Adaptionsverfahren zur optimierten Verbrennung einer in einen Zylinder
einer Brennkraftmaschine eingespritzten Kraftstoffmenge.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Adaptionsverfahren einer Brennkraftmaschine
zur optimierten Verbrennung einer in einen Zylinder der Brennkraftmaschine eingespritzten
Kraftstoffmenge.
In einer Brennkraftmaschine wird gewöhnlich ein Luftmassensensor
eingesetzt, um die der Brennkraftmaschine bereitgestellte und bei der Verbrennung
verbrauchte Luftmasse zu bestimmen. Um den Schadstoffausstoß der Brennkraftmaschine
bestimmen und beeinflussen zu können, ist die Kenntnis des den einzelnen Zylindern
zugeführten Luft-Kraftstoff-Gemischs erforderlich. Des Weiteren ist der in
den Zylindern herrschende Druck eine wesentliche Hilfsgröße, um die Art
und die Menge der Emissionen der Brennkraftmaschine vorhersagen zu können.
Derzeit ist der Luftmassenstrom einer Brennkraftmaschine nur als ein Mittelwert
über alle Zylinder der Brennkraftmaschine bekannt, wenn nicht pro Zylinder
ein einzelner Luftmassensensor eingesetzt wird. Die Verwendung eines einzelnen Luftmassensensors
pro Zylinder ist jedoch kostenintensiv und daher für die Massenproduktion von
Fahrzeugen gerade des unteren Preissegments nicht geeignet.
Es ist jedoch allgemein bekannt, dass Toleranzen in der Zylindergeometrie
und Unterschiede in den Verdichtungsraten der einzelnen Zylinder zu ungenauen Informationen
über die tatsächlich den einzelnen Zylindern zugeführte Luftmasse
führt. Zudem ist aus diesen Informationen nicht genau ableitbar, welche Druckverhältnisse
tatsächlich in jedem einzelnen Zylinder herrschen. Diese unvollständigen
Informationen führen automatisch zu ungenauen Kenntnissen der stattfindenden
Verbrennung und des Luft-Kraftstoff-Gemischs.
Als Ergebnis der obigen Situation entsteht der Nachteil, dass die
spezifischen Bedingungen in den einzelnen Zylindern einer Brennkraftmaschine nicht
bekannt sind, um Schadstoffemissionen der Brennkraftmaschine zu reduzieren.
DE 10 2005 052 024 A1 beschreibt
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung der Einspritzmengen einer Brennkraftmaschine.
Im Rahmen dieses Verfahrens wird zunächst ein stabiler Leerlauf zustand der
Brennkraftmaschine erkannt. Innerhalb dieses Leerlaufzustands wird dann die Drehzahländerung
der Brennkraftmaschine während eines Arbeitstakts eines Zylinders ausgewertet,
um auf Grundlage dieser Informationen eine Korrektur der Einspritzmengen vornehmen
zu können.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen,
durch das die Bedingungen in der Brennkraftmaschine im Vergleich zum Stand der Technik
besser erfassbar sind, um auf dieser Grundlage die Schadstoffemissionen der Brennkraftmaschine
weiter reduzieren zu können.
Die obige Aufgabe wird durch das Adaptionsverfahren gemäß
dem unabhängigen Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
dieses Verfahrens gehen aus der folgenden Beschreibung, den Zeichnungen und den
anhängenden Ansprüchen hervor.
Das erfindungsgemäße Adaptionsverfahren einer Brennkraftmaschine
zur optimierten Verbrennung einer in einen Zylinder eingespritzten Kraftstoffmenge
umfasst die folgenden Schritte:
Erkennen einer Schubphase der Brennkraftmaschine, Bestimmen einer zeitlichen Drehzahländerung
der Brennkraftmaschine innerhalb der Schubphase und Zuordnen der zeitlichen Drehzahländerung
zu einer Zylinder spezifischen Verdichtungsphase der Brennkraftmaschine, Ermitteln
einer Zylinder spezifischen Luft/Gasfüllung ausgehend von der zeitlichen Drehzahländerung
in der Zylinder spezifischen Verdichtungsphase und Anpassen eines Zylinder spezifischen
Kraftstoff-Luft-Gemischs basierend auf der ermittelten Zylinder spezifischen Luft/Gasfüllung.
