Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen von Steuersignalen
in einem Cockpit mit reduzierter Verkabelung eines Kraftfahrzeugs, umfassend mindestens
ein an oder in dem Cockpit angeordnetes Bedienelement und eine beabstandet von dem
mindestens einen Bedienelement angeordnete Signalgebereinheit, die an oder in einem
Fahrzeugsitz so angeordnet ist, dass über einen auf dem Fahrzeugsitz befindlichen
Nutzer bei einem Annähern eines Körperteils des Nutzers an das mindestens
eine Bedienelement und/oder einem Berühren des mindestens einen Bedienelements
durch das Körperteil über den Nutzer kapazitiv eine Signalinformation
übertragbar ist, und eine Auswerteeinheit, die in Abhängigkeit von der
übertragenen Signalinformation ein Steuersignal erzeugt.
In Kraftfahrzeugcockpits sind Bedienelemente angeordnet, die zum Bedienen
von Komponenten des Kraftfahrzeugs und zum Auslösen von Funktionen verwendet
werden. Die Bedienelemente können hierbei unterschiedlich ausgestaltet sein.
Die derzeit in Kraftfahrzeugen verwendeten Bedienelemente sind jeweils über
eine oder mehrere Signalleitungen mit der zu bedienenden Komponente oder einem Steuergerät
verbunden. Aufwendiger gestaltete Bedienelemente können ein eigenes kleines
Steuergerät umfassen, das über ein Datenbussystem mit weiteren Steuergeräten
oder Komponenten verbunden ist. Den derzeit verwendeten Bedienelementen ist es somit
gemeinsam, dass sie über eine oder mehrere Signalleitungen mit übrigen
Komponenten des Fahrzeugs verbunden sind. Diese Signalleitungen sind üblicherweise
in einem Kabelbaum zusammengefasst. Da moderne Kraftfahrzeuge in einer großen
Variantenzahl hergestellt werden, weisen die zum Einsatz kommenden Kabelbäume
eine hohe Komplexität und ebenfalls eine große Variantenvielfalt auf.
Aufgrund des begrenzten Bauraums in einem Kraftfahrzeugcockpit ist eine Verlegung
eines Kabelbaums aufwendig. Ferner ist die Herstellung des Kabelbaums selbst kostspielig.
Um die Bedienmöglichkeiten in einem Kraftfahrzeugcockpit zu erweitern,
insbesondere um für einen Fahrer und einen Beifahrer unterschiedliche Funktionen
bei einer Betätigung desselben Bedienelements auslösen zu können,
ist in DE 43 01 160 C2 eine Einrichtung
zur Steuerung von mit Bedienelementen versehenen Geräten in Kraftfahrzeugen
offenbart, bei der mindestens im Fahrersitz und im Beifahrersitz und in mindestens
einem Bedienelement elektrische Koppelelemente vorgesehen sind, die bei Berührung
des Bedienelementes über die auf dem jeweiligen Sitz befindliche Person ein
Weg für ein Signal bilden, das einer Auswerteschaltung zuführbar ist und
das anzeigt, welche Person das Bedienelement berührt.
Aus DE 103 05 341 A1
ist eine Schaltungsanordnung zur selektiveren Schaltsignalgenerierung in einem Kraftfahrzeug
beschrieben. Ziel der Schaltungsanordnung ist es zu ermöglichen, dass bestimmte
Schaltvorgänge beispielsweise nur von einem Fahrzeugführer, der sich auf
dem Fahrersitz befindet, durch das Betätigen eines Bedienelementes ausgelöst
werden können. Die Schaltungsanordnung ist so ausgestaltet, dass Schaltsignale
in Abhängigkeit davon generiert werden, ob eine Schalteinrichtung durch den
Anwender selektiv betätigt wird. Hierzu wird im Rahmen der Betätigung
der Schalteinrichtung in den Anwender ein Einrichtungssignal eingekoppelt und durch
den Anwender übertragen. Auf Grundlage des in den Anwender eingekoppelten Einrichtungssignals
wird das Schaltsignal generiert. Die Schalteinrichtung, ein Schalter oder Sensortaster,
ist an einem Anschluss mit einer Signalquelle verbunden, die eine Frequenz im kHz-Bereich
in diese Schalteinrichtung einspeist. Im Sitz des Anwenders befindet sich eine leitende
Fläche, die das Signal aufnehmen kann, wenn der Anwender den Schalter berührt
und damit das Signal (kapazitiv) über seinen Finger auf seine Haut überträgt.
