Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Monooxiden
in Form von feinteiligen Partikeln, wie sie in feinteiligen Pulvern verwendet werden.
Solche feinteiligen Pulver weisen typischerweise Partikel mit einer
mittleren Korngröße von 10 nm bis 50 &mgr;m auf. Im Weiteren wird unter
feinteiligen Partikeln eine Partikelgröße von < 50 &mgr;m verstanden.
Definitionsgemäß wird damit der spezielle Bereich der so genannten Nanopartikel
(Partikelgröße < 100 nm) mit eingeschlossen. Weiterhin werden Pulver
mit einem mittleren Partikeldurchmesser < 50 &mgr;m als feinteilige Pulver
bezeichnet.
Zur Herstellung von feinteiligen Pulvern haben sich im Wesentlichen
die folgenden Herstellungsverfahren etabliert; chemische Herstellung in Lösungen
(z.B. Sol-Gel-Methode), Herstellung im Plasma, Herstellung aus der Gasphase (Aerosolprozess).
Je nach Einsatzgebiet der Nanoteilchen ist meist eine genau definierte und enge
Partikelgrößenverteilung erforderlich. Abhängig von der chemischen
Natur der gewünschten Nanoteilchen eignet sich das eine oder andere Verfahren
besser, um ein gutes Ergebnis zu erreichen. Meist liefern Verfahren in Lösung
oder Verfahren der Selbstorganisierung die besten Ergebnisse, sind aber großtechnisch
nur schwer oder gar nicht durchführbar.
Oxid- oder Mischoxid-Pulver werden im Wesentlichen mit folgenden Verfahren
hergestellt: Mischen, Trocknen und nachfolgende thermische Zersetzung von Oxide,
Carbonaten Nitraten, Acetaten, Chloriden o.a. Salzen (Festkörper-Reaktion);
Kofällung sowie nachfolgende Trocknung und Kalzinierung; Sol-Gel-Technik; Hydrolyse
von Alkoxiden; Plasma-Sprühverfahren; Sprühpyrolyse wässriger und
organischer Salzlösungen.
Die so genannte Sprühpyrolyse gehört zu den Aerosolverfahren,
die durch Versprühen von Lösungen oder Dispersionen in einen durch unterschiedliche
Art und Weise erhitzten Reaktionsraum (Reaktor) sowie die Bildung und Abscheidung
von Feststoffpartikeln gekennzeichnet sind. Im Gegensatz zur Sprühtrocknung
mit Heißgastemperaturen < 300°C finden bei der Sprühpyrolyse als
Hochtemperaturprozess außer der Verdampfung des Lösungsmittels zusätzlich
die thermische Zersetzung der verwendeten Edukte (z. B. Salze) sowie die Neubildung
von Stoffen (z. B. Oxide, Mischoxide) statt. Durch Unterschiede in der Wärmeerzeugung
und -übertragung, der Zuführung von Energie und Aufgabeprodukt, der Art
der Aerosolerzeugung und der Art der Partikelabscheidung gibt es eine Vielzahl von
Verfahrensvarianten, die auch durch verschiedene Reaktor-Bauarten gekennzeichnet
sind. Zu nennen sind hier beispielsweise die Ausführungsformen Heißwandreaktor,
Flammenpyrolyse-Reaktor und Heißgas-Reaktor bzw. Pulsationsreaktor. Die genannten
Reaktoren können aufgrund der sehr kurzen Verweilzeiten unter der Rubrik Kurzzeitreaktoren
zusammengefasst werden.
Das Pulsationsreaktor-Verfahren unterscheidet sich von den oben beschriebenen
Verfahren grundsätzlich dadurch, dass der Heißgasstrom durch eine pulsierende
Verbrennung erzeugt wird, dass das Aufgabematerial durch eine thermoschockartige
Zersetzungsreaktion in wenigen Millisekunden umgewandelt wird, dass die hohen Strömungsturbulenzen
der pulsierenden Verbrennung einen erhöhten Wärmeübergang erzeugen,
der entscheidend für den Ablauf der Phasenreaktion im Material und für
einen vollständigen Umsatz innerhalb kurzer Verweilzeiten ist, und dass der
mögliche spezifische Materialdurchsatz gegenüber den anderen genannten
Verfahren deutlich höher ist und dass die Partikelgröße und die spezifische
Oberfläche der Partikel durch die Wahl der Edukte und der Prozessparameter
einstellbar ist.
Das Wirkprinzip des Pulsationsreaktors gleicht dabei dem eines akustischen
Hohlraumresonators, der aus einer Brennkammer, einem Resonanzrohr, das einen gegenüber
der Brennkammer deutlich verminderten Strömungsquerschnitt aufweist besteht.
Aus der WO 02/072471 bzw. aus der DE
10 2004 044 266 A1 sind Pulsationsreaktoren bekannt. Bei den dort beschriebenen
Pulsationsreaktoren ist die Brennkammer eingangsseitig mit einem oder mehreren Aeroventilen
zum Eintritt von Brenngasgemischen ausgestattet. Der Brennstoff sowie die notwendige
Verbrennungsluft gelangen gemeinsam (vorgemischt in einer vorgeschalteten Mischkammer)
über die Ventile in die Brennkammer, werden dort gezündet, verbrennen
sehr schnell und erzeugen eine Druckwelle in Richtung des Resonanzrohres, da der
Gaseintritt durch aerodynamische Ventile bei Überdruck weitgehend verschlossen
wird. Durch ein infolge der Verbrennung in das Resonanzrohr ausströmendes Heißgas
wird der Überdruck in der Brennkammer reduziert, so dass durch die Ventile
neues Brenngasgemisch nachströmt und selbst zündet. Dieser Vorgang des
Schließens und Öffnens der Ventile durch Druck und Unterdruck erfolgt
selbstregelnd periodisch. Der pulsierende Verbrennungsprozess in der Brennkammer
setzt mit der Ausbreitung einer Druckwelle im Resonanzrohr Energie frei und regt
dort eine akustische Schwingung an. Derartige pulsierende Strömungen sind durch
einen hohen Turbulenzgrad gekennzeichnet. Die hohen Strömungsturbulenzen verhindern
den Aufbau einer Temperaturhülle um sich aus der Rohstoffmischung bildende
Partikel, wodurch ein höherer Wärmeübertrag, d.h. eine schnellere
Reaktion bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen, möglich ist. Die dadurch
bedingten kurzen Verweilzeiten der Partikel im Reaktor führen
zu einem besonders hohen Materialdurchsatz. Typischerweise liegt die Verweilzeit
bei weniger als einer Sekunde. Zudem erreicht ein besonders großer Anteil der
gebildeten Partikel eine gewünschte sphärische Form. Die schnelle Reaktion
führt weiterhin bei der Ausbildung der festen Phase der Partikel zu einem hohen
Anteil an Gitterfehlordnungen und infolgedessen zu einer hohen Reaktivität
der Partikel.
Die mittels des Pulsationsreaktor-Verfahrens hergestellten feinteiligen
Pulver zeichnen sich deshalb gegenüber anderen Verfahren durch eine hohe Reaktivität,
aufgrund der extrem kurzen Verweilzeit und dem damit verbundenen hohen Grad an Gitterfehlordnungen,
aus.
