| Dokumentenidentifikation |
DE102006027491A1 20.12.2007 |
| Titel |
Verfahren zur Herstellung von 2-Brom-4,4'-alkyl-butyl-biphenyl |
| Anmelder |
Saltigo GmbH, 51371 Leverkusen, DE |
| Erfinder |
Rampf, Florian, Dr., 50733 Köln, DE |
| DE-Anmeldedatum |
14.06.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006027491 |
| Offenlegungstag |
20.12.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
20.12.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
C07C 25/18(2006.01)A, F, I, 20060614, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
C07C 17/06(2006.01)A, L, I, 20060614, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Verfahren zur Herstellung von 2-Brom-4,4'-Alkyl-butylbiphenyl, dadurch gekennzeichnet, dass man 4,4'-Alkyl-biphenyl in Gegenwart von katalytischen Mengen Iod und gegebenenfalls in einem halogenierten Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel mit Brom umsetzt.
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| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
2-Brom-4,4'-dialkylbiphenyl, insbesondere 2-Brom-4,4'-di-tert.-butylphenyl. Diese
Bromverbindungen spielen eine wichtige Rolle bei der Synthese von Liganden für
C-C-Kopplungen, z.B. lässt sich daraus das Grundgerüst von Liganden für
die sogenannte Buchwald-Reaktion aufbauen.
J. Org. Chem., 1979, 44 (17), 3037-3041 beschreibt die Bromierung
von 4,4'-Di-tert.-butylbiphenyl mit Brom in Gegenwart von Eisen als Katalysator
in einer Ausbeute von 73%. Hierbei wird zunächst Biphenyl zu 4,4'-Di-tert.-butylbiphenyl
umgesetzt. Dann wird bromiert, wobei die tert.-Butylgruppe als dirigierend wirkende
Schutzgruppe dient. Anschließend wird die Schutzgruppe abgespalten und das
Produkt somit freigesetzt. Dabei zeigt sich, dass diese Synthese unter Verwendung
von Eisen als Katalysator nicht zur gewünschten Selektivität der Bromierung
und damit Ausbeute führt. Neben dem gewünschten monobromierten Produkt
entstehen isomere monobromierte und dibromierte Produkte, sowie Produkte, die eine
oder beide tert.-Butylgruppen verloren haben. Entsprechend schwierig ist es, das
gewünschte Produkt 2-Brom-4,4'-di-tert.-butylbiphenyl aus der Reaktionsmischung
zu isolieren. Darüber hinaus wird als Lösungsmittel der Bromierung der
in der technischen Umsetzung problematische Tetrachlorkohlenstoff eingesetzt.
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Herstellung von 2-Brom-4,4'-dialkylbiphenyl durch Bromierung der entsprechenden
4,4'-Dialkyl-butylbiphenyl-Verbindung in fast vollständiger Selektivität
und sehr guter Ausbeute zu erhalten. Es wurde nun überraschenderweise festgestellt,
dass diese Reaktion in fast vollständiger Selektivität und sehr guter
Ausbeute erfolgt, wenn die Bromierung in Gegenwart katalytischer Mengen an Iod (J2)
durchgeführt wird.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung von
2-Brom-4,4'-alkyl-butylbiphenyl, bei dem man 4,4'-Alkyl-butylphenyl in Gegenwart
von katalytischen Mengen an Iod und gegebenenfalls halogenierten Kohlenwasserstoff
als Lösungsmittel mit Brom umsetzt.
Als 4,4'-Alkylpheny-Verbindungen kommen dabei die entsprechenden Methyl-,
Ethyl-, Propyl- sowie Butyl-Verbindungen in Frage. Bevorzugt ist dabei 4,4'-Di-tert.-butylphenyl,
welches durch die Bromierung zum gewünschten Produkt 2-Brom-4,4'-di-tert.-butylbiphenyl
führt. Das Jod liegt dabei als elementares Jod in einer katalytischen Menge,
z.B. in einer Menge von 0,1 bis 10 Mol-%, bezogen auf den zu bromierenden Aromaten
vor. Bevorzugt beträgt die eingesetzte Jodmenge 1 bis 5 Mol-%, bezogen auf
den zu bromierenden Aromaten.
Die Reaktion kann ohne Lösungsmittel, bevorzugt in einem nichtwässrigen
Lösungsmittel, wie einem halogenierten Kohlenwasserstoff durchgeführt
werden. Als halogenierte Kohlenwasserstoffe können dabei alle flüssigen
Kohlenwasserstoffverbindungen aus der Gruppe Methylenchlorid, 1,2-Dichlorethan,
Chloroform, Chlrobenzol, Dichlorbenzol verwendet werden. Bevorzugt setzt man Methylenchlorid
als Lösungsmittel ein.
Üblicherweise erfolgt die Umsetzung bei einer Temperatur im Bereich
von -5 bis 40°C. Die bevorzugte Reaktionstemperatur ist 5°C.
Die Reaktionszeit für die erfindungsgemäße Umsetzung
liegt im Bereich zwischen einer und 10 Stunden. Bevorzugt beträgt die Reaktionszeit
ein bis zwei Stunden. Im erfindungsgemäßen Verfahren ist es überraschenderweise
möglich, die genannten Brombiphenyl-Verbindungen in hoher Selektivität
und Ausbeute zu erhalten. Üblicherweise liegt die Selektivität bei mehr
als 98% und die Ausbeute bei mehr als 95%.
Das nachfolgende Beispiel soll die Erfindung näher erläutern
ohne sie jedoch in ihrem Umfang einzuschränken.
Beispiel 1
1 g 4,4'-Di-tert.-butyl-biphenyl wurden in 10 g Dichlormethan gelöst
und mit 30 mg Iod versetzt. Anschließend wurde auf 5°C gekühlt. Über
eine Zeitspanne von 1 h wurden 650 mg Brom zugegeben. Dann wurde 1 h bei Raumtemperatur
nachgerührt. Zur Aufarbeitung wurden 3 ml einer 10%igen Lösung von NaHSO3
zugegeben, Phasen getrennt, neutral gewaschen, getrocknet und einrotiert. Es wurden
1,28 g 2-Brom-4,4'-di-tert.-butyl-biphenyl erhalten (98,6% d.Th.).
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| Anspruch[de] |
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Verfahren zur Herstellung von 2-Brom-4,4'-dialkyl-biphenyl,
dadurch gekennzeichnet, dass man 4,4'-dialkyl-biphenyl in Gegenwart von katalytischen
Mengen Iod und gegebenenfalls in einen halogenierten Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel
mit Brom umsetzt.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das 2-Brom-4,4'-dialkylbiphenyl
2-Brom-4,4'-di-tert.-butylbiphenyl ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das Iod in einer Menge von 0,1-10 Mol-%, bezogen auf das 4,4'-dialkyl-biphenyl,
eingesetzt wird.
Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der halogenierte Kohlenwasserstoff Methylenchlorid ist.
Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass man die Umsetzung bei einer Temperatur in Bereich von 0-40°C durchführt.
Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Reaktionszeit zwischen einer und 10 h beträgt.
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