Die Erfindung betrifft eine Kettenspannvorrichtung, die hauptsächlich
verwendet wird, um eine konstante Spannung einer Zahnkette zum Antreiben von Motornockenwellen
aufrechtzuerhalten.
Allgemein wird die Drehung einer Kurbelwelle eines Motors über
eine Zahnkette, die in einem durch eine Motorabdeckung definierte Motorraum montiert
ist, auf Nockenwellen übertragen, um Ventile in Verbrennungskammern zu öffnen
und zu schließen. Um die Spannung der Kette innerhalb eines geeigneten Bereichs
zu halten, wird häufig eine Spanneinstellvorrichtung verwendet, die eine um
eine Schwenkwelle schwenkbare Kettenführung und eine Kettenspanneinrichtung
umfasst, die die Kettenführung vorspannt, um die Kettenführung gegen die
Kette zu drücken.
Die japanische Patentveröffentlichung 10-132039A gibt eine derartige
Kettenspannvorrichtung an.
Diese Kettenspannvorrichtung umfasst ein Gehäuse, das eine Zylinderkammer
definiert, und einen zylindrischen Kolben zum Drücken der Ketten, wobei der
zylindrische Kolben ein geschlossenes vorderes Ende und ein offenes hinteres Ende
aufweist und mit dem offenen vorderen Ende in die Zylinderkammer eingesetzt ist.
Weiterhin ist eine Rückstellfeder in der Zylinderkammer montiert, um den Kolben
nach außen aus der Zylinderkammer vorzuspannen. Der Kolben weist ein gezahntes
Innengewinde auf, das auf dem Innenumfang an einem hinteren Endteil ausgebildet
ist. Weiterhin ist eine Schraubstange in der Zylinderkammer montiert, die ein gezahntes
Außengewinde aufweist, das schraubend in das Innengewinde des Kolbens eingreift.
Eine Feder spannt die Schraubstange und den Kolben derart vor, dass diese voneinander
weggedrückt werden. Das Gehäuse ist mit einem Ölzuführdurchgang
ausgebildet, der mit einer Druckkammer kommuniziert, die in dem Gehäuse hinter
dem Kolben definiert ist. An dem Ölauslass des Ölzuführdurchgangs
ist ein Rückschlagventil montiert. Die auf den Kolben ausgeübte Drückkraft
wird also durch das Hydrauliköl gedämpft, das aus dem Ölzuführdurchgang
über das Rückschlagventil in die Druckkammer zugeführt wird.
Es gibt zwei Typen von Spannvorrichtungen, nämlich den intern
montierten Typ, bei dem ein am Außenumfang des Gehäuses ausgebildetes
Montageteil an dem Motorblock festgeschraubt wird, und den extern montierten Typ,
der an der Motorabdeckung montiert wird. Eine Spannvorrichtung des extern montierten
Typs umfasst einen Flansch, der an dem Außenumfang des Gehäuses an einem
Ende desselben montiert ist. Das Gehäuse wird in ein Spannvorrichtungs-Montageloch
in der Motorabdeckung von außerhalb eingesetzt, bis der Flansch gegen eine
Außenfläche der Motorabdeckung stößt. In diesem Zustand wird
der Flansch durch Festspannschrauben an der Motorabdeckung fixiert.
Um eine übermäßige Spannung der Kette zu verhindern,
umfassen einige Kettenspannvorrichtungen des extern montierten Typs ein Ablassventil,
das konfiguriert ist, um sich bei Überschreitung eines Einstelldruckwerts des
Ablassventils zu öffnen, um den Druck in der Druckkammer abzulassen.
Wenn in herkömmlichen Kettenspannvorrichtungen des extern montierten
Typs mit einem Ablassventil das Ablassventil in dem Flansch des Gehäuses montiert
ist, leckt das Hydrauliköl in der Druckkammer nach außen, wenn das Ablassventil
geöffnet wird. Das Ablassventil wird deshalb in dem Gehäuse an einem Teil
montiert, der näher an dem Motorraum liegt als der Flansch.
Das Gehäuse von derartigen herkömmlichen Spannvorrichtungen
des extern montierten Typs mit einem Ablassventil weist deshalb einen großen
Durchmesser auf, sodass die gesamte Spannvorrichtung ein schweres Gewicht und eine
große Größe aufweist.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kettenspannvorrichtung
des extern montierten Typs anzugeben, die ein Ablassventil umfasst und dennoch ein
leichtes Gewicht und eine kleine Größe aufweist.
