Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schleifgegenstand und ein
Verfahren zur Benutzung des Schleifgegenstands zum Schleifen von Glas- oder Glaskeramikwerkstücken.
Es ist bekannt, Glaskeramik als Substrat für magnetische Speicherplatten
zu benutzen, zum Beispiel diejenigen, die als Speichervorrichtungen (zum Beispiel
Festplattenlaufwerke) in Personalcomputern benutzt werden. Um eine brauchbare magnetische
Speicherplatte herzustellen, muss das Speicherplattensubstrat präzise gesteuerte
Dimensionen und eine präzise gesteuerte Oberflächenendbeschaffenheit aufweisen.
Typischerweise umfasste das Dimensionieren und Verleihen der gewünschten Oberflächenbeschaffenheit
für die Speicherplattensubstrate einen Prozess mit vielen Schritten unter Verwendung
von ungebundenen Schleifschlämmen. Im ersten Schritt des Prozesses werden die
Glaskeramikplatten derart dimensioniert, dass sie die gewünschte Dicke und
Dickengleichförmigkeit aufweisen. Nach dem Dimensionieren werden die Platten
strukturiert, um die gewünschte Oberflächenbeschaffenheit bereitzustellen.
Obwohl ungebundene Schleifschlämme in diesem Prozess weitgehend
benutzt werden, weisen ungebundene Schleifschlämme viele diesbezügliche
Nachteile auf. Diese Nachteile beinhalten die Unbequemlichkeit der Handhabung der
erforderlichen großen Schlammmengen, des erforderlichen Schüttelns, um
das Absetzen der Schleifpartikel zu verhindern und eine gleichmäßige Konzentration
der Schleifpartikel an der Poliergrenzfläche zu gewährleisten, und die
Notwendigkeit für zusätzliche Geräte, um den ungebundenen Schleifschlamm
herzustellen, zu handhaben, darüber zu verfügen oder wiederherzustellen
und wiederzuverwerten. Außerdem muss der Schlamm selbst regelmäßig
analysiert werden, um seine Qualität und Dispergierungsstabilität zu gewährleisten.
Ferner zeigen Pumpenköpfe, Ventile, Förderzeitungen, Schleifplatten und
andere Teile der Geräte zur Schlammversorgung, die mit dem ungebundenen Schleifschlamm
in Kontakt stehen, möglicherweise unerwünschte Abnutzungserscheinungen.
Darüber hinaus sind die Prozesse, welche den Schlamm benutzen, gewöhnlich
mit viel Schmutz verbunden, da der ungebundene Schleifschlamm, der eine viskose
Flüssigkeit ist, leicht spritzt und schwer zu enthalten ist.
Angesichts der vielen Nachteile, die mit der Benutzung eines Schlammprozesses
zum Schleifen (das heißt, Dimensionieren oder Strukturieren) von Speicherplattensubstraten
aus Glaskeramik in Verbindung stehen, wird in der Branche ein fester Schleifgegenstand
gewünscht, der zum Schleifen dieser Substrate geeignet ist.
Die vorliegende Erfindung stellt einen Schleifgegenstand bereit, der
zum Schleifen (das heißt, Dimensionieren oder Polieren) von Glas oder Glaskeramikwerkstücken
geeignet ist. Der Schleifgegenstand umfasst einen Träger und mindestens eine
dreidimensionale Schleifbeschichtung, die an eine Oberfläche des Trägers
gebunden wird. Die Schleifbeschichtung umfasst ein Bindemittel, in dem mehrere Diamantkügelchen-Schleifpartikel,
die etwa 6 Vol.-% bis 65 Vol.-% Diamantenpartikel umfassen, wobei die Diamantenpartikel
über etwa 35 Vol.-% bis 94 Vol.-% einer mikroporösen, nicht geschmolzenen,
kontinuierlichen Metalloxidschicht verteilt sind, und ein Füllstoff dispergiert
sind. Der Füllstoff umfasst etwa 40 bis 60 Gew.-% der Schleifbeschichtung,
vorzugsweise etwa 50 bis 60 Gew.-% der Schleifbeschichtung.
Es wird bevorzugt, dass die dreidimensionale Schleifbeschichtung mehrere
Schleifverbundstoffe enthält. Die Schleifverbundstoffe können präzise
geformte Verbundstoffe sein, die eine Form einer abgeschnittenen Pyramide mit einer
flachen Oberseite aufweisen. Vorzugsweise weisen die präzise geformten Verbundstoffe
einen Bodenabschnitt auf, der einen Flächeninhalt definiert, der nicht mehr
als 50 %, insbesondere bevorzugt nicht mehr als 25 % und am meisten bevorzugten
nicht mehr als 15 % größer als der größte Flächeninhalt
der Verbundstoffe ist.
Vorzugsweise wird das Bindemittel aus einer Bindemittelvorstufe gebildet,
die ein ethylenisch ungesättigtes Harz, zum Beispiel ein Acrylatharz umfasst.
Das ethylenisch gesättigte Monomer ist vorzugsweise ausgewählt aus der
Gruppe der monofunktionellen Acrylatmonomere, difunktionellen Acrylatmonomere, trifunktionellen
Acrylatmonomere und Gemischen davon.
Die Schleifpartikel in einem Schleifgegenstand der vorliegenden Erfindung
umfassen Diamantkügelchen-Schleifpartikel. Die Diamantkügelchen umfassen
mehrere einzelne Diamantpartikel, die von einer Metalloxidmatrix, vorzugsweise von
einer Siliciumoxidmatrix zusammengehalten werden. Vorzugsweise liegt die durchschnittliche
Größe der Diamantkügelchen-Schleifpartikel bei etwa 6 bis etwa 100
Mikrometern.
Schleifgegenstände der vorliegenden Erfindung haben sich zum
Schleifen von Glas- und Glaskeramikwerkstücken als besonders
geeignet erwiesen. Das heißt, die Schleifgegenstände der vorliegenden
Erfindung stellen eine hohe Schleifgeschwindigkeit bereit, die im Laufe des Lebens
des Schleifgegenstands relativ konstant ist, wenn sie mit einem Schmiermittel benutzt
werden, um ein Glas- oder Glaskeramikwerkstück zu schleifen. Folglich betrifft
ein anderer Aspekt der Erfindung ein Verfahren zum Schleifen eines Glas- oder eines
Glaskeramikwerkstückes, das die folgenden Schritte umfasst:
(a) Kontaktieren eines Glas- oder eines Glaskeramikwerkstückes mit einer
Schleifbeschichtung, wie oben beschrieben;
(b) Aufbringen eines Schmiermittels an einer Grenzfläche zwischen dem Werkstück
und dem Schleifgegenstand; und
(c) Bewegen des Werkstückes und des Schleifgegenstands relativ zueinander.
Die dreidimensionale Schleifbeschichtung des Schleifgegenstands umfasst
ein Bindemittel, in dem Diamantkügelchen-Schleifpartikel und mindestens ein
Füllstoff in der Menge von etwa 40 bis 60 Gew.-% der Schleifbeschichtung dispergiert
sind. Die Konzentration des Füllmittels wird gewählt, um eine Schleifbeschichtung
bereitzustellen, welche unter typischen Benutzungsbedingungen erodiert, wodurch
neue Diamantkügelchen-Schleifpartikel freigelegt und freigesetzt werden. Es
wird angenommen, dass Diamantkügelchen-Schleifpartikel besonders geeignet sind,
da ihre relativ große Größe verhindert, dass sie in die Schleifbeschichtung
gepresst werden. Es wird ebenfalls angenommen, dass Diamantkügelchen-Schleifpartikel
weniger dazu neigen, Verschleißabflachungen zu entwickeln (das heißt,
weniger zur Abstumpfung neigen), was zu einer verminderten Schleifgeschwindigkeit
führen kann.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist die dreidimensionale
Schleifbeschichtung eine präzise geformte Oberfläche auf. Der hier verwendete
Begriff „präzise geformt" beschreibt die Schleifverbundstoffe, die durch
Härten der Bindemittelvorstufe gebildet werden, wobei die Vorstufe sowohl auf
einem Träger gebildet wird als auch einen Hohlraum auf der Oberfläche
eines Herstellungswerkzeugs füllt. Diese Schleifverbundstoffe weisen eine dreidimensionale
Form auf, die durch Seiten mit einer relativ glatten Oberfläche definiert sind,
welche durch gut definierte, scharfe Kanten gebunden und verbunden sind, die unterschiedliche
Kantenlängen mit unterschiedlichen Endpunkten aufweisen, welche durch die Schnittlinien
der verschiedenen Seiten definiert sind. Diese Art Schleifgegenstand wird insofern
als strukturiert bezeichnet, als mehrere solcher präzise geformten Schleifmittel
entwickelt werden. Die Schleifverbundstoffe können ebenfalls eine unregelmäßige
Form aufweisen, die hier bedeutet, dass die Seiten oder Grenzen, welche den Schleifverbundstoff
bilden, abgesenkt und nicht präzise sind. In einem unregelmäßig geformten
Schleifverbundstoff wird der Schlamm zunächst in die gewünschte Form und/oder
das gewünschte Muster geformt. Sobald der Schleifschlamm gebildet ist, wird
die Bindemittelvorstufe in dem Schleifschlamm gehärtet und verfestigt. Im Allgemeinen
besteht eine Zeitlücke zwischen dem Bilden der Form und dem Härten der
Bindemittelvorstufe. Während dieser Zeitlücke strömt und/oder sinkt
der Schleifschlamm ab, wodurch eine gewisse Deformierung der gebildeten Form bewirkt
wird. Die Schleifverbundstoffe können ebenfalls bezüglich der Größe,
Neigung oder Form in einem einzigen Schleifgegenstand variieren, wie in WO 95/07797
(veröffentlicht am 23. März 1995) und WO 95/22436 (veröffentlicht
am 24. August 1995) beschrieben ist.
Der hier verwendete Begriff „Grenze" betrifft die freiliegenden
Oberflächen und Kanten jedes Verbundstoffs, welche die eigentliche, dreidimensionale
Form jedes Schleifverbundstoffs begrenzen und definieren. Diese Grenzen sind leicht
sichtbar und erkennbar, wenn ein Querschnitt eines Schleifgegenstands dieser Erfindung
unter einem Mikroskop betrachtet wird. Diese Grenzen trennen und unterscheiden einen
Schleifverbundstoff von einem anderen sogar dann, wenn die Verbundstoffe aneinander
oder entlang einer gemeinsamen Begrenzung an ihren Unterseiten grenzen. Für
präzise geformte Schleifverbundstoffe sind die Grenzen und Kanten scharf und
ausgeprägt. Im Vergleich dazu sind die Grenzen und Ecken in einem Schleifgegenstand,
der keine präzise geformten Verbundstoffe aufweist, nicht eindeutig (das heißt,
der Schleifverbundstoff sackt vor Vollendung seiner Härtung ab). Diese Schleifverbundstoffe,
ob sie nun präzise oder unregelmäßig geformt sind, können jegliche
geometrische Form aufweisen, die durch eine im Wesentlichen ausgeprägte und
erkennbare Grenze definiert ist, wobei die präzise geometrische Form ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus kubischen, prismatischen, konischen, blockähnlich
abgeschnitten konischen, pyramidalen, abgeschnitten pyramidalen, zylindrischen,
halbkugelförmigen Formen und dergleichen.
Der hier verwendete Begriff „Struktur" betrifft eine Schleifbeschichtung,
die jegliche der vorbenannten, dreidimensionalen Verbundstoffe aufweist, ob die
einzelnen dreidimensionalen Verbundstoffe nun präzise oder unregelmäßig
geformt sind. Die Struktur kann aus mehreren Schleifverbundstoffen gebildet werden,
die alle im Wesentlichen die gleiche geometrische Form aufweisen (das heißt,
die Struktur kann regelmäßig sein). Gleichermaßen kann die Struktur
ein zufälliges Muster aufweisen, bei dem sich die geometrische Form von Schleifverbundstoff
zu Schleifverbundstoff unterscheidet.
1 ist eine Draufsicht eines bevorzugten Schleifgegenstands
gemäß der Erfindung.
2 ist ein vergrößerter Querschnitt entlang
der Linie 2-2 des in 1 dargestellten Schleifgegenstands.
3 ist eine Draufsicht eines anderen bevorzugten Schleifgegenstands
gemäß der Erfindung.
