Die Erfindung betrifft eine Einspritzanlage für eine Brennkraftmaschine
und eine Brennkraftmaschine.
Zum Einspritzen von Kraftstoffen in Brennräume einer Brennkraftmaschine,
insbesondere einer Diesel-Brennkraftmaschine, kommen Einspritzanlagen zum Einsatz,
die in den letzten Jahren immer mehr als so genannte „Common-Rail"-Anlagen
ausgeführt sind. Bei diesen werden die in den Brennräumen angeordneten
Injektoren aus einem gemeinsamen Kraftstoffspeicher, dem Common-Rail, mit Kraftstoff
versorgt. Der einzuspritzende Kraftstoff liegt dabei derzeit im Kraftstoffspeicher
unter einem Druck von bis zu 2000 Bar vor.
Einspritzanlagen für Brennkraftmaschinen weisen Pumpen auf, mittels
derer Kraftstoff gefördert wird, um in Brennräume der Brennkraftmaschine
eingebracht zu werden. Derartige Einspritzanlagen für Brennkraftmaschinen stellen
hohe Anforderungen an die Genauigkeit des zur Einspritzung des Kraftstoffs in die
Brennräume der Brennkraftmaschine erforderlichen Einspritzdrucks.
Dies ist besonders wichtig, da immer strengere Gesetzesvorschriften
bezüglich der zulässigen Schadstoffemissionen von Brennkraftmaschinen,
die in Kraftfahrzeugen angeordnet sind, erlassen werden. Diese machen es erforderlich,
diverse Maßnahmen vorzunehmen, durch welche die Schadstoffemissionen gesenkt
werden. So ist beispielsweise die Bildung von Ruß stark abhängig von der
Aufbereitung des Luft-/Kraftstoff-Gemisches in dem jeweiligen Zylinder der Brennkraftmaschine.
Dabei ist es vorteilhaft für die Senkung der Schadstoffemissionen, wenn der
Kraftstoff sehr präzise in den Zylinder eingespritzt werden kann.
Als weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Schadstoffemissionen
von Kraftfahrzeugen sind in Brennkraftmaschinen Abgasnachbehandlungssysteme im Einsatz,
die die Schadstoffemissionen, die während des Verbrennungsprozesses des Luft-/Kraftstoff-Gemisches
in dem jeweiligen Zylinder erzeugt werden, in unschädliche Stoffe umwandeln.
Insbesondere bei Diesel-Motoren kommen hierzu Partikelfilter, vorzugsweise Russfilter
zum Einsatz. Diese müssen bei einer bestimmten Beladung mit Partikeln wieder
regeneriert werden.
Aus dem Fachbuch „Lexikon Motorentechnik", Herausgeber Richard
van Basshuysen/Fred Schäfer, 1. Auflage, April 2004, Friedrich Vieweg & Sohn
Verlag, Wiesbaden, Seite 808, ist die Regeneration von Russfiltern für eine
Brennkraftmaschine, insbesondere einen Dieselmotor, bekannt. Zur Regeneration des
Russfilters wird dieser mittels heißer Abgase frei gebrannt. Trockener Ruß
brennt jedoch erst bei Temperaturen oberhalb von 550 Grad Celsius ausreichend schnell
ab. Da die Abgastemperaturen hierfür in der Regel nicht ausreichen, müssen
zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden. Um eine Verbrennung des Rußes
zu ermöglichen, kommen zum einen aktive Regenerationssysteme zum Einsatz. Bei
diesen wird durch ein Auslösesignal Energie freigesetzt, um die Abgastemperatur
anzuheben und so den Ruß zuverlässig zu verbrennen. Dies geschieht beispielsweise
mittels eines Brenners, einer elektrischen Beheizung, einer Späteinspritzung
oder durch katalytische Verbrennung. Zum anderen können dem Kraftstoff Additive
beigemischt werden, welche die Reaktionstemperatur absenken.
