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Dokumentenidentifikation DE102007029792A1 20.12.2007
Titel Bogenoffsetdruckmaschine
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Hachmann, Peter, Dr., 69221 Dossenheim, DE;
Henn, Andreas, 69151 Neckargemünd, DE;
Maul, Albert, 69120 Heidelberg, DE;
Rautert, Jürgen, Dr., 69126 Heidelberg, DE;
Rodi, Norbert, 76669 Bad Schönborn, DE;
Sonnenschein, Joachim, 64367 Mühltal, DE
DE-Anmeldedatum 27.06.2007
DE-Aktenzeichen 102007029792
Offenlegungstag 20.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2007
IPC-Hauptklasse B41F 23/04(2006.01)A, F, I, 20070627, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 23/08(2006.01)A, L, I, 20070627, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einer Bogenoffsetdruckmaschine für den beidseitigen Mehrfarbendruck, vorzugsweise auf Papierbögen, mit einer ersten Reihe hintereinander angeordneter Druckwerke (7a-d) für das Bedrucken der ersten Seite des Bogens, einer darauf folgenden Wendeeinrichtung (4), darauf folgend einer zweiten Reihe von hintereinander angeordneten Druckwerken (8a-d) für das Bedrucken der anderen Bogenseite sowie einem oder mehreren darauf folgenden Lackwerken (9a, b) sind die Lackwerke (9a, b) bzw. deren Lacktuchzylinder so angeordnet, dass die Vorderseiten und die Rückseiten der durchlaufenden Bögen lackiert werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bogenoffsetdruckmaschine für den beidseitigen Mehrfarbendruck vorzugsweise auf Papierbögen, mit einer ersten Reihe direkt hintereinander angeordneter Druckwerke für das Bedrucken der ersten Seite des Bogens, einer darauf folgenden Wendeeinrichtung, darauf folgend einer zweiten Reihe von hintereinander angeordneten Druckwerken für das Bedrucken der anderen Bogenseite sowie einem oder mehreren darauf folgenden Lackwerken. Derartige Bogendruckmaschinen in Reihenbauweise mit einem oder mehreren am Ende der Maschine angeordneten Lackwerken für das Lackieren der zuletzt bedruckten Bogenseite sind bekannt und werden von mehreren Herstellern angeboten.

Es ist auch schon in der DE 42 13 024 A1 vorgeschlagen worden, bei Maschinen der eingangs genannten Art die bedruckten Bögen in einem Maschinendurchgang, d. h. inline, beidseitig zu lackieren. Dazu besitzt die Druckmaschine vor der Wendeineinrichtung ein Lackwerk und eine Trocknereinrichtung. Somit wird dort die Schöndruckseite des Bogens lackiert und getrocknet, bevor sie zum Zwecke des Widerdrucks gewendet wird.

Da die Schöndruckseite des Bogens hier schon lackiert wird, bevor der Bogen anschließend die Druckspalte der Widerdruckwerke durchläuft, nimmt der durch das Lackieren erzeugte Glanz der Bogenoberfläche wieder ab, und zwar je mehr, desto mehr Widerdruckwerke bzw. Druckspalte er durchläuft. Darüber hinaus treten Probleme insbesondere dann auf, wenn der auf die Schöndruckseite aufgetragene Lack durch die Trocknereinrichtung nicht vollständig getrocknet ist. Denn die für den Kontakt mit den ölbasierten Offsetdruckfarben optimierten Oberflächen der Gegendruckzylinder im Widerdruckwerk können durch Lackreste, damit verklebten Papierstaub etc., verschmutzen und müssten dann aufwändig gereinigt werden.

Es sind auch Druckmaschinen bekannt, beispielsweise aus der EP 0 976 555, bei denen der Bogen abwechselnd nacheinander jeweils von einem oberhalb und unterhalb des Papiertransportpfads angeordneten Druckwerk mit Offsetdruckfarben bedruckt und anschließend beidseitig durch ein oberhalb und unterhalb des Papierpfads angeordnetes Lackwerk lackiert wird. Abgesehen davon, dass sich dieser Druckmaschinentyp wegen der schlechten Zugänglichkeit der unten liegenden Druckwerke nicht durchgesetzt hat, tritt hier folgendes Problem auf: Wenn die letzte Farbe der Widerdruckseite gedruckt wird, hat der Bogen bereits sämtliche Druckspalte durchlaufen. Gegenüber einer Maschine, bei der erst die Schöndruckseite und dann die Widerdruckseite komplett bedruckt wird, wird das Druckbild aufgrund der doppelten Anzahl der durchlaufenden Druckspalte stärker verbreitert („breiter drucken"), wobei es nicht möglich ist, diesen Effekt durch eine Registerregelung zu kompensieren.

Daneben sind separate Lackiermaschinen bekannt, in denen fertig bedruckte Bögen beidseitig lackiert werden. Nachteilig bei separaten Lackiermaschinen ist jedoch der Umstand, dass erst einmal ein Stapel gebildet wird, der dann anschließend wieder angelegt werden muss. Zu dem Zeitpunkt sind die vom Auslagestapel der Druckmaschine kommenden Bögen bereits gepudert, was beim anschließenden Lackieren den Glanz herabsetzen und auch sonst zu Problemen führen kann. Darüber hinaus ist der maschinenbauliche Aufwand höher, denn es werden im Vergleich zu einer Inline-Lösung zwei Anleger und zwei Ausleger benötigt.

