Die Erfindung betrifft eine thermisch isolierende Tür nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei thermisch zu isolierenden Räumen, wie z.B. Kühlräumen
stellt sich stets das Problem, dass Öffnungen nur kurzzeitig geöffnet
werden sollen, um die Temperatur im Inneren des Kühlraums energieeffizient
zu halten. Bei befahrbaren Kühlräumen sind hierzu Schiebetüren in
Gebrauch, die mit hoher Geschwindigkeit geöffnet und wieder geschlossen werden.
Die Torblätter sind hierbei kälteisolierend ausgebildet, um den Kälteverlust
im Kühlraum zu reduzieren.
In Benutzung sind unterschiedliche Ausführungen von solchen Schiebetoren.
Eine erste Ausführungsform verwendet starre Torblätter aus einem Sandwichelement,
d.h. beidseitige Deckschalen aus Blech oder dergleichen, die im Kern mit Polyuhrethandämmstoff
gefüllt sind. Die rahmenseitigen Abdichtungen erfolgen über Dichtgummis,
welche über den Rahmen beheizt werden, um ein Durchfrieren im Tiefkühlbereich
zu verhindern.
Der Vorteil der starren Torblätter ist die dichte Anbindung an
den Torrahmen mit der dazugehörigen Rahmenheizung. Nachteilig ist jedoch, dass
bei zu schneller Durchfahrt, z.B. mit Staplern das Torblatt des öfteren dauerhaft
beschädigt wird.
Um diesen Nachteil zu vermeiden sind in einer zweiten Ausführungsform
flexible Torblätter in Gebrauch. Diese flexiblen Torblätter benötigen
bedingt durch die lose Anbindung am Rahmen eine extrem starke Rahmenheizung und
Belüftung, um das Anfrieren zu verhindern.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine thermisch isolierende Tür
für zu isolierende Räume, insbesondere Tiefkühlräume vorzuschlagen,
die einerseits eine gute, rahmenseitige Anbindung mit den damit verbundenen Vorteilen
ermöglicht und zugleich die genannten Beschädigungen bei schneller Durchfahrt
vermeidet oder zumindest vermindert.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Kühlraumschiebetür
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch dessen kennzeichnende Merkmale
gelöst.
Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind
vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.
Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße Tür
dadurch aus, dass das Torblatt wenigstens einen starren Bereich und wenigstens einen
flexiblen Bereich aufweist.
Auf diese Weise ist es möglich, die Nachteile der beiden nach
dem Stand der Technik genannten Ausführungen zu vermeiden.
Eine gute Rahmenanbindung des Torblatts ist durch den starren Bereich
des Torblatts möglich, während der flexible Bereich die Beschädigungen
bei zu schneller Durchfahrt, beispielsweise durch Stapler oder dergleichen vermindert
oder vermeidet.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Tür
als ein- oder mehrflügelige Schiebetür ausgebildet, wobei die Torblätter
im Falle einer zweiflügeligen Bauweise mittig schließen und beidseits
beim Öffnen auseinandergeschoben werden. Auf diese Weise lässt sich eine
ausreichend große Toröffnung mit hoher Geschwindigkeit öffnen und
verschließen.
Auch bei Verwendung der erfindungsgemäß ausgebildeten Torblätter
in Pendeltüren ergeben sich die oben angegebenen Vorteile.
Die Lagermittel zum Lagern des Torblatts bzw. der Torblätter
werden bevorzugt am starren Bereich angebracht, um die Anbindung an den Torrahmen
zu verbessern.
In einer besonderen Ausführungsform insbesondere als Schiebetür
wird hierzu der starre Bereich des Torblatts so ausgebildet, dass er sich wenigstens
an der Oberseite über die gesamte Breite des Torblatts erstreckt. Auf diese
Weise können die Lagermittel über die gesamte Breite des Torblatts im
starren Bereich wirksam werden.
Vorteilhafterweise wird weiterhin der flexible Bereich wenigstens
teilweise auf der im geöffneten Zustand zu der vorgesehenen Durchfahrtsöffnung
hinweisenden Durchfahrtsseite des Torblattes angeordnet. In diesem Bereich der Tür
besteht hauptsächlich die oben angeführte Beschädigungsgefahr bei
zu schneller Durchfahrt, so dass bei flexibler Ausgestaltung dieses Bereichs des
Torblatts die Vorteile einer flexiblen Ausgestaltung besonders genutzt werden.
