Die vorliegende Erfindung betrifft eine Waschmaschine und deren Betriebsverfahren
und insbesondere eine Waschmaschine, die eine geschätzte Waschzeit entsprechend
einer Eingangsspannung abändern kann, die an die Waschmaschine angelegt wird,
und ein Betriebsverfahren der Waschmaschine.
Im allgemeinen sind Waschmaschinen Vorrichtungen zur Reinigung von
Wäsche durch Zuführen von Waschwasser, so daß die Wäsche eingeweicht
werden kann, Auflösen eines Waschmittels im Waschwasser und Entfernen von Staub
und Schmutz von der Wäsche. Insbesondere drehen Waschmaschinen eine Trommel,
die Wäsche enthält, so daß eine mechanische Reibung oder Schwingung
zwischen dem Waschwasser und der Wäsche bewirkt werden kann, und daß Staub
und Schmutz leicht von der Wäsche entfernt werden können.
Waschmaschinen können Wasch-, Spül-, und Entwässerungsvorgänge
entsprechend verschiedener Einstellungen durchführen. Waschmaschinen können
eine Heizvorrichtung zur Regelung der Temperatur des Waschwassers aufweisen. In
diesem Fall können Staub und Schmutz effektiv von der Wäsche entfernt
werden, indem das Waschwasser unter Verwendung der Heizvorrichtung auf eine vorgegebene
Temperatur erwärmt wird, die im voraus eingestellt werden kann.
Herkömmlich berechnen Waschmaschinen eine geschätzte Waschzeit
und zeigen die geschätzte Waschzeit in einem Anfangsstadium der Einstellung
einer Anzahl von Waschparametern an. Jedoch kann im Fall eines Waschvorgangs, der
einen Heizvorgang zur Erwärmung des Waschwassers unter Verwendung einer Heizvorrichtung
umfaßt, eine für den Waschvorgang geschätzte Waschzeit beträchtlich
vom Umfang der Zeit abweichen, die es tatsächlich braucht, um den Waschvorgang
durchzuführen, da sich der Umfang der Zeit, die benötigt wird, um den
Heizvorgang durchzuführen, entsprechend einer Eingangsspannung verändert,
die an eine Waschmaschine angelegt wird. Als Ergebnis können Waschmaschinen
einen Anwender mit fehlerhaften Waschzeitinformationen versorgen.
Zusätzlich können Waschmaschinen insbesondere vor oder nach
einem Heizvorgang nicht imstande sein, richtig Informationen der verbleibenden Waschzeit
anzuzeigen, die vermutlich allmählich abnimmt, wenn das Waschen abläuft,
wodurch Anwender häufig hinsichtlich der genauen Endzeit eines Waschvorgangs
verwirrt werden und der Komfort des Anwenders beträchtlich vermindert wird.
Die vorliegende Erfindung stellt eine Waschmaschine, die eine geschätzte
Waschzeit, die gegenwärtig angezeigt wird, entsprechend einer Eingangsspannung
abändern kann, die an die Waschmaschine angelegt wird, und folglich eine präzise
geschätzte Waschzeit bereitstellen kann, die den Ablauf eines Waschvorgangs
richtig widerspiegelt, und ein Betriebsverfahren der Waschmaschine bereit.
Entsprechend eines Aspekts der vorliegenden Erfindung wird ein Betriebsverfahren
einer Waschmaschine bereitgestellt, wobei das Betriebsverfahren aufweist: Empfangen
von Einstellungsdaten hinsichtlich eines Waschablaufs und anderer Waschparameter;
Erfassung einer Eingangsspannung; und Berechnen einer Waschzeit beruhend auf den
Einstellungsdaten und der Eingangsspannung und Ausgeben der berechneten Waschzeit.
