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Dokumentenidentifikation DE202007012949U1 20.12.2007
Titel Anordnung zur Erzeugung eines Luftstroms
Anmelder Möhlenhoff Wärmetechnik GmbH, 38229 Salzgitter, DE
Vertreter Döring, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 30855 Langenhagen
DE-Aktenzeichen 202007012949
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.12.2007
Registration date 15.11.2007
Application date from patent application 15.09.2007
IPC-Hauptklasse F04D 25/16(2006.01)A, F, I, 20070915, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Erzeugung eines Luftstroms, bei welcher mindestens zwei als Walzen ausgebildete, um ihre Achsen drehbar gelagerte Querstromlüfter in Achsrichtung nebeneinander angeordnet und miteinander verbunden sind und bei welcher an der freien Stirnseite einer der Walzen ein Elektromotor angeschlossen ist, durch welchen die Walzen im Betriebsfall gemeinsam gedreht werden (EP 0 134 834 B2).

Derartige Anordnungen werden beispielsweise zur Belüftung und Kühlung von Räumen eingesetzt. Die walzenförmigen Querstromlüfter haben den Vorteil, daß von ihnen kein zu heftiger Luftstrom erzeugt wird. Mit besonderem Vorteil werden sie in der Beheizung von Räumen dienenden Heizkörpern, wie Konvektoren oder Radiatoren, verwendet, die beispielsweise an Wänden von Räumen in Gebäuden oder großen Fensterflächen und an Außenwänden von Gebäuden angeordnet werden. Als Konvektoren werden sie meist in Kanälen im Fußboden eines Raumes eingebaut und mit luftdurchlässigen Rosten abgedeckt. Bei Flächen mit großer Länge müssen zwei oder mehr solcher Walzen bzw. Querstromlüfter mit entsprechend hohem Aufwand nebeneinander angeordnet werden.

In der eingangs erwähnten EP 0 134 834 B2 ist eine als Querstromgebläse bezeichnete Anordnung mit mehreren Walzen beschrieben, die miteinander verbunden und in einer Reihe nebeneinander angeordnet sind. Sie werden von nur einem Elektromotor angetrieben, der an einer Stirnseite einer an einem Ende befindlichen Walze angreift. Die einzelnen Walzen sind durch aufwendige Adapter miteinander verbunden, welche mit zwei Platinen mit Kalottenlagern sowie anderen Justier- und Befestigungselementen ausgerüstet sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufbau der eingangs geschilderten Anordnung einfacher zu gestalten.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die stirnseitig aus den Walzen herausragenden Achsen zweier benachbarter Walzen durch ein fest an den Achsen anliegendes Schlauchstück aus einem elastisch verformbaren, elektrisch nicht leitenden Material miteinander verbunden sind.

Bei dieser Anordnung brauchen die Walzen ohne großen Aufwand nur noch gut drehbar gelagert zu werden. Ihre Durchverbindung für eine gemeinsame, durch nur einen Elektromotor bewirkte Drehbewegung ist auf sehr einfache Weise realisiert, und zwar unabhängig von der Ausführung der Lagerstellen der einzelnen Walzen. Für die Durchverbindung von zwei Walzen wird jeweils nur das Schlauchstück auf deren Achsen aufgeschoben. Da dieses Schlauchstück elastisch verformbar ist, ergibt sich der weitere Vorteil, daß bei der Lagerung der Walzen nicht besonders darauf geachtet werden muß, daß ihre Achsen fluchten. Ein geringer Versatz wird durch das Schlauchstück ohne Einschränkung der Drehbarkeit der Walzen ausgeglichen. Darüber hinaus können die Walzen durch die Verwendung des elastisch verformbaren Schlauchstücks auch entlang eines Kreisbogens angeordnet werden, so daß die Anordnung auch zur Beheizung, Kühlung und Belüftung an gebogen verlaufenden Fensterflächen bzw. Wänden eingesetzt werden kann.

Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt.

Es zeigen:

1 in schematischer Darstellung eine Anordnung nach der Erfindung.

2 eine Einzelheit aus 1 in vergrößerter Darstellung.

3 bis 5 unterschiedliche Aufbauten der Anordnung nach 1

In 1 ist eine Anordnung mit drei nebeneinander angeordneten Querstromlüftern 1 dargestellt, die über ihre Achsen 2 (2) miteinander verbunden sind. Die Querstromlüfter 1 sind als Walzen ausgebildet. Sie werden daher im folgenden kurz mit „Walzen 1" bezeichnet. In einer Anordnung sollen mindestens zwei Walzen 1 vorhanden sein. Es können auch mehr als drei Walzen 1 sein. Die Anordnung kann – wie bereits erwähnt – zur Belüftung und Kühlung sowie in Verbindung mit Heizelementen auch zur Beheizung von Räumen eingesetzt werden

Die drei Walzen 1 sind beispielsweise in einem nur schematisch angedeuteten Kanal 3 untergebracht und in demselben um ihre Achsen drehbar gelagert. Sie sind – wie bereits erwähnt – über ihre Achsen miteinander verbunden, so daß sie von einem Elektromotor 4 – im folgenden kurz „Motor 4" genannt – gemeinsam angetrieben werden. Der Motor 4 ist ebenfalls im Kanal 3 untergebracht. Er ist an der freien Stirnseite der einen Walze 1 positioniert und über deren Achse mit derselben verbunden.

