Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung insbesondere zum
Einsatz in einem Schließfachblock, ein System mit einer Befestigungsvorrichtung
und ein Verfahren zum Betrieb des Systems.
Zur Aufbewahrung von Wertgegenständen, insbesondere im Badebetrieb,
ist es erwünscht, dass der Benutzer keinen Schlüssel mit sich herumtragen
muss, den er verlieren könnte.
In DE 10 2004 002 663
wird ein Schließfachblock erwähnt, der aufgrund der direkt aneinander
angeordneten Schließfächer eine kompakte Bauform ermöglicht. Allerdings
wird nichts über die Art des Verschlussmechanismus ausgeführt.
Insbesondere besteht ein Problem darin, dass bei Verwendung eines
Elektromagneten, der einen Schließbolzen bewegt, dieser Schließbolzen
einer signifikanten Haftreibung ausgesetzt ist und daher nur mit initial großem
Kraftaufwand betätigbar ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Befestigungsvorrichtung
für einen Elektromagneten anzugeben, die wirksam die Haftreibung eines über
den Elektromagneten betätigten Elements überwindet und somit die Betätigung
mit reduziertem initialem Kraftaufwand ermöglicht. Ferner ist es eine Aufgabe,
ein System mit einer Befestigungsvorrichtung und ein Verfahren zum Betrieb eines
solchen Systems anzugeben.
Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der unabhängigen
Patentansprüche gelöst. Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich auch
aus den abhängigen Ansprüchen.
Zur Lösung der Aufgabe wird eine Befestigungsvorrichtung für
einen Elektromagneten angegeben, wobei der Elektromagnet beweglich und/oder verschiebbar
mit einer ersten Einheit verbunden ist.
Hierbei kann der Elektromagnet bei Aktivierung bewegt bzw. verschoben
werden und somit die Haftreibung des von ihm aktivierten Elements überwinden
bzw. reduzieren. Das gilt in besonderem Maße falls mehrere (z.B. zwei) Elektromagneten
beweglich und/oder verschiebbar gelagert und über bspw. eine Verbindungsschiene
miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungsschiene weiterhin mit einem zu
aktivierendes Element, z.B. einem Schließbolzen, verbunden ist. Dann wird durch
die Bewegung der mehreren Elektromagneten die Haftreibung des zu aktivierenden Elements
vermindert bzw. überwunden; die mehreren Elektromagneten wirken demnach zusammen.
Eine Weiterbildung besteht darin, dass die erste Einheit mindestens
eine Führung aufweist, entlang derer der Elektromagnet beweglich und/oder verschiebbar
gelagert ist. Insbesondere kann die mindestens eine Führung mindestens ein
Langloch und/oder mindestens eine ovale Öffnung sein.
Eine Ausgestaltung ist es, dass mindestens eine zweite Einheit vorgesehen
ist, die mit dem Elektromagneten verbunden ist. Mindestens eine dritte Einheit ist
mit der ersten Einheit verbunden, wobei die mindestens dritte Einheit mit der mindestens
zweiten Einheit beweglich und/oder verschiebbar verbunden bzw. gelagert ist.
Somit kann die erste Einheit in Bezug auf den Elektromagneten bzw.
die mindestens eine dritte Einheit in Bezug auf die mindestens eine zweite Einheit
ein gewisses Spiel bzw. eine vorgegebene Bewegungsfreiheit aufweisen.
Eine andere Ausgestaltung besteht darin, dass die mindestens eine
zweite Einheit mindestens eine Führungseinheit umfasst. Vorzugsweise kann die
mindestens eine dritte Einheit mindestens eine Aufnahmeeinheit, insbesondere für
die mindestens eine Führungseinheit, umfassen.
Eine Weiterbildung ist es, dass die Aufnahmeeinheit ein Rohr mit einer
Nut, insbesondere einer Längsnut, ist, wobei die mindestens eine zweite Einheit
entlang der Nut beweglich gelagert ist.
Eine weitere Ausgestaltung besteht darin, dass die mindestens eine
dritte Einheit (mindestens eine) Feder umfasst. Anhand dieser Feder ist eine Vorspannung
der mindestens einen dritten Einheit in Bezug auf die mindestens eine zweite Einheit
vorgebbar.
Ferner kann eine Begrenzung vorgesehen sein anhand derer die Beweglichkeit
der mindestens einen zweiten Einheit in Bezug auf die mindestens eine dritte Einheit
einstellbar bzw. justierbar ist. Dabei kann die Begrenzung in Form einer Schraube,
die an unterschiedlichen Stellen der mindestens einen dritten Einheit fixiert wird
oder in Form eines Deckels ausgeführt sein.
Auch ist es eine Weiterbildung, dass die Befestigungsvorrichtung in
einem Schließfachblock einsetzbar ist.
Dabei kann der Schließfachblock mindestens ein Schließfach
umfassen, wobei das mindestens eine Schließfach eine Führungsschiene an
der Rückseite des Schließfachs aufweist, wobei die Führungsschiene
eine Öffnung aufweist. Der Schließfachblock umfasst mindestens einen Schließbolzen
für das mindestens eine Schließfach, der anhand mindestens eines Elektromagneten
betätigbar und in die Öffnung der Führungsschiene
einführbar ist.
Somit ist es möglich, dass aufgrund der Führungsschiene
an der Rückseite des Schließfachs in Kombination mit dem Schließbolzen
das Schließfach verschließbar ist und damit eine Vielzahl von Schließfächern
Platz sparend direkt aneinander angeordnet werden können.
Eine Ausgestaltung ist es, dass die Öffnung der Führungsschiene
ein (im Wesentlichen rundes oder oval geformtes) Loch oder eine Aussparung ist.
Insbesondere kann in der Aussparung bspw. durch ein bewegliches Element oder eine
abgerundete Kante die Reibung des mindestens einen Schließbolzens beim Öffnen
des Schließfachs reduziert werden.
Eine Weiterbildung besteht darin, dass die Öffnung der Führungsschiene
eine Hülse aufweist. Diese Hülse ist vorzugsweise in der Öffnung
angeordnet und enthält vorzugsweise Plastik oder Teflon. Insbesondere kann
die Hülse vollständig aus Plastik oder Teflon bestehen. Ferner kann die
Hülse in der Öffnung fixiert, z.B. in diese eingeklebt werden.
