Bei einer Vorrichtung zum Ausbringen und/oder Abführen von Luft in und/oder aus einem Raum durch einen Luftauslass (6), wobei die Luft durch einen Luftführungskanal (1) zu dem Luftauslass (6) führbar ist, soll der Luftführungskanal (1) zumindest einen Wickelfalzrohrabschnitt (3, 3.1, 4) aufweisen, in welchen ein Glattrohrabschnitt (5, 5.1) mit dem Luftauslass (6) eingesetzt ist.
Beschreibung[de]
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausbringen
und/oder Abführen von Luft in und/oder aus einem Raum durch einen Luftauslass,
wobei die Luft durch einen Luftführungskanal zu dem Luftauslass führbar
ist sowie ein Verfahren hierzu.
Stand der Technik
Derartige Vorrichtungen sind bereits in vielfältiger Form und
Ausgestaltung bekannt und gebräuchlich. Nur bspw. wird auf die DE
87 00 243 U1 verwiesen. Dort handelt es sich um ein Rundrohr, in welches
ein Lüftungsgitter mit Lamellen eingesetzt ist.
Bisher werden diese Lüftungsgitter in der Regel durch Schraubmontage
an den Lüftungskanälen befestigt. Besonders bei runden Wickelfalzrohren
kommt es hier zu Verformungen, die das Aussehen des Lüftungskanals stark beeinträchtigen.
Zumeist werden die Lüftungsgitter durch die Schrauben an den Schraublöchern
sehr stark angezogen, wobei sich der Falz von dem Wickelfalzrohr in der Nähe
des Schraubloches stark aufwölbt. Da zumindest vier, wenn nicht sogar mehr
Schraublöcher vorgesehen sind, sehen diese Aufwölbungen an den Schraublöchern
sehr unschön aus.
Ferner ist zu beobachten, dass speziell die Wickelfalzrohre beim Ausschneiden
zum Lüftungsgitter auseinander driften. Die Befestigung der Lüftungsgitter
über Schrauben in Schraublöchern ist daher nur unter grösster Kraftanstrengung
möglich, da der Lüftungskanal am Ausschnitt zusammengedrückt werden
muss. Diese Arbeit kann nur mit zwei Personen bewältigt werden.
Eine Verbesserung dahingehend stellt die DE
101 03 015 C1 dar, in welcher ein Verfahren zum Festlegen eines Luftauslasses
an einem Luftführungskanal sowie eine Vorrichtung zum Ausbringen oder Abführen
von Luft in oder aus einem Raum beschrieben wird. Hierbei wird ein Luftauslass in
einen Luftführungskanal, hier ein Wickelfalzrundrohr, eingesetzt. Die Befestigung
des Luftauslasses in dem Luftführungskanal erfolgt über ein Band, welches
auf ein vom Luftauslass abstehendes Widerlager drückt. Die beiden Bandenden
werden angezogen und miteinander verbunden.
Nachteilig hierbei ist jedoch weiterhin, dass ein Zusammenspannen
der Wickelfalzrohre über Spanngurte oder sonstige Vorrichtungen sehr mühsam
ist und oftmals die ursprüngliche Rundheit der Wickelfalzrohre nicht wieder
hergestellt werden kann. Somit ist zum einen die Montage solcher Luftauslässe
kompliziert und aufwendig und zudem leidet die ästhetische Ausgestaltung der
Vorrichtung darunter.
Aufgabe
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung
zu schaffen, welche die o. g. Nachteile beseitigt und den Einbau von Luftauslässen
insbesondere in Wickelfalzrohren erleichtert und schneller und sicherer vonstatten
gehen lässt. Weiterhin soll die ästhetische Ausgestaltung der gesamten
Vorrichtung gewährleistet werden.
Lösung der Aufgabe
Zur Lösung der Aufgabe führt, dass der Luftführungskanal
zumindest einen Wickelfalzrohrabschnitt aufweist, in welchen ein Glattrohrabschnitt
mit dem Luftauslass eingesetzt ist.
Dieser Glattrohrabschnitt macht den Einsatz eines Luftauslasses sehr
viel einfacher und unkomplizierter, da ein Aufschneiden bzw. ein Aufflexen des Wickelfalzrohres
selbst nicht mehr notwendig ist. Stattdessen wird der Luftauslass in den Glattrohrabschnitt
eingesetzt. Dieser Glattrohrabschnitt wird dann mit seinen jeweiligen Enden in Wickelfalzrohrabschnitte
eingesteckt.