Das vorliegende Adaptionsverfahren basiert auf dem Ansatz, dass die
Luftzufuhr zu den Zylindern der Brennkraftmaschine Zylinder spezifisch betrachtet
wird, anstatt eine globale Auswertung der Luftzufuhr über alle Zylinder der
Brennkraftmaschine durchzuführen. Diese Zylinder spezifische Auswertung liefert
konkrete Ergebnisse, welche Luftmenge tatsächlich in die einzelnen Zylinder
gelangt und dann dort für eine Verbrennung zur Verfügung steht. Die Charakterisierung
der Zylinder spezifischen Luftmenge wird indirekt über einen standardmäßig
im Kraftfahrzeug installierten Sensor durchgeführt. Dies ist der Drehzahlsensor,
mit dessen Hilfe die unterschiedlichen Takte eines Zyklus der Brennkraftmaschine
analysierbar sind. Wird nämlich die Drehzahländerung der Brennkraftmaschine
bezogen auf eine Zylinder spezifische Verdichtungsphase betrachtet, erhält
man ein Maß für die in diesem Zylinder verarbeitete Luftmasse. Um die
Auswertung nach obigem Verfahren zu vereinfachen, wird die Brennkraftmaschine in
einer Schubphase untersucht. Innerhalb dieser Schubphase werden keine Kraftstoffmengen
in die einzelnen Zylinder eingespritzt, so dass über diesen Weg keine Beeinflussung
der auszuwertenden Daten zu erwarten ist. Nachdem man aus der Auswertung der Zylinder
spezifischen Drehzahländerung nähere Auskünfte über die Zylinder
spezifische Luft/Gasfüllung erhalten hat, wird die in den einzelnen Zylindern
einzuspritzende Kraftstoffmenge entsprechend angepasst, um das tatsächlich
gewünschte Kraftstoff-Luft-Gemisch in den einzelnen Zylindern
der Brennkraftmaschine zu erzielen.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des vorliegenden Adaptionsverfahrens
werden die folgenden Schritte durchgeführt: Erfassen der Drehzahl der Brennkraftmaschine
in Abhängigkeit von der Zeit und Erfassen der Zylinder spezifischen Verdichtungsphasen
der Brennkraftmaschine in Abhängigkeit von der Zeit.
Um den ermittelten Verlauf des Drehzahlsignals in obigem Adaptionsverfahren
interpretieren zu können, sind die weiteren Schritte bevorzugt: Kalibrieren
der Verdichtungsarbeit eines Zylinders in Abhängigkeit von seiner Luft/Gasfüllung,
Kalibrieren der Drehzahländerung in Abhängigkeit von der Verdichtungsarbeit
und/oder Aufstellen eines funktionellen Zusammenhangs zwischen der Drehzahländerung
und der Zylinder spezifischen Luft/Gasfüllung in der Verdichtungsphase der
Brennkraftmaschine.
Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden
unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigen:
1 eine schematische Darstellung einer Drehzahländerung
in Abhängigkeit von den einzelnen Phasen eines Arbeitszyklus einer Brennkraftmaschine
und
2 ein Flussdiagramm einer bevorzugten Ausführungsform
des vorliegenden Adaptionsverfahrens.
Eine bevorzugte Ausführungsform des vorliegenden Adaptionsverfahrens
wird am Beispiel einer Vier-Zylinder-Brennkraftmaschine beschrieben. Ein Zyklus
eines jeden Zylinders Z1, Z2, Z3, Z4 der Brennkraftmaschine unterteilt sich in eine
Einlassphase 10, eine Verdichtungsphase 20, eine Arbeitsphase
30 und eine Auslass- oder Ausstoßphase 40 (vgl.
1). Der zeitliche Ablauf dieser Phasen 10,
20, 30, 40 der Brennkraftmaschine ist allgemein bekannt.
Nummeriert man die einzelnen Zylinder Z1, Z2, Z3 und Z4 der Brennkraftmaschine
gemäß ihrer Zündfolge, durchläuft der erste Zylinder Z1 seine
Verdichtungsphase 20 zwischen den Zeitpunkten T1 und T2. Die Arbeitsphase
des ersten Zylinders Z1 wird am Zeitpunkt T2 gestartet. Gleichzeitig startet der
zweite Zylinder Z2 seine Einlassphase 10 am Zeitpunkt T1 und seine Verdichtungsphase
am Zeitpunkt T2. Die Zylinder Z3 und Z4 starten jeweils ihre Verdichtungsphase
20 an den Zeitpunkten T3 und T4. Somit durchläuft die Brennkraftmaschine
nacheinander sich aneinander anschließende Verdichtungsphasen 20 der
einzelnen Zylinder Z1, Z2, Z3, Z4. Nach dem Zeitpunkt T4 hat die Brennkraftmaschine
einen vollständigen Arbeitszyklus durchlaufen, so dass sich beginnend am Zeitpunkt
T5 der bereits bekannte Arbeitszyklus der Brennkraftmaschine und dessen zeitlicher
Ablauf wiederholt.