Die Partikelgröße der feinteiligen Pulver, hergestellt via
Pulsationsreaktor, lässt sich prinzipiell über die Anpassung der Rohstoffmischung
sowie über prozesstechnische Parameter gezielt, wenn auch im begrenzten Maße,
beeinflussen. So gelingt es für einige Produkte die Partikelgröße
gezielt an die Anforderungen der Applikation anzupassen. Bei anderen Produktgruppen
können jedoch bestimmte mittlere Korngrößenbereiche nicht abgedeckt
werden. Aus der DE 10 2005 002 659 A1
ist es beispielsweise bekannt, Mischoxidpulver mit einer mittleren Partikelgröße
von 0,1 &mgr;m bis 1 &mgr;m im Pulsationsreaktor herzustellen.
Die herkömmlichen mittleren Partikelgrößen von hergestellten
Mischoxid- bzw. von Monooxid-Pulvern mittels Pulsationsreaktor unterscheiden sich
prinzipiell von einander. Während bei Mischoxiden eine mittlere Partikelgröße
von 100 nm bis 2 &mgr;m, in Abhängigkeit von der eingesetzten Rohstoffmischung,
resultieren, werden bei Monooxiden Pulver mit mittlerer Partikelgröße
von 20 nm bis 50 nm und somit < 50 nm erhalten.
Durch die Wahl von höheren Prozesstemperaturen treten typischerweise
Sintererscheinungen auf, die mit einem Kornwachstum sowie der Ausbildung von so
genannten „Sinterhälsen" einhergehen. Durch hohe Temperaturen gelingt
es teilweise, die Partikelgröße auch für Oxide in den Bereich bis
300 nm zu verschieben. Die Partikel sind aber aufgrund der Sinterhalsbildung uneben
und porös. Die gebildeten Agglomerate weisen dabei eine harte Bindung auf,
da die Agglomeration nunmehr aufgrund des Zusammenwachsens der Partikel über
die Sinterhälse, also durch die Ausbildung einer keramischen Bindung, bestimmt
wird. Dieser Effekt ist für viele Anwendungen unerwünscht, dort nur höchstens
leicht agglomerierte Partikel für benötigt. Entsprechend gelingt die Herstellung
von sphärischem Monooxid-Pulver, im Gegensatz zu Mischoxiden, und von Monooxid-Pulver
mit einer mittleren Partikelgrößenverteilung von 100 nm bis 5 &mgr;m
derzeit nicht. Lediglich Mischoxid-Pulver können aufgrund ihres anderen Partikelbildungsverhaltens
in diesem thermischen Prozess im Pulsationsreaktor in diesem mittleren Korngrößenbereich
hergestellt werden.
Ein weiterer Nachteil aus dem technischen Betrieb ist, dass die Partikelgrößenverteilung
relativ breit ist. Als typisches Beispiel ist zu nennen, dass feinteilige Pulver
mit einer mittleren Partikelgröße von 100 nm sowohl 20 nm große Partikel
als auch welche bis zu 3 &mgr;m aufweisen. Zwar kann über prozesstechnische
Parameter wie Art der Düse sowie Düsendruck sowie über Anpassung
der Rohstoffmischung durch Hilfsstoffe die Partikelgrößenverteilung beeinflusst
werden, dennoch können die Anforderungen an eine enge Partikelgrößenverteilung
nicht erfüllt werden.
Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass es über das derzeitige
Pulsationsreaktorverfahren bei Monooxiden nicht gelingt, jeden beliebigen Partikelgrößenbereich
gezielt herzustellen. Vielmehr resultieren bei der derzeitigen Herstellung mittlere
Partikelgrößen von 20 nm bis 50 nm, wobei die derzeitige Partikelgrößenverteilung
breiter ist als für bestimmte Anwendungen notwendig. Bereits die Partikelform
dieser Partikel im Bereich von 20 nm bis 50 nm weichen deutlich von der sphärischen
Form ab, die aber für bestimmte Anwendungen bevorzugt wird. Gröbere Monooxid-Partikel
können nur aufgrund von Sintererscheinungen erzeugt werden, wobei dadurch die
Partikelform vollkommen von der sphärischen Form abweicht und sich die Partikelgrößenverteilung
nochmals verbreitert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein verbessertes
Verfahren zur Herstellung von feinteiligen Monooxid-Pulvern anzugeben, welche Partikel
mit verbesserten Eigenschaften aufweisen. Darüber hinaus ist eine besonders
geeignete Vorrichtung zur Herstellung von Monooxid-Pulvern anzugeben. Ferner sind
besonders feinteilige Monooxide anzugeben.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des
Anspruchs 18.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von
Monooxiden in Form von feinteiligen Partikeln werden eine Rohstoffmischung aus mindestens
einer Rohstoffkomponente und mindestens einer mit der Rohstoffmischung nicht mischbaren
Komponente hergestellt. Die Rohstoffmischung wird als Rohstoffdispersion, insbesondere
als Rohstoffemulsion, in einen Heißgasstrom eines thermischen Reaktors
mit pulsierender Verbrennung, auch Pulsationsreaktor genannt, eingebracht, wo die
Partikel aus der Rohstoffmischung mit einer mittleren Partikelgröße von
10 nm bis 50 &mgr;m gebildet werden.
Die resultierende mittlere Partikelgröße der mittels pulsierender
Verbrennung im Pulsationsreaktor über das erfindungsgemäße Verfahren
hergestellten Monooxide unterscheidet sich von der mittleren Partikelgröße
herkömmlich hergestellter Monooxide. Während bei bekannten Monooxiden
eine mittlere Partikelgröße von 20 nm bis 50 nm erzielt wird, werden bei
aus den erfindungsgemäßen Monooxiden hergestellten Pulvern größere
mittlere Partikelgrößen von größer 50 nm, insbesondere von größer
100 nm erhalten. Je nach Rohstoffmischung kann die Partikelgröße in einem
Bereich von 10 nm bis 50 &mgr;m variieren. Überraschenderweise zeichnen sich
die gebildeten Partikel durch eine deutlich enger Partikelgrößenverteilung
gegenüber der herkömmlichen Herstellung aus, die insbesondere bei einer
mittleren Partikelgröße von 100 nm eine Verteilung in einem Bereich von
50 nm bis 100 nm, vereinzelnd bis 150 nm aufweist. Zudem zeichnen sich die mittels
des erfindungsgemäßen Verfahrens gebildeten Partikel durch eine besonders
sphärische Partikelform aus.
Somit resultiert bei der Herstellung von Monooxiden, zum Beispiel
die Herstellung von ZnO, Al2O3, SiO2, ZrO2
oder CeO, am Pulsationsreaktor ein sehr feinteiliges Pulver, welches nur geringe
Agglomerationen aufweist. Unter Monooxide wird im Weiteren die Verbindung höchstens
eines chemischen Elementsmit den Ordnungszahlen 11 bis 52, insbesondere eines metallischen
Elements oder eines Übergangselements mit Sauerstoff verstanden. Dabei hat
sich überraschenderweise gezeigt, dass die Agglomeration auf Anlagerung von
feinteiligen Partikeln allein auf Grund ihrer hohen spezifischen Oberfläche
und nicht durch Sinterprozesse basiert. Die bevorzugte erreichte mittlere Partikelgröße
von > 50 nm, insbesondere von 100 nm bis 1 &mgr;m für die Partikel von
Monooxiden wird durch entsprechende Einstellungen von Prozessparametern der pulsierenden
Verbrennung und Aufgabe der Rohstoffmischung als Rohstoffdispersion mit zumindest
einer nicht mischbaren Komponente erzielt. Überraschenderweise gelingt die
Herstellung von sphärischem Monooxid-Pulver mit einer besonders kugelförmigen
Oberfläche und geringer Partikel- oder Korngrößenverteilung.
