Die Erfindung betrifft einen Schuh zur Fußbedienung der Baßtrommel
eines Schlagzeugs und einen Schuh zur Fußbedienung der Hi-Hat eines Schlagzeugs.
Aus dem Stand der Technik sind Schuhe bekannt, welche an spezielle
Anwendungen angepaßt sind. Bspw. werden in vielen handwerklichen Berufen Sicherheitsschuhe
verwendet, welche im Zehenbereich eine in den Oberschuh eingebettete Stahlkappe
aufweisen, um so den Fuß des Benutzers vor Verletzungen zu schützen. Des
weiteren sind besonders angepaßte Schuhe für bestimmte Sportarten bekannt.
Bspw. werden spezielle Laufschuhe, Fahrradschuhe, Reitschuhe oder -stiefel, Ballettschuhe
sowie eine Vielzahl weiterer Schuhe seit langem für den jeweiligen Zweck speziell
entwickelt und eingesetzt.
Spezielle Schuhe zur Bedienung eines Musikinstruments sind jedoch
nicht bekannt. Ein spezieller Schuh ist für eine Reihe von Musikinstrumenten,
aufgrund der Tatsache, daß keine Fußbetätigung des Instruments stattfindet,
nicht notwendig. Gerade bei dem Spielen von Schlagzeugen findet jedoch die Bedienung
mindestens der Baßtrommel, der sog. Bass Drum, und eines Beckens, der sog.
Hi-Hat, mit den Füßen statt. Hierzu weisen diese Instrumente des Schlagzeugs
Fußmaschinen auf, mit denen über ein Pedal das jeweilige Schlagzeuginstrument
betätigt wird.
Eine Vielzahl von Musikrichtungen erfordern bei der Betätigung
der vorgenannten Schlagzeuginstrumente eine gute Kontrolle des Bewegungsablaufs
des Fußes, sowie ein ausreichendes "Tastgefühl" des Instruments, insbesondere
für filigrane Akzentuierungen. Diese Anforderung wird auch als "Spielgefühl"
bezeichnet. Gerade beim Spielen der Bass Drum werden neben Einzelschlägen auch
Doppelschläge mit dem Fuß durchgeführt. Hierfür ist ein besonders
filigraner Bewegungsablauf erforderlich.
Übliche Schuhe sind hierfür nicht geeignet, da diese dem
Benutzer keine ausreichende Kontrolle des Instruments ermöglichen, bzw. kein
ausreichend gutes Spielgefühl vermitteln. Zwar ist es bekannt, spezielle dünne
Sportschuhe zum Schlagzeugspielen zu verwenden, jedoch unterliegen diese Schuhe
aufgrund der besonderen auftretenden Belastungen einem hohen Verschleiß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schuh zur Fußbedienung
der Baßtrommel sowie einen Schuh zur Fußbedienung der Hi-Hat eines Schlagzeugs
bereitzustellen, welche einerseits ein gutes Spielgefühl vermitteln und andererseits
besonders haltbar sind.
Die Aufgabe wird durch einen Schuh zur Fußbedienung einer Bass
Drum gemäß Anspruch 1, einen Schuh zur Fußbedienung der Hi-Hat gemäß
Anspruch 10 und ein Schuhpaar zur Fußbedienung eines Schlagzeugs gemäß
Anspruch 15 gelöst. Die Unteransprüche beziehen sich auf bevorzugte Ausführungen
der Erfindung.
Gemäß der Erfindung besteht der Schuh zur Fußbedienung
der Bass Drum eines Schlagzeugs aus einer Sohle und einem Oberschuh, wobei der Oberschuh
eine Verstärkung aufweist, die in der Gebrauchslage im Bereich der Zehengelenke
angeordnet ist. Sohle und Oberschuh sind hierbei derart ausgebildet, daß ein
gutes Spielgefühl gegeben ist. Die Sohle und der Oberschuh sollten daher zwar
einen sicheren Halt des Fußes gewährleisten, jedoch derart flexibel sein,
daß ein einfacher Bewegungsablauf und insbesondere ein leichtes Biegen des
Fußes und des Schuhs möglich ist. Da der Schuh nur bedingt zum Laufen
genutzt wird und ferner der bereitzustellende Halt für den Fuß nicht den
hohen Anforderungen an einen üblichen Schuh entsprechen muß, kann die
Sohle entsprechend dünn, bzw. flexibel ausgeführt sein.