Um diese Aufgabe zu lösen, gibt die vorliegende Erfindung eine
Kettenspannvorrichtung an, die umfasst: ein Gehäuse, das in ein Spannvorrichtungs-Montageloch
in einer Motorabdeckung eingesetzt ist, wobei das Gehäuse einen an einem Außenumfang
ausgebildeten Flansch aufweist, der in einen Stoßkontakt mit der Außenfläche
der Motorabdeckung gebracht und an derselben festgeschraubt wird, wobei das Gehäuse
eine Zylinderkammer definiert, die ein offenes vorderes Ende aufweist, das in der
Motorabdeckung angeordnet ist; einen zylindrischen Kolben zum Drücken einer
Kette, wobei der Kolben ein offenes hinteres Ende und ein geschlossenes vorderes
Ende aufweist und in der Zylinderkammer aufgenommen ist, um eine Druckkammer in
der Zylinderkammer hinter dem Kolben zu definieren; eine Rückstellfeder, die
in der Zylinderkammer montiert ist und den Kolben nach außen aus der Zylinderkammer
drückt, wobei der Kolben ein Innengewinde aufweist, das auf einem Innenumfang
desselben an einem hinteren Endteil ausgebildet ist und einen gezahnten Abschnitt
aufweist; eine Schraubstange, die in der Zylinderkammer montiert ist und ein Außengewinde
aufweist, das an einem Außenumfang montiert ist, wobei das Außengewinde
einen gezahnten Abschnitt aufweist und schraubend in das Innengewinde
eingreift; und eine Feder, die die Schraubstange und den Kolben derart vorspannt,
dass diese voneinander weg gedrückt werden; wobei das Gehäuse mit einem
Ölzuführdurchgang ausgebildet ist, der einen mit der Druckkammer kommunizierenden
Ölauslass aufweist, und wobei ein Rückschlagventil an dem Ölauslass
angeordnet ist; wobei eine auf den Kolben ausgeübte Drückkraft durch das
Hydrauliköl gedämpft wird, das durch das Rückschlagventil in die
Druckkammer zugeführt wird; dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch mit einem
Ventilmontageloch, das sich von einem Außenumfang zu der Druckkammer erstreckt,
und mit einem Druckablassloch versehen ist, das sich von einer gegen die Motorabdeckung
stoßenden Stoßfläche zu dem Ventilmontageloch erstreckt, und dass
die Kettenspannvorrichtung weiterhin ein Ablassventil umfasst, das in dem Ventilmontageloch
montiert ist und konfiguriert ist, um sich zu öffnen, wenn der Druck in der
Druckkammer einen vorbestimmten Druckwert überschreitet, um ein Ende des mit
der Druckkammer kommunizierenden Ventilmontagelochs in eine Kommunikation mit dem
Druckablassloch zu bringen, wobei das Ablassventil an dem Flansch fixiert wird,
indem eine Festspannschraube von dem Außenumfang des Flansches her in das Ventilmontageloch
eingesetzt wird, um in eine Schraubverbindung mit dem Ventilmontageloch gebracht
zu werden, und dann festgezogen wird, wobei ein Öldurchgang in der Stoßfläche
und in dem Außenumfang des Gehäuses ausgebildet ist, sodass in das Druckablassloch
gelecktes Öl durch den Öldurchgang in den Motorblock geführt werden
kann.
Weil bei dieser Anordnung das Ablassventil in dem Ventilmontageloch
montiert ist, das in dem Flansch an dem Außenumfang des Gehäuses ausgebildet
ist, kann der Außendurchmesser des Gehäuses im Vergleich zu der herkömmlichen
Anordnung, bei der ein Ablassventil in dem Gehäuse montiert ist, reduziert
werden, wodurch die Größe und das Gewicht der gesamten Kettenspannvorrichtung
reduziert werden.
Weil das Druckablassloch in der Stoßfläche des gegen die
Motorabdeckung stoßenden Flansches ausgebildet ist, um mit dem Ventilmontageloch
zu kommunizieren, und weil das Druckablassloch durch den Öldurchgang, der in
der Stoßfläche des gegen die Motorabdeckung stoßenden Flansches und
in dem Außenumfang des Gehäuses ausgebildet ist, in eine Kommunikation
mit dem Inneren der Motorabdeckung gebracht wird, kann das aus der Druckkammer in
das Druckablassloch geleckte Hydrauliköl in den Motorraum zurückgeführt
werden, wodurch ein Lecken von Hydrauliköl aus dem Motorraum verhindert werden
kann.
Ein dichtender Kleber kann auf den Außenumfang der Festspannschraube
aufgetragen sein, um einen Zwischenraum zwischen den Gewinden des Ventilmontagelochs
und der Festspannschraube zu dichten und dadurch ein Lecken von Hydrauliköl
durch den Zwischenraum zwischen den Gewinden nach außen zu verhindern.
Weiterhin kann eine Dichtung zwischen den Stoßflächen des
Flansches und der Motorabdeckung angeordnet sein, um ein Lecken von Hydrauliköl
durch einen Zwischenraum zwischen den Stoßflächen des Flansches und der
Motorabdeckung nach außen zu verhindern.
