STAND DER TECHNIK
Gebiet der Erfindung
Diese Erfindung betrifft die Verwendung von Wellenfedern zum Abfedern
eines Schuhs. Wellenfedern ermöglichen eine verringerte Einwirkung auf den
Nutzer während des Fußauftritts, wodurch der Komfort erhöht und Verletzungen
verringert werden. Die Wellenfedern geben auch einen Teil der Auftreffenergie an
den Nutzer zurück, so daß sich ein effizienteres Springen, Gehen und/oder
Laufen ergibt.
Stand der Technik
Wer sich an normalen Übungsprogrammen beteiligt, sucht stets
nach neuer Ausrüstung, mit der das Verletzungsrisiko für Körperteile,
das durch Beanspruchung auf Grund des Fußauftritts verursacht wird, minimiert
werden kann. Athleten suchen ebenfalls ständig nach Möglichkeiten, ihr
Leistungsniveau bei einer Reihe von Sport- und Aerobic-Ereignissen, bei denen es
um Gehen, Laufen oder Springen geht, zu verbessern, während sie gleichzeitig
Maßnahmen ergreifen, um den Verschleiß zu reduzieren, der mit dem Aufprallen
verbunden ist, welchem Gelenke und Knochen ausgesetzt sind. Dies kann bis zu einem
gewissen Grad durch die Verwendung von verbesserter Sportausrüstung und spezieller
durch verbesserte Schuhe für Sportler und Nichtsportler erreicht werden.
Bei der Teilnahme an sportlichen Aktivitäten, insbesondere an
Sportarten, die mit einem starken Aufprall verbunden sind, wie zum Beispiel Volleyball
und Basketball, ist der Fuß des Teilnehmers, sind speziell die Ballen- und
Fersenbereiche extremen mechanischen Belastungen auf Grund der Kraft ausgesetzt,
die einwirkt, wenn der Fuß auf eine relativ starre Fläche auftrifft. Diese
Kraft, die je nach der Art des Ereignisses, an dem die Person beteiligt ist, und
dem Gewicht der Person variiert, kann immerhin fünfmal so groß wie das
Körpergewicht des Teilnehmers sein. Die Reaktionskraft, die sich aus dem Kontakt
mit einer unnachgiebigen Fläche ergibt, verursacht einen großen Stoß
für den Körper, der den unteren Bereich des Rückens und alle Drehgelenke
des Beins verletzen kann.
Anders als bei Ereignissen, die mit Springen verbunden sind, beinhaltet
das Laufen oder Gehen einen festgelegten Satz von Bewegungen, soweit der Fuß
betroffen ist. Außer bei den Ereignissen, die mit einem Sprint verbunden sind,
trifft die Ferse auf den Boden zuerst auf, dann verlagert sich das Gewicht rollend
nach vorn auf den Ballen des Fußes, wobei der Zehenbereich für den letzten
Kontakt mit dem Boden sorgt. Der erste Aufprall im Fersenbereich ist bei nicht sprintenden
Läufern von besonderem Interesse, weil genau hier die Landekräfte ins
Spiel kommen. Es ist wünschenswert, soviel Aufprallenergie wie möglich
zu absorbieren, was mit einer stabilen Landung, ohne den Läufer abzubremsen,
übereinstimmt. Es ist auch wünschenswert, einen vollständigen Verlust
der Energie zu vermeiden, die beim Aufprall vom Schuh absorbiert wird. Da die Ballen-
und Zehenbereiche des Fußes die Fläche in Kontakt mit dem Boden als letzte
verlassen, ist es wünschenswert, einen Teil der Landungsenergie, die beim anfänglichen
Aufprall absorbiert wurde, wiederzugewinnen. Eine Reihe von Patenten betrifft Schuhkonstruktionen,
die auf verschiedene Weise so ausgelegt sind, daß sie sich mit einem oder mehreren
der wünschenswerten Schuhmerkmale, welche oben diskutiert werden, befassen,
und die unten besprochen werden:
Das US-Patent Nr. 5,896,679 offenbart einen Schuhartikel mit einem Federmechanismus,
der sich im Fersenbereich eines Schuhs befindet, einschließlich zwei Platten,
die miteinander verbunden sind, und einer Befestigung an der Unterseite der Schuhsohle.
Die Erfindung des 679er Patents stellt einen Fersenmechanismus bereit, der den Stoß
oder Aufprall des Fußauftretens absorbiert. Das US-Patent Nr. 5,743,028 (T.D.