Festgestellt wurde, dass die über eine Dispersion, insbesondere
einer Emulsion, vordefinierte Tröpfchengröße maßgeblich die
Partikelgröße der resultierenden feinteiligen Pulver bestimmt. Dies gilt
auch dann, wenn beispielsweise durch feines Zerstäuben der Rohstofflösung
in den Pulsationsreaktor mittels Düse eine Tröpfchengrößenverteilung
in den Heißgasstrom eingebracht wird. Diese Tröpfchengrößenverteilung
wird zunächst von den Düsenparametern bzw. weiteren prozesstechnischen
Parametern in diesem Beispiel bestimmt. Durch die Vordefinierung der Tröpfchengröße
in einer solchen Rohstoffmischung treten die genannten Einflussgrößen
der Düse bzw. der prozesstechnischen Parameter jedoch in den Hintergrund zu
Gunsten der eingestellten Partikelgröße der Emulsion bzw. Dispersion.
Erfindungsgemäß wird aus Rohstoffkomponenten eine Rohstoffmischung
hergestellt, die zumindest alle Bestandteile der zu bildenden festen Partikel beinhaltet.
Für den Spezialfall, dass nur eine Rohstoffkomponente benötigt wird, findet
hier dennoch der Begriff Rohstoffmischung Anwendung. Die aus den Rohstoffkomponenten
gebildete Rohstoffmischung kann dabei sowohl als Feststoff, beispielsweise in Form
eines feinteiligen Pulvers als auch selbst in Form einer Dispersion bzw. Emulsion
oder einer Lösung oder einer Suspension oder eines Gels vorliegen, wobei durch
Hinzufügen einer weiteren mit der Rohstoffmischung nicht mischbaren Komponente
eine Rohstoffdispersion, insbesondere eine Rohstoffemulsion, hergestellt und in
den Heißgasstrom eingebracht wird.
Unter einer Dispersion soll ein Gemenge aus mindestens zwei Stoffen
verstanden werden, die nicht oder kaum miteinander mischbar sind. Einer der Stoffe
(disperse Phase/hier die Rohstoffmischung, die alle Komponenten zur Bildung der
festen Partikel enthält) wird dabei möglichst fein in einem anderen der
Stoffe (Dispergens, hier beispielsweise Petroleumbenzin) verteilt. Eine Suspension
ist eine Dispersion bei der die disperse Phase ein Feststoff und das Dispergens
eine Flüssigkeit ist. Unter einer Emulsion wird ein fein verteiltes Gemenge
zweier verschiedener (normalerweise nicht miteinander mischbarer) Flüssigkeiten
ohne sichtbare Entmischung verstanden. Die so genannte innere Phase (disperse Phase)
liegt dabei in kleinen Tröpfchen verteilt in der so genannten äußeren
Phase (kontinuierliche Phase, Dispersionsmittel, Dispergens) vor. Emulsionen gehören
somit zu den dispersen Systemen, sind also ein Spezialfall einer Dispersion. Ein
weiterer Bestandteil aller Emulsionen ist ein Emulgator, der die Energie der Phasengrenze
senkt und so einer Entmischung entgegenwirkt. Zur Stabilisierung nicht mischbarer
Flüssigkeiten können grenzflächenaktive Substanzen (Emulgatoren,
Tenside, etc.) hinzugegeben werden. Sie verhindern, dass sich das Gemenge wieder
in seine Bestandteile trennt. Dieses so genannte "Brechen der Emulsion" erfolgt,
da die große Grenzflächenenergie durch Zusammenfließen der Tröpfchen
verringert wird. Tenside verringern diese Grenzflächenenergie und stabilisieren
somit die Emulsion. Um die für die Dispergierung oder Emulgierung benötigte
Arbeit in das Medium einzutragen, gibt es eine ganze Reihe bekannter Methoden wie
zum Beispiel: schnelle Rührwerke, Hochdruckhomogenisatoren, Schüttler,
Vibrationsmischer, Ultraschallgeneratoren, Emulgierzentrifugen,
Kolloidmühlen oder Zerstäuber.
Da Dispersionen (z.B. Emulsionen) dazu neigen, sich zu entmischen,
ist der Einsatz von Hilfsstoffe zur Stabilisierung der Rohstoffdispersion vorteilhaft.
Die Partikelgröße und die Partikelgrößenverteilung
hängen maßgeblich von der Tröpfchengröße der gebildeten
Rohstoffdispersion oder Rohstoffemulsion ab. Die Tröpfchengröße bzw.
die Tropfengrößenverteilung innerhalb einer Dispersion oder Emulsion werden
wesentlich von den eingesetzten Rohstoffen beeinflusst. So beeinflusst beispielsweise
die Oberflächenspannung, sowohl der inneren als auch der äußeren
Phase, maßgeblich die Tröpfchengröße in der Dispersion, z.B.
in der Emulsion. Reduziert man beispielsweise die Oberflächenspannung der inneren
Phase, wobei die innere Phase alle Komponenten zur Bildung der gewünschten
feinteiligen Partikel beinhaltet, resultiert eine niedrigere Tropfengröße
dieser inneren Phase und respektive eine geringere Partikelgröße des feinteiligen
Endproduktes. Die Beeinflussung der Oberflächenspannung erreicht man beispielsweise
zweckmäßiger Weise durch die Wahl eines geeigneten Tensides. Weiterhin
können zur Einstellung der Tröpfchengröße und zur Stabilisierung
der Dispersion wie der Emulsion Emulgatoren zugegeben werden. Die Zugabe von einem
oder mehreren Tensiden und/oder Emulgatoren, z. B. in Form eines Fettalkoholethoxylates
in einer Menge von 1 Masse-% bis 10 Masse-%, vorzugsweise 3 % bis 6 % bezogen auf
die Gesamtmenge der Rohstoffmischung bewirkt beispielsweise die Ausbildung feinerer
Partikel mit besonders ebenmäßigerer Kugelform. Dabei können als
Emulgatoren Sorbitan-Fettsäure-Derivate oder besonders vorteilhaft ein Gemisch
aus diesen mit einem herkömmlichen statistischen Copolymer enthaltend mindestens
ein Monomer mit einer hydrophilen und mindestens ein Monomer mit einer hydrophoben
Seitenkette und einem Molekulargewicht zwischen 1000 und 50.000, bevorzugt zwischen
2000 und 20.000. Das Verhältnis von hydrophoben zu hydrophilen Seitenketten
beträgt dabei vorzugsweise 4:1 bis 2:3.
Die Rohstoffdispersion als Emulsion hat bei Verwendung eines solchen
Emulgator-Gemisches eine verbesserte Stabilität. Dies führt zur Vereinfachung
des technologischen Ablaufes, zur Verbesserung der Pulvermorphologie sowie zur Erhöhung
der Reproduzierbarkeit der Pulvereigenschaften.
Eine weitere Möglichkeit die resultierende Partikelgröße
der feinteiligen Monooxid-Pulver zu beeinflussen, besteht über den Feststoffgehalt
(Konzentration der Komponenten, die die festen Partikel bilden) der Rohstoffmischung,
insbesondere deren Lösung oder Dispersion. Die Rohstoffmischung in fester Form
oder selbst als Lösung oder Dispersion liegt erfindungsgemäß in Tröpfchenform
fein verteilt in der hergestellten Rohstoffdispersion vor. Die flüchtigen Komponenten
der Rohstoffmischung (also der fein verteilten Tröpfchen), wie zum Beispiel
Lösungsmittel, entweichen im thermischen Prozess im Pulsationsreaktor. Damit
reduziert sich das Volumen der Tröpfchen und folglich der festen Partikel.