Weist beispielsweise die Brennkraftmaschine mehr als vier Zylinder
auf, ist ebenfalls die zeitliche Abfolge der Verdichtungsphasen 20 bestimmbar.
Für eine weitere Unterscheidung können in diesem Fall nicht nur die einzelnen
Zylinder, sondern auch die Aufteilung der Zylinder der Brennkraftmaschine auf beispielsweise
unterschiedliche Zylinderbänke genutzt werden. Somit sind die Zylinder spezifischen
Verdichtungsphasen einer Brennkraftmaschine ohne Schwierigkeiten bestimmten Zeitsignalen
zuordenbar.
Jedes Kraftfahrzeug bzw. jede Brennkraftmaschine verfügt zudem
über eine Standardausstattung zur Erfassung der Drehzahl N der Brennkraftmaschine
in Abhängigkeit von der Zeit. Die Drehzahl N wird gemäß bekannter
Verfahren gemessen, wie beispielsweise mit einem Kurbelwellen-Sensor basierend auf
dem Hall-Effekt.
Innerhalb eines Schubbetriebs der Brennkraftmaschine wird kein Kraftstoff
in die einzelnen Zylinder eingespritzt. Ein derartiger Schubbetrieb ist beispielsweise
das Bergabrollen des Kraftfahrzeugs, während sich das Getriebe nicht im Leerlauf
befindet. Somit findet innerhalb des Schubbetriebs der Brennkraftmaschine in den
Arbeitsphasen 30 der Zylinder Z1, Z2, Z3 und Z4 keine Verbrennung statt.
In dieser Arbeitsphase 30 erfolgt lediglich eine Ausdehnung der zuvor verdichteten
Luft/Gasfüllung des jeweiligen Zylinders Z1, Z2, Z3, Z4. In der Schubphase
ist somit die Verdichtungsphase 20 der einzelnen Zylinder Z1, Z2, Z3, Z4
diejenige Phase, in der der Luft/Gasfüllung der einzelnen Zylinder Z1, Z2,
Z3, Z4 Energie zugeführt wird, die zu einer Abbremsung der Brennkraftmaschine
führt. Vernachlässigt man die Energieübertragung in den anderen drei
Phasen 10, 30, 40 der Zylinder Z1, Z2, Z3, Z4 oder nimmt
man einen konstanten Drehzahlabfall an, wird im Schubbetrieb der Brennkraftmaschine
deren Drehzahl N nur durch den Energieverbrauch in den Verdichtungsphasen
20 der einzelnen Zylinder Z1, Z2, Z3, Z4 (zusätzlich) verringert.
Die Stärke der Drehzahlverminderung in der Verdichtungsphase
20 wird durch die Zylinder spezifisch zu verrichtende Verdichtungsarbeit
oder die Zylinder spezifische Verdichtungsrate bestimmt. Unterschiede in der Verdichtungsarbeit
oder Verdichtungsrate der einzelnen Zylinder Z1, Z2, Z3, Z4 im Vergleich zueinander
resultieren aus unterschiedlichen Geometrien des Zylinder spezifischen Luftpfads.
Diese unterschiedlichen Geometrien des Zylinder spezifischen Luftpfads beeinflussen
die den Zylindern Z1, Z2, Z3, Z4 zugeführten Luftmassen. Die
obigen Unterschiede ergeben sich beispielsweise aus Herstellungstoleranzen, Strömungseinflüssen
im Luftpfad und Alterungserscheinungen der Brennkraftmaschine, um nur einige Beispiele
zu nennen.
Ist die zu verrichtende Verdichtungsarbeit oder Verdichtungsrate in
einem der Zylinder Z1, Z2, Z3, Z4 größer als in einem anderen Zylinder
der Brennkraftmaschine, führt dies zu einem stärkeren Drehzahlabfall im
Zeitfenster der Zylinder spezifischen Verdichtungsphase 20 in der Schubphase
der Brennkraftmaschine. Dies ist am Bezugszeichen 70 in 1
dargestellt. Befindet sich die Brennkraftmaschine im Schubbetrieb, verringert sich
die Drehzahl N mit der Zeit t. Misst man dies über alle Zylinder Z1, Z2, Z3,
Z4 gemeinsam, ergibt sich ein stetiger Drehzahlabfall, der durch die gepunktete
Linie 50 in 1 dargestellt ist. Für die
gepunktete Linie 50 ist somit dN/dt < 0.