Weiterhin wird bevorzugt die Breite des flexiblen Bereichs zum Boden
hin zunehmend ausgebildet. Diese Ausgestaltung trägt dem Umstand Rechnung,
dass die größte Beschädigungsgefahr bei der Durchfahrt zumindest
bei Gabelstaplern im Bodenbereich vorliegt, da die Höhe einer vor einem Stapler
getragenen Palette in der Regel nicht die gesamte Torhöhe einnimmt. Die Kollisionsgefahr
besteht damit vor allem im bodennahen Bereich. Bei Erreichen der Schiebetür
durch das Fahrzeug mit seinem Fahrzeugaufbau ist diese in der Regel bereits soweit
geöffnet, dass das gesamte Fahrzeug problemlos passieren kann.
Zu einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann sich der
flexible Bereich über die gesamte Breite des Torblattes erstrecken. Auch in
dieser Ausführung wird der flexible Bereich bevorzugt unter dem starren Bereich
angeordnet. Dabei sind unterschiedlichste Konturen für die beiden Bereiche
denkbar. So kommen schräge oder gekrümmte Übergänge vom starren
Bereich ebenso in den flexiblen Bereich in Frage, wie ein gerader, waagerechter
Übergang, bei dem z. B. beide Bereiche die Kontur eines Rechtecks aufweisen
können.
Vorteilhafterweise wird weiterhin auf der Durchfahrtsseite des flexiblen
Bereichs eine Abdeckung vorgesehen. Diese Abdeckung schützt zum einen das flexible
Material im Falle von Kollisionen und ermöglich darüber hinaus die Anbringung
von Funktionselementen, beispielsweise von Heizelementen oder dergleichen.
Eine solche Abdeckung wird vorzugsweise als starres Profil, beispielsweise
als U-Profil ausgebildet, das das flexible Material des Torblatts nicht nur stirnseitig
bedeckt, sondern dieses auch randseitig im Falle eines U-Profils beidseitig umgreift.
Wie bereits erwähnt, wird für den Einsatz an einem Kühlraum
bevorzugt randseitig an dem Torblatt wenigstens teilweise eine Heizung vorgesehen,
um ein Zufrieren der Tür zu vermeiden. Diese randseitige Heizung wird im flexiblen
Bereich des Torblatts bevorzugt in der randseitigen Abdeckung untergebracht.
Weiterhin wird vorteilhafterweise randseitig am Torblatt wenigstens
teilweise eine Dichtung vorgesehen. Diese Dichtung sorgt für eine gute thermische
Isolation bei geschlossenem Tor.
Vorzugsweise wird zusätzlich ein Sicherheitselement vorgesehen,
das dem Personenschutz dienen kann. Steht eine solche Person (oder ein Gegenstand)
in der Türöffnung, während diese schließt, so wird eine solche
Gefahrensituation durch das Sicherheitselement erfasst und der Türsteuerung
mitgeteilt. Die Schließbewegung kann daraufhin abgebrochen und die Tür
wieder geöffnet werden. Eine Verletzung durch Quetschungen oder Zerstörungen
eines Gegenstandes durch Quetschungen sind damit unterbunden. Zusätzlich wird
eine Überlastung des Türantriebs durch Blockieren verursacht durch eine
Person oder einen Gegenstand verhindert.
Das Sicherheitselement kann verformbar ausgestaltet und mit einem
Sensor versehen sein, der eine solche Verformung detektiert. In Kombination mit
oder ohne verformbarem Sicherheitselement sind alle Sensoren verwendbar, die geeignet
sind, die Gefahrensituation zu erfassen. Neben mechanischen Schaltern kommen hierzu
beispielsweise induktive, kapazitive, elektromagnetische und/oder Ultraschallsensoren
in Betracht.
Das Sicherheitselement wird, insbesondere im Fall eines verformbaren
Elementes, als Leiste ausgebildet, die auf der inneren Schmalseite, dass heißt
der Durchfahrtseite des Torblatts, insbesondere des flexiblen Bereichs angebracht.
Die Befestigung kann dabei vorteilhafterweise auf einer auf der Durchfahrtseite
vorgesehenen Abdeckung des flexiblen Bereichs wie oben angeführt vorgenommen
werden.