Aus der DE 10 2004 058 596 A1 ist eine Einrichtung für das beidseitige Veredeln von Druckprodukten bekannt, bei der die Bögen von jeweils einer oberhalb und unterhalb des Bogentransportpfads angeordneten Beschichtungseinheit lackiert werden (5). Abgesehen davon, dass die Bögen an der dort beschriebenen Einrichtung nur einseitig bedruckt werden, sind die beiden Lackwerke unterschiedlich aufgebaut.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Bogenoffsetdruckmaschine der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der in hoher Qualität inline beidseitig bedruckte und beidseitig lackierte Bögen erhalten werden.

Diese Aufgabe wird durch eine Bogendruckmaschine mit den im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst bzw. durch ein Verfahren gemäß Anspruch 30. Gemäß der Erfindung werden also die Bögen erst auf einer Seite bedruckt, gewendet und auf der anderen Seite bedruckt, bevor sie lackiert werden, wobei die Lackwerke vom gleichen Typ sind und oberhalb und unterhalb des Bogentransportpfads angeordnet sind. Auf diese Weise erhält man eine Bogendruckmaschine, auf der die Inline-Fertigung von beidseitig lackierten Bögen möglich ist, und zwar ohne die eingangs geschilderten Probleme. Es lässt sich auf beiden Seiten des Bogens ein höherer Glanzgrad erzielen und Reinigungsvorgänge für die Zylinderoberflächen bzw. Zylinderaufzüge im Widerdruckwerk, die nun auf den Kontakt mit ölbasierter Farbe optimiert werden können, sind entbehrlich.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgend anhand der 1 bis 3 der beigefügten Zeichnungen.

1a ist eine schematische Darstellung des Schöndruckteils einer Bogenoffsetdruckmaschine in Reihenbauweise,

1b ist eine schematische Darstellung des Widerdruckteils einer Bogenoffsetdruckmaschine in Reihenbauweise,

2 zeigt den Widerdruckteil der Druckmaschine nach 1b gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, und

3 zeigt den Widerdruckteil der Druckmaschine nach 1b gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel.

4 zeigt den auf das letzte Druckwerk des Widerdruckteils der Druckmaschine nach 1b folgende Ende der Maschine gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel.

5 zeigt den auf das letzte Druckwerk des Widerdruckteils der Druckmaschine nach 1b folgende Ende der Maschine gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel.

6 zeigt den auf das letzte Druckwerk des Widerdruckteils der Druckmaschine nach 1b folgende Ende der Maschine gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel.

7 zeigt den auf das letzte Druckwerk des Widerdruckteils der Druckmaschine nach 1b folgende Ende der Maschine gemäß einem siebten Ausführungsbeispiel.

8 zeigt den auf das letzte Druckwerk des Widerdruckteils der Druckmaschine nach 1b folgende Ende der Maschine gemäß einem achten Ausführungsbeispiel.

1a zeigt eine Offsetdruckmaschine 1 in Reihenbauweise mit einem Anleger 2, in dem sich der unbedruckte Papierstapel 3 befindet, sowie vier Druckwerken 7a bis 7d für die vier Grundfarben, die den Schöndruckteil der Maschine 1 bilden. Auf das vierte Druckwerk 7d folgt eine Wendeeinrichtung 4, die nach dem Prinzip der Drei-Trommel-Wendung arbeitet. Sie besteht aus einer Zuführtrommel 4a, einer Speichertrommel 4b und einer Wendetrommel 4c. Die Trommel 4c ist in den Seitenwänden 18a des auf die Wendeeinrichtung 4 folgenden ersten Widerdruckwerks 8a gelagert. An dessen Gegendruckzylinder 108a wird der gewendete Bogen übergeben. Der zweite Teil der Maschine ist in der 1b dargestellt. Auf die vier Widerdruckwerke 8a bis 8d folgt ein Lackwerk 9a vom Typ „Kammerrakel", d.h. es besitzt eine Rasternäpfchenwalze 19a und ein Kammerrakel 20a, in dem sich wässriger Dispersionslack befindet. Mit 22a ist ein so genannter „Rasterwalzenstern" bezeichnet, der drei weitere Rasterwalzen mit unterschiedlicher Näpfchengröße enthält, gegen die die Rasterwalze 19a ausgetauscht werden kann, um auf dem Weg die aufzutragende Lackmenge zu bestimmen. Im Lackwerk 9a wird die Widerdruckseite des Bogens von dem Lackauftragszylinder 17a vollflächig mit einem wässrigen Dispersionslack überzogen.

Auf das Lackwerk 9a folgt ein Trockenturm 10a. In diesem Trockenturm wird der hindurchtransportierte Bogen im Bereich des Zylinders 110a auf der Widerdruckseite durch Heißluft und Infrarotstrahlung getrocknet.

In Bogenlaufrichtung hinter dem Trockenturm 10a ist ein zweites Lackwerk 9b angeordnet, das von gleichen Typ wie das Lackwerk 9a und bezüglich Rasterwalze 19b, Lackauftragszylinder 17b und Kammerrakel 20b im Wesentlichen baugleich mit dem ersten Lackwerk 9a ist, wobei jedoch der Lackauftragszylinder 17b unterhalb des Bogentransportpfads an die als Lack-Gegendruckzylinder ausgebildete Bogentransporttrommel 109b angestellt ist. Das Lackwerk 9b dient dazu, die Schöndruckseite des Bogens ebenfalls mit einem wässrigen Dispersionslack vollflächig zu überziehen.