Da die zeitliche Folge der unterschiedlichen Zylinder spezifischen
Phasen 10, 20, 30 bekannt ist (siehe oben), ist aus dem
ebenfalls über die gesamte Zeit t gemessenen Drehzahlsignal N auch die Drehzahländerung
in den Zylinder spezifischen Verdichtungsphasen 20 der Brennkraftmaschine
bestimmbar. Da der Energieverbrauch von Einlass- 10, Arbeits-
30 und Auslassphase 40 als konstant angenommen wird (siehe oben),
ergeben sich Schwankungen bei der Drehzahlabnahme durch unterschiedliche Zylinder
spezifische Verdichtungsraten bzw. unterschiedlich große Zylinder spezifische
Luftmengen, die in den unterschiedlichen Zylindern Z1, Z2, Z3, Z4 verdichtet werden.
Dieser Zusammenhang ist durch die durchgezogene Linie 60 und die eingekreisten
Bereiche 70 in 1 veranschaulicht. Der Bereich
70 bezeichnet die Verdichtungsphase 20 des Zylinders Z2 und die
daraus resultierende Zylinder spezifische Drehzahländerung im Zeitfenster zwischen
T2 und T3. Für einen Zylinder mit höherer Verdichtungsarbeit ist somit
die Drehzahlabnahme größer als für einen Zylinder mit niedrigerer
Verdichtungsarbeit.
Vergleicht man daher die Drehzahlabnahme in den Zylinder spezifischen
Verdichtungsphasen 20 der Brennkraftmaschine, ergeben sich Unterschiede
in den Zylinder spezifischen Verdichtungsraten bzw. in der Zylinder spezifischen
Verdichtungsarbeit der einzelnen Zylinder Z1, Z2, Z3, Z4 der Brennkraftmaschine
im Vergleich zueinander. Nutzt man diese Informationen, um die in den Zylindern
Z1, Z2, Z3, Z4 vorhandene Menge an Luft/Gas und den wirkenden Zylinder spezifischen
Druck zu bestimmen und anzupassen, wird auf diese Weise das Zylinder spezifische
Luft-Kraftstoff-Gemisch optimiert und dadurch die schädlichen Abgase reduziert.
Zuzuführende Zylinder spezifische Luft- und Kraftstoffmengen werden auf dieser
Grundlage genauer eingestellt, was sich positiv auf die Verbrennungseffektivität,
-temperatur, die Zusammensetzung der Abgase der Brennkraftmaschine und die Kontrolle
des spezifischen Zylinderverhaltens auswirkt.
Ein Flussdiagramm einer bevorzugten Ausführungsform des obigen
Adaptionsverfahrens ist in 2 dargestellt. Nach dem
Start des Adaptionsverfahrens erfolgt zunächst in einem ersten Schritt S1 ein
Erkennen einer Schubphase der Brennkraftmaschine, innerhalb derer das Adaptionsverfahren
durchgeführt wird. Innerhalb dieser Schubphase wird die Drehzahl der Brennkraftmaschine
in Abhängigkeit von der Zeit mit ausreichender Genauigkeit für das Adaptionsverfahren
erfasst (Schritt S6). Die erfasste Drehzahl N in Abhängigkeit von der Zeit
stellt die Grundlage dar, um die Drehzahländerung dN/dt in Abhängigkeit
von der Zeit zu berechnen (Schritt S2). Dieser Schritt wird beispielsweise in einer
Motorsteuerung der Brennkraftmaschine realisiert.
Um die Drehzahländerung in den Zylinder spezifischen Verdichtungsphasen
20 auswerten zu können, wird das zeitliche Auftreten der Zylinder
spezifischen Verdichtungsphasen 20 der Brennkraftmaschine erfasst bzw.
erkannt. Es ist ebenfalls denkbar, dass die Zeitpunkte der Zylinder spezifischen
Verdichtungsphasen 20 der Brennkraftmaschine aus einer Motorsteuerung ausgelesen
werden (Schritt S7). Basierend auf der bekannten Drehzahländerung in Abhängigkeit
von der Zeit und dem zeitlichen Auftreten der Zylinder spezifischen Verdichtungsphasen
20 werden im Schritt 53 die zeitlichen Drehzahländerungen
den Zylinder spezifischen Verdichtungsphasen 20 zugeordnet.