Gemäß einem anderen Aspekt gibt die vorliegende Erfindung
eine Kettenspannvorrichtung an, die umfasst: ein Gehäuse, das ein geschlossenes
Ende und ein offenes Ende aufweist und derart in ein Spannvorrichtungs-Montageloch
in der Motorabdeckung eingesteckt ist, dass das offene Ende in der Motorabdeckung
angeordnet ist, wobei das Gehäuse einen Flansch aufweist, der an einem Außenumfang
desselben ausgebildet ist und an einer Außenfläche der Motorabdeckung
fixiert ist; einen Kolben zum Drücken einer Kette, der axial gleitbar in das
Gehäuse eingesetzt ist, um eine Druckkammer in dem Gehäuse zu definieren,
wobei die Druckkammer mit einem Öl gefüllt ist; eine Rückstellfeder,
die den Kolben in einer Richtung vorspannt, in der das Volumen der Druckkammer vergrößert
wird; wobei das Gehäuse mit einem Ölzuführdurchgang versehen ist,
durch den die Druckkammer mit dem Äußeren des Gehäuses kommuniziert,
wobei der Ölzuführdurchgang ein Rückschlagventil aufweist, das nur
einen Fluss des Öls von außen in die Druckkammer gestattet, wobei der
Kolben einen zylindrischen Endteil auf der Seite der Druckkammer aufweist, wobei
der zylindrische Endteil ein auf einem Innenumfang desselben ausgebildetes Innengewinde
aufweist; eine Schraubstange, die in der Druckkammer montiert ist und ein Außengewinde
auf einem Außenumfang derselben aufweist, das schraubend in das Innengewinde
eingreift; und eine Feder, die die Schraubstange derart vorspannt, dass diese von
dem Kolben weg gedrückt wird; dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben mit einem
Druckablassdurchgang ausgebildet ist, über den die Druckkammer mit dem Inneren
der Motorabdeckung kommuniziert, und dass ein Ablassventil in dem Druckablassdurchgang
montiert ist, wobei das Ablassventil konfiguriert ist, um sich zu öffnen, wenn
der Druck in der Druckkammer einen vorbestimmten Druckwert überschreitet.
Weil bei dieser Anordnung das Ablassventil in dem Druckablassdurchgang
in dem Kolben montiert ist, kann der Außendurchmesser des Gehäuses im
Vergleich zu der herkömmlichen Anordnung, bei der ein Ablassventil in dem Gehäuse
montiert ist, reduziert werden, wodurch die Größe und das Gewicht der
gesamten Kettenspannvorrichtung reduziert werden. Die Kettenspannvorrichtung der
Erfindung kann also einfach an einer Motorabdeckung montiert werden,
auch wenn der Raum um das Spannvorrichtungs-Montageloch in der Motorabdeckung klein
ist.
Weitere Merkmale und Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden durch
die folgende Beschreibung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen verdeutlicht.
1 ist eine Vorderansicht eines Kettenübertragungsmechanismus,
in dem eine Kettenspannvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung montiert ist.
2 ist eine vertikale Schnittansicht der Kettenspannvorrichtung
von 1 und zeigt den anfänglichen Einstellzustand.
3 ist eine 2 entsprechende
Ansicht von rechts.
4 ist eine vertikale Schnittansicht der Kettenspannvorrichtung
von 1 und zeigt einen Zustand, in dem die Kette gespannt
wird.
5 ist eine teilweise vergrößerte Schnittansicht
der Kettenspannvorrichtung von 1 und zeigt den Teil,
an dem das Ablassventil montiert ist.
6 ist eine teilweise vergrößerte Ansicht
der Festspannschraube der Kettenspannvorrichtung von 1
und zeigt deren Gewindeteil.
7 ist eine Vorderansicht eines Kettenübertragungsmechanismus,
in dem eine Kettenspannvorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung montiert ist.
8 ist eine vergrößerte Schnittansicht der
Kettenspannvorrichtung von 7.
9 ist eine vergrößerte Schnittansicht des
Ablassventils von 8 und zeigt den geöffneten Zustand
desselben.
10 ist eine Schnittansicht entlang der Linie X-X von
9.
11 ist eine vergrößerte perspektivische Ansicht
eines Abstandsglieds aus 9.
Wie in 1 gezeigt, umfasst ein Kettenübertragungsmechanismus
ein Zahnrad 2, das auf einer Kurbelwelle 1 an einem Ende derselben
montiert ist, Zahnräder 4, die jeweils auf einer der Nockenwellen
3 an einem Ende derselben montiert sind, eine Kette 5, die um
die Zahnräder 2 und 4 geführt ist, und eine Kettenführung
6, die in Kontakt mit der Hängeseite 5a der Kette
5 gehalten wird.
Die Kettenführung 6 wird schwenkbar durch eine Welle
7 gehalten. Eine Kettenspannvorrichtung 10 ist auf einer Seite
der Kettenführung 6 vorgesehen um die Kettenführung
6 gegen die Kette zu drücken und eine konstante Spannung der Kette
5 zu halten.
Die Kettenspannvorrichtung 10 umfasst ein zylindrisches Gehäuse
11, das in ein Spannvorrichtungs-Montageloch B in einer Motorabdeckung
A von außerhalb der Motorabdeckung eingesteckt ist. Ein Flansch 12
ist an dem Außenumfang des Gehäuses 11 an einem Ende desselben
ausgebildet. Durch Festspannschrauben 13 wird der Flansch 12 gegen
die Außenfläche der Motorabdeckung A gedrückt und dadurch an der
Motorabdeckung A fixiert.
Wie in 2 gezeigt, ist das Gehäuse
11 mit einer Zylinderkammer 14 ausgebildet, die sich zu der Endfläche
des Gehäuses 11 öffnet, das im Inneren der Motorabdeckung A angeordnet
ist. In der Zylinderkammer 14 sind ein Kolben 15 und eine Rückstellfeder
16, die den Kolben 15 nach außen aus der Zylinderkammer
14 vorspannt, montiert.
