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Dokumentenidentifikation DE102007026863A1 20.12.2007
Titel Gassack-Abdeckung für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem
Anmelder TRW Automotive Safety Systems GmbH, 63743 Aschaffenburg, DE
Erfinder Kreuzer, Martin, 63839 Kleinwallstadt, DE
Vertreter Prinz und Partner GbR, 80335 München
DE-Anmeldedatum 11.06.2007
DE-Aktenzeichen 102007026863
Offenlegungstag 20.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse B60R 21/215(2006.01)A, F, I, 20070611, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60R 21/203(2006.01)A, L, I, 20070611, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Gassack-Abdeckung (10) für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem hat eine im verbauten Zustand sichtbare Außenseite (12) und eine entgegengesetzte Innenseite (14), eine Kunststoffkappe (16) und eine Verstärkungseinlage (18), die beim Schäumen oder Spritzgießen der Kunststoffkappe (16) abschnittsweise in diese eingebettet ist und außenseitig und innenseitig an den Kunststoff angrenzt. Die Verstärkungseinlage (18) ragt abschnittsweise außenseitig durch die Kunststoffkappe (16) hindurch nach außen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Gassack-Abdeckung für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem, mit einer im verbauten Zustand sichtbaren Außenseite und einer entgegengesetzten Innenseite, einer Kunststoffkappe und einer Verstärkungseinlage, die beim Schäumen oder Spritzgießen der Kunststoffkappe abschnittsweise in diese eingebettet ist und außenseitig und innenseitig an den Kunststoff angrenzt.

Derartige Gassack-Abdeckungen sind bekannt. Die Verstärkungseinlage dient zur Stabilisierung der Abdeckung und trägt zusammen mit dem Kunststoff ein Emblem oder sonstiges Zierteil.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Gassack-Abdeckung zu schaffen, die sich durch eine einfache und damit kostengünstige Herstellung auszeichnet.

Erfindungsgemäß wird dies bei einer Gassack-Abdeckung der eingangs genannten Art dadurch erreicht, daß die Verstärkungseinlage abschnittsweise außenseitig durch die Kunststoffkappe hindurch nach außen ragt. Dieser nach außen ragende Abschnitt bzw. die nach außen ragenden Abschnitte dienen als Zierteil, das gegebenenfalls durch nachträgliches Lackieren oder Beschichten farblich abgesetzt werden kann. Die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung bestehen in der einfachen Herstellungsweise der Abdeckung sowie der sicheren Verankerung des durch die Verstärkungseinlage gebildeten Zierteils in der Kunststoffkappe.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform bildet der nach außen ragende Abschnitt einen Zierring. Dieser kann nach dem Spritzgießen bzw. Schäumen der Kunststoffkappe lackiert oder mit einem Metallicdesign versehen werden, etwa durch eine Beschichtung mit Heißsiegelfolien. Gegenüber einem nachträglich an der Kunststoffkappe befestigten Zierring zeichnet sich die erfindungsgemäße Gestaltung durch eine verbesserte Optik aus, da sich hier Befestigungsstellen nicht auf der Außenseite abzeichnen. Der Zierring läuft vorzugsweise geschlossen um und muß kein Kreisring sein.

Vorzugsweise ist im Kappenzentrum ein Emblemteil vorgesehen, das formschlüssig mit der Verstärkungseinlage verbunden ist. Die Verstärkungseinlage dient also gleichzeitig als Befestigungsmöglichkeit für das Emblemteil.

Insbesondere liegt das Emblemteil auf der Verstärkungseinlage unmittelbar auf, das heißt, daß im Bereich des Emblemteils zumindest außenseitig auf den die Verstärkungseinlage bedeckenden Kunststoff verzichtet werden kann.

Die Verstärkungseinlage kann ein großflächiges, vorgefertigtes Teil mit Durchbrüchen sein, durch die sich die Kunststoffkappe erstreckt. Die Durchbrüche dienen zum Verankern der Verstärkungseinlage innerhalb der durch Schäumen oder Spritzgießen hergestellten Kunststoffkappe.

Vorteilhaft hat das Verstärkungseinlagenmaterial eine größere Härte und/oder Zugfestigkeit als das Material der Kunststoffkappe. Dadurch bildet die Verstärkungseinlage eine Armierung, die im Auslösefall des Gassacks ein Überwölben der mittleren Bereiche der Abdeckung verhindert.

Die Abdeckung hat vorzugsweise eine Aufreißlinie, und die Verstärkungseinlage erstreckt sich beidseits der Aufreißlinie. Im Bereich der Aufreißlinie ist die Verstärkungseinlage getrennt oder zumindest geschwächt, um das Öffnen der Abdeckung nicht zu behindern. Insbesondere kann die Aufreißlinie mit einer Initialstelle versehen sein, die beim Entfalten des Gassacks zuerst aufreißt.

