Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltvorrichtung für
ein schaltbares Verteilergetriebe eines vierradangetriebenen Fahrzeugs.
In bestimmten herkömmlichen vierradangetriebenen Fahrzeugen (4-WD-Fahrzeugen)
ist eine Übertragungsvorrichtung integral mit einem Getriebe bzw. einer Transmission
vorgesehen. Die Übertragungsvorrichtung weist mehrere Schaltmechanismen bzw.
Umschaltmechanismen, wie etwa einen Zweirad-/Vierrad-Umschaltmechanismus, zum Umschalten
zwischen einem Zweiradantrieb (2-WD) und einem Vierradantrieb (4-WD) und einen Hochtour-/Niedrigtour-Umschaltmechanismus
zum Umschalten zwischen einer hohen Tour bzw. hohen Geschwindigkeit bzw. hohen Drehzahl
(H) und einer niedrigen Tour bzw. niedrigen Geschwindigkeit bzw. niedrigen Drehzahl
(L) auf. Diese Schaltmechanismen werden mit Betätigung jeder Schaltstange (nachfolgend
auch Schaltwelle bzw. Gangschaltwelle) betätigt, die beispielsweise durch Betätigung
eines Hebels betätigt wird.
In der in 11 gezeigten Übertragungsvorrichtung
sind eine Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle 304 mit einer Hochtour-/Niedrigtour-Gabel
302, die daran befestigt ist, und eine Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle
308 mit einer Zweirad-/Vierrad-Gabel 306, die daran befestigt
ist, nebeneinander nahe zueinander angeordnet. Eine Hochtour-/Niedrigtour-Schaltnut
310 ist in der Außenumfangsfläche der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle
304 gebildet, während eine Zweirad-/Vierrad-Schaltnut 312
entsprechend der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltnut 310 in der Außenumfangsfläche
der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 308 gebildet ist. Ein Schalthebel
314 gelangt in Eingriff mit der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltnut
310 und der Zweirad-/Vierrad-Schaltnut 312 in selektiver Weise
durch Verschieben bzw. Schalten und Wählen von Betriebsvorgängen in Eingriff,
wodurch die Fahrzeuglaufbedingung umgeschaltet wird zwischen Zweiradantrieb (2-WD)
und Vierradantrieb (4-WD) oder zwischen hoher Tour (H) und niedriger Tour (L).
Zum Durchführen der Schaltvorgänge unter Verwendung eines
Stellglieds ohne den Weg über den Wählvorgang des Hebels zu verfolgen,
ist bislang eine in 12 gezeigte Konstruktion angewendet
worden, bei welcher ein Schaltjoch 410 sowohl auf einer Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle
404, an welcher eine Hochtour-/Niedrigtour-Gabel 402 befestigt
ist, und einer Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 408 angebracht ist, an welcher
eine Zweirad-/Vierrad-Gabel 406 befestigt ist. Eine Hochtour-/Niedrigtour-Halbkreisnut
412 ist in der Außenumfangsfläche der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle
404 gebildet, während eine Zweirad-/Vierrad-Halbkreisnut
414 entsprechend der Hochtour-/Niedrigtour-Halbkreisnut 412 in
der Außenumfangsfläche der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 408 gebildet
ist. Außerdem ist eine Kugel 416 in dem Schaltjoch 410 angeordnet
und wird selektiv bzw. wahlweise in Eingriff mit der Hochtour-/Niedrigtour-Halbkreisnut
412 und der Zweirad-/Vierrad-Halbkreisnut 414 gebracht. Wenn,
obwohl nicht gezeigt, die Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle 404 und die
Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 408 betätigt werden, um in den Hochtour-/Zweiradantrieb
bzw. -gang (2H), den Hochtour-/Vierradantrieb bzw. -gang (4H) oder den Niedrigtour-/Vierradantrieb
bzw. -gang (4L) mittels eines Stellglieds umzuschalten, werden zwei Typen von Stellgliedern
verwendet, nämlich ein Stellglied für den Schaltvorgang und ein Stellglied
für den Wahlvorgang oder es wird ein Drei-Stopp-Positions-Stellglied verwendet.
Übertragungsvorrichtungen eines derartigen Aufbaus sind beispielsweise
offenbart in den japanischen Patentoffenlegungsschriften JP 10-53045 A und JP 8-156625
A und in der japanischen Gebrauchsmusterschrift JP 6-80053 U. In Übereinstimmung
mit der in der japanischen Patentoffenlegungsschrift JP 10-53045 A offenbarten Übertragungsvorrichtung
sind ein Zweirad-/Vierrad-Schaltwellenelement und ein Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwellenelement
koaxial angeordnet. Das Zweirad-/Vierrad-Schaltwellenelement arbeitet in seiner
axialen Richtung unabhängig von dem Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwellenelement,
um ein Umschalten zwischen dem Zweiradantrieb und dem Vierradantrieb zu bewirken,
wobei es beabsichtigt ist, eine Verringerung der Baugröße zu erzielen.