Hierdurch wird eine so genannte Body-Bridge gebildet. Ein an die leitende Fläche
angeschlossener Empfänger detektiert ein in die leitende Platte eingespeistes
Signal. Der Schalter erfüllt außerdem seine bestimmungsgemäße
Funktion. Dies bedeutet, dass er über eine Signalleitung des Kabelbaums mit
einer entsprechenden Komponente verbunden ist, zu deren Bedienung das Bedienelement
vorgesehen ist. Das von der Schaltungsanordnung erzeugte Signal dient als Freigabesignal,
um sicherzustellen, dass das Bedienelement durch den zur Bedienung vorgesehenen
Anwender betätigt wurde.
In einer Weiterbildung ist in DE
103 05 341 A1 eine Ausführungsform beschrieben, bei der in dem Cockpit
eine leitende Fläche angeordnet ist. Beim Berühren eines darüber
angebrachten Sensors wird über die Haut des Bedieners und die Sitzfolie ein
Wechselstromkreis geschlossen. Im betreffenden Sensor wird eine Wechselspannung
gleichgerichtet und in einem Kondensator gespeichert. Mit dieser Gleichspannung
wird ein Register, welches eine Identifizierungsnummer enthält, bitweise an
einen elektronischen Schalter geführt, der die Belastung des Wechselstromkreises
verändert. Der Empfänger ist ausgebildet, die Identifizierungsnummer zu
detektieren und leitet diese an das Steuergerät weiter, welches den Schaltvorgang
auslösen soll, der durch die Bedienung des entsprechenden Schalters beabsichtigt
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Erzeugen
von Steuersignalen zu schaffen, mit der eine weitere Reduzierung der Verkabelung
oder ein kabelloses Cockpit eines Kraftfahrzeugs realisiert werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Gegenstand
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Erfindungsgemäß ist bei einer eingangs genannten Vorrichtung
zum Erzeugen von Steuersignalen vorgesehen, dass eine Erfassungseinheit, die ausgebildet
ist, die übertragenen Signalinformationen zu erfassen, an oder in dem Fahrzeugsitz
angeordnet und mit der Auswerteeinheit gekoppelt ist. Dies bedeutet, dass sowohl
die Signalgebereinheit als auch die Erfassungseinheit an oder in dem Fahrzeugsitz
angeordnet sind, auf dem sich der Bediener des mindestens einen Bedienelements befindet.
Hierdurch wird erreicht, dass der Verkabelungsaufwand im Cockpit deutlich reduziert
wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich besonders, um Bedienelemente
am Lenkrad des Kraftfahrzeuges anzuordnen. Für die dort verwendeten Bedienelemente
ist im Stand der Technik eine kompliziert zu montierende Wickelfeder, die Signalleitungen
umfasst, notwendig. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann diese Wickelfeder
eingespart werden. Dieses führt zu einer Kostenersparnis durch eine einfachere
Montage der Bedienelemente und einen geringeren Konstruktionsaufwand und einem geringeren
Materialeinsatz.
Vorteilhafterweise ist das mindestens eine Bedienelement ausgestaltet,
einem von der Signalgebereinheit kapazitiv in den Nutzer eingekoppelten Anregungssignal
bei der Annäherung des Körperteils und/oder der Berührung durch das
Körperteil Energie zu entziehen. Die übertragene Signalinformation ist
dann in der übertragenen Energie enthalten.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht
vor, dass das mindestens eine Bedienelement einen auf eine Resonanzempfangsfrequenz
fe abgestimmten Schwingkreis umfasst. Diese Ausführungsform entzieht
einem über den Körper des Nutzers übertragenen Anregungssignal dann
Energie, wenn die Anregungsfrequenz fa des Anregungssignals mit der Resonanzempfangsfrequenz
fe übereinstimmt. Je höher die Güte des Resonanzschwingkreises
ist, desto genauer müssen die Resonanzempfangsfrequenz fe und die
Anregungsfrequenz fa übereinstimmen, dass eine Energieabsorption
in dem Bedienelement stattfindet. Die Erfassungseinheit ist bei einer bevorzugten
Ausführungsform ausgestaltet, als übertragene Signalinformation die in
den Nutzer eingekoppelte Leistung des Anregungssignals zu erfassen. Hierdurch ist
es möglich, die Erfassungseinheit in oder an der Signalgebereinheit auszubilden.