Ein Vorteil besteht darin, dass der Schließbolzen anhand des
Eingreifens in die Hülse eine deutlich verminderte Reibung überwinden
muss und somit der den Schließbolzen antreibende Elektromagnet nur eine gegenüber
einer Führungsschiene ohne Hülse reduzierte Kraft aufbringen muss.
Eine andere Weiterbildung ist es, dass die Führungsschiene ein
Material umfasst, das eine geringe (Haft-)Reibung aufweist. Insbesondere kann die
Führungsschiene aus Plastik, Telfon oder poliertem oder verchromten Metall
bestehen. Weist die Führungsschiene selbst eine ausreichend geringe Reibung
für den Schließbolzen auf, so kann die separate Hülse entfallen.
Eine andere Weiterbildung besteht darin, dass der mindestens eine
Elektromagnet außermittig entlang der Führungsschiene angeordnet ist und
mit dem mindestens einen Schließbolzen über eine Verbindungsschiene verbunden
ist.
Auch ist es eine Weiterbildung, dass zwei Elektromagneten vorgesehen
sind, wobei über jeden Elektromagneten ein Stift betätigbar ist und beide
Stifte über eine Verbindungsschiene den Schließbolzen betätigen.
Hierbei ist es von Vorteil, dass die für den Schließbolzen benötigte
Kraft, insbesondere Zugkraft zum Herausziehen aus der Öffnung der Führungsschiene
und damit zum Öffnen des Schließfachs, über die Verbindungsschiene
auf zwei Elektromagnete verteilt wird. Damit kann jeder Elektromagnet entsprechend
schwächer ausgelegt sein als wäre nur ein Elektromagnet zur Betätigung
des Schließbolzens vorhanden.
Eine Ausgestaltung besteht darin, dass an der Rückseite des Schließfachs
mindestens eine Feder angeordnet ist. Somit kann vorteilhaft das Schließfach
in dem Schließfachblock unter Spannung der mindestens einen Feder arretiert
werden. Wird der Schließbolzen gelöst, öffnet das Schließfach
durch die Federvorspannung der mindestens einen Feder. Dabei kann die mindestens
eine Feder beispielsweise mindestens eine Spiralfeder oder mindestens eine Blattfeder
umfassen. Ferner kann die Feder auch durch einen entsprechend gebogenen, zumeist
metallischen, Streifen und oder Draht realisiert werden.
Alternativ kann die mindestens eine Feder im Inneren des Schließfachblocks
angeordnet sein, so dass die Rückseite des Schließfachs anhand der mindestens
einen Feder aus dem Schließfachblock gedrückt wird.
Ferner kann die Führungsschiene eine Begrenzung aufweisen derart,
dass durch die Begrenzung die Öffnung des Schließfachs eingeschränkt
wird und das Schließfach nicht aus dem Schließfachblock herausfallen kann.
Die Begrenzung kann ausgestaltet sein als ein Bauteil, das am Ende der Führungsschiene
befestigbar ist und breiter ist als der Querschnitt der Führungsschiene. Somit
kann anhand dieser Begrenzung die Führungsschiene nicht aus der Führung
gleiten, die Öffnung des Schließfachs wird damit wirksam begrenzt.
Eine andere Ausgestaltung besteht darin, dass der mindestens eine
Elektromagnet schräg eingebaut ist. Hierbei ist es von Vorteil, dass dadurch
die Angriffsfläche des Schließbolzens entlang der Öffnung der Führungsschiene
reduziert und der Schließbolzen mit weniger Kraftaufwand aus der Öffnung
gezogen werden kann. Somit kann ein schwächerer und damit kostengünstigerer
Elektromagnet zur Aktivierung des Schließbolzens, sei es direkt oder über
eine Verbindungsschiene, eingesetzt werden.
Auch ist es eine Ausgestaltung, dass der Schließfachblock mit
einer Batterie, insbesondere einer wiederaufladbaren Batterie betreibbar ist. Optional
kann die wideraufladbare Batterie über mindestens eine Solarzelle aufgeladen
werden.
Eine Verwendung des Schließfachblocks ist es, diesen im Freien
aufzustellen, insbesondere im Zusammenhang mit einem Badebetrieb. Insbesondere kann
der Schließfachblock in der Nähe oder auf einem Strand platziert werden.
Auch wird die Aufgabe gelöst anhand eines Verfahrens zum Betreiben
des Schließfachblocks entsprechend den vorstehenden Ausführungen.
Zur Lösung der Aufgabe wird ein System angegeben, das mindestens
eine Befestigungsvorrichtung, insbesondere mindestens einen Schließfachblock
wie beschrieben umfasst. Weiterhin umfasst das System einen Rechner, insbesondere
einen Mikroprozessor, mit einer ersten Schnittstelle. Das System umfasst eine Koppeleinheit,
die über die erste Schnittstelle mit dem Rechner verbunden ist, wobei über
die Koppeleinheit anhand des Rechners Eingänge und/oder Ausgänge ansteuerbar
und/oder abfragbar sind. Das System umfasst mindestens eine Verschlusseinheit für
das mindestens eine Schließfach, wobei die mindestens eine Verschlusseinheit
anhand der Ausgänge aktivierbar und/oder ein Zustand der mindestens einen Verschlusseinheit
anhand der Eingänge abfragbar ist.
Hierbei ist es von Vorteil, dass anhand des Rechners über die
Kombination aus Koppeleinheit und Eingängen und/oder Ausgängen eine variierende
Anzahl von Schließfächern des Schließfachblocks angesteuert werden
kann. Insbesondere ist es möglich, Zustände der Schließfächer,
z.B. "geschlossen" oder "geöffnet" über die Eingänge abzufragen,
wobei gezielt über die Ausgänge die Schließfächer bspw. gesperrt
oder geöffnet werden können. Ein auf dem Rechner ablaufendes Programm
kann flexibel an äußere Gegebenheiten und variierende Sicherheitsanforderungen
angepasst werden, indem z.B. die Länge des Passworts oder die Art der Abfrage
des Passworts (z.B. mehrere Passwörter) verändert wird.