In Übereinstimmung mit der in der japanischen Patentoffenlegungsschrift JP
8-156625 A offenbarten Übertragungsvorrichtung werden drei Schaltpositionen,
nämlich eine Vierrad-Hochtour-Position (4H), eine Vierrad-Hochtour-Direktkopplungsposition
(4HLc) und eine Vierrad-Niedrigtour-Direktkopplungsposition (4LLc) von einer in
die andere unter Verwendung einer einzigen Schaltschiene umgeschaltet, wodurch Sicherheit
für eine Nutzung auf der Straße und das Laufvermögen für eine
Nutzung abseits der Straße kompatibel zueinander gemacht werden. Die in der
japanischen Gebrauchsmusterschrift JP 6-80053 U offenbarte Übertragungsvorrichtung
zielt darauf ab, die Konstruktion durch Umschalten in Sperrung mittels eines Hebels
zu vereinfachen.
Wie in 11 gezeigt, wird in diesen herkömmlichen
Übertragungsvorrichtungen ein Wählvorgang eines Gang- bzw. Schalthebels
zum Zeitpunkt des Umschaltens zwischen dem Zweiradantrieb (2-WD) und dem Vierradantrieb
(4-WD) oder zwischen hoher Tour (H) und niedriger Tour (L) unter Verwendung des
Schalthebels erforderlich, und dieser Vorgang ist mühsam.
Wenn die Fahrzeuglaufbedingung in den Hochtour-Zweiradantrieb (2H),
den Hochtour-Vierradantrieb (4H) oder den Niedrigtour-Zweiradantrieb
(4L) unter Verwendung eines Stellglieds umgeschaltet werden soll, war es bislang
erforderlich, zwei Arten von Stellgliedern oder ein Drei-Stopp-Positions-Stellglied
bzw. ein in drei Positionen stoppendes Stellglied zu verwenden. Diese Stellglieder
erhöhen die Genauigkeit der Stopp-Position (4H), insbesondere die Genauigkeit
der mittleren Stopp-Position von drei Stopp-Positionen. Diese Erhöhung der
Genauigkeit bzw. der hierfür erforderliche Vorgang bzw. Betrieb ist jedoch
mühsam.
GB-2 099 937 A beschreibt eine Schaltvorrichtung, bei der mittels
Schaltjochen, die zwei benachbarte Schaltstangen zum Schalten verschiebbar aufnehmen,
bei fortschreitender Verstellung einer Betätigungsstange nacheinander Gangschaltungen
und Betriebsarten-Umschaltungen eingeleitet werden. Dabei werden die entsprechenden
Schaltstangen bei Mitnahme über in den Jochen quer beweglich zwangsgeführte,
in Vertiefungen in den Schaltstangen selektiv eingreifende Mitnehmerstifte zwangsweise
verstellt.
US-3 747 425 beschreibt eine ähnliche Schaltvorrichtung, wobei
im Getriebegehäuse quer beweglich zwischen zwei Schaltstangen geführte
Mitnehmerstifte vorgesehen sind.
Eine weitere Schaltvorrichtung ist in GB-1 430 269 beschrieben.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, die vorstehend
im Zusammenhang mit einer Übertragungsvorrichtung eines vierradangetriebenen
Fahrzeugs genannte Probleme zu überwinden. Zu diesem Zweck ist die Vorrichtung
so ausgelegt, wie in Anspruch 1 angegeben.
Die vorliegende Schaltvorrichtung für ein schaltbares Verteilergetriebe
eines Vierrad-getriebenen Fahrzeugs weist zwei benachbart parallel angeordnete Schaltstangen
auf, die zum Umschalten zwischen Zweirad- und Vierrad-Antrieb und einer hochtourigen
und einer niedertourigen Übersetzung verschiebbar sind, auf. Diese sind über
ein Schaltjoch betätigbar, wobei dieses zum Schalten zwischen den Fahrbetriebsarten
Zweirad-hochtourig, Vierradhochtourig und Vierrad-niedertourig axial verschiebbar
ist. Im Bereich des umschließenden Schaltjochs in den Außenumfangsflächen
befinden sich jeweils eine längs erstreckende elliptische Nut und eine kreisabschnittsförmige
Nut axial beabstandet in Beziehung zu den abfolgenden Schaltwegen.
