Die Erfindung betrifft eine Rückspiegel-Anordnung, mit folgenden
Teilen:
- – einem Fußteil, das mit Teilen des Fahrzeugs verbindbar ist,
- – einem in das Fußteil ragenden und gegenüber diesem drehbaren
Zapfen, mit dem drehfest ein Rückspiegel-Schwenkteil verbunden ist und der
das Rückspiegel-Schwenkteil unter Federspannung auf das Fußteil zieht,
- – einem Flanschteil, das vom Zapfen durchsetzt ist, das drehfest mit
dem Fußteil verbunden ist und das mit seiner Oberseite im Übergangsbereich
zwischen Fußteil und Rückspiegel-Schwenkteil liegt,
einem Flansch-Gegenelement, das mit dem Rückspiegel-Schwenkteil fest verbunden
ist und das mit dem Flanschteil am Zapfen koinzidiert.
Aus der JP 2000-272421 A ist eine Rückspiegel-Anordnung an einem
Fahrzeugteil bekannt, wobei ein Fußteil an dem Fahrzeugteil gehalten wird,
welches über eine Kugellagerverbindung mit einem Rückspiegel-Schwenkteil
verbunden ist, wodurch sich der Rückspiegel verdrehen lässt, ohne jedoch
in bestimmten Stellungen einzurasten.
Die JP 2000-6718 A zeigt eine gefederte Rückspiegelhalterung
für Automobile ohne Rastung.
Schließlich ist aus der DE
39 36 742 C2 ein gefederter Kraftfahrzeugaußenrückspiegel mit
einer sehr komplizierten Kugelanordnung bekannt.
Für die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein mit einem Kraftfahrzeug,
insbesondere mit der Frontverkleidung eines Motorrades, verbindbare Rückspiegel-Anordnung
anzugeben, die mit einer Verkleidung entsprechend der Frontverkleidung versehen
ist und bei der ein Rückspiegel-Schwenkteil, das an einem Zapfenende sitzt,
zuverlässig gemäß den Sicherheitsbestimmungen verschwenkbar ist,
ohne dass es bei leichteren Kollisionen mit dem Rückspiegel zu Zerstörungen
kommt. Außerdem soll eine einfache Montage möglich sein, wobei die Einstellung
des für die Verdrehung erforderlichen Drehmomentes relativ unkompliziert sein
soll.
Diese Aufgabe wird mit einer Rückspiegel-Anordnung der eingangs
genannten Art gelöst, bei der
- – ein Federelement im Fußteil zwischen einem Bund der Teil des Fußteils
ist, und dem Flanschteil eingespannt ist,
- – und dass sich unter Ausnutzung des Federspiels des Flanschteils das
Rückspiegel-Schwenkteil mit dem Flansch-Gegenelelement gegenüber dem Flanschteil
und damit gegenüber dem Fußteil verdrehen lässt.
Eine derartige Rückspiegel-Anordnung ergibt ein zu ummantelndes
Teil, bei dem die eigentlichen Funktionsteile sich im Inneren der Ummantelung befinden.
Unter einem „gefederten Hubspiel" wird ein Hubspiel verstanden, das unter
Einfluss einer Feder steht, die das Hubspiel zu verkleinern sucht. Die Anordnung
kann in einfacher Weise vormontiert werden, wobei sich nachträglich auch noch
die Drehmomente für die Verstellung einstellen lassen, beispielsweise durch
Anlaufscheiben. Ein Verschwenken wird durch Anschläge oder durch entsprechende
Teile im Bereich des Flanschteils und des Flansch-Gegenelementes erreicht.
Insbesondere ist vorteilhaft, wenn das vorzugsweise planitär
angeordnete Flanschteil auf seiner Oberseite wenigstens einen Vorsprung und/oder
wenigstens eine Vertiefung aufweist und das mit dem Rückspiegel-Schwenkteil
verbundene Flansch-Gegenelement mit zu dem entsprechenden des Flanschteils kompatible
Vertiefungen und/oder Vorsprünge aufweist, wobei die Vertiefungen und/oder
Vorsprünge in Flansch-Gegenelement und Flanschteil als Rastelemente für
die Verdrehung dienen. Hierdurch lässt sich erreichen, dass ein einfaches Rückstellen
in eine bestimmte Position möglich ist, wenn einmal eine Verdrehung erfolgt
ist. Es lässt sich damit eine bestimmte Position eindeutig festlegen und auch
fühlbar oder hörbar machen.
Die Montage wird vereinfacht, bei einstückiger Ausbildung des
Zapfens.
