektrische Antrieb
14 der Förderpumpe 10 durch die Steuereinrichtung
46 abhängig von wenigstens einem Betriebsparameter der Brennkraftmaschine
und/oder der Hochdruckpumpe 20 zur Einstellung einer veränderlichen
Fördermenge der Förderpumpe 10 und damit eines veränderlichen
Druckes im Niederdruckbereich zwischen der Förderpumpe 10 und der
Saugseite der Hochdruckpumpe 20 angesteuert wird.
Als Betriebsparameter wird dabei insbesondere die Fördermenge
der Hochdruckpumpe 20 berücksichtigt, die zur Last der Brennkraftmaschine
korrespondiert. Je höher die Last der Brennkraftmaschine ist, desto größer
muss die Fördermenge der Hochdruckpumpe 20 sein, um im Speicher
42 einen vorgegebenen Druck aufrechtzuerhalten, da mehr Kraftstoff durch
die Injektoren 44 aus dem Speicher 42 entnommen und an der Brennkraftmaschine
eingespritzt wird. Als weiterer Betriebsparameter kann die Drehzahl der Brennkraftmaschine,
die proportional zur Drehzahl der Hochdruckpumpe 20 ist, berücksichtigt
werden. Als weiterer Betriebsparameter kann die Kraftstofftemperatur berücksichtigt
werden, die mittels eines Kraftstofftemperatursensors 58 erfasst wird,
der mit der Steuereinrichtung 46 verbunden ist.
Durch die Steuereinrichtung 46 wird der Antrieb
14 der Förderpumpe 10 derart angesteuert, dass durch die
Förderpumpe 10 in den Niederdruckbereich bei hoher Last, und damit
großer Fördermenge der Hochdruckpumpe 20, und/oder hoher Drehzahl
der Brennkraftmaschine und der Hochdruckpumpe 20 eine
größere Kraftstoffmenge gefördert und damit ein höherer Druck
erzeugt wird als bei geringer Last und Fördermenge und/oder geringer Drehzahl.
Es kann dabei vorgesehen sein, dass mit zunehmender Last der Brennkraftmaschine
und damit zunehmender Fördermenge der Hochdruckpumpe 20 durch die
Steuereinrichtung 46 der elektrische Antrieb 14 der Förderpumpe
10 derart angesteuert wird, dass durch die Förderpumpe 10
eine zunehmend größere Kraftstoffmenge gefördert und damit ein zunehmend
höherer Druck im Niederdruckbereich erzeugt wird. Die von der Förderpumpe
10 geförderte Kraftstoffmenge, die nicht durch die Hochdruckpumpe
20 angesaugt und in den Speicher 42 gefördert wird, wird
durch das Überströmventil 52 in den Entlastungsbereich
53 abgesteuert. Es kann dabei vorgesehen sein, dass durch die Steuereinrichtung
46 die durch die Förderpumpe 10 geförderte Kraftstoffmenge
überproportional zu der durch die Hochdruckpumpe 20 zu fördernden
Kraftstoffmenge erhöht wird, um eine ausreichende Schmierung und/oder Kühlung
des Antriebsbereichs 37 der Hochdruckpumpe 20 sicherzustellen.
Eine Abführung der von der Förderpumpe 10 überschüssig
geförderten Kraftstoffmenge aus dem Niederdruckbereich ist durch das Überströmventil
52 sichergestellt.
Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass durch die
Steuereinrichtung 46 der Antrieb 14 der Förderpumpe
10 derart angesteuert wird, dass bei hoher Kraftstofftemperatur durch die
Förderpumpe 10 eine größere Kraftstoffmenge gefördert
und damit ein höherer Druck im Niederdruckbereich erzeugt wird als bei niedriger
Kraftstofftemperatur. Es kann dabei vorgesehen sein, dass mit zunehmender Kraftstofftemperatur
der Antrieb 14 der Förderpumpe 10 durch die Steuereinrichtung
46 derart angesteuert wird, dass durch die Förderpumpe 10
eine zunehmende Kraftstoffmenge in den Niederdruckbereich gefördert und damit
ein höherer Druck im Niederdruckbereich erzeugt wird. Hierdurch wird ebenfalls
eine ausreichende Schmierung und/oder Kühlung des Antriebsbereichs
37 der Hochdruckpumpe 20 sichergestellt, da mit zunehmender Kraftstofftemperatur
die Schmierwirkung des Kraftstoffs schlechter wird.