Im Schaltjoch sind axial beabstandete zwei Kugeln querbeweglich zwischen
den beiden Schaltstangen gehaltert, wobei die Tiefe der Nuten zur Mitnahme von den
eingreifenden Kugeln bei axialer Betätigungsbewegung des Schaltjochs und die
Anordnung in axialer Richtung entsprechend der fortlaufenden Schaltung so gebildet
ist, dass eine der Kugeln zwangsgeführt in Eingriff oder außer Eingriff
mit der elliptischen Nut der einen, ersten Schaltstange oder mit der kreisabschnittsförmigen
Nut der gegenüberliegenden, zweiten Schaltstange bei einer Axialbewegung des
Schaltjochs gelangt, und die andere Kugel zwangsgeführt in Eingriff oder außer
Eingriff mit der kreisabschnittsförmigen Nut der ersten Schaltstange oder der
elliptischen Nut der zweiten Schaltstange bei der Axialbewegung des Schaltjochs
gelangt.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Übertragungsvorrichtung sind
in den Unteransprüchen angegeben.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung beispielhaft näher
erläutert; es zeigen:
1 eine schematische Darstellung zur Erläuterung
der Betätigungsabläufe der Schaltwellen,
2 eine Seitenteilansicht einer Übertragungsvorrichtung
gemäß einer ersten Ausführungsform,
3 eine Schnittansicht der Übertragungsvorrichtung
in Richtung des Pfeils III in 2 gesehen,
4 eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in
3,
5 schematisch den Zustand, in welchem die Schaltwellen
angeordnet sind,
6 eine Seitenteilansicht einer Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle,
7 eine Seitenteilansicht einer Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle,
8 eine Schnittansicht eines Schaltjochs,
9 eine schematische Ansicht eines Fahrzeugs gemäß
einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
10 eine teilweise vergrößerte Ansicht von
Schaltwellen in einer dritten Ausführungsform,
11 schematisch die Betätigungsabläufe von
Schaltwellen, die einen Wahlvorgang in einer herkömmlichen Übertragungsvorrichtung
erfordern, und
12 schematisch die Betätigungsabläufe von
Schaltwellen unter Verwendung eines Stellglieds ohne Durchführung eines Wahlvorgangs
in einer herkömmlichen Übertragungsvorrichtung.
1 bis 8 zeigen die erste
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In 2
bis 4 bezeichnet die Bezugsziffer 2 eine Übertragungsvorrichtung
zum Ändern der Laufbedingung eines vierradangetriebenen Fahrzeugs (4-WD-Fahrzeug)
und die Bezugsziffer 4 bezeichnet ein Übertragungsgehäuse. Die
Übertragungsvorrichtung 2 ist integral mit einem (nicht gezeigten)
Getriebe verbunden. Das Übertragungsgehäuse 4 umfaßt ein
vorderes Gehäuse 6, ein mittleres Gehäuse 8 und ein
hinteres Gehäuse 10. In einem Vorderwandabschnitt 12 des
vorderen Gehäuses 6 ist eine Übertragungseingangswelle
16 drehbar mittels eines vorderen Lagers 14 getragen. In einem
mittleren Wandabschnitt 18 des mittleren Gehäuses 8 und einem
hinteren Wandabschnitt 20 des hinteren Gehäuses 10 ist eine
hintere Übertragungsausgangswelle 26 koaxial mit der Übertragungseingangswelle
16 und drehbar mittels eines zentralen bzw. mittleren Lagers
22 und eines hinteren Lagers 24 getragen.
In dem vorderen Wandabschnitt 12 des vorderen Gehäuses
6 und dem mittleren Wandabschnitt 18 des mittleren Gehäuses
8 ist eine Übertragungsgegenwelle 28 drehbar parallel sowohl
zu der Übertragungseingangswelle 16 wie der hinteren Übertragungsausgangswelle
26 angebracht. Die Übertragungsgegenwelle 28 ist in einer
Getriebekammer 32 angeordnet, die durch einen eine Kammer bildenden Wandabschnitt
30 anschließend an den mittleren Wandabschnitt 18 festgelegt
ist. In sowohl einem Wellentragabschnitt 34 anschließend an die den
Wandabschnitt 30 des mittleren Gehäuses 8 bildenden Kammer
wie dem hinteren Wandabschnitt 20 des hinteren Gehäuses
10 ist eine vordere Übertragungsausgangswelle 36 parallel
zu der hinteren Übertragungsausgangswelle 26 getragen und mittels
erster und zweiter angetriebener Lager 38-1, 38-2 drehbar.
In dem hinteren Gehäuse 10 ist ein antreibendes Übertragungskettenrad
40 drehbar auf der hinteren Übertragungsausgangswelle 26
angeordnet. Auf der vorderen Übertragungsausgangswelle 36 ist ein
angetriebenes Übertragungskettenrad 42 entsprechend dem antreibenden
Übertragungskettenrad 40 befestigt. Eine Übertragungskette
44 befindet sich in Mitnahmebeziehung sowohl auf dem angetriebenen Übertragungskettenrad
40 wie dem angetriebenen Übertragungskettenrad 42.
Ein antreibendes Übertragungszahnrad 46 ist auf der
Übertragungseingangswelle 16 angebracht, während auf der Übertragungsgegenwelle
28 ein angetriebenes Übertragungszahnrad 48 in Kämmeingriff
mit dem antreibenden Übertragungszahnrad 46 angebracht ist. Ein antreibendes
Verzögerungszahnrad 50 ist auf der Übertragungsgegenwelle
28 angebracht, während auf der hinteren Übertragungsausgangswelle
26 ein angetriebenes Verzögerungszahnrad 52 in Kämmeingriff
mit dem angetriebenen Verzögerungszahnrad 50 sich befindet.