Für die drehfeste Verbindung der Walzen 1 untereinander und der einen Walze 1 mit dem Motor 4 ist ein Schlauchstück 5 eingesetzt; das aus einem elastisch verformbaren, elektrisch nicht leitenden Material besteht. Das Schlauchstück 5 besteht mit Vorteil aus Silikon oder Gummi. Es kann aber auch ein dauerelastischer Kunststoff eingesetzt werden.

Das Schlauchstück 5 hat in der Ausgangslage in seiner lichten Weite gegenüber den Achsen 2 der Walzen 1 und der Achse des Motors 4 ein solches Untermaß, daß es in Montageposition drehfest auf den Achsen fixiert ist. Zu seiner Montage wird das Schlauchstück 5 soweit aufgeweitet, daß es auf die Achsen ausgeschoben werden kann bzw. daß die Achsen in dasselbe hineingesteckt werden können. Die Aufweitung kann bei der Montage durch die Achsen selbst erfolgen.

Bei der Montage einer Anordnung mit drei Walzen 1 gemäß 1 wird beispielsweise wie folgt vorgegangen:

Die erste Walze 1 – hier soll es die in 1 links dargestellte Walze 1 sein – wird in dem Kanal 3 drehbar gelagert eingebaut. Ein Schlauchstück 5 kann vorher bereits auf die Achse 2 dieser Walze aufgesteckt worden sein. Das Schlauchstück 5 kann aber auch nachträglich montiert werden. Anschließend wird die zweite Walze 1 – hier ist es die mittlere – im Kanal 3 montiert, wobei ihre Achse 2 in das bereits auf der Achse der ersten Walze angebrachte Schlauchstück 5 eingesteckt wird. In gleichem Sinne werden danach die dritte Walze 1 – hier die rechte – und der Motor 4 montiert. Danach kann der Motor 4 eingeschaltet werden, so daß die drei Walzen 1 gemeinsam gedreht werden.

Nach erfolgter Montage ergibt sich eine Anordnung der Walzen 1, wie sie beispielsweise in den 1 und 3 dargestellt ist. Die Achsen aller Walzen 1 und des Motors 4 fluchten bei diesem Ausführungsbeispiel.

Das elastisch verformbare Schlauchstück 5 läßt aber auch einen ungestörten Betrieb der Anordnung zu, wenn die Achsen 2 der Walzen nicht fluchten, sondern gegeneinander versetzt sind, so wie es in 4 für die Verbindungsstelle 6 dargestellt ist. Um das problemlos sicherzustellen, verbleibt zwischen den Stirnseiten von je zwei Achsen 2 mit Vorteil ein freier Zwischenraum 7, so wie es in 2 dargestellt ist. Die Größe des Freiraums 7 kann auf einfache Weise durch das Schlauchstück 5 eingestellt werden, dessen axiale Länge entsprechend größer als die gemeinsame Länge der beiden zu verbindenden Achsen 2 ist.

Dieser Vorteil des elastisch verformbaren Schlauchstücks 5 kann auch für eine Anordnung der Walzen 1 entlang eines Kreisbogens ausgenutzt werden, so wie es in 5 dargestellt ist. Die Anordnung der Walzen 1 kann dadurch auf einfache Weise dem Verlauf von Fensterflächen oder Wänden angepaßt werden.


Anspruch[de]
Anordnung zur Erzeugung eines Luftstroms, bei welcher mindestens zwei als Walzen ausgebildete, um ihre Achsen drehbar gelagerte Querstromlüfter in Achsrichtung nebeneinander angeordnet und miteinander verbunden sind und bei welcher an der freien Stirnseite einer der Walzen ein Elektromotor angeschlossen ist, durch welchen die Walzen im Betriebsfall gemeinsam gedreht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die stirnseitig aus den Walzen (1) herausragenden Achsen (2) zweier benachbarter Walzen durch ein fest an den Achsen anliegendes Schlauchstück (5) aus einem elastisch verformbaren, elektrisch nicht leitenden Material miteinander verbunden sind. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Stirnseiten von zwei durch das Schlauchstück (5) verbundenen Achsen (2) ein von demselben umschlossener freier Zwischenraum (7) vorhanden ist. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (1) entlang eines Kreisbogens angeordnet sind.






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