Die Sohle kann bspw. aus vulkanisiertem Kautschuk hergestellt werden.
Hierbei kann über die Reaktionsbedingungen bei der Herstellung, wie Temperatur
und Additive, wie bspw. Schwefel, ein derartiger Kautschuk entsprechend weich ausgeführt
werden. Es ist jedoch bevorzugt, daß die Sohle aus Kunststoff besteht. Durch
die Verwendung von Kunststoff kann der Schuh besonders kostengünstig hergestellt
werden. Hierbei kann eine gute Flexibilität der Sohle durch den Zusatz von
Weichmachern, wie bspw. Estern oder durch entsprechendes Aufschäumen erreicht
werden. Ein geeigneter Kunststoff ist insbesondere Polyurethan (PUR). Es ist insbesondere
bevorzugt, daß die Sohle eine Dicke von 2 mm bis 5 mm aufweist.
Der Oberschuh des erfindungsgemäßen Schuhs ist bevorzugt
so ausgeführt, daß dieser das notwendige gute Spielgefühl durch entsprechende
Flexibilität unterstützt. Hierbei sollte nach Möglichkeit die Flexibilität
des Materials des Oberschuhs an die der Sohle angepaßt sein. Ferner sollte
der Oberschuh so ausgelegt sein, daß dieser ausreichend verschleißfest
ist. Bspw. kann für den Oberschuh Leder oder Kunstleder eingesetzt sein. Bei
der Verwendung von Leder kann eine besondere Flexibilität durch Auswahl der
Lederarten (bspw. Rind- oder Schafsleder) und durch Gerben erreicht werden. Bei
dem Einsatz von Kunstleder kann das Material durch Auswahl der Dicke, Weichmachern
oder durch entsprechendes Aufschäumen, wie oben stehend erläutert, besonders
weich und flexibel hergestellt sein. Geeignete Materialien sind bspw. Polyurethan
(PUR) oder Polyvinylchlorid (PVC), beschichtete Naturfasergewebe
oder Kunstfasern.
Um eine verbesserte Verschleißfestigkeit des erfindungsgemäßen
Schuhs zu gewährleisten, weist der Oberschuh eine Verstärkung auf, die
in der Gebrauchslage im Bereich der Zehengelenke angeordnet ist. Im Rahmen der vorliegenden
Erfindung sind unter Zehengelenken diejenigen Gelenke zu verstehen, welche die jeweiligen
Zehenglieder der Zehen mit den Mittelfußknochen verbinden. In diesem Bereich
treten bei dem Betätigen der Fußmaschine der Bass Drum hohe Belastungen
durch ein entsprechendes Abknicken der Fußes und des Schuhs auf dem Pedal auf.
Die Verstärkung sollte daher so ausgeführt sein, daß einerseits eine
Beschädigung des Schuhs bzw. des Oberschuhs vermieden ist, andererseits jedoch
das Spielgefühl nicht negativ beeinträchtigt ist. Bevorzugt sollte die
Verstärkung daher eine ähnliche Flexibilität aufweisen, wie die des
Oberschuhs.
Insbesondere ist es bevorzugt, daß der Oberschuh im Wesentlichen
aus Canvas besteht. Canvas ist ein festes Baumwollgewebe, welches durch eine besondere
Webart eine hohe Strapazierfähigkeit erlangt. Ferner zeichnet sich Canvas dadurch
aus, daß es in besonderem Maße strapazierfähig ist und ein äußerst
gutes Spielgefühl durch eine sehr hohe Flexibilität vermittelt. Ein derartiger
Schuh vermittelt in der Gebrauchslage ein besonders "weiches" Gefühl, wobei
unter dem Begriff "Gebrauchslage" im Rahmen der vorliegenden Erfindung, die am Fuß
eines Benutzers angezogene Lage des Schuhs zu verstehen ist.