Lombardino) offenbart mehrere vertikale Druckfedern, die sich im Fersenbereich eines
Laufschuhs befinden. Die Federn des 028er Patents sind in einer hermetisch abgedichteten
Einheit untergebracht, die mit unter Druck stehendem Gas gefüllt ist, welches
in Kombination mit den Federn für eine Stoßdämpfung sorgt und ein
Energierückführungssystem bereitstellt. Die Federn haben ein im wesentlichen
gewundenes Aussehen, bei dem jedes Spiralwindung für eine Torsionsfederkraft
sorgen muß, und fallen zu einem vertikalen Stapel zusammen, der kompakte Höhe
genannt wird, wenn sie vollständig zusammengedrückt sind. Wegen ihrer
Konstruktion müssen diese Federn eine beträchtliche freie Höhe besitzen,
um große Durchbiegungen zu ermöglichen. Das US-Patent Nr. 4,815,221 (Diaz)
offenbart ein Energiesteuerungssystem, das eine Federplatte umfaßt, welche
mehrere Federvorsprünge hat, die über die Oberfläche der Platte verteilt
sind, welche sich in einem Freiraum in der Mittelsohle eines Sportschuhs befindet.
Das US-Patent Nr. 5,511,324 (R. Smith) offenbart einen Schuh, bei dem eine Schraubenfeder
sich von der Oberseite durch die Keilsohle bis in den Fersenbereich eines Sportschuhs
erstreckt. 5,437,110 (Goldston et al.) offenbart eine einstellbare Schuhfersenfeder
und Stabilisierungsvorrichtung für einen Laufschuh, einschließlich eines
Federmechanismus, der in der Mittelsohle des Schuhs angeordnet ist. Die Schuhfersenfeder
umfaßt ein freitragendes Federelement und einen einstellbaren Drehpunkt. Ein
Schuh, der speziell zum Springen ausgelegt wurde, wird im US-Patent Nr. 5,916,071
(Y.Y. Lee) offenbart. Lee offenbart einen Schuh, der auf einem Rahmen befestigt
ist, welcher eine Schraubenfeder enthält, die sich horizontal
von den Bereichen des Rahmens aus erstreckt, die sich in den Zehen- und Fersenbereichen
des Schuhs befinden, welcher sich beim Gehen und Springen ausdehnt und zusammenzieht.
Das US-Patent Nr. 4,492,046 (Kosova) offenbart einen Laufschuh, der einen Federdraht
umfaßt, welcher sich im Längsschlitz in der Schuhsohle befindet, der sich
von der Hinterkante derselben bis in den Fußgewölbebereich erstreckt.
Das US-Patent Nr. 2,447,603 (Snyder) offenbart eine U-förmige Federplatte,
die im Bereich der Schuhferse angeordnet ist und über einem hinteren Abschnitt
der Schuhsohle liegt. Mehrere andere US-Patente des Standes der Technik sind: US-Patente
mit den Nummern 5,875,567 (R. Bayley); 5,269,081 (Gray); 2,444,865 (Warrington);
3,822,490 (Murawski); 4,592,153 (Jacinta) und, 5,343,636 (Sabol); 5,435,079 (Gallegos);
5,502,901 (Brown); 5,517,769 (Zhao) und 5,544,431 (Dixon).
Wenn man die oben erwähnten wünschenswerten Attribute eines
Schuhs dieser Art nochmals betrachtet und erweitert, entsteht das Bedürfnis
nach einem Schuh, der die Leistung des Trägers verstärkt, indem er eine
beträchtliche Federkraft bereitstellt, die über eine beträchtliche
Entfernung wirkt, gleichzeitig aber ein Minimum an Volumen für den Einsatz
benötigt. Außerdem besteht ein Bedürfnis nach einem Schuh, der mit
mehreren Federn ausgelegt ist, die ebenfalls unterstützend beim Abheben des
Fußes vom Boden wirken, während sie trotzdem eine ausreichende seitliche
Stabilität des Schuhs für eine schnelle Seitwärtsbewegung des Trägers
aufrechterhalten. Diese Leistungsverstärkung kann durch zeitweiliges Speichern
der Stoßenergie, die durch das Auftreten des Fußes mitgeteilt wird, und
Rückführung eines beträchtlichen Energiebetrages des Fußes des
Trägers während des Abhebeabschnitts des Schritts erreicht werden. Es
besteht auch ein Bedürfnis, eine angemessene Federermüdungsdauer dadurch
zu sichern, daß die maximalen Spannungen begrenzt werden und verhindert wird,
daß die Feder bis zur kompakten Höhe zusammengedrückt wird.
Der Stand der Technik, der oben zitiert wird, hat Federvorrichtungen
in Sportschuhen offenbart, die den Zweck haben, Stoßenergie zu absorbieren
und Energie in den Fuß des Trägers zurückzuführen.