Der Kolben 15 ist ein rohrförmiges Glied, das ein geschlossenes
vorderes Ende außerhalb der Zylinderkammer 14 und ein offenes hinteres
Ende aufweist. Ein Innengewinde 17 ist auf der Innenfläche des Kolbens
15 in der Nähe des offenen hinteren Endes ausgebildet und greift schraubend
in ein Außengewinde 19 auf der Außenfläche einer Schraubstange
18 ein.
Die Schraubstange 18 ist mit einer sich durch dieselbe erstreckenden
Axialbohrung 20 versehen. Die Axialbohrung 20 umfasst einen Teil
mit großem Durchmesser und einen Teil mit kleinem Durchmesser, zwischen denen
eine Schulter 20a definiert ist. Zwischen der Schulter 20a und
der geschlossenen Endwand des Kolbens 15 sind ein Federsitz 21
und eine Feder 22 montiert, wobei ein vorderes kugelförmiges Ende
des Federsitzes 21 auf der geschlossenen Endwand des Kolbens
15 gehalten wird und ein hinteres Ende der Feder 22 auf der Schulter
20a gehalten wird. Die Feder 22 spannt also den Kolben
15 und die Schraubstange 18 derart vor, dass diese voneinander
weg gedrückt werden.
Das Innenwinde 17 auf der Innenfläche des Kolbens
15 und das Außengewinde 19 auf der Außenfläche
der Schraubstange 18 weisen beide eine Druckflanke 23 zum Halten
der auf den Kolben 15 ausgeübten axialen Druckkraft und eine Freiflanke
24 auf. Die Druckflanke 23 weist einen größeren Flankenwinkel
auf als die Freiflanke 24. Das Innengewinde 17 und das Außengewinde
19 weisen beide einen gezahnten Längsschnitt auf. Die Gewinde
17 und 19 weisen außerdem derartige Führungswinkel auf,
dass sich der Kolben 15 und die Schraubstange 18 unter der Vorspannkraft
der Feder 22 relativ zueinander drehen und axial voneinander weg bewegen.
Das Gehäuse 11 ist mit einem Ölzuführdurchgang
26 versehen, der mit einer Druckkammer 25 hinter dem Kolben
15 kommuniziert. Ein Rückschlagventil 27 ist an dem Auslass
der Ölzuführkammer 26 zu der Druckkammer 25 vorgesehen.
Das Rückschlagventil 27 umfasst einen Ventilsitz
29, der zu einem gestuften Loch 28 gedrückt wird, das in
dem geschlossenen Ende der Zylinderkammer 14 ausgebildet ist, einen kugelförmigen
Ventilkörper 31 zum wahlweisen Öffnen und Schließen eines
Ventillochs 30 in dem Ventilsitz 29, und ein Halteglied
32, das die Bewegung des Ventilkörpers 31 und damit den Öffnungsgrad
des Ventillochs 30 einschränkt. Wenn der Druck in der Druckkammer
25 den Zuführdruck des Hydrauliköls in dem Ölzuführdurchgang
26 überschreitet, schließt der Ventilkörper 31
das Ventilloch 30.
Der Ventilsitz 29 hält das hintere Ende der Schraubstange
18 und dient damit auch als Stangensitz. Der Ventilsitz 29 und
die Schraubstange 18 stoßen entlang einer sich verjüngenden Fläche
29a gegeneinander.
Eine Ringvertiefung 33 ist in der Innenfläche des Gehäuses
11 in der Nähe des offenen Endes ausgebildet. In der vorderen Seitenwand
der Ringvertiefung 33 ist eine Vertiefung 34 mit kleinem Durchmesser
ausgebildet. Ein elastisch verformbarer Einstellring 35 ist in der Vertiefung
34 mit kleinem Durchmesser in einem radial komprimierten Zustand aufgenommen,
wobei der radial innere Teil in einer Einstellvertiefung 36 in der Außenfläche
des Kolbens 15 in der Nähe des vorderen Endes aufgenommen ist. Der
Kolben 15 wird also durch den Einstellring 35 in der Zylinderkammer
14 zurückgezogen gehalten.
Während der Kolben 15 in der Zylinderkammer zurückgezogen
gehalten wird, wird der vordere Endteil des Gehäuses 11 in das Spannvorrichtungs-Montageloch
B der Motorabdeckung A eingesetzt und wird der Flansch 12 an der Motorabdeckung
A festgeschraubt.
Wenn der Motor in diesem Zustand gestartet wird, wird die Hängeseite
der Kette 5a gespannt, sodass eine Drückkraft über die Kettenführung
auf den Kolben 15 ausgeübt wird, die den Kolben 15 nach hinten
drückt. Dadurch wird der Einstellring 35 in die Ringvertiefung
33 gedrückt. Der Einstellring 35 kann sich dabei radial erweitern
und von der Einstellvertiefung 36 lösen. Wenn also die Hängeseite
der Kette wieder entspannt wird, wird der Kolben unter der Vorspannkraft der Rückstellfeder
16 nach vorne gedrückt, um die Kettenführung 6 wie in
4 gezeigt gegen die Kette 5 zu drücken
und dadurch die Kette 5 zu spannen.
