Die Erfindung betrifft eine Schalteinheit für ein elektronisch
geschaltetes Getriebe in Kraftfahrzeugen, umfassend einen gegen eine Rückstellkraft
aus einer ersten rastierbaren Rastposition bewegbaren Schalthebel, von welcher Rastposition
aus durch den Schalthebel bei Bewegung in einer ersten Schaltgasse die Vorwärtsfahrstufen
herauf- beziehungsweise herunterschaltbar sind und über den Schalthebel über
wenigstens eine von der ersten Schaltgasse abzweigende zweite Schaltgasse wenigstens
eine weitere Fahrstufe anwählbar ist. Daneben betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug
mit einer solchen Schalteinheit.
Solche Schalteinheiten sind allgemein bekannt. Es handelt sich dabei
um so genannte Tiptronic-Schaltungen, bei denen durch Bewegung des Schalthebels
in der ersten Schaltgasse die Vorwärtsfahrstufen herauf- beziehungsweise herunterschaltbar
sind. Beispielsweise wird durch eine Bewegung nach vorne in eine höhere Vorwärtsfahrstufe
geschaltet, durch eine Bewegung nach hinten in eine niedrigere Vorwärtsfahrstufe.
Über wenigstens eine zweite Schaltgasse sind weitere Fahrstufen anwählbar.
Sind mehrere zweite Schaltgassen vorgesehen, so können diese teilweise überlappen.
So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass durch eine einfache Bewegung nach rechts
die Neutralfahrstufe angewählt wird, durch eine Bewegung nach rechts und dann
nach vorne die Dauerfahrstufe und durch eine Bewegung nach rechts und dann nach
hinten die Rückwärtsfahrstufe. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass
das Wort „Schaltgasse" in der vorliegenden Erfindung im Wesentlichen Bewegungsstrecken
beziehungsweise Bewegungswege des Schalthebels wiedergeben soff. Es ist damit keine
Festlegung auf eine durch eine Platte gefräste Rastkurve gegeben, sondern es
kann auch mittels einer kurze Bewegungen erlaubenden Kulissenstruktur gearbeitet
werden.
Es wurde vorgeschlagen, die Funktionen weiterer Fahrerassistenzsysteme,
insbesondere eines Geschwindigkeits- und/oder Abstandsregelsystem, mit in das Schaltkonzept
der Schalteinheit zu integrieren. Dazu ist bei einem bekannten Vorschlag vorgesehen,
die Tiptronic-Bedienung beispielsweise durch eine Geschwindigkeitsregulierung zu
ersetzen, die dann durch Bewegungen in der ersten Schaltgasse anwählbar ist.
Dies ist nachteilhaft, da die Tiptronic-Schaltmöglichkeit daher wegfällt.
Zudem wurde vorgeschlagen, das Anwählen von Funktionen des Fahrerassistenzsystems
über weitere Schaltgassen zu ermöglichen. Es entstehen komplizierte Schaltschemata,
die ebenso kompliziert zu bedienen sind.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
für einen Nutzer leichter verständliche und leichter bedienbare Schalteinheit
anzugeben, mittels derer sowohl ein Herauf- und Herunterschalten von Vorwärtsfahrstufen
als auch die Anwahl von Funktionen eines Fahrerassistenzsystems möglich ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Schalteinheit der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass eine zweite rastierbare
Rastposition für den Schalthebel vorgesehen ist, aus der der Schalthebel gegen
eine Rückstellkraft bewegbar ist, von welcher zweiten Rastposition aus durch
den Schalthebel bei Bewegung in einer dritten Schaltgasse wenigstens eine Funktion
eines Fahrerassistenzsystems anwählbar und die weitere Fahrstufe über
wenigstens eine von der dritten Schaltgasse abzweigende gleich der zweiten Schaltgasse
ausgelegte vierte Schaltgasse anwählbar ist, wobei der Schalthebel zwischen
den Rastpositionen bewegbar ist.
