Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kühlergrillanordnung
für ein Kraftfahrzeug.
Hintergrund der Erfindung
Kühlergrillanordnungen, auch Kühlergitteranordnungen genannt,
sind im Stand der Technik in einer Vielfalt von Ausführungen bekannt. Ein Abriß
über die an Kühlergrillanordnungen gestellten Anforderungen sowie ein
Überblick über den Stand der Technik ist in der DE
44 35 396 A1 enthalten. Dort wird insbesondere auf Kühlergrille abgestellt,
die für den Einsatz von stoßabsorbierenden Stoßstangen geeignet sind,
die nach einem Frontalzusammenstoß automatisch in ihre Ausgangsposition zurückkehren.
Eine der Möglichkeiten, einen Kühlergrill für den Einsatz mit einer
stoßabsorbierenden Stoßstange (nachfolgend Stoßfänger genannt)
zu konzipieren, besteht darin, den Kühlergrill versetzbar auszugestalten, so
daß er schwenken oder sich auf andere Weise aus dem Weg des Stoßfängers
während des Zusammenstoßes bewegen kann. Dieser Ansatz gestattet es insbesondere,
den Kühlergrill bündig mit der umgebenden Motorhaube, dem Vorderende,
den Karosserieblechen und dem Stoßfänger auszurichten, um das ästhetische
Aussehen der Frontpartie und die Aerodynamik des Kraftfahrzeugs zu verbessern. Eine
solche Anbringung des Kühlergrills im Bereich des Stoßfängers bzw.
der Kühlergrillanordnung gestattet nach einem Frontalcrash des Fahrzeugs, der
durch den sogenannten Schlagversuch simulierbar ist, ohne weiteres eine Weiterfahrt
des Fahrzeugs, da der Kühlergrill nicht verkantet und sich nicht verklemmt.
Entsprechend kann die Motorhaube nach dem Pendelschlagversuch auch ohne weiteres
geöffnet werden.
Der voranstehend genannte Ansatz ist in der US
3 792 889 beschrieben, aus der ein in der Abfolge sich bewegender Kühlergrill
bekannt ist, dessen untere Kante schwenkbar an der Automobilkarosserie, d.h. am
Rohbau befestigt ist, so daß sich der Kühlergrill um diese untere Kante
drehen kann. Bei einem Aufprall veranlaßt die Rückwärtsbewegung des
Stoßfängers den Kühlergrill dazu, ebenfalls rückwärts um
seine untere Kante zu schwingen. Im Bereich der oberen Kante des Kühlergrills
sind Federelemente vorgesehen, die bei der Rückwärtsdrehung des Kühlergrills
beaufschlagt werden und nach dem Aufprall den Kühlergrill wieder in seine „Normalposition"
zurückdrücken. Alternativ oder ergänzend zu den Federelementen kann
der Kühlergrill auch in sich flexibel bzw. elastisch ausgestaltet sein, so
daß hierdurch in gleicher Weise eine Rückkehr des Kühlergrills in
seine „Normalposition" gewährleistet ist.
Aus der genannten DE 44 35
396 A1 ist ein Kühlergrill bekannt, der mit einer zweiteiligen Halteanordnung
versehen ist, wobei eine obere Kante des Kühlergrills direkt an der Motorhaube
elastisch angebracht ist, während die untere Kante durch Halteteile, die die
untere Kante des Kühlergrills mit dem Stoßfänger verbinden, elastisch
gehalten wird.
Die Druckschrift JP 11 314552
A zeigt eine Kühlergrillanordnung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Zusammenfassung der Erfindung
Demgegenüber wird erfindungsgemäß eine Kühlergrillanordnung
für ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen.