Bevorzugt verläuft die sich nach außen erstreckende Aufreißlinie durch den nach außen ragenden Abschnitt der Verstärkungseinlage hindurch und gewährleistet so eine zuverlässige Entfaltung des Gassacks im Auslösefall.

Insbesondere hat die Abdeckung einen zentralen, im wesentlichen konkav ausgebildeten Bereich. Diese an sich ungünstige Ausgestaltung, bei der für gewöhnlich im Auslösefall starke Überwölbungen des zentralen Bereichs mit der Folge von Überdehnungen der beim Öffnen gebildeten Segmentbereiche bis hin zu deren Abriß auftreten können, ist bei der erfindungsgemäßen Gassack-Abdeckung unproblematisch, da die Verstärkungseinlage ein Überwölben der mittleren Bereiche verhindert. Ein optisch besonders ansprechendes Design ergibt sich, wenn im Zentrum des konkav ausgebildeten Bereichs ein Emblem angeordnet ist.

Der konkav ausgebildete Bereich ist bevorzugt innerhalb des Zierrings angeordnet und wird durch diesen begrenzt.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ragt ein innerhalb des Zierrings liegender Abschnitt der Verstärkungseinlage auf der Außenseite nach außen. Bei entsprechender Einfärbung des Verstärkungseinlagenmaterials braucht dieser Abschnitt nicht extra lackiert zu werden. Dadurch ist es in einfacher Weise möglich, dem innerhalb des Zierrings liegenden Abschnitt eine andere Farbe als der Kunststoffkappe zu geben, ohne daß ein aufwendiger Herstellungsprozeß mit mehrfacher Maskierung der jeweiligen Lackierbereiche nötig wäre.

Alternativ ist es natürlich ebenso möglich, daß lediglich ein den Zierring bildender Wulst der Verstärkungseinlage nach außen ragt, während der überwiegende Teil der Verstärkungseinlage in die Kunststoffkappe eingebettet ist.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zweier bevorzugter Ausführungsformen anhand der beigefügten Zeichnung. In dieser zeigt:

1a eine Teilansicht einer Gassack-Abdeckung gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;

1b eine Teilansicht einer Gassack-Abdeckung gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;

2a einen Schnitt durch die Gassack-Abdeckung aus 1a längs der Linie II–II; und

2b einen Schnitt durch die Gassack-Abdeckung aus 1b längs der Linie II–II.

Die 1a und 2a zeigen eine Gassack-Abdeckung 10 für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem, die eine im verbauten Zustand sichtbare Außenseite 12 und eine der Außenseite 12 entgegengesetzte Innenseite 14 hat. Die Gassack-Abdeckung weist eine Kunststoffkappe 16 sowie eine Verstärkungseinlage 18 auf, die aus einem Kunststoff größerer Härte bzw. Zugfestigkeit besteht als die Kunststoffkappe 16. Die Verstärkungseinlage 18 ist, wie aus 1a ersichtlich, ein großflächiges, vorgefertigtes Kunstoffteil mit mehreren Durchbrüchen 19, durch die sich die Kunststoffkappe 16 erstreckt. Die Durchbrüche 19 dienen der Verankerung der Verstärkungseinlage 18 in der Kunststoffkappe 16.

Bei der Herstellung der Gassack-Abdeckung 10 wird die Verstärkungseinlage 18 in eine Form eingelegt und mit dem Material, das die Kunststoffkappe 16 bildet, umschäumt oder umspritzt. Für die Kunststoffkappe 16 wird ein üblicher Werkstoff wie TPE, TEEE oder TPO verwendet, während für die Verstärkungseinlage 18 zum Beispiel TPEE, PC oder PC/ABS zum Einsatz kommt. Bei der fertigen Abdeckung 10 ist die Verstärkungseinlage 18 zumindest abschnittsweise in die Kunststoffkappe 16 eingebettet und grenzt außenseitig und innenseitig an den Kunststoff der Kappe an.

Wie insbesondere aus 2a ersichtlich ist, ragt ein zentraler Abschnitt 20 der Verstärkungseinlage 18 auf der Außenseite 12 durch die Kunststoffkappe 16 hindurch nach außen, wobei ein äußerer, wulstiger Teil des Abschnitts 20 einen Zierring 22 bildet, der nach dem Schäumen bzw. Spritzgießen der Kunststoffkappe 16 z.B. durch Heißsiegelfolien mit einem Metallicdesign versehen wird.