Um eine Federspannung zu erzeugen, wird ein Federelement, vorzugsweise
eine Zylinderfeder, im Fußteil zwischen einem Bund, der Teil des Fußteils
ist, und dem Flanschteil eingespannt. Vorzugsweise sind Flanschteil und Flansch-Gegenelement
konzentrisch um die Mittelachse des Zapfens angeordnet.
Eine Vorspannung kann in einfacher Weise dadurch erzeugt werden, dass
der Zapfen an seinem unteren Ende mit einem Gewinde versehen ist, auf das eine Mutter
aufgeschraubt ist, die gegen einen mit dem Fußteil verbundenen Anschlag drückt
und bei ihrem Anziehen den Zapfen bis zum Anschlag des Zapfens nach unten zieht.
Vorzugsweise sind wenigstens zwei Paare kompatibler Rastelemente vorhanden,
die auf verschiedenen radialen Abständen von der Mittelachse des Zapfens auf
den einander zugewandten Seiten von Flanschteil und Flansch-Gegenelement angeordnet
sind. Hierdurch wird erreicht, dass eindeutig eine Zuordnung von Fußteil und
Rückspiegel-Schwenkteil in einer gewünschten Position erreichbar ist.
Das Flansch-Gegenelement kann mit dem Zapfen drehfest durch Einspritzen
verbunden sein. Vorzugsweise wird hier aber eine Verschraubung gewählt, um
die Montage nicht zu verkomplizieren.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Die Figuren der Zeichnung zeigen im Einzelnen:
1 eine Motorrad-Frontverkleidung mit einer aufgesetzten
Rückspiegel-Anordnung mit Rückspiegel;
2 die Rückspiegel-Anordnung in geöffnetem
Zustand;
3 die Teile der Rückspiegel-Anordnung in auseinandergezogener
Darstellung;
4 das Flanschelement in vergrößerter Darstellung;
5 das Flansch-Gegenelement (von unten gesehen), ebenfalls
in vergrößerter Darstellung.
Die im Folgenden verwendeten Begriffe „unten" und „oben"
beziehen sich auf eine Darstellung gemäß 2,
die die übliche Montageanordnung zeigt. Diese Anordnung kann auch anders gewählt
werden.
Die 1 zeigt isoliert eine Frontverkleidung
2 für ein Motorrad. Die Frontverkleidung besteht aus Stahlblech oder
wenigstens teilweise aus Kunststoff. Auf ihrer Außenseite ist eine Rückspiegel-Anordnung
1 verschraubt, die in der Gestaltung der Frontverkleidung angepasst ist,
um ein ästhetisches Zusammenspiel von Rückspiegel-Anordnung
1 und Frontverkleidung 2 zu gewährleisten. Der eigentliche
Rückspiegel 12 ist am freien Ende der Rückspiegelanordnung
1 angebracht (vgl. 1).
Die 2 und 3
zeigen das Innere und den Aufbau der Rückspiegel-Anordnung im Detail.
Mit der Frontverkleidung 2 verschraubt ist ein Fußteil
3, das mit einer umlaufenden, abgedichteten Kante 19 auf die Außenseite
der Frontverkleidung 2 aufgesetzt ist und mit Schraubbolzen 21
verschraubt wird, so dass das Fußteil 3 fest aufgeklemmt ist. Das
Fußteil 3 endet oben bei einer Trennlinie T mit einem oberen Rand
22.
Nach oben setzt sich die Rückspiegel-Anordnung in einen vom Fußteil
3 im Prinzip getrennten Rückspiegel-Schwenkteil 5 fort, der
an seinem Ende den Rückspiegel 12 trägt; dieser ist in den
2 und 3 nicht dargestellt.
Wesentliches Verbindungselement zwischen Fußteil 3 und
Rückspiegel-Schwenkteil 5 ist ein einstückig ausgebildeter Zapfen
6. Wie aus der 3 hervorgeht, hat der einstückig
ausgebildete Zapfen 6 über seine Länge verschiedene Abschnitte
mit verschiedenen Durchmessern, deren Funktion noch erläutert wird.
Der Zapfen 6 (oben) ist in der dargestellten Ausführungsform
eingepasst in ein Sackloch 23, das zwischen den beiden im Wesentlichen
spiegelbildlich gleichen Halbschalen 24 des Rückspiegel-Schwenkteils
5 gebildet ist. Der Zapfen 6 wird so fest umschlossen, dass eine
drehfeste Verbindung zwischen ihm und dem Rückspiegel-Schwenkteil hergestellt
ist. Die den Zapfen 6 aufnehmende Vertiefung kann auch die offene Bohrung
sein.