4 ist ein vergrößerter Querschnitt entlang
der Linie 4-4 des in 3 dargestellten Schleifgegenstands.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schleifgegenstand und ein
Verfahren zum Schleifen eines Glas- oder eines Glaskeramikwerkstückes mit dem
Schleifgegenstand. Der Schleifgegenstand umfasst einen Träger und mindestens
eine dreidimensionale Schleifbeschichtung, die an eine Oberfläche eines Trägers
gebunden wird. Die Schleifbeschichtung umfasst ein Bindemittel, das aus einer gehärteten
Bindemittelvorstufe gebildet wird, mehrere Diamantkügelchen-Schleifpartikel,
die etwa 6 Vol.-% bis 65 Vol.-% Diamantenpartikel umfassen, wobei die Diamantenpartikel
über etwa 35 Vol.-% bis 94 Vol.-% einer mikroporösen, nicht geschmolzenen,
kontinuierlichen Metalloxidschicht verteilt sind, und einen Füllstoff, der
etwa 40 bis 60 Gew.-% der Schleifbeschichtung umfasst. Die Schleifbeschichtung kann
ferner optionale Bestandteile wie Verbindungsmittel, Absetzverhütungsmittel,
Härtungsmittel (zum Beispiel Initiatoren), Photosensibilisatoren und dergleichen
umfassen.
Bindemittel
Das Bindemittel wird aus einer Bindemittelvorstufe gebildet. Die Bindemittelvorstufe
umfasst ein Harz, das sich in einem nicht gehärteten und nicht polymerisierten
Zustand befindet. Während der Herstellung des Schleifgegenstands wird die Bindemittelvorstufe
polymerisiert und gehärtet, so dass ein Bindemittel gebildet wird. Das Bindemittel
kann ein durch Kondensation härtbares Harz, ein durch Zugabe polymerisierbares
Harz, ein durch freie Radikale härtbares Harz und/oder Kombinationen und Mischungen
davon umfassen.
Die bevorzugten Bindemittelvorstufen sind Harze, die durch einen Freie-Radikale-Mechanismus
polymerisieren. Der Polymerisationsprozess wird dadurch initiiert, dass die Bindemittelvorstufe
zusammen mit einem geeigneten Katalysator einer Energiequelle wie einer Wärmeenergie
oder Strahlungsenergie ausgesetzt wird. Beispiel der Strahlungsenergie umfassen
Elektronenstrahlen, UV-Licht oder sichtbares Licht.
Beispiele von durch freie Radikale härtbaren Harzen enthalten
Urethane, Acrylepoxide, Acrylpolyester, ethylenisch ungesättigte Verbindungen,
Aminoplastderivate, an denen ungesättigte Carbonylgruppen hängen, Isocyanuratderivate,
an denen mindestens eine Acrylatgruppe hängt, Isocyanatderivate, an denen mindestens
eine Acrylatgruppe hängt, und Gemische und Kombinationen davon. Der Begriff
Acrylat umfasst Acrylate und Methacrylate.
Acrylurethane sind ebenfalls Acrylatester von Hydroxyl-terminierten,
Isocyanat-erweiterten Polyestern oder Polyethern. Sie können aliphatisch oder
aromatisch sein. Beispiele von im Handel erhältlichen Acrylurethanen umfassen
diejenigen, die unter den folgenden Handelsbezeichnungen bekannt sind: PHOTOMER
(zum Beispiel PHOTOMER 6010) von Henkel Corp. Hoboken, NJ; EBECRYL 220 (hexafunktionelles,
aromatisches Urethanacrylat mit einem Molekulargewicht von 1.000), EBECRYL 284 (aliphatisches
Urethandiacrylat mit einem Molekulargewicht von 1.200 verdünnt mit 1,6-Hexandioldiacrylat),
EBECRYL 4827 (aromatisches Urethanacrylat mit einem Molekulargewicht von 1.600),
EBECRYL 4830 (aliphatisches Urethandiacrylat mit einem Molekulargewicht von 1.200
verdünnt mit Tetraethylenglycoldiacrylat), EBECRYL 6602 (trifunktionelles,
aromatisches Urethanacrylat mit einem Molekulargewicht von 1.300 verdünnt mit
Trimethylolpropanethoxytriacrylat) und EBECRYL 840 (aliphatisches Urethandiacrylat
mit einem Molekulargewicht von 1.000) von UCB Radcure Inc., Smyrna, GA; SARTOMER
(zum Beispiel SARTOMER 9635, 9645, 9655, 963-B80, 966-A80 usw.) von Sartomer Co.,
West Chester, PA, und UVITHANE (zum Beispiel UVITHANE 782) von Morton International,
Chicago, IL.
Ein Urethanacrylatoligomer kann mit einem ethylenisch ungesättigten
Monomer vermischt werden. Die bevorzugten ethylenisch ungesättigten Monomere
sind monofunktionelle Acrylatmonomere, difunktionelle Acrylatmonomere, trifunktionelle
Acrylatmonomere oder Kombinationen davon.
Die ethylenisch ungesättigten Monomere oder Oligomere oder Acrylatmonomere
oder -oligomere können monofunktionell, difunktionell, trifunktionell oder
tetrafunktionell sein oder eine sogar noch höhere Funktionalität
aufweisen. Der Begriff Acrylat umfasst sowohl Acrylate als auch Methacrylate. Ethylenisch
ungesättigte Bindemittelvorstufen weisen sowohl monomere als auch polymere
Verbindungen, die Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoff- und optional Stickstoffatome
und Atome der Halogene enthalten. Sauerstoff- und Stickstoffatome sind im Allgemeinen
in Ether-, Ester-, Urethan-, Amid- und Harnstoffgruppen gegenwärtig. Ethylenisch
ungesättigte Verbindungen weisen vorzugsweise ein Molekulargewicht von weniger
als 4.000 auf und sind vorzugsweise Ester, die aus der Reaktion der Verbindungen
hergestellt werden, die aliphatische Monohydroxygruppen oder aliphatische Polyhydroxygruppen
und ungesättigte Carbonsäuren wie Acrylsäure, Methacrylsäure,
Itaconsäure, Crotonsäure, Isocrotonsäure, Maleinsäure und dergleichen
enthalten. Repräsentative Beispiele von ethylenisch ungesättigten Monomeren
enthalten Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Styrol, Divinylbenzol, Hydroxyethylacrylat,
Hydroxyethylmethacrylat, Hydroxypropylacrylat, Hydroxypropylemethacrylat, Hydroxybutylacrylat,
Hydroxybutylmethacrylat, Vinyltoluol, Ethylenglycoldiacrylat, Polyethylenglycoldiacrylat,
Ethylenglycoldimethacrylat, Hexandioldiacrylat, Triethylenglycoldiacrylat, Trimethylolpropantriacrylat,
Glyceroltriacrylat, Pentaerythritoltriacrylat, Pentaerythritoltrimethacrylat, Pentaerythritoltetraacrylat
und Pentaerythritoltetramethacrylat. Andere ethylenisch ungesättigte Harze
enthalten Monoallyl-, Polyallyl- und Polymethallylester und Amide von Carbonsäuren
wie Diallylphthalat, Diallyladipat und N,N-Diallyladipamid. Wiederum andere stickstoffhaltige
Verbindungen enthalten Tris(2acryl-oxyethyl)isocyanurat, 1,3,5-Tri(2-methacryloxyethyl)-s-triazin,
Acrylamid, Methylacrylamid, N-Methyl-Acrylamid, N,N-Dimethylacrylamid, N-Vinylpyrrolidon
und N-Vinyl-Piperidon und CMD 3700, erhältlich bei Radcure Specialties. Beispiele
von ethylenisch ungesättigten Verdünnungsmitteln oder Monomeren können
in US-Patentschriften Nr. 5,236,472 (Kirk et al.) und 5,580,647 (Larson et al.)
gefunden werden.
Zusätzliche Information bezüglich anderer, potenziell nützlicher
Bindemittel und Bindemittelvorstufen können in der ebenfalls anhängigen
Patentanmeldung Seriennr. 08/694,014 (eingereicht am 8. August 1996) des Inhabers
gefunden werden, die eine Teilfortsetzung von Patentanmeldung Seriennr. 08/557,727
(eingereicht am 13. November 1995, (Bruxvoort et al.)) und US-Patentschrift Nr.
4,773,920 (Chasman et al.) ist.
Acrylepoxide sind Diacrylatester von Epoxidharzen wie den Diacrylatestern
des Bisphenol-A-Epoxidharzes. Beispiele von im Handel erhältlichen Acrylepoxiden
umfassen CMD 3500, CMD 3600 und CMD 3700, die im Handel bei Radcure Specialties
erhältlich sind, und CN103, CN104, CN111, CN112 und CN114, die im Handel bei
Sartomer, West Chester, PA erhältlich sind.
Beispiele von Polyesteracrylaten umfassen Photomer 5007 und Photomer
5018 von Henkel Corporation, Hoboken, NJ.
Die Aminoplastharze weisen mindestens eine daran hängende alpha,
beta-ungesättigte Carbonylgruppe pro Molekül oder Oligomer auf. Diese
ungesättigten Carbonylgruppen können acrylat-, methacrylat- oder acrylamidartige
Gruppen sein. Beispiele solcher Materialien enthalten N-(Hydroxymethyl)-acrylamid,
NN'-Oxydimethylenbisacrylamid, Ortho- und Para-Acrylamidomethylphenol, Acrylamidomethylphenolnovolac
und Kombinationen davon. Diese Materialien sind in US-Patentschriften Nr. 4,903,440
(Larson et al.) und 5,236,472 (Kirk et al.) weiter beschrieben.
Isocyanuratderivate, die an mindestens einer Acrylatgruppe hängen,
und Isocyanatderivate, die an mindestens einer Acrylatgruppe hängen, sind in
US-Patentschrift Nr. 4,652,27 (Boettcher) weiter beschrieben. Das bevorzugte Isocyanuratmaterial
ist ein Triacrylat von Tris(hydroxyethyl)isocyanurat.
Eine besonders bevorzugte Bindemittelvorstufe umfasst ein Gemisch
aus etwa 30 Teilen Tris(hydroxyethyl)isocyanurat (TATHEIC) und etwa 70 Teilen Trimethylolpropantriacrylat
(TMPTA). Solch ein Gemisch ist im Handel unter der Handelsbezeichnung „SR368D"
bei Sartomer Corporation, West Chester, PA erhältlich.
Die Bindemittelvorstufe kann auch ein Epoxidharz umfassen. Epoxidharze
weisen ein Oxiran auf und werden durch Ringöffnung polymerisiert. Solche Epoxidharze
enthalten monomere Epoxidharze und polymere Epoxidharze. Beispiele einiger bevorzugter
Epoxidharze enthalten 2,2-Bis[4-(2,3-epoxypropoxy)-phenyl)propan, ein Diglycidylether
von Bisphenol, im Handel unter den Handelsbezeichnungen EPON 828, EPON 1004 und
EPON IOOIF erhältliche Materialen von Shell Chemical Co., und DER-331, DER-332
und DER-334, die bei Dow Chemical Co. erhältlich sind. Andere geeignete Epoxidharze
enthalten cycloaliphatische Epoxide, Glycidylether von Phenolformaldehydnovolac
(zum Beispiel DEN-431 und DEN-428, erhältlich bei Dow Chemical Co.). Eine Mischung
von durch freie Radikale härtbaren Harzen und Epoxidharzen ist in US-Patentschriften
Nr. 4,751,138 (Tumey et al.) und 5,256,170 (Harmer et al.) weiter beschrieben.
Trägermaterialien
Träger haben die Funktion, eine Stütze für die Schleifbeschichtung
bereitzustellen. Träger, die in der Erfindung nützlich sind, müssen
dazu in der Lage sein, an dem Bindemittel zu haften, nachdem die Bindemittelvorstufe
Härtungsbedingungen ausgesetzt worden ist, und sind nach der Aussetzung vorzugsweise
biegsam, so dass sich die Gegenstände, die in dem erfinderischen Verfahren
benutzt werden, an die Oberflächenkonturen, Radien und Unregelmäßigkeiten
des Werkstückes anpassen können.
In vielen Schleifanwendungen muss der Träger fest und langlebig
sein, damit der resultierende Schleifgegenstand haltbar ist. Außerdem muss
der Träger in manchen Schleifanwendungen fest und biegsam sein, so dass sich
der Schleifgegenstand gleichmäßig an das Glaswerkstück anpassen kann.
Dies gilt typischerweise dann, wenn das Werkstück eine damit in Verbindung
stehende Form oder Kontur aufweist. Der Träger kann eine Polymerschicht, Papier,
vulkanisierte Faser, ein behandelter Vliesträger oder ein behandelter Tuchträger
sein, um diese Eigenschaften der Festigkeit und Anpassbarkeit bereitzustellen. Es
wird bevorzugt, dass der Träger eine Polymerschicht ist. Beispiele einer Polymerschicht
enthalten eine Polyesterschicht, Copolyesterschicht, Polyimidschicht, Polyamidschicht
und dergleichen. Ein besonders bevorzugter Träger ist eine Polyesterschicht,
die eine Grundierbeschichtung aus Ethylenacrylsäure auf mindestens einer Oberfläche
aufweist, um die Haftung der Schleifbeschichtung an dem Träger zu fördern.