Ein hoher Anteil an zum Beispiel Lösungsmittel und entsprechend einem niedrigen
Feststoffanteil führt zu Partikeln mit niedrigerer mittlerer Partikelgröße.
Die genannte Form der Rohstoffmischung mit einer nicht mischbaren
Komponente als Rohstoffdispersion, insbesondere eine Rohstoffemulsion, eignet sich
zur Aufgabe in den thermischen Reaktor, z.B. durch Einsprühen, Einleiten oder
Einblasen. In vorteilhafter Weise kann die Beeinflussung der Partikelgröße
neben der Variation von Prozessparametern am Pulsationsreaktor so auch über
die gezielte Beeinflussung der Rohstoffdispersion, insbesondere der Rohstoffemulsion
oder Rohstoffsuspension erfolgen.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
werden zu einer flüssigen Rohstoffmischung zusätzlich eine oder mehrere,
nicht mit dieser Rohstoffmischung mischbare flüssige Dispergensien als Komponenten
zugegeben. Die Rohstoffmischung wird mittels mechanischer Scherkräfte, zum
Beispiel in einem Hochdruck-Homogenisator, zu Tröpfchen dispergiert und mit
Hilfsstoffen stabilisiert. Vorzugsweise besteht das Dispergens beim erfindungsgemäßen
Verfahren aus Petroleumbenzin mit einem Siedebereich von 80°C bis 180°C,
vorzugsweise 100°C bis 140°C, und kann in Kombination mit einem Emulgator
zugesetzt werden. Die Rohstoffemulsion hat bei Verwendung eines Emulgators oder
Emulgatorgemisches eine verbesserte Stabilität (keine Entmischung innerhalb
von 12 Stunden). Dies führt zur Vereinfachung des technologischen Ablaufes,
zur Verbesserung der Partikelmorphologie sowie zur Erhöhung der Reproduzierbarkeit
der Partikeleigenschaften.
Zur Bildung der gewünschten Partikel werden zunächst die
notwendigen Elemente in Form von Rohstoffkomponenten zu einer Rohstoffmischung im
entsprechenden stöchiometrischen Verhältnis kombiniert. Als Rohstoffkomponenten
(auch Edukte genannt) für die Herstellung der Partikel kommen anorganische
und/oder organische Stoffe wie Nitrate, Chlorite, Carbonate, Hydrogencarbonate,
Carboxylate, Alkoholate, Acetate, Oxalate, Citrate, Halogenide, Sulfate, metallorganische
Verbindungen, Hydroxide oder Kombinationen dieser Stoffe in Betracht. Diese Stoffe
sind die Basiskomponenten der Rohstoffmischung. Einsatz können feste und/oder
flüssige Edukte finden. Die gebildete Rohstoffmischung kann, wie oben bereits
ausgeführt, sowohl als Feststoff als auch in Form einer Dispersion,
wie einer Emulsion, einer Lösung oder einer Suspension oder eines Gels, vorliegen,
woraus durch Hinzufügen einer weiteren mit der Rohstoffmischung nicht mischbaren
Komponente erfindungsgemäß die Rohstoffdispersion wie die Rohstoffemulsion
hergestellt wird. Für eine kosteneffiziente Prozessgestaltung wird der Einsatz
von wässrigen Lösungen als Rohstoffmischung bevorzugt, welche die entsprechenden
Rohstoffkomponenten zur Partikelbildung im erforderlichen stöchiometrischen
Verhältnis enthalten. Besonders bevorzugt wird der Einsatz von Mischnitratlösungen.
Zur Herstellung von besonders feinen Partikeln für Monooxide mit einer Partikelgröße
von 10 nm bis 50 &mgr;m, insbesondere von > 70 nm eignet sich besonders der
Einsatz von metallorganischen Verbindungen in Kombination mit einem oder mehreren
organischen Lösungsmitteln als Rohstofflösung.
Zur Herstellung von Rohstoffmischungen in Form von Lösungen bzw.
Suspensionen werden gegebenenfalls weitere Rohstoffkomponenten benötigt. Zur
Bildung einer Lösung wird ein Lösungsmittel als Rohstoffkomponente hinzugefügt,
in dem die beispielsweise feste Basiskomponente gelöst wird.
Weiterhin kann eine organische und/oder anorganische kalorische Komponente
als Rohstoffkomponente zugegeben werden. Damit ist eine Komponente gemeint, die
in einem thermischen Prozess zusätzlich kalorische Energie innerhalb des sich
bildenden Partikels und/oder im Bereich zwischen den Partikeln freisetzt und damit
beispielsweise eine Phasenbildung beschleunigt.
Eine besonders enge und definierte Kornverteilung der Partikel kann
beispielsweise durch einen ein- oder mehrstufigen nasschemischen Zwischenschritt
vor der thermischen Behandlung im Pulsationsreaktor erreicht werden. Dazu kann über
die Art und Weise und die Prozessführung des nasschemischen Zwischenschritts,
beispielsweise über eine so genannte Cofällung, die Partikelgröße
zunächst in der Rohstoffmischung eingestellt werden. Bei der Einstellung der
Partikelgröße ist zu beachten, dass sie durch den folgenden thermischen
Prozess verändert werden kann. Für den nasschemischen Zwischenschritt
einer wässrigen und/oder alkoholischen Rohstoffmischung können bekannte
Methoden wie beispielsweise Cofällung oder Hydroxidfällung angewandt werden.
Erfindungsgemäß wird eine Rohstoffdispersion, insbesondere eine Rohstoffemulsion
aus diesen Rohstoffmischungen und mindestens einer weiteren nicht mit der Rohstoffmischung
mischbaren flüssigen Komponente hergestellt.
Das Einbringen von brennbaren Substanzen in den thermischen Reaktor,
wie Emulgatoren, Tensiden, zusätzliche organische Komponenten wie Petrolether,
kann durch Reduzierung der Brenngaszufuhr zum thermischen Reaktor entsprechend kompensiert
werden.
Die Rohstoffdispersion oder Rohstoffemulsion kann dem Pulsationsreaktor
in der Brennkammer oder im Resonanzrohr zugeführt werden. Durch die Wahl des
Zuführungspunktes kann beispielsweise die resultierende mittlere Partikelgröße,
die Partikelgrößenverteilung, die spezifische Oberfläche und der
Reaktionsfortschritt bei der Phasenbildung beeinflusst werden. Damit stellt die
Wahl des Zuführungspunktes eine wichtige Steuerungsgröße des thermischen
Prozesses am Pulsationsreaktor und somit zur Einstellung der Eigenschaften der Partikel
dar.
Bezüglich des Druckes in der Brennkammer und der Geschwindigkeit
des Heißgasstromes im Resonanzrohr liegen instationäre Verhältnisse
vor, die einen besonders intensiven Wärmeübergang, d.h. eine sehr schnelle
und umfangreiche Energieübertragung vom pulsierenden Heißgasstrom zu den
Partikeln sicherstellen. Dadurch gelingt es, bei sehr kurzen Verweilzeiten im Millisekundenbereich
einen sehr großen Reaktionsfortschritt zu erzielen. Unter diesen Bedingungen
kann auch bei multinären Stoffsystemen (aus mehreren Komponenten bestehend),
ein hoher Grad der definierten Monooxidbildung erreicht werden.