Eine Weiterbildung besteht darin, dass die erste Schnittstelle eine
Bus-Schnittstelle oder eine Netzwerkschnittstelle, z.B. eine Ethernet-Schnittstelle,
ist. Die erste Schnittstelle kann, wenn sie bspw. als Ethernet-Schnittstelle ausgeführt
ist, flexibel erweitert werden mit Komponenten, die ebenfalls das entsprechende
Kommunikationsprotokoll aufweisen. Weiterhin ist es möglich, dass die erste
Schnittstelle eine drahtgebundene oder eine Funkschnittstelle ist. Dementsprechend
kann die erste Schnittstelle als eine Wireless-LAN-Schnittstelle (WLAN) ausgeführt
sein.
Eine andere Weiterbildung ist es, dass die erste Schnittstelle des
Rechners mit der Koppeleinheit über einen Switch, d.h. insbesondere über
einen Verteiler, verbunden ist. Bspw. kann unter Verwendung eines Ethernet-Switches
die Ankopplung weiterer Komponenten an die Ethernet-Schnittstelle einfach durch
Anstecken and die vorgesehenen Buchsen des Switches erfolgen. So können insbesondere
die folgenden Komponenten mit dem Switch verbunden werden:
- – Ein Drucker,
- – eine WLAN-Bridge, insbesondere zur Anbindung des Rechners an das Internet;
- – ein weiterer Rechner.
Somit ist es von Vorteil, dass der Rechner über eine WLAN-Verbindung
an ein externes Netz, insbesondere das Internet, gekoppelt werden kann. Auch kann
eine Verbindung mit einem weiteren Rechner, sei es über die WLAN-Bridge oder
aber über einen an den Switch direkt gekoppelten weiteren Rechner, hergestellt
werden.
Eine Ausgestaltung besteht darin, dass das System einen Geldprüfer
und insbesondere eine Geldrückgabeeinheit aufweist. Anhand des Geldprüfers
wird die Eingabe von Geldmünzen und/oder Geldscheinen ermöglicht, die
Geldrückgabeeinheit ermöglicht die Rückgabe eines Wechselgeldes und/oder
die Rückgabe eines Pfands. Vorteilhaft kann das System derart ausgelegt sein,
dass nur bestimmte Geldmünzen und/oder bestimmte Geldscheine akzeptiert werden.
Insbesondere ist es möglich, dass die Rückgabeeinheit nur
für die Rückgabe eines Pfands eingesetzt wird und somit bspw. nur über
einen bestimmten Typ von Geldmünze verfügt.
Der Geldprüfer und/oder die Geldrückgabeeinheit kann/können
über den Switch mit dem Rechner verbunden sein. Alternativ ist es möglich,
dass der Rechner eine zweite Schnittstelle, insbesondere eine serielle Schnittstelle
aufweist, über die der Geldprüfer und/oder die Geldrückgabeeinheit
mit dem Rechner verbunden ist/sind.
Eine weitere Ausgestaltung ist es, dass das System eine Anzeige und/oder
eine Tatstatur umfasst, die jeweils mit dem Rechner verbunden ist/sind. Somit ist
es möglich, dass ein Benutzer Eingaben über die Tastatur vornimmt und
er Rückmeldungen über die Anzeige erhält. Vorteilhaft kann eine kompakte
und integrierte, insbesondere eine staub- bzw. spritzwassergeschützte Ausführungsform
des Rechners zusammen mit Anzeige und Tastatur eingesetzt werden, so dass ein robuster
Aufbau einen fehlertoleranten Einsatz im Freien gewährleistet.
Auch ist es eine Weiterbildung, dass auf dem Rechner ein sog. embedded
Betriebssystem abläuft bzw. ablauffähig ist. Bspw. kann auf dem Rechner
ein embedded Linux-Betriebssystem ablaufen, das über komfortable Programmierschnittstellen
und Programmierumgebungen verfügt und somit die Erstellung bzw. Umsetzung eines
Programms auf den Rechner erleichtert.
Eine andere Weiterbildung ist es, dass die Koppeleinheit ein Buskoppler
ist, der über MODBUS ansteuerbar ist. Dabei setzt der Buskoppler die MODBUS-Informationen
auf Ethernet um und umgekehrt.
Das System wird insbesondere im Freien eingesetzt, bevorzugt im Zusammenhang
mit einem Badebetrieb, bei dem vermehrt ein Bedürfnis nach
Schließfächern zur sicheren Ablage persönlicher (Wert-)Gegenstände
besteht. Gerade auf Stränden gestaltet sich der Einsatz des Systems als besonders
viel versprechend um möglichen Diebstählen vorzubeugen.
Auch wird die Aufgabe gelöst anhand eines Verfahrens zum Betreiben
des vorstehend beschriebenen Systems.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Zeichnungen dargestellt und erläutert.
Es zeigen:
1 einen Schließfachblock umfassend mehrere Schließfächer;
2 eine Skizze einer Rückseite eines Schließfachs
mit einer an der Rückseite angeordneten Führungsschiene und Federn;
3 ein Ausschnitt der Rückseite des Schließfachblocks
mit an der Rückseite angeordneten Elektromagneten, über deren Stifte eine
Verbindungsschiene und damit ein an der Verbindungsschiene angebrachter Schließbolzen
betätigbar ist;
4 eine Anordnung zur Betätigung des Schließbolzen
anhand eines im Wesentlichen mittig zur Führungsschiene angeordneten Elektromagneten;
5 eine Anordnung zur Betätigung des Schließbolzens
anhand zweier Elektromagneten;
6 eine Anordnung zur Betätigung des Schließbolzens
anhand dreier Elektromagneten;
7 eine Anordnung zur Betätigung des Schließbolzens
anhand eines außermittig zur Führungsschiene angeordneten Elektromagneten;
8 eine Skizze einer Führungsschiene mit einer
Aussparung zum Eingriff des Schließbolzens;
9 ein Blockdiagramm eines Systems mit einem Schließfachblock
umfassend einen Rechner mit einer Ethernet-Schnittstelle;
10 ein Blockdiagramm eines Systems mit einem Schließfachblock
umfassend einen Rechner mit einer Ethernet-Schnittstelle und mit einer seriellen
Schnittstelle;
11 ein Blockdiagramm, das den Ablauf des Programms
auf dem Rechner des Systems veranschaulicht;
12 ein Schnittbild durch die Montageschiene, die die
bewegliche Befestigung des Elektromagneten zeigt;
13 eine Explosionszeichnung der beweglichen Befestigung
des Elektromagneten;
14 einen Ausschnitt der Montageschiene mit Langlöchern
zur beweglichen Befestigung des Elektromagneten.