Die erfindungsgemäße Kühlergrillanordnung umfaßt
einen Kühlergrill sowie einen unterhalb des Kühlergrills sich erstreckenden
Stoßfänger. Erfindungsgemäß weist der Stoßfänger an
einer Oberseite des Stoßfängers erste Mitnahmemittel auf, während
der Kühlergrill an einer Unterseite davon zweite Mitnahmemittel aufweist. Die
jeweiligen Mitnahmemittel sind hierbei derart ausgebildet, daß die ersten Mitnahmemittel
des Stoßfängers in Normalposition des Kühlergrills mit geringem Spiel
mit den zweiten Mitnahmemitteln des Kühlergrills in Eingriff sind.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung umfassen die ersten Mitnahmemittel
des Stoßfängers mindestens ein elastisches Mitnehmerelement, das an der
Oberseite des Stoßfängers angeformt ist. Des weiteren umfassen die zweiten
Mitnahmemittel des Kühlergrills mindestens eine Ausnehmung, die in ihren Abmessungen
vorzugsweise an das elastische Mitnehmerelement des Stoßfängers und komplementär
dazu angepaßt ist. Das mindestens eine Mitnehmerelement des Stoßfängers
greift in Normalposition des Kühlergrills in die entsprechende(n) Ausnehmung(en)
des Kühlergrills ein. Das an den Stoßfänger angeformte Mitnehmerelement
besteht vorteilhafterweise aus dem gleichen Material wie der Stoßfänger
selbst, wie beispielsweise PP, PUR, PC-PBT.
Gemäß einer alternativen erfindungsgemäßen Ausführungsform
ist bezüglich der Mitnahmemittel von Stoßfänger bzw. Kühlergrill
auch eine sogenannte kinematische Umkehr möglich, bei der das mindestens eine
Mitnehmerelement auch an der Unterseite des Kühlergrills angeformt sein kann
und die Oberseite des Stoßfängers, die mindestens eine Ausnehmung aufweist.
Erfindungsgemäß wird somit eine Kühlergrillanordnung
mit einer flexiblen Befestigung des Kühlergrills bereitgestellt, bei der sowohl
bei einem Aufprall bzw. Stoß gegen den Kühlergrill selbst als auch bei
einem Aufprall bzw. Stoß gegen den Stoßfänger ein Verschwenken/Nachgeben
des Kühlergrills eintritt. Dadurch können Beschädigungen bei ausschließlich
gegen den Kühlergrill erfolgenden Stößen reduziert werden. Darüber
hinaus ist hiermit ein erhöhter Fußgängerschutz verbunden, da bei
nachgebendem Kühlergrill die Gefahr von Verletzungen bei Zusammenstößen
mit einem Fußgänger herabgesetzt ist. Durch die erfindungsgemäße
Lagerung des Kühlergrills am Stoßfänger des Kraftfahrzeugs mittels
in Kühlergrillausnehmungen eingreifender Mitnehmerelemente wird darüber
hinaus die Wahlfreiheit eröffnet, den Kühlergrill an der Motorhaube (Kühlergrill
hebt sich beim Öffnen der Motorhaube gemeinsam mit dieser an) oder an einem
Karosserierohteil wie z.B. eine Kühlerbrücke oder ein Montageträger
(Kühlergrill verbleibt bei einem Öffnen der Motorhaube in dieser Position)
zu befestigen.
Das erfindungsgemäße elastische Mitnehmerelement kann entweder
eine längliche Form aufweisen und sich im wesentlichen in der Haupterstreckungsrichtung
des Stoßfängers und des Kühlergrills erstrecken, oder es kann zapfenförmig
ausgebildet sein, wobei verschiedene Zapfenformen wie Kegelform, Kegelstumpfform,
Zylinderform etc. in Frage kommen.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung verfügt
das elastische Mitnehmerelement über einen Rastvorsprung, wodurch ein verbesserter
Eingriff in die eine komplementäre Rastausnehmung aufweisende Ausnehmung des
Kühlergrills erzielt wird.
Weitere Vorteile und Ausgestaltung der Erfindung ergeben sich aus
der Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung.
Kurzbeschreibung der Erfindung
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung
schematisch dargestellt und wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung
ausführlich beschrieben.
1 zeigt eine Vorderansicht eines Kraftfahrzeugfrontendes
mit einer erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in stark vereinfachter
perspektivischer Darstellung.
2 zeigt in vergrößerter und etwas detaillierterer
auseinandergezogener Darstellung den Stoßfänger und den Kühlergrill
der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung der 1.
3 zeigt eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen
Kühlergrillanordnung gemäß der Schnittlinie III-III der
2, und zwar einen Ausschnitt aus dem Bereich der Oberseite
des Stoßfängers und der Unterseite des Kühlergrills.