Zwischen dem antreibenden Übertragungszahnrad 46 und
dem angetriebenen Verzögerungszahnrad 52 ist ein Hochtour-/Niedrigtour-Schaltmechanismus
58 als der erste Schaltmechanismus angebracht, der eine Hochtour-/Niedrigtour-Nabe
54 und eine Hochtour-/Niedrigtour-Buchse 56 aufweist. Eine Hochtour-/Niedrigtour-Gabel
62, die an der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle 60 als die erste
Schaltwelle befestigt ist, befindet sich im Eingriff mit der Hochtour-/Niedrigtour-Buchse
56. Wie in 5 gezeigt, ist eine axiale Bewegung
der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle 60 begrenzt durch sowohl einen hochtourseitigen
Anschlag 64 wie einen niedrigtourseitigen Anschlag 66, gegen welche
die Hochtour-/Niedrigtour-Gabel 62 in Anlage gelangt. Sowohl der hochtourseitige
Anschlag 64 wie der niedrigtourseitige Anschlag 66 (diese Anschläge
werden auch als Stopper bezeichnet) sind in dem Übertragungsgehäuse
4 vorgesehen und mit einem vorbestimmten -Abstand A1 voneinander derart
beabstandet, daß die Hochtour-/Niedrigtour-Gabel 62 dazwischen sandwichartig
angeordnet ist.
Ein Zweirad-/Vierrad-Schaltmechanismus bzw. -Umschaltmechanismus
68 ist als zweiter Schaltmechanismus auf der hinteren Übertragungsausgangswelle
26 in einer Position angebracht, die auf dem antreibenden Übertragungskettenrad
40 relativ zu dem mittleren Lager 22 zu liegen kommt. Der Zweirad-/Vierrad-Schaltmechanismus
68 verbindet und trennt die Antriebskraft der hinteren Übertragungsausgangswelle
26 für das antreibende Übertragungskettenrad 40, um
zwischen dem Zweiradantrieb und dem Vierradantrieb umzuschalten. Der Zweirad-/Vierrad-Umschaltmechanismus
68, der synchron Kämm-Bauteile umfaßt, weist eine Zweirad-/Vierrad-Nabe
70 und eine Zweirad-/Vierrad-Buchse 72 auf, die beide an der hinteren
Übertragungsausgangswelle 26 befestigt sind. Eine Zweirad-/Vierrad-Gabel
76, die an der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 74 als die zweite
Schaltwelle befestigt ist, befindet sich in Eingriff mit der Zweirad-/Vierrad-Buchse
72. Wie in 5 gezeigt, wird eine axiale Bewegung
der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 74 sowohl durch den zweiradseitigen Anschlag
78 wie den vierradseitigen Anschlag 80 begrenzt, gegen welche
die Zweirad-/Vierrad-Gabel 76 in Anlage gelangt. Sowohl der zweiradseitige
Anschlag 78 wie der vierradseitige Anschlag 80 sind in dem Übertragungsgehäuse
4 vorgesehen und voneinander mit einem vorbestimmten Abstand A2 derart
beabstandet, daß die Zweirad-/Vierrad-Gabel 76 dazwischen sandwichartig
angeordnet ist.
Wie in 5 gezeigt, sind eine Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle
60 und die Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 74 nebeneinander nahe
zueinander mit einem relativ kurzen Mittenabstand 8 angeordnet.
In der Außenumfangsfläche 60c der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle
60, welche Fläche auf der Seite der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle
74 angeordnet ist, sind eine erste elliptische Nut 82 und eine
erste kreisabschnittsförmige Nut 84 nebeneinander angeordnet, wie
in 6 gezeigt. Beide Nuten 82 und
84 sind mit einem Abstand C axial voneinander beabstandet. Die erste elliptische
Nut 82 weist eine vorbestimmte Länge L entsprechend einem Überhub
S2 der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 74 auf und sie ist gebildet durch eine
erste einseitig gestufte Kugelfläche 82a, eine erste gegenüberliegende
gestufte Kugelfläche 82b und eine erste mittlere flache Fläche
82c. Die Tiefe D1 der ersten mittleren flachen Fläche 82c
ausgehend von der Außenumfangsfläche 60c ist geringfügig
kleiner gewählt als der Radius einer ersten Kugel 102, was nachfolgend
erläutert ist. Die erste kreisabschnittsförmige Nut 84 ist durch
eine erste Kugelfläche 84a mit der vorstehend genannten Tiefe D1 und
einer Länge E1 gebildet, die geringfügig kleiner als der Radius der zweiten
Kugel 104 ist, was nachfolgend näher erläutert ist.