1 zeigt die Vorderseite eines Schließfachblocks
201 mit 49 Schließfächern 202.
In 2 ist eine Schrägansicht eines
Schließfachs 203 dargestellt. Das Schließfach 203 umfasst
ein im Wesentlichen rechteckiges Gehäuse zur Aufnahme von Wertgegenständen.
An der Rückseite 204 des Schließfachs 203 ist eine Führungsschiene
205 anhand einer Gewindestange 206 befestigt. Beispielhaft sind
an der Rückseite 204 des Schließfachs 203 drei Federn
207, 208 und 209 befestigt. Am Ende der Führungsschiene
205 ist eine Begrenzung 210 angebracht. Anhand dieser Begrenzung
210 wird die Öffnung des Schließfachs 203 begrenzt,
indem die Führungsschiene 205 nicht weiter als bis zu der Begrenzung
210 in einer Führung (211 in 3)
aus dem Schließfachblock 201 herausgezogen werden kann. Die Führung
211 entspricht einer Aussparung in der Rückseite des Schließfachblocks,
durch die die Führungsschiene 205 bewegt werden kann.
Weiterhin ist in 2 eine Öffnung
212 in der Führungsschiene 205 dargestellt. Diese Öffnung
212 umfasst eine Hülse 213, die vorzugsweise aus Plastik,
insbesondere aus Teflon besteht und somit die Reibung eines Schließbolzens
in der Öffnung 212 reduziert. Dadurch ist es möglich, die Aktivierung
des Schließbolzens mit weniger Energie zu erreichen, d.h. entsprechend schwächere
elektromagnetische Antriebe für den Schließbolzen zu verwenden.
In 3 ist ein Ausschnitt der Rückseite
214 des Schließfachblocks 201 dargestellt. Die Rückseite
214 umfasst für jedes Schließfach 202 bzw.
203 eine Aussparung 215, die im oberen Teil eine Führung
211 der Führungsschiene 205 darstellt. Eine Montageschiene
216 ist an der Rückseite 214 befestigt und dient der Befestigung
des Schließmechanismus 217 für das jeweilige Schließfach.
Ein Schnitt durch die Montageschiene 216 zeigt den Schließmechanismus
217, der detailliert in 4 bis 7
gezeigt und beschrieben wird. Ferner dargestellt ist in 3
die Führungsschiene 205 und die Gewindestange 206. Die Führungsschiene
205 ist mit der Begrenzung 210 verschraubt, wobei die Begrenzung
210 breiter als die Führung 211 ist und somit die Bewegung
des Schließfachs 202, 203 aus dem Schließfachblocks
201, also die Öffnung des Schließfachs 202,
203, entsprechend begrenzt.
Die in den 3 bis 7
gezeigten Elektromagneten sind insbesondere mit der Montageschiene 216
verbunden (angedeutet durch Schrauben 250).
4 zeigt eine mögliche Umsetzung des Schließmechanismus
217 aus 3 umfassend einen Schließbolzen
218, der durch einen Elektromagneten 219 bewegt wird. Der Schließbolzen
218 befindet sich in Ruhestellung gemäß 4a,
indem er über die Kraft eines Federelements 220 in der Öffnung
212 der Führungsschiene 205 gedrückt wird. Das Schließfach
ist geschlossen. Wie ausgeführt wurde umfasst die Öffnung 212
der Führungsschiene 205 vorteilhaft eine Hülse 213,
insbesondere aus Plastik oder Teflon. Eine Führungshülse 221,
die insbesondere die Materialien Plastik oder Teflon umfassen kann und bevorzugt
vollständig aus Plastik oder Teflon bestehen kann, kann ferner in einer Öffnung
222 der Montageschiene 216 angeordnet sein.
Wird der Elektromagnet 219 durch elektrischen Strom aktiviert,
so zieht er den Schließbolzen 218 entgegen der Kraft des Federelement
220 aus der Öffnung 212 der Führungsschiene
205 heraus (vergleiche 4b). Dadurch können sich die
Federn 207, 208 und 209 (siehe 2)
entspannen und das Schließfach 202 bzw. 203 springt auf.
Somit wird durch Aktivierung des Elektromagneten 219 das zugeordnete Schließfach
geöffnet. Dabei reicht es aus, den Elektromagneten 219 kurzzeitig
zu aktivieren, da durch die Federn 207 bis 209 das Schließfach
aufgestoßen wird. Wird der Elektromagnet 219 daraufhin deaktiviert,
gleitet der Schließbolzen 218 auf der Führungsschiene
205 entlang. Erst durch Zudrücken entgegen die Federkräfte der
Federn 207 bis 209 kann der Schließbolzen 218 über
das Federelement 220 wieder in die Öffnung 212 eingreifen
und das Schließfach sichern.
5 zeigt eine alternative Umsetzung des Schließmechanismus
217, wie sie auch in 3 dargestellt ist, umfassend
einen Elektromagneten 224 mit einem Stift 226 und einem Federelement
228, einen Elektromagneten 225 mit einem Stift 227 und
einem Federelement 229, einer Verbindungsschiene 230, die fest
mit den Stiften 226 und 227 und mit einem Schließbolzen
223 verbunden ist, wobei die Bewegung des Schließbolzens
223 auf die beiden Elektromagneten 224 und 225, die parallel
zueinander aktiviert bzw. deaktiviert werden, (im Wesentlichen zu gleichen Teilen)
zurückzuführen ist.
Der Schließbolzen 223 greift über die Führungshülse
221 durch die Öffnung 222 der Montageschiene 216
im deaktivierten Zustand der Elektromagneten 224 und 225 in die
Öffnung 212 der Führungsschiene 205 ein. Dabei weist
die Öffnung 212, wie beschrieben, vorzugsweise die Hülse
213 auf.