Ein Vlies, das Papier enthält, kann mit entweder einem wärmehärtenden
oder thermoplastischen Material gesättigt werden, um die nötigen Eigenschaften
bereitzustellen.
Tuchträger können für den Schleifgegenstand der vorliegenden
Erfindung ebenfalls geeignet sein. Das Tuch kann ein Tuch mit dem Gewicht J, X,
Y oder M sein. Die Fasern oder Garne, welche das Tuch bilden, können ausgewählt
sein aus der Gruppe bestehend aus: Polyester, Nylon, Rayon, Baumwolle, Fiberglas
und Kombinationen davon. Das Tuch kann ein gestricktes oder gewobenes Tuch sein
(zum Beispiel Drellstoffe, Köperstoffe oder Satingewebe) oder es kann ein steppgebundenes
Tuch oder Schusseintragtuch sein. Das Rohtuch kann strukturiert, gesengt oder entschlichtet
sein oder irgendeine herkömmliche Behandlung für ein Rohtuch aufweisen.
Es wird bevorzugt, dass das Tuch mit Polymermaterial behandelt wird, um das Tuch
zu versiegeln und die Tuchfasern zu schützen. Die Behandlung kann eine oder
mehrere der folgenden Behandlungen einbeziehen: Vorimprägnieren, Sättigungsimprägnieren
oder Nachimprägnieren. Eine solche Behandlung umfasst zunächst eine Vorimprägnierungsbeschichtung,
gefolgt von einer Nachimprägnierungsbeschichtung. Alternativ eine Sättigungsimprägnierungsbeschichtung
gefolgt von einer Nachimprägnierungsbeschichtung. Im Allgemeinen wird bevorzugt,
dass die vordere Oberfläche des Trägers relativ glatt ist. Gleichermaßen
sollte(n) die Behandlungsschicht(en) zu einem wasserfesten Tuchträger führen.
Ebenso sollte(n) die Behandlungsschicht(en) zu einem Tuchträger mit ausreichender
Festigkeit und Biegsamkeit führen. Eine bevorzugte Behandlung ist ein querverbundenes
Urethanacrylatoligomer, das mit einem Acrylatmonomerharz gemischt ist. Innerhalb
des Schutzbereichs der Erfindung ist die Tuchbehandlungschemie mit der Chemie des
Bindemittels identisch oder bezüglich der Wesensart ähnlich. Die Tuchbehandlungschemie
kann ferner die folgenden Additive umfassen: Füllstoffe, Farbstoffe, Pigmente,
Netzmittel, Verbindungsmittel, Weichmacher und dergleichen.
Andere Behandlungsbeschichtungen enthalten wärmehärtende
und thermoplastische Harze. Beispiele typischer und bevorzugter wärmehärtender
Harze enthalten Phenolharze, Aminoplastharze, Urethanharze, Epoxidharze, ethylenisch
ungesättigte Harze, Acrylisocyanuratharze, Harnstoff-Formaldehydharze, Isocyanuratharze,
Acrylurethanharze, Acrylepoxidharze, Bismaleimidharze und Gemische davon. Beispiele
bevorzugter thermoplastischer Harze enthalten Polyamidharze (zum Beispiel Nylon),
Polyesterharze und Polyurethanharze (umfassend Polyurethan-Harnstoffharze). Ein
bevorzugtes thermoplastisches Harz ist ein Polyurethanderivat aus dem Reaktionsprodukt
eines Polyesterpolyols und Isocyanats.
In manchen Fällen kann ein einstückig geformter Träger
bevorzugt werden, das heißt, einen Träger, der direkt benachbart zu den
Verbundstoffen gegossen wird, statt die Verbundstoffe unabhängig an einem Träger
(zum Beispiel Polyesterschicht) zu befestigen. Der Träger kann auf die Rückseite
der Verbundstoffe geformt oder gegossen werden, nachdem die Verbundstoffe geformt
worden sind, oder er kann gleichzeitig mit den Verbundstoffen geformt oder gegossen
werden. Der einstückig geformte Träger kann aus entweder durch Wärme
oder durch Strahlung härtbaren, thermoplastischen oder wärmehärtenden
Harzen geformt werden. Beispiele von typischen und bevorzugten wärmehärtenden
Harzen enthalten Phenolharze, Aminoplastharze, Urethanharze, Epoxidharze, ethylenisch
ungesättigte Harze, Acrylisocyanuratharze, Harnstoff-Formaldehydharze, Isocyanuratharze,
Acrylurethanharze, Acrylepoxidharze, Bismaleimidharze und Gemische davon. Beispiele
bevorzugter thermoplastischer Harze enthalten Polyamidharze (zum Beispiel Nylon),
Polyesterharz und Polyurethanharze (umfassend Polyurethan-Harnstoffharze).
Ein bevorzugtes thermoplastisches Harz ist ein Polyurethanderivat aus dem Reaktionsprodukt
eines Polyesterpolyols und eines Isocyanats.
Diamantkügelchen-Schleifpartikel
Die Schleifbeschichtung eines Schleifgegenstands der vorliegenden
Erfindung umfasst mehrere Diamantkügelchen-Schleifpartikel, die etwa 6 Vol.-%
bis 65 Vol.-% Diamantenpartikel umfassen, wobei die Diamantenpartikel über
etwa 35 Vol.-% bis 94 Vol.-% einer mikroporösen, nicht geschmolzenen, kontinuierlichen
Metalloxidschicht verteilt sind. Der hier verwendete Begriff „Diamantkügelchen-Schleifpartikel"
betrifft einen Verbundstoff-Schleifpartikel, der etwa 6 Vol.-% bis 65 Vol.-% Diamant-Schleifpartikel
umfasst, die einen Durchmesser von 25 Mikrometern oder weniger aufweisen und über
etwa 35 Vol.-% bis 94 Vol.-% einer mikroporösen, nicht geschmolzenen, kontinuierlichen
Metalloxidschicht verteilt sind. Die Metalloxidmatrix weist eine Knoop-Härte
von weniger als etwa 1.000 auf und umfasst mindestens ein Metalloxid, das ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus Zirkoniumoxid, Siliciumoxid, Aluminiumoxid, Magnesiumoxid
und Titanoxid. Diamantkügelchen-Schleifpartikel können insofern als bröckelig
beschrieben werden, als das Metalloxid unter der Kraft des Schleifens zerbröckeln
oder zerbrechen kann, wodurch eine neue freiliegende Oberfläche erzeugt wird.
Diamantkügelchen-Schleifpartikel sind in US-Patentschrift Nr. 3,916,584 (Howard,
et al.) beschrieben.
In einem bevorzugten Herstellungsverfahren werden Diamant-Schleifpartikel
in ein wässriges Sol eines Metalloxids (oder Oxidvorstufe) gemischt und der
resultierende Schlamm wird dann einer geschüttelten, dehydrierenden Flüssigkeit
(zum Beispiel 2-Ethyl-1-hexanol) hinzugefügt. Wasser wird aus dem dispergierten
Schlamm entfernt und die Oberflächenspannung zieht den Schlamm in die kugelförmigen
Verbundstoffe, die danach herausgefiltert, getrocknet und gebrannt werden. Die resultierenden
Diamantkügelchen-Schleifpartikel sind im Allgemeinen kugelförmig und weisen
eine Größe auf, die mindestens zweimal so groß ist wie die der Diamantenpartikel,
die zur Herstellung der Diamantkügelchen-Schleifpartikel benutzt werden.
Die einzelnen Diamanten, welche die Diamantkügelchen-Schleifpartikel
bilden, weisen typischerweise eine Größe im Bereich von etwa 0,5 bis 25
Mikrometern auf, insbesondere bevorzugt im Bereich von etwa 3 bis 15 Mikrometern.
Die Diamantkügelchen-Schleifpartikel weisen typischerweise eine Größe
im Bereich von etwa 5 bis etwa 200 Mikrometern auf, insbesondere bevorzugt im Bereich
von etwa 6 bis etwa 100 Mikrometern und am meisten bevorzugt im Bereich von etwa
6 bis 30 Mikrometern.
Die einzelnen Diamantkügelchen-Schleifpartikel können natürliche
oder synthetisch hergestellte Diamanten sein. Bezüglich der synthetisch hergestellten
Diamanten können die Partikel als „harzgebundene Diamanten", „Sägeblatt-Diamanten"
oder „metallgebundene Diamanten" berücksichtigt werden. Die Diamanten
können eine blockartige Form aufweisen, die damit in Verbindung steht oder
alternativ eine nadelähnliche Form aufweisen. Die Diamantenpartikel können
eine Oberflächenbeschichtung wie eine Metallbeschichtung (zum Beispiel Nickel,
Aluminium, Kupfer oder dergleichen), eine anorganische Beschichtung (zum Beispiel
Siliciumdioxid) oder eine organische Beschichtung enthalten.
Die Schleifbeschichtung umfasst typischerweise etwa 1 bis etwa 30
Gew.-% Diamantkügelchen-Schleifpartikel und vorzugsweise etwa 2 bis etwa 25
Gew.-% Diamantkügelchen-Schleifpartikel. Insbesondere bevorzugt umfasst die
Schleifbeschichtung etwa 5 bis etwa 15 Gew.-% Diamantkügelchen-Schleifpartikel
und am meisten bevorzugt etwa 7 bis etwa 13 Gew.-% Diamantkügelchen-Schleifpartikel.
Füllstoffe
Die Schleifbeschichtung eines Schleifgegenstands der vorliegenden
Erfindung umfasst ferner einen Füllstoff. Ein Füllstoff ist ein partikelförmiges
Material und weist im Allgemeinen eine durchschnittliche Partikelgröße
im Bereich zwischen 0,01 und 50 Mikrometern, typischerweise zwischen 0,1 und 40
Mikrometern auf. Ein Füllstoff wird zu der Schleifbeschichtung hinzugefügt,
um die Erosionsrate der Schleifbeschichtung zu steuern. Eine gesteuerte Erosionsrate
der Schleifbeschichtung während des Schleifens ist für das Erreichen einer
ausgeglichenen, hohen Schleifgeschwindigkeit, einer stetigen Schleifgeschwindigkeit
und einer langen Nutzungsdauer von Bedeutung. Wenn die Füllstoffladung zu hoch
ist, kann die Schleifbeschichtung bei einer zu schnellen Geschwindigkeit erodieren,
was zu einem unwirksamen Schleifvorgang (zum Beispiel geringer Schnitt und geringe
Nutzungsdauer des Schleifgegenstands) führt. Wenn die Füllstoffladung
jedoch zu niedrig ist, kann die Schleifbeschichtung bei einer zu langsamen Geschwindigkeit
erodieren, was die Abstumpfung der Schleifpartikel ermöglicht und zu einer
niedrigen Schleifgeschwindigkeit führt. Die Schleifbeschichtung eines Schleifgegenstands
der vorliegenden Erfindung umfasst etwa 40 bis etwa 60 Gew.-% Füllstoff. Insbesondere
bevorzugt umfasst die Schleifbeschichtung etwa 45 bis etwa 60 Gew.-% Füllstoff.
Am meisten bevorzugt umfasst die Schleifbeschichtung etwa 50 bis
60 Gew.-% Füllstoff.
Beispiele von Füllstoffen, die zur Benutzung in einem Schleifgegenstand
der vorliegenden Erfindung geeignet sind, enthalten: Metallkarbonate (wie Kalziumkarbonat
(Kreide, Kalzit, Mergel, Travertin, Marmor und Kalkstein), Kalziummagnesiumkarbonat,
Natriumkarbonat, Magnesiumkarbonat), Siliciumdioxide (wie Quarz, Glaskügelchen,
Glasblasen und Glasfasern), Silikate (wie Talk, Tone, (Montmorillonit) Feldspat,
Glimmer, Kalziumsilikat, Kalziummetasilikat, Natriumaluminiumsilikat, Natriumsilikat,
Lithiumsilikat und Kaliumsilikat), Metallsulfate (wie Kalziumsulfat, Bariumsulfat,
Natriumsulfat, Aluminiumnatriumsulfat, Aluminiumsulfat), Gips, Vermiculit, Holzmehl,
Aluminiumtrihydrat, Russ, Metalloxide (wie Kalziumoxid (Kalk), Aluminiumoxid, Zinnoxid
(zum Beispiel Stannioxid), Titandioxid) und Metallsulfite (wie Kalziumsulfit), thermoplastische
Partikel (Polykarbonat, Polyetherimid, Polyester, Polyethylen, Polysulfon, Polystyrol,
Acrylonitril-Butadien-Styrol-Blockcopolymer, Polypropylen, Acetalpolymere, Polyurethane,
Nylonpartikel) und wärmehärtende Partikel (wie Phenolblasen, Phenolkügelchen,
Polyurethanschaumpartikel) und dergleichen. Der Füllstoff kann ebenfalls ein
Salz wie ein Halogenidsalz sein. Beispiele von Halogenidsalzen enthalten Natriumchlorid,
Kaliumkryolith, Natriumkryolith, Ammoniumkryolith, Kaliumtetrafluoroborat, Natriumtetrafluoroborat,
Siliciumfluoride, Kaliumchlorid und Magnesiumchlorid. Beispiele von Metallfüllstoffen
enthalten Zinn, Blei, Wismut, Kobalt, Antimon, Kadmium, Eisen und Titan. Andere
gemischte Füllstoffe enthalten Schwefel, organische Schwefelverbindungen, Grafit
und metallische Sulfide.