DE 298 13 203 offenbart einen Sohlenaufbau
für einen Schuh oder Stiefel mit den Merkmalen der Präambel von Anspruch
1, mit integrierten Wellenfedern, die als Schutzvorrichtungen zur Verringerung oder
Verhütung von Vibrationen fungieren. Mehrere Wellenfedern befinden sich überall
in der Sohle in Freiräumen, die darin gebildet sind. Während der ganzen
Benutzung des Schuhs können die Wellenfedern wiederholt auf ihre kompakte Höhe
zusammengedrückt werden.
Wie aus dem Abschnitt Stand der Technik zu ersehen ist, hat es bisher
viele Versuche gegeben, Schuhe mit einer Federdämpfung zu versehen. Man braucht
sich aber nur den Markt anzusehen, um zu erkennen, daß federgedämpfte
Schuhe nicht ohne weiteres zu erhalten sind.
Dementsprechend ist es ein Ziel dieser Erfindung, einen federgedämpften
Schuh bereitzustellen, der für eine starke Fersenabbremsung und Ballenbeschleunigung
während des Fußauftritts sorgt.
Ein zweites Ziel dieser Erfindung besteht darin, einen Schuh mit vielen
Federn bereitzustellen, die sich im Fersen- und Ballenbereich des Fußes befinden.
Ein drittes Ziel dieser Erfindung besteht darin, einen Schuh bereitzustellen,
der in Form der Federkraft eine beträchtliche Energie zurückgibt, die
in den Federn während des anfänglichen Kompressionszyklus des Fersen-
oder Ballenbereichs des Fußes gespeichert wird.
Ein weiteres Ziel ist es, einen Schuh mit maximaler Kraft und Biegung
in einem minimalen Volumen sowie seitlicher Stabilität bereitzustellen. Andere
Ziele dieser Erfindung werden beim Betrachten der Figuren und beim Durchlesen der
ausführlichen Beschreibung der Schuhe dieser Erfindung ersichtlich.
KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung stellt eine Dämpfung für einen
Schuh bereit, die Wellenfedern nutzt, welche in den Ballen- und Fersenbereichen
der Sohle eines Schuhs angeordnet sind. Für den Fachmann auf dem Gebiet ist
offensichtlich, daß die Anordnung der Wellenfedern nicht auf den Ballen- und
Fersenbereich des Schuhs beschränkt ist. In der vorliegenden Erfindung, wie
in Anspruch 1 offenbart, ist der mittlere Abschnitt des Schuhsohlenaufbaus aus Schaum
mit Freiräumen hergestellt, die sich in den Ballen- und Fersenbereichen des
Fußes oder in deren Nähe befinden, um die Federn aufzunehmen. Es gibt
zahlreiche andere Verfahren und Konstruktionen, um die Wellenfedern zum Dämpfen
und zur Rückführung von Energie in einen Schuh zu bringen. Die nachfolgende
Beschreibung der vorliegenden Erfindung offenbart nur eine begrenzte Zahl der zahllosen
Verfahren und Abwandlungen derselben, die verwendet werden können. Die Vorteile
der vorliegenden Erfindung werden beim Lesen der Beschreibung der Erfindung in den
bevorzugten Ausführungsformen, die unten angeführt werden, ersichtlich.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 illustriert eine Seitenansicht der bevorzugten Ausführungsform
des federgedämpften Schuhs.
2 illustriert eine Querschnittsansicht des federgedämpften
Schuhs, die den Fersenbereich des federgedämpften Schuhs betrifft.
3 illustriert eine Ansicht der Wellenfedernkomponente
der bevorzugten Ausführungsform.
4 illustriert eine Draufsicht auf die äußere
Sohle des federgedämpften Schuhs.
5 illustriert eine Seitenansicht der zweiten Ausführungsform
des federgedämpften Schuhs.
6 illustriert eine Draufsicht auf die äußere
Sohle der zweiten Ausführungsform des federgedämpften Schuhs.
7 illustriert eine Querschnittsansicht einer der Federeinheiten
der zweiten Ausführungsform des federgedämpften Schuhs mit Stabilisator
und Druckbegrenzer.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Diese Erfindung betrifft die Verwendung normaler Druckfedern als integrierter
Bestandteil von Schuhen zum Dämpfen des Aufpralls von Fußauftritten und
für die Rückführung von Rückgewinnungsenergie zum Träger.
Ein federgedämpfter Schuh, der die verschiedenen Merkmale der vorliegenden
Erfindung enthält, wird allgemein bei 2 in den 1
und 2 illustriert. Der federgedämpfte Schuh
2 wird hierin nachfolgend mit SCS 2 bezeichnet.