Wie in 4 gezeigt, weist der Flansch in
seinem Teil über der Zylinderkammer 14 ein Ventilmontageloch
37, das mit der Druckkammer 25 kommuniziert, und ein Druckablassloch
38 auf, das sich von der gegen die Motorabdeckung A stoßenden Fläche
zu dem Ventilmontageloch 37 erstreckt.
Das Ventilmontageloch 37 ist ein gestuftes Loch, das einen
Endteil mit kleinem Durchmesser, der mit der Druckkammer 25kommuniziert,
und einen Teil mit großem Durchmesser aufweist, in dem ein Ablassventil
40 montiert ist.
Das Ablassventil 40 umfasst eine Ventilmanschette
41, die ein geschlossenes unteres Ende aufweist, das mit einem Ventilloch
42 versehen ist. In der Ventilmanschette 41 sind ein kugelförmiger
Ventilkörper 43 und eine Ventilfeder 44, die den Ventilkörper
43 zu dem Ventilloch 42 vorspannt, montiert. Die obere Öffnung
der Ventilmanschette 41 wird durch eine Festspannschraube 45 geschlossen.
Die Festspannschraube 45 greift schraubend in ein Innengewinde
39 auf der Innenfläche des Ventilmontagelochs 37 an dessen
oberem Endteil ein. Indem die Schraube 45 festgezogen wird, wird das Ablassventil
40 an seiner Position fixiert.
Die Ventilmanschette 41 ist mit einem Radialdurchgangsloch
46 versehen, durch welches das Innere der Ventilmanschette 41
mit dem Druckablassloch 38 kommuniziert. Am ihrem unteren Ende weist die
Festspannschraube 45 einen Verbindungsschaftteil 45a auf, der
in die obere Öffnung der Ventilmanschette 41 gedrückt wird. An
dem unteren Ende des Verbindungsschaftteils 45a ist ein Beschränkungsschaftteil
45b vorgesehen, der die Bewegung des Ventilkörpers 43 und
damit den Öffnungsgrad des Ventillochs 42 beschränkt.
Wie in 4 und 5
gezeigt, ist die gegen die Motorabdeckung A stoßende Oberfläche des Flansches
12 mit einer Vertiefung 47 verstehen, durch die das in das Druckablassloch
38 geleckte Hydrauliköl zu dem Außenumfang des Gehäuses
11 geführt wird. Auf dem Außenumfang des Gehäuses
11 ist eine flache Fläche 48 derart ausgebildet, dass sie
einen Durchgang 49 zwischen der flachen Fläche 48 und der
Innenwand des Spannvorrichtungs-Montagelochs B definiert. Der Durchgang
49 und die Vertiefung 47 bilden einen Öldurchgang
50, durch den das in das Druckablassloch 38 geleckte Hydrauliköl
in die Motorabdeckung A geführt wird.
Wie in 6 gezeigt, ist ein dichtender
Kleber 51 zwischen dem Gewinde der Festspannschraube 45 und dem
Innengewinde 39 angeordnet, um ein Lecken von Hydrauliköl durch den
Zwischenraum zwischen den Gewinden nach außen zu verhindern. wie in
5 gezeigt, ist eine Dichtung 52 zwischen den
gegeneinander stoßenden Flächen des Flansches 12 und der Motorabdeckung
A angeordnet, um ein Lecken von Hydrauliköl durch den Zwischenraum
zwischen den gegeneinander stoßenden Flächen nach außen zu verhindern.
Wenn der Motor gestartet wird, bewegt sich die Kette 5 in
der Richtung des Pfeils von 1 und treibt die Nockenwellen
3 an. Gleichzeitig wird eine Pumpe (nicht gezeigt) aktiviert, um Motoröl
(Hydrauliköl) zu der Druckkammer 25 der Kettenspannvorrichtung
10 zuzuführen.
Wenn die Nockenwellen 3 angetrieben werden und die Hängeseite
5a der Kette 5 aufgrund von Fluktuationen im Drehmoment durchhängt,
werden der Kolben 15 und die Schraubstange 18 unter dem Druck
des durch den Ölzuführdurchgang 26 zu der Druckkammer
25 geführten Hydrauliköls aus der Zylinderkammer 14
gedrückt. Die Schraubstange 18 löst sich also von dem Ventilsitz
29, sodass das Hydrauliköl in die Druckkammer 25 und die
Durchgangsbohrung 20 der Schraubstange 18 fließt.
Wenn der Kolben 15 aus der Zylinderkammer gedrückt wird,
drückt der Kolben 15 gegen die Kettenführung 6, um die
Kette 5 erneut zu spannen. Gleichzeitig dreht sich die Schraubstange
18 unter der Vorspannkraft der Feder 22 und bewegt sich zu dem
Rückschlagventil 27, bis sie gegen den Ventilsitz 29 stößt.
Der Kolben 15 und die Schraubstange 18 werden in diesem Zustand
angehalten, sodass die Spannung der Kette 5 auf einem konstanten Wert gehalten
wird.
