| Dokumentenidentifikation |
DE112005002771T5 20.12.2007 |
| Titel |
Ventilbaugruppe mit starren Sitzoberflächen |
| Anmelder |
MKS Instruments, Inc., Wilmington, Mass., US |
| Erfinder |
Anastas, Jeffrey, Kennebunk, Me., US |
| Vertreter |
Patentanwälte Wallach, Koch & Partner, 80339 München |
| DE-Aktenzeichen |
112005002771 |
| Vertragsstaaten |
AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KM, KN, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, LY, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NG, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SM, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, EP, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, OA, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, AP, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, NA, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, EA, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM |
| WO-Anmeldetag |
19.12.2005 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/US2005/046317 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2006071667 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
06.07.2006 |
| Date of publication of WO application in German translation |
20.12.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
20.12.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
F16K 31/06(2006.01)A, F, I, 20051219, B, H, DE
|
| Beschreibung[de] |
|
Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Strömungsmittel-Strömungssteuerung
und insbesondere auf eine Ventilbaugruppe. Im einzelnen bezieht sich die vorliegende
Erfindung insbesondere auf eine Ventilbaugruppe mit starren Sitzflächen.
Hintergrund der Erfindung
Strömungsmittel-Ventile gibt es in einer großen Vielzahl
von Formen und Größen, sie erfüllen eine Vielzahl von Zwecken, behandeln
strömungsfähige Materialien, deren Charakteristiken von leichten gasförmigen
Strömungsmedien bis zu schweren Schlämmen und nahezu Feststoffen reichen,
und sie sind mit verschiedenen Geschwindigkeiten unter Steuerungen betreibbar, die
sehr unterschiedlich sind und beispielsweise einfache binäre (Ein/Aus-), proportionale,
direkte manuelle und elektrisch ferngesteuerte Steuerungen sein können. Diejenigen
Ventile, die in der Lage sind, sehr schnell anzusprechen, um selbst relativ große
Strömungen präzise zu regeln, und die nur wenig elektrischen Leistungsaufwand
erfordern, sind von speziellem Interesse bei bestimmten industriellen Verarbeitungsvorgängen,
wie zum Beispiel bei der automatischen Regelung von Gasen bei der Herstellung von
Halbleitern und integrierten Schaltungen. Massenstrom-Steuerungen werden beispielsweise
in großem Umfang bei der Herstellung von Halbleitern und integrierten Schaltungen
verwendet, um die Zuführung von Prozessgasen zu steuern, und die Massenstrom-Steuerungen
schließen derartige Ventile ein.
Die US-Patente 4796854, 5727769 und 6505812, die alle auf den Anmelder
der vorliegenden Erfindung übertragen wurden, zeigen Beispiele von durch Magnetspulen
betätigten Proportionier-Ventilbaugruppen. Die beschriebenen Ventilbaugruppen
schließen alle bewegliche Ventil-Elemente ein, die durch einen Anker betätigt
werden, um eine Ventilöffnung zu öffnen und zu schließen.
Die Ventilbaugruppen können metallische Dichtungen oder elastomerische
Dichtungen verwenden. Die Verwendung von metallischen Dichtungs- oder Sitzflächen
beseitigt eine Permeation von der Atmosphäre und das Ausgasen und die Teilchen-Erzeugung,
die elastomerischen Dichtungen eigen ist. Andere Materialien, wie zum Beispiel Glas,
Saphir oder Keramik können als die Sitzflächen verwendet werden, um eine
chemische Beeinträchtigung durch das spezielle Strömungsmittel, das durch
die Ventilbaugruppe gesteuert wird, und/oder eine Beeinträchtigung aufgrund
von beispielsweise Temperaturen und Drücken zu vermeiden.