Der SCS 2 in 1 umfaßt:
einen oberen Schuhabschnitt 5, der fest am Schuhsohlenaufbau
4 befestigt ist. Der Schuhsohlenaufbau 4 umfaßt eine äußere
Sohle 4A mit einer ersten und zweiten Fläche; die Mittelsohle
4B, die eine erste und zweite Fläche hat, welche so angeordnet sind,
daß ihre erste Fläche klebend an der zweiten Fläche der äußeren
Sohle 4A befestigt ist, und die Innensohle 4C, deren erste Fläche
klebend an der zweiten Fläche der Mittelsohle 4B befestigt ist und
deren zweite Fläche sich in Arbeitskontakt mit dem unteren Bereich des oberen
Schuhabschnitts 5ist. In der vorliegenden Erfindung besteht die Mittelsohle
4B aus geschäumtem Polymermaterial, und die inneren und äußeren
Sohlen 4A und 4C sind aus kompaktem Polymermaterial gemacht. Insbesondere
besteht die äußere Sohle 4A aus Ethylvinylacetat, wobei die erste
Fläche der äußeren Sohle 4A Haftmerkmale aufweist. Wie in
1 gezeigt, ist die Mittelsohle 4B so ausgelegt,
daß sie die Freiräume 6 und 7 umfaßt. Freiraum
6, dessen Ausdehnung durch vertikal gegenüberliegende Flächen
8A und 8B aus geschäumtem Polymermaterial des Mittelsohlenaufbaus
4B festgelegt ist, wurde im Fersenbereich 8C von SCS
2 gebildet. Die Flächen 8A und 8B, die sich von
der ersten bzw. zweiten Fläche der Mittelsohle 4B unterscheiden, legen
dicke Abschnitte der Mittelsohle 4B im Fersenbereich des Schuhsohlenaufbaus
4 fest, in denen zylindrische eingelassene Volumina 11A bzw.
11B gebildet sind, wie in 2 gezeigt. Freiraum
7 ist zwischen den vertikal sich gegenüberliegenden Flächen
10A und 10B aus geschäumtem Polymermaterial 4B im
Bereich 10C des Schuhsohlenaufbaus 4 angeordnet. Wie die Flächen
8A und 8B, definieren die Flächen 10A und
10B dicke Abschnitte von Polymermaterial der Mittelsohle 4B, die
sich unterhalb und oberhalb von Freiraum 7 in vertikaler Richtung befinden,
so daß die zylindrischen eingelassenen Volumina 16a und
16b (in 1 oder 2
nicht dargestellt) darin gebildet werden können. Die zylindrischen eingelassenen
Volumina 11A und 11B und 16A und 16B sorgen
für eine vertikale Stabilisierung und Sicherung der Wellenfedern
15 und 19. Der Schuhsohlenaufbau 4 ist fest am oberen
Abschnitt 5 von SCS 2 befestigt. Die Wellenfedern 15
und 19 werden in den Freiräumen 6 bzw. 7 aus geschäumtem
Polymermaterial 4B des Schuhsohlenaufbaus 4 eingesetzt.
Die Wellenfedern 15 und 19 sind im wesentlichen
identisch mit den Wellenfedern, die von Greenhill im US-Patent Nr. 4,901,987 beschrieben
werden. Greenhill beschreibt eine Mehrfach-Druckfeder mit deutlichen Kämmen
und Tälern. Eine separate Zeichnung der Wellenfeder 15 wird in
3 zur Verdeutlichungen präsentiert. Die Wellenfeder
15 mit kreisförmigen flachen Scheibenenden 15A und
15B und Wellenkamm 15C und Wellental 15D mit vorgegebener
Periodizität wird in 3 gezeigt. 3
illustriert den Aufbau der Wellenfedern 15 und 19, die für
eine akzeptable Kraft und Biegung beim Einsatz bei einer gegebenen freien Höhe
der Scheiben sorgen. Die DruckWellenfedern der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung können durch Mehrfach-Wellenfedern ersetzt werden,
die keine Scheibenenden verwenden, sondern sich vielmehr auf die Verwendung von
flachen Endplatten in Kombination mit gewöhnlichen Wellenfedern verlassen.
Die zylindrischen eingelassenen Volumina 11A und
11B sind zur gleitenden Aufnahme des ersten und zweiten Scheibenendes
15A bzw. 15B der Wellenfeder 15 im Fersenbereich
8C ausgelegt. Bei vollständiger Versenkung werden die flachen Scheibenenden
15A und 15B von Wellenfeder 15 in festem mechanischem
Kontakt mit den geschlossenen Enden der zylindrischen eingelassenen Volumina
11A bzw. 11B gehalten.
