Die Erfindung bezieht sich auf einen Halter an Rahmenholmen, insbesondere
zum Sonnen-, Licht- und Blickschutz, in welche Glasscheiben mit elastischen Dichtungen
eingesetzt sind, wobei der Halter mit einer Klemmwange in einem Spalt festklemmbar
ist, der sich beim Einschieben der Klemmwange im Bereich der Dichtung zwischen dem
Rahmenholm und der Glasscheibe ausbildet.
Bei Fenstern oder Türen mit Kunststoff- oder Holzrahmen ist es
häufig nicht erwünscht, Halterungen für Sonnen-, Licht- und Blickschutzeinrichtungen
direkt an bzw. in Kunststoff- bzw. Holzrahmen zu befestigen, beispielsweise anzuschrauben
oder aufzukleben. Es sollen deshalb nach Möglichkeit Klemmhalterungen eingesetzt
werden, die das Rahmenmaterial nicht beschädigen.
Aus der DE 203 15 323 U1
ist ein Klemmträger für Sonnen-, Licht- und Blickschutzeinrichtungen bekannt.
Der Klemmträger wird auf Holme eines Fensters aufgeschoben und klemmt sich
mittels verschieblichen Wangen an dem Holm fest. Jeweils eine Klemmwange legt sich
hierzu an der Vorderseite und Rückseite des Holms fest, wenn diese durch Drehen
eines Stellgliedes aufeinander zu verfahren werden.
Bei einer anderen, aus der EP
0 866 205 B1 bekannten Vorrichtung wird eine flexible Klemmwange mittels
eines auf den Holm aufgesetzten Klemmschuhes am Holm durch Hintergreifen und Aufschieben
befestigt.
Nicht in jedem Fall ist es erwünscht, die Befestigung über
den äußeren Holmrand zu vollziehen, weil die Halterung einschließlich
der weiteren Befestigungsvorrichtung der Sonnen-, Licht- oder Blitzschutzvorrichtung
dann den Holm zumindest teilweise überdecken.
Es ist Aufgabe der Erfindung, für Fenster, in deren Rahmen Glasscheiben
mit elastischen Dichtungen eingesetzt sind, eine Befestigungsart zu schaffen, die
den oberen Holmrand nicht belastet und wenn gewünscht den Holm nicht überdeckt.
Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäß durch den Gegenstand
des Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der
Unteransprüche oder nachfolgend beschrieben.
Der Halter ist mit einer Klemmwange in einem Spalt festklemmbar, der
sich beim Einschieben der Klemmwange im Bereich der Dichtung zwischen dem Rahmenholm
und der Glasscheibe ausbildet, wobei sich an die Klemmwange außerhalb des Klemmbereiches
ein Halterrücken anschließt, der von der Klemmwange abgewinkelt ist und
bei eingeklemmter Klemmwange soweit von der Glasscheibe absteht, dass an ihm Gegenstände
anbringbar sind.
Dies ist eine Befestigungsart, die das Schließverhalten eines
Fensters nicht beeinträchtigt, weil der Halter im Scheibenbereich angesetzt
wird. Durch das einfache Abwinkeln des Halterrückens von der Klemmwange entsteht
eine Befestigungsart, die außerordentlich wirtschaftlich ist und auch von Laien
ohne Fachkenntnisse oder Werkzeug angebracht werden kann.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
aus dem Halterrücken ein Befestigungshaken in die Fensterfläche hineinragt.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
der Befestigungshaken aus dem Material des Halterrückens so heraus geführt
ist, dass sich an den Halterrücken nach innen zur Fenstermitte hin ein Hakenfuß
anschließt, von dem ein etwa aufrecht stehender Hakensteg nach oben ragt. Auf
diese Weise ist ein Befestigungshaken für Gardinenstangen auf einfachste Art
gebildet.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
auf an gegenüber befindlichen, vertikal verlaufenden Rahmenholmen angeordnete
Hakenstege eine Gardinenstange aufsteckbar ist, die mit Endköpfen versehen
sind, die Aufnahmen zum Aufstecken auf die Hakenstege aufweisen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Aufnahmen in den Endköpfen an die Formgebung der Hakenstege angepasst sind.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
aus der Klemmwange auf der glasscheiben-abgewandten Seite Widerhaken hervorstehen.
Diese Widerhaken verrasten in der Dichtung und verbessern damit den sicheren Sitz
des Halters am Fenster. Bei Bedarf können die Widerhaken beispielsweise mit
einer Zange durch weiteres Heraus- oder auch wieder Hereinbiegen justiert werden.
Die Widerhaken weisen vorzugsweise in Einschubrichtung ansteigende Flanken auf und
entgegen der Einschubrichtung Ausnehmungen.