Es ist in vielen Fällen vorzuziehen, Saphir anstelle von Metall
in den Sitzflächen von Ventilbaugruppe zu verwenden. Bei eine hohe Genauigkeit
aufweisenden Ventilbaugruppen, die für die präzise Lieferung von Gasen
verwendet wird, können metallische Sitzflächen ein abschließendes
manuelles Läppen erfordern, um Ventilöffnungsoberflächen anzupassen,
damit sich eine geeignete Abdichtung ergibt. Derartige Läpp-Arbeitsvorgänge
sind jedoch arbeitsintensiv und vergrößern die Herstellungskosten der
Ventilbaugruppen. Zusätzlich können metallische geläppte Oberflächen
bei hohen Temperaturen durch korrosive Strömungsmedien angegriffen werden,
wodurch die Abdichtung mit der Zeit beeinträchtigt wird. Saphir ist ein sehr
hartes Material, das eben und glatt ausgebildet werden kann und gegenüber einer
derartigen Beeinträchtigung weniger empfindlich ist.
Andere Ventile können eine Keramikkugel beinhalten, die mit einem
Sitz in einer konischen Edelstahl-Ventilöffnung zusammenwirkt. Eine derartige
Anordnung kann jedoch keine gleichförmige Steuerung zwischen 2% und 100% der
maximalen Strömung ergeben.
Was immer noch erwünscht ist, ist daher eine neue und verbesserte
Ventilbaugruppe. Die Ventilbaugruppe ergibt vorzugsweise eine verbesserte Absperr-Dichtung,
beseitigt die Notwendigkeit von handbearbeiteten Metallteilen und ermöglicht
die Verwendung von undurchdringlichen nicht metallischem Material für die Sitzflächen,
und sie ergibt eine stabile Langzeit-Steuerungs-Ventilabsperr-Fähigkeit. Die
neue und verbesserte Ventilbaugruppe ergibt weiterhin vorzugsweise eine gleichförmige
Steuerung zwischen 2% und 100% der maximalen Strömung über mehrfache Maximal-Bereiche.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung ergibt entsprechend eine Ventilbaugruppe,
die einen Ventilkörper mit einer Bohrung und einem Anschluss aufweist, der
sich zu einem Ende der Bohrung erstreckt, um eine Strömungsmittel-Verbindung
mit der Bohrung zu schaffen. Ein Öffnungselement wird in der Bohrung aufgenommen
und schließt eine Endwand, die auf dem Ende der Bohrung aufgenommen wird, sowie
eine Seitenwand ein, die sich von der Endwand aus erstreckt. Die Endwand des Öffnungselementes
begrenzt eine Öffnung, die eine Strömungsmittel-Verbindung mit dem Anschluss
des Ventilkörpers ergibt. Ein Ventilbauteil wird in dem Öffnungselement
aufgenommen und ist entlang einer Achse gegenüber der Öffnung beweglich.
Die Ventilbaugruppe schließt weiterhin eine flache Feder ein,
die auf einem Ende der Seitenwand des Öffnungselementes befestigt ist und Arme
aufweist, die sich in Radialrichtung nach innen erstrecken und
an dem Ventilelement befestigt sind. Die ebene Feder bewirkt eine Vorspannung des
Ventilelementes gegenüber der Öffnung. Ein Ventilsitz ist an der Endwand
des Öffnungselementes befestigt und begrenzt eine Ventilöffnung, die eine
Strömungsmittel-Verbindung mit der Öffnung ergibt, und ein Stopfen ist
an einem Ende des Ventilelementes entgegengesetzt zu dem Ventilsitz derart befestigt,
dass wenn das Ventilelement entlang der Achse in Richtung auf die Öffnung bewegt
wird, der Stopfen mit dem Ventilsitz in Eingriff kommt, um die Ventilöffnung
des Ventilsitzes abzudichten und eine Strömungsmittel-Strömung durch die
Öffnung und den Anschluss des Körpers zu verhindern.