Bevorzugte Füllstoffe zum Verleihen der gewünschten Erosionsfähigkeit
für die Schleifbeschichtung enthalten Kalziummetasilikat, weißes Aluminiumoxid,
Kalziumkarbonat, Siliciumdioxid und Kombinationen davon. Eine besonders bevorzugte
Füllstoffkombination ist Kalziummetasilikat und weißes Aluminiumoxid.
Wenn eine feine Oberflächenbeschaffenheit gewünscht wird, kann es wünschenswert
sein, einen weichen Füllstoff zu benutzen, der in einer kleinen Partikelgröße
erhältlich ist.
Optionale Additive
Die Schleifbeschichtung eines Schleifgegenstands der vorliegenden
Erfindung kann ferner optionale Additive wie Additive zur Modifikation der Schleifpartikeloberfläche,
Verbindungsmittel, Ausdehnungsmittel, Fasern, antistatische Mittel, Härtungsmittel,
Absetzverhütungsmittel, Photosensibilisatoren, Schmiermittel, Netz-mittel,
Tenside, Pigmente, Farbstoffe, UV-Stabilisatoren und Antioxidationsmittel umfassen.
Die Mengen dieser Materialien werden so ausgewählt, dass sie die gewünschten
Eigenschaften bereitstellen.
Verbindungsmittel
Ein Verbindungsmittel kann eine Verbindungsbrücke zwischen dem
Bindemittel und den Schleifpartikeln bereitstellen. Außerdem kann das Verbindungsmittel
eine Verbindungsbrücke zwischen dem Bindemittel und den Füllstoffpartikeln
bereitstellen. Beispiele von Verbindungsmitteln enthalten Silane, Titanate und Zircoaluminate.
Es gibt verschiedene Wege, das Verbindungsmittel aufzunehmen. Zum Beispiel kann
das Verbindungsmittel direkt zu der Bindemittelvorstufe hinzugegeben werden. Die
Schleifbeschichtung kann etwa 0 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,1 bis 25
Gew.-% Verbindungsmittel enthalten. Alternativ kann das Verbindungsmittel auf die
Oberfläche der Füllstoffpartikel aufgebracht werden. Auf noch andere Art
und Weise wird das Verbindungsmittel auf die Oberfläche der Schleifpartikel
aufgebracht, bevor diese in den Schleifegegenstand aufgenommen werden. Die Schleifpartikel
können basierend auf dem Gewicht des Schleifpartikels und des Verbindungsmittels
von etwa 0 bis 3 Gew.-% Verbindungsmittel enthalten. Beispiele von im Handel erhältlichen
Verbindungsmitteln enthalten „AI74" und „AI230" von OSI. Ein weiteres
Beispiel eines im Handel erhältlichen Verbindungsmittels ist ein Isopropyltriisosteroyltitanat,
das im Handel bei Kenrich Petrochemicals, Bayonne, NJ, unter der Handelbezeichnung
„KR-TTS" erhältlich ist.
Absetzverhütungsmittel
Ein Beispiel eines Absetzverhütungsmittels ist ein amorpher Siliciumdioxidpartikel,
der einen Flächeninhalt von weniger als 150 Quadratmetern/Gramm aufweist und
im Handel bei DeGussa Corp., Ridgefield Park, NJ, unter der Handelbezeichnung „OX-50"
erhältlich ist. Die Zugabe des Absetzverhütungsmittels kann die Gesamtviskosität
des Schleifschlamms verringern. Die Benutzung von Absetzverhütungsmittel ist
in US-Patentschrift Nr. 5,368,619 weiter beschrieben.
Härtungsmittel
Die Bindemittelvorstufe kann ferner ein Härtungsmittel aufweisen.
Ein Härtungsmittel ist ein Material, das dabei hilft, die
Polymerisation oder den Querverbindungsprozess derart zu initiieren und zu vollenden,
dass die Bindemittelvorstufe in ein Bindemittel umgewandelt wird. Der Begriff Härtungsmittel
umschließt Initiatoren, Photoinitiatoren, Katalysatoren und Aktivatoren. Die
Menge und die Art des Härtungsmittels hängen größtenteils von
der Chemie der Bindemittelvorstufe ab.
Freie-Radikale-Initiatoren
Die Polymerisation des oder der bevorzugten ethylenisch ungesättigten
Monomers oder Monomere oder Oligomers oder Oligomere tritt durch einen Freie-Radikale-Mechanismus
auf. Wenn die Energiequelle ein Elektronenstrahl ist, erzeugt der Elektronenstrahl
freie Radikale, welche die Polymerisation initiieren. Es ist jedoch auch innerhalb
des Schutzbereichs der Erfindung, Initiatoren zu benutzen, sogar wenn die Bindemittelvorstufe
einem Elektronenstrahl ausgesetzt wird. Wenn die Energiequelle Wärme, UV-Licht
oder sichtbares Licht ist, muss möglicherweise ein Initiator gegenwärtig
sein, um die freien Radikalen zu erzeugen. Beispiele von Initiatoren (das heißt,
Photoinitiatoren), die freie Radikale erzeugen, wenn sie UV-Licht oder Wärme
ausgesetzt werden, enthalten, sind aber nicht beschränkt auf organische Peroxide,
Azoverbindungen, Quinone, Nitrosoverbindungen, Acylhalogenide, Hydrazone, Mercaptoverbindungen,
Pyryliumverbindungen, Imidazole, Chlortriazine, Benzoin, Benzoinalkylether, Diketone,
Phenone und Gemische davon. Ein Beispiel eines im Handel erhältlichen Photoinitiators,
der freie Radikale erzeugt, wenn er UV-Licht ausgesetzt wird, enthält IRGACURE
651 und IRGACURE 184 (im Handel bei Ciba Geigy Company, Hawthorne, NJ, erhältlich)
und DAROCUR 1173 (im Handel bei Merck erhältlich). Beispiele von Initiatoren,
die freie Radikale erzeugen, wenn sie sichtbarem Licht ausgesetzt werden, können
in US-Patentschrift Nr. 4,735,632 gefunden werden. Ein anderer Photoinitiator, der
freie Radikale erzeugt, wenn er sichtbarem Licht ausgesetzt wird, trägt den
Handelsnamen IRGACURE 369 (im Handel bei Ciba Geigy Company erhältlich).
Typischerweise wird der Initiator basierend auf dem Gewicht der Bindemittelvorstufe
in Mengen im Bereich von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 Gew.-% bis 2
Gew.-% benutzt.
Außerdem wird bevorzugt, den Initiator in der Bindemittelvorstufe
vor der Zugabe jeglichen partikelförmigen Materials wie der Schleifpartikel
und/oder Füllstoffe zu dispergieren, vorzugsweise gleichmäßig zu
dispergieren.
Im Allgemeinen wird bevorzugt, dass die Bindemittelvorstufe einer
Strahlungsenergie ausgesetzt wird, vorzugsweise UV-Licht oder sichtbarem Licht.
In manchen Fällen absorbieren bestimmte Additive und/oder Schleifpartikel das
UV-Licht und sichtbare Licht, was die angemessene Härtung der Bindemittelvorstufe
schwierig macht. Dieses Phänomen gilt insbesondere bei Cerdioxid-Schleifpartikeln
und Siliciumkarbid-Schleifpartikeln. Es ist recht unerwartet herausgefunden worden,
dass die Benutzung von phosphathaltigen Photoinitiatoren, insbesondere acylphosphinoxidhaltigen
Photoinitiatoren darauf abzielt, dieses Problem zu überwinden. Ein Beispiel
solch eines Photoinitiators ist 2,4,6-Triemthylbenzoyldiphenylphosphinoxid, das
bei BASF Corporation, Charlotte, NC, unter der Handelsbezeichnung LUCIRIN TPO erhältlich
ist. Andere Beispiele von im Handel erhältlichem Acylphosphinoxiden enthalten
DAROCUR 4263 und DAROCUR 4265, die beide im Handel bei Merck erhältlich sind,
und Phosphinoxid, Phenyl-bis-(2,4,6-trimethylbenzoyl)-Photoinitiator, der im Handel
bei Ciba Geigy Corp., Greensboro, NC, unter der Handelsbezeichnung IRGACURE 819
erhältlich ist.
Photosensibilisatoren
Optional kann die Schleifbeschichtung Photosensibilisatoren oder Photoinitiatorsysteme
enthalten, welche die Polymerisation entweder in der Luft oder in einer inerten
Atmosphäre wie Stickstoff beeinflussen. Diese Photosensibilisatoren oder Photoinitiatorsysteme
enthalten Verbindungen, die Carbonylgruppen oder tertiäre Aminogruppen und
Gemische davon aufweisen. Unter den bevorzugten Verbindungen, die Carbonylgruppen
aufweisen, befinden sich Benzophenon, Acetophenon, Benzil, Benzaldehyd, o-Chlorbenzaldehyd,
Xanthon, Thioxanthon, 9,1 0-Anthraquinon und andere aromatische Ketone, die als
Photosensibilisatoren wirken können. Unter den bevorzugten tertiären Aminen
befinden sich Methyldiethanolamin, Ethyldiethanolamin, Trieethanolamin, Phenylmethylethanolamin
und Dimethylaminoethylbenzonat. Im Allgemeinen kann die Menge der Photosensibilisatoren
oder des Photoinitiatorsystems basierend auf dem Gewicht der Bindemittelvorstufe
von etwa 0,01 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-% variieren, insbesondere bevorzugt von etwa
0,25 bis etwa 4,0 Gew.-%. Beispiele von Photosensibilisatoren enthalten QUANTICURE
ITX, QUANTICURE QT-X, QUANTICURE PTX, QUANTICURE EPD, die alle im Handel bei Biddle
Sawyer Corp. erhältlich sind.
Schleifgegenstand
Der Schleifgegenstand gemäß der Erfindung enthält einen
Träger, der eine dreidimensionale Schleifbeschichtung aufweist, die an den
Träger gebunden wird. Die Schleifbeschichtung umfasst mehrere geformte Schleifverbundstoffe.
Diese Schleifverbundstoffe können präzise oder unregelmäßig
geformt sein. Es wird bevorzugt, dass die Schleifverbundstoffe präzise geformt
sind, da präzise geformte Schleifverbundstoffe gleichförmiger und beständiger
sind.
Im Bezug auf die Figuren ist eine bevorzugte Ausführungsform
eines Schleifgegenstands 10 gemäß der Erfindung in
1 und 2 jeweils in Draufsicht
und vergrößerter Schnittansicht dargestellt. Der Schleifgegenstand
10 weist einen Träger 12 auf, der auf einer Hauptoberfläche
davon die Schleifverbundstoffe 16 trägt. Die Schleifverbundstoffe
16 weisen mehrere Diamantkügelchen-Schleifpartikel 14 auf,
die in einem Bindemittel 15 dispergiert sind. Vorzugsweise umfasst das
Bindemittel ein multifunktionelles Acrylat, am meisten bevorzugt ein Gemisch aus
Tris(hydroxyethyl)isocyanurat und Trimethylolpropantriacrylat. Die Schleifverbundstoffe
16 enthalten ferner etwa 40 Gew.-% bis 60 Gew.-% Füllstoff (nicht
dargestellt). Das Bindemittel 15 bindet die Schleifverbundstoffe
16 typischerweise an den Träger 12. Optional kann eine Vorimprägnierungsbeschichtung
oder Verbindungsschicht 13 zwischen die Schleifverbundstoffe
16 und den Träger 12 gesetzt werden.
Die Schleifverbundstoffe 16 weisen vorzugsweise eine erkennbare
Form auf. Anfangs wird bevorzugt, dass die Diamantkügelchen-Schleifpartikel
14 nicht über die Oberfläche des Bindemittels 15 hervorstehen.
Wenn der Schleifgegenstand 10 benutzt wird, um eine Oberfläche zu
schleifen, bricht der Schleifverbundstoff zusammen, um unbenutzte Diamantkügelchen-Schleifpartikel
14 freizulegen.