An das Lackwerk 9b schließt sich ein zweiter Trockner 10b an, der die lackierte Schöndruckseite der Bögen mit Infrarotstrahlung und/oder Heißluft trocknet. Dieser Trockner 10b enthält einen IR-Strahler 113, der im Inneren der Bogentransporttrommel 120 angeordnet ist und sich damit ebenso wie das Lackwerk 9b unterhalb des Bogentransportpfads befindet.

Auf den Trockner 10b folgt der Ausleger 5 der Druckmaschine. Darin laufen Greiferbrücken mittels einer Kettenführung 15 um. Diese Greiferbrücken 16 übernehmen die beidseitig lackierten Bogen und führen sie unter Trocknereinschüben 11a-h hindurch, wo beide Seiten der Bögen nochmals mit Infrarotstrahlung und/oder Heißluft getrocknet werden und dabei der Dispersionslack verfestigt wird. Die so beidseitig lackierten getrockneten Bögen werden anschließend im Ausleger 5 auf dem Bogenstapel 6 abgelegt.

Während seines Transports durch die Druckwerke 7a bis 7d und 8a bis 8d kommen die bedruckte Bögen nicht mit Lack in Berührung. Die Oberflächen der bogenführenden Gegendruckzylinder 108a-d in den Druckwerken 8a-d und die Führungsbleche der dazwischen angeordneten Transferter können deshalb mit farbabweisenden Schichten belegt werden, die auf die Eigenschaften der ölbasierten Offsetfarben abgestimmt bzw. optimiert sind. Der klebrige und für Verschmutzungseffekte ursächliche Dispersionslack wird erst am Ende der Maschine eingebracht, wenn der Prozess des Druckens mit Offsetdruckfarben beendet ist. Auf diese Weise lassen sich die Standzeit der Zylinderaufzüge und die Reinigungsintervalle gegenüber Konfigurationen, bei denen sich das Lackwerk vor der ersten Wendeeinrichtung 4 befindet, wesentlich erhöhen.

Bei dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der auf das letzte Druckwerk 8d folgende Teil der anhand von 1a und 1b vorstehend beschriebenen Druckmaschine modifiziert. Hier ist jetzt der Trockenturm 10a aus 1b weggefallen, d. h. der aus dem Lackwerk 9a kommende Bogen wird direkt dem zweiten Lackwerk 9b zugeführt. Nach dem Durchlauf durch das zweite Lackwerk 9b, in dem die Schöndruckseite lackiert wird, ist ein Trockner 110b angeordnet. In diesem Trockner ist ein erster Infrarottrockner 112 oberhalb der Bogentransporttrommel 111 angeordnet, und ein zweiter Infrarottrockner 113 feststehend im Inneren der in Skelettbauweise ausgeführten Trommel 111 angeordnet. Danach durchläuft der beidseitig lackierte Bogen im Kettenausleger 5 vier Trocknermodule 11a-h, in denen der Bogen beidseitig, d. h. von oben und von unten, mit Hilfe von Infrarotstrahlung und Heißluft getrocknet wird. Hier können beispielsweise in die Bogenführung des Auslegers 5 integrierte Trockner 21e bis h eingesetzt werden, wie sie in der DE 10 2005 042 956 A1 beschrieben sind.

Infolge des Wegfalls eines Transferters und des separaten Trockenturms hinter dem ersten Lackwerk 9a baut die Maschine entsprechend kürzer und benötigt weniger Stellfläche als die nach dem Ausführungsbeispiel der 1b.

Im Ausführungsbeispiel nach 3 ist hinter dem letzten Druckwerk 8d des Widerdruckteils der Druckmaschine 1 ein Lackwerk 29a angeordnet. Dieses unterscheidet sich vom Lackwerk 9a aus den 1b und 2 insofern, als die Rasterwalze 19a mit dem Kammerrakel 20a sowie der Lackauftragswalze 17a zu einer austauschbaren und herausnehmbaren Einheit 18a zusammengefasst sind, die darüber hinaus zum Zwecke des Anstellens an den Lackgegendruckzylinder 109a im Lackwerk 29a höhenverschieblich gelagert ist, wie das durch den Pfeil angedeutet ist.

Auf das Lackwerk 29a folgt, wie schon anhand von 1 beschrieben, ein Trockenturm 10a, in dem der auf der Widerdruckseite lackierte Bogen mit Heißluft und/oder Infrarotstrahlung getrocknet wird, bevor er vom Transportzylinder 110 an den Gegendruckzylinder des Lackwerks 29b übergeben wird.

Das Lackwerk 29b besitzt ebenso wie das Lackwerk 29a eine herausnehmbare und austauschbare Einheit 18b, in der die Lackauftragswalze 17b, die Rasterwalze 19b und das Kammerrakel 20b aufgenommen sind. Die Einheit 18b ist jedoch spiegelverkehrt zur Einheit 18a ausgeführt und unterhalb des Bogentransportpfades an den Gegendruckzylinder 109b angestellt, um damit die Schöndruckseite der durchlaufenden Bögen zu lackieren.