Vorzugsweise sind Sollwerte für den Druck im Niederdruckbereich
in der Steuereinrichtung 46 in einem Kennfeld gespeichert, wobei dann durch
die Steuereinrichtung 46 der elektrische Antrieb 14 der Förderpumpe
10 derart angesteuert wird, dass durch die Förderpumpe 10
eine solche Kraftstoffmenge in den Niederdruckbereich gefördert wird, wie diese
zur Einstellung des Sollwerts des Drucks erforderlich ist. Die Charakteristik des
Überströmventils 52 ist so bestimmt, dass durch dieses mit zunehmendem
Druck im Niederdruckbereich eine zunehmende Kraftstoffmenge in den Entlastungsbereich
abgesteuert wird. Das Überströmventil 52 kann beispielsweise
eine zumindest annähernd lineare Kennlinie besitzen, so dass proportional zum
Druck im Niederdruckbereich die durch das Überströmventil 52
abgesteuerte Kraftstoffmenge zunimmt. In 2 ist ein
Diagramm dargestellt, in dem beispielhaft der Bereich A dargestellt, in dem die
von der Förderpumpe 10 geförderte Kraftstoffmenge V über
dem im Niederdruckbereich herrschenden Druck pND aufgetragen ist. Außerdem
ist im Diagramm gemäß 2 mit B beispielhaft
die Kennlinie des Überströmventils 52 dargestellt, das ist die
durch dieses abgesteuerte Kraftstoffmenge V abhängig von dem im Niederdruckbereich
herrschenden Druck pND. Der Arbeitsbereich des Überströmventils
52, das ist der Druckbereich, in dem durch das Überströmventil
52 Kraftstoff aus dem Niederdruckbereich abgesteuert wird, ist in
3 mit C gekennzeichnet.
Das Überströmventil 52 ist derart ausgelegt, dass
durch dieses unabhängig von der Einstellung der Kraftstoffzumesseinrichtung
50 von der Förderpumpe 10 geförderter Kraftstoff aus
dem Niederdruckbereich abgesteuert werden kann. Durch das Überströmventil
52 wird somit eine veränderliche Einstellung des Druckes im Niederdruckbereich
und damit der Fördermenge der Förderpumpe 10 ermöglicht
unabhängig von der von der Hochdruckpumpe 20 zu fördernden Kraftstoffmenge.
Hierdurch kann die Schmierung und/oder Kühlung des Antriebsbereichs der Hochdruckpumpe
20 bedarfsabhängig verbessert werden, unabhängig von der von
der Hochdruckpumpe 20 zu fördernden Kraftstoffmenge.
Bei geringer Belastung der Hochdruckpumpe 20, das heißt
geringer Fördermenge und/oder niedriger Kraftstofftemperatur, kann der durch
die Förderpumpe 10 im Niederdruckbereich erzeugte Druck gering gehalten
werden, wozu die Förderpumpe 10 nur eine geringe Kraftstoffmenge zu
fördern braucht, wodurch die Belastung der Förderpumpe 10, insbesondere
von deren elektrischem Antrieb 14, und damit der Bedarf an elektrischer
Energie für dessen Versorgung gering gehalten werden kann. Die Förderpumpe
10 mit dem elektrischen Antrieb 14 kann daher auf eine geringere
durchschnittliche Belastung ausgelegt werden, wobei deren Ausgestaltung gegenüber
einer Auslegung mit konstanter Fördermenge vereinfacht werden kann oder gegenüber
dieser Auslegung eine erhöhte Lebensdauer erreicht werden kann. Alternativ
kann auch ohne Einschränkungen bei der Lebensdauer der Förderpumpe
10 eine erhöhte Spitzenbelastung mit großer Fördermenge
der Förderpumpe 10 zugelassen werden, da diese jeweils nur für
kurze Zeit erforderlich ist.
Darüberhinaus ist bei der veränderlichen Fördermenge
der Förderpumpe 10 die Belastung des Kraftstofffilters 22
verringert, da dieser nicht ständig von der maximalen Fördermenge der
Förderpumpe 10 durchströmt wird sondern nur von der tatsächlich erforderlichen
Fördermenge der Förderpumpe 10. Der Kraftstofffilter
22 kann daher gegenüber einer konventionellen Auslegung für konstante
Fördermenge der Förderpumpe 10 kleiner dimensioniert werden bzw.
kann bei gleicher Dimensionierung eine längere Lebensdauer erreichen. Außerdem
kann ein infolge Verschmutzung des Kraftstofffilters 22 bei dessen Durchströmung
auftretender Druckabfall zumindest teilweise durch die Förderpumpe
10 ausgeglichen werden, indem die von dieser geförderte Kraftstoffmenge
erhöht wird.
