Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Erzeugung eines
Luftstroms, bei welcher mindestens zwei als Walzen ausgebildete, um ihre Achsen
drehbar gelagerte Querstromlüfter in Achsrichtung nebeneinander angeordnet
und miteinander verbunden sind und bei welcher an der freien Stirnseite einer der
Walzen ein Elektromotor angeschlossen ist, durch welchen die Walzen im Betriebsfall
gemeinsam gedreht werden (EP 0 134 834 B2).
Derartige Anordnungen werden beispielsweise zur Belüftung und
Kühlung von Räumen eingesetzt. Die walzenförmigen Querstromlüfter
haben den Vorteil, daß von ihnen kein zu heftiger Luftstrom erzeugt wird. Mit
besonderem Vorteil werden sie in der Beheizung von Räumen dienenden Heizkörpern,
wie Konvektoren oder Radiatoren, verwendet, die beispielsweise an Wänden von
Räumen in Gebäuden oder großen Fensterflächen und an Außenwänden
von Gebäuden angeordnet werden. Als Konvektoren werden sie meist in Kanälen
im Fußboden eines Raumes eingebaut und mit luftdurchlässigen Rosten abgedeckt.
Bei Flächen mit großer Länge müssen zwei oder mehr solcher Walzen
bzw. Querstromlüfter mit entsprechend hohem Aufwand nebeneinander angeordnet
werden.
In der eingangs erwähnten EP
0 134 834 B2 ist eine als Querstromgebläse bezeichnete Anordnung mit
mehreren Walzen beschrieben, die miteinander verbunden und in einer Reihe nebeneinander
angeordnet sind. Sie werden von nur einem Elektromotor angetrieben, der an einer
Stirnseite einer an einem Ende befindlichen Walze angreift. Die einzelnen Walzen
sind durch aufwendige Adapter miteinander verbunden, welche mit zwei Platinen mit
Kalottenlagern sowie anderen Justier- und Befestigungselementen ausgerüstet
sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufbau der eingangs
geschilderten Anordnung einfacher zu gestalten.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
daß die stirnseitig aus den Walzen herausragenden Achsen zweier benachbarter
Walzen durch ein fest an den Achsen anliegendes Schlauchstück aus einem elastisch
verformbaren, elektrisch nicht leitenden Material miteinander verbunden sind.
Bei dieser Anordnung brauchen die Walzen ohne großen Aufwand
nur noch gut drehbar gelagert zu werden. Ihre Durchverbindung für eine gemeinsame,
durch nur einen Elektromotor bewirkte Drehbewegung ist auf sehr einfache Weise realisiert,
und zwar unabhängig von der Ausführung der Lagerstellen der einzelnen
Walzen. Für die Durchverbindung von zwei Walzen wird jeweils nur das Schlauchstück
auf deren Achsen aufgeschoben. Da dieses Schlauchstück elastisch verformbar
ist, ergibt sich der weitere Vorteil, daß bei der Lagerung der Walzen nicht
besonders darauf geachtet werden muß, daß ihre Achsen fluchten. Ein geringer
Versatz wird durch das Schlauchstück ohne Einschränkung der Drehbarkeit
der Walzen ausgeglichen. Darüber hinaus können die Walzen durch die Verwendung
des elastisch verformbaren Schlauchstücks auch entlang eines Kreisbogens angeordnet
werden, so daß die Anordnung auch zur Beheizung, Kühlung und Belüftung
an gebogen verlaufenden Fensterflächen bzw. Wänden eingesetzt werden kann.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen
dargestellt.
Es zeigen:
1 in schematischer Darstellung eine Anordnung nach der
Erfindung.
2 eine Einzelheit aus 1
in vergrößerter Darstellung.
3 bis 5 unterschiedliche
Aufbauten der Anordnung nach 1
In 1 ist eine Anordnung mit drei nebeneinander
angeordneten Querstromlüftern 1 dargestellt, die über ihre Achsen
2 (2) miteinander verbunden sind. Die Querstromlüfter
1 sind als Walzen ausgebildet. Sie werden daher im folgenden kurz mit „Walzen
1" bezeichnet. In einer Anordnung sollen mindestens zwei Walzen
1 vorhanden sein. Es können auch mehr als drei Walzen 1 sein.