Als Brenngas eignet sich grundsätzlich jedes Gas, das zur Heißgaserzeugung
geeignet ist. Dieses wird gegebenenfalls im Gemisch mit Sauerstoff eingesetzt. Vorzugsweise
wird Erdgas und/oder Wasserstoff im Gemisch mit Luft oder gegebenenfalls Sauerstoff
verwendet. Alternativ können auch Propan oder Butan eingesetzt werden. Im Unterschied
zu Pyrolyseverfahren z.B. im Permeationsreaktor dient damit das Heißgas auch
als Trägergas für den Stofftransport im Reaktor.
Durch die pulsierende Verbrennung und die turbulenten Strömungsverhältnisse
liegt im Reaktionsraum eine homogene Temperaturverteilung vor, so dass die eingebrachten
Rohstoffe einer gleichartigen thermischen Behandlung unterliegen. Damit werden lokale
Überhitzungen und Wandablagerungen vermieden, die bei herkömmlichen Sprühpyrolyseverfahren
zur Bildung grober und harter Agglomerate führen.
Die Form und besonders die Partikelgröße bestimmen maßgeblich
die Produkteigenschaften aus den Partikeln bestehender feinteiliger Pulver. Neben
der erfindungsgemäßen Beeinflussung der Partikelgröße durch
die Parameter der Rohstoffdispersion bzw. Rohstoffemulsion kann die Partikelgröße
und Partikelform auch über prozesstechnische Parameter beeinflusst werden.
Die Verwendung des Pulsationsreaktors zur thermischen Behandlung der Rohstoffmischung
bietet durch die einfache und große Variierbarkeit von Prozessparametern
eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Partikelgröße zu beeinflussen.
So kann beispielsweise durch Variation der Durchmesser von Düsen zur Zuführung
der Rohstoffmischung und/oder von Druckluft an der beispielsweise als Zweistoffdüse
ausgebildeten Düse die Tröpfchengröße beim Eindüsen der
Rohstoffdispersion oder -emulsion in den Pulsationsreaktor beeinflusst werden. Gleiches
gilt für die gezielte Steuerung eines Temperaturprofils im thermischen Reaktor
und/oder der Variation der Verweilzeit im thermischen Reaktor.
Der aus der pulsierenden Verbrennung resultierende Heißgasstrom
weist im Pulsationsreaktor Strömungsturbulenzen auf, deren Turbulenzgrad in
einer bevorzugten Ausführungsform 5- bis 10-fach über dem Turbolenzgrad
einer stationären Strömung liegt. Die Temperatur des Heißgasstroms
in der Brennkammer des Pulsationsreaktors liegt typischerweise im Bereich von 750°C
bis 1400°C, vorzugsweise oberhalb von 750°C, insbesondere oberhalb von
800°C.
Bei keramischer Auskleidung der Brennkammer und gegebenenfalls des
Resonanzrohres besteht die Möglichkeit das erfindungsgemäße Verfahren
auch bei sehr hohen, mit anderen Verfahren nicht realisierbaren Temperaturen im
Heißgasstrom durchzuführen. Eine Temperaturerhöhung beschleunigt
den Reaktionsfortschritt, birgt jedoch gegebenenfalls die Gefahr einer zumindest
teilweisen Sinterung und damit Verbunden die Gefahr von Kornwachstum und Agglomeration.
Die Temperatur ist entsprechend stoffabhängig zu wählen.
Vorteilhafterweise wird der Reaktor mit pulsierender Verbrennung bei
einer Pulsationsfrequenz von 3 Hz bis 150 Hz, insbesondere von 10 Hz bis 70 Hz betrieben.
In diesem Frequenzbereich können die verfahrenstechnischen Parameter besonders
stabil über längere Zeit gesteuert und damit eine gleich bleibende Produktqualität
sichergestellt werden. Die Pulsationsfrequenz kann über die Geometrie des Reaktors
eingestellt und über die Temperatur gezielt variiert werden.
Durch die thermoschockartige Behandlung der Rohstoffdispersion bzw.
-emulsion im Pulsationsreaktor kann es, speziell bei Verwendung von wässrigen
Rohstoffmischungen, zu einer Krustenbildung bei den dispergierten bzw. emulgierten
Rohstofftröpfchen durch Verdampfung an der Tröpfchenoberfläche und
der damit verbundenen Autkonzentration der Inhaltsstoffe an der Tröpfchenoberfläche,
kommen. Diese Kruste steht zunächst dem Entweichen von gebildeten gasförmigen
Stoffen (z.B. thermische Zersetzung der Lösungsmittel oder Abspaltung von Nitrat)
aus dem Inneren der Rohstofftröpfchen entgegen. Durch den Gasdruck werden jedoch
letztlich die Krusten aufgebrochen und es bilden sich Partikel mit so genannter
Hohlkugelstruktur. Die Bildung von Partikeln mit Hohlkugelstruktur ist jedoch für
bestimmte Anwendungen unerwünscht. Hier wird eine sphärische Form bevorzugt.
Durch die Reduzierung des Energieeintrags am Zuführungspunkt der Rohstoffdispersion
bzw. -emulsion in den Pulsationsreaktor, zum Beispiel durch die Begrenzung der Prozesstemperatur
in der Brennkammer, kann eine solche Krustenbildung auf den sich bildenden Partikeln
vermieden werden.
Aufgrund einer Reduzierung der Prozesstemperatur in der Brennkammer
in Kombination mit der kurzen Verweilzeit im Pulsationsreaktor erfolgt nicht in
jedem Fall eine vollständige Stoffumwandlung und die Partikel enthalten einen
Glühverlust größer als 5 %. Der Glühverlust bezeichnet den Anteil
an organischer Substanz einer Probe in Prozent. Insbesondere bei der Verwendung
eines Pulsationsreaktors gelingt es jedoch, durch Einbringen einer zusätzlichen
Menge von Brennstoff (Erdgas oder Wasserstoff) den Energieeintrag zu dem Zeitpunkt
zu erhöhen, an dem zum Beispiel kein Lösungsmittel mehr im Inneren der
Partikel vorhanden ist (Zweitfeuerung). Diese Energie dient zum Beispiel dazu, noch
vorhandene Salzreste thermisch zu zersetzen und die Stoffwandlung, zum Beispiel
Phasenbildung, zu beschleunigen bzw. abzuschließen.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird der Heißgasstrom
durch Einspeisen des Brennstoffes nach 20 % bis 40 %, vorzugsweise 30 % der Gesamtverweilzeit
der Rohstoffmischung im Reaktor zusätzlich erhitzt. So gelingt es, sphärische
Partikelformen auch bei Einsatz von wässrigen Ausgangslösungen herzustellen
und gleichzeitig die gewünschte Stoffumwandlung sicherzustellen. Der dadurch
mögliche Einsatz von wässrigen Ausgangslösungen, gerade in Kombination
mit Nitraten als Edukte, stellt einen bedeutenden wirtschaftlichen Vorteil dar.
Nach der Bildung der Partikel kann eine ein- oder mehrstufige in-situ-Beschichtung
der Partikel im Pulsationsreaktor erfolgen. Im Pulsationsreaktor ist bei einer geeigneten
Wahl des Prozessablaufes sowohl eine rein anorganische Beschichtung als auch eine
organische Beschichtung bzw. eine Kombination aus beiden möglich. Der Begriff
Beschichtung soll dabei sowohl eine Beschichtung im engeren Sinne als auch eine
Imprägnierung der Partikel bezeichnen. Dazu bestehen zwei prinzipiell verschiedene
Wege zur in-situ Beschichtung im Pulsationsreaktor.