Die Verbundstoffform kann jegliche Form sein. Typischerweise weist
der Flächeninhalt der Bodenseite der Form, die mit dem Träger in Kontakt
steht, einen größeren Wert auf als der des distalen Endes des Verbundstoffs,
der von dem Träger entfernt ist. Die Form des Verbundstoffs kann aus einer
Reihe geometrischer Formen wie einer kubischen, blockähnlichen, zylindrischen,
prismatischen, rechteckigen, pyramidalen, abgeschnitten pyramidalen, konischen,
abgeschnitten konischen Form, Kreuzform oder pfostenähnlich Form mit einer
flachen oberen Fläche ausgewählt werden. Eine andere Form ist halbkugelförmig
und in PCT WO 95/22436 weiter beschrieben. Der resultierende Schleifgegenstand kann
eine Mischung verschiedener Formen der Schleifverbundstoffe aufweisen.
Die Bodenschleifverbundstoffe können aneinander grenzen oder
alternativ können die Böden der benachbarten Schleifverbundstoffe um einen
spezifischen Abstand voneinander getrennt werden. Es versteht sich, dass diese Definition
von Angrenzen auch eine Anordnung abdeckt, bei der benachbarte Schleifverbundstoffe
einen gemeinsamen Schleifmaterialbereich oder eine brückenähnliche Struktur
teilen, die mit den gegenüberliegenden Seitenwänden der Verbundstoffe
in Kontakt steht und sich dazwischen erstreckt. Der Schleifmaterialbereich wird
aus dem gleichen Schleifschlamm gebildet, der zur Bildung der Verbundstoffe benutzt
wird. Die Verbundstoffe sind insofern „benachbart", als sich auf einer direkten
imaginären Linie, die zwischen den Zentren der Verbundstoffe gezogen wird,
kein Zwischenverbundstoff befindet.
Eine bevorzugte Form der Schleifverbundstoffe 16 ist im Allgemeinen
eine abgeschnittene Pyramide, die eine flache Oberseite 18 und einen Boden
20 aufweist, der nach außen ausbricht, wie in 2
dargestellt. Es wird bevorzugt, dass die Höhe H der Schleifverbundstoffe
16 über den beschichteten Schleifgegenstand 10 hinweg konstant
ist, es ist jedoch möglich, dass die Schleifverbundstoffe unterschiedliche
Höhen aufweisen. Die Höhe H der Verbundstoffe kann einen Wert von etwa
10 bis etwa 1.500 Mikrometern, vorzugsweise von etwa 25 bis etwa 1.000 Mikrometern,
insbesondere bevorzugt von etwa 100 bis etwa 600 Mikrometern und am meisten bevorzugt
von etwa 300 bis etwa 500 Mikrometern aufweisen.
Es wird bevorzugt, dass die Böden 20 der benachbarten
Schleifverbundstoffe voneinander durch eine Abquetschfläche 22 getrennt
werden. Obwohl die Bindung an irgendeine Theorie nicht gewünscht wird, wird
angenommen, dass diese Abquetschfläche 22 oder diese Trennung ein
Mittel bereitstellt, um zu ermöglichen, dass das Fluidmedium frei zwischen
den Schleifverbundstoffen strömt. Es wird dann angenommen, dass dieser freie
Strom des Fluidmediums möglicherweise zu einer besseren Schleifgeschwindigkeit,
Oberflächenbeschaffenheit oder erhöhten Flachheit beiträgt. Die Entfernung
der Schleifverbundstoffe kann von etwa 0,3 Schleifmittelverbundstoff pro linearem
cm bis etwa 100 Schleifmittelverbundstoff pro linearem cm variieren, vorzugsweise
zwischen etwa 0,4 Schleifmittelverbundstoff pro linearem cm bis etwa 20 Schleifmittelverbundstoff
pro linearem cm, insbesondere bevorzugt von etwa 0,5 Schleifmittelverbundstoff pro
linearem cm bis etwa 10 Schleifmittelverbundstoff pro linearem cm und am meisten
bevorzugt zwischen etwa 6 Schleifmittelverbundstoff pro linearem cm bis etwa 7 Schleifmittelverbundstoff
pro linearem cm.
In einem Aspekt des Schleifgegenstands besteht eine Flächenentfernung
von mindestens 5 Schleifverbundstoff/cm2 und vorzugsweise mindestens
30 Schleifverbundstoff/cm2. In einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung befindet sich die Flächenentfernung in einem Bereich von weniger
als 1 bis etwa 12.000 Schleifverbundstoff/cm2.
Wenn eine abgeschnittene pyramidale Form benutzt wird, weist der Boden
20 im Allgemeinen eine Länge von etwa 100 bis 2.000 Mikrometern auf.
Die Seiten, welche die Schleifverbundstoffe bilden, können gerade oder verjüngt
sein. Wenn die Seiten verjüngt sind, ist es im Allgemeinen einfacher, die Schleifverbundstoffe
16 aus den Hohlräumen des Herstellungswerkzeugs zu entfernen. Der
Winkel "A" in 2 wird von einer imaginären vertikalen
Linie gemessen, welche den Boden 20 des Schleifverbundstoffs
16 an dem Punkt schneidet, an dem sie die Abquetschfläche
22 zwischen den Schleifverbundstoffen 16 (das heißt, die
imaginäre Linie ist bezüglich des Bereichs 22 normal) berührt.
Der Winkel „A" kann in einem Bereich von etwa 1 Grad bis etwa 75 Grad liegen,
vorzugsweise von etwa 2 Grad bis etwa 50 Grad, insbesondere bevorzugt von etwa 3
Grad bis etwa 35 Grad und am meisten bevorzugt von etwa 5 Grad bis etwa 15 Grad.
In einem Schleifverfahren kann der Schleifgegenstandträger
12 an dem Untersegment 24 befestigt werden oder direkt an der
Plattform 28. Das Untersegment 24 ist vorzugsweise aus Polymermaterial
gefertigt, zum Beispiel aus Polykarbonat. Optional kann das zusammendrückbare
Segment 26 zwischen das Untersegment 24 und die Plattform
28 gesetzt werden, um während des Schleifens ein Polster für
den Schleifgegenstand bereitzustellen. Das zusammendrückbare Segment kann ein
Polyurethanschaum, Kautschuk, Elastomer, Kautschukschaum und dergleichen sein. Der
Schleifgegenstandträger 12 wird vorzugsweise mit einem Haftklebstoff
(nicht dargestellt) an das Untersegment 24 oder die Plattform
28 gebunden.
Mit Bezug auf 3 und 4
wird eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines Schleifgegenstands
10' gemäß der Erfindung jeweils in 3
und 4 in Draufsicht und vergrößerter Schnittansicht
dargestellt. In dieser Ausführungsform sind die Schleifverbundstoffe
16' halbkugelförmig, wie in 4 dargestellt.
Der Schleifgegenstand 10' weist einen gewobenen Polyesterträger
12' auf, der auf einer Hauptoberfläche mit einer thermoplastischen
Polyester-Vorimprägnierungsbeschichtung 13' versiegelt ist. Auf die
gehärtete Vorimprägnierungsbeschichtung 13' wird durch ein Sieb
(nicht dargestellt) ein Schlamm aufgebracht, wobei der Schlamm Schleifpartikel und
die Bindemittelvorstufe umfasst. Die halbkugelförmigen Schleifverbundstoffe
16' können bezüglich Größe und Form variieren und auf
der Vorimprägnierungsbeschichtung 13' zufällig und gleichmäßig
verteilt werden. Vorzugsweise erscheinen die halbkugelförmigen Verbundstoffe
16' in der Draufsicht aus 3 als kreisförmig
und weisen den gleichen Durchmesser auf.
Ungeachtet der Form der einzelnen Schleifverbundstoffe werden vorzugsweise
etwa 20 % bis etwa 90 %, insbesondere bevorzugt etwa 40 % bis etwa 70 % und am meisten
bevorzugt etwa 50 % bis etwa 60 % des Flächeninhalts des Trägers von den
Schleifverbundstoffen abgedeckt. Außerdem weisen die präzise geformten
Verbundstoffe einen Bodenabschnitt auf, der einen Flächeninhalt definiert,
der nicht mehr als 50 %, insbesondere bevorzugt nicht mehr als 25 % und am meisten
bevorzugt nicht mehr als 15 % größer als der größte Flächeninhalt
der Verbundstoffe ist.
Verfahren zur Herstellung des Schleifgegenstands, der präzise geformte
Schleifverbundstoffe aufweist
Der erste Schritt zur Herstellung eines Schleifgegenstands der vorliegenden
Erfindung ist die Herstellung eines Schleifschlamms. Der Schleifschlamm wird mit
Hilfe jeglicher geeigneten Mischtechnik durch Kombinieren einer Bindemittelvorstufe,
Diamantkügelchen-Schleifpartikel, eines Füllstoffs und gewünschter
optionaler Additive hergestellt. Beispiele von Mischtechniken umfassen das Mischen
mit niedriger Scherkraft und das Mischen mit hoher Scherkraft, wobei das Mischen
mit hoher Scherkraft bevorzugt wird. Ultraschallenergie kann in Kombination mit
dem Mischschritt ebenfalls benutzt werden, um die Viskosität des Schleifschlamms
zu verringern. Typischerweise werden die Diamantkügelchen-Schleifpartikel schrittweise
zu der Bindemittelvorstufe hinzugegeben. Es kann bevorzugt werden, vor der Zugabe
des Füllstoffs ein Tensid zu der Bindemittelvorstufe hinzuzufügen. Ein
geeignetes Tensid ist ein anionisches Polyestertensid, das im Handel unter der Handelsbezeichnung
„ZYPHRUM PD 9000" erhältlich ist (im Handel bei ICI Americas, Wilmington,
DE, erhältlich). Es wird bevorzugt, dass der Schleifschlamm ein homogenes Gemisch
aus der Bindemittelvorstufe, den Schleifpartikeln, Füllstoffen und optionalen
Additiven ist. Falls nötig kann Wasser und/oder Lösungsmittel hinzugefügt
werden, um die Viskosität zu verringern. Die Menge der Luftblasen in dem Schleifschlamm
kann durch Herausziehen eines Vakuums entweder während oder nach dem Mischschritt
minimiert werden. In manchen Fällen wird bevorzugt, den Schleifschlamm zu erwärmen,
im Allgemeinen im Bereich von etwa 30 °C bis etwa 70 °C, um die Viskosität
zu verringern. Es ist wichtig, dass der Schleifschlamm vor dem Beschichten überwacht
wird, um eine Rheologie zu gewährleisten, die gut beschichtet und in der sich
die Schleifpartikel und andere Füllstoffe nicht vor dem Beschichten
absetzen.
Um eine präzise geformte Schleifbeschichtung zu erhalten, wird
die Bindemittelvorstufe im Wesentlichen gefestigt oder gehärtet, während
der Schleifschlamm in den Hohlräumen eines Herstellungswerkzeugs vorhanden
ist. Alternativ wird das Herstellungswerkzeug vor dem wesentlichen Härten von
der Bindemittelvorstufe entfernt, was zu abgesenkten, etwas unregelmäßig
geformten Seitenwänden führt.
Das bevorzugte Verfahren zur Herstellung des Schleifgegenstands, der
präzise geformte Schleifverbundstoffe umfasst, benutzt ein Herstellungswerkzeug,
das mehrere Hohlräume enthält. Diese Hohlräume sind im Wesentlichen
die umgekehrte Form der gewünschten Schleifverbundstoffe und für die Erzeugung
der Form der Schleifverbundstoffe verantwortlich. Aus der Anzahl der Hohlräume/Einheitsbereich
folgt, dass der Schleifgegenstand eine entsprechende Anzahl Schleifverbundstoffe/Einheitsbereich
aufweist. Diese Hohlräume weisen jegliche geometrische Form wie eine zylindrische,
kuppelförmige, pyramidale, rechteckige, abgeschnitten pyramidale, prismatische,
kubische, konische, abgeschnitten konische oder jede andere Form auf, die einen
obersten Flächenquerschnitt aufweisen, der ein Dreieck, Viereck, Kreis, Rechteck,
Siebeneck, Achteck oder dergleichen ist. Die Dimensionen der Hohlräume werden
ausgewählt, um die gewünschte Anzahl der Schleifverbundstoffe/Einheitsbereich
zu erreichen. Die Hohlräume können in einem punktähnlichen Muster
mit Zwischenräumen zwischen den benachbarten Hohlräumen vorliegen oder
die Hohlräume können aneinander grenzen.
Der Schleifschlamm kann mit Hilfe jeglicher herkömmlichen Technik
wie Heißschmelzbeschichten, Vakuumdruckguss, Zerstäuben, Walzenbeschichtung,
Transferbeschichtung, Rakelstreichverfahren und dergleichen in die Hohlräume
des Herstellungswerkzeugs beschichtet werden. Wenn das Herstellungswerkzeug Hohlräume
enthält, die entweder flache Oberseiten oder relativ gerade Seitenwände
aufweisen, wird die Benutzung eines Vakuums während der Beschichtung bevorzugt,
um jeglichen Lufteinschluss zu minimieren.