In 3 ist die Kraftstoffeinspritzeinrichtung
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem gegenüber
dem ersten Ausführungsbeispiel die Kraftstoffzumesseinrichtung und gegebenenfalls
das Überströmventil entfallen können. Die Förderpumpe
10 weist den elektrischen Antrieb 14 auf, der durch die Steuereinrichtung
46 angesteuert wird. Zwischen der Förderpumpe 10 und der
Saugseite der Hochdruckpumpe 20 ist der Kraftstofffilter 22 angeordnet
und im Niederdruckbereich zwischen dem Kraftstofffilter 22 und der Saugseite
der Hochdruckpumpe 20 ist der Drucksensor 56 angeordnet, der mit
der Steuereinrichtung 46 verbunden ist, wobei der vom Drucksensor
56 erfasste Druck im Niederdruckbereich als Regelgröße für
die Steuereinrichtung 46 bei der Ansteuerung des Antriebs 14 der
Förderpumpe 10 dient. Im Hochdruckbereich kann zusätzlich der
Drucksensor 48 angeordnet sein, durch den der Druck im Hochdruckbereich
erfasst wird und der mit der Steuereinrichtung 46 verbunden ist. Im Hochdruckbereich
kann außerdem das Druckregel- oder Druckbegrenzungsventil 43 vorgesehen
sein. Zwischen der Förderpumpe 10 und dem Kraftstofffilter
22 ist ein Druckbegrenzungsventil 60 angeordnet, um eine Beschädigung
der Förderpumpe 10 und/oder des Kraftstofffilters 22 bei
zu hohem Druck zu vermeiden.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel der Kraftstoffeinspritzeinrichtung
kann die von der Förderpumpe 10 geförderte Kraftstoffmenge zur
veränderlichen Einstellung der von der Hochdruckpumpe 20 angesaugten
und in den Hochdruckbereich geförderten Kraftstoffmenge variabel eingestellt
werden. Der durch die Förderpumpe 10 im Niederdruckbereich erzeugte
Druck kann dabei innerhalb vorgegebener Grenzen im wesentlichen konstant gehalten
werden. Der Antrieb 14 der Förderpumpe 10 wird dabei durch
die Steuereinrichtung 46 derart angesteuert, dass durch die Förderpumpe
10 eine so große Fördermenge zur Saugseite der Hochdruckpumpe
20 gefördert wird und durch die Hochdruckpumpe 20 in den
Speicher 42 gefördert wird, die erforderlich ist, um im Speicher
42 einen vorgegebenen Druck aufrechtzuerhalten. Mit zunehmender Last der
Brennkraftmaschine muss durch die Hochdruckpumpe 20 eine zunehmende Kraftstoffmenge
in den Speicher 42 gefördert werden und entsprechend muss durch die
Förderpumpe 10 eine zunehmende Kraftstoffmenge zur Saugseite der Hochdruckpumpe
20 gefördert werden, um im Niederdruckbereich den vorgegebenen Druck
aufrecht zu erhalten. Die Kraftstoffzumesseinrichtung 50 kann dabei entfallen.
Als Betriebsparameter der Brennkraftmaschine und der Hochdruckpumpe
20 kann vorzugsweise deren Drehzahl durch die Steuereinrichtung
46 berücksichtigt werden und eine Vorsteuerung des Drucks im Niederdruckbereich
derart erfolgen, dass mit zunehmender Drehzahl durch die Förderpumpe
10 eine größere Kraftstoffmenge gefördert und ein höherer
Druck im Niederdruckbereich erzeugt wird. Insbesondere im Leerlauf der Brennkraftmaschine
kann die von der Fröderpumpe 10 geförderte Kraftstoffmenge und
damit der Druck im Niederdruckbereich gering gehalten werden, wodurch die erforderliche
Antriebsleistung für die Förderpumpe 10 gering gehalten wird.
Für die Fördermengenverstellung der Hochdruckpumpe 20 kann wie
beim ersten Ausführungsbeispiel die Kraftstoffzumesseinrichtung 50
vorgesehen sein.
Es kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Teil der von der Förderpumpe
10 in den Niederdruckbereich geförderten Kraftstoffmenge dem Antriebsbereich
37 der Hochdruckpumpe 20 zur Schmierung und/oder Kühlung
zugeführt wird. Vorzugsweise wird der Antrieb 14 der Förderpumpe
10 durch die Steuereinrichtung 46 derart angesteuert, dass durch
die Förderpumpe 10 immer eine Mindestkraftstoffmenge gefördert
wird, die erforderlich ist, um ausreichende Schmierung und/oder Kühlung des
Antriebsbereichs 37 der Hochdruckpumpe 20 sicherzustellen.
Bei der Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel kann außerdem eine Überwachung des Niederdruckbereichs
auf Leckage realisiert werden, da aus einem schnellen Druckabfall im Niederdruckbereich
auf ein Leck geschlossen werden kann. Bei über der Betriebsdauer der Hochdruckpumpe
20 auftretender veränderlicher Leckage an der Hochdruckpumpe infolge
von Verschleiß treten nur langsame Druckabsenkungen im Niederdruckbereich auf,
so dass hier eine eindeutige Unterscheidung möglich ist. Wenn durch die Steuereinrichtung
46 eine Leckage erkannt wird, so kann beispielsweise der weitere Betrieb
der Brennkraftmaschine verhindert werden oder ein Warnhinweis an den Fahrzeugführer
gegeben werden.