Diese können in eine gemeinsame Vorrichtung oder Schaltungsanordnung integriert
werden. Hierdurch wird ein besonders kompakter Aufbau ermöglicht.
Um ausschließen zu können, dass ein Teil der in den Nutzer
eingekoppelten Leistung des Anregungssignals über leitende Bauteile des Kraftfahrzeugs
abgeleitet wird und so fälschlich eine Betätigung des mindestens einen
Bedienelements detektiert wird, sieht eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung
vor, dass das mindestens eine Bedienelement ausgestaltet ist, bei der Annäherung
des Körperteils und/oder der Berührung durch das Körperteil ein Betätigungssignal
mit einer für das mindestens eine Bedienelement spezifischen Betätigungssignalfrequenz
fs zu erzeugen, die von der Resonanzempfangsfrequenz fe abweicht.
Hierdurch wird es möglich, eine Betätigung des Bediensignals sicher dadurch
zu erfassen, dass die Betätigungssignalfrequenz fs detektiert wird.
Vorteilhafterweise ist die Empfangseinheit so ausgestaltet, dass sie die Betätigungssignalfrequenz
fs optimal erfassen kann. Da das Betätigungssignal schwächer
als das Anregungssignal ist, ist die Empfangseinheit vorzugsweise so ausgestaltet,
dass die Anregungsfrequenz in der Empfangseinheit unterdrückt bzw. herausgefiltert
wird.
Um auch weiterhin Bedienelemente verwenden zu können, die unterschiedliche
Schaltzustände aufweisen, ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass das mindestens
eine Bedienelement ausgestaltet ist, unterschiedliche Schaltzustände anzunehmen,
die sich insbesondere durch die Resonanzempfangsfrequenz fe und/oder
die Betätigungssignalfrequenz fs unterscheiden. Beispielsweise kann
bei einem Drehschalter über den Drehschalter die Resonanzempfangsfrequenz des
Schwingkreises des Bedienelements abgestimmt werden. Alternativ können mit
der Oberfläche des Bedienelements unterschiedliche Schwingkreise gekoppelt
werden. Um die unterschiedlichen Schaltzustände der einzelnen Bedienelemente
langfristig verfügbar zu haben, werden die Schaltzustände in einer Speichereinrichtung
abgelegt. Hierdurch wird es möglich, bei einer Inbetriebnahme des Kraftfahrzeugs
die Stellung des mindestens einen Bedienelements, d.h. den Zustand, in dem sich
das Bedienelement befindet, zu ermitteln.
Bei einem besonders bevorzugten Kraftfahrzeugcockpit wird an oder
in dem Cockpit ein weiteres Bedienelement angeordnet, das eine weitere Resonanzempfangsfrequenz
f'e und/oder eine weitere Betätigungssignalfrequenz f's
aufweist, die sich von der Resonanzempfangsfrequenz fe und/oder der Betätigungssignalfrequenz
fs des mindestens einen Bedienelements unterscheiden. Selbstverständlich
können zusätzliche Bedienelemente in dem Cockpit vorgesehen sein, die
jeweils individuelle Resonanzempfangsfrequenzen und/oder Betätigungssignalfrequenzen
aufweisen. Hierdurch wird es möglich, ein sehr stark kabelreduziertes oder
sogar kabelloses Cockpit aufzubauen. Die Bedienelemente können in dem Cockpit
beliebig angeordnet werden. Hierdurch wird eine Designfreiheit
für Kraftfahrzeugkonstrukteure deutlich gesteigert. Die Notwendigkeit, eine
Signalleitungszuführung zu ermöglichen, entfällt.