Gemäß einem Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung sind
der Ventilsitz und der Stopfen beide aus einem starren undurchdringlichen nicht
metallischem Material hergestellt, das Saphir umfasst, und sie weisen ebene Sitzflächen
auf, die sich senkrecht zur Achse des Ventilelementes erstrecken. Neben anderen
Merkmalen und Vorteilen ermöglicht die neuartige Konstruktion der Ventilbaugruppe
gemäß der vorliegenden Erfindung die Herstellung der planaren Sitzflächen
in paralleler Weise während der Herstellung, sodass der Saphir-Stopfen und
Ventilsitz eine verbesserte Absperr-Dichtung ergeben können.
Zusätzlich beseitigt die Verwendung von Saphir-Sitzflächen
weiterhin die Notwendigkeit von handbearbeiteten Metallteilen und ergibt eine stabile
Langzeit-Steuerventil-Abschalt-Fähigkeit. Weiterhin ergibt die Verwendung von
ebenen Sitzflächen eine gleichförmige Steuerung zwischen 2% und 100% der
maximalen Strömung über mehrere Skalenendwert-Bereiche.
Diese und weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden bei einem Lesen der folgenden ausführlichen Beschreibung anhand der
beigefügten Zeichnungen weiter ersichtlich.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die folgenden und andere Merkmale und Vorteile dieser Erfindung werden
besser aus der ausführlichen Beschreibung und den Zeichnungen verständlich,
in denen:
1 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht
eines Ausführungsbeispiels einer Ventilbaugruppe ist, die gemäß der
vorliegenden Erfindung konstruiert ist;
2 eine vergrößerte auseinandergezogene perspektivische
Ansicht der Ventilbaugruppe nach 1 ist, wie sie in
dem von einem Kreis umgebenen Teil „2" nach 1
enthalten ist;
3 eine Schnittansicht eines Teils der Ventilbaugruppe
nach 1 ist;
4 eine vergrößerte Schnittansicht der Ventilbaugruppe
nach 1 ist, wie sie in dem mit dem Kreis mit der Bezeichnung
„4" enthaltenen Teil nach 3 enthalten
ist;
5 eine vergrößerte Querschnittsansicht der
Ventilbaugruppe nach 1 ist, wie sie in dem von einem
Kreis „5" umgebenen Teil der 4 enthalten
ist.
Gleiche Bezugsziffern bezeichnen identische oder entsprechende Bauteile
und Einheiten in den verschiedenen Ansichten.
Ausführliche Beschreibung von Ausführungsbeispielen
Gemäß den 1 bis 5
ergibt die vorliegende Erfindung allgemein eine Ventilbaugruppe 10, die
Saphir-Sitzflächen 12, 14 einschließt, wie dies am besten
in 5 gezeigt ist. Die neuartige Konstruktion der Ventilbaugruppe
10 der vorliegenden Erfindung ermöglicht es, das die Sitzflächen
12, 14, die eben sind, während der Herstellung parallel ausgeführt
werden können, sodass die Sitzflächen 12, 14 eine verbesserte
Abschalt-Dichtung ergeben. Zusätzlich beseitigt die Verwendung von Saphir-Sitzflächen
12, 14 auch die Notwendigkeit von manuell bearbeiteten Metallteilen
und ergibt eine stabile Langzeit-Steuerungs-Ventil-Absperrfähigkeit (das heißt
keine Beeinträchtigung der Sitzflächen 12, 14). Weiterhin
ergibt die Verwendung von ebenen Sitzflächen 12, 14 eine
gleichförmige Ventilsteuerung zwischen 2% und 100% der Maximal-Strömung
über mehrfache Gesamt-Strömungsbereiche.