Eine Außenumfangsfläche 74c der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle
74 ist auf der Seite der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle 60
angeordnet. Wie in 7 gezeigt, sind eine zweite kreisabschnittsförmige
Nut 86 entsprechend der ersten elliptischen Nut 82 und eine zweite
elliptische Nut 88 entsprechend der ersten kreisabschnittsförmigen
Nut 84 gebildet. Beide Nuten 86 und 88 sind nebeneinander
und axial mit einem Abstand C voneinander beabstandet gebildet. Die zweite kreisabschnittsförmige
Nut 86 ist durch eine zweite Kugelfläche 86a mit der vorstehend
genannten Tiefe D1 und einer Länge E1 gebildet, die geringfügig kleiner
als der Radius der ersten Kugel 102 ist. Die zweite elliptische Nut
88 weist die vorstehend genannte Länge L auf und ist durch eine zweite
einseitig gestufte Kugelfläche 88a, eine zweite auf der gegenüberliegenden
Seite gestufte Kugelfläche 88b und eine zweite mittlere flache Fläche
88c gebildet. Die Tiefe D1 der zweiten mittleren flachen Fläche
88c ausgehend von der Außenumfangsfläche 74c ist geringfügig
kleiner gewählt als der Radius der zweiten Kugel 104.
In dem Hochtour-/Vierradantrieb (4H) sind die Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle
60 und die Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 74 in dem Übertragungsgehäuse
4 axial beweglich derart vorgesehen, dass die erste elliptische Nut
82 und die zweite kreisabschnittsförmige Nut 86 einander
überlappen, was auch zutrifft auf die erste kreisabschnittsförmige Nut
84 und die zweite elliptische Nut 88. In Übereinstimmung
mit diesem Aufbau steht in dem Hochtour-Zweiradantrieb (2H) die erste Kugel
102 im Eingriff mit der zweiten kreisabschnittsförmigen Nut
86 und außer Eingriff mit der ersten elliptischen Nut 82,
während die zweite Kugel 104 in Eingriff mit der zweiten einseitig
gestuften Kugelfläche 88a der zweiten elliptischen Nut 88
und außer Eingriff mit der ersten kreisabschnittsförmigen Nut
84 steht. In einem Hochtour-Vierradantrieb (4H) befindet sich die erste
Kugel 102 in Eingriff mit der zweiten kreisabschnittsförmigen Nut
86 und ist positioniert auf der ersten einseitig gestuften Kugelfläche
82a der ersten elliptischen Nut 82, während die zweite Kugel
104 positioniert ist auf der zweiten einseitig gestuften Kugelfläche
88a der zweiten elliptischen Nut 88 und ausgerückt ist aus
der ersten kreisabschnittsförmigen Nut 84. Im Fall eines Überhubs
der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 74 gelangt die erste Kugel 102
außer Eingriff mit bzw. von der zweiten kreisabschnittsförmigen Nut
86 und in Eingriff mit der ersten auf der gegenüberliegenden Seite
gestuften Kugelfläche 82b der ersten elliptischen Nut 82,
während die zweite Kugel 104 auf der zweiten auf der gegenüberliegenden
Seite gestuften Kugelfläche 88b der zweiten elliptischen Nut
88 und in der ersten kreisabschnittsförmigen Nut 84positioniert
ist. In einem Niedrigtour-Vierradantrieb (4L) gelangt die erste Kugel
102 außer Eingriff mit der zweiten kreisabschnittsförmigen Nut
86 und in Eingriff mit der ersten auf der gegenüberliegenden Seite
gestuften Kugelfläche 82b der ersten elliptischen Nut 82,
während die zweite Kugel 104 außer Eingriff mit der zweiten elliptischen
Kugel 88 und in Eingriff mit der ersten kreisabschnittsförmigen Nut
84 gelangt.
Ein Schaltjoch 90 ist sowohl lose auf der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle
60 wie der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 74 vorgesehen. Das Schaltjoch
90 wird axial bewegt, während es die Schaltwellenabschnitte entsprechen
den ersten und zweiten elliptischen Nuten 82, 88 und den ersten
und zweiten kreisabschnittsförmigen Nuten 84, 86 umschließt.
Wie in 8 gezeigt, sind in dem Schaltjoch
90 eine erste Bohrung 92 zur Einführung der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle
60 und eine zweite Bohrung 94 zur Einführung der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle
74 axial nebeneinander durch eine Trennwand 96 hindurch gebildet.
In der Trennwand 96 sind ein erstes Kugelloch 98 und ein zweites
Kugelloch 100 beabstandet mit einem vorbestimmten Abstand F voneinander
gebildet. Beide Löcher 98 und 100 sind radial derart gebildet,
dass zwischen den ersten und zweiten Bohrungen 92, 94 eine Verbindung
bereitgestellt wird, und um einen radialen Hin- und Herlauf der ersten und zweiten
Kugeln 102, 104 zu erlauben. Die erste Kugel 102 wird
in das erste Kugelloch 98 derart eingeführt bzw. in diesem angeordnet,
dass es in radialer Richtung hin- und herlaufen kann, und die zweite Kugel
104 wird in dem zweiten Kugelloch 100 derart angeordnet, dass
es ebenfalls in radialer Richtung hin- und herlaufen kann. Wie
vorstehend angeführt, wird die erste Kugel 102 durch axiale Bewegungen
des Schaltjochs 90 in Eingriff und außer Eingriff mit der ersten elliptischen
Nut 82 und der zweiten kreisabschnittsförmigen Nut 86 gebracht,
während die zweite Kugel 104 in Eingriff und außer Eingriff mit
der ersten kreisabschnittsförmigen Nut 86 und der zweiten elliptischen
Nut 88 gebracht wird. In beiden axialen Außenseitenflächen des
Schaltjochs 90 sind Armeingriffnuten 106, 106 gebildet.