Zum einen gelingt eine zumindest teilweise Beschichtung von gebildeten
festen Partikeln durch eine geeignete Rohstoffkombination der hergestellten Rohstoffemulsion
bzw. -dispersion. Dabei beinhaltet die Rohstoffmischung zumindest die Komponenten
zur Bildung der zu beschichtenden Partikel. Der mit dieser Rohstoffmischung
nicht mischbaren flüssigen Phase werden zumindest die Beschichtungskomponenten
zugegeben. Aus diesen beiden nicht mischbaren Mischungen wird eine Rohstoffdispersion
oder -emulsion hergestellt und in den Heißgasstrom des Pulsationsreaktors eingebracht.
Durch die Wahl eines geeigneten thermischen Behandlungsregimes gelingen die Bildung
der festen Partikel und eine zumindest teilweise Beschichtung dieser Partikel.
Zum anderen kann eine Beschichtung der Partikel durch ein separates
Aufsprühen einer geeigneten Beschichtungskomponente oder -mischung auf die
gebildeten festen Partikel erfolgen. Dazu bietet der Pulsationsreaktor aufgrund
der hohen Flexibilität seiner Einstellmöglichkeiten der Prozessparameter
die Möglichkeit, bestimmte Beschichtungsformen, beispielsweise Schichtdicke
oder Modifikation der Beschichtung, zu realisieren. Durch die Prozesssteuerung,
beispielsweise durch die Prozesstemperatur am Zuführungspunkt, der Verweilzeit
und/oder der Wahl der Edukte, kann die gewünschte Beschichtungsform realisiert
werden. Die Beschichtung der Partikel findet ebenfalls im Pulsationsreaktor, also
in-situ, an einem Ort statt, der dem Ort der Partikelbildung im Heißgasstrom
nachgelagert ist, wodurch das Verfahren besonders kostengünstig und großtechnisch
anwendbar ist. Hierzu wird bzw. werden in mindestens einen einem Zuführungspunkt
der Rohstoffmischung im Heißgasstrom nachgelagerten Bereich mindestens eine
oder mehrere Beschichtungsmischungen eingebracht, so dass die Partikel zumindest
teilweise beschichtet werden. Die Beschichtung kann partiell erfolgen. Vor der Beschichtung
wird zunächst aus geeigneten Beschichtungskomponenten eine Beschichtungsmischung
hergestellt. Als Beschichtungskomponenten für die Beschichtungsmischung kommen
beispielsweise Stoffe wie Nitrate, Carbonate, Hydrogencarbonate, Carboxylate, Alkholate,
Acetate, Oxalate, Citrate, Halogenide, Sulfate, metallorganische Verbindungen, Hydroxide
in Betracht. Diese Beschichtungskomponenten werden vorzugsweise dann gewählt,
wenn es sich bei der Beschichtung um eine anorganische Beschichtung handelt. Bei
organischen oder teilweise organischen Beschichtungen können prinzipiell alle
organischen Monomere (einzeln oder kombiniert) als Gas, gelöst oder suspendiert
zugegeben werden. Um die Polymerisation zu starten oder zu beschleunigen kann zusätzlich
noch eine Substanz wie ein Radikalstarter (z.B. Benzoylperoxid, Azobutyroisontril,
Aluminiumchlorid) oder eine katalytische aktive Substanz (z.B. Säure oder Base)
zugegeben werden. Zusätzlich ist es möglich bereits polymerisierte Moleküle
(verzweigt oder unverzweigt) zuzugeben und diese im thermischen Prozess zu vernetzen.
Die Vernetzung kann hier intramolekular oder intermolekular und/oder durch Zugabe
einer weiteren organischen Substanz die als Quervernetzer fungiert (z.B. Divinylperoxid,
Formaldehyd) erfolgen. Optional kann hier auch noch ein Startermolekül bzw.
eine katalytisch aktive Substanz zugegeben werden. Zusätzlich können die
Monomere auch weiter funktionelle Gruppen besitzen, welche mit der Nanopartikeloberfläche
reagieren und zudem auch mit weiteren Monomeren und/oder Monomerketten reagieren.
Hierdurch wird das Polymer auch bei unvollständiger Ummantelung trotzdem auf
der Oberfläche fixiert (Beispiel: Vinylsilan auf Siliziumdioxid-Partikel).
Optional kann die Ummantelung auch nur durch Zugabe eines bereits im Vorfeld gebildeten
Polymers erfolgen. Nach Aufgabe im Reaktor findet dann keine weitere chemische Reaktion
statt, vielmehr ummantelt das langkettige Polymer die im Reaktor befindlichen Nanopartikel,
adsorbiert also auf der Oberfläche.
Eine organische oder teilweise organische Beschichtung ist im thermischen
Prozess aufgrund der hohen Prozesstemperaturen schwierig realisierbar. Im Pulsationsreaktor
gelingt es jedoch, auch organische oder teilweise organische Beschichtungen zu realisieren,
indem der Heißgasstrom in einem dem Zuführungspunkt der Rohstoffmischung
nachgelagerten Bereich durch Zuführung von Kühlgasen oder Kühlflüssigkeit
gekühlt wird, vorzugsweise durch Einblasen von Kühlluft. Das Einblasen
von Kühlluft wird vorzugsweise derart realisiert, dass
- – der Heißgasstrom nicht in seiner grundsätzlichen Strömungsrichtung
verändert wird,
- – die Pulsierung des Heißgasstromes nicht vollständig unterbunden
wird und
- – sich die Kühlluft und der Heißgasstrom, zum Beispiel durch
die turbulente Strömung im Pulsationsreaktor vermischen.
Die beschriebene Kühlung des Heißgasstromes vor der Beschichtung
wird dabei derart ausgeführt, dass die Prozesstemperaturen des Heißgasstromes
die thermische Stabilität der gewünschten organischen oder teilweise organischen
Beschichtung im weiteren Verlauf durch den Reaktor ermöglicht, beispielsweise
so, dass der Heißgasstrom auf unter 300°C gekühlt wird. Eine Kühlung
des Heißgasstromes kann auch dann sinnvoll sein, wenn bestimmte Modifikationen
eingestellt werden sollen, dann auch bei anorganischer Beschichtung. Eine Kühlung
erfolgt in diesem Fall beispielsweise erst nach dem Zuführungspunkt der Beschichtungsmischung,
wenn beispielsweise Reaktionsfortschritte an definierter Stelle abgebrochen werden
sollen. Bei einer mehrstufigen Beschichtung werden Beschichtungsmischungen an verschiedenen
Orten im thermischen Reaktor aufgegeben. Dabei können die verschiedenen Zuführungspunkte
entweder alle vor, alle hinter oder teilweise vor und teilweise hinter der Kühlung
des Heißgasstromes liegen.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird einer zumindest teilweise
organischen Beschichtungsmischung Wasser zugegeben. Die Zugabe
von zusätzlichem Wasser bewirkt im Reaktor eine zusätzliche Kühlung
und verzögert die thermische Reaktion der organischen Komponenten. So wird
beispielsweise erreicht, dass eine organische Beschichtungsmischung in dem Heißgasstrom
bei Heißgasstromtemperaturen über der thermischen Zersetzungstemperatur
der organischen Komponenten aufgegeben werden kann, die organische Komponente die
Partikel zumindest teilweise beschichtet und sich zumindest nicht vollständig
im Reaktor zersetzt. Damit steht neben der separaten Kühlung des Abgasstroms
durch zum Beispiel Kühlluft eine weitere Möglichkeit zum Beschichten mit
organischen Komponenten im Pulsationsreaktor zur Verfügung.