Der Bereich des Schuhsohlenaufbaus 4 des SCS 2,
der sich normalerweise an die Metatarsalregion des Fußes anschließt, hat
gleichfalls die Flächen 10A und 10B (siehe 1
und 4), die eingelassene zylindrische
Volumina 16a und 16b (nicht dargestellt) zur gleitfähigen
Aufnahme des ersten Scheibenendes 19A bzw. des zweiten Scheibenendes
19B (nicht dargestellt) von Wellenfeder 19 in dieser Reihenfolge
enthalten. Bei vollständiger Versenkung sind die Scheibenenden 19A
und 19B der Wellenfedern 19 in mechanischem Kontakt mit den geschlossenen
Enden der zylindrischen Volumina 16a bzw. 16B. Die Flächen
8A und 8B werden mechanisch so gehalten, daß sie für
eine minimale Druckbelastung der Scheibenenden 15A und 15B von
Wellenfeder 15 durch den durchsichtigen Streifen 22 (siehe
4) sorgen, der daran mit Klebstoff befestigt ist. Analog
sorgt der transparente Streifen 28 (siehe 4),
wenn er klebend an den Flächen 10A und 10B befestigt ist,
für eine leichte Druckbelastung auf die Scheibenenden 19A und
19B von Wellenfeder 19. Neben der Abdichtung der Freiräume
6 und 7 gegenüber der Umgebung sorgen die Streifen
22 und 28 für eine gewisse seitliche Stabilität für
die Nutzer des SCS 2. Es sollte zu erkennen sein, daß die Streifen
22 und 28 auch aus einer Reihe anderer verschiedener Materialien
hergestellt werden könnten. Der obere Abschnitt 5 des SCS
2 in 1 ist aus hochfestem synthetischem Gewebe
hergestellt. Die Materialien, die den SCS 2 bilden, sind nicht auf diejenigen
beschränkt, die in dieser Patentschrift genannt werden. Es kann eine beliebige
Zahl von Materialien bei der Herstellung der Schuhe dieser Erfindung verwendet werden.
Die zylindrischen Volumina 11A und 11B und 16a und
16b sorgen zusammen mit den transparenten Streifen 22 und
28 für die Sicherung und vertikale Stabilisierung der Wellenfedern
15 und 19, wenn sie in die Freiräume 6 bzw.
7 eingesetzt werden.
Mit Bezug auf 1 können das Vorderende
29, Hinterende 30 und der mittlere Bereich 32 des Schuhsohlenaufbaus
4 des SCS 2 so ausgelegt werden, daß sie die Sicherung der
Wellenfedern 15 und 19 unterstützen, was die Abstützung
verstärkt, für die die transparenten Streifen 22 und
28 sorgen. Solche eine Unterstützung bei der Sicherung kann aus Streifen
bestehen, die den Schuhsohlenaufbau 4 mit dem oberen Schuhabschnitt
5 verbinden. In 1 werden die Wellenfedern
15 und 19 im eingesetzten Zustand in den Freiräumen
6 und 7 im Schuhsohlenaufbau 4 gezeigt, die am oberen
Schuhabschnitt 5 befestigt ist. Die Querschnittsansicht in 2
zeigt die inneren Wellenfederndruckbegrenzer 36 und 38, die in
die zylindrischen eingelassenen Volumina 11A bzw. 11B integriert
sind. Das heißt, die Außenabmessungen des Druckbegrenzers bestimmen die
Innendurchmesser der eingelassenen Volumina 11A bzw. 11B.
Die sich gegenüberliegenden Wellenfederndruckbegrenzer
36 und 38 (siehe 2 und
4) sind durch erweiterte Wellenfedern 15 getrennt,
deren kompakte Höhe bei vollständigem Zusammendrücken durch die Schlagkraft
des Fußes eines Nutzers kleiner als der lineare Abstand in vertikaler Richtung
zwischen den Wellenfederndruckbegrenzern 36 und 38 ist. Die Höhen
der Druckbegrenzer 36 und 38 werden durch die Tiefe der eingelassenen
zylindrischen Volumina 11A und 11B in den Flächen
8A bzw. 8B vorgegeben. In den Schuhen der vorliegenden Erfindung
wurde der Abstand zwischen den Anschlußenden der Druckbegrenzer 36
und 38 auf 12 mm eingestellt. Die Höhen der Wellenfederndruckbegrenzer
36 und 38 stehen mathematisch in Beziehung zur Federkonstante
der Wellenfeder und der Masse der Nutzer und werden so gewählt, daß die
Wellenfeder 15 während des Einsatzes nicht bis zu ihrer kompakten
Höhe zusammengedrückt werden kann. Wegen der Kraft, die im Abschnitt des
Schuhsohlenaufbaus 4 des SCS 2 erzeugt wird, der sich normalerweise
an den Metatarsalabschnitt des Fußes während des normalen Gebrauchs anschließt,
wird dementsprechend der Abstand zwischen den Anschlußenden der Wellenfederndruckbegrenzer
42 und 44 (nicht dargestellt) auf 9 mm eingestellt. Der Abstand
zwischen den Wellenfederndruckbegrenzern 42 und 44 und die Federkonstante
der Wellenfeder 19 wurden so gewählt, daß die Kraft, die erzeugt
wird, wenn die erste Fläche des Schuhsohlenaufbaus 4 gegenüber
dem Ballen des Fußes beim Laufen eine Fläche berührt, die Wellenfeder
19 nicht auf ihre kompakte Höhe zusammendrücken kann.