Entsprechend eines anderen Aspekts der vorliegenden Erfindung, wird
eine Waschmaschine bereitgestellt, die aufweist: eine Heizvorrichtung, die Waschwasser
erwärmt, das in einer Trommel enthalten ist; eine Spannungserfassungseinheit,
die eine Eingangsspannung erfaßt, die an die Waschmaschine angelegt ist; eine
Waschzeitberechnungseinheit, die eine Waschzeit beruhend auf der Eingangsspannung
und Einstellungsdaten hinsichtlich einer Anzahl von Waschparametern einschließlich
eines Waschablaufs berechnet; und eine Steuereinheit, die einen Waschvorgang entsprechend
der Einstellungsdaten durchführt und die berechnete Waschzeit steuert, die
ausgegeben werden soll.
Die obigen und anderen Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden deutlicher werden, indem im Detail deren bevorzugte Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben werden. Es zeigen:
1 eine perspektivische Ansicht einer Waschmaschine
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
2 ein Blockdiagramm der in 1
dargestellten Waschmaschine;
3 die Beziehung zwischen einer Eingangsspannung, die
an eine Waschmaschine angelegt wird, und einer Waschzeit gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
4 einen Ablaufplan, der ein Betriebsverfahren einer
Waschmaschine gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
darstellt;
5 einen Ablaufplan, der die Berechnung einer Waschzeit
durch eine Waschmaschine gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung darstellt; und
6 einen Ablaufplan, der die Korrektur einer Waschzeit
durch eine Waschmaschine gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung darstellt.
Die vorliegende Erfindung wird im folgenden im Detail unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen exemplarische Ausführungsformen
der Erfindung gezeigt werden.
1 ist eine perspektivische Ansicht einer Waschmaschine
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, und
2 ist ein Blockdiagramm der in 1
dargestellten Waschmaschine. Bezugnehmend auf die 1
und 2, weist die Waschmaschine auf: einen Motor
90, der eine Trommel dreht, eine Heizvorrichtung 80, die Waschwasser
erwärmt, eine Betriebssteuereinheit 70, die das Betreiben des Motors
90 und die Heizvorrichtung 80 steuert, eine Spannungserfassungseinheit
20, die eine Spannung erfaßt, die der Waschmaschine zugeführt
wird, eine Waschzeitberechnungseinheit 30, die eine Waschzeit berechnet,
eine Eingangseinheit 40, die Einstellungsdaten hinsichtlich einer Anzahl
von Waschparametern wie einem Waschablauf empfängt, und eine Anzeigeeinheit
60, die die berechnete Waschzeit anzeigt, die durch die Waschzeitberechnungseinheit
30 bereitgestellt wird.
Die Waschmaschine weist außerdem eine Steuereinheit
50 auf. Die Steuereinheit 50 wendet einen Steuerbefehl auf die
Betriebssteuereinheit 70 an, so daß ein Waschvorgang entsprechend
der Einstellungsdaten durchgeführt werden kann, die durch die Eingangseinheit
40 empfangen werden. Die Steuereinheit 50 aktualisiert eine Waschzeit,
die gegenwärtig durch die Anzeigeeinheit 60 angezeigt wird, mit der
berechneten Waschzeit, die durch die Waschzeitberechnungseinheit 30 bereitgestellt
wird, so daß die berechnete Waschzeit, die durch die Waschzeitberechnungseinheit
30 bereitgestellt wird, durch die Anzeigeeinheit 60 angezeigt
werden kann.
Die Waschmaschine weist außerdem eine Stromversorgungseinheit
10, die Strom gleichrichtet und glättet, und eine (nicht gezeigte)
Wäschemengenermittlungseinheit auf.
Die Spannungserfassungseinheit 20 kann eine Eingangsspannung
erfassen, die durch die Stromversorgungseinheit 10 an die Waschmaschine
angelegt wird, jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt.
Mit anderen Worten kann die Spannungserfassungseinheit 20 einen Strom erfassen,
der der Waschmaschine durch die Stromversorgungseinheit 10 zugeführt
wird.
Die Spannungserfassungseinheit 20 kann die Eingangsspannung
mindestens einmal in regelmäßigen Zeitabständen erfassen.