Die Funktion dieser Realisierung des Schließmechanismus
217 ist analog der Beschreibung zu 4; im Unterschied
zu 4 wird der Schließbolzen 223 nicht
direkt über einen Stift eines Elektromagneten aktiviert, sondern über
zwei Stifte 226 und 227 zweier parallel zueinander aktivierter
bzw. deaktivierter Elektromagneten 224 und 225. Damit kann vorteilhaft
jeder Elektromagnet 224 und 225 für sich deutlich schwächer
ausgelegt sein als im Beispiel von 4. Diese Ausführungsform
ermöglicht die Verwendung einfacherer und damit preisgünstigerer Elektromagneten.
Alternativ zu der in 5 gezeigten Ausführungsform
kann der Stift 226 und/oder der Stift 227 länger ausgeführt
sein derart, dass weitere Öffnungen in der Montageschiene – ggf. mit
eigenen Hülsen – vorgesehen sind und der Aufnahme des jeweiligen Stifts
dienen. Dadurch ist es möglich, dass der Schließbolzen 223 eine
zusätzliche Führung durch die Stifte 226 und 227, die
in die weiteren Öffnungen eingreifen, erhält.
In 6 ist gezeigt, dass die Aktivierung
eines Schließbolzens 231 auch durch mehrere Elektromagneten
232, 233 und 234 erfolgen kann. Dabei weist der Elektromagnet
232 einen Stift 235 und ein Federelement 238 auf, der
Elektromagnet 233 weist einen Stift 236 und ein Federelement
239 auf und der Elektromagnet 234 weist einen Stift
237 und ein Federelement 240 auf. Die Stifte 235 bis
237 sind fest mit einer Verbindungsschiene 241 verbunden. Der
Schließbolzen 231 kann als Verlängerung des Stifts
236 ausgeführt sein. Bei der beispielhaften Anordnung gemäß
6 ist der Elektromagnet 233 im Wesentlichen
mittig über der Verbindungsschiene 241 angeordnet. Im Unterschied
zu der mittigen Anordnung des Elektromagneten 219 gemäß
4 sind in 6 rechts und
links zu dem Elektromagneten 233 weitere Elektromagneten 232 und
234 vorgesehen. Die Elektromagneten 232 bis 234 werden
parallel, d.h. im Wesentlichen zusammen miteinander aktiviert bzw. deaktiviert.
Durch die Verbindung der Stifte 235 bis 237 über die Verbindungsschiene
241 wird die für das Anziehen des Schließbolzens 231,
d.h. das Herausziehen aus der Öffnung 212 der Führungsschiene
205 benötigte, Kraft von allen drei Elektromagneten 232 bis
234 bereitgestellt. Entsprechend können die Elektromagneten
232 bis 234 jeweils entsprechend leistungsschwächer ausgelegt
sein als würde der Schließbolzen 231 durch nur einen einzigen
Elektromagneten (vgl. 4) aktiviert bzw. aus der Öffnung
212 herausgezogen.
Weiterhin gezeigt ist in 6 die bereits
erläuterte Montageschiene 216 mit der Öffnung 222. Die
Öffnung 222 der Montageschiene 216 sowie die Öffnung
212der Führungsschiene 205 weisen vorteilhaft jeweils eine
Hülse 221 bzw. 213, die insbesondere aus Telfon besteht und
die Reibung des Schließbolzens reduziert, auf.
7 zeigt eine weitere Alternative für einen Schließmechanismus
217. Hier wird ein Schließbolzen 245, der an einer Verbindungsschiene
246 befestigt ist, über einen Elektromagneten 242, umfassend
einen Stift 243 und ein Federelement 244 aktiviert, wobei der
Stift 243 außermittig entlang der Führungsschiene 205
mit der Verbindungsschiene 246 verbunden ist. Auf der dem Elektromagneten
242 gegenüberliegenden Seite der Verbindungsschiene 246 ist
ein Lager 247 vorgesehen, so dass insbesondere die Verbindungsschiene
246 beweglich gelagert ist und für die Aktivierung, also das Herausziehen
des Schließbolzens 246 aus der Öffnung 212 der Führungsschiene
205 die Wirkung des Hebelgesetzes ausgenutzt wird: Der Stift
243 des Elektromagneten 242 legt einen größeren Weg
zurück als der ebenfalls mit der Verbindungsschiene 246 verbundene
Schließbolzen 245. Durch den längeren Weg ergibt sich eine reduzierte
Kraft, die anhand des Elektromagneten 242 aufgebracht werden muss. Somit
ist es möglich, auch in dieser Ausführungsform einen leistungsschwächeren
Elektromagneten zu verwenden.
Weiterhin gezeigt ist in 7 die Montageschiene
216 mit der Öffnung 222. Die Öffnung 212 der
Führungsschiene 205 weist vorteilhaft eine Hülse 213
auf.
8 zeigt die Führungsschiene 205 mit der
Öffnung 212, die vorliegend nicht als rundes oder ovales Loch sondern
generell als eine (hier bspw. rechteckige) Aussparung gezeigt ist. Ein Schließbolzen
248 greift in die Öffnung 212 ein und sperrt – wie
vorstehend ausgeführt wurde – das Schließfach. Um die Aktivierung,
also das Herausziehen des Schließbolzens 248 aus der Öffnung
anhand des (hier nicht dargestellten) Elektromagneten zu erleichtern, ist in
8 ein bewegliches Element 249, beispielhaft
eine Rolle, gezeigt. So wird die für den Elektromagneten zum Herausziehen des
Schließbolzens 248 aus der Öffnung erforderliche zu überwindende
Haftreibung deutlich reduziert.
Alternativ könnte auch die Öffnung 212 auf der
Seite des beweglichen Elements 249 nach innen abgerundet sein oder die
Rolle 249 als nicht bewegliches Element ausgeführt sein. Durch die
Reduzierung der Auflagefläche des Schließbolzens 248 ergibt sich
eine verminderte Haftreibung und somit eine erleichterte Aktivierung (Herausziehen)
des Schließbolzens.