Auf das Lackwerk 29b folgt ein Transferter und ein zweiter Trockner 10b, unterhalb dessen Bogenführungstrommel 125 ein Infrarotstrahler 126 und ein Heißluftkasten 127 angeordnet sind, um die Schöndruckseite des Bogens zu trocknen, bevor dieser einer weiteren Bogentransporttrommel 128 zugeführt wird. Die Bogentransporttrommel 128 ist mit ihrer Achse deutlich oberhalb der Achse des Transportzylinders 125 angeordnet. Die Verbindungslinie der beiden Achsen dieser Zylinder schließt einen Winkel &agr; > 30° mit der Horizontalen ein. Auf diese Weise werden die transportierten Bögen nach oben auf das Niveau der waagerecht umlaufenden Greiferbrücken 116 an den Führungsketten 115 befördert, die nun relativ einfach und kostengünstig gestaltet werden kann, da ein Umlenken der Kette von einem geneigten in einen horizontalen Führungsbereich hier nicht erforderlich ist.

Über der Seite der Transporttrommel 128, auf der die transportierten Bögen aufliegen, sind eine Inspektionskamera 141 und ein Pudergerät 142 angeordnet. Da die Bögen hier in definierter Lage auf dem transportierenden Zylinder 128 aufliegen, lässt sich die Bogenoberfläche mit der Kamera 141 gut inspizieren. Denn der Fokusabstand ist konstant und wird nicht durch Flatterbewegungen des zu inspizierenden Bogens gestört. Außerdem kann der aus dem Pudergerät 142 emittierte Puderstrahl mit hoher Geschwindigkeit auf den auf dem Zylinder 128 aufliegenden Bogen auftreffen, ohne dass Abschmiereffekte zu befürchten sind. Denn der bereits im Trockner 10a auf der Widerdruckseite getrocknete Bogen liegt ohne Relativbewegung auf der entsprechend farb- bzw. lackabweisenden Oberfläche des Zylinders 128 auf.

Im Ausführungsbeispiel nach 4 folgt auf das letzte Widerdruckwerk 8d eine Lackiereinheit 209, in der die das Druckwerk 8d verlassenen Bögen von einem Transferter 207 einem halbtourigen Lacktuchzylinder 208 zugeführt werden. Dieser halbtourige Lacktuchzylinder 208 trägt seinerseits Greiferleisten 218a und 218b, die unter dem Radius der Lacktuchoberfläche versenkt angeordnet sind. Die an den Greiferleisten befestigten Greifer erheben sich nur beim Öffnen über den Radius der Lacktuchoberfläche, um die Bogenvorderkante zu ergreifen und liegen nach dem Schließen wieder darunter.

Der vom Lacktuchzylinder 208 transportierte Bogen wird auf seiner Widerdruckseite von einem zweiten Lacktuchzylinder 218 vollflächig lackiert, wobei eine Rasterwalze 219a mit einem Kammerrakel 220a der Lackauftragswalze 218 den z. B. Dispersionslack zuführen. Gleichzeitig werden die über nicht näher dargestellte Halteeinrichtungen auf dem ersten Lacktuchzylinder 208 aufgespannten Lacktücher von einer zweiten Rasterwalze 219b in Verbindung mit einem Kammerrakel 220b mit einer Lackschicht versehen, auf die sich die von den Greifern 218a bzw. 218b gehaltenen und durch den Druckspalt bzw. Lackspalt 221 beförderten Bögen legen.

Nach dem Durchlaufen des Lackspalts 221 werden die auf diese Weise gleichzeitig beidseitig lackierten Bögen von einem Transferter 217 übernommen, der die Bögen von den Lacktüchern auf dem Zylinder 208 abzieht und einem Trockner 210 übergibt. Dieser ist wie der Trockner 110b in 2 aufgebaut, d. h. er besitzt zwei Trocknereinheiten 212 außerhalb und 213 innerhalb der Transporttrommel 211, so dass die gleichzeitig beidseitig lackierten Seiten der Bögen auch gleichzeitig getrocknet werden können, bevor sie an die Greiferbrücken der Kettenführung 215 im Ausleger 205 übergeben werden. Im Ausleger 205 selbst sind zwei weitere Trocknermodule 21a und 21b angeordnet, die ähnlich wie die Trocknermodule 11a-h in den Ausführungsbeispielen nach 1 und 2 die Bögen endgültig trocknen, bevor sie auf dem Stapel 206 abgelegt werden.

Das Ausführungsbeispiel nach 5 unterscheidet sich von dem nach 4 dadurch, dass auf das letzte Druckwerk 8d des Widerdruckteils der Druckmaschine 1 direkt der Ausleger 305 mit der Kettenführung 315 folgt. Die Bögen, die das Druckwerk 8d verlassen, sind also bislang lediglich mit Farbe bedruckt, wenn sie von den Greiferbrücken 316 an den umlaufenden Ketten 307 übernommen werden.

Beidseitig der Ebene, die durch die umlaufenden Kettenpaare gebildet ist, ist im Ausleger ein Doppellackwerk 309 bestehend aus zwei Lacktuchzylindern 309a und 309b gelagert, die jeweils von einer zugeordneten Rasterwalze 319a bzw. 319b in Verbindung mit Kammerrakeln 320a bzw. 320b mit Lack beschichtet werden.

Die Lacktuchzylinder 309a und 309b besitzen Spannkanäle, die so gestaltet sind, dass die Greiferbrücken 316. ohne die Zylinder 309 zu berühren hindurchlaufen können. Dazu sind die Zylinder 309 mit Hilfe nicht dargestellter Getriebe mit den Antrieben des Kettenrads 317 synchronisiert.