Aus der EP 1 296 060 B1
ist eine Einspritzanlage für eine Brennkraftmaschine bekannt, mit einer Vorförderpumpe,
mit der Kraftstoff aus einem Kraftstofftank zur Saugseite einer Hochdruckpumpe gefördert
werden kann. Eine der Vorförderpumpe hydraulisch nachgeschaltete Hochdruckpumpe
fördert Kraftstoff dann in einen Kraftstoffspeicher, von wo aus er dann an
mit dem Kraftstoffspeicher hydraulisch gekoppelte Injektoren verteilt werden kann.
In der Einspritzanlage sind Regelventile angeordnet, durch die bei geeigneter Ansteuerung
in dem Kraftstoffspeicher ein vorgegebener, von den Betriebsparametern der Brennkraftmaschine
abhängiger Druck erreicht werden kann.
In der Offenlegungsschrift DE 40 09
201 ist ein Abgassystem mit einem Partikelfilter und einem Regenerierungsbrenner
offenbart, bei dem ein Brenner mit einem Flammenrohr vorgesehen ist, dessen Heißgasaustritt
in der Form von mehreren Öffnungen vorgesehen ist. Diese Öffnungen sind
in einer oder mehreren Ebenen angeordnet, die parallel zur Eintrittsfläche
des Partikelfilters liegen. Durch die Aufteilung in mehrere Teilheißgasströme
wird die Vermischung mit den Abgasen derart verbessert, dass unmittelbar nach dem
Flammenrohr eine nahezu homogene Temperatur herrscht, wodurch der Partikelfilter
sehr nahe an den Brenner angeordnet werden kann.
Ferner ist in der internationalen Offenlegungsschrift WO 01/88346
A1 ist eine Vorrichtung zur Abgasbehandlung iener Brennkraftmaschine mit einem Partikelfilter
bekannt. Die Vorrichutng beinhaltet einen katalytischen Brenner, der zwischen der
Brennkraftmaschine und dem Partikelfilter angeordnet ist.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einspritzanlage für eine
Brennkraftmaschine und eine Brennkraftmaschine zu schaffen, durch die ein Betrieb
der Brennkraftmaschine mit sehr geringen Schadstoffemissionen und ein einfacher
Aufbau der Einspritzanlage ermöglicht werden.
Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen
Patentansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Gemäß eines ersten Aspekts zeichnet sich die Erfindung aus
durch eine Einspritzanlage für eine Brennkraftmaschine, mit mindestens einem
mit einem Kraftstoffspeicher hydraulisch gekoppelten Injektor, mit dem Kraftstoff
einspritzbar ist in einen Brennraum eines Zylinders der Brennkraftmaschine, einer
Hochdruckpumpe zum Fördern von Kraftstoff aus einem Kraftstofftank in den Kraftstoffspeicher,
einer stromabwärts der Hochdruckpumpe und stromaufwärts des Kraftstoffspeichers
angeordneten Rücklaufleitung, die ausgebildet ist zum Rückführen
von Kraftstoff von der Hochdruckpumpe und/oder dem Injektor in den Kraftstofftank
und einer von der Rücklaufleitung abzweigenden Abzweigleitung, die hydraulisch
gekoppelt ist mit einem Abgastraktinjektor, mit dem Kraftstoff in einen Abgastrakt
der Brennkraftmaschine einspritzbar ist.
Dies ist besonders vorteilhaft, da es damit möglich ist, auf
ein zusätzliches Förderaggregat, wie beispielsweise eine elektrische Förderpumpe
zur Versorgung des Abgastraktinjektors, zu verzichten. Es kann vielmehr die bisher
eingesetzte Hochdruckpumpe in der Einspritzanlage für die Versorgung des Abgastraktinjektors
mit Kraftstoff genutzt werden, ohne diese verändern zu müssen. Insbesondere
kann über die Abzweigleitung, die mit dem Abgastraktinjektor hydraulisch gekoppelt
ist, Kraftstoff für den Abgastraktinjektor abgezweigt werden, ohne damit die
Förderleistung der Hochdruckpumpe zu beeinträchtigen.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die
Rücklaufleitung eine Injektorrücklaufleitung des mindestens einen Injektors.