9 zeigt ein Blockdiagramm eines Systems zum Wegsperren
von (persönlichen Wert-)Gegenständen umfassend einen Schließfachblock
101 mit mehreren Schließfächern 102, 103 und
104. Die Schließfächer werden über digitale Ein-/Ausgänge
107 angesteuert, die wiederum über eine Koppeleinheit 108
mit einem Rechner 105 über einen Ethernet-Switch 106 verbunden
sind. Der Rechner 105 adressiert mit entsprechenden Bus-Kommandos, z.B.
über das sog. MODBUS-Protokoll, die Koppeleinheit und steuert damit die Ausgänge
an oder fragt die Eingänge ab.
Über den Ethernet-Switch 106 sind ferner mit dem Rechner
105 verbunden eine WLAN-Bridge 109 und ein Drucker 110.
Der Drucker 110 eignet sich bspw. zur Ausgabe von Berichten, die WLAN-Bridge
109 kann den Rechner 105 mit dem Internet und/oder mit weiteren
Rechnern verbinden. Somit ist es möglich, dass vom Rechner 105 protokollierte
Zustände z.B. der Schließfächer oder erfolgte Zahlungen über
den Drucker 110 ausgegeben werden und/oder über die WLAN-Bridge
109, ggf. über das Internet, verschickt werden. Läuft eine Email-Client-Anwendung
auf dem Rechner 105 können unterschiedliche Protokolle oder Mitteilungen
insbesondere automatisiert via Email über das Internet verschickt werden. So
kann eine zentrale Administration des Systems Informationen über den Zustand
des Systems, insbesondere der Schließfächer, sowie Auslastung oder Umsatz
erhalten oder ggf. über die Internet-Verbindung bei dem Rechner 105
abfragen. Auf diese Art können vielfältige Möglichkeiten der Fernwartung
realisiert werden.
Das System weist ferner einen Geldprüfer 111 und eine
Geldrückgabe-Einheit 112 auf, die beide über eine Ethernet-Verbindung
via Switch 106 mit dem Rechner 105 verbunden sind. Hierzu verfügen
der Geldprüfer 111 sowie die Geldrückgabe-Einheit 112
jeweils über eine Ethernet-Schnittstelle. Alternativ können, wie in
10 gezeigt ist, beide Einheiten über einen seriellen
Bus mit dem Rechner 105 verbunden sein, sofern Geldprüfer
111 und Geldrückgabe-Einheit 112 sowie der Rechner
105 jeweils über die in 10 gezeigte serielle
Schnittstelle verfügen.
Der Geldprüfer 111 dient als Geldeingabe-Einheit, wobei
Münzen gleichermaßen wie Geldscheine angenommen werden können. Dabei
wird bei der Geldannahme die Echtheit des Geldes geprüft. Die Geldrückgabe-Einheit
112 kann über eine Geldwechselfunktionalität verfügen, d.h.
eine zu hohe Geldeingabe in den Geldprüfer 111 führt zu einer
entsprechenden Rückerstattung des zu viel entrichteten Betrags anhand der Geldrückgabe-Einheit
112. Die Geldrückgabe-Einheit 112 kann ferner derart ausgestaltet
sein, dass ein Pfandbetrag zurückgegeben wird. Eine Ausgestaltung besteht darin,
dass die Geldrückgabe-Einheit 112 nur einen (oder zwei) bestimmte(n)
Münzentyp(en) zurückgibt, und zwar in Form einer Pfandrückgabe nach
beendeter Mietdauer und Freigabe des Schließfachs.
An den Rechner 105 sind eine Anzeige 113 und eine
Tastatur 114 angeschlossen. Über die Anzeige 113 erhält
ein Benutzer eine Rückmeldung bei Interaktion mit dem Rechner 105
während die Interaktion selbst über die Tastatur 114 vorgenommen
werden kann.
Vorteilhaft ist die Einheit aus Rechner 105, Tastatur
114 und Anzeige 113 robust ausgeführt, insbesondere staub-
und spritzwassergeschützt. Auch soll die Interaktion möglichst einfach,
unkompliziert und schnell sein. Dazu eignet sich bspw. ein embedded Linux-Betriebssystem,
das auf dem Rechner 105 abläuft. Aufbauend auf diesem Betriebssystem
läuft ein Programm zur Verwaltung der Schließfächer des Schließfachblocks.
Insbesondere soll dabei der Schließfachblock im Freien einsetzbar sein, bevorzugt
auf Stränden. Die Stromversorgung des Systems kann über einen 12-Volt-Akkumulator
erfolgen (z.B. Autobatterie). Optional kann der Akkumulator über Solarzellen
aufgeladen werden.
10 entspricht 9 bis auf
die Ankopplung des Geldprüfers 111 und der Geldrückgabe-Einheit
112 über den seriellen Bus an den Rechner 105.
FUNKTIONSWEISE DES SYSTEMS:
Die Funktionsweise wie nachfolgend beschrieben ist als Ablaufdiagramm
in 11 dargestellt. Der Zustand START kennzeichnet den
Grundzustand, der Rechner zeigt auf seiner Anzeige ein Menü mit den Wahlmöglichkeiten
"Schließfach mieten", "Schließfach öffnen" und "Schließfach
zurückgeben". Daraufhin folgen jeweils Aktionen mit dem Geldprüfer
111, der Tastatur 114 oder dem Schließfach selbst, andererseits
verarbeitet der Rechner 105 die Aktionen und öffnet entweder das zugeordnete
Schließfach oder aber gibt das Pfand über die Geldrückgabe-Einheit
112 zurück. Das auf dem Rechner 105 ablaufende Programm funktioniert
beispielsweise wie folgt:
Ein Benutzer kann ein Schließfach für eine vorbestimmte Zeitdauer, bspw.
für einen Tag für eine Gebühr von 2 EURO mieten. Dazu ist die Eingabe
eines Geldbetrags von 4 EURO nötig, ein Pfand in Höhe von 2 EURO erhält
der Benutzer nach Ablauf der Mietdauer zurück.