Erfindungsgemäß sind demnach im Wesentlichen zwei Bedienarten
vorgesehen, in denen einmal eine Tiptronic-Bedienung realisiert ist, in der anderen
Bedienart die Möglichkeit zur Anwahl von Funktionen eines Fahrerassistenzsystems
gegeben ist. Von beiden Rastpositionen aus ist es jedoch auf dieselbe Art möglich,
die weiteren Fahrstufen anzuwählen, da die zweite und die vierte Schaltgasse
genau gleich ausgelegt sind. Diese weiteren Fahrstufen, die durch Bewegung entlang
der zweiten und der vierten Schaltgasse anwählbar sind, können eine Rückwärtsfahrstufe
und/oder eine Neutralfahrstufe und/oder eine Dauerfahrstufe anwählbar sein.
Nachdem sowohl die erste und die dritte Schaltgasse wie auch die zweite
und die vierte Schaltgasse jeweils gleich ausgelegt sind, ändert sich das Schaltschema
bei Wechsel zwischen den Rastpositionen grundsätzlich nicht, es werden lediglich
die Funktionen des Herauf- beziehungsweise Herunterschaltens von Vorwärtsfahrstufen
durch Funktionen des Fahrerassistenzsystems ersetzt. Es wird einem Fahrer somit
die Möglichkeit gegeben, zwischen der Bedienung des Fahrerassistenzsystems
und einer Tiptronic-Schaltung zu wechseln, indem er den Schalthebel zwischen den
zwei verschiedenen Rastpositionen bewegt. Von diesen Rastpositionen aus sind nun
die weiteren Fahrstufen, insbesondere die Rückwärtsfahrstufe, die Neutralfahrstufe
und die Dauerfahrstufe, auf dieselbe Art anwählbar. Dies ist technisch dadurch
realisiert, dass die Anwahlpositionen durch das Vorhandensein der zweiten und der
vierten Schaltgasse(n) doppelt verbaut sind, es ist folglich eine redundante Umsetzung
vorgeschlagen. Mit besonderem Vorteil ist diese redundante technische Umsetzung
für den Fahrer jedoch nicht ersichtlich, wenn eine Ausgestaltung gewählt
ist, in der der Fahrer die Schaltgassen nicht erkennen kann. Dies
kann beispielsweise durch einen den Schalthebel umgebenden Lederfaltenbalg realisiert
werden, aber auch durch einen Schalthebel mit kurzen, im unteren Bereich des Schalthebels
realisierten Schaltwegen, der durch eine nur leicht vergrößerte Öffnung
herausragt.
Für den Fahrer ist dann nur ein Schaltschema relevant, in dem
jeweils zwischen Tiptronic-Funktionen und Fahrerassistenzsystem-Funktionen durch
Wechsel der Rastpositionen umgeschaltet werden kann. Das Erreichen der weiteren
Fahrstufen bleibt für den Fahrer in beiden Fällen gleich. Die redundante
Umsetzung mittels der ersten, zweiten, dritten und vierten Schaltgasse muss dem
Fahrer demnach nicht mehr erläutert werden.
Zusammenfassend wird damit eine einfache Anordnung einer Vielzahl
von Funktionen erreicht, die für den Nutzer unabhängig von der redundanten
Umsetzung problemlos mittels eines einzigen Schaltschemas zu bedienen ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
der Schalthebel gegen einen Widerstand zwischen den Rastpositionen bewegbar ist.
Damit wird dem Fahrer durch ein taktiles Feedback verdeutlicht, dass er im Begriff
ist, die Bedienart zu wechseln und es wird eine gegebenenfalls mögliche Fehlbedienung
bei entlang der Verbindungsrichtung zwischen den Rastpositionen anwählbarer
Funktionen verhindert.
Zur konkreten Realisierung der Schaltgassen sind verschiedenen Möglichkeiten
denkbar. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Rastposition entlang einer
zu der ersten und der dritten Schaltgasse senkrechten Gasse liegen. Dann kann durch
Bewegen des Schalthebels nach vorne beziehungsweise hinten beispielsweise die Tiptronic-Schaltung
oder die Funktion des Fahrerassistenzsystems bedient werden, während in einer
von rechts nach links verlaufenden Gasse die Rastpositionen wechselbar sind.