Dies hat den Vorteil, dass keine Veränderung der Vorförderpumpen-/Hochdruckpumpen-Anordnung
erforderlich ist. Des Weiteren ist eine Bereitstellung von durch die Injektoren
nicht benötigten Kraftstoffs für den Abgastraktinjektor möglich.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
ist die Rücklaufleitung eine stromabwärts der Hochdruckpumpe und stromaufwärts
des Kraftstoffspeichers abzweigende Pumpenrücklaufleitung. Dies ist vorteilhaft,
da ein ansonsten vorhandenes Druckbegrenzungsventil der Vorförderpumpe entfallen
kann. Außerdem ist eine Bereitstellung eines konstanten Drucks am Abgastraktinjektor
auch im Falle fehlender Einspritzung an den Injektoren möglich.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
zweigt die Abzweigleitung in der Rücklaufleitung an einer Abzweigstelle ab
und stromabwärts der Abzweigstelle und stromaufwärts des Kraftstofftanks
ist ein Rückschlagventil angeordnet. Dies ist besonders vorteilhaft, da es
damit möglich ist, ein definiertes Druckniveau für den Abgastraktinjektor
bereitzustellen.
Gemäß eines zweiten Aspekts zeichnet sich die Erfindung
aus durch eine Brennkraftmaschine mit einer Einspritzanlage, wobei der Abgastrakt
einen Partikelfilter aufweist und strömungstechnisch mit dem Brennraum koppelbar
ist, und der Abgastraktinjektor stromabwärts des Brennraums und stromaufwärts
des Partikelfilters angeordnet ist.
Dies ist besonders vorteilhaft, da damit Kraftstoff stromaufwärts
des Partikelfilters in den Abgastrakt der Brennkraftmaschine eingespritzt und so
die Abgastemperatur erhöht werden kann, um so den Partikelfilter zu regenerieren.
Des Weiteren zeichnet sich eine derartige Brennkraftmaschine durch einen einfachen
Aufbau aus.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind nachfolgend anhand
der schematischen Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
1 ein Blockschaltbild einer Einspritzanlage für
eine Brennkraftmaschine in einer ersten Ausführungsform,
2 ein Blockschaltbild der Einspritzanlage für
eine Brennkraftmaschine in einer zweiten Ausführungsform,
3 ein Blockschaltbild der Einspritzanlage für
eine Brennkraftmaschine in einer weiteren Ausführungsform, und
4 eine schematische Ansicht einer Brennkraftmaschine.
Elemente gleicher Konstruktionen oder Funktionen sind figurenübergreifend
mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
Die in der 1 dargestellte Einspritzanlage
für eine Brennkraftmaschine 50 (4) weist
einen Kraftstofftank 10 auf, aus dem mittels einer Vorförderpumpe
12 Kraftstoff gefördert wird. Die Vorförderpumpe 12
ist mit Vorzug als Flügelzellenpumpe ausgeführt. Es kann jedoch auch eine
andere Pumpenart, z. B. eine Zahnradpumpe oder eine Gerotorpumpe für die Vorförderung
verwendet werden. Die Vorförderpumpe 12 kann mit einer nicht dargestellten
Antriebswelle, die mit einer Motorwelle der Brennkraftmaschine 50 gekoppelt
ist, mechanisch angetrieben werden. Alternativ ist es jedoch auch möglich,
eine elektrisch betriebene Vorförderpumpe einzusetzen, wodurch
eine Steuerung der Förderleistung der Vorförderpumpe 12 unabhängig
von der Förderleistung weiterer Pumpen möglich ist.
Stromabwärts der Vorförderpumpe 12 ist eine Hochdruckpumpe
14 zur Förderung des Kraftstoffs in einen Kraftstoffspeicher
16 angeordnet. Der Kraftstoffspeicher 16 ist mit der Hochdruckpumpe
14 über eine Kraftstoffspeicherzuleitung 44 hydraulisch gekoppelt.