Die Beschichtungsmischung kann in flüssiger und/oder gasförmiger
Form zugegeben werden. Zur Konditionierung der Beschichtungsmischung können
Hilfsstoffe zur Stabilisierung, kalorische Komponenten, Tenside oder Emulgatoren
vorgesehen sein, deren Wirkungsweise analog der für die Rohstoffmischung beschriebenen
ist.
Die im Pulsationsreaktor erzeugten feinteiligen Partikel werden mit
einer geeigneten Abscheideinrichtung, wie beispielsweise einem Gaszyklon, einem
Oberflächen- oder einem Elektrofilter, von dem Heißgasstrom abgetrennt.
Das Heißgas wird vor seinem Eintritt in die Abscheideinrichtung
auf die je nach dem Typ der Abscheideinrichtung erforderliche Temperatur abgekühlt.
Dies erfolgt beispielsweise durch einen Wärmetauscher und/oder durch Einleiten
von Kühlgasen in den Heißgasstrom.
Die unbeschichteten bzw. beschichteten Partikel können einer
zusätzlichen einstufigen oder mehrstufigen thermischen Nachbehandlung unterzogen
werden, um
- – durch die nachträgliche thermische Behandlung die Oberfläche
der Partikel zumindest teilweise zu modifizieren und/oder
- – um eine nachträgliche Phasenmodifikation zu erreichen
- – gegebenenfalls verbliebene Beschichtungshilfskomponenten zumindest
teilweise zu entfernen und/oder
- – zu erreichen, dass die Beschichtungskomponenten mit den Rohstoffkomponenten
oder deren Reaktionsprodukten eine physikalische, chemische und/oder mineralogische
Bindung zumindest teilweise so eingehen, dass
• eine zumindest partielle Diffusion von Beschichtungskomponenten in die
Partikel und/oder
• eine thermische Diffusion von Rohstoffkomponenten oder deren Reaktionsprodukten
in die Beschichtung
erfolgt.
Für die thermische Nachbehandlung kommt vorzugsweise ein weiterer
thermischer Reaktor, insbesondere ein weiterer Reaktor mit pulsierender Verbrennung
oder ein Drehrohrofen oder eine Wirbelschichtanlage zum Einsatz.
Die feinteiligen Partikel werden in einer weiteren Ausführungsform
vor und/oder während mindestens einer der thermischen Nachbehandlungen bzw.
nach der Partikelherstellung am Pulsationsreaktor zumindest teilweise zusätzlich
beschichtet. Dabei können mögliche Agglomerationen der feinteiligen Partikel
vorzugsweise durch eine Trockenmahlung oder Nassmahlung vor, während oder nach
der zumindest teilweisen Beschichtung zumindest teilweise reduziert.
Die feinteiligen Partikel werden in einer bevorzugten Ausführungsform
in eine Suspension überführt werden, wobei eine Agglomeration der Partikel
in der Suspension durch eine zusätzliche Nassmahlung zumindest teilweise reduziert
werden und/oder die Suspension getrocknet werden kann, beispielsweise zu einem Granulat,
wobei dabei eine zusätzliche zumindest teilweise Beschichtung der Partikel
erfolgen kann.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand
einer Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
1 schematische Darstellung einer Emulsion,
2 einen thermischen Reaktor mit pulsierender Verbrennung
und
3 einen thermischen Reaktor mit pulsierender Verbrennung
mit Zweitfeuerung und Kühlung.
Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
1 zeigt eine als Rohstoffemulsion ausgebildete Rohstoffdispersion,
bestehend aus einer Rohstoffmischung RM (Phase 1) und einer damit nicht mischbaren
zweiten flüssigen Komponente K (Phase 2). Die Phasen können entweder nur
dispers vermischt sein oder zusätzlich durch oberflächenaktive Substanzen,
wie Tenside, Emulgatoren stabilisiert sein. Darüber hinaus kann jede andere
geeignete Art der Rohstoffdispersion RD, z. B. eine Rohstoffsuspension oder eine
Rohstofflösung, gewählt werden, wobei die Rohstoffmischung RM wie oben
beschrieben sowohl aus festen Stoffen als auch selbst in Form einer Dispersion,
z. B. einer Lösung, einer Emulsion oder einer Suspension
vorliegen kann. Als flüssige und mit der Rohstoffmischung RM nicht mischbare
Komponente K wird beispielsweise Petroleumbenzin verwendet. Auch können jede
andere geeignete Komponente und/oder weitere Hilfsstoffe verwendet werden.
2 zeigt einen thermischen Reaktor 1 mit pulsierender
Verbrennung (im Weiteren Pulsationsreaktor 1 genannt). Der Pulsationsreaktor
1 weist eine Brennkammer 2, ein Resonanzrohr 3, das einen
gegenüber der Brennkammer 2 deutlich verminderten Strömungsquerschnitt
aufweist und eine Abscheideinrichtung 4 zur Pulverabscheidung auf. Die
Brennkammer 2 weist einen Boden 5 auf, der mit mehreren Ventilen
6 zum Eintritt eines Brenngasgemisches BGG aus Brenngasen BG (hier Wasserstoff)
und Verbrennungsluft VL ausgestattet ist. Alternativ oder zusätzlich zu Wasserstoff
können andere brennbare Gase als Brenngase BG verwendet werden. Die Verbrennungsluft
VL lässt sich durch Sauerstoff ersetzen.
Das in die Brennkammer 2 eintretende Brenngasgemisch BGG
wird gezündet, verbrennt sehr schnell und erzeugt eine Druckwelle in Richtung
des Resonanzrohres 3, da der Gaseintritt durch die aerodynamischen Ventile
6 bei Überdruck weitgehend verschlossen wird. Durch einen infolge
der Verbrennung in das Resonanzrohr 3 ausströmenden Heißgasstrom
HGS wird ein Unterdruck in der Brennkammer 2 erzeugt, so dass durch die
Ventile 6 neues Brenngasgemisch BGG nachströmt und selbst zündet.
Dieser Vorgang des Schließens und Öffnens der Ventile 6 durch
Druck und Unterdruck erfolgt selbstregelnd periodisch.
Im Bereich der Brennkammer 2 und des Resonanzrohres
3 weist der Pulsationsreaktor 1 eine Reihe von Zuführungspunkten
7.1 bis 7.6 für die Zuführung der Rohstoffdispersion
RD, wie z. B. einer Rohstoffemulsion oder -suspension, Beschichtungsmischungen BM,
weiteren Brennstoffen BS etc. in den Heißgasstrom HGS auf. Die Rohstoffdispersion
RD wird in der oben beschriebenen Art und Weise in den Heißgasstrom HGS eingebracht.
Nach der Partikelbildung kann an einem nachgelagerten Zuführungspunkt
7.3 mindestens eine Beschichtungsmischung BM zur Beschichtung oder Imprägnierung
der Partikel P dem Heißgasstrom HGS zugeführt werden. Durch die Wahl des
Zuführungspunktes 7.1 bis 7.6 ist sowohl eine Reaktionstemperatur,
die im Verlauf des Heißgasstromes HGS einem bestimmten Profil folgt, als auch
die Reihenfolge der Reaktionen bei aufeinander folgenden Verfahrensschritten beeinflussbar.
