Der Bereich der Erfindung betrifft die mit der EDV gekoppelten Telefonzentralen.
Durch den Einsatz der Normen für digitalen Telefonwesen vom Typ
X25 und des TCP/IP Protokolls für den Datentransfer laufen das Telefonwesen
und der Transfer von digitalen Daten immer mehr zusammen. Bei Benutzung des TCP/IP
Protokolls ist es schon möglich, Telefonanrufe in einem offenen Netz zu übertragen.
In den geschlossenen Netzen werden Telefon- und EDV-Zentralen (CTI)
benutzt, in denen die Telefonausrüstung (PABX oder Terminal) mit dem EDV-System
des Unternehmens verbunden wird. Das Ziel besteht darin, zwischen diesen beiden
Umgebungen Informationen auszutauschen, um neue gemeinsame Anwendungen zu schaffen.
Somit kann mit dem auf Numeris vorhandenen Service zur Identifizierung des Teilnehmers
und dem geschalteten Telefonnetz (RTC) eine Datei bezüglich des Anrufers ab
einer Datenbank importiert werden und am Bildschirm des Computers beim Empfänger
erscheinen, und zwar noch bevor letzterer den Anruf entgegengenommen hat.
Ein einfacher PC, der mit einem Modem ausgerüstet und mit Funktionen
als Telefon und als Anrufbeantworter ausgestattet ist, stellt schon eine richtiggehende
Lösung eines CTI dar.
Aber es kann auch als elementares CTI betrachtet werden, wenn einfache
Faxnachrichten ab Faxnummern geschickt werden, die in einer Datenbank gespeichert
sind.
Die Anwendungen des CTI in der Bürotechnik betreffen die vereinte
Mailbox (Fax, Sprache, E-Mail, Pager), die Anzeige der Informationen bezüglich
eines Kunden je nach seiner Telefonnummer oder seines persönlichen Codes und
das Management der Anrufe am Bildschirm. Es soll hier auch die ACD (Automatic Call
Distribution) genannt werden, eine Technik zur automatischen Verteilung der Anrufe,
die für die Regulierung der ankommenden in eine Wartereihe plazierten Anrufe
sorgt. Bisher sind viele Unternehmen und Selbständige mit getrennten Systemen
für die elektronische Mailbox, die Sprach-Mailbox und das Fax ausgerüstet.
Nun ist ein vereintes Mailbox-System, in dem alle diese Dienste kumuliert sind,
vorteilhafter. Mit einem solchen System können die drei Meldungsarten ab einer
einzigen Plattform abgehört, gelesen und angezeigt werden, und dies in der
gewünschten Reihenfolge. Außerdem können die Parameter des Systems
so eingestellt werden, daß die Meldungen in einer gegebenen Form empfangen
und dann in einer anderen Form übermittelt werden. Mithilfe der Technologie
der Umwandlung zwischen Text und Sprache können somit die elektronischen Nachrichten
und die Faxe in Sprachmeldungen umgewandelt werden, die mit einem Telefonfestanschluß
oder einem Handy zugänglich sind. Der Benutzer verfügt über eine
einzige Telefonnummer. Dann muß der Computer den Korrespondenten suchen und
ihm die richtige Nachricht passend zum richtigen Terminal schicken.
Durch die technologische Fortentwicklung erhöht das CTI die Produktivität,
und eine Lösung mit einem CTI kann ohne PABX Zentrale funktionieren, nämlich
einfach über einen mit Sprachkarten versehenen Server. Dieses Konzept eines
„PCPABX" wendet sich an kleine Strukturen mit 20 bis höchstens 50 Telefonanschlüssen.
Zu den Vorteilen gehört auch, daß das CTI die Organisation im Unternehmen
begünstigt. Der Papierverkehr wird zugunsten von elektronischen Informationstransfers
reduziert. Die Werkzeuge ermöglichen das Erkennen und die Orientierung des
Anrufers je nach vorbestimmten Szenarios, das automatische Vorlegen des Datenblatts
des Anrufers, die Personalisierung der Warteschleifen und der Mailbox außerhalb
der Öffnungszeiten und das Management des „Workflow" für alle Abteilungen
des Unternehmens.
Die einzelnen Call Center, die eine vereinte Mailbox benutzen, werden
mit einem Problem der Optimierung der Anrufe konfrontiert. Die sequentielle Suche
nach einem Korrespondenten unter seinen verschiedenen Nummern kann sich als ziemlich
langwierig und mühsam erweisen, wenn dieser Korrespondent viele Telefonnummern,
Faxnummern und elektronische Adressen besitzt.
Das Ziel dieser Erfindung besteht darin, diese Schwierigkeit zu beheben,
indem eine Methode vorgeschlagen wird, mit der die Methoden zur Verbindung verbessert
und die Anzahl notwendiger Anrufe bis zum Erreichen eines Korrespondenten optimiert
werden.
Durch den Patentantrag GB-A-2315191 ist auch eine Methode zum Umlegen
eines Anrufs in Übereinstimmung mit der Präambel des Patentanspruchs 1
bekannt.
Hierzu betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Management von Datentransfers
an einen spezifischen Empfänger nach Anspruch 1.
Die mit den gespeicherten Daten durchgeführte Verarbeitung besteht
vorteilhafterweise in einem Prozeß des iterativen Lernens, insbesondere in
einem neuronalen Netz.