Ein Ende von Schwing- bzw. Schwenkarmen 108. 108 befinden sich
jeweils im gleitenden Eingriff mit den Armeingriffnuten 106,
106 des Schaltjochs 90.
Wie in 3 und 4
gezeigt, sind die gegenüberliegenden Seiten der Schwingarme 108,
108 auf einer drehbaren Welle 110 fest angebracht. Die drehbare
Welle 110 erstreckt sich in einer Richtung lotrecht zu sowohl der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle
60 wie der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 74 und sie ist an dem
Übertragungsgehäuse 4 drehbar angebracht. Ein Ende eines Verbindungshebels
112 ist an einem Endabschnitt der drehbaren Welle 110 befestigt,
der von dem Übertragungsgehäuse 4 vorsteht. Das gegenüberliegende
Ende des Verbindungshebels 112 ist mit einem Ende eines Kabels
114 verbunden, dessen gegenüberliegendes Ende mit einem Drei-Stopp-
bzw. -Anschlags-Positionsstellglied 116 verbunden ist.
Wie in 2 gezeigt, weist das Drei-Stopp-Positionsstellglied
116 drei Stopp- bzw. Anschlagpositionen auf, nämlich für einen
Hochtour-Zweiradantrieb (2H), einen Hochtour-Vierradantrieb (4H) und einen Niedrigtour-Vierradantrieb
(4L). Das Stellglied 116 veranlasst das Kabel 114 dazu, hin- und
herzulaufen, wodurch der Verbindungshebel 112 veranlasst wird, sich mit
nachfolgender Drehung der drehbaren Welle 110 zu drehen, welche Drehung
die Schwingarme 108 veranlasst, sich zu drehen, was dazu führt, dass
die Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle 60 und die Vierrad-/Zweirad-Schaltwelle
74 axial hin- und herlaufen. Mit anderen Worten wird die Linearbewegung
des Drei-Stopp-Positionsstellglieds 46 in eine Drehbewegung durch sowohl
den Verbindungshebel 112 wie die drehbare Welle 110 umgesetzt.
Diese Drehbewegung wird in eine Linearbewegung durch eine Gleitbewegung eines Endes
der Schwingarme 108 in den Armeingriffnuten 106 des Schaltjochs
90 umgesetzt, wodurch das Schaltjoch 90 veranlasst wird, sowohl
auf der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle 60 wie der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle
74 axial hin- und herzulaufen.
Als nächstes wird die Arbeitsweise dieser ersten Ausführungsform
erläutert. Wie in 1 gezeigt, gelangt in einem
Hochtour-Zweiradantrieb (2H) die Hochtour-/Niedrigtour-Gabel 62 in Anlage
gegen den hochtourseitigen Anschlag 64 und die Zweirad-/Vierrad-Gabel
86 liegt an dem zweiradseitigen Anschlag 78 an, wodurch die axiale
Bewegung der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle 60 und diejenige der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle
74 beschränkt werden.
Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die erste Kugel 102 in
Eingriff mit bzw. in der zweiten kreisabschnittsförmigen Nut 86 der
Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 74 unter Kontaktierung der Außenumfangsfläche
60c der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle 60, und die zweite Kugel
104 befindet sich in Kontakt mit der zweiten einseitig gestuften Kugelfläche
88a der zweiten elliptischen Nut 88, die in der Zweirad-Vierrad-Schaltwelle
74 gebildet ist, und zwar unter Kontaktierung der Außenumfangsfläche
60c der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle 60.
Wenn das Schaltjoch 90 von dem Hochtour-Zweiradantrieb (2H)
in den Hochtour-Vierradantrieb (4H) durch Betätigung des Drei-Stopp-Positionsstellglieds
116 axial verschoben wird, beginnt die Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle
74 sich axial zu bewegen, weil die erste Kugel 102 im Eingriff
in der zweiten kreisabschnittsförmigen Nut 86 verbleibt. Die Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle
74 wird gestoppt, nachdem sie sich lediglich um den Abstand S1 bewegt hat,
weil die Zweirad-/Vierrad-Gabel 76 in Anlage gegen den vierradseitigen
Anschlag 80 gelangt, wodurch die Verschiebung bzw. das Umschalten in den
Hochtour-Vierradantrieb (4H) beendet ist. In diesem Fall bewegt sich auch das Schaltjoch
90 axial um lediglich den Abstand S1 gemeinsam mit der Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle
74.