Wenn die Spannung der Kette 5 zunimmt, wird eine Drückkraft
von der Kette 5 über die Kettenführung 6 auf dem Kolben
15 ausgeübt. Dadurch wird der Druck des Hydrauliköls in der Durchgangsbohrung
20 der Schraubstange, im Inneren des Kolbens 15 und in der Druckkammer
25 erhöht, sodass der Ölzuführdurchgang 26 durch
das Rückschlagventil 27 geschlossen wird. Die Drückkraft wird
also durch den in der Druckkammer gedichteten Hydrauliköldruck und die Druckflanken
23 der Innen- und Außengewinde 17 und 19 getragen,
um ein Zurückziehen des Kolbens 15 zu verhindern.
Wenn die auf den Kolben 15 ausgeübte Drückkraft
die Vorspannkraft der Rückstellfeder 16 überschreitet, dreht
sich die Schraubstange 18 und bewegt sich der Kolben 15 in der
Richtung, in der das Volumen der Druckkammer 25 reduziert wird.
Das Hydrauliköl in der Druckkammer leckt also durch einen schmalen
Zwischenraum zwischen den Gleitflächen der Zylinderkammer 14 und des
Kolbens 15, sodass sich der Kolben 14 langsam zurückziehen
kann, bis die Vorspannkraft der Rückstellfeder 16 die Drückkraft
ausgleicht.
Wenn die Kette 5 schwingt, bewegt sich der Kolben innerhalb
des durch den Zwischenraum zwischen den schraubend verbundenen Teilen des Innengewindes
17 und des Außengewindes 19 bestimmten Bereichs hin und her.
Dabei dient das in der Druckkammer 25 gedichtete Hydrauliköl als Hydraulikdämpfer,
um die Schwingungen der Kette zu absorbieren.
Wenn der Kolben 15 abrupt nach innen gedrückt wird,
steigt der Druck in der Druckkammer 25 abrupt an. Wenn dabei der Druck
in der Druckkammer 25 einen vorbestimmten Druckwert überschreitet,
öffnet der Ventilkörper 43 des Ablassventils 40 das
Ventilloch 42, sodass das Hydrauliköl in der Druckkammer
25 durch das Ventilloch 42 in die Ventilmanschette 41
fließen und dann durch das Loch 46, das Druckablassloch
38 und den Öldurchgang 50 wie durch die Pfeile in
4 und 5 angegeben in die
Motorabdeckung A fließen kann.
Dadurch wird ein übermäßiges Ansteigen des Drucks in
der Druckkammer 25 verhindert, wodurch wiederum eine übermäßige
Spannung der Kette 5 verhindert wird. Weil das Hydrauliköl in die
Motorabdeckung A zurückgeführt wird, kann eine Verunreinigung durch das
Hydrauliköl außerhalb des Motors verhindert werden.
Weil das Ablassventil 40 in dem Ventilmontageloch
37 in dem Flansch 12 montiert ist, wird der Außendurchmesser
des Gehäuses nicht durch das Vorhandensein des Ablassventils 40vergrößert,
sodass die Größe und das Gewicht der Spannvorrichtung nicht vergrößert
werden.
7 zeigen einen Kettenübertragungsmechanismus,
der eine Kettenspannvorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst. Wie in der ersten Ausführungsform umfasst
der Kettenübertragungsmechanismus dieser Ausführungsform ein Zahnrad
2, das an einer Kurbelwelle 1 fixiert ist, Zahnräder
4, die an Nockenwellen 3 fixiert sind, und eine Kette
5, über die die Zahnräder 2 und 4 miteinander
verbunden sind. Die Drehung der Kurbelwelle 1 wird also über die Kette
5 auf die Nockenwellen 3 übertragen, um Ventile (nicht gezeigt)
in Verbrennungskammern wahlweise zu öffnen und zu schließen. Die Zahnräder
2 und 4 und die Kette 5 sind in einem Motorraum angeordnet,
der in einer Motorabdeckung A definiert ist.
Der Kettenübertragungsmechanismus umfasst weiterhin eine Kettenführung
6, die um eine Schwenkwelle 7 schwenken kann und in Kontakt mit
der Kette 5 gehalten wird. Die Kettenführung 6 wird durch
eine Kettenspannvorrichtung vorgespannt, die auf der Motorabdeckung A montiert ist
und gegen die Kette 5 drückt.
Die Kettenspannvorrichtung 60 umfasst ein Gehäuse
61, das in einem Spannvorrichtungs-Montageloch B in der Motorabdeckung
A ausgebildet ist. Das Gehäuse 61 weist einen Flansch 63
auf der radial äußeren Fläche auf, der über Schrauben
62 an einer axial äußeren Fläche der Motorabdeckung fixiert
ist.
Wie in 8 gezeigt ist das Gehäuse
61 ein zylindrisches Glied, das ein geschlossenes Ende und ein offenes
Ende aufweist und in der Motorabdeckung A angeordnet ist. Ein Kolben 64
ist axial verschiebbar in dem Gehäuse 61 aufgenommen, um die Kette
5 zu drücken. Der Kolben 61 definiert eine Druckkammer
65 in dem Gehäuse 61.