Bei einer Variante besteht die mit den gespeicherten Daten durchgeführte
Verarbeitung in einer statistischen Verarbeitung.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung mit Mitteln für
die Leitung von telefonischen Verbindungen und Mitteln für den Datentransfer
nach Anspruch 7.
Die Erfindung ist für eine Umgebung mit integriertem Management
der für jede Art von Telekommunikation geltenden Anweisungen vorgesehen, ob
es sich nun dabei um Telekommunikation per Sprache (Telefonfestanschluß oder
Handy, Sprache auf IP Protokoll) handelt, um Daten (Fax, Mailbox, elektronische
Mailbox, Dateiübertragung über Modem), oder später gemischte Übertragungen
(Videokonferenz).
Die (allgemeinen oder spezifischen, ständigen oder vorübergehenden)
Anweisungen des Benutzers können je nach den Trägern der Telekommunikation,
den Rufnummern, der Identität oder der Lokalisierung der Korrespondenten, der
Art der Meldungen, der Uhrzeit und des Orts spezifiziert werden.
Bei einer Anwendung der Erfindung hat der Benutzer die Möglichkeit,
unter allen Umständen durch die Aneinanderfügung seiner Korrespondenten
erreichbar zu sein, oder durch die rasche und zuverlässige Übertragung
ihrer Nachrichten mit allen verfügbaren Trägern der Telekommunikation.
Sie ermöglicht dem Benutzer auch eine Beschleunigung bei der Suche nach seinen
Korrespondenten (für das Aneinanderfügen von Sprache oder die Meldungsübertragung),
und eine Optimierung der zugehörigen Telekommunikationskosten durch die Auswahl
des am Ausgang benutzten Telefonnetzes („Least Cost Routing").
Die Erfindung umfaßt automatische und halbautomatische Modi.
Die automatischen Modi beziehen sich auf die Verarbeitungen (im allgemeinen das
Routen von Anrufen oder Nachrichten), bei denen keinerlei zum Call Center gehörende
Telefonistin einwirkt. Bei den, halbautomatischen Modi greift eine Telefonistin
ein, und sie lassen die Ausführung von höheren Funktionen zu (wie zum
Beispiel die Auslegung der Anfragen der Korrespondenten, die Suche nach oder die
Lieferung von Informationen, die Terminvereinbarung, die interaktive Filterung).
Bei den halbautomatischen Modi zielen die Anwendungsautomatismen auf die Produktivität
der Telefonistinnen, die Optimierung der Telefonkosten und auf die Sicherung der
Daten ab.
Bei einer Folge von sequentiellen Anrufen der einzelnen Adressen des
Korrespondenten kann es sein, daß der Korrespondent an der gleichen Adresse
zu einem gegebenen Zeitpunkt immer erreichbar ist. Ein einfaches Beispiel ist die
Betrachtung, daß eine Person den Tag über an ihrem Arbeitsplatz ist, und
die übrige Zeit zu Hause. Ein herkömmlicher sequentieller Anruf unterscheidet
nicht zwischen diesen verschiedenen Möglichkeiten, außer, wenn ein fremder
Bediener dies vorausgesehen und die Anrufbedingungen spezifiziert hat. Dies wird
rasch mühsam, wenn man viele Korrespondenten hat.
Jeder Parameter eines Anrufs wird gespeichert, damit die Anzahl erfolgreicher
Anrufe erhöht werden kann. Die wichtigsten Parameter sind das Datum und die
Uhrzeit des Anrufs, die Adresse des Anrufs, der Fehlschlag oder der Erfolg dieses
Anrufs.
Von diesen Daten ausgehend kann eine spezifische Verarbeitung durchgeführt
werden, die ermöglicht, die Gewohnheiten des Korrespondenten zu bewerten. In
diesem Fall ist ein neuronales Netz das leistungsfähigste Werkzeug. Mit ihm
kann durch iteratives Lernen die Folge der getätigten Anrufe je nach Zeit geändert
werden. Diese veränderten Folgen werden in einer spezifischen virtuellen Adresse
gespeichert. Bei unserem Beispiel wird es die zu erreichende Person zu Hause anrufen
und nicht den Arbeitsplatz, wenn es Mitternacht ist. Bei einer Variante kann es
den Anrufer darüber informieren, daß sich der Korrespondent bei einem
Anruf nach Mitternacht noch nie gemeldet hat, und es schlägt vor, ihm eine
Nachricht für den nächsten Tag zu hinterlassen.
Auch klassische statistische Methoden, wie zum Beispiel die Auswertung
von Hauptkomponenten, können ermöglichen, zu diesen Schlußfolgerungen
zu gelangen.
Da das Journal der Anrufe jederzeit zugänglich ist, ist es sehr
von Vorteil, bei jedem Anruf die Informationen bezüglich der virtuellen Adressen
zu aktualisieren, indem die Verarbeitung der Informationen durchgeführt wird,
wenn das System nur geringen Verkehr aufweist.
Die Erfindung ist nicht auf die Call Center oder die vereinten Mailboxen
begrenzt, sie ist für jeden Bereich anwendbar, in dem die Aktionssequenzen
unabhängig vom Ergebnis dieser Aktionen vorbestimmt sind.