Die Hochdruckpumpe 14 kann vorzugsweise als Radialkolbenpumpe oder als
Reihenkolbenpumpe mit mehreren Zylindereinheiten ausgebildet sein, wie sie zum Einsatz
in Einspritzanlagen von Brennkraftmaschinen bekannt sind.
Der Kraftstoffspeicher 16 ist des Weiteren über Leitungen
mit einem Injektor 18 oder mehreren Injektoren 18 hydraulisch
gekoppelt. Jedem der Injektoren 18 ist ein Brennraum 53 der Brennkraftmaschine
50 zugeordnet und jeder kann so angesteuert werden, dass Kraftstoff in
den Brennraum 53 eingespritzt wird. Durch die Hochdruckpumpe
14 kann der Kraftstoff, der mittels der Injektoren 18 in die Brennräume
53 der Brennkraftmaschine 50 eingespritzt werden soll, einen hohen
Einspritzdruck erreichen.
Überschüssiger Kraftstoff kann von den Injektoren
18 über eine Injektorrücklaufleitung 46 zum Kraftstofftank
10 zurückgeführt werden.
Zwischen der Vorförderpumpe 12 und der Hochdruckpumpe
14 ist ein Volumenstromsteuer-/regelventil 22 angeordnet, mit
dem der Kraftstofffluss von der Vorförderpumpe 12 in die Hochdruckpumpe
14 einstellbar ist. Mittels eines Drucksensors 25, durch den der
Kraftstoffdruck in dem Kraftstoffspeicher 16 bestimmt werden kann, sowie
gegebenenfalls in Abhängigkeit von weiteren Eingangsgrößen, kann
das Volumenstromsteuer-/regelventil 22 so angesteuert werden, dass eine
niederdruckseitige Regelung des der Hochdruckpumpe 14 zugeführten
Kraftstoffstroms möglich ist.
Die Hochdruckpumpe 14 ist mittels einer stromabwärts
der Hochdruckpumpe 14 und stromaufwärts des Kraftstoffspeichers
16 abzweigenden Pumpenrücklaufleitung 19 mit einem Druckregelventil
20 verbunden, das vorzugsweise abhängig von dem vom Drucksensor
25 ermittelten Kraftstoffdruck im Kraftstoffspeicher 16 angesteuert
wird. Bei Überschreiten eines vorgegebenen Kraftstoffdrucks in dem Kraftstoffspeicher
16 kann das Druckregelventil 20 öffnen und ein Teil des von
der Hochdruckpumpe 14 geförderten Kraftstoffs kann über die Pumpenrücklaufleitung
19 in den Kraftstofftank 10 zurückgeführt werden.
Stromabwärts der Vorförderpumpe 12 und stromaufwärts
des Volumenstromsteuer-/-regelventils 22 zweigt eine Spülleitung
29 ab, die ausgangsseitig in das Gehäuse der Hochdruckpumpe
14 mündet, so dass es möglich ist, das Gehäuse der Hochdruckpumpe
14 während des Betriebs mit Kraftstoff zu spülen. Damit kann
eine Kühlung und Schmierung der Hochdruckpumpe 14 bewirkt werden.
Der zu Spülungszwecken verwendete Kraftstoff kann anschließend vom Gehäuse
der Hochdruckpumpe 14 über eine Spülrücklaufleitung
35 in den Kraftstofftank 10 zurückgeführt werden.
In der Spülleitung 29 sind weiterhin eine Spülleitungsdrossel
34 und hydraulisch in Serie hierzu ein Spülleitungsventil
32 angeordnet. Die Spülleitungsdrossel 34 kann den Kraftstoffstrom
durch die Spülleitung 29 begrenzen.
