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Dokumentenidentifikation DE202007012758U1 20.12.2007
Titel Schläger für ein Ballspiel
Anmelder Jockers, Wilhelm, 67098 Bad Dürkheim, DE;
Schlieter, Jürgen, 76676 Graben-Neudorf, DE
Vertreter Mutzbauer, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 67098 Bad Dürkheim
DE-Aktenzeichen 202007012758
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.12.2007
Registration date 15.11.2007
Application date from patent application 12.09.2007
IPC-Hauptklasse A63B 59/00(2006.01)A, F, I, 20070912, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Ausarbeitung betrifft einen beidhändig benutzbaren Schläger für ein Ballspiel.

Es ist allgemein bekannt, dass zur Ausübung vieler Ballspiele Schläger unterschiedlicher Form und unterschiedlichster Handhabung verwendet werden. Beispiele sind Tennisschläger, Schläger für Federball (Badminton), für Tischtennis, für die spanische Pelota, für Feld- oder Eishockey oder mehr oder minder einfache Schlagstöcke, wie sie für das amerikanische Spiel Baseball verwendet werden.

Manche Ballspiele werden ohne Schläger, d.h. mit der bloßen Hand oder mit der mehr oder minder geschlossenen Faust gespielt. Ein Beispiel für ein solches Ballspiel ist Volleyball, auch in der Abwandlung als sog. (Beach-)Volleyball, die jeweils über ein Netz gespielt werden, das die beiden Parteien trennt.

Gerade die letztgenannten Spiele, die nur eine geringe Ausrüstung benötigen, leiden darunter, dass sie sich schlecht als Familienspiele eignen, vor allem dann, wenn sich unter den Familienangehörigen Kinder befinden, die noch nicht genügend Kraft haben, um einen von der Gegenseite geschlagenen Ball mit einer Hand bzw. Faust anzunehmen und ihrerseits zurückzuspielen.

Die Erkenntnis, dass solche Spiele auch bereits von Kindern, mindestens aber von Halbwüchsigen gespielt werden könnten, wenn diese dazu beide Hände benutzen könnten, bildet die Grundlage für die erfindungsgemäße Ausarbeitung.

Diese besteht, kurz gesagt, im Prinzip darin, dass anstelle der bloßen Hand bzw. Faust als "Schläger" eine an zwei gegenüberliegenden Seiten, im Normalfall den Schmalseiten mit zwei Griffen ausgestattete Schlagfläche, im einfachsten Falle ein mit Griffen oder Grifflöchern versehenes Brett oder eine Platte verwendet wird. Wenn im folgenden von "Fläche" gesprochen wird, so ist in der Regel damit natürlich ein Brett, eine Platte oder, im speziellen Fall, ein in einem Rahmen aufgespanntes Netz nach Art eines Tennis- oder Badminton-Schlägers gemeint. Der ausarbeitungsgemäße, beidhändig benutzbare Schläger kann von länglichem (z.B. abgerundet-rechteckigem) oder rundlichem Umriss sein, wobei wesentliches Merkmal das Vorhandensein von zwei Griffen – im weitesten Wortsinne – ist. Unmittelbarer Gegenstand der Ausarbeitung ist ein Schläger mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 und der Folgeansprüche.

Es sind verschiedene Ausführungsformen solcher beidhändig bedienbarer Schläger denkbar, von denen in der beigefügten Zeichnung einige gezeigt werden. Wenn man die sich aus dem vorstehend erläuterten Prinzip ergebende Wirkungsweise klar gemacht hat, bieten sich dem verständigen Fachmann, der z.B. ein Hersteller von Sportgeräten sein kann, weitere Ausgestaltungen an.