4 zeigt eine der 3 entsprechende
Schnittansicht über die gesamte Höhe des Kühlergrills.
4a zeigt eine seitliche Schnittansicht eines erfindungsgemäßen
Kühlergrills gemäß einer weiteren Ausführungsform analog zu
3.
5 zeigt in der Ansicht der 3
vergleichbarer Schnittansicht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung.
5a, b zeigt ein Mitnehmerelement zur Verwendung bei
der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in seitlicher Schnittansicht
und perspektivischer Ansicht.
6 zeigt in der Ansicht der 3
vergleichbarer Schnittansicht noch eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
7 zeigt die Schnittansicht der 4
mit einer alternativen Befestigung des Kühlergrills.
8a zeigt ein alternatives Mitnehmerelement zur Verwendung
bei der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in seitlicher Schnittansicht
und perspektivischer Ansicht.
8b zeigt ein alternatives Mitnehmerelement zur Verwendung
bei der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in seitlicher und
perspektivischer Ansicht.
9a, b zeigt ein alternatives Mitnehmerelement zur Verwendung
bei der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in einer seitlichen
Perspektivansicht und in seitlicher Querschnittsansicht.
10a, b zeigt ein alternatives Mitnehmerelement zur
Ver wendung bei der erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in einer
seitlichen Perspektivansicht und in einer seitlichen Querschnittsansicht.
11 zeigt ein Mitnehmerelement zur Verwendung bei einer
erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in seitlicher Perspektivansicht.
12 zeigt ein Mitnehmerelement zur Verwendung bei einer
erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung in seitlicher Perspektivansicht.
Detaillierte Beschreibung
1 zeigt ein Frontendteil eines in Teilansicht dargestellten
Kraftfahrzeugs mit einem Kühlergrill 10, einem Stoßfänger
12 und einer Motorhaube 14. Der Kühlergrill 10 kann
dabei entweder an einer Vorderkante 16 der Motorhaube
14 oder aber an einem hinter dem Frontende liegenden (und daher nicht sichtbaren)
Rohbauteil der Karosserie des Kraftfahrzeugs befestigt sein. Der Kühlergrill
10 schließt im wesentlichen bündig mit der aus den umgebenden
Teilen Motorhaube 14, Stoßfänger 12 und Scheinwerfergehäusen
18 außenhautbündig ab.
2 zeigt in vergrößerter und etwas detaillierterer
Darstellung den Kühlergrill 10 und den Stoßfänger
12 in auseinandergezogener Ansicht. Der Stoßfänger
12 verfügt neben üblichen Ausgestaltungsmerkmalen wie Lufteinlaßschlitzen,
Ausnehmungen für Nebelscheinwerfer und für Scheinwerferreinigungsanlagen
(nicht näher bezeichnet) über erfindungsgemäße Mitnehmerelemente
20, die an einer in Richtung des über dem Stoßfänger
12 angeordneten Kühlergrills 10 weisenden Oberseite
13 des Stoßfängers 12 angeformt sind.
In der Normalposition des Kühlergrills 10, d.h. bei
an der Motorhaube befestigtem Kühlergrill in der Position der geschlossenen
Motorhaube oder bei einem an der Karosserie befestigten Kühlergrill
10 in der Einbauposition, greifen die erfindungsgemäß an dem
Stoßfänger 12 angeformten elastischen Mitnehmerelemente
20 in entsprechend an einer Unterseite 11 des Kühlergrills
10 ausgeformte Ausnehmungen 22 (vgl. 3).
Wie bereits voranstehend erwähnt, sind die Mitnehmerelemente
20 vorzugsweise einstückig an dem Stoßdämpfer
12 angeformt und bestehen aus dem gleichen Material wie der Stoßfänger,
was bei modernen Stoßfängern bzw. Stoßfängerverkleidungen ein
Hartkunststoffmaterial ist, das über eine leichte Flexibilität verfügt,
wie beispielsweise PP, PUR oder PC-PBT. Aufgrund dieser Flexibilität bzw. Elastizität
des erfindungsgemäßen Mitnehmerelements ist es bei Eingriff des Mitnehmerelements
20 in die komplementäre Ausnehmung 22 des Kühlergrills
10 möglich, daß im Fall eines Stoßes gegen den Kühlergrill
im Sinne des eingezeichneten Pfeils P1 sich der Kühlergrill 10 nach
hinten (d.h. in der Darstellung der 3 nach rechts)
bewegt. Der Kühlergrill 10 gibt dem Stoß somit in durch die Elastizität
des Mitnehmerelements bzw. der Mitnehmerelemente gegebenen Grenzen nach. Erfolgt
ein Stoß gegen den Stoßfänger 12 im Sinne des eingezeichneten
Pfeils P2, so bewegt sich der Stoßfänger 12 nach hinten (d.h.