Das Sicherheitselement kann zusätzlich die Dichtung überlappen,
um die Dichtung vor Beschädigung zu schützen. Darüber hinaus erhöht
ein solches Sicherheitselement nach Art einer Labyrinthdichtung zusätzlich
die Isolationswirkung der Dichtung.
Bevorzugt wird der starre Bereich des Torblatts so ausgestaltet, dass
er sich bis zum Boden erstreckt. Diese Ausdehnung des starren Bereichs wird bevorzugt
an der Außenseite des Torblatts vorgenommen, wo die oben genannte Beschädigungsgefahr
bei zu schneller Durchfahrt nicht besteht. Die Erstreckung des starren Bereichs
bis zum Boden bietet den Vorteil, auch an der Außenseite des Torblatts eine
gute Rahmenanbindung zu gewährleisten.
Darüber hinaus kann in diesem Fall der starre Bereich zudem ein
Bodenführungselement umfassen, wodurch eine zuverlässige wandparallele
Führung des Torblatts in der Schiebebewegung verwirklicht werden kann.
Der starre Bereich des Torblatts kann wie bisherige starre Kühlraumschiebetore
ausgestaltet werden, z.B. als Sandwichelement mit Deckschalen beidseits eines Kerns
aus Dämmstoff, beispielsweise Polyuhrethan-Dämmstoff.
Der flexible Bereich wird vorteilhafterweise ebenfalls mit einem Dämmstoff
ausgebildet, z.B. in Form flexibler Dämmmatten. Vorteilhafterweise wird ein
geschlossenzelliger Dämmstoff verwendet, der zum einen eine gute Kälteisolation,
zum anderen jedoch auch im Vergleich zu offenzelligem Dämmstoff unempfindlicher
gegenüber Feuchtigkeit und Schmutz ist.
Zur mechanischen Stabilisierung des flexiblen Torblattbereichs werden
vorteilhafterweise flexible Versteifungselemente vorgesehen. Derartige Versteifungselement
können als Einlagen im flexiblen Dämmstoff eingearbeitet sein. In Frage
kommen beispielsweise flexible Stäbe, Bänder oder dergleichen. Besonders
vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang die Verwendung von Federstahl, der äußerst
robust und formstabil ist und damit auch im flexiblen Bereich des Torblatts im Ruhezustand
ohne Kraftbeaufschlagung eine ebene Ausrichtung des Torblatts gewährleisten
kann.
In einer Weiterbildung der Erfindung wird wenigstens der flexible
Bereich des Torblatts mit einer flexiblen Oberflächenbedeckung versehen. Dies
sorgt zum einen für einen zusätzlichen Schutz des flexiblen Bereichs gegenüber
Schmutz und Feuchtigkeit, zum anderen jedoch auch für eine verbesserte Ansicht.
Diese flexible Abdeckung kann darüber hinaus bis in den starren Bereich des
Torblatts erstreckt werden, wodurch sich insgesamt eine einheitliche Ansicht des
Torblatts ergibt.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird der
flexible Bereich des Torblatts mit einem flexiblen Dämmstoff versehen, der
mittels einer flexiblen Abdeckplatte als Oberflächenbedeckung verkleidet ist.
Eine solche Abdeckplatte bietet neben der verbesserten Außenansicht zugleich
die Möglichkeit das Torblatt konstruktiv zu verbessern, beispielsweise dem
diese Platte mit Eckelementen verbunden z.B. verschweißt wird, um insbesondere
in den Ecken eine stabile und gegebenenfalls geschlossene Außenstruktur zu
bilden. Eine solche flexible Platte kann beispielsweise eine PVC-Platte in der Wandstärke
von einigen Millimetern, beispielsweise von 4 mm sein. Auch andere Kunststoffe kommen
hierfür jedoch in Frage.
Wie bereits erwähnt, wird der flexible Bereich bevorzugt mit
Versteifungselementen versteift. Eine weitere Verbesserung des Torblatts ergibt
sich dabei dann, wenn derartige Versteifungselemente im starren Bereich des Torblatts
verankert sind. Hierdurch kann eine zuverlässige Formstabilität nicht
nur im Übergangsbereich, sondern des gesamten flexiblen Bereichs gewährleistet
werden.