Die Zuführungspunkte 7.1 bis 7.6 können beispielsweise
als Düsen ausgebildet sein.
Zur Abscheidung von Reaktionsprodukten wie z.B. Partikeln P mit oder
ohne Beschichtung aus dem Heißgasstrom HGS dient die Abscheideinrichtung
4.
3 zeigt einen weiteren thermischen Reaktor
1 mit pulsierender Verbrennung, bei dem zusätzlich ein Kühlluftzuführungspunkt
8 vorgesehen ist, an welchem dem Heißgasstrom HGS Kühlluft KL
zugeführt werden kann, um die Temperatur des Heißgasstroms HGS ab diesem
Bereich bei Bedarf abzusenken. Der Zuführungspunkt 7.3 kann hier auch
zur Zuführung eines weiteren Brennstoffes BS genutzt werden, um die Temperatur
des Heißgasstromes HGS ab diesem Bereich anzuheben.
Der Kühlluftzuführungspunkt 8 und die Zuführungspunkte
7.1 bis 7.6 können an anderer Stelle im Pulsationsreaktor
1 und in anderer Anzahl vorgesehen sein. Der weitere Brennstoff BS kann
an anderer Stelle des Pulsationsreaktors 1 zugeführt werden.
Die in den folgenden Beispielen gegebenen Temperaturen gelten immer
in °C. Es versteht sich weiterhin von selbst, dass sich sowohl in der Beschreibung
als auch in den Beispielen die zugegebenen Mengen der Komponenten in den Zusammensetzungen
immer zu insgesamt 100 % addieren. Gegebene Prozentangaben sind immer im gegebenen
Zusammenhang zu sehen. Sie beziehen sich üblicherweise aber immer auf die Masse
der angegebenen Teil- oder Gesamtmenge.
Beispiel 1)
Zinnoxalat wird durch Zusatz von 10 % Triethanolamin in Dimethylsulfoxid
unter erwärmen (60°C) und rühren bzw. Ultraschallbehandlung gelöst
(Oxidgehalt 9%).
Zu dieser Rohstoffmischung wird die doppelte Menge (bezogen auf die
Masse der Rohstofflösung) Mineral Spirits (CAS 68551-17-7) gegeben. Als Emulgator
werden 5 % Solsperse 16000 (Lubrizol, England) gegeben. Diese Ausgangslösung
wird mit Ultraschall behandelt, bis eine gleichmäßige Rohstoffemulsion
als Rohstoffdispersion RD entstanden ist.
Die Rohstoffemulsion RE wird in einen Pulsationsreaktor
1 durch feines Zerstäuben in die Brennkammer 2 bei einem
Durchsatz von 3,5 kg/h eingebracht.
Reaktor-Parameter:
- – Temperatur in der Brennkammer 2: 900°C
- – Temperatur im Resonanzrohr 3: 970°C
Vor Eintritt in die Abscheideinrichtung 4 wird der die Partikel
P enthaltende Heißgasstrom HGS durch Zufuhr von Kühlluft KL am Kühlluftzuführungspunkt
auf ca. 160°C abgekühlt. Als Abscheideinrichtung 4 zum Abtrennen
der feinteiligen Partikel P aus dem Heißgasstrom HGS wird ein Kassettenfilter
verwendet.
Das entstandene Zinndioxid weißt röntgenographisch die Cassiterit-Struktur
auf. Die mittlere Teilchengröße beträgt 280 nm. Die Partikel P weisen
eine sphärische Form auf, Teilchen mit Hohlkugelstruktur wurden nicht festgestellt.
Die spezifische Oberfläche (BET) entspricht 18 m2/g.
Beispiel 2)
Wässriges Kieselsol (Massengehalt 50 %) mit einem mittleren Teilchendurchmesser
von 50 nm (EKA-Chemicals, Schweden) wird im Verhältnis 1:1 mit Mineral Spirits
(CAS 68551-17-7) und 2,5 % Massenanteil (bezogen auf die Gesamtmischung) Sorbitan
Monooleat gemischt und mit Hilfe eines Ultraschallgerätes homogenisiert. Die
entstandene Rohstoffemulsion RE wird in die Brennkammer 2 des Pulsationsreaktors
1 durch feines Zerstäuben mit einem Durchsatz von 4,5 kg/h eingebracht
Reaktor-Parameter:
- – Temperatur in der Brennkammer 2: 800°C
- – Temperatur im Resonanzrohr 3: 850°C
Vor Eintritt in die Abscheideinrichtung 4 wird der die Partikel
P enthaltende Heißgasstrom HGS durch Zuführ von Kühlluft KL am Kühlluftzuführungspunkt
auf ca. 160°C abgekühlt. Als Abscheideinrichtung 4 zum Abtrennen
der feinteiligen Partikel P aus dem Heißgasstrom HGS wird ein Kassettenfilter
verwendet.
Das hergestellte Pulver ist röntgenographisch amorph. Die sphärischen
Partikel P besitzen eine mittlere Partikelgröße von 500 nm und weisen
keine Hohlstruktur auf.
Beispiel 3)
Eine wässrige aluminiumoxychloridhaltige Rohstoffmischung RM
(Locron L/8 % Al–Gehalt) bildet die Basis. Dieser Rohstoffmischung RM wird
Petroleumbenzin in einem Verhältnis (Rohstoffmischung RM: Petroleumbenzin =
1:1) zugegeben. Zur Stabilisierung erfolgte die Zugabe von Hilfsstoffen (Span 80,
Span 40). Aus dieser Mischung wird durch die Behandlung in einem Homogenisator eine
Rohstoffemulsion RE hergestellt und danach in die Brennkammer 2 des Pulsationsreaktors
1 bei einem Durchsatz von 8,4 kg/h an einem Zuführungspunkt
7.2 feinteilig verdüst.
Reaktor-Parameter:
- – Temperatur in der Brennkammer 2: 800°C
- – Temperatur im Resonanzrohr 3: 850°C
Vor Eintritt in die Abscheideinrichtung 4 wird der die Partikel
P enthaltende Heißgasstrom HGS durch Zufuhr von Kühlluft KL am Kühlluftzuführungspunkt
8 auf ca. 160°C abgekühlt. Als Abscheideinrichtung
4 zum Abtrennen der feinteiligen Partikel P aus dem Heißgasstrom HGS
wird ein Kassettenfilter verwendet.
Das hergestellte Al2O3-Pulver weist röntgenographisch
&ggr;-Al2O3-Modifikation auf. Die mittlere Partikelgröße
ist 150 nm. Die Partikelform ist späherisch.
Partikel P mit Hohlkugelstruktur konnten nicht nachgewiesen werden.
Das hergestellte Pulver besitzt eine spezifische Oberfläche von 15 m2/g.
- 1
- thermischer Reaktor mit pulsierender Verbrennung (Pulsationsreaktor)
- 2
- Brennkammer
- 3
- Resonanzrohr
- 4
- Abscheideinrichtung
- 5
- Boden
- 6
- Ventil
- 7.1 bis 7.n
- Zuführungspunkt
- 8
- Kühlluftzuführungspunkt
- BG
- Brenngas
- BGG
- Brenngasgemisch
- BM
- Beschichtungsmischung
- BS
- weiterer Brennstoff
- HGS
- Heißgasstrom
- K
- nicht mischbare Komponente
- KL
- Kühlluft
- P
- Partikel
- RM
- Rohstoffmischung
- RD
- Rohstoffdispersion
- RE
- Rohstoffemulsion
- VL
- Verbrennungsluft