Durch das Spülleitungsventil 32 kann der über die
Spülleitung 29 abzweigende Kraftstoffstrom freigegeben werden, wenn
ein vorgegebener Kraftstoffdruck an der Ausgangsseite der Vorförderpumpe
12 überschritten wird. Dabei muss sichergestellt sein, dass die Spülung
der Hochdruckpumpe 14 erst dann einsetzt, wenn der Betriebsdruck der Hochdruckpumpe
14 erreicht ist. Dies ist erforderlich, da nur so sichergestellt werden
kann, dass nicht Kraftstoff über die Spülleitung 29 abgezweigt
wird, so lange der Druckaufbau an der Ansaugseite der Hochdruckpumpe 14
noch nicht abgeschlossen ist. Damit kann erreicht werden, dass der Druckaufbau an
der Ansaugseite der Hochdruckpumpe 14 nicht verzögert wird.
Zum Schutz der in der Einspritzanlage angeordneten Aggregate, insbesondere
der Pumpen 12, 14 und der Steuerventile 22,
20 sind an geeigneten Stellen Filter 36, 40 angeordnet.
So ist zum Schutz der Vorförderpumpe 12 hydraulisch zwischen dem Kraftstofftank
10 und der Vorförderpumpe 12 ein erster Filter
36 vorgesehen. Des Weiteren ist zum Schutz des Druckregelventils
20 ein zweiter Filter 40 angeordnet.
Das Druckregelventil 20 ist in der Pumpenrücklaufleitung
19 angeordnet, die ausgangsseitig mit der Injektorrücklaufleitung
46 des mindestens einen Injektors 18 gekoppelt ist. Die Spülrücklaufleitung
35, die Pumpenrücklaufleitung 19 und die Injektorrücklaufleitung
46 von den Injektoren 18 sind vorzugsweise zum Kraftstofftank
10 zurückgeführt.
An einer Abzweigstelle 41 stromabwärts der Hochdruckpumpe
14 und stromaufwärts des Kraftstofftanks 10 zweigt von der
Pumpenrücklaufleitung 19 eine Abzweigleitung 42 ab, die mit
einem Abgastraktinjektor 47 hydraulisch gekoppelt ist. Mit dem Abgastraktinjektor
47 kann Kraftstoff in einen Abgastrakt 56 der Brennkraftmaschine
50, wie sie weiter unten beschrieben wird, eingespritzt werden. Stromabwärts
der Abzweigstelle 41 ist ein Rückschlagventil 48 angeordnet,
das so eingestellt werden kann, dass ein ausreichender Druck am
Abgastraktinjektor 47 anliegt.
Zwischen dem Eintritt in den Kraftstofftank 10 und dem Austritt
aus dem Kraftstofftank 10 ist eine Tanküberbrückungsleitung
49 angeordnet, über die aus der Pumpenrücklaufleitung
19 und/oder der Injektorrücklaufleitung 46 zurückfließender
Kraftstoff direkt zum ersten Filter 36 geführt werden kann.
In 4 ist die Brennkraftmaschine
50 gezeigt, mit einem Ansaugtrakt 51, einem Motorblock
52, einem Zylinderkopf 54 und dem Abgastrakt 56. Der
Ansaugtrakt 51 umfasst vorzugsweise eine Drosselklappe 58, einen
Sammler 60 und ein Saugrohr 62. Das Saugrohr 62 ist hin
zu einem Zylinder Z1 über einen Einlasskanal in den Brennraum 53 des
Motorblocks 52 geführt. Der Motorblock 52 umfasst ferner
eine Kurbelwelle 64, welche über eine Pleuelstange 66 mit
einem Kolben 68 des Zylinders Z1 gekoppelt ist.
Der Zylinderkopf 54 umfasst ein Gaseinlassventil
70 und ein Gasauslassventil 72 sowie den Injektor 18.
In dem Abgastrakt 56 ist ein Partikelfilter 88 angeordnet.
Der Partikelfilter 88 ist vorzugsweise ein Russfilter. Stromabwärts
des Brennraums 53 und stromaufwärts des Partikelfilters
88 ist der Abgastraktinjektor 47 angeordnet, mit dem Kraftstoff
in den Abgastrakt 56 eingespritzt werden kann.