Erstrecken sich die Versteifungselemente weit in den flexiblen Bereich
hinein, was im Extremfall bis zur gegenüberliegenden Wand der Fall sein kann,
so wird hier durch die Formstabilität des flexiblen Bereich deutlich verbessert.
Auch eine schräge Anordnung der Versteifungselemente kann Vorteile
bieten, um der Gravitation, die auf die flexiblen Materialien des flexiblen Bereichs
wirkt, entgegenzuwirken. Dadurch kann beispielsweise das „Fließen" eines
Kunststoffs oder dergleichen verhindert oder reduziert werden, so dass der flexible
Bereich nicht oder nur wenig nach unten deformieren kann.
Die Flexibilität des Torblatts im flexiblen Bereich kann durch
unterschiedliche Maßnahmen eingestellt werden. Neben der entsprechenden Materialauswahl
kann auch ein Schichtaufbau vorgesehen werden, wobei entsprechende Schichten oder
Lagen gegebenenfalls gegeneinander verschiebbar sind.
In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind zwei Lagen
eines solchen flexiblen Bereichs gegeneinander verschiebbar, so dass sich die gewünschte
Flexibilität auch bei einer entsprechenden Dicke des Torblatts ergeben kann.
Darüber hinaus besteht bei Verwendung flexibler Materialien die
Gefahr, dass sich im Laufe der Zeit beim Betrieb eine permanente Aufwölbung
in die eine oder andere Richtung ergibt. Um diesem entgegenzuwirken, können
beispielsweise Zugelemente in flexiblen Bereich vorgesehen werden, die in bestimmten
Bereichen, beispielsweise im unteren inneren Eckbereich und im starren Bereich befestigt
sind. Durch Aufbringung eines Zugs auf diese Zugelemente kann gewissermaßen
der flexible Bereich in die gewünschte Form gebracht werden. Bevorzugt werden
derartige Zugelemente verstellbar ausgebildet, so das auch nachträglich ohne
weiteres ein erfindungsgemäßes Torblatt im flexiblen Bereich wieder ausgerichtet
werden kann.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass der
flexible Bereich lösbar am starren Bereich des Torblatts befestigt ist. Eine
solche lösbare Ausführung, beispielsweise mit Hilfe Bandschlössern
oder dergleichen als Befestigungsmittel bietet zum einen Vorteile bei Beschädigungen,
da in diesem Fall lediglich der flexible Bereich ausgetauscht werden muss. Auch
bei besonderen Anforderungen an die Hygiene ergeben sich hierdurch Vorteile, da
nach einer entsprechenden Betriebsdauer der flexible Bereich gegen einen neuen Bereich
ausgetauscht werden kann.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform wird auf wenigstens
einer Seite des Torblatts ein Sensor zur Objekterfassung vorgesehen. Eine solche
Sensorvorrichtung kann dazu dienen, beim Auslösen des Sensors das Tor zu öffnen,
um eine Kollision zu vermeiden. In Verbindung mit einem flexiblen Torblattbereich
gemäß der Erfindung genügt dabei nur eine solche Sensoranordnung
auf einer Seite des Tores. Erfolgt eine Kollision von der gegenüberliegenden
Seite, so kann der flexible Torblattbereich soweit verbogen werden, bis er den Sensor
auslöst. Da es sich bei Kühlvorrichtungen in der Regel um sehr schnell
öffnende Tore handelt, kann auch bei einer Kollision von der dem Sensor gegenüberliegenden
Seite das Tor durch Sensorauslösung so schnell geöffnet werden, dass beim
Auffahren keine Zerstörung eintreten kann.
Eine vorteilhafte Ausführungsform eines solchen Sensors besteht
in der Verwendung eines Lichtvorhangs, bei dessen Unterbrechung ein Signal ausgelöst
wird. Auf diese Weise ist das Torblatt flächig überwacht. Bei entsprechend
großem Lichtvorhang kann so beispielsweise die gesamte Torfläche überwacht
werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird anhand der Figuren nachfolgend näher erläutert.