nach rechts in der Darstellung der 3) und nimmt dabei
über das in die Unterseite des Kühlergrills 10 eingreifende Mitnehmerelement
den Kühlergrill 10 mit.
Der letztgenannte Fall ist in den Darstellungen der 4
und 7 veranschaulicht. Der Kühlergrill
10, dessen Lamellen 24 in der Schnittdarstellung der
4 dargestellt sind, wird bei einem Aufprall auf den
Stoßfänger 12 im Sinne des Pfeils P2 in die rechts davon liegende,
mit 10' bezeichnete Position verschwenkt (die entsprechend nach rechts
verschobene Position 12' des Stoßdämpfers ist lediglich in
7 dargestellt). Im Bereich seiner Oberseite ist der
Kühlergrill 10 mittels eines Feder- und Gummielements 28
bzw. 29 schwenkelastisch (d.h. schwenkbar und in Stoßrichtung nachgiebig)
angelenkt bzw. gelagert. Im Falle der Darstellung der 4
erfolgt die Anlenkung mittels des Feder- und Gummielements 28 an der Vorderkante
16 der Motorhaube 14. Die Befestigung kann jedoch – wie
bereits voranstehend erwähnt – auch an einem nicht dargestellten Rohbauteil
der Kraftfahrzeugkarosserie erfolgen. Das Feder- und Gummielement 28 der
4 ist mittels Verschraubung an der Vorderkante
16 der Motorhaube 14 befestigt. Im Falle der Darstellung der
7 ist das Feder- und Gummielement 29 durch
Einklipsen in eine entsprechend vorgesehene Öffnung an der Vorderkante der
Motorhaube befestigt, wodurch die Montage beträchtlich erleichtert wird.
Aus den Darstellungen der 4 und
7 wird ersichtlich, daß die Elastizität der
dargestellten Kühlergrillanordnung so ausgelegt ist, daß der Kühlergrill
10 bei einem Stoß gegen den Stoßfänger 12 bis zu
einem hinter dem Stoßfänger 12 verlaufenden Querträger
26 verschwenken kann.
Neben den Vorteilen bezüglich verringerter Beschädigungsgefahr
des Kühlergrills bei einem Aufprall und geringerer Verletzungsgefahr für
Fußgänger ist die erfindungsgemäße Anordnung mit dem Vorteil
verbunden, daß sie sowohl im Falle eines an der Motorhaube befestigten Kühlergrills
als auch im Falle eines an der Karosserie befestigten Kühlergrills verwendet
werden kann, da die Eingriffswirkverbindung zwischen Kühlergrill und Stoßfänger
durch einfaches Anheben des Kühlergrills zusammen mit der Motorhaube problemlos
gelöst und durch Absenken des Kühlergrills wieder hergestellt werden kann.
4a zeigt eine alternative Ausführungsform des
Kühlergrills 10. Im Unterschied zur voranstehend erläuterten
Ausführungsform ist an der Unterseite 11 des Kühlergrills
10 das Mitnehmerelement 20 angeformt, wohingegen die Oberseite
13 des Stoßfängers 12 die Ausnehmung 22 aufweist.
Das Mitnehmerelement 20 erstreckt sich bei geschlossener Motorhaube durch
die Ausnehmung 22 hindurch und liegt somit hinter dem Stoßfänger
12. Bei einem Krafteintritt, in der 4a durch
einen Pfeil nach links dargestellt, wird das Mitnehmerelement 20 nach hinten,
d.h. in der 4a nach links mitgenommen. Somit weicht
das Kühlergitter 10 mit seiner Unterseite 11 nach hinten
in Richtung des Motorraums aus, wobei es durch andere Bauteile wie z.B. Federn oder
dergleichen nach Beendigung des Krafteintritts wieder in die Ursprungslage zurückgebracht
wird.