Ein zentraler Bereich 24 der Abdeckung 10 innerhalb des Zierrings 22 ist im wesentlichen konkav ausgebildet. Im Zentrum des konkaven Bereichs 24 (und damit im Kappenzentrum) ist ein Emblemteil 26 vorgesehen, das unmittelbar auf der Verstärkungseinlage 18 aufliegt und über mehrere angeformte Bolzen 28 formschlüssig mit dieser verbunden ist. Der innerhalb des Zierrings 22 und damit im zentralen konkaven Bereich 24 liegende Abschnitt 20 der Verstärkungseinlage 18, der von außen sichtbar ist, weist eine andere Farbe als die Kunststoffkappe 16 auf, was besonders einfach durch entsprechende Farbgebung des Verstärkungseinlagenmaterials erreicht wird. Dadurch braucht der zentrale Bereich 24 nicht nachträglich lackiert zu werden.

Weiterhin hat die Abdeckung 10 eine Aufreißlinie 30 (siehe 1a), die im Zentrumsbereich der Abdeckung 10 um das Emblemteil 26 herumgeführt ist und zwei sich seitlich nach außen erstreckende Abschnitte 31 aufweist, die durch den nach außen ragenden Abschnitt 20 der Verstärkungseinlage 18 bzw. den Zierring 22 hindurch verlaufen. Im Bereich des Emblemteils 26 ist die Aufreißlinie 30 mit einer Initialstelle 32 versehen, die etwa 0,3 bis 0,6 mm dick ist und beim Entfalten des Gassacks zuerst aufreißt. Die Verstärkungseinlage 18 erstreckt sich beidseits der Aufreißlinie 30 und verhindert im Auslösefall aufgrund ihrer größeren Härte bzw. Zugfestigkeit ein Überwölben des konkaven zentralen Bereichs 24, der längs der Aufreißlinie 30 in mehrere Segmente unterteilt wird.

Die 1b und 2b zeigen eine Gassack-Abdeckung 10 gemäß einer zweiten Ausführungsform, wobei gleiche oder funktionsgleiche Bauteile gleiche Bezugszeichen tragen und im folgenden nur auf die Unterschiede zur bereits beschriebenen Ausführungsform eingegangen wird. Bei der Gassack-Abdeckung 10 gemäß den 1b und 2b ist die Verstärkungseinlage 18 auch im zentralen, konkav ausgebildeten Bereich 24 (abgesehen von dem Abschnitt unterhalb des Emblemteils 26) in die Kunststoffkappe 16 eingebettet, ragt also nicht nach außen. Lediglich der den Zierring 22 bildende wulstige Abschnitt der Verstärkungseinlage 18 ist auf der Außenseite 12 zu sehen. Diese Ausgestaltung bietet sich vor allem für einfarbige Gassack-Abdeckungen an.


Anspruch[de]
Gassack-Abdeckung für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem, mit

einer im verbauten Zustand sichtbaren Außenseite (12) und einer entgegengesetzten Innenseite (14),

einer Kunststoffkappe (16) und

einer Verstärkungseinlage (18), die beim Schäumen oder Spritzgießen der Kunststoffkappe (16) abschnittsweise in diese eingebettet ist und außenseitig und innenseitig an den Kunststoff angrenzt,

dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungseinlage (18) abschnittsweise außenseitig durch die Kunststoffkappe (16) hindurch nach außen ragt.
Gassack-Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nach außen ragende Abschnitt einen Zierring (22) bildet. Gassack-Abdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Kappenzentrum ein Emblemteil (26) vorgesehen ist, das formschlüssig mit der Verstärkungseinlage (18) verbunden ist. Gassack-Abdeckung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Emblemteil (26) auf der Verstärkungseinlage (18) unmittelbar aufliegt. Gassack-Abdeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungseinlage (18) ein großflächiges, vorgefertigtes Teil mit Durchbrüchen (19) ist, durch die sich die Kunststoffkappe (16) erstreckt. Gassack-Abdeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungseinlagenmaterial eine größere Härte und/oder Zugfestigkeit als das Material der Kunststoffkappe (16) hat. Gassack-Abdeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (10) eine Aufreißlinie (30) hat und sich die Verstärkungseinlage (18) beidseits der Aufreißlinie (30) erstreckt. Gassack-Abdeckung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die sich nach außen erstreckende Aufreißlinie (30) durch den nach außen ragenden Abschnitt (20) der Verstärkungseinlage (18) hindurch verläuft. Gassack-Abdeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (10) einen zentralen, im wesentlichen konkav ausgebildeten Bereich (24) hat. Gassack-Abdeckung nach den Ansprüchen 2 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der konkav ausgebildete Bereich (24) innerhalb des Zierrings (22) angeordnet ist. Gassack-Abdeckung nach Anspruch 2 oder einem der Ansprüche 3 bis 10, sofern auf Anspruch 2 rückbezogen, dadurch gekennzeichnet, daß ein innerhalb des Zierrings (22) liegender Abschnitt (20) der Verstärkungseinlage (18) auf der Außenseite (12) nach außen ragt.






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