Die Eingangseinheit 40 kann mehrere Knöpfe aufweisen
und verschiedene Einstellungsdaten hinsichtlich eines Waschablaufs, einer Waschtemperatur
und eine Waschwasserstands empfangen.
Die Anzeigeeinheit 60 gibt die Einstellungsdaten aus, die
durch die Eingangseinheit 40 empfangen werden, und gibt außerdem Informationen
wie den Ablauf eines Waschvorgangs und eine verbleibende Waschzeit aus. Zusätzlich
gibt die Anzeigeeinheit 60 die berechnete Waschzeit aus, die durch die
Waschzeitberechnungseinheit 30 bereitgestellt wird, und gibt außerdem
verschiedene Meldungen während des Waschens aus.
Die Betriebssteuereinheit 70 liefert als Reaktion auf den
Steuerbefehl, der durch die Steuereinheit 50 auf sie angewendet wird, einen
Strom oder legt eine Spannung an den Motor 90 und die Heizvorrichtung
80. Dann werden der Motor 90 und die Heizvorrichtung
80 betrieben, wodurch sie einen Waschvorgang durchführen.
Die Heizvorrichtung 80 kann eine Trockenheizvorrichtung und
eine Dampfheizvorrichtung aufweisen. Die Heizvorrichtung 80 kann betrieben
werden, wenn ein Kochwaschgang, der ein Waschablauftyp ist, durchgeführt wird.
Die Waschzeitberechnungseinheit 30 berechnet eine Waschzeit
beruhend auf einem Eingangsspannungswert, der durch die Spannungserfassungseinheit
20 bereitgestellt wird, und den Einstellungsdaten, die durch die Eingangseinheit
40 empfangen werden. Wenn kein zusätzlicher Heizvorgang erforderlich
ist, kann die Waschzeitberechnungseinheit 30 keine Heizzeit während
der Berechnung einer Waschzeit zählen. Stattdessen kann die Waschzeitberechnungseinheit
30 eine Grundwaschzeit nur unter Berücksichtigung der Einstellungsdaten
berechnen, die durch die Eingangseinheit 40 empfangen werden.
Die Waschzeitberechnungseinheit 30 kann einen Durchschnittseingangsspannungswert
durch Durchschnittsbildung von mehreren Eingangsspannungswerten berechnen, die durch
die Spannungserfassungseinheit 20 bereitgestellt werden.
Insbesondere kann die Waschzeitberechnungseinheit 30 die
Grundwaschzeit beruhend auf den Einstellungsdaten berechnen, die durch die Eingangseinheit
40 empfangen werden, und die Heizzeit beruhend auf dem Durchschnittseingangsspannungswert
berechnen. Danach kann die Waschzeitberechnungseinheit 30 eine Waschzeit
durch Aufaddieren der Grundwaschzeit und der Heizzeit berechnen.
Die Waschzeitberechnungseinheit 30 berechnet
die Heizzeit beruhend auf der Eingangsspannung und einer verstrichenen Waschzeit.
Insbesondere berechnet die Waschzeitberechnungseinheit 30
eine maximale Heizzeit beruhend auf Einstellungsdaten hinsichtlich einer Anzahl
von Waschparametern, die eine Waschtemperatur, die Wäschemenge und einen Waschwasserstand
und den Typ und die Leistungsfähigkeit der Heizvorrichtung 80 umfassen.
Die Waschzeitberechnungseinheit 30 berechnet die Heizzeit durch Multiplizieren
eines Heizzeitkoeffizienten mit dem Durchschnittseingangsspannungswert und Subtrahieren
des Resultats der Multiplikation von der maximalen Heizzeit. Der Heizzeitkoeffizient
verändert sich entsprechend der Leistungsfähigkeit der Heizvorrichtung
80 und der Eingangsspannung.