Gemäß den 1 bis 5
schließt die Ventilbaugruppe 10 einen Ventilkörper
16 mit einer Bohrung 18 und einem Anschluss 20 ein, der
sich zu einem Ende der Bohrung 18 erstreckt. Ein Öffnungselement
22 wird in der Bohrung 18 des Körpers 16 aufgenommen
und schließt eine Endwand 24, die auf dem Ende der Bohrung
18 aufgenommen wird, und eine Seitenwand 26 ein, die sich von
der Endwand 24 aus erstreckt. Die Endwand 24 des Öffnungselementes
22 umgrenzt eine Öffnung 28, die eine Strömungsmittel-Verbindung
mit dem Anschluss 20 des Körpers 16 ergibt.
Die Ventilbaugruppe 10 schließt weiterhin ein Ventilelement
30 ein, das in dem Öffnungselement 22 aufgenommen wird und
entlang einer Achse 32 gegenüber der Öffnung 28 beweglich
ist. Eine ebene Feder 34 ist auf einem Ende 36 der Seitenwand
26 des Öffnungselementes 22 befestigt und schließt Arme
ein, die sich in Radialrichtung nach innen erstrecken und an dem Ventilelement
30 befestigt sind. Die ebene Feder 34 bewirkt
eine Vorspannung des Ventilelementes 30 gegenüber der Öffnung
28 derart, dass sich das Ventilelement 30 normalerweise in einer
geschlossenen oder einer geöffneten Stellung befindet.
Die Ventilbaugruppe 10 schließt weiterhin einen Ventilsitz
38, der an der Endwand 24 des Öffnungselementes
22 befestigt ist und eine Ventilöffnung 40 begrenzt, die
eine Strömungsmittel-Verbindung mit der Öffnung 28 ergibt, sowie
einen Stopfen 42 ein, der an einem Ende des Ventilelementes 30
gegenüberliegend zu dem Ventilsitz 38 befestigt ist, derart, dass
wenn das Ventilelement 30 entlang der Achse 32 in Richtung auf
die Öffnung bewegt wird, der Stopfen 42 mit dem Ventilsitz
38 in Kontakt kommt, um die Ventilöffnung 40 des Ventilsitzes
38 abzudichten und eine Strömungsmittel-Strömung durch die Öffnung
28 und den Anschluss 20 des Körpers 16 zu verhindern.
Der Ventilsitz 38 und der Stopfen 42 sind aus einem
starren undurchdringlichen nicht metallischem Material hergestellt, das Saphir umfasst.
Der Ventilsitz 38 und der Stopfen 42 bilden die ebenen Sitzflächen
12, 14, die sich senkrecht zur Achse 32 des Ventilelementes
30 erstrecken. Die Sitzflächen 12, 14 sind glatt
poliert.
Die Endwand 24 des Öffnungselementes 22 schließt
eine Fassung 44 ein, und der Ventilsitz 38 ist mit Press-Sitz
in die Fassung 44 der Endwand 24 eingesetzt. Das Ende des Ventilelementes
30 schließt eine Fassung 46 ein, und der Stopfen
42 it mit Press-Sitz in die Fassung 46 des Ventilelementes
30 eingesetzt. Gemäß einem Ausführungsbeispiel sind das
Öffnungselement 22 und das Ventilelement 30 aus Edelstahl
hergestellt.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst der Anschluss
20 in dem Körper 16 einen Einlass-Anschluss und die ebene
Feder 34 spannt das Ventilelement 30 in Richtung auf den Einlass-Anschluss
20 vor, um normalerweise zu bewirken, dass der Stopfen 42 die
Dichtung 40 des Ventilsitzes 38 abdichtet. Der Körper
16 schließt weiterhin einen Auslass-Anschluss 50 in der gezeigten
Weise ein.
In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Öffnungselement
22 schalenförmig, und die Seitenwand 26 des Öffnungselementes
22 ist kontinuierlich. Die ebene Feder 34 ist an dem Öffnungselement
22 mit Hilfe eines Klemmringes 52 befestigt, der seinerseits an
dem Öffnungselement 22 mit Hilfe von Schrauben 54 befestigt
ist. Das Ende 36 der Seitenwand 26 des Öffnungselementes
22 schließt einen kontinuierlichen Wulst 56 ein, der die
ebene Feder 34 aufnimmt, und der Klemmring 52 schließt einen
kontinuierlichen Wulst 58 ein, der die ebene Feder 34 gegen den
kontinuierlichen Wulst der Seitenwand 26 befestigt.