Das Herstellungswerkzeug kann ein Band, ein Zuschnitt, ein kontinuierlicher
Zuschnitt oder eine Bahn, eine Beschichtungswalze wie eine Rotationstiefdruckwalze,
eine Hülse, die auf einer Beschichtungswalze befestigt ist, oder eine Schneidplatte
sein. Das Herstellungswerkzeug kann aus Metall, das eine vernickelte Oberfläche
aufweist, Metalllegierungen, Keramik oder Kunststoff zusammengesetzt sein. Weitere
Informationen zu Herstellungswerkzeugen, ihrer Herstellung, Materialien usw. können
in US-Patentschriften Nr. 5,152,917 (Pieper et al.) und 5,435,816 (Spurgeon et al.)
gefunden werden. Ein bevorzugtes Herstellungswerkzeug ist ein thermoplastisches
Herstellungswerkzeug, das aus einer Metallmatrize geprägt ist.
Wenn der Schleifschlamm eine wärmehärtende Bindemittelvorstufe
umfasst, muss die Bindemittelvorstufe gehärtet oder polymerisiert werden. Diese
Polymerisation wird im Allgemeinen bei Aussetzung einer Energiequelle initiiert.
Im Allgemeinen hängt die Menge der Energie von mehreren Faktoren ab, wie der
Chemie der Bindemittelvorstufe, den Dimensionen des Schleifschlamms, der Menge und
Art der Schleifpartikel, der Menge und Art der Füllstoffe und der Menge und
Art der optionalen Additive. Strahlungsenergie wird als Energiequelle bevorzugt.
Geeignete Strahlungsenergiequellen umfassen Elektronenstrahlen, UV-Licht oder sichtbares
Licht. Elektronenstrahlstrahlung kann bei einem Energiepegel von etwa 0,1 bis etwa
10 Mrad. benutzt werden. UV-Strahlung bezieht sich auf die nicht partikuläre
Strahlung, die eine Wellenlänge innerhalb des Bereichs von etwa 200 bis etwa
400 Nanometern aufweist, vorzugsweise innerhalb des Bereichs von etwa 250 bis 400
Nanometern. Die bevorzugte Leistung der Strahlungsquelle ist 118 bis 236 Watt/cm.
Sichtbare Strahlung bezieht sich auf die nicht partikuläre Strahlung, die eine
Wellenlänge innerhalb des Bereichs von etwa 400 bis etwa 800 Nanometern aufweist,
vorzugsweise innerhalb des Bereichs von etwa 400 bis 550 Nanometern.
Nachdem das Herstellungswerkzeug beschichtet worden ist, werden der
Träger und der Schleifschlamm durch jegliches geeignete Mittel miteinander
in Kontakt gebracht, so dass der Schleifschlamm die vordere Oberfläche des
Trägers befeuchtet. Der Schleifschlamm wird dann mittels zum Beispiel einer
Kontaktspaltwalze mit dem Träger in Kontakt gebracht. Danach wird eine wie
hierin beschriebene Energieform durch eine Energiequelle in den Schleifschlamm übertragen,
um die Bindemittelvorstufe mindestens teilweise zu übertragen. Zum Beispiel
kann das Herstellungsmittel ein durchsichtiges Material (zum Beispiel Polyester,
Polyethylen oder Polypropylen) sein, um die Lichtstrahlung auf den in den Hohlräumen
in dem Werkzeug enthaltenen Schlamm zu übertragen. Mit dem Begriff „teilweise
gehärtet" ist gemeint, dass die Bindemittelvorstufe auf einen derartigen Zustand
polymerisiert wird, dass der Schleifschlamm nicht strömt, wenn der Schleifschlamm
von dem Herstellungswerkzeug entfernt wird. wenn die Bindemittelvorstufe nicht voll
ausgehärtet wird, kann sie durch jegliche Energiequelle voll ausgehärtet
werden, nachdem sie von dem Herstellungswerkzeug entfernt worden ist. Weitere Details
bezüglich der Benutzung eines Herstellungswerkzeugs zur Herstellung des Schleifgegenstandes
gemäß diesem bevorzugten Verfahren sind in US-Patentschriften Nr. 5,152,917 (Pieper
et al.) und 5,435,816 (Spurgeon et al.) weiter beschrieben.
In einer weiteren Variation dieses ersten Verfahrens kann der Schleifschlamm
auf den Träger und nicht in die Hohlräume des Herstellungswerkzeugs beschichtet
werden. Der mit Schleifschlamm beschichtete Träger wird dann mit dem Herstellungswerkzeug
derart in Kontakt gebracht, dass der Schleifschlamm in die Hohlräume des Herstellungswerkzeugs
strömt. Die verbleibenden Schritte zur Herstellung des Schleifgegenstands sind
die gleichen wie die unten aufgeführten. Bezüglich dieses Verfahrens wird
bevorzugt, dass die Bindemittelvorstufe durch Strahlungsenergie gehärtet wird.
Die Strahlungsenergie kann durch den Träger und/oder durch das Herstellungswerkzeug
übertragen werden. Wenn die Strahlungsenergie durch entweder den Träger
oder das Herstellungswerkzeug übertragen wird, sollte der Träger oder
das Herstellungswerkzeug die Strahlungsenergie nicht merklich absorbieren. Außerdem
sollte die Strahlungsenergiequelle den Träger oder das Herstellungswerkzeug
nicht merklich beschädigen. Zum Beispiel kann UV-Licht durch einen Polyesterschichtträger
übertragen werden.
Wenn das Herstellungswerkzeug alternativ aus bestimmten thermoplastischen
Materialien wie Polyethylen, Polypropylen, Polyester, Polykarbonat, Poly(ethersulfon),
Poly(methylmethacrylat), Polyurethane, Polyvinylchlorid oder Kombinationen davon
gefertigt ist, kann UV-Licht oder sichtbares Licht durch das Herstellungswerkzeug
und in den Schleifschlamm übertragen werden. In manchen Fällen wird bevorzugt,
UV-Licht-Stabilisatoren und/oder Antioxidationsmittel in das thermoplastische Herstellungswerkzeug
aufzunehmen. Für auf thermoplastischen Materialien basierende Herstellungswerkzeuge
sollten die Betriebsbedingungen zur Herstellung des Schleifgegenstands derart festgelegt
werden, dass keine übermäßige Wärme erzeugt wird. Wenn übermäßige
Wärme erzeugt wird, kann diese das thermoplastische Werkzeug deformieren oder
schmelzen.
In manchen Fällen kann ein einstückig geformter Träger
bevorzugt werden, das heißt, die Schleifverbundstoffe werden direkt an einen
Harzträger gebunden, der auf die Verbundstoffe gegossen oder geformt wird,
während sich die Verbundstoffe noch immer in den Hohlräumen der Gussform
befinden. Vorzugsweise wird der Träger geformt, bevor die Bindemittelvorstufe
vollständig ausgehärtet ist, um eine bessere Haftung zwischen den Verbundstoffen
und dem Träger zu ermöglichen. Es kann wünschenswert sein, einen
Primer oder Haftungsbeschleuniger auf der Oberfläche der Verbundstoffe zu umfassen,
bevor der Träger gegossen wird, um eine angemessene Haftung des Trägers
zu gewährleisten.
Der Träger kann aus dem gleichen Harz wie die Verbundstoffe gegossen
oder geformt werden oder kann aus einem anderen Material gegossen werden. Beispiele
von besonders nützlichen Trägerharzen enthalten Urethane, Epoxide, Acrylate
und Acrylurethane. Es wird bevorzugt, dass der Träger keine Schleifpartikel
darin enthält, da diese Partikel im Allgemeinen nicht für Schleifzwecke
verwendet werden. Jedoch können Füllstoffe, Fasern oder andere Additive
in den Träger aufgenommen werden. Fasern können in den Träger aufgenommen
werden, um so die Haftung zwischen dem Träger und den Schleifverbundstoffen
zu erhöhen. Beispiele von Fasern, die in den Trägern der Erfindung nützlich
sind, enthalten solche, die aus Silikaten, Metallen, Glas, Kohlenstoff, Keramik
und organischen Materialien gefertigt sind. Bevorzugte Fasern zur Benutzung in dem
Träger sind Kalziumsilikatfaser, Stahlfaser, Glasfaser, Kohlefaser, Keramikfaser
und organische Fasern mit hohem Modul.
In bestimmten Anwendungen kann ein Träger mit größerer
Haltbarkeit und Zugfestigkeit wünschenswert sein, was durch die Aufnahme eines
Mullmaterials oder dergleichen innerhalb des einstückig geformten Trägers
erreicht werden kann. Während des Formens des Trägers ist es möglich,
einen Mullstoff oder anderes Material über die Hohlräume zu legen, die
bereits mit Harz gefüllt (jedoch nicht gehärtet) sind und danach eine
andere Harzschicht über den Mullstoff aufzubringen; oder es ist möglich,
ein Mullmaterial oder anderes Material über den ungehärteten geformten
Träger zu legen. Vorzugsweise ist jeglicher Mullstoff oder zusätzliches
Trägermaterial porös genug, um zu ermöglichen, dass das Trägerharz
das Material durchdringt und darin versenkt wird.
Nützliche Mullstoffe sind im Allgemeinen leichtgewichtige, grobe
Gewebe mit offener Webart. Geeignete Materialien enthalten Metall oder Drahtmaschen,
Gewebe wie Baumwolle, Polyester, Rayon, Glastuch oder andere Verstärkungsmaterialien
wie Fasern. Der Mullstoff oder das Verstärkungsmaterial kann vorbehandelt werden,
um die Haftung des Harzes an dem Mullstoff zu erhöhen.
Nach der Herstellung des Schleifgegenstands kann dieser gebogen und/oder
befeuchtet werden, bevor er in eine geeignete Gestalt/Form umgewandelt wird und
bevor der Schleifgegenstand benutzt wird.
Verfahren zur Herstellung des Schleifgegenstands, der nicht präzise
geformte Schleifverbundstoffe aufweist
Ein zweites Verfahren zur Herstellung des Schleifgegenstands betrifft
ein Verfahren, in dem die Schleifverbundstoffe nicht präzise geformt oder unregelmäßig
geformt sind. In diesem Verfahren wird der Schleifschlamm einer Energiequelle ausgesetzt,
sobald der Schleifschlamm von dem Herstellungswerkzeug entfernt worden ist. Der
erste Schritt ist das Beschichten der Vorderseite des Trägers mit einem Schleifschlamm
durch jegliche herkömmliche Technik wie Gesenk-Heißschmelzbeschichtung,
Walzenbeschichtung, Rakelstreichverfahren, Vorhangbeschichtung, Vakuumdruckguss
oder eine Heißschmelzbeschichtung. Es ist gegebenenfalls möglich, den
Schleifschlamm zu erwärmen und/oder den Schlamm vor der Beschichtung einem
Ultraschallverfahren zu unterziehen, um die Viskosität zu verringern. Danach
wird der Schleifschlamm/die Trägerkombination mit einem Herstellungswerkzeug
in Kontakt gebracht. Das Herstellungswerkzeug kann der gleichen Art sein wie das
oben beschriebene Herstellungswerkzeug. Das Herstellungswerkzeug umfasst eine Reihe
Hohlräume und der Schleifschlamm strömt in diese Hohlräume. Nach
der Entfernung des Schleifschlamms von dem Herstellungswerkzeug weist der Schleifschlamm
ein damit in Verbindung stehendes Muster auf; das Muster der Schleifverbundstoffe
wird aus den Hohlräumen in dem Herstellungswerkzeug gebildet. Nach der Entfernung
wird der mit Schleifschlamm beschichtete Träger einer Energiequelle ausgesetzt,
um die Polymerisation der Bindemittelvorstufe zu initiieren und so die Schleifverbundstoffe
zu bilden. Im Allgemeinen wird bevorzugt, dass die Zeit zwischen der Freigabe des
mit Schleifschlamm beschichteten Trägers von dem Herstellungswerkzeug bis zur
Härtung der Bindemittelvorstufe relativ gering ist. Wenn diese Zeit zu lang
ist, strömt der Schleifschlamm und das Muster wird derart deformiert, dass
das Muster im Wesentlichen verschwindet.
In einer weiteren Variation dieses zweiten Verfahrens kann der Schleifschlamm
in die Hohlräume des Herstellungswerkzeugs und nicht auf den Träger beschichtet
werden. Der Träger wird dann mit dem Herstellungswerkzeug derart in Kontakt
gebracht, dass der Schleifschlamm befeuchtet wird und an dem Träger haftet.
In dieser Variation kann das Herstellungswerkzeug zum Beispiel eine Rotationstiefdruckwalze
sein. Die restlichen Schritte zur Herstellung des Schleifgegenstands sind die gleichen
wie die unten beschriebenen.