Die Anordnung kann – wie bereits erwähnt – zur Belüftung
und Kühlung sowie in Verbindung mit Heizelementen auch zur Beheizung von Räumen
eingesetzt werden
Die drei Walzen 1 sind beispielsweise in einem nur schematisch
angedeuteten Kanal 3 untergebracht und in demselben um ihre Achsen drehbar
gelagert. Sie sind – wie bereits erwähnt – über ihre Achsen
miteinander verbunden, so daß sie von einem Elektromotor 4 –
im folgenden kurz „Motor 4" genannt – gemeinsam angetrieben
werden. Der Motor 4 ist ebenfalls im Kanal 3 untergebracht. Er
ist an der freien Stirnseite der einen Walze 1 positioniert und über
deren Achse mit derselben verbunden.
Für die drehfeste Verbindung der Walzen 1 untereinander
und der einen Walze 1 mit dem Motor 4 ist ein Schlauchstück
5 eingesetzt; das aus einem elastisch verformbaren, elektrisch nicht leitenden
Material besteht. Das Schlauchstück 5 besteht mit Vorteil aus Silikon
oder Gummi. Es kann aber auch ein dauerelastischer Kunststoff eingesetzt werden.
Das Schlauchstück 5 hat in der Ausgangslage
in seiner lichten Weite gegenüber den Achsen 2 der Walzen
1 und der Achse des Motors 4 ein solches Untermaß, daß
es in Montageposition drehfest auf den Achsen fixiert ist. Zu seiner Montage wird
das Schlauchstück 5 soweit aufgeweitet, daß es auf die Achsen
ausgeschoben werden kann bzw. daß die Achsen in dasselbe hineingesteckt werden
können. Die Aufweitung kann bei der Montage durch die Achsen selbst erfolgen.
Bei der Montage einer Anordnung mit drei Walzen 1 gemäß
1 wird beispielsweise wie folgt vorgegangen:
Die erste Walze 1 – hier soll es die in 1
links dargestellte Walze 1 sein – wird in dem Kanal 3 drehbar
gelagert eingebaut. Ein Schlauchstück 5 kann vorher bereits auf die
Achse 2 dieser Walze aufgesteckt worden sein. Das Schlauchstück
5 kann aber auch nachträglich montiert werden. Anschließend wird
die zweite Walze 1 – hier ist es die mittlere – im Kanal
3 montiert, wobei ihre Achse 2 in das bereits auf der Achse der
ersten Walze angebrachte Schlauchstück 5 eingesteckt wird. In gleichem
Sinne werden danach die dritte Walze 1 – hier die rechte –
und der Motor 4 montiert. Danach kann der Motor 4 eingeschaltet
werden, so daß die drei Walzen 1 gemeinsam gedreht werden.
Nach erfolgter Montage ergibt sich eine Anordnung der Walzen
1, wie sie beispielsweise in den 1 und
3 dargestellt ist. Die Achsen aller Walzen
1 und des Motors 4 fluchten bei diesem Ausführungsbeispiel.
Das elastisch verformbare Schlauchstück 5 läßt
aber auch einen ungestörten Betrieb der Anordnung zu, wenn die Achsen
2 der Walzen nicht fluchten, sondern gegeneinander versetzt sind, so wie
es in 4 für die Verbindungsstelle 6 dargestellt
ist. Um das problemlos sicherzustellen, verbleibt zwischen den Stirnseiten von je
zwei Achsen 2 mit Vorteil ein freier Zwischenraum 7, so wie es
in 2 dargestellt ist. Die Größe des Freiraums
7 kann auf einfache Weise durch das Schlauchstück 5 eingestellt
werden, dessen axiale Länge entsprechend größer als die gemeinsame
Länge der beiden zu verbindenden Achsen 2 ist.
Dieser Vorteil des elastisch verformbaren Schlauchstücks
5 kann auch für eine Anordnung der Walzen 1 entlang eines
Kreisbogens ausgenutzt werden, so wie es in 5 dargestellt
ist. Die Anordnung der Walzen 1 kann dadurch auf einfache Weise dem Verlauf
von Fensterflächen oder Wänden angepaßt werden.