Um die Flexibilität des Schuhs weiter zu erhöhen, kann ferner
die sog. Brandsohle, also die umlaufende Versteifung oberhalb der Laufsohle, derart
ausgebildet sein, daß eine hohe Flexibilität des Schuhs vorhanden ist.
Hierzu kann die Brandsohle einerseits ebenfalls durch entsprechende Materialwahl
flexibel ausgeführt sein. Auch könnte die Brandsohle über Aussparungen
verfügen, um so für eine erhöhte Flexibilität zu sorgen.
Bedingt durch das Abknicken des Vorderfußes beim Betätigen
der Fußmaschine der Bass Drum treten die höchsten Belastungen am Oberschuh
im Verbindungsbereich zwischen Oberschuh und Sohle auf. An dieser Stelle des Oberschuhs
kommt es daher sehr früh zu Materialermüdung und entsprechender Rißbildung.
Es ist daher bevorzugt, daß die Verstärkung im Verbindungsbereich zwischen
Oberschuh und Sohle angeordnet ist.
Der Verbindungsbereich zwischen Oberschuh und Sohle im Bereich der
Zehengelenke liegt folglich in der Gebrauchslage links und rechts des Fußes
im Bereich der Zehengelenke, folglich ungefähr links und rechts des Fußballens.
Die Verstärkung kann derart ausgebildet sein, daß sie den Verbindungsbereich
zwischen Oberschuh und Sohle überdeckt, es ist jedoch auch möglich, daß
die Verstärkung nur den Oberschuh überdeckt und an die Verbindung zwischen
Oberschuh und Sohle angrenzt. In jedem Fall sollte die Verstärkung so klein
wie möglich ausgebildet sein, um das Spielgefühl möglichst wenig
zu beeinträchtigen. Aufgrund der Tatsache, daß die höchsten Belastungen
durch das Abknicken des Vorderfußes auf der Seite des Schuhs auftreten, die
in der Gebrauchslage an den großen Zeh angrenzen, sollte die Verstärkung
bevorzugt auf dieser Seite des Schuhs angeordnet sein.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist die Verstärkung
ein- oder mehrstückig ausgebildet und mindestens an den beiden, an der Längsachse
des Schuhs gegenüberliegenden Verbindungsbereichen zwischen Oberschuh und Sohle
angeordnet. Unter der Längsachse des Schuhs wird im Rahmen der vorliegenden
Erfindung die Mittelachse entlang der längsten Seite des Schuhs verstanden.
Durch eine derartige Anordnung ist die Verschleißfestigkeit weiter
dadurch verbessert, daß die gegenüberliegenden Verbindungsbereiche zwischen
Oberschuh und Sohle – in der Gebrauchslage sowohl links als auch rechts des
Fußes – verstärkt sind. Die Verstärkung kann einerseits einstückig
ausgebildet sein, bspw. in Form eines entsprechenden Streifens. Es ist jedoch auch
möglich, daß die Verstärkung mehrstückig ausgebildet ist, bspw.
zweiteilig, wobei diese an den beiden gegenüberliegenden Verbindungsbereichen
zwischen Oberschuh und Sohle angeordnet sind. Die Verstärkung sollte natürlich
auch hier im Bereich des Abknickens des Fußes und somit des Schuhs bei der
Betätigung der Fußmaschine angeordnet sein.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind die beim Gebrauch
des Schuhs im Oberschuh auftretenden Biegekräfte durch die Verstärkung
aufnehmbar. Die Verstärkung sollte demnach die beim Abknicken des Fußes
auftretenden Biegekräfte aufnehmen und somit das Material des Oberschuhs entlasten.
Hierdurch ergibt sich eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung, wodurch
der Verschleiß des Oberschuhs weiter reduziert wird.
Bevorzugt ist die Verstärkung elastisch. Eine derartige Ausgestaltung
kann die Bewegung des Fußes beim Betätigen der Bass Drum vorteilhaft unterstützen.