Eine noch andere Variation ist die Zerstäubung oder Beschichtung
des Schleifschlamms durch ein Sieb, um ein Muster zu erzeugen. Danach wird die Bindemittelvorstufe
gehärtet oder verfestigt, um die Schleifverbundstoffe zu bilden.
Eine weitere Technik zur Herstellung eines Schleifgegenstands besteht
darin, dass der Schleifgegenstand eine Schleifbeschichtung aufweist, die ein damit
in Verbindung stehendes Muster oder eine Struktur aufweist, um einen Träger
bereitzustellen, der geprägt wird, wobei dann der Schleifschlamm über
den Träger beschichtet wird. Die Schleifbeschichtung folgt der Kontur des geprägten
Trägers, um ein Muster oder eine strukturierte Beschichtung bereitzustellen.
Ein wiederum anderes Verfahren zur Herstellung eines Schleifgegenstands
ist in US-Patentschrift Nr. 5,219,462 beschrieben. Ein Schleifschlamm wird in die
Aussparungen eines geprägten Trägers beschichtet. Der Schleifschlamm enthält
Schleifpartikel, eine Bindemittelvorstufe und ein Ausdehnungsmittel. Die resultierende
Konstruktion wird derartigen Konditionen ausgesetzt, dass das Ausdehnungsmittel
die Ausdehnung des Schleifschlamms über die vordere Fläche des Trägers
bewirkt. Danach wird die Bindemittelvorstufe verfestigt, um ein Bindemittel zu bilden
und der Schleifschlamm wir in Schleifverbundstoffe umgewandelt.
Der Schleifgegenstand kann in jegliche gewünschte Form oder Gestalt
umgewandelt werden, je nach der gewünschten Anwendung. Diese Umwandlung kann
durch Trennschleifen, Stanzschneiden oder jegliches andere Mittel erreicht werden.
Verfahren zum Schleifen von Glas- oder Glaskeramikwerkstücken
Das bevorzugte Verfahren zum Schleifen von Glas- oder Glaskeramikwerkstücken
unter Verwendung eines Schleifgegenstands der vorliegenden Erfindung ist ein „Nass"-Schleifprozess,
bei dem ein flüssiges Schmiermittel verwendet wird. Das Schmiermittel weist
diesbezüglich mehrere Vorteile auf. Zum Beispiel verhindert die Gegenwart eines
Schmiermittels die Bildung von Wärme während des Schleifens und entfernt
den Schneidspan von der Grenzfläche zwischen dem Schleifgegenstand und dem
Werkstück. Der hier verwendete Begriff "Schneidspan" beschreibt den eigentlichen
Schmutz, der von dem Schleifgegenstand abgeschliffen wird. In manchen Fällen
kann der Schneispan die Oberfläche des Werkstücks, das geschliffen wird,
beschädigen. Folglich ist es wünschenswert, den Schneidspan von der Grenzfläche
zu entfernen. Das Schleifen in Gegenwart eines Schmiermittels kann ebenfalls zu
einer feineren Beschaffenheit auf der Werkstückoberfläche führen.
Geeignete Schmiermittel enthalten auf Wasser basierende Lösungen,
die eine oder mehrere der folgenden Substanzen umfassen: Amine, Mineralöl,
Kerosin, Mineralspiritus, wasserlösliche Ölemulsionen, Polyethylenimin,
Ethylenglycol, Monoethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin, Propylenglycol, Aminborat,
Borsäure, Amincarboxylat, Pinienöl, Indole, Thioaminsalz, Amide, Hexahydro-1,3,5-triethyltriazin,
Carbonsäuren, Natrium-2-mercaptobenzothiazol, Isopropanolamin, Triethylendiamintetraessigsäure,
Propylenglycolmethylether, Benzotriazol, Natrium-2-pyridinethiol-1-oxid und Hexylenglycol.
Schmiermittel können ebenfalls Korrosionshemmstoffe, Pilzhemmstoffe, Stabilisatoren,
Tenside und/oder Emulgatoren enthalten.
Im Handel erhältliche Schmiermittel enthalten zum Beispiele diejenigen,
die unter den folgenden Markenbezeichnungen bekannt sind: BUFF-O-MINT (im Handel
bei Ameratron Products erhältlich), CHALLENGE 300HT oder 605HT (im Handel bei
Intersurface Dynamics erhältlich), CIMTECH GL2015, CIMTECH CX-417 und CIMTECH
100 (CIMTECH ist im Handel bei Cincinnati Milacron erhältlich), DIAMOND KOOL
oder HEAVY DUTY (im Handel bei Rhodes erhältlich), K-40 (im Handel bei LOH
Optical erhältlich), QUAKER 101 (im Handel bei Quaker State erhältlich),
SYNTILO 9930 (im Handel bei Castrol Industrial erhältlich), TIM HM (im Handel
bei Master Chemical erhältlich), LONG-LIFE 20/20 (im Handel bei NCH Corp. erhältlich),
BLASECUT 883 (im Handel bei Blaser Swisslube erhältlich), ICF-31NF (im Handel
bei Du Bois erhältlich), SPECTRA-COOL (im Handel bei Salem erhältlich),
SURCOOL K-11 (im Handel bei Texas Ntal erhältlich), AFG-T (im Handel bei Noritake
erhältlich), SAFETY-COOL 130 (im Handel bei Castrol Industrial erhältlich)
und RUSTLICK (im Handel bei Devoon erhältlich).
Ein bevorzugtes Schmiermittel zum Schleifen von Glas- oder Glaskeramikwerkstücken
umfasst 3 Gew.-% Cimtech 100 (im Handel bei Cincinnati Milicron erhältlich)
und 97 Gew.-% eines 80/20-Gew.-%-Gemisches aus Wasser und Glycerol. Ein anderes
bevorzugtes Schmiermittel umfasst 4 Gew.-% einer K-40-Lösung in Wasser (K-40
umfasst eine Seife/Tensid und Mineralöl und ist im Handel bei LOH Optical erhältlich).
Während des Schleifens bewegt sich der Schleifgegenstand relativ
zu der Oberfläche des Werkstücks und wird gegen die Werkstückoberfläche
gedrückt, vorzugsweise bei einem Druck, der im Bereich von etwa 0,35 g/mm2
bis etwa 7,0 g/mm2, insbesondere bevorzugt von etwa 0,7 g/mm2
bis etwa 3,5 g/mm2 und am meisten bevorzugt bei etwa 2,8 g/mm2
liegt. Wenn der Druck zu hoch ist, kann der Schleifgegenstand übermäßig
abnutzen. Wenn umgekehrt der Druck zu niedrig ist, kann der Schleifgegenstand eine
nicht angemessen hohe Schleifgeschwindigkeit aufweisen.
Wie erwähnt bewegen sich das Werkstück oder der Schleifgegenstand
oder beide während des Schleifprozesses relativ zueinander. Diese Bewegung
kann eine Drehbewegung, eine zufällige Bewegung oder eine lineare Bewegung
sein. Eine Drehbewegung kann durch Befestigen einer Schleifplatte an einem Drehwerkzeug
erzeugt werden. Das Werkstück und der Schleifgegenstand können sich in
die gleiche Richtung drehen oder in entgegengesetzte Richtungen, wenn sie sich jedoch
in die gleiche Richtung drehen, muss dies bei unterschiedlichen Drehgeschwindigkeiten
geschehen. In einem bevorzugten Prozess werden Glaskeramikplatten in Haltern gehalten,
die zwischen im Wesentlichen parallel drehenden Schleifgegenständen verlaufen,
die um einen Abstand voneinander entfernt sind. Die drehenden Schleifgegenstände
schleifen die beiden Hauptflächen der Glaskeramikplatten gleichzeitig ab, wenn
die Platten zwischen die Schleifgegenstände geführt werden. Optional kann
der Plattenhalter die Platten relativ zu den Schleifgegenständen in einem Drehmuster
bewegen.
Für Maschinen beträgt die Betriebsanzahl der Umdrehungen
pro Minute bis zu etwa 4.000 U/min und liegt vorzugsweise im Bereich von etwa 25
U/min bis etwa 2.000 U/min, insbesondere bevorzugt von etwa 50 U/min bis etwa 1.000
U/min. Eine zufällige Kreisbewegung kann durch ein zufälliges Kreiswerkzeug
erzeugt werden und eine lineare Bewegung kann durch ein kontinuierliches Schleifband
erzeugt werden. Die relative Bewegung zwischen dem Werkstück und dem Schleifgegenstand
kann ebenfalls von den Dimensionen des Werkstücks abhängen. Wenn das Werkstück
relativ groß ist, kann bevorzugt werden, den Schleifgegenstand zu bewegen,
während das Werkstück ortsfest gehalten wird.
In vielen Fällen wird der Schleifgegenstand an ein Polykarbonat-Untersegment
gebunden, das ein Befestigungsmittel wie einen Haftklebstoff benutzt. Das Untersegment
wird dann an die Plattform gebunden, ebenfalls mit Hilfe eines Befestigungsmittels
wie eines Haftklebstoffes. Optional kann ein zusammendrückbares Segment zwischen
das Untersegment und die Plattform gesetzt werden. Das zusammendrückbare Segment
ist typischerweise aus einem zusammendrückbaren Material wie einem Polyurethanschaum,
Kautschuk, Elastomer, Kautschukschaum und dergleichen gefertigt. Alternativ kann
der Schleifgegenstand mit Hilfe eines Befestigungsmittels direkt
an die Plattform gebunden werden.
Optional kann die Oberfläche des Schleifgegenstands und der Stützsegmente
(zum Beispiel Untersegment, zusammendrückbares Segment) diskontinuierlich sein,
um einen Weg für den Schmiermittelstrom zwischen dem Schleifgegenstand und
dem Werkstück bereitzustellen.
Das Untersegment kann jegliche gewünschte Form wie einen Kreis,
Rechteck, Viereck, Oval und dergleichen aufweisen. Das Untersegment kann bezüglich
der Größe (längste Dimension) im Bereich von etwa 5 cm bis 1.500
cm liegen.
Befestigungsmittel
Der Schleifgegenstand ist an dem Untersegment oder der Plattform durch
ein Befestigungsmittel gesichert. Dieses Befestigungsmittel kann eine Haftklebestoff-,
Haken- und Ösenbefestigung oder ein Dauerklebstoff sein. Das Befestigungsmittel
sollte derart sein, dass der Schleifgegenstand fest an dem Untersegment oder der
Plattform gesichert werden kann.
Repräsentative Beispiele von Haftklebstoffen, die für diese
Erfindung nützlich sind, enthalten Latexkrepp, Kolophonium, Acrylpolymer und
-copolymer, zum Beispiel Polybutylacrylat, Polyacrylatester, Vinylether (zum Beispiel
Polyvinyl-n-butylether), Alkyd-Klebstoffe, Kautschukklebstoffe (zum Beispiel Naturkautschuk,
synthetischer Kautschuk, chlorierter Kautschuk) und Gemische davon. Der Haftklebstoff
kann aus Wasser oder einem organischen Lösungsmittel beschichtet werden. In
manchen Fällen wird bevorzugt, einen auf Kautschuk basierenden Haftklebstoff
zu benutzen, der aus einem nicht polaren, organischen Lösungsmittel beschichtet
wird. Alternativ kann der Haftklebstoff ein Übertragungsband sein.
Alternativ kann der Schleifgegenstand ein haken- und ösenartiges
Befestigungssystem enthalten, um den Schleifgegenstand an dem Untersegment oder
an der Plattform zu sichern. Das ösenartige Gewebe kann auf der Rückseite
des beschichteten Klebstoffs mit Haken auf dem Untersegment angeordnet sein. Alternativ
können die Haken auf der Rückseite des Schleifgegenstands mit den Ösen
auf dem Untersegment oder der Plattform angeordnet sein. Dieses haken- und ösenartige
Befestigungssystem ist in US-Patentschriften Nr. 4,609,581, 5,254,194 und 5,505,747
und in PCT WO 95/19242 weiter beschrieben.
Beispiele
Das folgende Testverfahren und die nicht einschränkenden Beispiele
erläutern die Erfindung weiter. Alle Teile, Prozentanteile, Verhältnisse
und dergleichen sind in den Beispielen bezüglich des Gewichts zu verstehen,
sofern nicht anderweitig angegeben.
In den Beispielen werden die folgenden Abkürzungen benutzt:
Beschreibung der Materialien
In den Beispielen werden die folgenden Materialabkürzungen benutzt.