Neben dem Zylinder Z1 sind bevorzugt noch weitere Zylinder Z2 bis
Z4 vorgesehen. In weiteren (nicht dargestellten) bevorzugten Ausführungsformen
weist die Brennkraftmaschine fünf, sechs oder acht Zylinder auf.
Im Folgenden soll die Funktion der Einspritzanlage für die Brennkraftmaschine
50 beschrieben werden:
Die Vorförderpumpe 12 fördert Kraftstoff aus dem Kraftstofftank
10, wobei Verunreinigungen im ersten Filter 36 zwischen dem Kraftstofftank
10 und der Vorförderpumpe 12 zurückgehalten werden können.
Der Kraftstoff gelangt dann zu dem Volumenstromsteuer-/regelventil 22.
Durch das Volumenstromsteuer-/regelventil 22 wird der Hochdruckpumpe
14 so viel Kraftstoff zur Verfügung gestellt, wie vom Kraftstoffspeicher
16 benötigt wird.
Mittels der Hochdruckpumpe 14 wird der Kraftstoff über
die Kraftstoffspeicherzuleitung 44 an den Kraftstoffspeicher
16 geliefert. Vom Kraftstoffspeicher 16 wird der Kraftstoff den
Injektoren 18 zugeführt, und von diesen in die Brennräume
53 der Brennkraftmaschine 50 eingespritzt.
Der für den Kraftstoffspeicher 16 erforderliche Kraftstoffdruck
wird durch das Druckregelventil 20 festgelegt. Steigt der Druck in der
Kraftstoffspeicherzuleitung 44 und damit im Kraftstoffspeicher
16 zu stark an oder soll der Druck im Kraftstoffspeicher 16 gezielt
verringert werden, so kann mittels des Druckregelventils 20 Kraftstoff
in den Kraftstofftank 10 abgelassen werden. In den Kraftstofftank wird
weiter Kraftstoff aus der Spülrücklaufleitung 35 und der Injektorrücklaufleitung
46 von den Injektoren 18 zurückgeführt.
Über die Tanküberbrückungsleitung 49 kann
aus der Pumpenrücklaufleitung 19 und/oder der Injektorrücklaufleitung
46 zurückfließender Kraftstoff direkt zum ersten Filter
36 geführt werden. Dies ist insbesondere deshalb vorteilhaft, da der
aus der Pumpenrücklaufleitung 19 und/oder der Injektorrücklaufleitung
46 zurückfließende Kraftstoff eine höhere Temperatur aufweisen
kann als der aus dem Kraftstofftank 10 geförderte Kraftstoff. Bei
niedrigen Umgebungstemperaturen kann so ein unbehinderter Kraftstoffstrom durch
den ersten Filter 36 erreicht werden.
Die Förderleistung der mechanischen Vorförderpumpe
12 wie auch der Hochdruckpumpe 14 wird von der Antriebsdrehzahl
der Pumpen bestimmt. Die Antriebsdrehzahl der Vorförderpumpe 12 und
der Hochdruckpumpe 14 wird durch das Verhältnis der Drehzahl der jeweiligen
Pumpe zur Drehzahl des Motors vorgegeben.
In der Startphase der Brennkraftmaschine 50 ist das Spülleitungsventil
32 geschlossen, so dass ein Druckaufbau auf der Ansaugseite der Hochdruckpumpe
14 erfolgen kann. Das Hubvolumen der Vorförderpumpe 12 ist
deutlich größer gewählt als das Fördervolumen der Hochdruckpumpe
14, um so beim Start einen ausreichenden Förderstrom zur Ansaugseite
der Hochdruckpumpe 14 zu gewährleisten. Ist der Druckaufbau auf der
Ansaugseite der Hochdruckpumpe 14 abgeschlossen, so öffnet das Spülleitungsventil
32. Der von Vorförderpumpe 12 zur Spülung der Hochdruckpumpe
14 über die Spülleitung 29 und die Spülrücklaufleitung
35 abgezweigte Kraftstoffstrom kann nun in der Spülrücklaufleitung
35 einen so hohen Druck erreichen, dass damit auch ein Beitrag zur Versorgung
des Abgastraktinjektors 47 mit Kraftstoff aus der Spülrücklaufleitung
35 ermöglicht ist.