5 zeigt in Weiterbildung des in 3
dargestellten Ausführungsbeispiels eine der Darstellung der
3 vergleichbare Schnittansicht, bei der zwischen der
Unterseite 11 des Kühlergrills 10 und der Oberseite
13 des Stoßfängers 12 ein stoßdämpfendes Element
30 vorgesehen ist, das neben der Stoßdämpfung auch eine Dichtfunktion
erfüllen kann. Ein derartiges Element 30 wird vorzugsweise im Falle
eines mit der Motorhaube verbundenen Kühlergrills vorgesehen.
Analog zur Darstellung in 5 ist in
5a bzw. 5b das stoßdämpfende
Element 30 in einer alternativen Ausführungsform gezeigt. Hierbei
ist das stoßdämpfende Element an einer Oberseite des Mitnehmerelements
20 angebracht, z.B. mittels einer entsprechend vorgesehenen Nut und/oder
mittels Verkleben oder dergleichen. Das stoßdämpfende Element
30 ist in seinen Abmessungen derart ausgebildet, daß der Kühlergrill
10 bei geschlossener Motorhaube mit seiner Unterseite von oben auf das
stoßdämpfende Element 30 aufsetzt, wobei die in der Unterseite
ausgebildete Ausnehmung im übrigen das Mitnehmerelement 20 im wesentlichen
von den Seiten her umfaßt.
In 9a und 9b
ist eine alternative Ausführungsform des stoßdämpfenden Elements
30 gezeigt. In der perspektivischen Ansicht von 9a
ist gezeigt, daß das stoßdämpfende Element 30 als Ringelement
ausgebildet ist, das in einem Fußbereich des Mitnehmerelements 20
angeordnet ist und dieses entlang seines Umfangs umschließt. Bei geschlossener
Motorhaube setzt ein unterer Rand der Unterseite 11 des Kühlergrills
10 auf das stoßdämpfende Ringelement 30 auf, so daß,
wie voranstehend erläutert, eine Stoßdämpfung zwischen den jeweiligen
Bauelementen erzielt wird.
6 zeigt eine andere Weiterbildung der in
3 dargestellten erfindungsgemäßen Kühlergrillanordnung
in der Darstellung der 3 vergleichbarer Schnittansicht.
In der Weiterbildung der 6 weist das an dem Stoßfänger
12 angeformte elastische Mitnehmerelement 20 einen Rastvorsprung
32 auf, der bei Eingriff des Mitnehmerelements 20 in die Ausnehmung
22 an der Unterseite des Kühlergrills 10 in eine in der Ausnehmung
22 komplementär ausgebildete Rastausnehmung 34 eingreift.
Dadurch wird die Stabilität der Eingriffswirkverbindung zwischen Mitnehmerelement
20 und Kühlergrillausnehmung 22 verbessert. Auch diese Weiterbildung
mit Rastvorsprung und Rastausnehmung wird vorzugsweise bei an der Motorhaube befestigtem
Kühlergrill vorgesehen. Ein erhöhtes Spiel A (beispielsweise erreicht
durch Verbreiterung der Kühlergrillausnehmung 22) gestattet ein problemloses
Anheben und Absenken des Kühlergrills.
In den 8a, 8b
und 10a und 10b sind alternative
Ausführungsformen des Mitnehmerelements 20 gezeigt, mit denen eine
entsprechende Verrastung zwischen Mitnehmerelement und Ausnehmung wie voranstehend
erläutert erzielt werden kann. Bei der in 8a gezeigten
Ausführungsform ist der Rastvorsprung 32 in einem Kopfabschnitt des
Mitnehmerelements 20 ausgebildet. Alternativ dazu ist bei der in
8b gezeigten Ausführungsform der Rastvorsprung
32 in einem unteren Bereich des Mitnehmerelements 20 oberhalb
seines Fußabschnitts angeordnet. Die in der Unterseite des Kühlergrills
ausgebildete Ausnehmung ist bezüglich ihrer Lage jeweils an die entsprechenden
Rastvorsprünge angepaßt.