Weiterhin bevorzugt besteht die Verstärkung im Wesentlichen aus Kunststoff,
Leder, Kunstleder oder Textilmaterial. Insbesondere bevorzugt besteht die Verstärkung
aus Leder.
Bedingt durch die erwähnte Biegung des Fußes und des Schuhs
bei der Bedienung des Pedals der Fußmaschine stößt der große
Zeh bei dem Bewegungsablauf regelmäßig an die Innenseite
des Oberschuhs. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
weist der Oberschuh einen Abriebschutz auf, der in der Gebrauchslage im Bereich
des großen Zehs angeordnet ist, um den an dieser Stelle hervorgerufenen Verschleiß
zu reduzieren.
In ähnlicher Weise wie die vorgenannte Verstärkung kann
der Abriebschutz aus Leder, Stoff, Weichkunststoff oder aus einer Kombination dieser
Materialien gebildet sein. Naturgemäß sollte der Abriebschutz so dimensioniert
sein, daß die Bewegungsabläufe beim Spielen der Bass Drum nicht eingeschränkt
sind und dadurch das Spielgefühl so wenig wie möglich beeinträchtigt
ist. Bevorzugt ist der Abriebschutz auf der Innenseite des Oberschuhs angeordnet,
um die Verschleißfestigkeit weiter zu verbessern und gleichzeitig für
eine verbesserte Optik des Schuhs zu sorgen.
Um das Spielgefühl weiter zu verbessern, ist es bevorzugt, daß
der Schuh im Knöchelbereich tief ausgeschnitten ist. Besonders bevorzugt sollte
sich der Ausschnitt im wesentlichen über 50% der Strecke zwischen Sohle und
der Oberkante des Oberschuhs erstrecken. Hierbei wird unter dem Begriff Oberkante
die maximale Erstreckung des Oberschuhs in einer Richtung senkrecht zur Sohlenebene
verstanden.
Üblicherweise wird die Bass Drum eines Schlagzeugs mit dem rechten
Fuß betätigt, daher ist bevorzugt, daß der Schuh zur Anordnung an
einem rechten Fuß ausgebildet ist. Es ist jedoch auch möglich, daß,
bei besonderen Anwendungen, der Schuh zur Anordnung an einem linken Fuß ausgebildet
ist. Dies kann insbesondere für Benutzer zweckmäßig sein, die den
rechten Fuß nicht für die Betätigung der Bass Drum einsetzen können.
Ein Schuh zur Fußbedienung der Hi-Hat eines Schlagzeugs mit einer
Sohle ist dadurch gekennzeichnet, daß der Schuh im hinteren Fersenbereich eine
konvex gewölbte Abrollfläche aufweist. Die konvex gewölbte Abrollfläche
verbessert den Bewegungsablauf bei der Fußbedienung der Hi-Hat. Bei einer üblichen
Spielweise ruht der Fuß auf der gesamten Fläche des Pedals der zugehörigen
Fußmaschine. Zum Öffnen der Hi-Hat schlägt der Fuß mit der Ferse
auf und rollt von dort aus in aufsteigender Richtung zum Vorderfuß hin ab.
Wird eine rhythmische Figur durch Öffnen und Schließen der Hi-Hat gespielt,
rollt der Fuß von der hinteren Kante der Ferse zur Spitze des Fußes ab
und wiederum auf.
Durch die konvex gewölbte Ausgestaltung der Abrollfläche
wird dieser Bewegungsablauf unterstützt. Hierbei sollte die Krümmung der
Abrollfläche an den Bewegungsablauf beim Öffnen und Schließen der
Hi-Hat angepaßt sein. Die Sohle sollte, wie eingangs für den Schuh zur
Fußbedienung der Bass Drum erwähnt, flexibel sein und kann aus vulkanisiertem
Kautschuk oder bevorzugt aus Polyurethan bestehen. Die Abrollfläche ist bevorzugt
aus einem Hartkunststoff gebildet. Derartige Hartkunststoffe sind industriell verfügbar
und in der Regel durch entsprechendes Formgießen leicht anpaßbar. Die
Abrollfläche sollte bevorzugt eine gleichmäßige Oberfläche aufweisen,
um den Bewegungsablauf weiter zu unterstützen. Die Oberfläche kann je
nach Anforderung glatt, aber auch strukturiert ausgeführt sein, um ein Abrutschen
des Schuhs vom Pedal der Fußmaschine zu vermeiden.
Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Abrollfläche
einstückig mit der Sohle ausgebildet. Hierdurch ist die Herstellung des erfindungsgemäßen
Schuhs weiter vereinfacht und die Herstellungskosten sind reduziert. Ferner kann
keine Kante im Übergangsbereich zwischen Sohle und einer getrennt gebildeten
Abrollfläche auftreten, wodurch das Spielgefühl negativ beeinträchtigt
werden könnte. Es ist möglich, die Abrollfläche direkt bei der Formgebung
der Sohle mitauszuformen. Alternativ hierzu ist es ebenfalls möglich, die Abrollfläche
durch spanende Bearbeitung der Sohle zu formen.
Bevorzugt ist die Abrollfläche in der Gebrauchslage im Bereich
der Ferse angeordnet, wodurch eine besonders günstige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Schuhs gegeben ist. Die Abrollfläche erstreckt sich somit in den Bereich unterhalb
des Fußes, um die Abrollbewegung beim Spielen der Hi-Hat weiter zu unterstützen.
Bei der Betätigung des Pedals der Hi-Hat entsteht ein Auflagerpunkt für
die Drehbewegung des Fußes im Bereich des Fersenbeins um einen Druckpunkt.
Daher ist es insbesondere bevorzugt, daß die Abrollfläche im Bereich der
Auflage des Fersenbeins angeordnet ist und sich bis zum hinteren Ende des Schuhs
erstreckt.
Insbesondere bei diese Anordnung sollte der Abrollwinkel relativ klein
gewählt werden, damit der Schuh beim normalen Laufen noch eine ausreichende
Stabilität bereitstellt. Unter dem Abrollwinkel wird im Rahmen der vorliegenden
Erfindung derjenige Winkel verstanden, der zwischen der Sohle des erfindungsgemäßen
Schuhs bei abgesenktem Fuß und vollbetätigtem Pedal und der Sohle bei
angehobenem Fuß auf dem Pedal ruhend, aber nicht betätigend, vorhanden
ist. Der Abrollwinkel sollte bevorzugt zwischen 10° und 30° betragen.
Auch ist es bevorzugt, daß der Schuh im Knöchelbereich tief
ausgeschnitten ist, um das Spielgefühl weiter zu verbessern. Der Ausschnitt
sollte sich bevorzugt im wesentlichen über 50% der Strecke zwischen Sohle und
der Oberkante des Oberschuhs erstrecken.
Üblicherweise wird die Hi-Hat eines Schlagzeugs
mit dem linken Fuß betätigt. Es ist daher bevorzugt, daß der Schuh
zur Anordnung an einem linken Fuß ausgebildet ist. In besonderen Fällen
ist es ebenfalls möglich, daß der Schuh, wie oben stehend erläutert,
zur Anordnung an einem rechten Fuß ausgebildet ist.
Ein Schuhpaar zur Fußbedienung eines Schlagzeugs ist aus einem
Schuh zur Fußbedienung der Baßtrommel und aus einem Schuh zur Fußbedienung
der Hi-Hat gebildet. Die Schuhe sind hierbei wie vorstehend beschrieben ausgebildet.
Naturgemäß ist es möglich, daß das Schuhpaar aus unterschiedlichen
bevorzugten Ausführungen gebildet ist oder daß die Schuhe des Paars jeweils
für beide Anwendungen ausgebildet sind.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen
beschrieben. In den Figuren zeigt:
1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Schuhs zur Fußbedienung der Bass Drum;
2 eine Draufsicht der Ausführungsform von
1 und
3 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Schuhs zur Fußbedienung der Hi-Hat.