Eine gezielte Erhöhung der Abgastemperatur, um eine Regeneration
des Partikelfilters 88 zu unterstützen, wird vorzugsweise in einem
Teillastbetrieb oder im Volllastbetrieb der Brennkraftmaschine 50 durchgeführt.
Dazu ist es nötig, über die Abzweigleitung 42 Kraftstoff zum
Abgastraktinjektor 47 zu führen. Die Einspritzanlage ist so ausgelegt,
dass in einem Volllastbetrieb der Brennkraftmaschine 50 ein maximal benötigter
Kraftstofffördervolumenstrom der Hochdruckpumpe
14 sichergestellt ist. In allen anderen Arbeitspunkten der Brennkraftmaschine
50 ist es ausreichend, wenn die Hochdruckpumpe 14 einen im Vergleich
dazu geringeren Kraftstofffördervolumenstrom fördert.
Durch die Versorgung des Abgastraktinjektors 47 mit Kraftstoff
aus der Einspritzanlage kann vermieden werden, dass weitere Bauteile, wie z. B.
eine elektrische Kraftstoffpumpe, die beispielsweise im Kraftstofftank angeordnet
sein kann, für die Versorgung des Abgastraktinjektors 47 mit Kraftstoff
notwendig sind.
Die in 2 dargestellte Ausführungsform
der Einspritzanlage unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform dadurch,
dass die mit dem Abgastraktinjektor 47 hydraulisch gekoppelte Abzweigleitung
42 an der Abzweigstelle 41 von der Injektorrücklaufleitung
46 abzweigt. Das Rückschlagventil 48 zum Einstellen eines
ausreichenden Drucks am Abgastraktinjektor 47 ist stromabwärts der
Abzweigstelle 41 in der Injektorrücklaufleitung 46 angeordnet.
Des Weiteren ist die Vorförderpumpe 12 ausgangsseitig
mit einem Vordrucksteuerventil 28 hydraulisch gekoppelt. Bei einem Überschreiten
eines vorgegebenen Kraftstoffdrucks an der Ausgangsseite der Vorförderpumpe
12 kann damit ein Teil des von der Vorförderpumpe 12 geförderten
Kraftstoffs zur Ansaugseite der Vorförderpumpe 12 zurückgeführt
werden. Dadurch kann der Kraftstoffdruck an der Ausgangsseite der Vorförderpumpe
12 begrenzt werden.
Bei dieser Ausführungsform kann der von den Injektoren
18 zurückfließende Kraftstoff für den Abgastraktinjektor
47 genutzt werden. Die Einspritzanlage kann damit unverändert mit
dem üblicherweise vorhandenen Vordrucksteuerventil 28 betrieben werden.
Die in der 3 dargestellte Ausführungsform
der Einspritzanlage unterscheidet sich von der Ausführungsform der
2 dadurch, dass die mit dem Abgastraktinjektor
47 hydraulisch gekoppelte Abzweigleitung 42 an der Abzweigstelle
41 stromabwärts der hydraulischen Vereinigung der Injektorrücklaufleitung
46 und der Pumpenrücklaufleitung 19 abzweigt. Das Rückschlagventil
48 zum Einstellen eines ausreichenden Drucks am Abgastraktinjektor
47 ist stromabwärts der Abzweigstelle 41 und stromaufwärts
des Kraftstofftanks 10 angeordnet. Die Funktionsweise der Einspritzanlage
entspricht im Wesentlichen der Ausführungsform der Einspritzanlage der
2.
Diese Ausführungsform ist besonders vorteilhaft, wenn die Druckverhältnisse
in der Injektorrücklaufleitung 46 und der Pumpenrücklaufleitung
19 im Wesentlichen übereinstimmen, da in diesem Fall ansonsten in
beiden Rücklaufleitungen 19, 46 erforderliche Komponenten
(wie z.B. Ventile) nur noch einmal benötigt werden.