Die von den Greiferbrücken 316 durch die Lacktücher auf den Lacktuchzylindern 309a und b hindurchgezogenen und auf diese Weise gleichzeitig auf der Vorder- und Rückseite lackierten Bögen werden anschließend wieder in Trocknermodulen 21a bzw. 21b beidseitig getrocknet, wie das anhand von 4 bzw. in den anderen Ausführungsbeispielen beschrieben ist.

Im Vergleich zum Ausführungsbeispiel nach 4 lässt sich bei dem nach 5 hinsichtlich des Lackierens ein deutlich besseres Ergebnis erzielen, da aufgrund der Symmetrie der Lackauftragswalzen auf beiden Seiten der durchlaufenden Bögen die gleichen Verhältnisse vorliegen.

Die Lackauftragszylinder 309a und 309b können bezüglich ihrer Achsen auseinanderfahrbar gelagert sein, wie das durch die beiden Doppelpfeile symbolisiert ist. Auf diese Weise ist es möglich, die das Lacktuch tragenden Teile als austauschbare Hülsen auszubilden, die gegen Hülsen mit unterschiedlicher Dicke und Außendurchmesser ausgewechselt werden können. Die Hülsen können außerdem gegen solche gewechselt werden, die eine besonders lange Kanalaussparung besitzen, so dass gegebenenfalls auch an Doppelgreiferbrücken an der Vorder- und Hinterkante gleichzeitig gehaltene Bögen lackiert werden können, d. h. auch bei unterschiedlichen Formatabständen bzw. Längen der Bögen sowohl die Vorderkantenbrücke als auch die Hinterkantenbrücke im Kanal der Lacktuchzylinder Platz finden.

Das Ausführungsbeispiel nach 6 unterscheidet sich von dem nach 5 zum einen dadurch, dass der Ausleger 405 mit einer ähnlich wie in 3 einfachen, sich nur waagrecht erstreckenden Kettenführung 415 versehen ist. Anstelle des aufsteigenden Teils der Kettenführung aus 5 ist hier eine Bogentransporttrommel 425 vorgesehen, die skelettartig aufgebaut drei Greiferbrücken 416a, b, und c trägt. Die das Druckwerk 8d verlassenden Bögen werden von einem Transferter 407 an die Greiferbrücken 416 der Trommel 425 übergeben. Die Trommel 425 befördert die Bögen auf das Höhenniveau der Kettenführung 415 im Ausleger 405 und, ähnlich wie die Kette 307 in 5, durch den Lackspalt 422 zwischen den Lacktuchzylindern 409a und 409b hindurch.

Das Kammerrakel 420b und die Rasterwalze 419b des zweiten Lackwerks befinden sich im Inneren der Trommel 425, die jedoch von der Seite des Bogenstapels 406 her gut zugänglich ist. Zudem ist der Raum zwischen den Greiferbrücken 416 offen, so dass die lackierten Bögen von oberhalb und unterhalb des Papiertransportpfads angeordneten kombinierten Infrarot- und Heißlufttrocknern 421a und 421b nach dem Lackieren getrocknet werden können.

Unterhalb der Trommel 425 ist ein Behälter 426 für Makulaturbögen angeordnet. Durch eine entsprechende Steuerung des Öffnungszeitpunktes der Greifer auf den drei Greiferleisten 416a-c lässt sich erreichen, dass die Gutbögen an die Kettenführung 415 des Auslegers 405 übergeben werden und die Schlechtbögen erst über dem Behältnis 426 freigegeben werden. Zur Erkennung von Gut- bzw. Schlechtbögen sind beispielsweise inline-Inspektionssysteme im Bogentransportpfad hinter dem letzten Druckwerk 8d der Maschine 1 geeignet.

Für die Lacktuchzylinder 409 gilt das schon zu den Lacktuchzylindern 309 Gesagte, d. h. sie können wie im Zusammenhang mit 5 beschrieben mit Hülsen unterschiedlicher Dicke und Durchmesser und unterschiedlicher Kanallänge versehen werden.

Zwei weitere besonders vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den 7 und 8 dargestellt. Beiden ist gemeinsam, dass auf das letzte Druckwerk 8d im Widerdruckteil der Druckmaschine das Lackwerk 9b folgt, bei dem der Lacktuchzylinder 17b und die Rasterwalze 19b mit der Kammerrakel 20b unterhalb des Gegendruckzylinders 109b und damit auch unterhalb des Bogentransportpfads angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel nach 7 folgen auf den Gegendruckzylinder 109b des ersten Lackwerks, mit dem die Bogenvorderseite, also die Schöndruckseite des Bogens, lackiert wird, zwei Trockner. Diese Trockner bestehen jeweils aus einem Bogentransportzylinder 111a bzw. 111b, unter denen, also ebenfalls unterhalb des Bogentransportpfads, jeweils ein Trockner 112a bzw. 112b angeordnet ist. Hierbei kann es sich beispielsweise um Infrarot-/ oder Heißlufttrockner handeln. Zwischen dem Gegendruckzylinder 109b des ersten Lackwerks und dem Transportzylinder 11a des ersten Trockners ist ein Transferter 119a eingefügt und ein zweiter Transferter 119b befindet sich zwischen den beiden Bogentransportzylindern 111a und 111b der Trockner. Auf die Trockner folgt das zweite Lackwerk 9a, in dem die Widerdruckseite der Bögen lackiert wird. Es ist noch zu bemerken, dass bei diesem Ausführungsbeispiel der Transportzylinder 111b des zweiten Trockners direkt an den Gegendruckzylinder 109a des zweiten, hier jetzt „aufrechten" Lackwerks übergibt.