Im Einzelnen zeigen
1 eine Frontansicht auf eine erfindungsgemäße
Kühlraumschiebetür in geschlossenem Zustand,
2 eine Draufsicht auf eine Flügeltür gemäß
1,
3 eine Detailvergrößerung der Bodenführung
einer Tür gemäß 1,
4 eine Detailvergrößerung eines Querschnitts
durch eine Tür gemäß 1,
5 zeigt eine Schnittdarstellung durch ein Torblatt
gemäß 6,
7 eine Schnittdarstellung durch den flexiblen Bereich
eines Torblatts und
8 eine Draufsicht auf eine öffnungsgemäße
Schiebetür mit Sensorvorrichtung.
Die Kühlraumschiebetür 1 gemäß
1 besteht aus zwei Torblättern 2,
3, die in der dargestellten Stellung geschlossen sind und in Richtung der
Pfeile P geöffnet werden können. Die geöffnete Position der Torblätter
2', 3' ist gestrichelt dargestellt. Beide Torblätter
2, 3 sind erfindungsgemäß mit einem starren Bereich
4 sowie einem flexiblen Bereich 5 versehen. Im flexiblen Bereich
5 sind Versteifungselemente 6, beispielsweise Federstahlstäbe
gestrichelt angedeutet.
Der starre Bereich 4 erstreckt sich an der Längsseite
7 über die gesamte Höhe des Torblatts sowie an der Querseite
8 über dessen gesamte Breite. Die Verbindungslinie 9 zwischen
dem starren Bereich 4 und dem flexiblen Bereich 5 lässt erkennen,
dass die Breite des flexiblen Bereichs von oben nach unten zum Boden 10
hin zunimmt.
An der Oberseite befindet sich ein Querholm 11, der Antriebselemente
zum Öffnen der Tür umfasst. Weiterhin sind Schleppkabel 12 für
die in 1 nicht näher erkennbaren Heizungen dargestellt.
2 zeigt wiederum die Torblätter 2,
3 in geschlossener Position sowie in geöffneter Stellung
2', 3'. Erkennbar ist hier, dass die Schmalseite 13 des
flexiblen Bereichs 5 durch ein U-Profil 14 abgedeckt ist.
In 3 ist der bodenseitige Anschluss erkennbar.
Am Boden 10 ist ein Führungsprofil 15 befestigt, im konkreten
Fall verschraubt. Dieses Führungsprofil 15 umfasst eine Führungsnut
16, in die ein Führungsfinger 17 eingreift, der seinerseits
am Torblatt 2 verschraubt ist. Erkennbar ist in 3
weiterhin ein bodenseitiges Dichtprofil 18 mit innenliegender Heizung
19.
In 4 ist der Abschluss zwischen den Torblättern
2, 3 im flexiblen Bereich 5 vergrößert dargestellt.
Beide Torblätter 2, 3 werden durch U-Profile 14,
20 abgedeckt. Am Torblatt 3 sind Sicherheitsleisten
21, 22 mit dem U-Profil 14 verbunden, die in der vorliegenden
Ausführungsform verformbar und mit einer nicht näher dargestellten Sensorik
zur Erfassung solcher Verformungen versehen ist. Über eine solche Sensorik
kann die Verformung der Steuerung des Torantriebs mitgeteilt werden, so dass der
Schließvorgang abgebrochen und, sofern dies in solchen Fällen erwünscht
ist, das Tor wieder geöffnet wird. Beliebige Sicherheitsroutinen können
in diesem Fall im Bereich der Antriebssteuerung vorgesehen werden.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Sicherheitsleisten
so ausgestaltet, dass sie ein Dichtprofil 23 umgreifen, das an dem U-Profil
20 des Torblatts 2 befestigt ist. Auch das Dichtprofil
23 umschließt eine Heizung 24. Die Sicherheitsleisten
21, 22 ergeben in Verbindung mit dem Dichtprofil 23 eine
zusätzliche Labyrinthdichtung im Bereich der Schließstelle zwischen den
Torblättern 2, 3. Darüber hinaus schützen sie die
Dichtung 23.
Durch den starren Bereich 4 jedes Torblatts 2,
3 ist eine gute Anbindung an der oberen Querseite 8 sowie an der
Längsseite 7 zum Torrahmen 25, 26 gewährleistet.
Die nicht näher dargestellte verschiebbare Lagerung der einzelnen Torblätter
2, 3 kann an der oberen Querseite 8 starr und solide
befestigt werden. Es ergibt sich somit eine zuverlässige Führung bei der
Verschieberichtung. Diese wird bodenseitig noch verbessert, indem die Führungselemente,
z.B. in Form des Führungsfingers 17 und im Führungsprofil
15 ebenfalls am starren Bereich 4 angebracht werden.