Das Fahrerassistenzsystem kann dabei insbesondere ein Geschwindigkeits-
und/oder Abstandsregelsystem sein. Solche Systeme sind bereits bekannt und umfassen
beispielsweise eine einfache Geschwindigkeitsregelanlage (Tempomat) oder ein Adaptive
Cruise Control (ACC)-System, welches ein Geschwindigkeitsregelsystem und ein Abstandhaltesystem
vereinigt. Mittels Bewegung des Schalthebels in der dritten Schaltgasse kann dabei
insbesondere eine Regelgeschwindigkeit oder ein Regelabstand einstellbar sein. Von
Fahrern wird der Schalthebel insbesondere auch mit der Fahrzeuggeschwindigkeit in
Verbindung gebracht, so dass beispielsweise eine Steuerung der Regelgeschwindigkeit
für den Fahrer vorteilhafterweise intuitiv in das Schaltschema zu integrieren
ist.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Schalteinheit kann weiterhin
vorgesehen sein, dass über den Schalthebel über wenigstens eine fünfte
Schaltgasse wenigstens eine weitere Funktion eines Fahrerassistenzsystems und/oder
Getriebes anwählbar ist. Bezüglich des Getriebes ist dabei beispielsweise
an einen bestimmten Betriebsmodus (Sport, Komfort, ...) zu denken. Als eine weitere
Funktion eines Fahrerassistenzsystems ist insbesondere die „set" oder „resume"-Funktion
eines Systems zur Geschwindigkeitsregelung zu nennen. Mit der „set"-Funktion
wird die momentane Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs als Regelgeschwindigkeit übernommen,
mit der „resume"-Funktion wird eine zuvor gespeicherte Geschwindigkeit wieder
aufgenommen.
Damit ist in einer besonders vorteilhaften Kombination beispielsweise
denkbar, dass durch Bewegung des Schalthebels in der dritten Schaltgasse die Regelgeschwindigkeit
des Kraftfahrzeugs um 10 km/h erhöht beziehungsweise erniedrigt werden kann
und durch Bewegung des Schalthebels in der fünften Schaltgasse die „set"-Funktion
anwählbar ist.
Alternativ oder zusätzlich zu einer fünften Schaltgasse
kann auch vorgesehen sein, dass am Schalthebel oder der Schalteinheit wenigstens
ein weiteres der Bedienung des Fahrerassistenzsystems dienenden Schaltelement vorgesehen
ist. So kann beispielsweise für die schon erwähnten „set"- und/oder
„resume"-Funktion ein separates Schaltelement vorgesehen werden.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann dem Schalthebel
benachbart eine Anzeigevorrichtung vorgesehen sein, welche zur Anzeige einer die
gewählte Rastposition kennzeichnenden Information ausgebildet ist. Zusätzlich
oder alternativ kann an dem Schalthebel eine gegebenenfalls weitere Anzeigevorrichtung
vorgesehen sein, welche zur Anzeige einer die gewählte Rastposition kennzeichnende
Information, insbesondere auch eines Schaltschemas, ausgebildet ist. Das Schaltschema
kann jedoch mit besonderem Vorteil, da es prinzipiell in beiden Rastpositionen gleich
ist, auch einfach bereits auf dem Schalthebel oder der Schalteinheit dargestellt
sein. Die Anzeigevorrichtung, die beispielsweise als ein hinterleuchtbarer Schriftzug
oder ein Display ausgestaltet sein kann, ermöglicht es dem Fahrer, zu erkennen,
in welcher Rastposition sich der Schalthebel befindet, mithin welche Funktionen
er in der – für ihn gleichen – ersten beziehungsweise dritten
Schaltgasse anwählen kann.
Daneben betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug, umfassend eine Schalteinheit
gemäß der vorliegenden Erfindung.
Ein solches Kraftfahrzeug kann vorteilhaft weiter ausgestaltet werden,
wenn es zusätzlich ein Armaturenbrett mit einer Anzeigevorrichtung umfasst,
worauf eine die gewählte Rastposition kennzeichnende Information anzeigbar
ist. Der Fahrer kann dann in seinem normalen Blickfeld erkennen, in welcher Rastposition
sich der Schalthebel befindet, mithin also welche Bedienart gerade angewählt
ist.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand
der Zeichnungen. Dabei zeigen:
1 ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug,
2 ein Schaltschema einer erfindungsgemäßen
Schalteinheit gemäß einer ersten Ausführungsform,
3 das dem Fahrer angezeigte, vereinfachte Schaltschema
zu dem Schaltschema aus 2,
4 ein Schaltschema einer erfindungsgemäßen
Schalteinheit gemäß einer zweiten Ausführungsform,
5 das dem Fahrer angezeigte, vereinfachte Schaltschema
zu dem Schaltschema aus 4,
6 eine Aufsicht auf die erfindungsgemäße
Schalteinheit gemäß der ersten Ausführungsform, und
7 eine Ansicht des Armaturenbretts des erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeugs.