Obwohl die erste Kugel 102 sich hinauf in die Position der
ersten elliptischen Nut 82 bewegt, wird deshalb kein Schalt-bzw. Verschiebevorgang
durchgeführt, weil die zweite Kugel 104 sich in der zweiten einseitig
gestuften Kugelfläche 88a der zweiten elliptischen Nut 88
in Eingriff befindet.
In dem Hochtour-Vierradantrieb (4H) führt lediglich das Schaltjoch
90 einen Überhub mit einer Länge L der ersten und zweiten elliptischen
Nuten 82, 86 (bezeichnet durch den Abstand S2) aus, weil das Drei-Stopp-Positionsstellglied
116 seine Stopp-Positionen mit hoher Genauigkeit nicht steuert.
Infolge dieses Überhubs des Schaltjochs 90 wird die
erste Kugel 104 außer Eingriff mit der zweiten halbkreisförmigen
Nut 86 in Kontakt mit der Außenumfangsfläche 74c der
Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle 74 gebracht und gleichzeitig tritt sie in
die erste elliptische Nut 82 ein und gelangt in Eingriff mit der ersten
auf der gegenüberliegenden Seite gestuften Kugelfläche 82b, führt
jedoch keinen Schalt- bzw. Verschiebevorgang durch. Unter der Einwirkung des vierradseitigen
Anschlags 80 bewegt sich die Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle
74 nicht aus der Position des Vierradantriebs (4-WD). Da die zweite Kugel
104 hinauf in die zweite auf der gegenüberliegenden Seite gestuften
Kugelfläche 88b innerhalb der zweiten elliptischen Nut 88
gleitet, wird kein Schalt- bzw. Verschiebevorgang durchgeführt. Unabhängig
davon, in welcher Position in dem Überhub (S2) das Schaltjoch 90 und
das Drei-Stopp-Stellglied 116 zu stoppen vermögen, wird die Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle
60 in der Position der hohen Tour (H) gehalten und die Vierrad-/Zweirad-Schaltwelle
74wird in der Position des Vierradantriebs (4-WD) gehalten. Zu diesem Zeitpunkt
befindet sich die erste Kugel 102 in Eingriff mit der ersten auf der gegenüberliegenden
Seite gestuften Kugelfläche 82b der ersten elliptischen Nut
82.
Die Länge L von sowohl der elliptischen Nut 82 wie der
elliptischen Nut 86, jeweils gebildet in den Schaltwellen 60 und
74, entspricht dem Überhub (S2), bei dem es sich um einen bei der
Konstruktion vorweggenommenen Überhub handelt, so daß der Überhub
(S2) vorweggenommen bzw. vorausbestimmt und groß gemacht werden kann, wenn
die Länge L groß gewählt ist.
Wenn das Schaltjoch 90 von dem Hochtour-Vierradantrieb (4H)
in den Niedrigtour-Vierradantrieb (4L) durch das Drei-Stopp-Positionsstellglied
116 verschoben wird, bewegt sich das Schaltjoch 90 alleine in
dem vorgenommenen bzw. vorher eingestellten Überhub (S2). In der Endposition
des Überhubs beginnen die ersten und zweiten Kugeln 102,
104 mit ihrem Eingriff mit der ersten halbkreisförmigen Nut
84, so daß die Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle 60 axial
um einen Abstand S3 hinauf in Anlage der Hochtour-/Niedrigtour-Gabel 62
gegen den niedrigtourseitigen Anschlag 66 bewegt wird, wodurch das Schalten
bzw. Verschieben zu bzw. in den Niedrigtour-Vierradantrieb (4L) beendet ist. Bei
der Bewegung der Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle 60 wird zu diesem Zeitpunkt
das Schaltjoch 90 ebenfalls axial um den Abstand S3 bewegt.
Das Schalten bzw. Verschieben des Niedrigtour-Vierradantriebs (4L)
zu bzw. in den Hochtour-Vierradantrieb (4H) oder den Hochtour-Zweiradantrieb (2H)
wird durch Betriebsabläufe entgegengesetzt zu den vorstehend angeführten
bewirkt, so daß sich eine spezielle Erläuterung erübrigt.
Nicht nur die hochtourseitigen und niedrigtourseitigen Anschläge
64 und 66 sind deshalb für die Hochtour-/Niedrigtour-Schaltwelle
60 vorgesehen, sondern auch die zweiradseitigen und vierradseitigen Stopper
78, 80 sind für die Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle
74 vorgesehen, so daß, falls ein Überhub (S2) des Drei-Stopp-Positionsstellglieds
116 in dem Hochtour-Vierradantrieb (4H) vorweggenommen wird, es nicht erforderlich
ist, die Stopp- bzw. Anschlagpositionen des Stellglieds 118 mit hoher Genauigkeit
zu steuern. Selbst ein Überhub des Stellglieds 116 übt auf die
Schaltposition keinerlei Einfluß aus.