Der Benutzer wählt über die Tastatur "Schließfach mieten"
und wird zur Zahlung der 4 EURO aufgefordert. Dann wird er anhand der Anzeige gebeten,
ein Passwort einzugeben. Das Passwort kann unterschiedlich aufgebaut sein. Hier
wird beispielhaft ein Passwort verlangt, dass zunächst 4 Zahlen und anschließend
3 bis 5 Buchstaben aufweist. Die Tastatur ist eine numerische Telefontastatur, die
Eingabe der Buchstaben erfolgt nach dem bei Telefonen bekannten Schema (Mehrbelegungen
der numerischen Tasten, z.B. Ziffer 5 aktiviert der Reihe nach die Buchstaben J,
K und L). Nach erfolgreicher Eingabe des Passwortes (7 bis 9 Stellen) öffnet
sich für den Benutzer ein Schließfach. Er kann nun seine Wertgegenstände
in das Schließfach legen und es schließen.
Möchte der Benutzer zwischenzeitlich, also vor Beendigung der
Mietdauer, sein Schließfach öffnen, kann er dies über Auswahl des
Menüs "Schließfach öffnen" erreichen. Er wird daraufhin gebeten,
sein Passwort einzugeben. Bei korrekter Eingabe des Passworts öffnet das Schließfach,
er kann auf den Inhalt zugreifen oder zusätzliche Gegenstände hinein legen
und das Schließfach wieder schließen.
Am Ende der Mietdauer wählt der Benutzer das Menü "Schließfach
zurückgeben", er gibt sein Passwort ein, das Schließfach öffnet.
In der Anzeige 114 erscheint der Hinweis "Bitte Schließfach schließen!".
Der Benutzer nimmt seine Wertgegenstände aus dem Schließfach. Er schließt
das Schließfach erhält er über die Geldrückgabe-Einheit
112 sein Pfand in Höhe von 2 EURO zurück.
Vorzugsweise ist das auf dem Rechner 105 ablaufende Programm
ein C-Programm und verwaltet alle Schließfächer des Schließfachblocks
101. Bei jedem Systemstart wird eine zufällige Reihenfolge der zu
vergebenden Fächer generiert und es werden alle angeschlossenen Komponenten
überprüft. Fächer, die nicht geschlossen sind, werden auf DEFEKT
gesetzt und nicht vermietet. Bei Fehlermeldungen anderer Komponenten, z.B. des Geldprüfers
111, wird das Programm zur Vermietung der Schließfächer nicht
gestartet.
Vergisst ein Benutzer sein Passwort, so gibt es einen ersten Service-Code
zur Öffnung eines einzelnen Fachs. Auch gibt es einen zweiten Service-Code
zur sequentiellen Öffnung aller Fächer. Der zweite Service-Code wird bspw.
aus Wartungsgründen aktiviert oder am Ende einer Mietdauer, z.B. am Ende eines
Badetages.
Wählt ein Benutzer bei der Anmietung eines Schließfachs
ein Passwort, das bereits von einem anderen Benutzer vergeben worden ist, so erfolgt
einerseits eine Anzeige, dass dieses Passwort nicht mehr vergeben werden kann. Der
Benutzer muss sich ein anderes Passwort ausdenken. Das zu dem bereits vergebenen
Passwort zugeordnete Schließfach wird gesperrt, damit ein unberechtigter Zugriff
auf dieses Schließfach vermieden wird. Der Benutzer, der dieses jetzt gesperrte
Schließfach angemietet hat, erhält Zugang zu seinen Wertgegenständen
in dem Schließfach über die Schließfachaufsicht, die z.B. den ersten
Service Code für dieses Schließfach aktiviert, nachdem vorher abgefragt
wurde, was sich in dem Schließfach befindet.
Vorteilhaft sendet der Rechner 105 über die WLAN-Bridge
109 eine Email an die Administration des Systems mit dem Inhalt, wann das
System eingeschaltet wurde. Gleichermaßen kann zu vorgegebenen Zeiten (z.B.
am Abend) eine Email geschickt werden über den Status der Schließfächer
und den Status der Einnahmen und Pfandrückgaben.
12 zeigt ein Schnittbild durch eine Montageschiene
302, die mit einem Schließfachblock 301 verbunden ist. Mit
der Montageschiene 302 ist über eine Befestigungsvorrichtung aus Führungseinheit
304 und Aufnahmeeinheit 305 ein Elektromagnet 303 beweglich
gekoppelt. Der Elektromagnet 303 aktiviert (direkt oder über eine
Verbindungsschiene ggf. mit mindestens einem weiteren Elektromagneten wie vorstehend
beschrieben) einen Schließbolzen 306. Dabei kann insbesondere ein
Federelement 220 vorgesehen sein (wie bspw. in 4
gezeigt ist). Der Schließbolzen 306 greift über eine entsprechende
Öffnung 310 in eine Führungsschiene 309 ein. Diese Führungsschiene
309 entspricht bspw. der Führungsschiene 205 in
2 bis 8.
Die Aufnahmeeinheit 305 umfasst eine Feder 307,
die auf die Führungseinheit 304 wirkt. Die Aufnahmeeinheit
305 ist ferner mit einem oberen und einem unteren Verschluss (Deckel)
308 abgeschlossen, so dass dadurch die Bewegung der Führungseinheit
304 in der Aufnahmeeinheit 305 begrenzt ist.
Eine detaillierte Darstellung der beweglichen Befestigung des Elektromagneten
303 ist in Form einer Explosionszeichnung in 13
gezeigt. Der Elektromagnet 303 übt mittels eines Stifts
313 Kraft auf eine Verbindungsschiene 312 und damit auf den Schließbolzen
306 aus. Die Verbindungsschiene 312 kann dabei entsprechend einer
der Darstellungen gemäß 5 bis 7
(siehe Bezugszeichen 230, 241 und 246) ausgeführt
sein.
Die Führungseinheit 304, hier in Form zweier Stäbe,
wird mittels Schrauben 311 über Abstandshalter 314 an dem
Elektromagneten 303 befestigt. Hierzu sind vorzugsweise Gewinde
317 in dem Elektromagneten 303 vorgesehen, die zur Fixierung der
Schrauben 311 dienen.