Die flexiblen Bereiche 5 der Torblätter 2,
3 hingegen vermindern die Gefahr der Beschädigung bei schneller Durchfahrt
eines Fahrzeugs, beispielsweise eine Staplers bei noch nicht ausreichend geöffnetem
Tor. Die Versteifungselemente 6, beispielsweise in Form von Federstahl
bewirken einerseits ein Nachgeben der Torblätter 2, 3 im
flexiblen Bereich 5 und sorgen zugleich für eine zuverlässige
Rückstellung in die Ausgangsposition, sobald die Kraftbeaufschlagung beendet
ist.
Die zusätzlichen Merkmale wie Abdeckungen, Dichtungen und Heizungen
sorgen für weitere Schutz- und Dichtfunktionen und verhindern zuverlässig
das Zufrieren einer derartigen Kühlraumschiebetür.
Das Torblatt 27 gemäß den 5
und 6 entspricht im Wesentlichen den vorbeschriebenen
Torblättern 2, 3. In der Darstellung gemäß
6 und insbesondere gemäß 5
sind die Befestigungselemente 8 von Versteifungselementen aus Federbandstahl
29 veranschaulicht. In einem Ankerblock 30 ist eine Ausnehmung
31 angebracht, in die der Federbandstahl 29 hineinragt. Er ist
dort mit einer Schraubenmutter 32 verstellbar an einem Schraubbolzen
33 fixiert. Die Befestigungsvorrichtung 28 ist im starren Torblattbereich
34 fest verankert.
Der Federbandstahl 29 ragt in den flexiblen Torblattbereich
35 hinein, wo er endseitig mit einem Ankerelement 36 über
querstehende Ankerstäbe im flexiblen Dämmmaterial 38 verankert
ist. Je weiter der Federbandstahl 29 in den flexiblen Torblattbereich
35 hineinragt, um so stärker kann er dort tragende Funktionen erfüllen,
sofern er am gegenüberliegenden Ende im starren Torblattbereich 34
verankert ist. Durch Drehen am Schraubbolzen 33 lässt sich die Position
der Schraubenmutter 32 und somit das eine Ende des Federbandstahls
29 in Bezug zur Ebene des Torblatts variieren. Dadurch lässt sich
die Ausrichtung des flexiblen Torblattbereichs 35 in Bezug zur Torebene
justieren. Sollte beispielsweise eine dauerhafte Verformung des flexiblen Torblattsbereichs
35 durch wiederholtes Auffahren erfolgt sein, so kann durch diese Justiermöglichkeit
die Form des flexiblen Vortrittbereichs 35 nachgestellt werden.
In der Ausführung gemäß den 5
und 6 ist der flexible Torblattbereich 35
zudem lösbar vom starren Torblattbereich, indem die Schraubbolzen
33 gelöst werden. Der Austausch des flexiblen Torblattbereichs ist
somit leicht möglich.
7 zeigt eine Ausführungsvariante für den
inneren Aufbau eines flexiblen Torblattbereichs 35 zwischen zwei äußeren
Wandplatten 39, 40, die stirnseitig mit einem Abschlussblock
41 verbunden, beispielsweise verklebt sind. Der Abschlussblock
41 ist in dieser Ausführungsform als Laminat mehrschichtig ausgeführt.
Das Dämmmaterial 42 ist in mehreren aus Dämmmatten
43 gebildeten Lagen aufgebaut. Dabei sind die meisten dieser Dämmmatten
43 über eine Klebeschicht 44 miteinander verbunden. Somit
ergibt sich wiederum ein Laminat aus Dämmmatten 43.
Um die Flexibilität des flexiblen Torblattbereichs
35 aufgrund der Dicke D dieses Torblattbereiches 35 nicht zu sehr
zu beeinträchtigen, kann in vorteilhaften Ausführungsformen eine Verschiebbarkeit
von solchen Dämmmatten 43 vorgesehen werden. Vorliegend ist beispielsweise
die Grenzfläche 45 zwischen der oberen Schicht 46, die aus
zwei verklebten Dämmmatten 43 gebildet ist, und der unteren Schicht
47, die vorliegend aus drei solchen verklebten Dämmplatten
43 gebildet wird, nicht verklebt. Die obere Schicht 46 sowie die
untere Schicht 47 sind somit gegeneinander beweglich, wodurch sich die
Flexibilität des flexiblen Torblattbereichs 35 im Vergleich zu einer
vollverklebten Version erhöht.