In 1 ist ein erfindungsgemäßes
Kraftfahrzeug 1 dargestellt, in das eine erfindungsgemäße Schalteinheit
2 eingebaut ist. Ferner umfasst das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug
1 ein Fahrerassistenzsystem 3, hier ein ACC-System. Ferner ist
ein Armaturenbrett 4 vorgesehen, das hinter einem Lenkrad 5 angeordnet
ist.
2 zeigt ein Schaltschema der Schalteinheit
2 in einer ersten Ausführungsform. Es ist eine erste Rastposition
6 und eine zweite Rastposition 7 vorgesehen. Aus den Rastpositionen
6 und 7 ist der hier nicht näher dargestellte Schalthebel
(21 in 6) gegen eine Rückstellkraft entlang
verschiedener Schaltgassen zur Anwahl verschiedener Funktionen bewegbar. Der unbelastete
Schalthebel befindet sich, resultierend aus der Rückstellkraft, stets in einer
der Rastpositionen 6 oder 7. Zudem kann der Schalthebel über
einen hier nur angedeuteten Widerstand 8 zwischen den Rastpositionen
6 und 7 bewegt werden. Befindet sich der Schalthebel in der ersten
Rastposition 6, so kann durch Bewegung des Schalthebels in einer ersten
Schaltgasse 9 im Tiptronic-Modus die Vorwärtsfahrstufe herauf- beziehungsweise
heruntergeschaltet werden, wie durch die Kennzeichnungen „V+" und „V–"
dargestellt ist. Zudem sind von der ersten Rastposition 6 aus weitere Fahrstufen
über zweite Schaltgassen 10, 11 und 12 anwählbar.
So ist durch Bewegung des Schalthebels in der Schaltgasse 10 eine Neutralfahrstufe
N anwählbar, durch Bewegung des Schalthebels in der Schaltgasse 11
eine Dauerfahrstufe D und durch Bewegung der Schaltgasse 12 eine Rückwärtsfahrstufe
R.
Von der zweiten Rastposition 7 aus ist der Schalthebel ebenso
gegen eine Rückstellkraft bewegbar, wobei durch den Schalthebel bei Bewegung
in einer dritten Schaltgasse 13 die Regelgeschwindigkeit des Fahrerassistenzsystems
3 um 10 km/h erhöht oder erniedrigt werden kann, wie durch die Bezeichnungen
„G+" und „G–" angedeutet ist. Ersichtlich ist die dritte Schaltgasse
13 genau wie die erste Schaltgasse 9 ausgelegt, das heißt,
die Funktionen des Fahrerassistenzsystems 3, „G+" und „G–",
sind durch dieselbe Bewegung des Schalthebels erreichbar, durch die an der ersten
Rastposition 6 die Vorwärtsfahrstufen, „V+" und „V–",
wählbar sind.
Zusätzlich sind von der zweiten Rastposition aus auch die weiteren
Fahrstufen D, N und R (D = Dauerfahrstufe, N = Neutralstufe, R = Rückwärtsfahrstufe)
jeweils über vierte Schaltgassen 14, 15 und 16 anwählbar.
Die vierten Schaltgassen 14, 15 und 16 sind dabei ersichtlich
jeweils genauso ausgelegt wie die zweiten Schaltgassen 10, 11
und 12. Das bedeutet, die weiteren Fahrstufen D, N und R sind von der zweiten
Rastposition 7 durch dieselben Bewegungen des Schalthebels erreichbar wie
von der ersten Rastposition 6 aus. Unabhängig von der Rastposition
erfolgt demnach die Anwahl der weiteren Fahrstufen D, N, R auf dieselbe Weise. Daher
muss sich der Fahrer zur Anwahl dieser Funktionen nur eine Bedienung merken, und
es muss ihm – unabhängig von der Rastposition – nur ein Bedienschema
übermittelt werden.