Kurz gesagt kann die Waschzeitberechnungseinheit 30 die Heizzeit
berechnen, wie durch die Gleichung (1) unten angegeben wird:
T_h = T_hmax – Gh × V_in
wobei T_h die Heizzeit ist, T_hmax die maximale Heizzeit ist, Gh den Heizzeitkoeffizienten
angibt, und V_in den Durchschnittseingangsspannungswert angibt. Der Heizzeitkoeffizient
Gh gibt das Maß an, in dem die Heizzeit T_h entsprechend der Leistungsfähigkeit
der Heizvorrichtung 80 und der Eingangsspannung fluktuiert, d.h. das Verhältnis
einer Variation der Heizzeit T_h zu einer Variation der Eingangsspannung.
Nach einem Heizvorgang berechnet die Waschzeitberechnungseinheit
30 eine Abweichung zwischen der Heizzeit und einer tatsächlichen Heizzeit,
die die Zeit ist, die es tatsächlich braucht, um den Heizvorgang durchführen,
und gleicht die Abweichung aus, wodurch eine anfänglich berechnete Waschzeit
aktualisiert wird.
Die Steuereinheit 50 vollendet einen Waschparametereinstellvorgang
unter Verwendung der Einstellungsdaten, die durch die Eingangseinheit
40 bereitgestellt werden, und erzeugt einen Steuerbefehl und wendet ihn
dann an, so daß ein Waschvorgang entsprechend der Einstellungsdaten durchgeführt
werden kann, die durch die Eingangseinheit 40 bereitgestellt werden.
Mit anderen Worten erzeugt die Steuereinheit 50 ein Steuersignal
zum Betreiben des Motors 90 und der Heizvorrichtung 80 entsprechend
der Einstellungsdaten, die durch die Eingangseinheit 40 bereitgestellt
werden, und legt das Steuersignal an die Betriebssteuereinheit 70 an. Dann
steuert die Betriebssteuereinheit 70 den Motor 90 und die Heizvorrichtung
80, so daß ein Wasch-/Spül-/Entwässerungsvorgang durchgeführt
werden kann und daß Staub und Schmutz von der Wäsche entfernt werden können.
Die Steuereinheit 50 steuert die Anzeigeeinheit
60, die Einstellungsdaten anzuzeigen, die durch die Eingangseinheit
40 bereitgestellt werden. Wenn eine Änderung an den Einstellungsdaten
vorgenommen wird, die durch die Eingangseinheit 40 bereitgestellt werden,
steuert die Steuereinheit 50 die Anzeigeeinheit 60, um sie leicht
in den Einstellungsdaten wiederzugeben, die gegenwärtig durch die Anzeigeeinheit
60 angezeigt werden.
Sobald ein Waschvorgang beginnt, kann die Steuereinheit
50 eine verstrichene Zeit nach dem Anfang des Waschvorgangs zählen,
indem ein (nicht gezeigter) Zeitgeber verwendet wird, und Informationen über
die verstrichene Waschzeit an die Waschzeitberechnungseinheit 30 liefern.
Die Steuereinheit 50 steuert die Anzeigeeinheit 60, eine berechnete
Waschzeit anzuzeigen, die durch die Waschzeitberechnungseinheit 30 bereitgestellt
wird. Die Steuereinheit 50 kann außerdem die Anzeigeeinheit
60 steuern, eine Waschzeit anzuzeigen, die durch die Waschzeitberechnungseinheit
30 korrigiert und aktualisiert wird.
Es wird im folgenden unter Bezugnahme auf 3
die Beziehung zwischen einer Eingangsspannung, die an eine Waschmaschine angelegt
wird, und der Heizzeit im Detail beschrieben.
3 erläutert die Beziehung zwischen einer Eingangsspannung,
die an eine Waschmaschine angelegt wird, und einer Waschzeit. Bezugnehmend auf
3, nimmt die Heizzeit allmählich ab, wenn die
Eingangsspannung zunimmt. Die Heizzeit kann sich entsprechend der Wäschemenge,
der Leistungsfähigkeit einer Heizvorrichtung und einer Waschtemperatur und
einem Waschwasserstand verändern, die im voraus eingestellt werden.