Für den Fachmann auf diesem Gebiet sollte offensichtlich sein,
daß je nach dem Gewicht des Nutzers die vorgegebenen Abstände zwischen
den Anschlußenden der Wellenfederndruckbegrenzer 36 und
38 sowie 42 und 44 variieren. In der vorliegenden Erfindung
wurden die Freiräume 6 und 7 des Schuhsohlenaufbaus
4 durch Spalten der Mittelsohle 4B in zwei im wesentlichen gleiche
Platten vom Fersenbereich nach vorn bis zum Zehenbereich des Schuhs gebildet. Die
zylindrischen eingelassenen Volumina 11A und 11B und
16a und 16b wurden durch maschinelle Bearbeitung an den richtigen
Stellen und Tiefen im geschäumten Polymermaterial der Mittelsohle
4B geformt. Die kombinierten Tiefen der zylindrischen eingelassenen Volumina
11A und 11B und 16a und 16b wurden so gewählt,
daß die Höhen der Wellenfedern 15 und 19 die Freiräume
6 und 7 in den Bereichen von 4B erzeugen, wenn sie darin
eingesetzt werden. Sobald die Wellenfedern 15 und 19 in die maschinell
bearbeiteten eingelassenen Volumina eingesetzt wurden, wurden die gespaltenen Abschnitte
des geschäumten Polymermaterials der Mittelsohle 4B klebend wieder
am Mittelabschnitt des Schuhsohlenaufbaus 4 befestigt. Und die Freiräume
6 und 7 wurden mit den Streifen 22 bzw. 28 abgedichtet.
Die Streifen 22 und 28 wurden mittels Klebstoff am Schuhsohlenaufbau
4 an der Ferse und am Ballen des Fußbereichs des SCS 2 befestigt.
Das geschäumte Polymermaterial der Mittelsohle 4B kann aus einer beliebigen
Zahl von Materialien hergestellt werden, wie zum Beispiel Polyurethan.
Das Verfahren zum Bilden der Freiräume 6 und
7 und zum Fixieren der Wellenfedern 15 und 19 in der
Mittelsohle 4B des SCS 2 in der vorliegenden Erfindung war so,
wie oben diskutiert. Es ist jedoch für den Fachmann auf dem Gebiet offensichtlich,
daß die Freiräume und die Scheibensicherungsverfahren auch durch eine
beliebige Zahl von Herstellungsverfahren gebildet werden können, die in der
Schuhindustrie verfügbar sind, wie zum Beispiel die Verwendung des Formpressens
und Scheiben, die in die montierte Schuhsole eingefügt werden. Oder die komplette
Schuhsohlenfedereinheit könnte in einem einzigen kontinuierlichen Prozeß
hergestellt werden.
Die Wellenfeder 15, die in erster Linie für die Dämpfung
während des Fußauftritts sorgt, hat eine freie Höhe, die so gewählt
wird, daß sie größer als die von Wellenfeder 19ist, welche
in erster Linie für die Abhebekraft für den Fuß des Trägers
sorgt.
Obwohl die Wellenfedern 15 und 19, die in den Schuhen
dieser Erfindung verwendet werden, metallisch in ihrem Aufbau sind, ist es für
den Fachmann auf dem Gebiet offensichtlich, daß das Material der Wellenfedern
nicht ausschließlich auf Metalle beschränkt ist und daß eine breite
Palette anderer Materialien ebenfalls verwendet werden könnte. Analog können
die Materialien, die in anderen Teilen des Schuhs verwendet werden, aus einer Vielzahl
von Materialien hergestellt werden, die üblicherweise in diesem Gebiet eingesetzt
werden. Obwohl die Schuhe dieser Erfindung einteilige Kamm-Kamm-Wellenfedern verwenden,
könnten sie auch verflochtene Wellenfedern, die im US-Patent Nr. 5,639,074
beschrieben werden, oder handelsübliche verschachtelte Wellenfedern einsetzen.
Die verflochtenen und verschachtelten Wellenfedern, wie zum Beispiel die Kamm-Kamm-Wellenfedern,
sorgen für die primären erwünschten Merkmale der Kamm-Kamm-Wellenfedern,
die für den Schuh der Erfindung wichtig sind. Das heißt, wie die Kamm-Kamm-Wellenfedern
sorgen die verflochtenen und verschachtelten Wellenfedern für maximale Kraft
und Biegung für eine gegebene entspannte Wellenfedernhöhe.