Die Aufnahmeeinheit 305 wird an der Montageschiene
302 (oder alternativ an dem Schließfachblock 301) mittels
mindestens einer Schraube 315 befestigt. Die Aufnahmeeinheit
305 weist zwei Rohre mit Längsnuten auf, wobei je eine Längsnut
zur Aufnahme und Führung eines Stabs dient. Entlang der Längsnuten können
die Abstandshalter 314 bewegt werden, so dass insgesamt die Stäbe
innerhalb der Rohre beweglich gelagert sind. An der Unterseite wird jedes Rohr mit
einem Verschluss 308 abgeschlossen, wobei in dem Rohr vor dem Verschluss
eine Feder 307 vorgesehen ist, die den Stab federnd lagert. Auch das obere
Ende des jeweiligen Rohrs wird mit einem Verschluss 308 abgeschlossen.
Zur Justierung der Bewegungsfreiheit des jeweiligen Stabs in dem jeweiligen Rohr
ist eine Feinjustierschraube 316 vorgesehen, die wahlweise durch eines
der Löcher 320 geschraubt wird und damit die Bewegung des Stabs in
dem Rohr nach oben beschränkt. Somit ist es möglich, den Schließbolzen
306 exakt in Bezug auf den Eingriff in die Öffnung 310 der
Führungsschiene 309 zu justieren.
14 zeigt einen Ausschnitt der Montageschiene
302 mit Langlöchern 318 zur beweglichen Befestigung des Elektromagneten.
Zur Verdeutlichung des Zusammenhangs sei hierbei auf 3
verwiesen. Dort gezeigt ist die Montageschiene 216, wobei in dem Bereich
250 die Elektromagneten (analog Ausschnitt 217) mit Schrauben
an der Montageschiene 216 fixiert sind. In 14
werden die Elektromagneten (nicht dargestellt da hinter der Montageschiene
302) beweglich entlang der Langlöcher 318 befestigt. Dies
erfolgt bspw. dadurch, dass die Gewinde im Elektromagneten über Abstandshalter,
die an der Außenseite der Montageschiene 302 angebracht und entlang
der Langlöcher verschiebbar sind, befestigt werden. Jeweils zwei dieser Befestigungen
werden über ein Verbindungsmittel 319, bspw. eine Verstrebung, miteinander
verbunden. Damit kann jeder Elektromagnet entlang der Langlöcher
318 eine Vertikalbewegung ausführen. Die Abstandshalter sind vorzugsweise
derart ausgeführt, dass diese eine geringe Reibung entlang der Montageschiene
302 aufweisen. Vorzugsweise können sie aus Plastik bestehen.
Durch die bewegliche bzw. verschiebbare Lagerung des mindestens einen
Elektromagneten ist es möglich, dass bei Aktivierung des mindestens einen Elektromagneten,
dieser entlang seiner Bewegungsfreiheit über den Stift bewegt, z.B. nach unten
gezogen, wird. Sind bspw. beide Elektromagneten gemäß der Darstellung
in 5 jeweils am Ende dieser Bewegungsmöglichkeit
(also unten) angekommen, so wird über die Federelemente 228 und
229 der Schließbolzen 223 aus der Führungsschiene herausgezogen.
Somit eignet sich die vorstehend beschriebene Ausführungsform zur Überwindung
der Haftreibung, mit der der Schließbolzen in der Führungsschiene verharrt.
- 101
- Schließfachblock
- 102
- Schließfach
- 103
- Schließfach
- 104
- Schließfach
- 105
- Rechner
- 106
- Switch
- 107
- Digitale Ein-/Ausgänge
- 108
- Koppeleinheit
- 109
- WLAN-Bridge
- 110
- Drucker
- 111
- Geldprüfer
- 112
- Geldrückgabe-Einheit
- 113
- Anzeige
- 114
- Tastatur
- 201
- Schließfachblock
- 202
- Schließfach
- 203
- Schließfach
- 204
- Rückseite des Schließfachblocks
- 205
- Führungsschiene
- 206
- Gewindestange
- 207
- Feder
- 208
- Feder
- 209
- Feder
- 210
- Begrenzung
- 211
- Führung
- 212
- Öffnung (in der Führungsschiene)
- 213
- Hülse (in der Führungsschiene)
- 214
- Rückseite des Schließfachblocks 201
- 215
- Aussparung
- 216
- Montageschiene
- 217
- Schließmechanismus
- 250
- Schrauben
- 218
- Schließbolzen
- 219
- Elektromagnet
- 220
- Federelement
- 221
- Führungshülse in der Montageschiene
- 222
- Öffnung in der Montageschiene
- 223
- Schließbolzen
- 224
- Elektromagnet
- 225
- Elektromagnet
- 226
- Stift
- 227
- Stift
- 228
- Federelement
- 229
- Federelement
- 230
- Verbindungsschiene
- 231
- Schließbolzen
- 232
- Elektromagnet
- 233
- Elektromagnet
- 234
- Elektromagnet
- 235
- Stift
- 236
- Stift
- 237
- Stift
- 238
- Federelement
- 239
- Federelement
- 240
- Federelement
- 241
- Verbindungsschiene
- 242
- Elektromagnet
- 243
- Stift
- 244
- Federelement
- 245
- Schließbolzen
- 246
- Verbindungsschiene
- 247
- Lager
- 248
- Schließbolzen
- 249
- bewegliches Element
- 250
- Schrauben
- 301
- Schließfachblock
- 302
- erste Einheit bzw. Montageschiene
- 303
- Elektromagnet
- 304
- zweite Einheit bzw. Führungseinheit
- 305
- dritte Einheit bzw. Aufnahmeeinheit
- 306
- Schließbolzen
- 307
- Feder in der Aufnahmeeinheit
- 308
- Verschluss der Aufnahmeeinheit
- 309
- Führungsschiene
- 310
- Öffnung in Führungsschiene (ggf. mit Hülse)
- 311
- Schraube für Führungseinheit
- 312
- Verbindungsschiene
- 313
- Stift
- 314
- Abstandshalter für Führungseinheit 304
- 315
- Schraube für Aufnahmeeinheit
- 316
- Feinjustierschraube
- 317
- Gewinde in Elektromagnet
- 318
- Langloch
- 319
- Verbindungsmittel
- 320
- Löcher zur Aufnahme der Feinjustierschraube