Zusätzlich ist im Schaltschema noch eine fünfte Schaltgasse
17 vorgesehen, über die die Funktion „set" des Fahrerassistenzsystems
3 anwählbar ist, mit der die momentane Fahrzeuggeschwindigkeit als
Regelgeschwindigkeit übernommen wird. Es ist jedoch auch denkbar, dass am Schalthebel
oder der Schalteinheit 2 wenigstens ein weiteres der Bedienung des Fahrerassistenzsystems
3 dienendes Schaltelement vorgesehen ist.
3 zeigt das 2 zugehörige,
tatsächlich dargestellte Schaltschema 18, das dem Fahrer zur Anzeige
gebracht wird. Da die erste Schaltgasse 9 und die dritte Schaltgasse
13 wie auch die zweiten Schaltgassen 10,
11 und 12 und die vierten Schaltgassen 14,
15 und 16 gleich ausgelegt sind, ist es ausreichend, dem Fahrer
ein einziges Schaltschema 18 zu präsentieren, in dem die erste Schaltgasse
9 und die dritte Schaltgasse 13 zu einer ersten Schaltmöglichkeit
19 zusammengefasst sind und die zweiten Schaltgassen 10,
11 und 12 sowie die vierten Schaltgassen 14,
15 und 16 zu zweiten Schaltmöglichkeiten 20 zusammengefasst
sind. Obwohl im Schaltschema von 2 die Anwahl der weiteren
Fahrstufen D, N und R redundant, also zweifach, vorhanden ist, ist es auch ausreichend,
für den Fahrer das vereinfachte Schaltschema 18 vorzusehen, das seine
Schaltmöglichkeiten zusammenfasst. Zusätzlich zu dem vereinfachten Schaltschema
18 wird dem Fahrer mittels einer unten näher diskutierten Anzeigevorrichtung
zur Anzeige gebracht, welche Bedienart er gerade angewählt hat, das bedeutet,
welche Funktionen er mittels der ersten Schaltmöglichkeit 19 gerade
anwählt.
4 zeigt ein alternativ zu dem Schaltschema aus
2 verwendbares Schaltschema für die Schalteinheit
2 in einer zweiten Ausführungsform. Der Einfachheit halber sind gleiche
Rastpositionen und gleiche Schaltgassen mit den selben Bezugszeichen versehen. Erneut
sind eine erste und eine zweite Rastposition 6 beziehungsweise
7 vorgesehen, zwischen denen der Schalthebel gegen einen Widerstand
8 bewegbar ist. Die erste Schaltgasse 9 zur Anwahl der Vorwärtsfahrstufen
(„V+", „V–") ist ebenso wie die dritte Schaltgasse
13 zur Anwahl der Regelgeschwindigkeit („G+", „G–"),
die zweiten Schaltgassen 10 und 12 und die vierten Schaltgassen
14 und 16 (jeweils Anwahl von N, R) unverändert. Die Neutralfahrstufe
N ist von beiden Rastpositionen 6, 7 nun auch jeweils über
weitere, gleich ausgelegte Schaltgassen erreichbar, von der Rastposition aus über
die zweite Schaltgasse 10', von der Position 7 aus über die
vierte Schaltgasse 14'. Die Dauerfahrstufe D ist nun über eine zweite
Schaltgasse 11' beziehungsweise eine vierte Schaltgasse 15' anwählbar,
das heißt, von beiden Rastpositionen 6, 7 aus muss der Schalthebel
nun zum Erreichen der Dauerfahrstufe D nach links und dann nach vorne bewegt werden,
von wo aus er wie üblich zur entsprechenden Rastposition zurückkehrt.
Eine fünfte Schaltgasse ist in diesem Ausführungsbeispiel nicht vorgesehen.
5 zeigt das entsprechende vereinfachte Schaltschema
18'. Erneut benötigt der Fahrer lediglich die Information, dass er
durch die ersten Schaltmöglichkeiten 19 eine Erhöhung beziehungsweise
Erniedrigung der Vorwärtsfahrstufe oder der Regelgeschwindigkeit erreicht und
über eine Bewegung entlang der zweiten Schaltmöglichkeiten 20
jeweils die entsprechende weitere Fahrstufe.