Auf das zweite Lackwerk 9a folgt dann ein Ausleger, wie schon anhand von 1b beschrieben, jedoch mit der Maßgabe, dass hier nur noch die Widerdruckseite des Bogens durch die Trocknermodule 11a bis 11d getrocknet zu werden braucht, da die Schöndruckseite bereits durch die Trockner 112a und 112b getrocknet worden ist.

Im Ausführungsbeispiel nach 8 sind im Vergleich zu dem nach 7 die beiden Transferter 119a und 119b ebenso wie die beiden Transportzylinder 111a und 111b weggelassen. Auf den Gegendruckzylinder 109b des ersten, die Schöndruckseite „von unten lackierenden" Lackwerks 9b folgt direkt der Gegendruckzylinder 109a, des zweiten, „aufrechten" Lackwerks 9a, in Bogenlaufrichtung betrachtet. Hier sorgen Zwischendecktrockner 113 unterhalb des Bogenlaufs und 112 oberhalb des Bogenlaufs für eine Trocknung der Bögen bevor sie an den Ausleger 5 übergeben werden. Die beiden Trockner 113 und 112 sind direkt unterhalb bzw. oberhalb der Gegendruckzylinder 109b und 109a der beiden Lackwerke angeordnet. Nicht dargestellt ist jeweils eine Heißluft- bzw. Strahlungssperre in den Lackwerken, die verhindert, dass Wärme oder Strahlung vom Trockner 112 bzw. 113 ins Lackwerk gelangt und dort die Komponenten übermäßig aufheizt.

Durch das Lackieren von unten direkt nach dem letzten Druckwerk 8d lässt sich eine sehr kompakte Bauweise verwirklichen. Insbesondere im Ausführungsbeispiel nach 8 ist die Anzahl der verwendeten Komponenten für das beidseitige Lackieren minimal. Ein Trocknen der Bögen aus dem Inneren einer rotierenden Trommel heraus ist nicht erforderlich, so dass auch was den Trockner anbetrifft mit bereits vorhandenen Komponenten gearbeitet werden kann.

Indem also die Bögen nach dem letzten Druckwerk 8d zuerst „von unten" lackiert werden, ergeben sich günstige Konfigurationen einmal bezüglich des Stellplatzes der Maschine, zum anderen aber auch im Hinblick auf den Entwicklungsaufwand und die Kosten der Maschine.

Neben den beschriebenen Ausführungsbeispielen sind weitere Modifikationen und Abwandlungen möglich. So können je nach verwendetem Lack anstelle der Lackwerke mit Kammerrakel auch Lackwerke mit Schöpfwalze eingesetzt werden. Des Weiteren ist es natürlich möglich von vornherein statt der vier Druckwerke für die vier Grundfarben im Schön- und Widerdruckteil der Druckmaschine zusätzliche Druckwerke für das beidseitige Drucken mit z. B. 2 × 2 Sonderfarben vorzusehen. Anstelle der Greiferleisten 316, 416, von denen die Bögen im Ausleger der Druckmaschine an ihrer Vorderkante gehalten werden, können auch Greiferleistenanordnungen eingesetzt werden, bei denen die Bögen an den beiden seitlichen Rändern ergriffen sind, wie das z. B. in der US-PS 6,923,119 beschrieben ist. In dem Falle sind keine Kanäle in den Lacktuchzylindern 309a, b bzw. 409a, b erforderlich und bei Verwendung von Hülsen, die auf die Lacktuchzylinder 409 aufgezogen werden, können diese nahtlos und dünnwandig ausgeführt werden.

1
Offsetdruckmaschine
2
Anleger
3
Papierstapel
4
Wendeeinrichtung
4a, 14a, 24a
Zuführtrommel
4b, 14b, 24b
Speichertrommel
4c, 14c, 24c
Wendetrommel
5, 105, 205,305, 405
Ausleger
6, 206, 406
Bogenstapel
7a-d
Druckwerke
8a-d
Druckwerke
9a, b
Lackwerke
10a, b
Trocknereinheiten
11a-h
Trocknereinschübe
15, 115, 215, 315, 415
Kettenführung
16, 116, 316
Greiferbrücken
17a, b
Lacktuchzylinder
18a, b
herausnehmbares Lackmodul
19a, b
Rasternäpfchenwalzen
20a, b
Kammerrakel
21a-h
Trocknermodule
22a, b
Rasterwalzensterne
29a, b
Lackwerke
31a, b
Zwischendecktrockner
39a, b
Lackwerk
49a
Auftragswalze
59a, b
Gegendruckzylinder
106
Transferter
108a-d
Gegendruckzylinder
109a, b
Gegendruckzylinder
110a, b
Trockner
111, 111a, 111b
Transportzylinder
112, 112a, 112
Trocknereinheit
113
Trocknereinheit
119a, 119
Transferter
120
Transportzylinder
124a
Transportzylinder
125a
Trockner
126
Infrarottrockner
127
Heißlufttrockner
128
Transportzylinder
129a, b
Gegendruckzylinder
141
Inspektionskamera
142
Pudergerät
207, 407
Transferter
208, 218
Lacktuchzylinder
209, 309, 409
Doppellackwerk
210
Trockner
211
Transportzylinder
212, 213
Infrarottrocknereinheiten
217
Transferter
218a, b
Greiferleisten
219a, b
Rasterwalzen
220a, b
Kammerrakel
221
Lackspalt
307
Kette
309a, b
Lacktuchzylinder
317
Kettenrad
318ab, 418a, b
Rasterwalzen
320a, b, 420a, b
Kammerrakel
416a-c
Greiferbrücken
417a-c
Träger
418
Achszapfen
421a,b
Trocknereinheiten
422
Lackspalt
425
Trommel
426
Behältnis für Makulatur