Der Schläger gemäß 1 stellt eine einfache Ausführungsform dar und besteht aus einer ebenen, etwa ovalen Platte, die an den Schmalseiten je eine Ausnehmung (A, B) nach Art von Grifflöchern zum Durchstecken der Finger aufweist, derart, dass die verbleibenden Randstücke jeweils einen Griff (A', B') bilden. Die Griffe sollten so gestaltet werden, dass sie von einem gedachten Benutzer ohne weitere Anleitung benutzt werden können. Der Schläger gemäß 2 weist keine Ausnehmungen auf, sondern an den Griffseiten sind lediglich Randverstärkungen auf eine Platte aufgeleimt, sodass sich Verdickungen ergeben, die als Griffe dienen. Diese Form ist besonders robust und auch äußerst preiswert herzustellen und ermöglicht es, bei geeigneter Dimensionierung den Schläger auch mit einer Hand zu bedienen, wobei die Finger das Brett zusätzlich abstützen. Dies ist z. B. dann wichtig, wenn der Ball an den Spielfeldrand gespielt wird und vom Mitspieler trotz ungünstiger Position noch erreicht werden soll. Es versteht sich, dass die Griffgestaltung derart sein kann, dass die einhändige Verwendung erleichtert wird, etwa dadurch, dass sich die Grifffläche über das Griffloch hinaus nach innen erstreckt. Dies kann z. B. dadurch geschehen, dass die dem Griffloch zur Innenseite hin benachbarte Fläche mit einer Riffelung o. ä. versehen wird.

Natürlich ist es besonders zweckmäßig, sowohl Grifflöcher als auch Randverstärkungen vorzusehen (2a). Man kann die Griffe ergonomisch gestalten, etwa derart, dass Fingerkonturen eingearbeitet sind. Man kann weiter vorsehen, dass für Erwachsene und für Kinder verschiedenen Alters unterschiedliche Größen angeboten werden. Ein solcher Schläger kann im einfachsten Falle aus einer – zweckmäßig z.B. schichtverleimten – größeren Platte gefertigt werden, die an den Griffstellen ausgeschnitten und bei "besserer" Ausstattung mit einer aufgeleimten Griffleiste versehen ist, die in geeigneter Weise gerundet und geglättet wird. Die verbleibende Fläche kann nach Wunsch und entsprechend der beabsichtigten speziellen Verwendung mit einem geeigneten Material bezogen werden, etwa einem Noppenbelag aus kautschukelastischem Material, wie er für Tischtennisschläger im Gebrauch ist. Vorder- und Rückseite können unterschiedlich bezogen sein. Es versteht sich, dass die Vorder- und Rückseite dekorativ gestaltet sein können, also z.B. mit Motiven versehen, die sich an den Geschmack der angesprochenen Konsumentenkreise wenden.

Der Schläger gemäß 3 weist eine im Verhältnis zu den Griffseiten schmale Spielfläche auf, sodass sich mehr oder weniger deutlich die Form einer liegenden Acht (8) ergibt. Diese Form dient insbesondere der Gewichtsersparnis, denn es leuchtet ein, dass bei einiger Vertrautheit mit dem Spielgerät auch eine schmale bzw. überhaupt kleine Spielfläche durchaus ausreicht, um damit einen Ball zu treffen und über ein Netz zu schlagen.

Eine besondere Ausführungsform der Ausarbeitung ist in der 4 dargestellt. Sie orientiert sich an dem Vorbild von Tennis- und Badmintonschlägern. Dabei ist die Schlagfläche als – normalerweise straff gespanntes – Netz oder Gitter ausgebildet, das von einem ringförmig umlaufenden Rahmen gehalten wird. Diese Ausführungsform ermöglicht die Ausnutzung des Verstärkungseffekts, der sich dadurch ergibt, dass der Ball, wenn er mit einer gewissen Geschwindigkeit ankommt, seine Bewegungsenergie aufgrund der Elastizität des Netzes an dieses abgibt, das beim Zurückschlagen die aufgenommene Energie als zusätzliche Komponente dem geschlagenen Ball mitgibt (Trampolineffekt). Auf diese Weise können auch Kinder bereits in einem Spiel mit Erwachsenen durchaus mithalten.