Eine Rückstellfeder 66 ist in der Druckkammer
65 montiert und spannt den Kolben 64 in einer Richtung vor, um
das Volumen der Druckkammer 65 zu vergrößern. Die Druckkammer
65 ist mit Öl gefüllt. Das Gehäuse 61 ist mit einem
Ölzuführdurchgang 67 versehen, über den die Druckkammer
65 mit dem Äußeren des Gehäuses 61 kommuniziert.
Der Ölzuführdurchgang 67 weist eine Außenöffnung auf,
die mit einem Öldurchgang 68 in der Motorabdeckung A verbunden ist.
Der Öldurchgang 68 ist mit einer Ölzuführpumpe (nicht gezeigt)
verbunden.
An dem sich zu der Druckkammer öffnenden Ende des Ölzuführdurchgangs
67 ist ein Rückschlagventil 69 vorgesehen, das nur einen
Ölfluss von außen in die Druckkammer gestattet. Das Rückschlagventil
69 umfasst einen Ventilsitz 70, der in das Gehäuse
61 gedrückt ist, einen kugelförmigen Ventilkörper
71, der derart angeordnet ist, dass er in und aus einem Kontakt mit dem
Ventilsitz 70 bewegt werden kann, und ein Halteglied 72, das den
Bewegungsbereich des Ventilkörpers 71 beschränkt.
Wenn der Druck in der Druckkammer 65 den Druck in dem Ölzuführdurchgang
67 überschreitet, wird der Ventilkörper 71 des Rückschlagventils
69 gegen den Ventilsitz 70 gedrückt, um ein Ventilloch
73 in dem Ventilsitz 70 zu schließen. Wenn der Druck in der
Ventilkammer 65 unter den Druck in dem Ölzuführdurchgang
67 fällt, wird der Ventilkörper 71 von dem Ventilsitz
70 getrennt, um das Ventilloch 73 zu öffnen.
Der Kolben 64 umfasst einen Zylinder 74, der in
das Gehäuse 61 eingesteckt ist, und eine Kappe 75, die in
dem vorstehenden Ende des Zylinders 74 vorgesehen ist und in Kontakt mit
der Kettenführung 6 gehalten wird. Der Zylinder 74 weist
ein Innengewinde 76 auf, das auf der radialen Innenfläche desselben
vorgesehen ist. In der Druckkammer 65 ist eine Schraubstange
77 in den Kolben 64 eingesetzt und erstreckt sich koaxial zu demselben.
Die Schraubstange 77 weist ein Außengewinde 78 auf, das auf
der radialen Außenfläche ausgebildet ist und in einer schraubenden Verbindung
mit dem Innengewinde 76 des Zylinders 74 gehalten wird. Die Schraubstange
77 ist mit einer axialen Durchgangsbohrung 79 versehen.
Das Innengewinde 76 und das Außengewinde 78
greifen schraubend ineinander, wobei ein axiales Spiel zwischen denselben vorhanden
ist. Das Innengewinde 76 und das Außengewinde 78 weisen beide
einen asymmetrisch gezahnten Abschnitt entlang der Achse auf und umfassen jeweils
eine Druckflanke 80, um die auf den Kolben 64 ausgeübte Axialkraft
in einer Richtung zu halten, in der das Volumen der Druckkammer 65 reduziert
wird. Die Druckflanke 80 weist einen größeren Flankenwinkel auf
als die Freiflanke 81.
Die Kappe 75 weist ein geschlossenes äußeres Ende
und ein inneres Ende auf, das sich zu der Druckkammer öffnet und mit einem
Druckablassdurchgang 82 versehen ist, über den die Druckkammer
65 mit dem Inneren der Motorabdeckung A kommuniziert. An dem Ende des Ablassdurchgangs
82, das sich zu der Druckkammer 65 öffnet, ist ein Ablassventil
83 vorgesehen, das sich öffnet, wenn der Druck in der Druckkammer
65 einen vorbestimmten Druckwert überschreitet.
Wie in 9 gezeigt, umfasst das Ablassventil
83 einen Ventilsitz 85, der mit einem Ventilloch 84 ausgebildet
ist, einen kugelförmigen Ventilkörper 86, der derart angeordnet
ist, dass er in und aus einem Kontakt mit dem Ventilsitz 85 bewegt werden
kann, eine Ventilfeder 87, die den Ventilkörper 86 zu dem
Ventilloch 84 vorspannt, und eine Ventilmanschette 88, in der
die Ventilfeder 87 und der Ventilkörper 86 aufgenommen sind.
Die Ventilmanschette 88 weist ein Durchgangsloch 89 auf, durch
welches das durch das Ventilloch 84 in die Manschette 88 fließende
Öl in den Druckablassdurchgang 82 ausgeführt wird.
Das Ablassventil 83 wird in der Kappe 75 durch ein
Halteglied 90 gehalten, das in die Kappe 75 gedrückt wird.
Zwischen der Kappe 75 und der Schraubstange 77 ist ein Federsitz
92 angeordnet, der durch eine Feder 91 zu der Kappe
75 vorgespannt wird. Der Federsitz 92 weist eine kugelförmige
Endfläche auf, die der Kappe 75 zugewandt ist.