Es ist aber auch denkbar, die Widerhaken einfach nur als aus der Ebene
der Klemmwange auf der glasscheiben-abgewandten Seite herausstehende Noppen auszugestalten.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
auf der Seite der Klemmwange, die an der Glasscheibe zu liegen kommt, wenigstens
bereichsweise ein abstandshaltender Belag angeordnet ist, vorzugsweise in Einschubrichtung
weiter außen als die Widerhaken, so dass der abstandshaltende
Belag die Widerhaken besser in die Dichtung drückt und quasi als Dreh- und
Auflagepunkt für die Hebelarme Klemmwange versus Halterücken wirkt. Der
Belag kann ein Filz- oder Kunststoff- bzw. Gummiplättchen sein, vorzugsweise
mit einer auf der Glasscheibe gleitenden Oberfläche, die weicher als Glas ist,
um das Glas nicht zu verkratzen. Das Plättchen kann aufgeklebt oder anderweitig
befestigt sein. Der Belag kann auch dazu dienen, das Hineingleiten zwischen Glasscheibe
und Dichtung zu erleichtern.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
der Halterücken, bestehend aus dem Halterücken und der Klemmwange, einstückig
aus federungsfähigem Stahl, wie Federstahl, besteht. Nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung ist vorgesehen, dass er aus einem Streifen rostfreien Stahls besteht.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
1 in Draufsicht von oben parallel zur Glasscheibe einen
Halter für Sonnen-, Licht- und Blickschutzeinrichtungen, der an dem Rahmenholm
eines Fensters zwischen die Glasscheibe des Fensters und den Rahmenholm im Bereich
einer elastischen Dichtung einklemmbar ist. Der Halter dient dem Befestigen von
Sonnen-, Licht- und Blickschutzeinrichtungen an dem Fenster,
2 zwei Halter nach 1 in
schaubildlicher Darstellung und darüber eine Gardinenstange,
3 die zwei Halter, auf die die Gardinenstange aufgesetzt
ist,
4 ein Fenster und innerhalb des Fensters zwei Halter
vor dem Einklemmen in vorzugsweise vertikale Rahmenholme,
5 das Fenster mit eingeklemmten Haltern der aufgesetzten
Stange beispielsweise einer Scheibengardine.
In 1 ist ein vertikaler Rahmenholm
7 dargestellt. In den Rahmen 26, zu dem der Rahmenholm
7 gehört, ist eine Glasscheibe 11 eingesetzt. Der Rahmenholm
7 hat zum Innenraum 27 des Fensters 28 eine Holmwand
6, die an die Glasscheibe bzw. an die Dichtung 23 Glasscheibe
des Fensters 28 auslaufend angrenzt. Zwischen der Glasscheibe
11 und einer weiteren Holmwand 7a, die die Glasscheibe
11 hält, ist eine elastische Dichtung 23 vorgesehen. Die
elastische Dichtung 23 kann aus einem flexiblen gummiartigen Kunststoff
bestehen. Die Dichtung 23 dichtet die Glasscheibe 11 über
die Holmwand 7a gegenüber dem Rahmenholm 7 ab; sie ist aber
auf Grund ihrer Elastizität in der Lage, in dem von ihr geschlossenen Spalt
22 zwischen der Holmwand 7a und der Glasscheibe 11 die
eingesteckte Klemmwange 4 eines Halters 1 für Sonnen-, Licht-
und Blickschutzeinrichtungen einzuklemmen. Widerhaken 20 sorgen für
einen zusätzlichen sicheren Halt.
Beispielsweise ist der Halter ein aus einer Stahlplatte ausgestanzter
Streifen. Das Blech ist vorzugsweise ein Federstahlblech, beispielsweise ein rostfreier
Stahl. Der einstückige Streifen ist durch Biegen längs einer Klemmkante
10 ausgeformt zu einem Halterücken 3 und einer Klemmwange
4.
An die Klemmwange 4 des Halters 1 schließt
sich außerhalb des Klemmbereiches 29 ein Halterrücken
3 an. Dieser Halterrücken 3 umrundet die vordere Spitze
30 der Dichtung 23 und verläuft danach etwa senkrecht von
der Glasscheibe 11 weg. Der Halter 1 ist durch Ausformung aus
einem Metallstreifen gebildet. Es ist allerdings auch möglich, ihn aus Kunststoff
zu bilden. Aus dem Halterrücken 3 ist, wenn er aus Metall besteht,
ein Befestigungshaken 36 herausgedrückt. Dabei schließt sich
an den Halterrücken 3 zunächst ein Hakenfuß 37
an, der in den Fensterinnenraum 27 hineinragt. Von seiner Vorderkante
38 ragt dann ein etwa aufrecht auf der Hakenfußfläche aufstehender
Hakensteg 39 nach oben. Dies ist deutlich aus den 2
bis 4 zu erkennen.
2 zeigt, wie auf die Befestigungshaken 36 eine
Gardinenstange 40 auflegbar ist. Die Gardinenstange ist dazu mit Endköpfen
41 versehen. Diese Endköpfe 41 weisen nicht dargestellte
Aufnahmen auf, die an die Formgebung der Hakenstege 39 angepasst sind.
In 2 sind Pfeile 42 dargestellt, die andeuten,
wie die Gardinenstange 40 mit ihren Endköpfen 41 auf die
Befestigungshaken 36 aufgesetzt wird,
3 zeigt, wie die Gardinenstange 40 auf die
Befestigungshaken 36 aufgesetzt ist.
4 zeigt die Halter 1 innerhalb der Fensterinnenseite
27. Pfeile 43 zeigen, wie die Halter 1 in gegenüber
befindliche Rahmenholme 7 einzusetzen sind.
5 zeigt die fertige Montage. Die Halter 1 sind
in die gegenüber befindlichen Rahmenholme 7 eingesetzt. Auf die Halter
1 ist die Gardinenstange 40 aufgelegt; sie trägt eine Fenstergardine
44.
Die dargestellte Anordnung gilt selbstverständlich nur als Beispiel
für die Anordnung.