In dem in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispiel wird
eine elektrische Magnetspulen-Baugruppe dazu verwendet, das Ventilelement
30 zu bewegen, um die Strömungsmittel-Strömung zwischen dem Einlass-
und Auslass-Anschlüssen 20, 50 zu steuern. Die Magnetspulen-Baugruppe
schließt einen Anker 60 aus magnetischem Material, der an dem Ventilelement
30 befestigt ist, und eine elektrische Magnetspulen-Wicklung
62 ein, die koaxial über dem Anker 60 aufgenommen wird, um
den Anker 60 und das Ventilelement 30 bei Anlegen eines elektrischen
Stromes an die Wicklung 62 entlang der Achse 32 zu bewegen, sodass
das Ventilelement 30 die Ventilöffnung 40 des Ventilsitzes
38 öffnet und schließt und die Strömungsmittel-Strömung
zwischen dem Einlass- und Auslass-Ports steuert.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist die Ventilbaugruppe
10 so konfiguriert, dass wenn elektrische Steuerströme an die Magnetspulen-Wicklung
62 von einer geeigneten Quelle, wie zum Beispiel einer Ausgangsverstärkerstufe
einer Steuerung eines Strömungsmessgerätes angelegt werden, das die tatsächliche
oder Ist-Strömungsrate misst, die von dem Ventil zu regeln ist, der Anker
60 von dem Ventilsitz 38 fort bewegt wird, um die Öffnung
40 des Ventilsitzes 38 zu öffnen und um die Strömung
zwischen dem Einlass- und Auslass-Anschlüssen 20, 50 zu vergrößern.
Die Ventilbaugruppe 10 ist weiterhin so konfiguriert, dass wenn die Magnetspulen-Wicklung
62 nicht angesteuert wird, dass Ventil 34 das Ventilelement
30 auf seine Ausgangsstellung bewegt, in der das Ventilelement
30 gegen den Ventilsitz 38 vorgespannt ist, um die durch diesen
hindurchgehende Ventilöffnung 40 zu verschließen.
Die Ventilbaugruppe 10 schließt weiterhin ein Gehäuse
64 ein, das über der Magnetspulen-Wicklung 62 angeordnet
ist und einen ringförmigen Flansch 66 zur Befestigung des Gehäuses
64 an dem Ventilkörper 16 aufweist. Eine ringförmige
Dichtung 68 ist zwischen dem Flansch 66 des Gehäuses
64 und dem Ventilkörper 16 angeordnet. Ein Magnetspulen-Kern
70 ist in der Magnetspulen-Wicklung 62 oberhalb des Ankers
60 angeordnet, die alle aus einem geeigneten magnetischem Material sind.
Eine nichtmagnetische Hülse 72 ist über dem unteren Ende des
Magnetspulen-Kern 70 befestigt und weist eine ausreichend große mittlere
axiale Öffnung auf, um gerade freie Bewegungen des Ankers 60 entlang
der Achse 32 zu ermöglichen. Ein ringförmiges nichtmagnetisches
Abstandstück 74 ist unter der Magnetspulen-Wicklung 62 angeordnet.
Wie dies in 1 gezeigt ist, befestigt
ein ringförmiges Befestigungselement 76 den Magnetspulen-Kern
70 in einstellbarer Weise durch eine Endwand 78 des Gehäuses
64 hindurch, wodurch ein Drehen des Befestigungselementes
76 die Position des Kerns 70 entlang der Achse 32 einstellt,
sodass die Ausgangsstellung des Ventilelementes 30 gegenüber dem Ventilsitz
38 durch Drehen des Befestigungselementes 76 eingestellt werden
kann. Eine mit Gewinde versehene Mutter 80 wird zur einstellbaren Blockierung
des Befestigungselementes gegen die Endwand verwendet.