Das Vorsehen von ausschließlich einem Stellglied 116
macht außerdem einen Auswahlvorgang unnötig und trägt damit zur Vereinfachung
des Aufbaus bei. Der größte Teil der internen Bestandteile der Übertragungsvorrichtung
2 können so verwendet werden, wie sie vorliegen, wodurch die Kompatibilität
der Bauteile erhöht wird. Außerdem wird die Freiheit bei der Konstruktion
des Betätigungs- bzw. Stellglieds 116 erhöht.
9 zeigt die zweite Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. In der zweiten Ausführungsform, die nachfolgend erläutert wird,
sind diejenigen Abschnitte bzw. Teile, die dieselben Funktionen erfüllen wie
in der ersten Ausführungsform, durch dieselben Bezugsziffern bezeichnet.
Diese zweite Ausführungsform ist durch folgende Anordnung gekennzeichnet.
In einem vierradangetriebenen Fahrzeug 202 ist ein vorderes Differential
208, welches Energie von einem (nicht gezeigten) Getriebe empfängt
bzw. aufnimmt, auf einer Vorderachse 206 angebracht, die mit Vorderrädern
204 versehen ist. Ein Zweirad-/Vierrad-Schalt- bzw. -Umschaltmechanismus
212, der mit einer Zweirad-/Vierrad-Buchse 210 versehen ist, ist
in dem vorderen Differential 208 vorgesehen. Eine Viskosekupplung
216, die mit einer Kupplungsbuchse 214 versehen ist, ist in dem
Zweirad-/Vierrad-Schaltmechanismus 212 vorgesehen. Eine Vortriebswelle
218 ist mit der Viskosekupplung 216 verbunden. Ein hinteres Differential
220 ist auf der Vortriebswelle 218 angebracht, und eine hintere
Achse 222 ist mit dem hinteren Differential 220 verbunden.
Eine Zweirad-/Vierrad-Gabel 226, die an einer Zweirad-/Vierrad-Schaltwelle
224 als die erste Schaltwelle befestigt ist, befindet sich in Eingriff
mit der Zweirad-/Vierrad-Buchse 210. Eine stets aktive bzw. Dauer-/Starr-Gabel
230 befindet sich in Eingriff mit der Kupplungsbuchse 216, wobei
diese Gabel 230 an einer jederzeit aktiven bzw. Dauer-/Starr-Schaltwelle
228 als die zweite Schaltwelle befestigt ist.
Ein Schaltjoch 232 ist auf den Schaltwellen 224
und 228 axial beweglich in Umschließungsbeziehung mit den Wellen vorgesehen.
Ein Verbindungshebel 236, der sich in Eingriff mit einer Jochnut
234 befindet, dient dazu bzw. ist dazu ausgelegt, sich um eine Hebelwelle
238 zu drehen, wodurch das Schaltjoch 232 axial bewegt wird. Der
Verbindungshebel 236 wird mittels eines Drei-Stopp-Stellglieds
242 durch ein Kabel 240 betätigt.
In Übereinstimmung mit dem Aufbau dieser zweiten
Ausführungsform kann die Lauf- bzw. Fahrbedingung des Fahrzeugs problemlos
zwischen drei Stufen umgeschaltet werden, nämlich zwischen 2-WD, Dauer-4-WD
und Starr-4-WD unter Verwendung des Aufbaus gemäß der vorstehend angeführten
ersten Ausführungsform.
10 zeigt die dritte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. Die dritte Ausführungsform ist durch die folgende Anordnung (SG1)
gekennzeichnet. In den ersten und zweiten mittleren flachen Flächen
82c, 88c der ersten und zweiten elliptischen Nuten 82,
88 sind erste und zweite Stopp-Positionsermittlungsnuten 82d,
88d in der Stopp-Position bzw. Anschlagposition in einem herkömmlichen
Hochtour-Vierradantrieb (4H) gebildet.
Wenn in Übereinstimmung mit diesem Aufbau der dritten Ausführungsform
das Schaltjoch 90 in dem Hochtour-Vierradantrieb (4H) einen Überhub
ausführt, gelangen die ersten und zweiten Kugeln 102, 104
in Eingriff mit den ersten und zweiten Stopp-Positionsermittlungsnuten
82d, 88d, wodurch eine optimale Position des Schaltjochs
90 in den Hochtour-Vierradantrieb (4H) ermittelt bzw. festgelegt wird.
Damit ist es möglich, die Betätigbarkeit des Schaltjochs zu prüfen
und zu verbessern.
Wie aus der vorstehend angeführten detaillierten Beschreibung
hervorgeht, beseitigt die erfindungsgemäße Konstruktion die Notwendigkeit,
den Betrieb mit einem Hebel zu wählen. Der Aufbau ist außerdem einfach,
weil das Vorsehen von lediglich einem Stellglied genügt, um das Schaltjoch
axial zu bewegen. Selbst im Fall eines Überhubs des Stellglieds wird auf die
Schaltposition kein Einfluß ausgeübt, weshalb es nicht erforderlich ist,
die Stopp-Position des Stellglieds mit hoher Genauigkeit zu steuern. Außerdem
können durch die erfindungsgemäße Konstruktion bereits vorhandene
Bauteile genutzt werden.