Insbesondere wenn mehrere Bedienelemente vorgesehen sind, wird es
bevorzugt, dass die Signalgebereinheit eine Anregungsfrequenz des Anregungssignals
zeitlich variiert und die Auswerteeinheit mit der Signalgebereinheit gekoppelt ist
und die Auswertung abhängig von der Anregungsfrequenz fa ausgestaltet
ist. Dies bedeutet, dass beispielsweise die in den Nutzer eingekoppelte Leistung
des Anregungssignals anregungsfrequenzbezogen ausgewertet wird. Die Betätigung
eines bestimmten Bedienelements kann daran erkannt werden, dass bei der zugehörigen
Resonanzempfangsfrequenz von dem Bedienelement Energie aus dem über den Nutzer
übertragenen Anregungssignal entzogen wird.
Das oder die Bedienelemente sind in dem Cockpit ohne eine Kopplung
an eine bedienelementspezifische Signalleitung des Cockpits in oder an diesem angeordnet.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Hierbei zeigen:
1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum
Erzeugen von Steuersignalen;
2 eine Darstellung eines Kraftfahrzeugcockpits;
3 bis 6 Detaildarstellungen
von Bedienelementen des Cockpits nach 2.
In 1 wird eine Vorrichtung
1 zum Erzeugen von Steuersignalen in einem Cockpit mit reduzierter Verkabelung
eines Kraftfahrzeugs dargestellt. Ein Bedienelement 2 ist in einem Armaturenbrett
3 angeordnet. Beabstandet von dem Armaturenbrett 3 ist ein Fahrzeugsitz
4 in einem Innenraum eines Kraftfahrzeugs angeordnet. In einer Sitzfläche
5 ist eine metallische Folie 6 eingearbeitet. Mit der metallischen
Folie 6 ist eine Signalgebereinheit 7 elektrisch verbunden. Die
Signalgebereinheit 7 erzeugt ein Anregungssignal mit einer Anregungsfrequenz
fa. Die Anregungsfrequenz fa liegt vorzugsweise im Bereich
von etwa 100 kHz. Ein Nutzer 8 des Kraftfahrzeugs befindet sich auf dem
Fahrzeugsitz 4. Mit einem Körperteil 9, beispielsweise seiner
Hand, nähert sich der Nutzer 8 dem Bedienelement 2. Das Anregungssignal
wird über die metallische Folie 6 in den Nutzer 8 eingekoppelt
und kapazitiv zu dem Bedienelement 2 übertragen.
Das Bedienelement 2 ist als Drehschalter ausgebildet. Das
Bedienelement 2 umfasst einen Resonanzschwingkreis 10, der bei
einer Resonanzempfangsfrequenz fe anregbar ist. Stimmt die Anregungsfrequenz
fa des Anregungssignals mit der Resonanzempfangsfrequenz fe
überein, so wird der Resonanzschwingkreis 10 angeregt und entzieht
dem Anregungssignal Energie. Über eine mit dem Resonanzschwingkreis
10 gekoppelte Schaltungsanordnung 11 wird ein Betätigungssignal
mit einer Betätigungssignalfrequenz fs erzeugt. Dieses Betätigungssignal
wird von dem Bedienelement 2 über den Nutzer 8 kapazitiv
zu der metallischen Folie 6 übertragen. Diese ist zusätzlich
zu der Signalgebereinheit 7 mit einer Empfangseinheit 12 gekoppelt.
Die Empfangseinheit 12 ist ausgestaltet, das Betätigungssignal zu
erfassen. Das Betätigungssignal wird an eine Auswerteeinheit 13 weitergeleitet.
Diese wertet das Betätigungssignal aus und erzeugt ein Schaltsignal. Das Schaltsignal
wird über einen Fahrzeugdatenbus 14 zu einem Steuergerät
15 übertragen. Das Steuergerät 15 betätigt als
Antwort auf den Empfang des Steuersignals einen Aktor 16. Bei dem Aktor
16 kann es sich beispielsweise um einen Gebläseventilator handeln.