Im Wesentlichen müssen lediglich die kleinen Zentrierkräfte
der ebenen Feder 34 überwunden werden, wenn die Magnetspulen-Wicklung
64 mit Energie versorgt wird. Es sollte verständlich sein, dass lediglich
eine sehr kleine Axialbewegung des Ventilelementes 30 erforderlich ist,
um eine volle Strömung durch die Öffnung 40 zu erzielen.
Als ein Beispiel einer Anwendung kann eine Ventilbaugruppe
10, die gemäß der vorliegenden Erfindung konstruiert ist, in
eine Massenstrom-Steuerung (MFC) eingefügt werden. Wie dies bekannt ist, dient
eine MFC zur Steuerung der Strömungsrate eines Gases von einer Quelle, und
sie kann beispielsweise in der Halbleiter-Fertigungsindustrie dazu verwendet werden,
präzise einen Prozessdampf zu einer Prozesskammer zur Herstellung einer Halbleiter-Scheibe
zuzuführen. Die MFC kann eine Temperatur-basierte MFC oder eine Druck-basierte
MFC sein, oder sie kann irgendeine andere Art von Strömungs-Steuereinrichtung
sein. Eine geeignete MFC ist beispielsweise in dem US-Patent 6505812 gezeigt, die
auf den Inhaber der vorliegenden Erfindung übertragen wurde und deren Inhalt
durch diese Bezugnahme hier mit aufgenommen wird.
Eine MFC schließt einen Strömungspfad, der mit dem Einlass-Anschluss
20 der Ventilbaugruppe 10 verbunden ist, eine Strömungssensor-Baugruppe
zur Messung der Strömung durch den Strömungspfad und eine Steuereinrichtung
ein, die zum Empfang einer vorgegebenen Soll-Strömungsrate von einem Benutzer,
zum Empfang einer Anzeige der Strömung von der Strömungssensor-Baugruppe
und zur Bestimmung einer Ist-Strömungsrate durch den Strömungspfad programmiert
ist. Die Steuereinrichtung ist weiterhin so programmiert, dass sie eine ansteigende
elektrische Leistung an die Wicklung 62 liefert, um die Strömung zu
vergrößern, wenn die Ist-Strömungsrate kleiner als die Soll-Strömungsrate
ist, und die elektrische Leistung verringert, um die Strömung zu verringern,
wenn die Ist-Strömungsrate größer als die Soll-Strömungsrate
ist. Unter „Steuereinrichtung" wird hier eine Einrichtung oder ein Mechanismus
verstanden, der zum Regeln oder Führen der Betriebsweise der MFC verwendet
wird. Die Steuereinrichtung umfasst vorzugsweise eine Computer-Prozessor-Einheit
(CPU), die zumindest einen Prozessor, Speicher und einen Takt einschließt,
die auf einer Leiterplatte befestigt sind. Die Steuereinrichtung arbeitet in einer
Regelschleife zur Aufrechterhaltung der Soll-Strömung zu allen Zeiten. Information
über die Strömungsrate als eine Funktion des Steuerstromes der Magnetspulen-Wicklung
62 wird vorzugsweise in der Steuereinrichtung gespeichert, um die Ansprechzeit
der MFC zu verringern.
Die Ausführungsform und die in dieser Beschreibung beschriebenen
Praktiken wurden lediglich zu Erläuterungszwecken und nicht als Beschränkung
geliefert, und verschiedene Modifikationen, Kombinationen und Austauschmaßnahmen
können von dem Fachmann durchgeführt werden, ohne von dem Grundgedanken
oder dem Schutzumfang dieser Erfindung in ihren breiteren Gesichtspunkten abzuweichen,
wie sie in den beigefügten Ansprüchen angegeben ist.