Insbesondere stellt 3 die Variation der
Heizzeit bezüglich einer Eingangsspannung, die an eine Waschmaschine angelegt
wird, für unterschiedliche Wäschemengen dar, wenn die Leistungsfähigkeit
einer Heizvorrichtung, eine Waschtemperatur und ein Waschwasserstand gleichmäßig
beibehalten werden. Bezugnehmend auf 3, entspricht
der Heizzeitkoeffizient 1 dem linearen Graphen L1 und ist das Verhältnis einer
Variation &Dgr;y1 der Heizzeit zu einer Variation &Dgr;x1 einer an eine Waschmaschine
angelegte Eingangsspannung, während der Heizzeitkoeffizient 2 dem linearen
Graphen L2 entspricht und das Verhältnis einer Variation &Dgr;y2 der Heizzeit
zu einer Variation &Dgr;x2 der Eingangsspannung ist.
Es können mehrere Heizzeitkoeffizienten durch Ermittlung einer
Variation der Heizzeit bezüglich einer Variation einer Eingangsspannung erhalten werden,
die an eine Waschmaschine angelegt wird, während solche Betriebsbedingungen
der Waschmaschine wie die Wäschemenge, die Leistungsfähigkeit einer Heizvorrichtung,
eine Waschtemperatur und ein Waschwasserstand verändert werden. Dann können
die mehreren Heizzeitkoeffizienten in einer Datenbank gespeichert werden. In diesem
Fall kann die Waschzeitberechnungseinheit 30 einen Heizzeitkoeffizienten,
der den gegenwärtigen Waschparametereinstellungen entspricht, aus der Datenbank
auslesen und eine Heizzeit beruhend auf dem ausgelesenen Heizzeitkoeffizienten berechnen.
Alternativ kann die Waschzeitberechnungseinheit 30 eine Heizzeit
berechnen, indem eine maximale Heizzeit beruhend auf einer Eingangsspannung und
den gegenwärtigen Waschparametereinstellungen berechnet wird, die Heizzeitkoeffizienten
aufaddiert werden, die den gegenwärtigen Waschparametereinstellungen und der
Eingangsspannung entsprechen, und das Ergebnis der Addition von der maximalen Heizzeit
subtrahiert wird.
Wenn ein Heizvorgang endet, vergleicht die Waschzeitberechnungseinheit
30 die berechnete Heizzeit mit einer tatsächlichen Heizzeit, und berechnet
eine Abweichung zwischen der berechneten Heizzeit und der tatsächlichen Heizzeit.
Danach korrigiert die Waschzeitberechnungseinheit 30 eine anfänglich
berechnete Waschzeit, indem sie die berechnete Abweichung zu der anfänglich
berechneten Waschzeit addiert oder die berechnete Abweichung von ihr subtrahiert.
Es wird im folgenden eine Arbeitsweise einer Waschmaschine gemäß
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf
4 im Detail beschrieben.
4 ist ein Ablaufplan eines Betriebsverfahrens einer
Waschmaschine gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Bezugnehmend auf 4, werden im Arbeitsgang S100 eine
Anzahl von Waschparametern wie ein Waschablauf, eine Waschtemperatur und ein Waschwasserstand
eingestellt, wobei entweder ein Anwendereinstellungsverfahren oder ein Vorgabeeinstellungsverfahren
verwendet wird, wodurch Einstellungsdaten erhalten werden.
Im Arbeitsgang S105 wird die Wäschemenge ermittelt. Gemäß
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann der Waschwasserstand
entsprechend des Resultats der im Arbeitsgang 5105 durchgeführten
Ermittlung automatisch eingestellt werden.
Im Arbeitsgang S110 wird beruhend auf den Einstellungsdaten (insbesondere
dem Waschablauf und der Waschtemperatur) festgestellt, ob ein Heizvorgang notwendig
ist.