5 zeigt eine zweite Ausführungsform der Schuhe
dieser Erfindung. In den 5 und 6
sind die Wellenfedern 50 und 52 in Freiraum 54 befestigt,
wobei ihre ersten und zweiten Abschlußscheibenenden 56 und
58 in der U-förmigen Kunststoff-Aufnahmebügel 60 befestigt
sind, die die vorstehenden Teile 64 enthält, wie in 7
gezeigt, welche die ersten und zweiten Abschlußscheibenenden 56 und
58 der Wellenfedern 50 und 52 gleitfähig aufnimmt,
bis zwischen den Abschlußscheibenendenn 56 und 58 und den
geschlossenen Enden 63 der vorstehenden Teile 64 der U-förmigen
Aufnahmeplatte 60 ein fester mechanischer Kontakt erreicht ist. Die U-förmige
Kunststoff-Aufnahmebügel 60, die die Wellenfedern 50 und
52 enthält, wird in den Freiraum 54 eingeführt, wo sie
durch Klebstoff an den ebenen Innenflächen 53A und 53B von
Freiraum 54 im Fersenbereich des geschäumten Polymermaterials
4B des Schuhsohlenaufbaus 4' befestigt wird. Die U-förmige
Kunststoff-Aufnahmebügel 60 ist so ausgelegt, daß sie ein Paar
zylindrisch geformter Druckbegrenzer 65 hat, die mit jeder Wellenfeder
verbunden sind. Eines der Anschlußenden jedes Druckbegrenzers 65 wird
klebend an jeder der gegenüberliegenden Innenflächen von Schelle
60 an den diametralen Mittelpunkten der vorstehenden Teile 64
durch Klebstoff befestigt, wie in 7 gezeigt. Die U-förmige
Kunststoff-Aufnahmebügel 60 dieser zweiten Ausführungsform der
Schuhe dieser Erfindung können durch zwei Kunststoffplatten ersetzt werden,
die vorstehende Teile zur gleitenden Aufnahme der Abschlußenden von einer oder
mehreren Wellenfedern enthalten. Freiraum 54 wird, wie in den
5 und 6 gezeigt, mit einem
verlängerbaren Kunststoffteil 69 abgedichtet, das für Festigkeit
des SCS 2' in seitlicher Richtung während des Gebrauchs sorgt.
Freiraum 66 befindet sich in der Metatarsalregion des Schuhsohlenaufbaus
4'. Die Kunststoffplatten 68 und 70 haben vorstehende
Teile 72, welche im wesentlichen identisch mit den vorstehenden Teilen
64 von 7 sind, auf ihrer ersten Fläche,
in die die ersten und zweiten Abschlußenden 73A und 73B der
Wellenfedern 73 und die ersten und zweiten Abschlußenden
74A und 74B (nicht dargestellt) von Wellenfeder 74 (6)
gleitend eingeführt werden. Die Kunststoffplatten 68 und
70 haben zusätzlich zu den ersten Flächen im wesentlichen parallele
zweite Flächen. Die montierte Einheit, bestehend aus Kunststoffplatten
68 und 70, vorstehenden Teilen 72 und Wellenfedern
73 und 74, wird in den Freiraum 66 des Schuhsohlenaufbaus
4' eingeführt. Die zweiten Flächen der Kunststoffplatten
68 und 70 werden an den ebenen Innenflächen 75A
und 75B von Freiraum 66 durch Klebstoff befestigt, wobei die Wellenfedern
73 und 74 zwischen dieselben eingeführt sind. Die Platten
68 und 70sind so ausgelegt, daß sie bei minimalem Widerstand
die Druckbegrenzer 78 aufnehmen, die an den diametralen Mittelpunkten der
Platten 68 und 70 in ähnlicher Weise befestigt sind, wie
die Druckbegrenzer 65 an den Platten 68 und 70. Die Druckbegrenzer
78 dienen zum Begrenzen des Maßes an Zusammendrückung, die die
Wellenfedern 73 und 74 während des Gebrauchs erfahren können.
Freiraum 66 wird mit dem ausziehbaren Kunststoffteil 76 abgedichtet.
Für den Fachmann auf dem Gebiet sollte offensichtlich sein, daß
mehr als zwei Wellenfedern sowohl im Fersenbereich als auch im Metatarsalbereich
der Schuhe dieser Erfindung eingesetzt werden können. Ein Druckbegrenzer ist
in dieser zweiten Ausführungsform mit jeder Wellenfeder verbunden. Jedoch könnten
ein oder mehrere strategisch angeordnete Paare von regionalen Druckbegrenzern zur
Begrenzung der Kompression mehrerer Wellenfedern verwendet werden.