Anspruch[de]
Bogenoffsetdruckmaschine für den beidseitigen Mehrfarbendruck vorzugsweise auf Papierbögen, mit einer ersten Reihe hintereinander angeordneter Druckwerke (7a-d) für das Bedrucken der ersten Seite des Bogens, einer darauf folgenden Wendeeinrichtung (4), darauf folgend einer zweiten Reihe von hintereinander angeordneten Druckwerken (8a-d) für das Bedrucken der anderen Bogenseite sowie einem oder mehreren darauf folgenden Lackwerken (9a, b, 29a, b, 39a, b), dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Lackwerke (9a, b; 18a, 18b; 219a, b; 319a, b; 419a, b) vom gleichen Typ auf das letzte Druckwerk (8d) folgen und die Lackwerke bzw. deren Lacktuchzylinder (17a, b; 208/218; 309a, b; 409a, b) so angeordnet sind, dass die Vorderseiten und die Rückseiten der durchlaufenden Bögen lackiert werden, wobei eines der Lackwerke bzw. dessen Lacktuchzylinder unterhalb des Bogentransportpfads angeordnet ist und mindestens zwei Infrarot- oder Heißlufttrockner (10a, b; 11a-h; 112/113; 212, 213; 21a, b; 421a, b) vorgesehen sind, von denen ebenfalls mindestens einer unterhalb des Bogentransportpfads angeordnet ist. Druckmaschine nach Anspruch 1, wobei im Bogentransportpfad hinter dem letzten Druckwerk (8d) zwei Bogentransportzylinder (109a, 109) vorgesehen sind und jedem der beiden Zylinder (109a, b) ein eigenes Lackwerk zugeordnet ist, wobei die Lacktuchzylinder (17a, b) der beiden Lackwerke (9a, b) jeweils oberhalb und unterhalb des Bogentransportpfads angeordnet sind. Druckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der den beiden Transportzylindern (109a, b) zugeordneten Lackwerke in Form einer herausnehmbaren Einschubeinheit (18a, b) aufgebaut ist. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungslinie der Achsen von zwei aufeinander folgenden Transporttrommeln (125, 128) der Druckmaschine in einem Winkel > 30° gegen die Horizontale geneigt ist Druckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Transportzylinder auf die den Lackwerken zugeordneten Transportzylinder (109a, b) folgen und zweien (111; 111a, 111b; 120; 125) der weiteren Transportzylinder ein Trockner (10a, 10b, 112a, 112; 113) zugeordnet ist. Druckmaschine nach Anspruch 2, wobei die den Lackwerken (9a, 9b) zugeordneten beiden Bogentransportzylinder (109a, b) direkt aufeinanderfolgen (2, 8). Druckmaschine nach Anspruch 2, wobei zwischen den beiden Transportzylindern (109a, b) der beiden Lackwerke (9a, b) eine Trocknereinheit (10a, 112a, 112) angeordnet ist. Druckmaschine nach Anspruch 7, wobei genau zwei oder genau vier Bogentransporttrommeln bzw. Transferter (106, 110a) zwischen den Gegendruckzylindern der aufeinander folgenden Lackwerke (9a, b) angeordnet sind. Druckmaschine nach Anspruch 8, wobei mindestens einer (110a) der zwei oder vier Bogentransporttrommeln (106, 110a, 111a, 111b) ein Trockner (10a, 112a, 112) zugeordnet ist. Druckmaschine nach Anspruch 8, wobei mindestens eine der beiden Bogentransporttrommeln ein Transferter (106; 119a, 119) ist. Druckmaschine nach Anspruch 1, wobei mindestens zwei der Lackwerke so angeordnet sind, dass ihre Lacktuchzylinder (208, 218; 309a, b, 409a, b) einen Spalt (221, 422) bilden, durch den die beidseitig zu lackierenden Bögen geführt werden. Druckmaschine nach Anspruch 11, wobei einer (208) der beiden Lacktuchzylinder Greifer (218a, b) für den Transport der zu lackierenden Bögen besitzt. Druckmaschine nach Anspruch 11, wobei die beidseitig zu lackierenden Bögen mittels Greiferleisten (316; 416) durch den Spalt (422) zwischen den beiden Lacktuchzylindern (309a, b; 409a, b) bewegt/gefördert werden. Druckmaschine nach Anspruch 13, wobei die Greifer auf den Greiferleisten die Bögen an den beiden seitlichen Rändern festhalten. Druckmaschine nach Anspruch 13, wobei die Greifer auf den Greiferleisten (316, 416) die Bögen an ihrer Vorderkante halten und durch den Spalt zwischen den beiden Lacktuchzylindern (309a, b; 409a, b) fördern, wobei einer oder beide Lacktuchzylinder mit einem axialen Kanal versehen sind, in den die Greifer bzw. die Greiferleisten (316, 416) eintauchen. Druckmaschine nach Anspruch 15, wobei Paare von Greiferleisten vorgesehen sind mit Greifern, die die durch den Spalt zwischen den Lacktuchzylindern hindurch geförderten Bögen an ihrer Vorder- und Hinterkante greifen. Druckmaschine nach Anspruch 13, wobei die Greiferleisten (416a-c) Teil einer Trommel (425) mit im Vergleich zu den Formzylindern der Druckwerke (7a-d, 8a-d) mehrfach großem Durchmesser sind, wobei die Trommel im Bereich der Bogenfläche offen ist und ein Lackwerk (409b, 419b, 420b) im Innern der Trommel (425) angeordnet ist. Druckmaschine nach Anspruch 17, wobei der mehrfach großen Transporttrommel (425) ein Behälter (426) für Makulaturbögen zugeordnet ist. Druckmaschine nach Anspruch 17, wobei der mehrfach großen Transporttrommel (425) eine Trocknereinrichtung (421a,b) zugeordnet ist. Druckmaschine nach Anspruch 19, wobei der mehrfach großen Transporttrommel (425) eine Trocknereinrichtung zugeordnet ist, die teils im Inneren und teils außerhalb der Trommel (425) angeordnet ist. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 20, wobei die auf den Lacktuchzylindern (309, 409) aufgenommenen Lacktücher röhrenförmige Hülsen sind oder auf solche aufgezogen sind. Druckmaschine nach Anspruch 21, wobei der Abstand der beiden Lacktuchzylinder (309a, b; 409a, b) zur Aufnahme von Hülsen unterschiedlicher Dicke verstellbar bzw. einstellbar ist. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 22, wobei in Bogenlaufrichtung hinter dem letzten Lackwerk Infrarot- und/oder Heißluft-Trocknereinrichtungen (11a-h, 21a, b; 212, 213, 112, 113) für das beidseitige Trocknen der beidseitig lackierten Bögen angeordnet sind. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 23, wobei mindestens einem der Lackwerke (39a) eine Trocknereinheit (113, 213, 421b) zugeordnet ist, die im Inneren einer die Bögen transportierenden Trommel (111, 220, 425) angeordnet ist. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 24, wobei eines oder mehrere der Lackwerke zum Auftragen von wasserbasierenden Lacken bzw. Dispersionslacken ausgebildet ist. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 25, wobei zwei oder mehrere der Lackwerke (9a, b) eine Rasterwalze (19a, 19b) mit einem Rakel (20a, 20b) besitzen. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 25; wobei die beiden Lackwerke vom Schöpfwalzentyp sind. Druckmaschine nach den Ansprüchen 14 und 21, wobei die Hülsen kanallos ausgebildet sind. Druckmaschine nach den Ansprüchen 15 und 21, wobei die Hülsen mit einem Kanal versehen sind. Verfahren für den beidseitigen Mehrfarbendruck auf Bögen, bevorzugt Papierbögen, mit folgenden Verfahrensschritten:

a) die gestapelten Bögen werden vereinzelt mehreren hintereinander angeordneten Druckwerken (7a-d) zugeführt und auf der Vorderseite des Bogens bedruckt,

b) b) die so bedruckten Bögen werden gewendet und in einer Reihe weiterer hintereinander angeordneter Druckwerke (8a-d) mehrfarbig auf ihrer Rückseite bedruckt,

c) die bedruckte Vorder- und/oder Rückseite der Bögen wird von oberhalb und unterhalb des Bogentransportpfads angeordneten Lackwerken gleichen Typs mit einer oder mehreren Lackschichten versehen und von ober- und unterhalb des Bogentransportpfads angeordneten Trocknern mit Infrarotstrahlung und/oder Heißluft getrocknet,

d) die beidseitig bedruckten und lackierten Bögen werden auf einen Stapel (6) ausgelegt oder weiterverarbeitet.
Verfahren nach Anspruch 30, wobei die zuerst lackierte Seite der Bögen getrocknet wird, bevor die zweite Seite der Bögen lackiert wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 30 oder 31, wobei die Bögen, nachdem sie beidseitig lackiert wurden, beidseitig getrocknet werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 30 bis 32, wobei beim Schritt des Trocknen die konkav einem Transportzylinder (111, 220, 425) zugewandte Seite der Bögen mit Strahlung und/oder Heißluft beaufschlagt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 30 bis 32, wobei beim Schritt des Trocknens die konvex einem Transportzylinder abgewandte Seite der Bögen von einer unterhalb des Bogentransportpfads angeordnete Trocknereinrichtung mit Strahlung und/oder Heißluft beaufschlagt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 30 bis 34, wobei zuerst die bedruckten Vorderseiten der Bögen und dann die Rückseiten der Bögen lackiert werden. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei auf den Gegendruckzylinder (108a) des letzten Druckwerks (8d) der Gegendruckzylinder (109b) des ersten Lackwerks (9b) folgt. Druckmaschine nach Anspruch 30, wobei der Lacktuchzylinder (117b) des ersten Lackwerks (9b) unterhalb des Bogentransportpfads angeordnet ist.






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