APS
ein anionisches Polyestertensid, das im Handel bei ICI Americas Inc., Wilmington,
DE, unter der Handelsbezeichnung „ZYPHRUM PD9000" erhältlich ist;
OX-50
ein Siliciumdioxid-Absetzverhütungsmittel mit einem Flächeninhalt
von 50 Quadratmetern/Gramm, das im Handel bei DeGussa Corporation, Dublin, OH, unter
der Handelsbezeichnung „OX-50" erhältlich ist;
CS
Kalziummetasilikat-Füllstoff, der im Handel bei NYCO, Willsboro, NY, unter
der Handelsbezeichnung „NYAD 400 WOLLASTONITE" erhältlich ist;
IRG819
Phosphinoxid, Phenyl-bis(2,4,6-trimethylbenzoyl)-Photoinitiator, der im Handel
bei Ciba Geigy Corp., Greensboro, NC, unter der Handelsbezeichnung „IRGACURE
819" erhältlich ist;
SR368D
Acrylatestermischung, die im Handel bei Sartomer Company, West Chester, PA,
unter der Handelsbezeichnung „SR368D" erhältlich ist;
PWA15
Weißer Aluminiumoxid-Füllstoff, der im Handel bei Fujimi Corporation,
Elmhurst IL, unter der Handelsbezeichnung „PWA15" erhältlich ist;
DIA
10 bis 20 Mikrometer Industriediamantenpartikel, die im Handel bei Warren Diamond
Powder Co., Inc., Olyphant, PA, unter der Handelsbezeichnung „RB DIAMOND"
erhältlich sind.
Testverfahren 1 (Strasbaugh-Test):
Die Testmaschine war eine modifizierte, einseitige Strasbaugh-Schleifscheibe
(erhältlich bei R. Howard Strasbaugh, Inc. von Long Beach, CA). Ein Untersegment
aus 0,5 mm Polykarbonat wurde auf einen 2,3 mm dicken Urethanschaum laminiert und
an die Stahlpolierplattform mit einem Haftklebstoff geklebt. Ein Schleifsegment
von 30,5 cm wurde mit einem Haftklebstoff an das Untersegment geklebt. Das Werkstück
war eine Titandioxidaluminiumsilikat-Glaskeramik, die einen äußeren Durchmesser
von 84 mm und einen inneren Durchmesser von 25 mm aufwies und 0,99 mm dick war.
Der Werkstückhalter benutzte einen gefederten Delrin-Ring (mit einem inneren
Durchmesser von etwa 85 mm), um die Glasplatte während des Schleifens einzufassen.
Ein DF200-Trägersegment von 84 mm Durchmesser (erhältlich bei Rodel von
Newark, NJ) wurde auf der Stahlanschlussplatte des Werkstückhalters befestigt.
Danach wurde die Glasplattenfläche, die der zu schleifenden Fläche gegenüberliegt,
gegen das Trägersegment angeordnet, das mit Wasser befeuchtet worden war. Ohne
Kraftanwendung ragte die Fläche des Delrin-Rings etwa 0,64 mm über die
Fläche der Glasplatte heraus. Der Werkstückhalter wurde mit dem Schleifsegment
derart in Kontakt gebracht, dass sich der Delrin-Ring zurückzog und ein direkter
Kontakt der Glasplatte mit dem Schleifsegment bestand. Eine ausreichende Kraft wurde
angewendet, so dass der resultierende Druck auf die Glasplatte etwa 564 Gramm/cm2
betrug. Das Glasplattenzentrum war von dem Schleifsegmentzentrum etwa um 70 mm versetzt.
Das Schleifsegment drehte sich bei etwa 150 U/min in Draufsicht in Uhrzeigerrichtung.
Der Werkstückhalter drehte sich bei 50 U/min ebenfalls in Uhrzeigerrichtung.
Das Schmiermittel wurde bei einer Strömungsgeschwindigkeit von etwa 80 Millimetern/Minute
direkt auf das Schleifsegment getröpfelt. Die Platte schwang über dem
Schleifsegment in einem Abstand von etwa 25 mm. Ein Schwingzeitraum betrug etwa
15 Sekunden. Um das Schleifsegment vorzukonditionieren, wurde eine Glasplatte 15
Minuten bei einem Druck von 564 Gramm/cm2 geschliffen. Danach wurde eine
Testplatte mit einer ungefähren Oberflächenbeschaffenheit von 0,30 um
Ra (gemessen mit einem Modell-Perthometer M4Pi von Mahr Corp. von Cincinnati, OH,
mit einem Fahrstift-Spitzenradius von 5 um) in den Werkstückhalter eingesetzt
und bei einem Druck von etwa 282 Gramm/cm2 drei Zyklen lang geschliffen,
wobei jeder Zyklus fünf Minuten lang war. Eine neue Testplatte mit einer Eingangsbeschaffenheit
von 0,30 um Ra wurde drei zusätzliche Zyklen lang benutzt. Die Glasplatten
wurden vor und nach jedem Zyklus gewogen, um die Gesamtentfernung in Gramm zu bestimmen.
Unter Benutzung einer Plattendichte von 2,78 Gramm/cm3 und einem Plattenflächeninhalt
von 50,51 cm2 wurde die Entfernung in Gramm in Mikrometer pro Minute
(&mgr;m/min) umgewandelt.
Herstellung von Diamantkügelchen-Schleifpartikel
Ein Schlamm aus 200 g der kolloidalen Siliciumdioxid-Dispergierung
Ludox LS (im Handel bei Dupont Co., Wilmington, DE, erhältlich), 0,6 g des
Tensids AY-50 (im Handel bei American Cyanamid, Wayne, NJ) und 30 g DIA wurden bei
825 bis 1.350 U/min 30 Minuten lang mit einem Sägezahnmischer mit hoher Scherkraft
(7,62 cm (3 Inch) Blattdurchmesser) gemischt. Ungefähr 18,10–3
m3 (4,75 Gallonen) 2-Ethylhexanol wurden zusammen mit 20 g AY-50-Tensid
in einen Behälter gegeben. Der oben beschriebene Schlamm wurde dann unter kontinuierlichem
Rühren 2-Ethylhexanol hinzugefügt. Das Gemisch wurde 30 Minuten lang geschüttelt.
Dann wurde das 2-Ethylhexanol abgezogen und die Kügelchen wurden mit Aceton
gewaschen. Die Kügelchen wurden bei 550 °C getrocknet und nach Größe
gesiebt. In diesem Fall wiesen die Kügelchen einen Durchmesser von weniger
als 37 &mgr;m auf.
Herstellungsverfahren von Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel A und B
Tabelle 2.Formulierungen für Beispiel 1 und Vergleichsbeispiele A und B
Herstellungswerkzeug
Ein Herstellungswerkzeug wurde durch Gießen eines Polypropylenmaterials
auf ein Metallmatrizenwerkzeug hergestellt, das eine Gussfläche aufweist, die
aus einer Ansammlung benachbarter, abgeschnittener Pyramiden besteht. Das Metallmatrizenwerkzeug
ist durch einen Diamantabstimmungsprozess hergestellt worden. Das resultierende
Polymerherstellungswerkzeug enthielt Hohlräume, welche die Form von vierseitigen,
abgeschnittenen Pyramiden aufwiesen. Die Höhe jeder abgeschnittenen Pyramide
lag bei etwa 356 Mikrometern (14 mils), jede Grundseite wies etwa 1.427 Mikrometer
(56 mils) pro Seite auf und die Oberseite wies etwa 1.334 Mikrometer (52,5 mils)
pro Seite auf. Es lagen ungefähr 445 Mikrometer zwischen den Grundseiten der
benachbarten, abgeschnittenen Pyramiden.
Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel A und B wurden aus den Schleifschlammformulierungen
in Tabelle 2 mit Hilfe des Herstellungswerkzeugs hergestellt. Zuerst wurden die
Hohlräume des Herstellungswerkzeuges mit dem gewünschten Schleifschlamm
gefüllt. Danach wurde ein Zuschnitt einer Polyesterschicht von 0,127 mm (5
mil) mit einer Ethylenacrylsäure-Grundierschicht unter Verwendung von Kautschukabquetschwalzen
auf die mit Schleifschlamm gefüllte Bearbeitung laminiert. Zwei Mitteldruck-Quecksilberkugeln
wurden bei 400 Watt pro Inch in Reihe benutzt, um die Bindemittelvorstufe des Schleifschlamms
zu härten. Der Folien/Herstellungswerkzeug-Schichtstoff wurde bei 0,178 m/s
(35 fmp) zweimal unter die UV-Lampen gehalten. Der Folienträger, an dem die
strukturierte Schleifbeschichtung haftet, wurde dann von dem Herstellungswerkzeug
entfernt. Die strukturierten Schleifgegenstände wurden dann unter Benutzung
von Testverfahren 1 (Strasbaugh-Test) getestet und die Ergebnisse sind in Tabelle
3 beschrieben.
Tabelle 3.Strasbaugh-Testergebnisse
Anmerkung: Das benutzte Schmiermittel umfasste 3 Gew.-% Cimtech 100 (im Handel
bei Cincinnati Milicron erhältlich) und 97 Gew.-% eines 80/20-Gew.-%-Wasser/Glycol-Gemischs.
Die Ergebnisse in Tabelle 3 zeigen, dass Beispiel 1 mit einem Schmiermittel
die höchsten und die stetigsten Schleifgeschwindigkeiten der getesteten Proben
aufweist. Die Leistung nimmt ab, wenn das Schmiermittel durch Wasser ersetzt wird,
wenn die Diamantkügelchen-Schleifpartikel durch Diamantenpartikel (Vergleichsbeispiel
A) ersetzt werden oder die Füllstoffmenge reduziert wird (Vergleichsbeispiel
B).
Anspruch[de]
Schleifgegenstand (10, 10'), geeignet zum Schleifen
von Glas oder Glaskeramikwerkstücken, wobei der Schleifgegenstand (10,
10') umfasst:
einen Träger (12, 12'); und
mindestens eine dreidimensionale Schleifbeschichtung, die an eine Oberfläche
des Trägers (12, 12') gebunden wird, wobei die Schleifbeschichtung
ein Bindemittel (15) umfasst, das aus einer gehärteten Bindemittelvorstufe
gebildet wird, wobei darin dispergiert sind:
mehrere Diamantkügelchen-Schleifpartikel (14), die etwa 6 Vol.-% bis
65 Vol.-% Diamantenpartikel umfassen, wobei die Diamantenpartikel über etwa
35 Vol.-% bis 94 Vol.-% einer mikroporösen, nicht geschmolzenen, kontinuierlichen
Metalloxidmatrix verteilt sind;
und
ein Füllstoff, der von etwa 40 bis etwa 60 Gew.-% der Schleifbeschichtung umfasst.Schleifgegenstand (10, 10') nach Anspruch 1, wobei
die Diamantkügelchen-Schleifpartikel (14) eine durchschnittliche Partikelgröße
von etwa 6 bis etwa 100 Mikrometern aufweisen.Schleifgegenstand (10, 10') nach Anspruch 1, wobei
der Füllstoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Kalziummetasilikat,
weißem Aluminiumoxid, Kalziumkarbonat, Siliciumdioxid und Kombinationen davon.Schleifgegenstand (10, 10') nach Anspruch 1, wobei
der Füllstoff Kalziummetasilikat und weißes Aluminiumoxid ist.Schleifgegenstand (10, 10') nach Anspruch 1, wobei
die dreidimensionale Schleifbeschichtung mehrere, präzise geformte Schleifverbundstoffe
(16, 16') umfasst.Schleifgegenstand (10, 10') nach Anspruch 1, wobei
die Metalloxidmatrix eine Knoop-Härte von weniger als 1.000 aufweist und mindestens
ein Metalloxid umfasst, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Zirkoniumoxid,
Siliciumoxid, Aluminiumoxid, Magnesiumoxid und Titanoxid.Verfahren zum Schleifen eines Glas- oder eines Glaskeramikwerkstückes,
das die folgenden Schritte umfasst:
(a) Kontaktieren eines Glas- oder eines Glaskeramikwerkstückes mit einer Schleifbeschichtung
eines Schleifgegenstands (10, 10') nach einem der Ansprüche
1 bis 6;
(b) Aufbringen eines Schmiermittels an einer Grenzfläche zwischen dem Werkstück
und dem Schleifgegenstand (10, 10'); und
(c) Bewegen des Werkstückes und des Schleifgegenstands (10,
10') relativ zueinander, so dass die Schleifbeschichtung das Werkstück
schleift.Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Schmiermittel ein Gemisch aus Wasser
und mindestens einem Additiv umfasst, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Aminen, Mineralöl, Kerosin, Mineralspiritus, wasserlöslichen Ölemulsionen,
Polyethylenimin, Ethylenglycol, Monoethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin,
Propylenglycol, Aminborat, Borsäure, Amincarboxylat, Pinienöl, Indolen,
Thioaminsalz, Amiden, Hexahydro-1,3,5-triethyltriazin, Carbonsäure, Natrium-2-mercaptobenzothiazol,
Isopropanolamin, Triethylendiamintetraessigsäure, Propylenglycolmethylether,
Benzotriazol, Natrium-2-pyridinthiol-1-oxid, Hexylenglycol und Gemischen davon.Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Glaskeramikwerkstück ein Speicherplattensubstrat
ist.