Der federgedämpfte Schuh der zweiten Ausführungsform dieser
Erfindung enthält gegenüberliegende Platten, die durch dazwischen liegendes
Schaummaterial getrennt sind, wie in 5 gezeigt. Die
Kunststoffplatten könnten auch durch Reibung oder andere mechanische Mittel,
außer dem vorher erwähnten Klebstoff, fest gesichert werden, damit sie
gleitend in den Schuhsohlenaufbau 4' eingeführt oder aus derselben
entfernt werden können, um so das Auswechseln der Wellenfedern durch andere
Wellenfedern mit anderen Federkonstanten zu ermöglichen. Ferner könnten
die Kunststoffplatten aneinandergereiht werden, wodurch ein Kunststoffelement entstehen
würde, das sich vom Fersenbereich bis zum Ballen des Fußbereichs des Schuhsohlenaufbaus
erstreckt. Ein Schuhsohlenaufbau, der zum Aufnehmen des Kunststoffelementes ausgelegt
ist, könnte mit einem einzigen Freiraum ausgestattet sein, der sich über
die volle Länge des Schuhsohlenaufbaus erstreckt.
Die Wellenfedern, die in der bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung verwendet werden, sind aus Federstahl mit Innen- und Außendurchmessern,
Querdicken, Kammhöhen und Taltiefen und Mengen hergestellt, die so gewählt
werden, das sich Federkonstanten für die Wellenfedern 15 und
19 von 105,11 kN/m (600 lb/in) bzw. 87,59 kN/m (500 lb/in) ergeben.
Die kritischen Konstruktionsparameter und -materialien der Wellenfedern
können so gewählt werden, daß Wellenfedern mit unterschiedlichen
Federkräften und anderen Merkmalen bereitgestellt werden. Andere metallische
und nichtmetallische Werkstoffe, Polymere und Verbundwerkstoffe können zum
Beispiel für unterschiedliche Gewichts- und Festigkeitsmerkmale ausgewählt
werden. Die Konstruktionsparameter der Wellenfedern können auch geändert
werden, um so für variierende Festigkeits-, Biegungs- und Belastungsmerkmale
zu sorgen. Ferner wird die Ausführungsform dieser Erfindung an einem einzelnen
gefederten Schuh beschrieben. Es sollte erkennbar sein, daß der andere Schuh
identisch entworfen und aufgebaut ist.
Die Wirkungsweise des SCS 2 wird nun im Hinblick auf den
Schuh von 1 beschrieben. Wenn ein Paar federgedämpfte
Schuhe von einem Nutzer, zum Beispiel einem Läufer, in Gebrauch genommen wird,
trifft der Bereich des Schuhs, der die Wellenfeder 15 enthält, zuerst
auf die Lauffläche auf. Die Aufschlagkraft, die vom Kalkaneusabschnitt des
Fußes ausgeübt wird, drückt die Wellenfeder auf eine vorgegebene
Höhe zusammen, bevor der Fuß zur Ruhe kommt und die Körpermasse dynamisch
auf die Metatarsalregion des Fußes in Kontakt mit der Fläche übertragen
wird, wo die Wellenfeder 19 zusammengedrückt wird. Wenn die Körpermasse
auf die Metatarsalregion des Fußes übertragen wird, durchläuft die
Wellenfeder 15, die den ersten Fußauftritt erfahren hat, einen Kompressions-Wiedergewinnungs-Zyklus.
Wenn der Nutzer die Metatarsalregion des Fußes abhebt, wird Energie in diese
Region übertragen, während sich Wellenfeder 19 erholt. Die Wellenfedern
15 und 19 sorgen also beide für die Dämpfung und den
Energierückfluß zum Nutzer des SCS 2.
Während des Fußauftritts (ob beim Springen oder Laufen)
können Spitzenkräfte vom Mehrfachen des Körpergewichts auf die Wellenfedern
ausgeübt werden. Wir können annehmen, daß ein durchschnittlicher
Nutzer der Schuhe 75 kg wiegt. Daher können durchschnittliche Spitzenkräfte
von mehr als 135 kg auf die Wellenfedern ausgeübt werden. Die vorher erwähnten
Federkonstanten können also für eine Person von 75 kg verwendet werden.
Wellenfedern sind ideal für die Anwendung mit einem solchen begrenzten
Platz. Herkömmliche Federverfahren sind den Schuhdämpfungsanwendungen
wegen der begrenzten Kombination von Kraft, Biegung und Platzanforderungen unterlegen.
Obwohl eine bevorzugte Ausführungsform gezeigt und beschrieben
wurde, versteht es sich, daß eine Einschränkung der Offenbarung nicht
beabsichtigt ist, sondern daß vielmehr die Absicht besteht, alle Modifizierungen
und alternative Verfahren zu erfassen, die in den Geltungsbereich der Erfindung
fallen, wie in den angehängten Ansprüchen definiert.