Wenn der Waschablauf eine Anzahl von Abläufen wie Heizen, Kochen
und Trocknen umfaßt, die die Verwendung einer Heizvorrichtung mit sich bringen,
kann im Arbeitsgang. S110 festgestellt werden, daß ein Heizvorgang notwendig
ist. Wenn zusätzlich die Waschtemperatur höher als eine vorgegebene Temperatur
ist, kann im Arbeitsgang S110 festgestellt werden, daß ein Heizvorgang zum
Erwärmen des Waschwassers auf die Waschtemperatur notwendig ist.
Insbesondere wird im Arbeitsgang S115 eine Eingangsspannung erfaßt,
die an eine Waschmaschine angelegt wird, wenn im Arbeitsgang S110 festgestellt wird,
daß ein Heizvorgang notwendig ist. Die Erfassung der Eingangsspannung kann
einmal oder mehrmals in regelmäßigen Zeitabständen durchgeführt
werden.
Im Arbeitsgang S120 wird eine Waschzeit berechnet, indem eine Grundwaschzeit
beruhend auf den Einstellungsdaten hinsichtlich des Waschablaufs und der Waschtemperatur
berechnet wird, eine Heizzeit beruhend auf den Einstellungsdaten, der Leistungsfähigkeit
einer Heizvorrichtung und der Eingangsspannung berechnet wird, und die Grundwaschzeit
und die Heizzeit addiert werden.
Wenn die Eingangsspannung eine hohe Spannung ist, kann die Heizzeit
abnehmen. Wenn die Eingangsspannung andererseits eine niedrige Spannung ist, kann
die Heizzeit zunehmen. Mit anderen Worten ist die Heizzeit umgekehrt proportional
zur Eingangsspannung.
Im Arbeitsgang S111 wird einfach beruhend auf den Einstellungsdaten
(insbesondere dem Waschablauf und der Waschtemperatur) eine Grundwaschzeit berechnet,
ohne die Notwendigkeit, eine Heizzeit zu berechnen, wenn im Arbeitsgang S110 festgestellt
wird, daß kein Heizvorgang notwendig ist.
Im Arbeitsgang S125 wird die berechnete Waschzeit ausgegeben, die
im Arbeitsgang S120 erhalten wird. Die berechnete Waschzeit, die im Arbeitsgang
S120 erhalten wird, ist ein Gesamtumfang der Zeit, die benötigt wird, um einen
Waschvorgang entsprechend der Einstellungsdaten durchführen.
Im Arbeitsgang S130 wird, sobald ein Waschvorgang beginnt, eine verstrichene
Zeit nach dem Beginn des Waschvorgangs gezählt, wird eine verbleibende Waschzeit
berechnet, indem die verstrichene Waschzeit von der berechneten Waschzeit subtrahiert
wird, und wird die verbleibende Waschzeit ausgegeben.
Im folgenden wird die Berechnung einer Waschzeit
durch eine Waschmaschine unter Bezugnahme auf 5 in
näheren Einzelheiten beschrieben.
5 ist ein Ablaufplan, der die Berechnung einer Waschzeit
durch eine Waschmaschine gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung darstellt. Bezugnehmend auf 5, wird im Arbeitsgang
S200 eine Eingangsspannung, die an eine Waschmaschine angelegt wird, mehr als einmal
erfaßt, wodurch eine Anzahl von Eingangsspannungswerten erhalten wird. Im Arbeitsgang
S205 wird der Durchschnitt der Eingangsspannungswerte gebildet, wodurch eine Durchschnittseingangsspannung
erhalten wird.
Im Arbeitsgang S210 wird eine Grundwaschzeit beruhend auf einer ermittelten
Wäschemenge und den Einstellungsdaten hinsichtlich eines Waschablaufs, einer
Waschtemperatur und eines Waschwasserstands berechnet. Die Grundwaschzeit nimmt
proportional zur ermittelten Wäschemenge, der Waschtemperatur und dem Waschwasserstand
zu. Wenn kein Heizvorgang notwendig ist, kann ein Waschvorgang gemäß der
Grundwaschzeit durchgeführt werden, ohne die Notwendigkeit, eine Heizzeit zu
berechnen.