Als Konstruktionsmaterial für einen ausarbeitungsgemäßen Schläger bieten sich unterschiedliche Materialien an, je nach den Ansprüchen der Verbraucher, an die sich ein bestimmtes Angebot richten soll. Im einfachsten Falle wählt man eine bedarfsweise mit Grifflöchern versehene schichtverleimte Platte, die oberflächenbeschichtet oder lackiert sein kann.

Ausführungsformen aus Kunststoffen, insbesondere solche aus organischen Gläsern, allgemein transparentem Material, sind ebenfalls in Betracht zu ziehen. Im Hinblick darauf, dass Freizeitaktivitäten oft bei Dunkelheit betrieben werden, kann ein solcher Schläger aus einem durchscheinenden, z.B. schwach füllstoffhaltigen Kunststoffmaterial für Ballspiele bei Nacht mit einer Lichtquelle ausgestattet werden, was z.B. mit Hilfe von LED-Zellen, die seitlich in den Schläger eingesetzt werden können, leicht platz- und batteriesparend möglich ist und sich die Tatsache zunutze macht, dass man den Schläger beim Spiel vor sich hat und auf diese Weise dessen Konturen auch bei Dunkelheit erkennen kann, wenn er beleuchtet ist. Wenn in ein durchsichtiges Material ein fluoreszierender Stoff eingebettet ist, erhält man ein sehr eindrucksvolles Gerät. Es ergibt sich dabei, dass eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Ausarbeitung die Kombination der Schläger mit einem entsprechend ausgestatteten Ball ist, der fluoreszierend oder mit einer reflektierenden Oberfläche ausgerüstet ist, die das Restlicht der Umgebung benutzt. Eine derartige Kombination kann auch in Form eines Spiels, evt. weiterhin kombiniert mit einem aufspannbaren Netz usw. im Handel angeboten werden. Natürlich kann auch das Netz mit verfügbaren Mitteln so ausgerüstet werden, dass es selbstleuchtend d.h. bei Dunkelheit sichtbar ist.

Die erfindungsgemäße Ausarbeitung bedarf keiner weiteren Erläuterung, da sie an das jeweilige Spiel oder auch mehrere Spiele mit den üblichen handwerklichen Mitteln ohne weiteres angepasst werden kann.


Anspruch[de]
Beidhändig benutzbarer Schläger für ein Ballspiel, dadurch gekennzeichnet, dass er als eine mit zwei Griffen ausgestattete Schlagfläche ausgebildet ist, wobei die Griffe an gegenüberliegenden Seiten der Fläche angeordnet sind. Schläger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er von länglicher oder länglich-rundlicher Gestalt ist, wobei die Griffe an den Schmalseiten angeordnet sind. Schläger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass er Griffe aufweist, die in Form von Griffschalen als Randverstärkungen auf eine Platte aufgedoppelt sind, wobei die Griffschalen entweder nur als örtliche Verstärkung der Platte ausgebildet sind oder auf eine von der eigentlichen Schlagfläche getrennte, aus der Schlagfläche seitlich herausragende, henkelartige Auskragung aufgedoppelt sind. Schläger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beide Seiten des Schlägers als Schlagfläche vorgesehen und mit einem optional unterschiedlichen Belag beschichtet und/oder einem Dekor versehen sind. Schläger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagfläche als Netz oder Gitter ausgebildet ist, das von einem ringförmig umlaufenden Rahmen gehalten wird. Schläger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er eine im Verhältnis zu den Griffseiten schmale Spielfläche aufweist, sodass sich mehr oder weniger deutlich die Form einer liegenden Acht (8) ergibt. Schläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass er aus glasähnlichem, gegebenenfalls schwach füllstoffhaltigem Kunststoffmaterial gefertigt und mit einer Lichtquelle und/oder einem fluoreszierenden Füllstoff ausgestattet ist, derart, dass der Schläger auch bei Dunkelheit erkennbar ist. Kombination eines oder mehrerer Schläger nach Anspruch 7 mit einem Ball, der fluoreszierend oder mit einer reflektierenden Oberfläche ausgerüstet ist.






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