Das Bedienelement 2 ist vorgesehen; diesen Ventilator zu steuern.
Das Bedienelement 2 kann vorzugsweise unterschiedliche Schaltzustände
annehmen. Der Resonanzschwingkreis 10 und die Schaltungsanordnung
11 sind so ausgebildet, dass die Betätigungssignalfrequenz fs
sich jeweils entsprechend des Zustands des Bedienelements 2 ändert.
Hierdurch ist es möglich, über die Frequenz fs des Betätigungssignals
den Schaltzustand des Bedienelements 2 zu ermitteln. Die jeweilige Betätigung
des Drehschalters des Bedienelements 2 wird in einem Speicher der Auswerteeinheit
13 gespeichert. So liegt die Information über den Schaltzustand des
Bedienelements 2 jederzeit vor.
Bei anderen Ausführungsformen kann vorgesehen sein, dass die
Schaltungsanordnung 11 fehlt. In einem solchen Fall detektiert die Erfassungseinheit
vorzugsweise die in den Nutzer 8 eingekoppelte Leistung des Anregungssignals.
Berührt der Nutzer 8 das Bedienelement 2, so wird von dem
Resonanzschwingkreis 10 Energie aufgenommen. Hierdurch ergibt sich eine
Änderung der in den Nutzer 8 eingekoppelten Leistung. Somit kann anhand
der eingekoppelten Leistung ein Betätigen des mindestens einen Bedienelements
ermittelt werden.
Bei einer anderen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass
die Frequenz des Anregungssignals fa zeitlich variiert wird. Sind in
dem Armaturenbrett weitere Bedienelemente (nicht dargestellt) angeordnet, so kann
das Betätigen eines dieser weiteren Bedienelemente anhand der Frequenz ermittelt
werden, bei der sich die in den Nutzer eingekoppelte Leistung des Anregungssignals
ändert. Dies setzt voraus, dass jedes der Bedienelemente eine individuell festgelegte
weitere Resonanzempfangsfrequenz f'e
aufweist.
Bei wieder einer anderen Ausführungsform kann vorgesehen sein,
dass die weiteren (nicht dargestellten) Bedienelemente jeweils eine Schaltungsanordnung
umfassen, die ein weiteres Betätigungssignal jeweils mit einer individuell
festgelegten weiteren Betätigungssignalfrequenz f's erzeugen. Die
unterschiedlichen weiteren Bedienelemente können bei dieser Ausführungsform
anhand der Frequenz f's des weiteren Betätigungssignals ermittelt
werden.
Es sind ebenfalls Ausführungsformen denkbar, bei denen sich sowohl
die weiteren Resonanzempfangsfrequenzen f'e der weiteren Bedienelemente
als auch deren weiteren Betätigungssignalfrequenzen f's unterscheiden.
Hierdurch kann die Identifikation eines der weiteren Bedienelemente oder eines Zustands
eines der weiteren Bedienelemente verbessert werden. Insbesondere die Zuverlässigkeit
kann aufgrund einer Plausibilitätsüberprüfung, ob sowohl die weiteren
Resonanzempfangsfrequenz f'e als auch die weitere Betätigungssignalfrequenz
f's zu einem weiteren Bedienelement korrespondieren, erhöht werden.
Das Bedienelement 2 ist in dem Armaturenbrett 3
so angeordnet, dass keine Signalleitung für das Bedienelement vorgesehen ist.
Hierdurch kann ein Kabelbaum in dem Armaturenbrett mit einer geringeren Anzahl von
Signalleitungen oder gänzlich ohne Signalleitungen ausgestaltet werden. Zwischen
dem zu betätigenden Aktor 16 und dem Bedienelement 2 ist
keine elektrisch leitende Signalverbindung ausgebildet.