Zur weiteren Abdichtung eines Inneren des Luftführungskanals
kann zwischen dem Ende des Glattrohrabschnittes und dem Endabschnitt des Wickelfalzrohrabschnittes
eine Gummilippendichtung vorgesehen sein. Jedoch können das Ende des Glattrohrabschnittes
und der Endabschnitt des Wickelfalzrohrabschnittes auch direkt aufeinander liegen.
Weiterhin wird bevorzugt, dass der Glattrohrabschnitt lediglich in
den Wickelfalzrohrabschnitt eingeschoben wird. Dabei kommt der Endabschnitt des
Wickelfalzrohrabschnittes an einer Ringnut des Glattrohrabschnittes
zu liegen. Es ist jedoch auch denkbar, eine Rasteinrichtung od. dgl. zwischen beiden
Rohrabschnitten vorzusehen.
Weiterhin ist denkbar, den im Querschnitt runden Luftführungskanal
bspw. rechteckig oder oval auszubilden, wobei dann selbstverständlich der Wickelfalzrohrabschnitt
bzw. der Glattrohrabschnitt entsprechend ausgebildet sein müssen.
Diese unterschiedlichen Möglichkeiten und Ausgestaltungen einer
Abdichtung zwischen beiden Rohren, die unterschiedlichen Möglichkeiten der
Verbindung des Wickelfalzrohrabschnittes mit dem Glattrohrabschnitt sowie die unterschiedlichen
Möglichkeiten der Ausgestaltung des Luftführungskanals sollen ebenfalls
von der vorliegenden Erfindung umfasst sein.
Bei dem vorliegenden Auslass, welcher in den Glattrohrabschnitt eingesetzt
ist, handelt es sich bevorzugt um einen Luftauslass. Dies ist jedoch für die
vorliegende Erfindung von untergeordneter Bedeutung. So können jegliche Arten
von Luftauslässen, wie bspw. Gitterauslass, Drallauslass od. dgl., für
die vorliegende Erfindung vorgesehen werden.
Weiterhin wird Schutz für ein Verfahren zur Herstellung der oben
genannten Vorrichtung begehrt, bei welchem der Luftführungskanal zumindest
teilweise als Rohrabschnitt im Wickelfalzverfahren hergestellt, der Luftauslass
in eine aus einem Glattrohrabschnitt eingeformte Öffnung eingesteckt und dieser
Glattrohrabschnitt in einen Endabschnitt des Rohrabschnittes eingesteckt wird.
Um das Einsetzen des Glattrohrabschnittes in den im Wickelfalzverfahren
herstellten Rohrabschnitt zu erleichtern, wird dieser zuvor beschnitten.
Mit der vorliegenden Erfindung ist die Möglichkeit geschaffen
worden, den Einbau von Luftauslässen insbesondere in Wickelfalzrohren zu erleichtern
und schneller und sicherer vonstatten gehen zu lassen.
Da der Luftauslass ferner nunmehr direkt in den Glattrohrabschnitt
und erst anschliessend zusammen mit dem Glattrohrabschnitt in den Wickelfalzrohrabschnitt
eingesetzt wird, entstehen bei der Montage des Ganzen keine unebenen Ränder
durch Wickelfalzrillen. Dadurch wird das ästhetische Aussehen der Vorrichtung
nicht beeinträchtigt.
Figurenbeschreibung
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in
1 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Ausbringen
und/oder Abführen von Luft gemäss der vorliegenden Erfindung;
2 einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäss
1 entlang der Linie II-II;
3 einen vergrössert dargestellten Teilbereich
des in 1 mit einem Kreis markierten Bereiches der Vorrichtung;
4 einen vergrössert dargestellten Teilbereich
des in 1 mit einem Kreis markierten Bereiches der Vorrichtung
in einer anderen Ausführungsform.
Gemäss den 1 und 2
ist ein Luftführungskanal 1 als Rundrohr 2 ausgebildet, wobei
dieses Rundrohr 2 Wickelfalzrohrabschnitte 3 und 4 aufweist,
zwischen welche ein Glattrohrabschnitt 5 eingesetzt ist.
In dem Glattrohrabschnitt 5 ist eine nicht näher gezeigte
Öffnung vorgesehen, in welche ein Luftauslass 6 eingesetzt ist.
Der Luftauslass 6 ist mit mehreren parallel zueinander angeordneten
Schlitzen 7 versehen, in welche Lagerplättchen 8 eingesetzt
sind. Diese Lagerplättchen 8 halten Luftlenklamellen 9, welche
um eine Drehachse 10 drehbar sind.
Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende: Der Luftauslass 6 wird in die nicht näher gezeigte
Öffnung des Glattrohrabschnittes 5 eingesetzt. Anschliessend wird
der Glattrohrabschnitt 5zusammen mit dem Luftauslass 6 an seinen
Enden 11 und 12 jeweils in einen Endabschnitt 13 bzw.
14 der Wickelfalzrohrabschnitte 3 bzw. 4 eingesetzt,
wobei die Anordnung des Glattrohrabschnittes 5 in den Wickelfalzrohrabschnitten
3 und 4 in den 3 bzw. 4
vergrössert und damit deutlicher dargestellt ist.
Um den Einsatz des Glattrohrabschnittes 5 in den Wickelfalzrohrabschnitten
3 und 4 zu begrenzen, sind die Enden 11 und
12 des Glattrohrabschnittes 5 jeweils mit einer Ringnut
16 ausgebildet. Nach dem Einsatz der Enden 11 und 12
des Glattrohrabschnittes 5 in den Endabschnitten 13 bzw.
14 der Wickelfalzrohrabschnitte 3 bzw. 4 kommen letztere
an der Ringnut 16 des Wickelfalzrohrabschnittes 5 zu liegen. Ein
weiterer Einschub des Glattrohrabschnittes 5 in den Wickelfalzrohrabschnitten
3 bzw. 4 wird somit verhindert.
Das Ausführungsbeispiel nach 4 unterscheidet
sich von dem Ausführungsbeispiel nach 3 lediglich
dadurch, dass zur weiteren Abdichtung eines Inneren des Luftführungskanals
1 zwischen dem Ende 11.1 des Glattrohrabschnittes 5.1
und dem Endabschnitt 13.1 des Wickelfalzrohrabschnittes 3.1 eine
Gummilippendichtung 15 angeordnet ist.
Bezugszeichenliste
Anspruch[de]
Vorrichtung zum Ausbringen und/oder Abführen von Luft in und/oder
aus einem Raum durch einen Luftauslass (6), wobei die Luft durch einen
Luftführungskanal (1) zu dem Luftauslass (6) führbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftführungskanal (1)
zumindest einen Wickelfalzrohrabschnitt (3, 3.1, 4) aufweist,
in welchen ein Glattrohrabschnitt (5, 5.1) mit dem Luftauslass
(6) eingesetzt ist.Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende (11,
11.1, 12) des Glattrohrabschnittes (5, 5.1)
in einen Endabschnitt (13, 13.1, 14) des Wickelfalzrohrabschnittes
(3, 3.1, 4) eingesetzt ist.Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem
Ende (11.1) des Glattrohrabschnittes (5.1) und des Endabschnittes
(13.1) des Wickelfalzrohrabschnittes (3.1) eine Gummilippendichtung
einsetzbar ist.Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Endabschnitt (13, 13.1, 14) des Wickelfalzrohrabschnittes
(3, 3.1, 4) an einer Ringnut (16) des Glattrohrabschnittes
(5, 5.1) anliegt.Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass der Glattrohrabschnitt (5, 5.1) mit einer
Öffnung versehen ist, in welche der Luftauslass (6) eingesetzt ist.Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftauslass
(6) mit zumindest einem Schlitz (7) versehen ist, in welchen zumindest
ein Lagerplättchen (8) eingesetzt ist.Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest
eine Lagerplättchen (8) zumindest eine Luftlenklamelle (9)
hält, welche um eine Drehachse (10) drehbar ist.Verfahren zum Herstellen einer Vorrichtung zum Ausbringen und/oder Abführen
von Luft in und/oder aus einem Raum durch einen Luftauslass (6), wobei
die Luft durch einen Luftführungskanal (1) zu dem Luftauslass (6)
geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftführungskanal (1)
zumindest teilweise als Rohrabschnitt (3, 3.1, 4) im
Wickelfalzverfahren hergestellt, der Luftauslass (6) in einer aus einem
Glattrohrabschnitt (5, 5.1) eingeformte Öffnung eingesetzt
und dieser Glattrohrabschnitt (5.1) in einen Endabschnitt (13,
13.1, 14) des Rohrabschnittes (3, 3.1,
4) eingesteckt wird.Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt
(13, 13.1, 14) vor dem Einstecken des Glattrohrabschnittes
(5, 5.1) beschnitten wird.