Zusammenfassung:
Eine Ventilbaugruppe schließt einen Ventilkörper mit einer
Bohrung (18) und einem Anschluss (20), der sich zu der Bohrung
erstreckt, und ein Öffnungselement (22) ein, das in der Bohrung aufgenommen
wird und eine Endwand (24) und eine Seitenwand (26) aufweist,
und in dem eine Öffnung (28) eine Strömungsmittel-Verbindung
mit dem Anschluss des Körpers ergibt. Ein Ventilelement (30) wird
in dem Öffnungselement aufgenommen und ist entlang einer Achse bezüglich
der Öffnung beweglich, und eine ebene Feder (34) ist an der Seitenwand
des Öffnungselementes befestigt und weist Arme auf, die an dem Ventilelement
befestigt sind. Ein Ventilsitz (38) ist an der Endwand befestigt und bildet
eine Ventilöffnung über dem Öffnungsteil, und ein Stopfen (42)
ist an einem Ende des Ventilelementes entgegengesetzt zu dem Ventilsitz derart befestigt,
dass wenn das Ventilelement entlang der Achse in Richtung auf die Öffnung bewegt
wird, der Stopfen mit dem Sitz in Berührung kommt, um die Ventilöffnung
abzudichten.
|
| Anspruch[de] |
Ventilbaugruppe mit:
einem Ventilkörper, der eine Bohrung und einen Anschluss einschließt,
der sich zu einem Ende der Bohrung erstreckt;
einem Öffnungselement, das in der Bohrung des Körpers aufgenommen wird
und eine Endwand, die auf einem Ende der Bohrung aufgenommen wird, und eine Seitenwand
einschließt, die sich von der Endwand aus erstreckt, und wobei die Endwand
eine Öffnung begrenzt, die eine Strömungsmittel-Verbindung mit dem Anschluss
des Körpers ergibt;
einem Ventilelement, das in dem Öffnungselement aufgenommen wird und das entlang
einer Achse bezüglich der Öffnung beweglich ist;
einer ebenen Feder, die an einem Ende der Seitenwand des Öffnungselementes
befestigt ist und Arme einschließt, die sich in Radialrichtung nach innen erstrecken
und an dem Ventilelement befestigt sind, wobei die ebene Feder
eine Vorspannung des Ventilelementes gegenüber der Öffnung bewirkt;
einem Ventilsitz, der an der Endwand des Öffnungselementes befestigt ist und
eine Ventilöffnung bildet, die eine Strömungsmittel-Verbindung mit der
Öffnung ergibt; und
einem Stopfen, der an einem Ende des Ventilelementes gegenüberliegend zu dem
Ventilsitz derart angeordnet ist, dass wenn das Ventilelement entlang der Achse
in Richtung auf die Öffnung bewegt wird, der Stopfen mit dem Ventilsitz in
Kontakt kommt, um die Ventilöffnung des Ventilsitzes abzudichten und eine Strömungsmittel-Strömung
durch die Ventilöffnung und den Anschluss des Körpers zu verhindern.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 1, bei der der Ventilsitz und der Stopfen
aus einem starren undurchdringlichen nichtmetallischen Material hergestellt sind.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 1, bei der der Ventilsitz und der Stopfen
aus Saphir hergestellt sind.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 1, bei der der Ventilsitz mit Press-Sitz
in die Endwand des Öffnungselementes eingesetzt ist und der Stopfen mit Press-Sitz
in das Ende des Ventilelementes eingesetzt ist.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 1, bei der die Endwand des Öffnungselementes
eine Fassung einschließt, und der Ventilsitz mit Press-Sitz in die Fassung
der Endwand eingesetzt ist, und wobei das Ende des Ventilelementes eine Fassung
einschließt, und der Stopfen mit Press-Sitz in die Fassung des Ventilelementes
eingesetzt ist.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 1, bei der der Ventilsitz und der Stopfen
ebene Sitzoberflächen aufweisen, die sich senkrecht zur Achse des Ventilelementes
erstrecken.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 6, bei der die Sitzoberflächen poliert