Diese Möglichkeit, die Flexibilität einer Schichtstruktur
zu erhöhen oder zu verringern, je nachdem wie viele Schichten miteinander verbunden,
beispielsweise verklebt werden bzw. wie viele Schichten gegeneinander verschiebbar
angeordnet sind, kann zur beliebigen Einstellung der Flexibilität genutzt werden.
Dabei können unterschiedliche Materialien sowie unterschiedliche Dicken D des
Torblatts verwendet werden, wobei durch zwei oder mehrere gegeneinander verschiebliche
Schichten eine Erhöhung der Flexibilität sowie bei voll miteinander verbundenen,
bzw. verklebten Schichten eine Versteifung des Torblatts bewirkt wird.
8 zeigt eine Türanordnung gemäß
2, wobei nunmehr eine Sensorvorrichtung 48
vorgesehen ist. Die Sensorvorrichtung 48 beinhaltet vorliegenden einen
Sender 49 sowie einen Empfänger 50, die einen Lichtvorhang
51 ausbilden. Bei Annäherung an das Tor von der Rückseite in
Richtung des Pfeils R, beispielsweise beim Auffahren eines Fahrzeugs wird der Lichtvorhang
51 unmittelbar unterbrochen, so dass über eine entsprechende Steuerung
das Tor geöffnet wird. Bei Annäherung in Richtung V auf die Vorderseite
der Kühlraumschiebetür 1 werden flexiblen Bereiche
5 zunächst eingedrückt, was durch die Position 5' angedeutet
ist. Somit gelangen die flexiblen Bereiche 5 in den Wirkungsbereich des
Lichtvorhangs 51, so dass die Sensorvorrichtung 48 das Öffnen
der Türe auslöst. Die erfindungsgemäßen flexiblen Bereiche
5 ermöglichen es daher zusätzlich, mit nur einer Sensorvorrichtung
auf nur einer Seite der Kühlraumschiebetür 1 eine automatische
Steuerung des Öffnungsvorgangs zu realisieren.
Die beschriebene Torblattgestaltung ist nicht nur bei Schiebetüren
wie in den Ausführungsbeispielen von Vorteil, sondern kann auch bei anderen
Türen, z.B. Pendeltüren oder Kipptüren eingesetzt werden. Weiterhin
erstreckt sich die Erfindung nicht nur auf zweiflügelige, sondern auch auf
einflügelige oder mehrflügelige Türen.
- 1
- Kühlraumschiebetür
- 2
- Torblatt
- 3
- Torblatt
- 4
- Steuerbereich
- 5
- flexibler Bereich
- 6
- Versteifungselement
- 7
- Längsseite
- 8
- Querseite
- 9
- Verbindungslinie
- 10
- Boden
- 11
- Querholm
- 12
- Schleppkabel
- 13
- Schmalseite
- 14
- U-Profil
- 15
- Führungsprofil
- 16
- Führungsnut
- 17
- Führungsfinger
- 18
- Dichtprofil
- 19
- Heizung
- 20
- U-Profil
- 21
- Sicherheitsleiste
- 22
- Sicherheitsleiste
- 23
- Dichtprofil
- 24
- Heizung
- 25
- Torrahmen
- 26
- Torrahmen
- 27
- Torblatt
- 28
- Befestigungsvorrichtung
- 29
- Federbandstahl
- 30
- Ankerblock
- 31
- Ausnehmung
- 32
- Schraubenmutter
- 33
- Schraubbolzen
- 34
- starrer Torblattbereich
- 35
- flexiblen Torblattbereich
- 36
- Ankerelement
- 37
- Ankerstäbe
- 38
- Dämmmaterial
- 39
- Wandplatte
- 40
- Wandplatte
- 41
- Abschlussblock
- 42
- Dämmmaterial
- 43
- Dämmmatten
- 44
- Klebeschicht
- 45
- Grenzfläche
- 46
- obere Schicht
- 47
- untere Schicht
- 48
- Sensorvorrichtung
- 49
- Sender
- 50
- Empfänger
- 51
- Lichtvorhang