6 zeigt eine Aufsicht auf die erfindungsgemäße
Schalteinheit 2 gemäß der ersten Ausführungsform. Sie umfasst
einen Schalthebel 21, der entlang der in 2
gezeigten Schaltgassen bewegbar ist. Die Mechanik, die diese Bewegung erlaubt, ist
für einen Fahrer nicht ersichtlich; der Schalthebel 21 ragt aus einer
Öffnung 22 hervor. Wie in dem vergrößerten Ausschnitt
23 gezeigt, ist auf dem Schalthebel eine Darstellung des vereinfachten
Schaltschemas 18 angebracht. Es wäre jedoch genauso gut möglich,
diese Darstellung beispielsweise benachbart zu dem Schalthebel anzubringen oder
eine Anzeigevorrichtung vorzusehen, auf der das Schaltschema dargestellt ist. Im
zweiten Fall kann dann zusätzlich auch die fünfte Schaltgasse
17 dargestellt sein, wenn sie anwählbar ist.
Ferner umfasst die Schalteinheit 2 eine Anzeigevorrichtung
24 für die augenblicklich eingelegte Fahrstufe, einen Wählschalter
25 für den Parkmodus sowie benachbart zum Schalthebel 21
eine Anzeigevorrichtung 26, die zur Anzeige einer die gewählte Rastposition
kennzeichnenden Information ausgebildet ist. Die Anzeigevorrichtung 26
ist hier als ein Display ausgebildet, auf dem zur Zeit „ACC" angezeigt ist.
Der Fahrer erhält damit die Information, dass sich der Schalthebel
21 in der zweiten Rastposition 7 befindet. Mittels der ersten
Schaltmöglichkeit 19, hier der dritten Schaltgasse 13, sind
die Funktionen „+" und „–„ augenblicklich somit der
Erhöhung oder Erniedrigung der Regelgeschwindigkeit des ACC-Fahrerassistenzsystems
3 zugeordnet („G+", „G–").
Bewegt der Fahrer den Schalthebel 21 nun nach rechts über
den Widerstand 8 in die erste Rastposition 6, so erlischt die
Anzeige der Anzeigevorrichtung 26 oder es wird „Tip" dargestellt,
so dass dem Fahrer zur Kenntnis gebracht wird, dass er über die erste Schaltmöglichkeit
19, nun mittels der ersten Schaltgasse 9, die Vorwärtsfahrstufen
anwählen kann. Dazu kann weiterhin dasselbe, auf dem Schalthebel
21 dargestellte vereinfachte Schaltschema 18 verwendet werden.
Die Schalteinheit 2 umfasst zusätzlich zwei weitere
Bedienelemente 27, über die weitere Funktionen des Fahrerassistenzsystems
3, hier die Funktionen „set" und „resume" durch einfachen
Tastendruck anwählbar sind.
Die in 7 dargestellte Instrumententafel
28 stellt einen Teil des Armaturenbretts 4 des Kraftfahrzeugs
1 dar. Sie umfasst mehrere analoge Anzeigeinstrumente 29, ein
mittiges LCD-Display 30, eine neben dem LCD-Display 30 angeordnete
Anzeigevorrichtung 31 zur Anzeige der momentanen Fahrstufe und eine Anzeigevorrichtung
32 zur Anzeige der aktuellen Bedienart, also der Rastposition, in der sich
der Schalthebel 21 aktuell befindet. Im rechten Teil der Anzeigevorrichtung
32 ist hinterleuchtbar der Schriftzug „Tip" vorgesehen, im linken
Teil der Anzeigevorrichtung 32 hinterleuchtbar der Schriftzug „ACC".
Aktuell befindet sich der Schalthebel 21 in der zweiten Rastposition
7, mithin der linken Rastposition, und dient entlang der Schaltgasse
13 der Bedienung des Fahrerassistenzsystems 3, weshalb der Schriftzug
„ACC" hinterleuchtet ist. Wird der Bedienhebel 21 durch den Fahrer
in die erste Rastposition 6, also nach rechts, verschoben, so erlischt
„ACC" und „Tip" wird beleuchtet, um den Fahrer zur Kenntnis zu bringen,
dass er sich nun in der Bedienart befindet, in der er über eine Tiptronic-Schaltung
die Vorwärtsfahrstufen mittels des Bedienhebels 21 wählen kann.