Wenn ein Heizvorgang notwendig ist, wird im Arbeitsgang S215 eine
Heizzeit beruhend auf der Durchschnittseingangsspannung berechnet.
Insbesondere wird im Arbeitsgang S215 eine maximale Heizzeit beruhend
auf der Durchschnittseingangsspannung, den Einstellungsdaten, der ermittelten Wäschemenge
und der Leistungsfähigkeit einer Heizvorrichtung berechnet. Danach wird eine
Heizzeit berechnet, indem die Durchschnittseingangsspannung mit einem Heizzeitkoeffizienten
multipliziert wird und das Ergebnis der Multiplikation von der maximalen Heizzeit
subtrahiert wird.
Im Arbeitsgang S220 wird eine Waschzeit berechnet, indem die Grundwaschzeit
und die Heizzeit aufaddiert werden, und die Waschzeit wird als eine Gesamtwaschzeit
ausgegeben. Sobald ein Waschvorgang abläuft, kann eine verbleibende Waschzeit
ausgegeben werden, die allmählich abnimmt, wenn der Waschvorgang abläuft.
Es wird im folgenden unter Bezugnahme auf 6
die Korrektur einer Waschzeit während eines Waschvorgangs im Detail beschrieben.
6 ist ein Ablaufplan, der die Korrektur einer Waschzeit
durch eine Waschmaschine gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung darstellt. Bezugnehmend auf 6, wird im Arbeitsgang
S305, sobald eine Waschzeit berechnet ist und die berechnete Waschzeit im Arbeitsgang
S300 ausgegeben ist, als Reaktion auf einen vorgegebenen Befehl entsprechend der
gegenwärtigen Waschparametereinstellungen ein Waschvorgang einschließlich
eines Heizvorgangs durchgeführt.
Im Arbeitsgang S310 wird eine verbleibende Waschzeit berechnet, indem
eine verstrichene Zeit nach dem Beginn des Waschvorgangs gezählt wird und die
verstrichene Waschzeit von der berechneten Waschzeit subtrahiert wird, und die verbleibende
Waschzeit wird angezeigt. Die verbleibende Waschzeit nimmt allmählich ab, wenn
der Waschvorgang abläuft.
Im Arbeitsgang S310 wird eine tatsächliche Heizzeit berechnet,
die die Zeit ist, die es tatsächlich braucht, um den Heizvorgang durchführen.
Im Arbeitsgang S315 wird die tatsächliche Heizzeit mit einer
anfänglich berechneten Heizzeit verglichen, und es wird eine Abweichung, falls
vorhanden, zwischen der tatsächlichen Heizzeit und der anfänglich berechneten
Heizzeit berechnet.
Im Arbeitsgang S320 wird die berechnete Waschzeit korrigiert, indem
die berechnete Abweichung zur anfänglich berechneten Heizzeit addiert wird
oder die berechnete Abweichung von der anfänglich berechneten Heizzeit subtrahiert
wird, und die korrigierte Waschzeit wird ausgegeben.
Wie oben beschrieben, kann erfindungsgemäß eine Waschzeit
entsprechend einer Eingangsspannung verändert werden, die an eine Waschmaschine
angelegt wird. Folglich ist es möglich, präzise eine Waschzeit zu berechnen,
indem sie eine Heizzeit wiedergibt, die sich entsprechend der Eingangsspannung verändert.
Zusätzlich ist es möglich, Probleme wie das Versagen anzugehen, eine Waschzeit
richtig anzuzeigen. Überdies ist es möglich, die Zuverlässigkeit
einer Waschmaschine beträchtlich zu verbessern und den Anwenderkomfort zu maximieren,
indem es einem Anwender ermöglicht wird, leicht den Ablauf eines Waschvorgangs
und die Endzeit des Waschvorgangs zu bestimmen.