Im mittleren Bereich des Zapfens 6 sind ein Gewinde
25 und ein Anschlag 26 vorgesehen, der sich in einen verdickten
Bereich des Zapfens 6 (unten) nach unten fortsetzt. Hier wird ein Flansch-Gegenelement
17 aufgeschoben, das vergrößert in 5
dargestellt ist (von unten gesehen).
Das Flansch-Gegenelement 17 besteht aus einem metallenem
Ringteil 27 mit einer etwa quadratischen Ringöffnung 29,
an dem sich Ohren 15.1, 15.2 und 15.3 befinden, die in
die Unterseite des aus Kunststoff gespritzten Rückspiegel-Schwenkteils
5 eingepasst sind. Auf seiner Unterseite trägt das Flansch-Gegenelement
17 drei überstehende linsenartige Vorsprünge 28.1,
28.2 und 28.3 als Rastelemente. Die Vorsprünge haben verschiedene
radiale Abstände vom Mittelpunkt der Ringöffnung 29. Das Flansch-Gegenelement
17 wird mit Schrauben 18 auf dem Zapfen 6 festgeschraubt.
Im Fußteil 3 ist ein Flanschteil 8 vorgesehen,
das als eine im Wesentlichen zylindrische Muffe aus Metall mit durchlaufender axialer
Mittelöffnung 31 geformt ist. Der Zapfen 6 durchsetzt das
Flanschteil 8, welches mit drei, über Stege mit dem Mittelteil verbundenen
Flügeln 16.1, 16.2 und 16.3 versehen ist, die damit,
von unten gesehen, eine Federgrube 32 ausbilden. Das Flanschteil
8 besitzt außerdem eine nach unten ragende Manschette 39,
die den Zapfen 6 umgibt.
Eine kurze, kräftige Zylinderfeder 13 ist zwischen einem
umlaufenden Bund 33 unterhalb der Trennlinie T und der Federgrube
32 eingespannt. Sie umgibt die Manschette 39. Der Zapfen
6 setzt sich nach unten fort und endet in einem Gewinde 9. Um
den Zapfen 6 einzuspannen, ist ein an dem Bund 33 nach unten hängender
Stutzen 34 vorgesehen, der in einem unteren Anschlag 35 endet
und ebenfalls von dem Zapfen 6 durchsetzt ist. Eine auf das Gewinde
9 aufgeschraubte Mutter 10 zieht demnach den Zapfen
6 gegen die Kraft der Zylinderfeder 13 nach unten, wobei kein
Hubspiel verbleibt, jedoch unter Reibung das Flanschteil
8 gegenüber dem Flansch-Gegenelement 17 angehoben werden
kann. Dies soll als „gefedertes Hubspiel" bezeichnet werden. Entsprechend
der Reibungskennzahl und dem Druck, den die Feder (13) erzeugt, wird damit
das zur Drehung von Rückspiegel-Schwenkteil (5) zu Fußteil (3)
erforderliche Drehelement definiert. Durch eingelegte Scheibe(n) 18 kann
die Federspannung der Zylinderfeder 13 verstellt werden.
Im fertig montierten Zustand, wie ihn 2
darstellt, liegen das Flanschteil 8 und das Flansch-Gegenelement
17 konzentrisch um die Mittelachse des einstückigen Zapfens
6. Das Flanschteil 8 trägt auf seiner Oberseite drei Vertiefungen
38.1, 38.2 und 38.3, in denen die linsenartigen Vorsprünge
28.1, 28.2 und 28.3 des Flansch-Gegenelementes
17 einrasten. Demnach bilden die Vertiefungen und die Vorsprünge in
Flansch-Gegenelement und Flanschteil auslösbare Rastelemente gegen eine Verdrehung
von Rückspiegel-Schwenkteil und Fußteil.
Bei einem auf das Rückspiegel-Schwenkteil 5 ausgeübtem
Drehmoment verdrehen sich Flanschteil 8 und Flansch-Gegenelement
17 gegeneinander, wobei die Raststellung verlassen wird. Nach einer Rückdrehung
in die entsprechende Position fallen die kompatiblen und unter Federspannung stehenden
Rastelemente 28 und 38 wieder in ihre Raststellung zurück,
wobei eine feste Zuordnung gegeben ist.
Es sei angemerkt, dass auch grundsätzlich andere Rastelemente,
Anschläge oder dergleichen dem Fachmann geläufig sind, so dass im Rahmen
des Anspruchs 1 sich auch andere Ausführungsformen realisieren lassen.