10a und 10b zeigen eine
andere Weiterbildung des Mitnehmerelements 20 zur Verwendung bei der erfindungsgemäßen
Kühlergrillanordnung, welches Mitnehmerelement gleichzeitig eine Verrastung
zwischen Kühlergrill und Stoßfänger als auch eine dämpfende
Wirkung zwischen diesen Bauelementen sicherstellt. Wie in der seitlichen Perspektivansicht
von 10a gezeigt, sind an der seitlichen Kegelfläche
des Mitnehmerelements 20 zwei kreisförmige Ausnehmungen
42 ausgebildet. In diesen Ausnehmungen 42 ist jeweils eine Sperrkugel
43 aufgenommen, derart, daß die Sperrkugeln 43 käfigartig
in den Ausnehmungen 42 beweglich gehalten sind. Das Mitnehmerelement
10 weist an seiner Oberseite eine weitere Ausnehmung 44 auf, durch
die hindurch sich ein Stiftelement 45 nach oben erstreckt.
Wie in der seitlichen Querschnittsansicht von 10b
gezeigt, ist das Mitnehmerelement 20 hohl ausgeführt, wobei ein Sperrkegelelement
46 darin längsverschieblich entlang der Hochachse des Mitnehmerelements
geführt ist. Das Sperrkegelelement 46 weist an seinem unteren Ende
eine Kegelfläche 47 auf, die sich in Richtung des Stoßfängers
12 hin verjüngt und mit den Sperrkugeln 43 in Anlage ist.
In der Ausgangsstellung des Sperrkegelelements drückt eine Federeinrichtung
47 die Kegelfläche 47 gegen einen Kopfabschnitt des Innenraums
des Mitnehmerelements, der an die Ausnehmung 44 angrenzt. In dieser Position
der Kegelfläche 47 wandern die Sperrkugeln 43, die in Anlage
mit der Kegelfläche 47 sind, vergleichsweise weit nach innen.
Wenn die Motorhaube geschlossen wird und in Entsprechung dazu die
Unterseite 11 mit ihrer Ausnehmung 22 in Eingriff mit dem Mitnehmerelement
20 kommt, drückt ein in der Ausnehmung 22 des Kühlergrills
10 ausgebildeter Zapfen 49 gegen das obere freie Ende des Stiftelements
45, so daß das Sperrkegelelement 46 gegen die Federkraft
der Federeinrichtung 47 in Richtung des Stoßfängers
12 gedrückt wird. Infolge der in der 10b
nach unten wandernden Kegelfläche 47 werden die Sperrkugeln
43 radial nach außen aus den Ausnehmungen 42 herausgedrückt,
so daß sie in Schließstellung der Motorhaube mit einem Rastbereich
50 in Eingriff kommen, der in der Innenseite der Ausnehmung
22 und komplementär zu dem jeweiligen Durchmesser der Sperrkugeln
43 ausgebildet ist. Im einzelnen ist die Krümmung des Rastbereichs
50 geringfügig größer als der Durchmesser der Sperrkugeln
43 ausgebildet, so daß sich infolge dieses Spiels der Kühlergrill
10 leicht vertikal relativ zu dem Mitnehmerelement 20 bzw. dem
Stoßfänger 12 bewegen kann.
11 und 12 zeigen alternative
Weiterbildungen des Mitnehmerelements 20, mit jeweils verschiedner Breite
in der Haupterstreckungsrichtung des Stoßfängers.
Erfindungsgemäß wird somit eine Kühlergrillanordnung
für ein Kraftfahrzeug vorgeschlagen, bei dem eine flexible, nachgiebige Befestigung
des Kühlergrills im Frontendbereich des Kraftfahrzeugs entweder an der Motorhaube
oder an einem Karosserierohteil möglich ist. Mit einfachen Mitteln wird eine
Stabilität leistende Wirkverbindung zwischen Kühlergrill und Stoßdämpfer
erzielt, ohne daß die Nachgiebigkeit des Kühlergrills bei einem Aufprall
verringert ist. Es läßt sich sogar festhalten, daß die Flexibilität
insofern verbessert ist, als sowohl bei einem Aufprall lediglich auf den Stoßfänger
als auch bei einem Aufprall lediglich auf den Kühlergrill ein Ausweisen/Nachgeben
des Kühlergrills erfolgt.