Ausgehend von obiger Zuordnung ermittelt das Adaptionsverfahren die
Zylinder spezifische Luft/Gasfüllung basierend auf der zugeordneten zeitlichen
Drehzahländerung der Zylinder spezifischen Verdichtungsphasen 20 (Schritt
S4). Die Zylinder spezifischen Luft/Gasfüllung ist beispielsweise auf Grundlage
eines funktionellen Zusammenhangs zwischen der Drehzahländerung in der Zylinder
spezifischen Verdichtungsphase 20 und der Zylinder spezifischen Luft/Gasfüllung
bestimmbar. Sie erfordert, dass dieser funktionelle Zusammenhang aufgestellt und
beispielsweise in der Motorsteuerung der Brennkraftmaschine abgelegt wird (Schritt
S10).
Gemäß einer Alternative des vorliegenden Adaptionsverfahrens
basiert der funktionelle Zusammenhang auf einem Kalibrieren der Verdichtungsarbeit
in Abhängigkeit von der Luft/Gasfüllung der einzelnen Zylinder (Schritt
S8). Es ist des Weiteren denkbar, die Drehzahländerung der Brennkraftmaschine
in Abhängigkeit von der Verdichtungsarbeit eines Zylinders zu kalibrieren (Schritt
S9). Auf Grundlage der obigen Kalibrierschritte S8, S9 ist somit der funktionelle
Zusammenhang zwischen der Drehzahländerung der Brennkraftmaschine
und der Zylinder spezifischen Luft/Gasfüllung in der Verdichtungsphase mit
ausreichender Genauigkeit beschreibbar.
Nachdem die Zylinder spezifische Luft/Gasfüllung ermittelt worden
ist (Schritt S4), geht diese Information in die Gestaltung der Zylinder spezifischen
Verbrennung der Brennkraftmaschine ein. Zu diesem Zweck wird ein Zylinder spezifisches
Kraftstoff/Luft-Gemisch basierend auf der Zylinder spezifischen Luft/Gasfüllung
angepasst (Schritt S5). Dieses Anpassen wird bevorzugt gemäß unterschiedlicher
Alternativen durchgeführt. Gemäß Schritt S11 erfolgt ein Anpassen
der Kraftstoff-Einspritzmenge. Gemäß Schritt S12 werden die Ventilzeiten
für den Lufteinlass angepasst. Gemäß Schritt S13 erfolgt ein Anpassen
der Druckverhältnisse im Lufteinlasstrakt des jeweiligen Zylinders. Gemäß
einer weiteren Alternative erfolgt ein Anpassen der Geometrie des Lufteinlasses,
sofern diese veränderbar ist (Schritt S14).
Im Folgenden sind die einzelnen Schritte des Adpationsverfahrens gemäß
2 noch einmal zusammenfassend aufgelistet:
S1 Erkennen einer Schubphase
S2 Bestimmen der Drehzahländerung in Abhängigkeit von der
Zeit
S3 Zuordnen der zeitlichen Drehzahländerung zu den Zylinder spezifischen
Verdichtungsphasen
S4 Ermitteln einer Zylinder spezifischen Luft/Gasfüllung basierend
auf der zugeordneten zeitlichen Drehzahländerung
S5 Anpassen eines Zylinder spezifischen Kraftstoff-Luft-Gemischs basierend
auf der Zylinder spezifischen Luft/Gasfüllung
S6 Erfassen der Drehzahl in Abhängigkeit von der Zeit
S7 Erkennen des zeitlichen Auftretens der Zylinder spezifischen Verdichtungsphasen
der Brennkraftmaschine
S8 Kalibrieren der Verdichtungsarbeit in Abhängigkeit von der
Luft/Gasfüllung eines Zylinders
S9 Kalibrieren der Drehzahländerung in Abhängigkeit von
der Verdichtungsarbeit
S10 Aufstellen eines funktionellen Zusammenhangs zwischen der Drehzahländerung
und der Zylinder spezifischen Luft/Gasfüllung in der Verdichtungsphase
S11 Anpassen der Kraftstoff-Einspritzmenge
S12 Anpassen der Ventilzeiten für den Lufteinlass
S13 Anpassen der Druckverhältnisse im Lufteinlasstrakt
S14 Anpassen der Geometrie des Lufteinlasses