Der Federsitz 92 wird durch die radiale Innenfläche
der Kappe 75 radial in Position gehalten. Ein säulenförmiges
Abstandsglied 93 ist zwischen dem Federsitz 92 und dem Halteglied
90 angeordnet, sodass die Vorspannkraft der Feder 91 über
den Federsitz 92, das Abstandsglied 93 und das Halteglied
90 zu der Kappe 75 übertragen wird. Die Feder 91spannt
also die Schraubstange 77 derart vor, dass diese von der Kappe
95 weg gedrückt wird.
Wie in 10 und 11
gezeigt, sind Axialvertiefungen 94 in der Seitenfläche
des Abstandsglieds 93 ausgebildet. In der Endfläche des Abstandsglieds
94, die dem Halteglied 90 zugewandt ist, sind diametrale Vertiefungen
94 ausgebildet. Das Öl in der Druckkammer 65 kann also durch
radiale Durchgangslöcher 96 in der Kappe 75, durch die Vertiefungen
94 und 95 und ein Durchgangsloch 97 in dem Halteglied
90 in das Ablassventil 83 fließen.
Im Folgenden wird der Betrieb der Druckspannvorrichtung
60 beschrieben.
Wenn die Spannung der Kette 5 zunimmt und die Kette
5 schwingt, während die Nockenwellen 3 angetrieben werden,
bewegt sich der Kolben 64 wiederholt innerhalb des Bereichs, der dem Zwischenraum
zwischen dem Innengewinde 76 und dem Außengewinde 78 entspricht,
hin und her. Dadurch wird die Schraubstange 77 jeweils geringfügig
gedreht, sodass der Kolben 64 axial bewegt wird, bis die Summe aus dem
Druck in der. Druckkammer 65 und der Vorspannkraft der Rückstellfeder
66 die Spannung der Kette 5 ausgleichen. Die Spannung der Kette
5 wird also vermindert. Dabei leckt Öl in der Druckkammer
65 durch einen Zwischenraum zwischen den Gleitflächen des Gehäuses
61 und des Kolbens 64 in den Motorraum.
Wenn sich die Spannung der Kette 5 vermindert, fällt
der Druck in der Druckkammer 65 unter den Druck in dem Ölzuführdurchgang
67. Dadurch wird das Rückschlagventil 69geöffnet, sodass
Öl durch den Ölzuführdurchgang 67 in die Druckkammer
65 fließt. Der Kolben 64 bewegt sich also in der Richtung,
in der das Volumen der Druckkammer 65 vergrößert wird, bis die
Summe aus dem Druck in der Druckkammer 65 und der Vorspannkraft der Rückstellfeder
66 die Spannung der Kette 5 ausgleicht. Wenn die Bewegungsdistanz
der Kolbens in dieser Richtung einen bestimmten Punkt überschreitet, wird die
Schraubstange 77 von dem Ventilsitz 70 getrennt. Danach bewegt
sich die Schraubstange 77 jedoch unter der von der Kette 5 über
den Kolben 64 übertragenen Schwingkraft und der Vorspannkraft der
Feder 91 langsam drehend zu dem Ventilsitz 70.
Wenn sich die Spannung der Kette 5 abrupt erhöht und
die Schraubstange 77 von dem Ventilsitz 70 getrennt ist, steigt
der Druck in der Druckkammer 65, sodass sich das Ablassventil
83 öffnet. Daraus resultiert, dass wie in 9
gezeigt, das Öl in dem Kolben 64 durch das Druckablassventil
82 in die Motorabdeckung A fließt, sodass sich der Kolben
64 in der Richtung bewegen kann, in der das Volumen der Druckkammer
65 reduziert wird. Dadurch wird eine übermäßige Spannung
der Kette 5 verhindert.
Wenn der Motor danach stoppt, bewegt sich der Kolben 64,
bis die Schraubstange 77 gegen den Ventilsitz 70 stößt.
Weil in diesem Zustand die Kette 5 nicht schwingt, dreht sich die Schraubstange
77 nicht, sodass sich der Kolben 64 nicht mehr bewegt, sobald
die Schraubstange 77 gegen den Ventilsitz 70 stößt.
Wenn also der Motor erneut gestartet wird, kann die Kette 5 schnell gespannt
werden, wodurch die Spannung der Kette 6 stabilisiert wird.
Weil in dieser Ausführungsform das Ablassventil 83 in
dem Kolben 64 montiert ist, kann der Außendurchmesser des Gehäuses
61 reduziert werden, sodass die Größe und das Gewicht der gesamten
Kettenspannvorrichtung 60 im Vergleich zu einer Anordnung reduziert werden
können, in der das Ablassventil 83 in dem Gehäuse 61
montiert ist.
Weiterhin kann in dieser Ausführungsform im Vergleich zu einer
Anordnung, in der das Ablassventil 83 in dem Flansch 63 montiert
ist, die Größe des Flansches 63 reduziert werden, sodass die
Spannvorrichtung auch dann einfach an der Motorabdeckung montiert werden kann, wenn
der Installationsraum der Motorabdeckung A um das Spannmontageloch B herum klein
ist.