In 2 ist die Ansicht eines Kraftfahrzeugscockpits
dargestellt. Sowohl in einer Sitzfläche 21 eines Fahrersitzes als
auch einer weiteren Sitzfläche 22 eines Beifahrersitzes sind jeweils
Heizelemente einer Sitzheizung mit einer Signalgebereinheit und einer Empfangseinheit
verbunden. Die elektrischen Leiter der Heizelemente (nicht dargestellt) übernehmen
dieselbe Funktion, wie die metallische Folie 6 der Ausführungsform
nach 1. Allgemein muss in der Sitzfläche oder
dem Fahrzeugsitz an anderer geeigneter Stelle lediglich gewährleistet sein,
dass das Anregungssignal und gegebenenfalls das Betätigungssignal kapazitiv
über den auf dem jeweiligen Fahrzeugsitz befindlichen Nutzer zu und von dem
Bedienelement von dem Signalgeber bzw. zu der Empfangseinrichtung übertragen
werden. Einzelne oder alle Bedienelemente 23 in dem Kraftfahrzeugcockpit
können so ausgestaltet werden, dass sie nach dem oben beschriebenen Wirkprinzip
im Zusammenspiel mit der Auswerteeinheit Schaltsignale erzeugen. Da eine Signalleitung
zu den Bedienelementen 23 nicht mehr notwendig ist, können die Bedienelemente
23auch an Orten angeordnet sein, zu denen eine Zuführung einer Signalleitung
unmöglich oder nur sehr schwer möglich ist. Dies kann beispielsweise auf
einem Luftleitgitter 24 eines Zuluftschachtes 25 eines Belüftungssystems
sein.
Die 3 bis 6
zeigen Detailansichten des Cockpits nach 2, um anzudeuten,
an welchen Stellen Bedienelemente vorteilhaft angeordnet sein können. In
3 ist ein Drehwahlschalter 26 sowie ein Stellrad
27 zur Bedienung der Fahrzeugbeleuchtung dargestellt. Ein als Stellrad
27 ausgestaltetes Bedienelement kann so ausgebildet sein, dass über
das Stellrad 27 ein Drehkondensator oder ein Potentiometer verändert
wird, so dass die Resonanzempfangsfrequenz fe und/oder die Betätigungssignalfrequenz
fs stufenlos verändert werden. Eine Stellradstellung kann somit
von der Auswerteeinheit zuverlässig ermittelt werden.
In 4 sind Bedienelemente 28
auf einem Lenkrad 29 dargestellt. Für die Bedienelemente
28 auf dem Lenkrad 29 ist es besonders vorteilhaft, dass keine
Signalleitungen zu den Bedienelementen 28 verlegt werden müssen. Hierdurch
kann eine heute gebräuchliche Wickelfeder, in der die Signalleitungen geführt
werden, eingespart werden.
In 5 sind Bedienelemente benachbart zu
einem Aschenbecher 30 in der Mittelkonsole des Cockpits nach
2 dargestellt.
In 6 sind Bedienelemente 31
in einem Fahrzeughimmel dargestellt.
Bei dem oben beschriebenen Aktor kann es sich um ein beliebiges Fahrzeugsystem,
beispielsweise eine elektrische Komponente, wie eine Fahrzeugbeleuchtung, ein Steuergerät,
einen Stellmotor, ein Multimediagerät, wie einen CD-Player, usw. handeln.
- 1
- Vorrichtung zum Erzeugen von Steuersignalen
- 2
- Bedienelement
- 3
- Armaturenbrett
- 4
- Fahrzeugsitz
- 5
- Sitzfläche
- 6
- metallische Folie
- 7
- Signalgebereinheit
- 8
- Nutzer
- 9
- Körperteil
- 10
- Resonanzschwingkreis
- 11
- Schaltungsanordnung
- 12
- Empfangseinheit
- 13
- Auswerteeinheit
- 14
- Fahrzeugdatenbus
- 15
- Steuergerät
- 16
- Aktor
- 20
- Cockpit
- 21
- Sitzfläche eines Fahrersitzes
- 22
- weitere Sitzfläche eines Beifahrersitzes
- 23
- Bedienelement
- 24
- Luftleitgitter
- 25
- Zuluftschacht
- 26
- Drehwahlschalter
- 27
- Stellrad
- 28
- Bedienelemente
- 29
- Lenkrad
- 30
- Aschenbecher
- 31
- Bedienelemente