sind.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 1, bei der das Öffnungselement und
das Ventilelement aus Edelstahl hergestellt sind.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 1, bei der die ebene Feder an dem Öffnungselement
mit Schrauben befestigt ist.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 1, bei der der Anschluss in dem Körper
einen Einlass-Anschluss umfasst, und die ebene Feder das Ventilelement in Richtung
auf den Einlass-Anschluss vorspannt, um normalerweise zu bewirken, dass der Stopfen
die Ventilöffnung des Ventilsitzes abdichtet.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 1, die weiterhin Folgendes umfasst:
einen Anker aus magnetischem Material, der an dem Ventilelement befestigt ist; und
eine elektrische Magnetspulen-Wicklung, die koaxial den Anker umgibt und sich entlang
der Achse erstreckt, wobei eine Ansteuerung der Wicklung eine Bewegung des Ventilelementes
entlang der Achse durch den Anker bewirkt.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 11, die weiterhin Folgendes umfasst:
ein Gehäuse, das über der Magnetspulen-Wicklung angeordnet ist und einen
an dem Ventilkörper befestigten Flansch aufweist;
eine Dichtung, die zwischen dem Flansch des Gehäuses und dem Ventilkörper
angeordnet ist.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 12, bei der der Flansch des Gehäuses
an dem Ventilkörper durch Schraubengewinde befestigt ist.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 12, die weiterhin einen Magnetspulen-Kern
umfasst, der in einstellbarer Weise entlang der Achse innerhalb der Wicklung zwischen
einer Endwand des Gehäuses und dem Anker angeordnet ist.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 14, die weiterhin eine Hülse umfasst,
die koaxial bezüglich des Ankers zwischen dem Anker und der Magnetspulen-Wicklung
angeordnet ist, wobei die Hülse an dem Magnetspulen-Kern befestigt und zusammen
mit diesem beweglich ist.
Strömungssteuerung, die eine Ventilbaugruppe nach Anspruch 1 einschließt
und weiterhin Folgendes umfasst:
einen Strömungspfad, der mit dem Anschluss der Ventilbaugruppe verbunden ist;
eine Strömungssensor-Baugruppe zur Messung der Strömung durch den Strömungspfad;
und
eine Steuereinrichtung, die so programmiert ist, dass sie:
eine Soll-Strömungsrate von einer Benutzer-Eingabevorrichtung empfängt,
eine Anzeige der Strömung von der Strömungssensor-Baugruppe empfängt,
eine Ist-Strömungsrate durch den Strömungspfad bestimmt,
bewirkt, dass sich das Ventilelement der Ventilbaugruppe von dem Ventilsitz fort
bewegt, um die Strömung durch den Anschluss zu vergrößern, wenn die
Ist-Strömungsrate kleiner als die Soll-Strömungsrate ist, und
bewirkt, dass sich das Ventilelement der Ventilbaugruppe in Richtung auf den Ventilsitz
bewegt, um die Strömung durch den Anschluss zu verkleinern, wenn die Ist-Strömungsrate
größer als die Soll-Strömungsrate ist.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 1, bei der die ebene Feder an dem Öffnungselement
mit einem Klemmring befestigt ist.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 17, bei der der Klemmring an dem Öffnungselement
mit Schrauben befestigt ist.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 18, bei der das Öffnungselement schalenförmig
ist und die Seitenwand des Öffnungselementes kontinuierlich ist.
Ventilbaugruppe nach Anspruch 19, bei der das Ende der Seitenwand des
Öffnungselementes einen kontinuierlichen Wulst einschließt, der die ebene
Feder aufnimmt, und bei der der Klemmring einen kontinuierlichen Wulst einschließt,
der die ebene Feder gegen den kontinuierlichen Wulst der Seitenwand befestigt.
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