1 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Schuhs 1 zur Fußbedienung der Bass Drum eines Schlagzeugs in einer
perspektivischen Ansicht. Der Schuh 1 besteht aus einer Sohle
2 und einem Oberschuh 3, welche miteinander vernäht bzw.
verklebt sind. Die Sohle 2 besteht aus Gummi, damit ein guter Halt des
Schuhs 1 auf einem Pedal einer Fußmaschine der Bass Drum vorhanden
ist. Der Oberschuh 3 besteht aus einem Canvas aus einem festen Baumwollgewebe.
Der Schuh 1 weist hierdurch eine hohe Strapazierfähigkeit auf, wobei
gleichzeitig für ein angenehmes Spielgefühl gesorgt ist. Der Schuh
1 wird mittels einer üblichen Schnürung 4 fest am Fuß
des Benutzer befestigt. Um das Spielgefühl nochmals zu verbessern, weist der
Schuh 1 eine tiefe Aussparung 5 im Knöchelbereich auf. Wie
aus 1 ersichtlich, erstreckt sich die Aussparung
5 im wesentlichen bis zur Hälfte der Strecke zwischen Oberkante des
Oberschuhs 3 und der Sohle 2.
Um den Schuh 1 besonders verschleißfest auszubilden,
ist eine Verstärkung 6 auf der linken und rechten Seite des Schuhs
1 im Verbindungsbereich zwischen Oberschuh 3 und Sohle
2 angeordnet, wie insbesondere aus 2 ersichtlich.
Der Draufsicht von 2 ist zu entnehmen, daß die
Verstärkung 6 zweiteilig ausgeführt ist. Die Verstärkung
6 ist entlang der Längsachse des Schuhs 1 im wesentlichen
im Bereich der Zehengelenke zwischen den jeweiligen Zehen und den jeweiligen Mittelfußknochen
der Fußglieder, angeordnet. Beim Betätigen der Fußmaschine der Bass
Drum kommt es gerade in diesem Bereich zu einem Abknicken des Fußes und somit
auch des Schuhs 1. Gerade deshalb ist die Verstärkung 6 in
diesem Bereich vorteilhaft. Die Verstärkung 6 ist aus Leder gebildet
und auf den Schuh 1 aufgenäht. Ferner ist ein Abriebschutz
7 im Bereich des großen Zehs angeordnet, um bei dem eingangs erläuterten
Bewegungsablauf und der damit verbundenen Bewegung des großen Zehs die Verschleißfestigkeit
des Schuhs 1 weiter zu erhöhen. Der Abriebschutz 7 ist hier
außen angeordnet, wobei dieser auch innenliegend angeordnet sein kann.
Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schuhs
10 zur Fußbedienung der Hi-Hat eines Schlagzeugs ist in einer Seitenansicht
in 3 gezeigt. Der Schuh 10 zur Fußbedienung
der Hi-Hat eines Schlagzeugs weist ebenfalls eine Sohle 12 und einen Oberschuh
13 auf. Die Sohle 12 ist wiederum aus Gummi gebildet, der Oberschuh
13 besteht auch hier aus einem Canvas aus Baumwollmaterial. Der Schuh
10 läßt sich über eine übliche Schnürung
14 am Fuß des Benutzer befestigen. Ferner weist der erfindungsgemäße
Schuh 10 eine Aussparung im Knöchelbereich 15 auf, die ebenfalls,
wie aus 3 ersichtlich, im wesentlichen sich bis zur
Hälfte der Strecke zwischen der Sohle 12 und einer Oberkante des Oberschuhs
13 erstreckt. Aufgrund der speziellen Bewegung weist der Schuh
10 zur Fußbedienung der Hi-Hat eine Abrollfläche 16
auf. Diese Abrollfläche 16 ist einteilig mit der Sohle 12
ausgebildet und erstreckt sich im Fersenbereich des Schuhs 10. Diese besondere
Ausgestaltung ermöglicht ein gutes Abrollen des Fußes beim Spielen der
Hi-Hat.